Über die Zukunft der Arbeit – und welchen Regeln sie folgt

GFA_0161_MS_republica_Aufkleber_75_4c_beli.inddWir haben uns zu Wort gemeldet. Gemeinsam mit Erfolgsautor Markus Albers („Morgen komm ich später rein“) haben wir von Microsoft das „Manifest für neues Arbeiten“ aufgesetzt und fordern damit eine Debatte über die Zukunft der Arbeit in Deutschland.

In unserem Manifest heißt es: „Wir haben keine Lust mehr auf Arbeiten von gestern. Wir lehnen starre, unflexible Arbeitsverhältnisse ab. Wir können nichts mit festen Hierarchien anfangen, die naturgegeben scheinen, aber mit natürlicher Autorität nichts zu tun haben. Und wir wollen auch nicht länger mit der Technik und den Werkzeugen von gestern arbeiten.“

Uns geht es um die Arbeit(swelt) von morgen: „Wir wollen nicht länger am Schreibtisch festgehalten werden, wenn wir doch alles, was wir zum Arbeiten brauchen, in der Hosen- oder Aktentasche mit uns rum tragen. Wir wollen in virtuellen Teams gleichzeitig an gemeinsamen Projekten arbeiten, egal, an welchem Ort und in welcher Zeitzone sich die Mitarbeiter und Kollegen gerade aufhalten. Wir wollen unsere Kollegen und Mitarbeiter treffen, auch wenn wir selber zuhause, mit unseren Kindern auf dem Spielplatz oder in der Pause auf der Wiese sitzen. Und wir wollen nicht mit festen Chefs zusammenarbeiten. Chef soll gerade sein, wer die Projekte betreut, in denen wir produktiv sind.“

Seit der Veröffentlichung des Manifests sind ein paar Wochen vergangen. Unsere Thesen und Markus Albers 33 Regeln für digitale Pioniere werden diskutiert – das war unser Ziel: eine Debatte über die Arbeit anzustoßen, wie sie heute ist und wie sie morgen sein kann.

Mobile Technologien spielen dabei eine zentrale Rolle: Ohne die vielen Menschen weltweit, die vor Jahren ihre Smartphones und später ihre Tablets mit ins Büro gebracht haben, um sie für die Arbeit zu nutzen, wären unsere Forderungen heute gar nicht möglich.

Sie haben flexibles Arbeiten erst möglich gemacht – und das gegen den Widerstand vieler IT-Abteilungen. Heute gestalten ITler, Mitarbeiter und Manager ihre Arbeitsweise gemeinsam um.

Unternehmen wie Sixt, Haniel und Henkel haben für sich erkannt, dass in agiler Kommunikation, ortsunabhängigem Arbeiten und immer öfter auch in flachen Hierarchien Wettbewerbsvorteile und Innovationskraft liegen. Gleichzeitig fragen sich viele, wie sich all diese neuen Helfer auf unsere menschlichen Beziehungen auswirken.

Put down your mobile phone and talk to me!

Seitdem es Smartphones und Tablets gibt, sorgen sich die Menschen um die Qualität ihrer sozialen Beziehungen. Und dies ist nur ein Beispiel von vielen Veränderungen.

In der Tat sieht man in Bussen und Bahnen, in Restaurants oder in Meetings immer häufiger Menschen, die sich über ihre mobilen Geräte beugen. Aber, wie meine Kollegin Kate Miltner in einer gemeinsamen Studie über die Auswirkungen von Smartphones auf Beziehungen mit der Universität Kansas herausgefunden hat, schadet das nur, wenn keine Regeln für den Umgang damit vorliegen. „Smartphones sind in Wirklichkeit ein exzellentes Tool, um in Beziehungen in Kontakt bleiben zu können – auch über große Entfernungen hinweg”, sagte Kate Miltner bei der Vorstellung der Studie im vollbesetzten Plenum auf der re:publica, der größten Konferenz für die digitale Gesellschaft.

Damit trifft Kate den Kern: Technik ermöglicht vieles. Aber nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll. Sogar sinnvolle Dinge können sich ins Gegenteil verkehren, wenn sie übertrieben werden. Das gilt für die Kommunikation mit Smartphones genauso wie für flexibles Arbeiten.

In der Diskussion über unser Manifest haben viele Leute Bedenken geäußert. Sie sorgen sich um Freizeit, den Ausschaltknopf und unsere Arbeitskultur. Nicht zu unrecht. Auch für zeitlich und räumlich unabhängige Arbeit brauchen wir Regeln und Grenzen.

Ideen spinne ich immer noch am liebsten und besten im persönlichen Austausch. Die resultierenden Projekte mit allen Dokumenten, Meetings und Kontakten lassen sich anschließend virtuell effizient umsetzen. Mit dem Social Enterprise Knigge haben wir einen Anfang gemacht, um diesen Regeln und Grenzen näher zu kommen.

Am Kern unseres Manifests halten wir fest: Die Digitalisierung der Unternehmen und ihrer Prozesse lässt sich nicht aufhalten. Wir als Microsoft sind mit unseren Services Teil dieser Transformation, denn wir treten als Unternehmen für eine mobile Welt ein.

Wir als Mitarbeiter von Microsoft wollen das flexible Arbeiten. Aber wir wollen neben der Arbeit auch unsere Kinder aufwachsen sehen und selbstbestimmt unser Leben leben. Dafür kommen uns die Möglichkeiten mobilen Arbeitens gerade recht.

Diskutieren Sie mit uns, zum Beispiel unter dem Hashtag #einfachmachen bei Twitter. Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!

Dr. Elke Frank, Microsoft

Dr. Elke Frank, Microsoft

Autor: Dr. Elke Frank (42) ist seit 1. August 2013 Mitglied der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland und übernimmt dort als Senior Director Human Resources die Verantwortung für das Personal-Ressort.

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