Trends 2015: Das Internet der Dinge wird zum Thema für Unternehmen

Das Jahr 2014 war von einer Reihe neuer Technologietrends geprägt. Im EU-Forschungsprojekt Sartre fuhren selbstfahrende Autos im Konvoi und Wearable Technologien – seien es Datenbrillen oder auch Smartwatches – wurden massentauglich. Einige Zukunftsvisionen, die noch aus dem Bereich der Science Fiction stammten, konnten 2014 in die Realität umgesetzt werden.

All diese Erfolge zeigen: Einerseits ist das Innovationswachstum ungebremst, andererseits wird unsere Welt immer abhängiger von den Netzwerken, die diese Trends verbinden. Insofern bleibt die spannende Frage: Was können wir für 2015 erwarten?

„Big Data ist ein globaler Trend, dem deutsche Rechenzentren nur teilweise gewachsen sind. IT-Verantwortliche dürfen sich nicht mehr die Fragen stellen, ob die Basis in ihrem Rechenzentren – das Netzwerk – diesem Druck standhalten kann, sondern viel mehr: wie lange noch?“, so Reiner Dresbach, Director Sales Deutschland bei Brocade, einem Anbieter für Netzwerklösungen. Dresbach gibt weiterhin einen (zusammengefassten) Ausblick, welche Trends wir in 2015 neben Big Data besonders im Auge behalten sollten:

  • Das Internet der Dinge erreicht Unternehmen: 2014 hat das Internet der Dinge erste Gestalt angenommen. 2015 gewinnt der Trend weiter an Fahrt. Gartner prognostiziert bis 2020 ein Wachstum auf 26 Milliarden vernetzte Geräte – angefangen mit Armbanduhren und Kühlschränken bis hin zu Sportgeräten und Autos. Dies bedeutet, dass Unternehmen sich mit der Verfügbarkeit eines ständig wachsenden Netzwerks an Connected Devices, die Daten erzeugen und darauf zugreifen, beschäftigen müssen. Eine Vielzahl dieser vernetzten Technologien wird auch in bestehenden Firmennetzwerken oder öffentlichen Netzwerken genutzt werden, so dass Investitionen in die darunterliegenden Infrastrukturen unabdinglich werden.
  • Der virtuelle Arbeitsplatz wird Notwendigkeit: Auf Mitarbeiterseite wird verstärkt nach virtuellen Arbeitsplätzen gefragt und Unternehmen suchen angesichts knapper werdender Budgets nach Möglichkeiten, der Nachfrage ihrer Mitarbeiter zu entsprechen und zugleich deren Produktivität zu fördern. Im Jahr 2015 werden sich virtuelle Arbeitsplätze noch mehr durchsetzen: IDC prognostiziert, dass rund 1,3 Milliarden Menschen per Fernzugriff mit mobilen Endgeräten arbeiten, dies entspricht 37,2 Prozent der weltweit arbeitenden Bevölkerung. Jedoch bedeuten diese virtuellen Arbeitsplätze für die IT-Infrastruktur eine höhere Belastung. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie ein funktionstüchtiges Netzwerk haben, um genau dieses Level an Flexibilität und Unabhängigkeit zu vermitteln.

Ein neuer Ansatz für Datenschutz: 2014 wurden viele Bedenken zum Datenschutz geäußert. Angesichts der zunehmenden Beliebtheit von „privacy-first” Diensten wie Whisper und Ello wird deutlich, dass dieser Trend auch für 2015 Bestand haben wird. Das öffentliche Bewusstsein für Datenschutz und Privatsphäre ist gestiegen. Datenlecks können den Ruf und die Marke eines Unternehmens massiv schädigen. Unternehmen müssen wesentlich stärker darauf achten, wie und wo sensible Geschäfts- oder Kundendaten gespeichert sind. Sowohl Mitarbeiter als auch Kunden müssen diesbezüglich geschult werden, da der Zugang und die Verwendung von Daten ein grundsätzliches Thema für jedes Unternehmen ist.

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