Terminhinweis (11./12.06.2015/Potsdam): Öffentliche Konferenz für nationale Cyber-Sicherheit

Mit der zunehmenden Verunsicherung von Nutzern der Informations- und Kommunikationstechnik wird sich die dritte Potsdamer Konferenz für nationale Cyber-Sicherheit beschäftigen. Sie findet am 11. und 12. Juni am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) statt.

Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung werden auf der öffentlichen Veranstaltung unter anderem Themen wie das IT-Sicherheitsgesetz, die Digitale Agenda und Fragen der digitalen Souveränität diskutieren. Außerdem stehen zum Beispiel Aspekte wie IT-Sicherheit sowie Schutz von Industrie 4.0-Anlagen und kritischen Infrastrukturen auf dem Programm.

Neben NATO-Vizegeneralsekretär Jamie Shea und Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe aus dem Bundesinnenministerium stehen die Präsidenten von Europol, Bundeskriminalamt, Bundesamt für Verfassungsschutz und Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik auf der Referentenliste. Hochrangig vertreten sind auch das Auswärtige Amt, die Bundesministerien des Inneren und für Wirtschaft und Energie sowie diverse Fachverbände und Stiftungen.

Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily und ein Repräsentant von Google werden über „Cybersecurity zwischen bürgerlicher Freiheit und staatlicher Verantwortung“ sprechen. Aus der Wirtschaft sind ferner Unternehmen wie Check Point Software Technologies, Cisco, Computer Sciences Corporation (CSC) , Daimler, DB Systel, General Electric, Hewlett Packard, Huawei, KPMG, Nokia, Rohde & Schwarz, SAP und Vodafone vertreten.

Weitere Details zum Veranstaltungsprogramm gibt es online.

„Seit der letzten Potsdamer Sicherheits-Konferenz 2014 hat sich die Cybersicherheitslage nicht beruhigt. Eher das Gegenteil ist der Fall und die Nutzer werden zunehmend verunsichert“, stellt HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel fest. Auf dem neutralen Boden einer Wissenschaftseinrichtung wolle das Institut deshalb erneut Bezugsgruppen und Multiplikatoren mit Experten zusammenführen, um Möglichkeiten für gemeinsames Handeln und mehr Sicherheit zu analysieren, sagt Meinel. „Das in diesem Bereich fatale Silo-Denken gilt es zu überwinden“, fügt der Wissenschaftler hinzu, der am HPI auch das Fachgebiet Internet-Technologien und -Systeme leitet.

Am Ende des ersten Konferenztages werden das veranstaltende Hasso-Plattner-Institut und die Bundesdruckerei ihr gemeinsam neu gegründetes „Secure Identity Lab“ der Öffentlichkeit vorstellen. In dem Lab sollen innovative Lösungen erforscht werden, die den effizienten Umgang mit digitalen Identitäten absichern. Die werden zur sicheren Erkennung der Nutzer bei ihren Interaktionen in der digitalen Welt gebraucht und sollen nicht manipuliert, gefälscht oder für missbräuchliche Zwecke verwendet werden können. Das soll in der digitalen Welt Vertrauen und die Grundlage für sichere Beziehungen und Geschäftsprozesse schaffen.

Im Jahr zuvor hatte das HPI einen neuen Service präsentiert, der Internetnutzer auf den möglichen Diebstahl und die öffentliche Preisgabe ihrer Identitätsdaten hinweist. Das Institut bietet auch einen Sicherheits-Check im Internet an, der automatisch Auskunft gibt über erkennbare Schwachstellen eines anfragenden Rechners.

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