Terminhinweis: Wie lässt sich digitales Kulturerbe erhalten? (14.11.2014/ Karlsruhe)

Wie lässt sich digitales Kulturerbe erhalten? Wie Daten aus Forschung und Wissenschaft? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich das Center of Digital Tradition (CODIGT) am ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale des Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Digitale Archivierung als Kulturtechnik zu erklären und zu fördern, ist Ziel einer öffentlichen Tagung, die am Freitag, 14. November 2014, von 9 bis 18 Uhr, in der Rüppurrerstraße 1a stattfindet (Saal Karlsruhe, Haus B, 7. OG).

Der Zugang zu unserem kulturellen und wissenschaftlichen Erbe ist schon heute digital geprägt. Objekte und Informationen sind nicht mehr ausschließlich für Archive gemacht, die begeh- und mit den Sinnen erfahrbar sind, sondern müssen zunehmend auch digital gespeichert und zugänglich gemacht werden. Dabei stoßen öffentliche, kulturelle aber auch wissenschaftliche Einrichtungen vermehrt an ihre konzeptuellen sowie technischen Möglichkeiten und hantieren mit rechtlichen Fragestellungen. Die Diffusion digitaler Technologien in die Archivierungspraxis und der schnell anwachsende Umfang digitaler Archivalien drängen die Verantwortlichen und die Öffentlichkeit zum Handeln.

CODIGT widmet sich der Aufgabe, einen Beitrag zur Erhaltung des digitalen Kulturerbes sowie der Daten aus Wissenschaft und Forschung zu leisten. Im Rahmen von projektorientierter Grundlagenforschung und transdisziplinärem Wissenstransfer bearbeitet CODIGT in Zusammenarbeit mit dem KIT-Archiv und dem Steinbuch Centre for Computing (SCC) Fragestellungen zur Digitalisierung und Kontextualisierung von Objekten, zur digitalen Langzeitarchivierung und zum Zugang dieser archivierten Daten. In engem Kontakt zu Gedächtniseinrichtungen wie dem Landesarchiv Baden-Württemberg und Netzwerken wie nestor, dem deutschen Kompetenznetzwerk zur digitalen Langzeitarchivierung, entwickeln die Forscherinnen und Forscher am CODIGT Konzepte zur Langzeitarchivierung für Einrichtungen aus Forschung, Lehre und Kultur. „Wir sehen es hierbei als unsere Aufgabe, die Gesamtheit relevanter Themenbereiche zu berücksichtigen“, sagt der Geschäftsführer von CODIGT, Dr. Ralf Schneider. „Dazu gehören neben den informationstechnischen, rechtlichen und auch kulturwissenschaftlichen Methoden und Praktiken vor allem die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Datenproduzenten.“

Am Freitag, 14. November 2014 veranstaltet CODIGT von 9 bis 18 Uhr im Saal Karlsruhe, Rüppurrer Str. 1a (Haus B, 7.OG), eine öffentliche Tagung, deren Anliegen es ist, digitale Archivierung als Kulturtechnik zu erklären und zu fördern. Dabei steht die gesellschaftliche Aufklärung über den Nutzen von Archiven im digitalen Raum im Vordergrund. Der Politik, Öffentlichkeit und Gesellschaft soll verdeutlicht werden, dass Archivierung eine dringliche Gesamtaufgabe ist, zu der jeder etwas beitragen kann. „Vor dem Hintergrund der vor allem ökonomisch geführten Debatten, wird bisher weder von der Öffentlichkeit noch von den verantwortlichen Institutionen zur Kenntnis genommen, dass schon jetzt ausschließlich in digitaler Form vorliegendes Kulturerbe unwiederbringlich verloren geht“, sagt Professorin Caroline Y. Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK und Mitglied im Fachausschuss Kultur der deutschen UNESCO-Kommission. „Wir möchten mit der Tagung dazu beitragen, ein allgemeines Bewusstsein dafür zu schaffen, dass dieses Kulturerbe ausschließlich interdisziplinär und interinstitutionell bewahrt werden kann.“

Wolfram Jäger, Erster Bürgermeister der Stadt Karlsruhe wird das Grußwort sprechen, Eröffnungsredner ist der Experte für Langzeitarchivierung Professor Jon Ippolito von der University of Maine.

Die Tagung ist öffentlich und der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen zu CODIGT und zur Tagung unter: www.zak.kit.edu/codigt_tagung

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