Schlagwort-Archiv: Zukunft des Internet

Die Splunk-Vorhersagen für 2018: Künstliche Intelligenz gewinnt an Bedeutung

KI: IT neu erfinden

Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen werden den IT-Betrieb immens vereinfachen. Möglich wird das, weil sich damit Prozesse und Aufgaben erweitern und automatisieren lassen. Das Problem bisher: Die IT ist im Laufe der Jahre zu komplex geworden. Betreiber suchen dringend nach Technologien, mit denen sich die Arbeit effizienter gestalten lässt. Viel geredet wird dabei über selbstfahrende Autos.

Auch Maschinen, die gegen Go-Weltmeister gewinnen, stehen im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Für Unternehmen sind die greifbaren Auswirkungen von KI bereits im täglichen IT-Betrieb erkennbar. Diese Entwicklung führt dazu, dass vorhersagende Analysesysteme manuelle Tätigkeiten ersetzen werden. Zum Einsatz kommt dabei intelligente Automatisierung. Mit Hilfe von Daten und KI werden IT-Abteilungen ihre Automationsprozesse weiter optimieren und dafür auf Self-Service- und Self-Recovery-Fähigkeiten setzen. Auch lassen sich zukünftige Kosten prognostizieren und die Kapitalrendite optimieren.

Gartner hat diesen Trend erkannt und den Begriff „Artificial Intelligence for IT Operations“ (AIOps) geprägt. Das Potenzial dieser Technologie besteht darin, dass Anwender Erkenntnisse zu Fragen erhalten, die sie im Vorhinein nicht zu stellen gewusst hätten.

AIOps lernt aus vergangenen Aktionen und Fehlerbehebungen, um Ausfälle vorherzusagen und Problemlösungen zu automatisieren. Dies erfordert Einblicke in den Konfigurationszustand von Maschinen sowie ein Verständnis für vergangene Aktionen und Wechselwirkungen. AIOps erweitert den Ansatz von IT Operations Analytics (ITOA). Artificial Intelligence for IT Ops wendet Erkenntnisse automatisch an und stellt damit sicher, dass hochleistungsfähige IT-Umgebungen proaktiv Entscheidungen treffen, die das Wohlergehen des Unternehmens fördern.

Autor: Rick Fitz, SVP und GM IT Markets, Splunk)

IoT: Das Risiko ist real

In Fragen der Sicherheit birgt das Internet of Things (IoT) ein erhebliches Risiko. Anwender benutzen immer mehr „vernetzte Dinge“ im täglichen Leben. Diese Entwicklung treibt zwar neue Innovationen voran, schafft aber gleichzeitig ein Minenfeld in puncto Sicherheit. 2018 kommt deshalb die Sicherheit für das Internet of Things auf den Prüfstand.

Das Cyber-Sicherheitsrisiko wird exponentiell zunehmen, da Menschen, Applikationen und deren Prozesse sowie Unternehmen weiterhin jeden Teil unseres täglichen Lebens und unserer Wirtschaft miteinander verbinden. Jedes vernetzte Objekt öffnet neue Türen in die Privatsphäre, in Unternehmensbereiche sowie in die öffentliche Sicherheit. Allerdings offenbaren sich dadurch auch neue Schwachstellen, die Hacker ausnutzen können.

In Zukunft lassen sich Angriffe nicht nur von öffentlichen Netzen, sondern auch von privaten Geräten wie einem Smartphone oder einem Smart Home orchestrieren. Zwar bleibt die IoT-Revolution spannend. Doch müssen Verbraucher und Unternehmen 2018 auch über die Kompromisse nachdenken. Besonders gilt das für Firmen, bei denen ein Verstoß zu einem schwerwiegenden Vertrauensverlust der Verbraucher führt. Gartner prognostiziert, dass bis 2020 mehr als 25 Prozent der identifizierten Angriffe in Unternehmen IoT-Umgebungen betreffen werden. Währenddessen entfallen jedoch weniger als zehn Prozent der IT-Sicherheitsbudgets auf diesen Bereich. Über diese Diskrepanz sollten Entscheider gründlich nachdenken.

(Autor: Erick Dean, Product Director, IoT, Splunk)

Maschinelles Lernen und IoT

Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz stellen für das IoT eine enorme Chance dar. Die zunehmende Kommerzialisierung und Skalierung von Sensorgeräten wird eine Reihe an neuen intelligenten Wirtschaftszweigen hervorbringen und sich erheblich auf bestehende Branchen auswirken. Die Fähigkeit, eine Maschinenreparatur vorauszusagen, eine selbstoptimierende Produktion sowie Nachfrage-orientierte Dienste sind nur einige Anwendungsbeispiele.

Da die bestehende Netzwerkinfrastruktur wahrscheinlich für „vernetzte Dinge“ zum Einsatz kommt, fallen die Investitionen in Analysetechnologie höher aus. Unternehmen werden neue Wege finden, um die riesigen Mengen an intelligenten, gerätegenerierten Daten sinnvoll zu nutzen. Industrielles Asset Management, Flottenmanagement im Transportwesen, Bestands-Management und die Sicherheit staatlicher Infrastruktur und Einrichtungen werden die stärksten Treiber für das IoT-Wachstum im Jahr 2018 sein.

(Autor: Erick Dean, Product Director, IoT, Splunk)

Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML)

Das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. IT-Systeme lernen immer mehr. Konkret heißt das: KI und ML haben eine große Zukunft vor sich.

End-to-End-KI: Es ist unnötig, ein Modell zu entwickeln, das nur Stoppschilder erkennt, und ein anderes, das nur zwischen Fußgängern und Fahrzeugen unterscheiden kann. Stattdessen entstehen durchgängige KI-Lösungen (End-to-End). Sie basieren auf maschinellen Lernmodellen, die den kompletten Systemzustand erfassen und präzise Aktionen ausgeben. Zum Beispiel: Nach rechts abbiegen, Gas geben, bremsen!

Automatische Konfiguration: Künftig werden Anwender immer öfter Zugang zu Tools haben, die ihnen die harte Arbeit abnehmen. Von der Architektur über die Validierung bis hin zur Schulung lässt sich durchgängiges maschinelles Lernen ohne menschliches Zutun bereitstellen.

Vorab trainierte Modelle: Bibliotheken an vorgeschulten und Open-Source-Machine-Learning-Modellen werden als wiederverwendbare Komponenten für eine Vielzahl von Anwendungsfällen einsetzbar sein. Beispielsweise ließe sich eine vorab trainierte Variante von einem Telekommunikationsunternehmen verwenden, um Kundenabwanderungen zu erkennen und vorherzusagen. Viele Mobilfunkanbieter verwenden einen ähnlichen Satz an Datenpunkten: Dazu gehören beispielsweise die Art des Abrechnungsplans, die Anzahl der Kundendienstanrufe oder die Sprach- und Datennutzung, kombiniert mit Kundeninformationen. Sobald ein vorab trainiertes Modell für diese Art von Daten erstellt wurde, ließe es sich für andere Anbieter bereitstellen. Es würde dadurch einen branchenweiten Mehrwert bieten.

(Autor: Toufic Boubez, VP of Engineering, Splunk)

ARD-Doku über Killer-Roboter: Delegierte Tötungsentscheidung

Was noch vor wenigen Jahren wie ein Science-Fiction-Szenario aussah, könnte bald Wirklichkeit werden“, ist zu Beginn dieser ARD-Dokumentation als Kommentar aus dem Off zu hören. Das impliziert etwas Surreales, etwas Bedrohliches auch. Nein, es geht dabei nicht um das neue Sequel von George Lucas´ „Star-Wars“-Reihe, um die neuesten galaktischen Sternenkriegerraumschiffe, schreibt der „Tagesspiegel“. …mehr

 

Digitalisierung: Wo Deutschland aufholen kann

Trotz seiner aktuell hervorragenden wirtschaftlichen Ausgangslage hat Deutschland bei der Digitalisierung Nachholbedarf: Das Land schöpft erst zehn Prozent seines „digitalen Potenzials“ aus – also den maximal möglichen Nutzen aus der Digitalisierung in führenden Sektoren. Bei der künstlichen Intelligenz sind Deutschland und Europa gegenüber China und den USA im Hintertreffen, berichten die „IT Rebellen“. …mehr

 

 

„Der Krieg kommt“: Darum sieht Investor Frank Thelen schwarz für Deutschland

Die dritte Staffel von Die Höhle der Löwen ist im Oktober zu Ende gegangen, nun kann sich Frank Thelen, einer der Investoren und Juroren der VOX-Gründershow, wieder ganz seiner VC-Firma e42 widmen. Deren Wagniskapital steckt unter anderem in den deutschen Startups MyTaxi, Outbank, Lilium und Scanbot. Warum Deutschland bei der Digitalisierung noch viel verstehen muss, erzäht er in „Business Insider“. … mehr

 

 

Die Vision vom echten Onlinegeld

Bitcoin ist ein Zombie, einfach nicht totzukriegen. Von Journalisten, Wirtschaftsexperten, Bankern und Politikern immer wieder für gescheitert erklärt (allein diese Seite listet 130 sogenannter Bitcoin-Todesanzeigen auf), steht es aktuell besser denn je um das erste rein digitale Internetgeld. Seit Beginn des Jahres hat sich der Wert des Bitcoins mehr als verdoppelt. Wer heute einen Bitcoin kaufen möchte, muss dafür knapp 2.000 Euro bezahlen, ist in der „Zeit“ zu lesen. … mehr

 

 

Ethikrat-Vorsitzender über Zukunftstechnik: „Beim Abzapfen des Gehirns ​ist eine Grenze erreicht“

Der Deutsche Ethikrat wird im Juni erstmals über Zukunftstechnik diskutieren, nämlich über die  gesellschaftlichen Veränderungen durch selbstfahrende Autos, Pflegeroboter, vernetzte Haushaltsgeräte und autonome Waffensysteme.BILD sprach mit dem Vorsitzenden Prof. Peter Dabrock. … mehr

 

Künstliche Intelligenz richtig erforschen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verstärkt die Erforschung von Künstlicher Intelligenz und startet das Zukunftsprojekt „Lernende Systeme“.

Im ersten Schritt wird eine neue Experten-Plattform eingerichtet, die die Zusammenarbeit von Forschung und Anwendung verbessern und klären soll, wie Lernende Systeme dem Menschen nützlich sein können. Konkrete Anwendungsmöglichkeiten eröffnen sich insbesondere bei verschiedenen Dienstleistungen, im Mobilitätssektor, im Gesundheitswesen, z.B. in der Medizintechnik und der Pflege, beim Einsatz von automatisierten Fahrzeugen und Robotern menschenfeindlicher Umgebung sowie in der IT-Sicherheit.

 „Künstliche Intelligenz kann unser Leben verbessern“

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sagte: „Künstliche Intelligenz kann unser Leben verbessern, wenn wir sie richtig einsetzten. Dazu müssen wir aber wissen, was Lernende Systeme leisten können und wo ihre Schwächen liegen. Es gibt noch viele offene Forschungsfragen. Deshalb brauchen wir eine umfassende Forschung mehr denn je, um technische Entwicklungen auch aus ethischer, sozialer und rechtlicher Perspektive verstehen zu können. Erst dann können wir faktenbasiert sagen, was wir anwenden wollen und wo Grenzen zu setzen sind. Für diese Entscheidungen sind mehr Austausch und Dialog nötig. Nach meinem Verständnis müssen wir Künstliche Intelligenz vom Menschen her denken. Technik soll uns unterstützen, nicht entfremden.“

Zukunftsprojekt „Lernende Systeme“

Das BMBF richtet mit dem Zukunftsprojekt „Lernende Systeme“ neben der bestehenden Plattform Industrie 4.0 eine zweite Plattform zu einem weiteren wichtigen Thema der Digitalisierung ein. Die Expertinnen und Experten, die in der Plattform zusammenwirken, sollen die Kompetenzen bei Datenanalyse-Werkzeugen ausbauen und alltagstaugliche Anwendungsszenarien, Demonstratoren sowie herstellerübergreifende Forschung und Entwicklung vorantreiben. Zur Unterstützung der Plattform wird eine Geschäftsstelle eingerichtet.

Lernende Systeme können beispielsweise im Gesundheitsbereich große Verbesserungen bringen, etwa wenn sie bei der Mammographie große Datenmengen wie Röntgenbilder schneller analysieren und aufschlüsseln.

Diese neue Qualität der Informationsbereitstellung verbessert die zentrale Arbeit von medizinischem Personal bei der Behandlung von Patienten. Gleichzeitig muss insbesondere in einem solch sensiblen Umfeld wie Patientendaten klar definiert sein, wie und in welchen Grenzen Lernende Systeme zur Anwendung kommen sollen und sicher funktionieren können. IT-Sicherheit ist dabei von hoher Priorität.

Das Zukunftsprojekt „Lernende Systeme“ ist ein Ergebnis der Arbeit des Hightech Fachforums „Autonome Systeme“, das in den letzten Jahren Empfehlungen beispielsweise zu Produktion, Straßen- und Schienenverkehr sowie Smart Homes entwickelt hat. Diese und weitere Handlungsempfehlungen für die zukünftige Innovationspolitik wurden auf der heutigen Abschlusskonferenz zur Hightech-Strategie vom Hightech-Forum an die Bundesregierung übergeben. Zudem hat sich heute der Lenkungskreis der neuen Plattform „Lernende Systeme“ konstituiert.

Deutschland ist bei Künstlicher Intelligenz, insbesondere bei Themen wie Lernende Systeme und Maschinelles Lernen, im internationalen Vergleich hervorragend aufgestellt. Einen wesentlichen Beitrag dazu hat die Grundlagenforschung geleistet und hier besonders das Deutsche Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI).

Mit dem DFKI verfügt Deutschland über das größte KI-Institut der Welt, gemessen an Umsatz und Forschungspersonal. Weiterhin konnten sich zahlreiche Start-ups erfolgreich am Markt etablieren. Insgesamt ist das wirtschaftliche Innovationsgeschehen beachtlich. Allein bei autonomen Fahrzeugen stammen fast 70 Prozent (1596 von 2309) der weltweiten Patente von deutschen Unternehmen.

 

 

Mozilla-Chef Mark Surman fordert ethische Standards im Internet

Beitrag in „Horizont“: Unter dem Motto „Love out Loud“ treffen sich in diesen Tagen Tausende Besucher bei der Konferenz re:publica in Berlin und suchen nach Wegen, das Netz wieder liebenswerter zu machen. Unter ihnen auch Mark Surman. Der Chef der Mozilla Foundation warnte gestern in seinem viel beachteten Vortrag vor der Datensammelwut des „Internet of Things“ – und fordert zugleich ethische Standards im World Wide Web. … mehr

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbraucherzentralen fordern „Algorithmen-Tüv“

Wie verändern die Algorithmen die Gesellschaft? Den Implikationen für unseren zunehmend von Algorithmen geprägten Alltag gehen nicht nur IT-Experten wie der CCC regelmäßig nach, auch die Verbraucherzentralen sorgen sich. Algorithmen, die als Handlungsanweisungen aufgefasst werden können, bestimmen auf vielfältige Weise unser tägliches Leben. Der Informatiker John MacCormick hat eine Rangfolge der wichtigsten Algorithmen unserer Zeit aufgestellt. Viele davon folgen mathematischen oder physikalischen Regeln, berichtet „Heise.de“. … mehr

 

Digitalisierung sorgt für mehr Wohlstand und Wachstum

Neue Kunden, steigende Umsätze, wachsender Wohlstand: Sowohl die Wirtschaft als auch die Verbraucher sehen aktuell deutlich mehr Chancen als Risiken durch die digitale Transformation. Die Mehrheit der Bürger erwartet, dass der Wohlstand in Deutschland durch die Digitalisierung zunehmen wird. 56 Prozent gehen von einem Wachstum aus, nur 33 Prozent rechnen mit einem abnehmenden Wohlstand.

Digitalisierung – eine Chance für die Wirtschaft

Gleichzeitig sagen fast zwei Drittel der Deutschen ab 14 Jahre (63 Prozent), dass die Digitalisierung für die deutsche Wirtschaft eine Chance ist, 33 Prozent sehen sie als Gefahr. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.010 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die auf der CeBIT in Hannover vorgestellt wurde.

„In den vergangenen Monaten wurde viel über echte oder vermeintliche Schattenseiten der Digitalisierung diskutiert – von intelligenten Robotern, die uns die Arbeit wegnehmen, bis zu Fake News, die die Demokratie gefährden. Die Bundesbürger lassen sich davon offenbar nicht verrückt machen und sind mit Blick auf die Digitalisierung überaus zuversichtlich“, sagte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks.

So sagen 86 Prozent der Befragten, die Digitalisierung sei notwendig, damit Deutschland in bedeutenden Branchen wie dem Maschinen- oder dem Automobilbau seine starke Stellung auf dem Weltmarkt verteidigen könne. Und 80 Prozent sind der Meinung, wenn sich Unternehmen der Digitalisierung verweigerten, würden sie untergehen. „In Deutschland haben aktuell so viele Menschen Arbeit wie nie zuvor. Und zwar nicht trotz, sondern wegen der Digitalisierung“, sagte Dirks.

Ängste vor den Auswirkungen der Digitalisierung

Der Umfrage zufolge werden die Ängste vor den Auswirkungen der Digitalisierung geringer, je konkreter sie für die Befragten zu fassen sind. So geben 56 Prozent der Bundesbürger an, die Digitalisierung gefährde Arbeitsplätze in Deutschland, aber nur 11 Prozent der Erwerbstätigen sehen ihren eigenen Arbeitsplatz bedroht. Und fast jeder zweite Deutsche (45 Prozent) glaubt, dass die Digitalisierung die Existenz von Unternehmen in Deutschland bedroht – aber nur jeder vierte Erwerbstätige (26 Prozent) sorgt sich in dieser Hinsicht um seinen eigenen Arbeitgeber.

Gleichzeitig sagt fast jeder zweite Erwerbstätige, dass ihm die Digitalisierung berufliche Perspektiven eröffnet (46 Prozent) und Wachstum für das Unternehmen ermöglicht, in dem er arbeitet (51 Prozent). Eine Mehrheit der Bundesbürger (56 Prozent) wünscht sich daher, das Tempo der Digitalisierung in Deutschland zu erhöhen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu erhalten. Unter den 14- bis 29-Jährigen sagen das sogar zwei Drittel (65 Prozent).

Unternehmen sehen die Digitalisierung positiv

Aber nicht nur die Bürger, auch die Unternehmen sehen die Digitalisierung positiv. 9 von 10 Geschäftsführern und Vorständen (90 Prozent) in Unternehmen ab 20 Mitarbeitern sagen, dass die Digitalisierung für das eigene Unternehmen eher Chancen biete, nur 7 Prozent sehen sie vor allem als Risiko. Damit hat sich die digitalisierungsfreundliche Stimmung verglichen mit dem Vorjahr noch einmal leicht gesteigert (88 bzw. 10 Prozent).

Gleichzeitig haben sich deutlich mehr Unternehmen mit der Digitalisierung beschäftigt. Eine eigene Digital-Strategie gibt es inzwischen in drei Viertel der Unternehmen (76 Prozent), vor zwei Jahren lag der Anteil erst bei 63 Prozent. Entsprechend gelassen gehen die Unternehmen inzwischen mit der Digitalisierung um. Nur noch jeder Zweite (55 Prozent) hält die Digitalisierung für eine große Herausforderung für das eigene Unternehmen, vor zwei Jahren waren es noch 70 Prozent gewesen. Und nur noch jeder neunte Befragte (11 Prozent) glaubt, dass die Digitalisierung die Existenz des eigenen Unternehmens gefährdet.

Vor zwei Jahren lag der Anteil mit 19 Prozent noch fast doppelt so hoch. „Die Digitalisierung ist in den Unternehmen angekommen und wird praktisch angegangen“, sagte Dirks. „Sie wird nicht mehr als außerordentliche Herausforderung wahrgenommen, sondern als eine unternehmerische Aufgabe wie andere auch.“

Jedes zweite Unternehmen (55 Prozent) hat infolge der Digitalisierung bestehende Produkte oder Dienstleistungen angepasst, 4 von 10 (39 Prozent) haben neue entwickelt und auf den Markt gebracht. Offenbar mit Erfolg: 45 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie durch die Digitalisierung neue Kunden gewinnen konnten. Vor einem Jahr sagten dies erst 38 Prozent. „Die Unternehmen machen sich die Digitalisierung zu Nutze – mit Erfolg“, sagte Dirks.

Mangel an Fachkräften und Mitarbeitern mit Digitalkompetenz

Eine zentrale Herausforderung bleibt für die Unternehmen der Mangel an Fachkräften und Mitarbeitern mit Digitalkompetenz. So sagen 9 von 10 Befragten (87 Prozent), dass der Bedarf an IT-Fachkräften künftig steigen wird. Gleichzeitig geben schon heute 54 Prozent an, dass sie Probleme haben, genügend IT-Spezialisten zu finden. Und 8 von 10 Befragten (79 Prozent), sagen, dass sie mehr Mitarbeiter mit Digitalkompetenz benötigen, ähnlich viele (77 Prozent) bieten entsprechende Weiterbildungen für ihre Mitarbeiter an.

„Bildung ist der Schlüssel für die digitale Transformation, für künftiges Wachstum und für Wohlstand – und für die Teilhabe jedes Einzelnen an der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft“, sagte Dirks. „Die deutsche Wirtschaft hat für die Gestaltung der digitalen Transformation eine gute Ausgangsposition. Aber das wird kein Selbstläufer. Gerade im Wahljahr gilt es, die richtigen Weichen zu stellen.“

Mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst fordert Bitkom, die Bildungslandschaft zu digitalisieren und die Weiterbildung im Berufsalltag zu fördern. Dirks: „Alle Bildungseinrichtungen im Schul-, Hochschul-, Aus- und Weiterbildungsbereich müssen ihre Lehrpläne auf digitale Bildung ausrichten. Deutschland muss zum Vorreiter der digitalen Bildung werden.“ Zudem müsse es gelingen, eine in weltweitem Maßstab wettbewerbsfähige digitale Basisinfrastruktur zu schaffen.

„Diese digitale Infrastruktur muss von Gigabitnetzen bis zu digitalen Infrastrukturen für Energie, Verkehr, Gesundheit und Verwaltung reichen. So können wir hierzulande Vorreiter beim autonomen Fahren und etwa der digitalen Medizin und Gesundheitsversorgung werden“, sagte Dirks. Im Mittelpunkt der Digitalpolitik müsse zugleich stehen, Wirtschaft und Verbraucher vor Hackern und anderen digitalen Angreifern zu schützen und die Privatsphäre der Bürger zu garantieren, ohne die gesellschaftlich notwendige Nutzung wertvoller Daten zu verhindern.

Datenpolitik muss das Recht des Einzelnen auf Datenschutz wirksam wahren

„Eine moderne Datenpolitik muss das Recht des Einzelnen auf Datenschutz wirksam wahren und gleichzeitig nützliche und innovative Anwendungen ermöglichen“, so Dirks. „Die richtige Balance müssen wir im Datenschutz erst noch finden.“ Schließlich müsse es gelingen, Deutschland zum Knotenpunkt der digitalen Transformation zu machen. Dabei gehe es nicht allein um eine Stärkung der Digitalbranche, sondern um eine Digitalisierung der deutschen Leitindustrien.

„Wir sind dabei, in Deutschland sogenannte Hubs der digitalen Transformation aufzubauen. Sie bringen Start-ups, Global Player, Mittelstand und Forschung zusammen“, sagte Dirks. „Digitalisierung ist kein Naturereignis, vor dem wir uns verstecken müssen. Digitalisierung ist eine Gestaltungsaufgabe. Unsere neue Umfrage zeigt: Die Wirtschaft hat sie angenommen.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben sind zwei Umfragen, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden zum einen 504 Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft. Zum anderen wurden 1.010 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, diese Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtbevölkerung.

Cyberpunk-Zukunftsvisionen: Die Angstmacher lagen ziemlich richtig

Autoren und Filmemacher des Cyberpunk-Genres entwarfen in den Achtzigerjahren düstere Dystopien – und waren bemerkenswert weitsichtig. Viele ihrer Zukunftsszenarien bewahrheiten sich, berichtet der „Spiegel“. Der Mensch optimiert sich selbst durch Hightech-Implantate, während die Staaten, in denen er lebt, kaputtgehen – und im chronischen Regenschauer flackert das Neonlicht: Solche düsteren Zukunftsvisionen beschreibt das Genre des Cyberpunk. … mehr