Was tun bei Fake-Profilen in Sozialen Netzen?

Immer wieder gibt es Berichte von Betrügern, die auf Facebook Profile fälschen, um damit von deren Freunden persönliche Daten zu klauen. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien, bietet Eltern fünf Tipps, um Kinder davor zu schützen.

Wie Verbraucherzentralen immer wieder berichten, erhalten Nutzer auf Facebook oft Freundschaftsanfragen von Kontakten, mit denen sie eigentlich schon befreundet sind. Das Profil des Freundes wurde samt öffentlichem Profilbild kopiert.

Nach der Bestätigung wird man um persönliche Daten wie die Handynummer gebeten, etwa weil der ursprüngliche Account angeblich gesperrt wurde und man die Nummer zur Authentifizierung braucht. Sollte man tatsächlich seine Handynummer verraten haben, bekommt man kurze Zeit später eine SMS. Die SMS enthält einen Zahlencode, den man dem vermeintlichen “Freund“ mitteilen soll. Dieser dient dazu, eine Bezahlung zu veranlassen, die von der Handyrechnung abgebucht wird.

5 Tipps zum Schutz vor Fake-Profilen

Misstrauisch sein

Immer noch einmal das Profil und die Nachrichten bei Freundschaftsanfragen genau prüfen. Ein Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt, kann auch ein untypischer Schreibstil sein. Dem Absender der Nachricht eine konkrete Frage stellen, die eigentlich nur der echte Freund beantworten kann oder den echten Freund auf anderem Wege kontaktieren, zum Beispiel über Handy.

Fake-Freund löschen, blockieren und melden

Den Nutzer von der Freundesliste entfernen und blockieren, damit man nicht mehr kontaktiert werden kann. Im Anschluss das Profil melden und dabei die Option „Jemand hat ein Konto erstellt, das mich oder einen meiner Freunde nachahmt“ auswählen. In der Facebook-Suche auch den eigenen Profil-Namen eingeben und prüfen, ob ein Fake-Profil erstellt wurde. Auch Freunde dazu animieren, wenn ein Verdacht besteht. Kopien sofort melden.

Profil sicher einstellen

Am besten gehen Eltern regelmäßig mit ihrem Kind die Einstellungen zu Privatsphäre sowie Chronik und Markierungen durch, um das Profil zu sichern:

  • Freundesliste verbergen: Sobald ein Konto die Freundesliste auf “Nur ich” gestellt hat, ist es für die Internetbetrüger bereits weniger interessant. Dazu im Profil auf “Freunde” (unter dem Titelbild) klicken, dann auf den Stift und auf „Privatsphäre bearbeiten“. Dort bei der Frage „Wer kann deine Freundesliste sehen?“ auf “Nur ich„ klicken.
  • Nicht öffentlich posten: Für Minderjährige ist voreingestellt, dass nur Freunde Posts sehen. Dies sollte auch unbedingt so bleiben. Sonst kann man im Post einstellen, wer diesen sehen kann.
  • Sicherheitseinstellungen aktivieren:

o Wer kann deine zukünftigen Beiträge sehen: “Freunde”

o Wer kann dir Freundschaftsanfragen senden: “Freunde von Freunden”

o Wer kann in deiner Chronik posten: “Freunde”

o Möchtest du die Beiträge überprüfen, in denen du von Freunden markiert wurdest, bevor sie in deiner Chronik erscheinen: “Ein”

o Wer kann Beiträge, in denen du markiert wurdest, sehen: “Freunde”

o Wer kann sehen, was andere in deiner Chronik posten: “Freunde”

Drittanbietersperre einrichten

Um künftig besser geschützt zu sein, ist es ratsam, eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter einzurichten, um kostenpflichtige Bestellungen per Nachricht oder Anruf zu unterbinden. Die Einrichtung der Sperre ist kostenlos und die Anbieter sind dazu gesetzlich verpflichtet. Bei der Telekom nutzen Eltern dazu die Servicenummer 2202, bei Vodafone 1212, bei 02 55222.

Betrug melden

In Betrugsfällen kann man sich an die Verbraucherzentrale wenden oder Anzeige erstatten.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

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