Schlagwort-Archiv: Soziale Verantwortung

NSA-Aufdecker Snowden: „Ich hätte früher handeln sollen“

Der US-Whistleblower Edward Snowden bedauert in einem Bericht des „derStandard“, dass er nicht schon früher Informationen über die Praktiken von Geheimdiensten veröffentlicht hat. „Ich bereue, dass ich mich nicht früher gemeldet habe, denn je länger man solche Programme gewähren lässt, desto tiefer graben sie sich ein“, sagte der Ex-Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA. … mehr...

 

Unter dem Hashtag #NetzfragtMerkel sammelte Youtuber LeFloid Fragen an die Bundeskanzlerin

Unter dem Hashtag #NetzfragtMerkel sammelte der Youtuber LeFloid alias Florian Mundt Fragen, die er Bundeskanzlerin Angela Merkel im Interview kürzlich stellte. Wie die „Süeddeutsche“ nun berichtet, zeigt Youtube einige davon. Auf Twitter, Youtube, Facebook und Instagram veröffentlichten Nutzer ihre Fragen zu Themen wie dem NSA-Skandal, der Griechenland-Krise und der Legalisierung von Cannabis. Das Internet wäre aber nicht das Internet, wenn nicht auch ein paar skurrile Fragen dabei wären. … .mehr

Soziale Netzwerke: Wie sich Suizide durch Pinnwandeinträge vorhersagen lassen

Südkorea ist das Land der weltweit höchsten Internetdichte, aber auch der höchsten Selbstmordrate aller Industrienationen. Ein junger Mediziner untersuchte beides und beobachtete, wie soziale Medien wie Facebook und Twitter frühzeitig Hinweise auf Suizide geben können, berichtet „Golem“. … mehr

combit: „Wir sehen soziales Engagement als Teil unserer Verantwortung“

Anlegen der Schutzkleidung im Ebola-Behandlungszentrum ELWA3 von Ärzte ohne Grenzen in Monrovia, Liberia. Bildquelle: 2014 - Morgana Wingard

Anlegen der Schutzkleidung im Ebola-Behandlungszentrum ELWA3 von Ärzte ohne Grenzen in Monrovia, Liberia. Bildquelle: 2014 – Morgana Wingard

Die Menschen in Westafrika hat die Ebola-Epidemie hart getroffen. Der Kampf gegen die Ausbreitung des Virus und die Behandlung der Infizierten ist kostspielig und die betroffenen Länder sind auf internationale Hilfe angewiesen. Gleichzeitig wütet seit nunmehr drei Jahren der Bürgerkrieg in Syrien, der aktuell fast sieben Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben hat. Das syrische Gesundheitssystem ist zusammengebrochen, die Situation in den Flüchtlingslagern spitzt sich aufgrund des Winters weiter zu. „Angesichts dieser humanitären Katastrophen haben wir uns wieder dazu entschlossen, unseren jährlichen Spendenetat aufzustocken und zu helfen“, sagt Christiane Kördel, Gesellschafterin von combit.

Bereits zum dritten Mal spendeten die Mitarbeiter des Konstanzer Softwarehauses einen Urlaubstag an gemeinnützige Organisationen. Das Prinzip dahinter ist einfach: Die gesammelten Urlaubstage werden in Geld umgerechnet und die Summe letztendlich von der combit GmbH verdoppelt. In diesem Jahr sind so 10.000 Euro zusammengekommen, die der Hilfsorganisation Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen gespendet werden. Die private internationale Organisation leistet unabhängige und unparteiische Hilfe bei Opfern von natürlich verursachten oder von Menschen geschaffenen Katastrophen.

„Wir glauben, dass es Teil unserer Aufgabe ist, uns zu engagieren“, so Christiane Kördel. „Dabei war es uns wichtig, neben den Menschen in Westafrika auch das Leid der syrischen Flüchtlinge nicht zu vergessen.“ Durch das gespendete Geld können von Ärzte ohne Grenzen Schutzanzüge und Hygienesets für den Kampf gegen Ebola und weiteres medizinisches Equipment und Personal für die mobilen Kliniken in den syrischen Flüchtlingslagern finanziert werden.

Christiane Kördel ist Gesellschafterin der combit GmbH

Christiane Kördel ist Gesellschafterin der combit GmbH

Zur Person: Christiane Kördel ist Gesellschafterin der combit GmbH. 1989, noch während des Studiums der Verwaltungswissenschaften, stieß Christiane Kördel zu combit. Heute ist sie als Gesellschafterin verantwortlich für die strategische Ausrichtung und begleitet die combit Software GmbH beratend. Das Unternehmen aus Konstanz entwickelt Produkte in den Bereichen Reporting, CRM und Kontaktmanagement. Mit seiner Entwicklungskomponente List & Label und den Business-Applikationen combit Relationship Manager und address manager ist combit am deutschen und internationalen Markt erfolgreich. 2014 wurde der Report Server als viertes Produkt im Portfolio von combit eingeführt und im Herbst eine neue Version von List & Label released.

 

Novomind & Haspa BGM: „Wir unterstützen benachteiligte Kinder finanziell und mit Know-how“

Peter Samuelsen (links), Vorstandsvorsitzender von Novomind, und Sven Bode, Prokurist der Haspa BGM, übergeben Schecks an die Preuschhof-Stiftung.

Peter Samuelsen (links), Vorstandsvorsitzender von Novomind, und Sven Bode, Prokurist der Haspa BGM, übergeben Schecks an die Preuschhof-Stiftung.

Kindern und Jugendlichen in akuten Notlagen – unabhängig von ihrer Nationalität, ihrem sozialem Stand oder ihrer Religion – zu helfen und dazu beizutragen, dass sich ihre Lebenssituation langfristig verbessert: Das ist das Ziel der im Jahr 2001 gegründeten Preuschhof- Stiftung, die ihren Sitz in Hamburg hat.

Der Internet-Dienstleister Novomind und die Haspa Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand (Haspa BGM) halten genau diese Arbeit der Stiftung für förderungswürdig. Aus diesem Grund haben sie sich dafür entschieden, die Preuschhof-Stiftung zusammen finanziell zu unterstützen. Einen Gesamt- Spendenbetrag in Höhe von 94.000 Euro überreichten daher Peter Samuelsen, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Novomind, und Sven Bode, Prokurist der Haspa BGM, an den Vorsitzenden der Preuschhof-Stiftung, Werner Preuschhof.

„Ohne finanzielle Zuwendungen wäre unsere Arbeit nicht möglich. Unser Dank gilt daher allen Spendern, allen voran Novomind und der Haspa BGM. Mit diesem außergewöhnlich hohen Betrag wird es möglich sein, etliche weitere tolle Projekte und Einrichtungen zu unterstützen und vielen Kindern das Leben zu erleichtern“, betonte Werner Preuschhof bei der Übergabe der Schecks.

Novomind hat die Preuschhof-Stiftung in den vergangenen Jahren bereits mehrfach unterstützt. So hat sie zum Beispiel mit der Stiftung im Rahmen eines Förderpreises kooperiert, bei dem Projekte der Kinder- und Jugendhilfe ausgezeichnet wurden. „Kinder sind unsere Zukunft und es sollte selbstverständlich sein, dass sie von klein auf gefördert werden und die Chance erhalten, ihren Weg zu gehen“, erklärte Peter Samuelsen. „Die Preuschhof- Stiftung bietet echte Hilfe für benachteiligte Kinder und leistet hier fantastische Arbeit. Deshalb stehen wir ihr gerne mit voller Unterstützung zur Seite.“

Weitere Infos: www.www.preuschhof-stiftung.de

‚Digital Dopamine‘: Studie zeigt, wie das Internet unser Markenbewusstsein verändert

digital_experienceDas traditionelle Verhältnis zwischen Marken und Konsumenten ist einem starken Veränderungsprozess unterworfen. Im Rahmen ihrer Studie ‚Digtal Dopamine‘ befragte die internationale Digital-Agentur Razorfish rund 1.680 Internetnutzer in den Märkten USA, Großbritannien, China und Brasilien, um herauszufinden, in welcher Form digitale Technologien hierfür die Triebfeder sind. Im Zuge der Untersuchung konnte Razorfish insgesamt fünf Trends definieren, die den Markt maßgeblich beeinflussen. Inhaltlich konzentriert sich die Studie auf die folgenden fünf Trend-Schwerpunkte:

Die Kluft der Generationen

Es besteht ein enormer Unterschied in der Nutzung von e-Commerce Angeboten zwischen der Generation X und den Millenials. 56 Prozent der US-Millenials bezeichnen ihr Smartphone als ihr wichtigstes In-Store Shopping-Tool. Im Vergleich dazu finden das nur 28 Prozent der Generation X in den USA. 74 Prozent der US-Millenials vertrauen darauf, dass Marken ihre Daten schützen, dies glauben wiederum nur 63 Prozent der Generation X.

Die digitale Erlebnisgesellschaft

Internetnutzer versuchen, Werbung großräumig zu vermeiden, und fühlen sich von Marken angezogen, die ihr Leben leichter machen – vor allem mithilfe digitaler Lösungen. Vor diesem Hintergrund sollten Marken versuchen, weniger interessant und dafür mehr nützlich zu sein. Weniger als 50 Prozent der Konsumenten aus Großbritannien und den USA sowie 69 Prozent der Konsumenten aus China geben an, dass sie „alles tun, was in ihrer Macht steht“, um keine Werbung zu sehen.

70 Prozent der Konsumenten aus Großbritannien und den USA sowie 77 Prozent der Konsumenten aus China macht es nichts aus, Werbung zu sehen, wenn sie dadurch Zugang zu Online-Inhalten bekommen. 72 Prozent der Amerikaner und 92 Prozent der Brasilianer denken, dass es für Marken wichtig ist, treue Kunden zu belohnen

Nahtloser Commerce

Der Omnichannel-Kunde macht beim Einkaufen keinen Unterschied zwischen Online und Offline. Er sucht nach Bequemlichkeit, die über alle Kanäle hinweg funktioniert. Stattdessen stößt er beim Wechsel von Offline zu Online – und umgekehrt – jedoch nach wie vor auf einige Reibungspunkte. Weniger als 2/3 der Konsumenten in den USA (71 Prozent), Großbritannien (69 Prozent) und Brasilien (77 Prozent) geben an, dass sie Produkte nur dann online kaufen, wenn sie eine Möglichkeit haben, sie umzutauschen.

Während 51 Prozent der US-Teilnehmer und 49 Prozent aus Großbritannien angeben, sie würden gerne all ihre Einkäufe online tätigen, werden diese Zahlen von Brasilien (74 Prozent) und China (82 Prozent) deutlich übertroffen.

Digitale Konditionierung

Die Vorteile von digitaler Technologie und Interaktion werden überwiegend rational beurteilt. Dabei wirkt ein gutes digitales Markenerlebnis auch auf biologischer und emotionaler Ebene. Vor dem Hintergrund der unendlichen Wahlmöglichkeiten des Internets sorgt genau das für Markentreue. 76 Prozent der Befragten in den USA, 72 Prozent aus Großbritannien, 73 Prozent aus Brasilien und 82 Prozent aus China sagen, dass sie es mehr freut, wenn online erworbene Produkte per Post ankommen, als wenn sie Dinge in einem Geschäft gekauft haben.

62 Prozent der Menschen in den USA und Brasilien geben zu, dass sie sich freuen, wenn sie eine Nachricht auf ihrem Telefon erhalten.

Wachstumsmärkte auf der Überholspur

Die Konsumenten aus Brasilien und China haben höhere Ansprüche an Technologie-basierte Erlebnisse als die aus anderen Ländern, obwohl die Internetverbreitung hier vergleichsweise gering ist. Das digitale Erlebnis hat hierdurch einen noch viel höheren Effekt auf die Markentreue.

79 Prozent der chinesischen und 87 Prozent der brasilianischen Konsumenten finden, dass die meisten Online-Shoppingseiten verbessert werden sollten gegenüber 52 Prozent in den USA und 50 Prozent in Großbritannien.

Konsumenten aus China (90 Prozent) und Brasilien (80 Prozent) sind daran interessiert, ihre Haushaltsgeräte per Internet zu kontrollieren und Mobile Payment Lösungen zu nutzen.

92 Prozent der Befragten aus China und 84 Prozent der brasilianischen Konsumenten geben an, dass eine schlechte Website ihre Meinung über eine Marke negativ beeinflusst.

„Aus den Studienergebnissen wird deutlich, dass Marken sich das digitale Dopamin zu Nutze machen müssen, um mit ihren Kunden in Verbindung zu treten und relevant zu bleiben. Es geht darum, genau zu verstehen, wie unterschiedlich die einzelnen Genrationen und Märkte mit digitaler Technologie interagieren. Oder besser gesagt: Es reicht nicht mehr aus, der Welt Versprechungen zu machen, ohne gleichzeitig auch einen echten Mehrwert zu liefern“,   so Sascha Martini, CEO Razorfish Deutschland.

Die vollständige Studie ‚Digital Dopamine‘ steht ab sofort zum Download bereit.

Lexware: „IT ist unser Geschäft, soziales Engagement unsere Verpflichtung“

Jörg Frey, Geschäftsführer von Haufe-Lexware

Jörg Frey, Geschäftsführer von Haufe-Lexware

Lexware ist seit über 25 Jahren als Hersteller kaufmännischer Software für Selbstständige, Freiberufler sowie für kleine und mittelständische Unternehmen bekannt. Neben dem „Geschäftlichen“ ist es Lexware ein wichtiges Anliegen, sich im sozialen Bereich zu engagieren. So unterstützt das Freiburger Unternehmen verschiedene Sportvereine und Initiativen. Weiterhin stellt Lexware schon seit etlichen Jahren Softwareprodukte für schulische Zwecke zur Verfügung, um das Lehrangebot an Schulen verbessern zu können.

„Wir sehen es als unsere soziale Verpflichtung, Initiativen und Vereine zu unterstützen, die es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, an sozialen und kulturellen Aktivitäten teilzunehmen“, so Jörg Frey, Geschäftsführer von Haufe-Lexware, ein Unternehmen der Haufe Gruppe. Seit Sommer 2008 engagiert sich Lexware für die Freiburger Arbeiterwohlfahrt (AWO), die in einer groß angelegten Plakatkampagne auf Kinderarmut aufmerksam machte. Und als Partner des Vereins Kinderlachen können wir dabei helfen, dass Kinderträume und Wünsche in Erfüllung gehen.

Auch die Förderung und Unterstützung verschiedener Kinder- und Jugendmannschaften ist uns ein wichtiges Anliegen. Egal, ob Ball- oder Schwimmsport – Lexware unterstützt und fördert verschiedenste Sportarten. Hierzu gehören beispielsweise die Freiburger Fußballschule des SC Freiburg sowie das Lexware-Racing-Team des SV Kirchzarten.

 

Zukunftsberater Gerd Leonhard über die neue Arbeitswelt, ihre Chancen und Gefahren

Er hält Vorträge, berät Unternehmen und schreibt Bücher: Gerd Leonhard ist ein Futurist. Für die „Südwest Presse“ beschreibt er seinen Job und wirft einen Blick in die Zukunft von Technik und Arbeit. … mehr … http://tinyurl.com/krlwr9z

Bilder im Internet: Wir werden unsere eigenen ethischen Zenseure

Das Internet ist eine Peepshow, schreibt das eZine „NewsWalk“. Täglich sitzen wir in der digitalen Kabine sowie werfen verstohlene Blicke auf gucklochgroße Ausschnitte des Grausigen, Unglücklichen sowie Intimen. Hier nur einige Momente aus der Vorstellung der vergangenen Wochen: Polizeibeamten in St. Louis erschießen den Schwarzen Kajieme Powell. Jennifer Lawrence ist nackt zu sehen…mehr … http://tinyurl.com/ofd3lak

Hightech? Highspeed? Hightouch?

Michael Schwartz leitet das Institut für integrale Lebens- und Arbeitspraxis (ilea).

Michael Schwartz leitet das Institut für integrale Lebens- und Arbeitspraxis (ilea).

„Alles wird mir zu viel.“ Dieses Gefühl haben immer mehr Arbeitnehmer. Sie wissen zunehmend nicht mehr, wie sie alle beruflichen und privaten Anforderungen unter einen Hut bringen sollen. Ähnlich ergeht es den Top-Entscheidern in den Unternehmen. Auch sie wissen immer weniger, wie sie die zahlreichen Herausforderungen, vor denen ihre Organisation steht, mit den vorhandenen Ressourcen in der nötigen Zeit bewältigen sollen – weshalb auch immer häufiger Seminare zu solchen Themen wie „Komplexität…“ und „Dilemmata managen“ angeboten werden.

Hightech – Fluch und Segen

Der zentrale Treiber dieser Entwicklung ist der technische Fortschritt insbesondere im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Er machte neben der Globalisierung ganz neue Geschäftsmodelle möglich. Zudem veränderte er unsere Art, zu arbeiten und zu kommunizieren so radikal, dass heute die moderne Informations- und Kommunikationstechnik ein permanenter Wegbegleiter von uns ist – beruflich und privat.

Das Paradoxe daran ist: All diese Produkte, wie Computer, Handy & Co, wurden uns mit dem Versprechen offeriert, sie würden uns helfen, Zeit zu sparen, und unser Leben erleichtern. Das tun sie auch. Trotzdem erscheint es so, als würden wir, je intensiver wir sie nutzen, umso stärker unter Zeitdruck stehen und uns gleich Hamstern in einem Laufrad drehen. Ähnlich verhält es sich in den Unternehmen. Obwohl in ihnen heute fast alle Geschäftsprozesse IT-gestützt ablaufen, haben sie zunehmend das Gefühl: Wir können mit den Marktveränderungen immer schwieriger Schritt halten. Also „nähen“ sie vieles, getreu dem Pareto-Prinzip „Oft genügt eine 80-Prozent-Lösung“, auf „Kante“, wodurch die Risiken steigen – was zum Beispiel die gestiegene Zahl der Rückrufaktionen zeigt.

Viele Produkte, die uns helfen sollen, Zeit zu sparen, bewirken bei einer Nutzung auf breiter Front offensichtlich das Gegenteil. Ein Beispiel hierfür sind die E-Mails. Eine Mail ist schneller als ein Brief geschrieben – auch weil man sie nicht eintüten und zur Post bringen muss. Doch die Leichtigkeit und Bequemlichkeit, mit der man Mails verfassen und versenden kann, führt – verknüpft mit den niedrigen Kosten – zugleich zu einem permanenten Anschwellen der E-Mail-Flut. Mit der Konsequenz, dass Führungskräfte heute im Schnitt circa 1,5 Stunden täglich mit dem Bearbeiten ihrer Mails beschäftigt sind.

Zudem müssen sie, da sie per Mail permanent über Sachverhalte informiert und somit in diese involviert werden, bei ihrer Arbeit mehr beachten, was auch das Gefühl einer Überforderung forciert. Hinzu kommt: Weil die Mails binnen Sekunden zugestellt werden, erwarten ihre Absender auch eine schnellere Antwort. Die Folge: Die Technik, die ursprünglich die Arbeit erleichtern sollte und dies oft auch tut, verursacht vielfach Stress und Zeitdruck.

Highspeed – der Takt der neuen Zeit

Ähnlich verhält es sich auf der organisationalen Ebene. Denn die Vorzüge der modernen (Informations- und Kommunikations-)Technologie nutzen alle Unternehmen, um ihre Prozesse zu optimieren. Deshalb werden in der gesamten Wirtschaft die Geschäftsprozesse immer schneller und die Innovationszyklen kürzer. Und der effektive Umgang mit der Zeit? Er wird zunehmend ein Erfolgsfaktor, was auch moderne Managementbegriffe wie „Just-in-time“ und „time-to-market“ belegen.

Auf den wachsenden Zeitdruck reagieren viele Menschen privat, indem sie ihr häusliches Umfeld noch stärker technisieren, so dass zum Beispiel fortan ihre Gärten auf Knopfdruck gewässert werden. Außerdem praktizieren sie zunehmend ein Multitasking, erledigen also mehrere Dinge parallel. Dabei belegen Studien: Wir Menschen sind schlechte Multi-Tasker. Denn Multitasking bedeutet stets, seine Aufmerksamkeit zu teilen, was zu mehr Fehlern und einem häufigeren Vergessen führt.

Multitasking prägt den Arbeitsalltag

Auch in den Unternehmen ist das Multitasking gängige Praxis. Das bringen schon die modernen Arbeitsstrukturen mit sich. Heute haben nur noch wenige Arbeitnehmer eine Stellenbeschreibung mit genau definierten und abgegrenzten Aufgaben. Sie sollen vielmehr im Team vorgegebene Ziele erreichen. Das heißt, sie sind bei ihrer Arbeit auch von der Zuarbeit von Kollegen abhängig und müssen häufiger auf Anliegen von ihnen reagieren. Mit der Konsequenz, dass sie, während sie eine Aufgabe bearbeiten, regelmäßig ihre Mails checken, ob etwas Dringendes zu erledigen ist. Entsprechend schwer können sie ihren Arbeitstag planen. Zudem erledigen sie meist mehrere Aufgaben parallel. Auch das kostet Konzentration und produziert Stress.

Entsprechendes gilt auf der organisationalen Ebene. Früher galt zum Beispiel bei Organisationsentwicklern die Maxime: Nach einem Veränderungsprojekt sollte in einem Unternehmen einige Zeit Ruhe herrschen, damit sich der neue Ist-Zustand festigen kann und die Mitarbeiter verschnaufen können. Diese guten, alten Zeiten sind vorbei. Heute laufen zumindest in den meisten größeren Unternehmen so viele, sich überlappende (Veränderungs- und Innovations-)Projekte parallel, dass das sogenannte Multi-Projekt-Management sich zu einer neuen Schlüsselkompetenz entwickelt hat. Deshalb fällt es den Unternehmen auch zunehmend schwer, ihren Erfolg zu planen, weil sich die Rahmenbedingungen permanent ändern. Deshalb kann sich das Top-Management bei seinen Entscheidungen oft nur auf Annahmen stützen, was häufig Kurswechsel oder -korrekturen nötig macht.

Persönliche Beziehungen und Kontakte leiden

Das Leben und Arbeiten in einem solchen Umfeld hat weitreichende Konsequenzen. Studien belegen zum Beispiel, dass Ehepartner immer weniger miteinander und mit ihren Kindern kommunizieren. Und die Zeit, die sie einander schenken? Sie ist oft zudem eine geteilte Zeit, weil sie zugleich mit anderen Dingen beschäftigt sind.

Ähnlich verhält es sich in Unternehmen. Sie betonen zwar, ihre Führungskräfte seien für die Entwicklung ihrer Mitarbeiter (mit-)verantwortlich. Fakt ist aber: Während die Zeit, die Führungskräfte mit dem Beantworten von Mails verbringen, kontinuierlich steigt, sinkt zugleich die Zeit, die sie für Face-to-face-Gespräche mit ihren Mitarbeitern aufwenden – auch weil heute in vielen Unternehmen der größte Teil der internen Kommunikation und somit Mitarbeiterführung per Mail erfolgt.

Eindrücklich erfährt man, wie stark sich das Kommunikations- und Arbeitsverhalten verändert hat, auch als Trainer bei Seminaren. Früher standen die Teilnehmer in den Seminarpausen beieinander und tauschten sich bei einer Tasse Kaffee über das gerade Gehörte und ihre Praxiserfahrungen aus. Heute ziehen sie sich in eine stille Ecke zurück und checken ihre Mails und Anrufe. Und während sie früher abends in der Bar beisammen saßen, begeben sie sich heute auf ihre Zimmer, um dort zu arbeiten (oder alleine etwas anderes zu tun).

Dadurch geht ein Teil der Muße verloren, die für ein Lernen und für das Verarbeiten von Neuem nötig ist. Verloren geht zudem etwas, was früher auch die Qualität eines Seminars ausmachte: Vernetzung. Das heißt: Zwischen den Teilnehmern entstehen keine sozialen Beziehungen mehr, die häufig auch nützlich für die Arbeit wären.

Kommunikation wird auf Information reduziert

Ähnliches gilt für Unternehmen. Auch hier geht durch die zunehmende Kommunikation per Telefon und Mails viel Zwischenmenschliches verloren. Denn es macht einen qualitativen Unterschied, ob man nur die Mail einer Person liest oder ihr gegenüber sitzt, ihr in die Augen schaut, ihre körperlichen Reaktionen wahrnimmt und hierauf reagiert. Das schafft eine andere Qualität der Beziehung sowie des wechselseitigen Verstehens; außerdem eine höhere Verbindlichkeit. Deshalb ist es kein Zufall, dass bei der elektronischen Kommunikation viel häufiger Konflikte entstehen und eskalieren.

In der persönlichen Kommunikation lassen sich Menschen auch leichter als Mitstreiter gewinnen. Deshalb ist es problematisch, wenn sich zum Beispiel die Top-Manager eines Unternehmens kaum noch die Zeit nehmen, um Mitarbeiter persönlich über geplante Veränderungen zu informieren. Fakt ist: In vielen Unternehmen wird heute die zwischenmenschliche Kommunikation weitgehend auf eine wechselseitige Information reduziert. Dabei wird zweierlei übersehen:

Erstens: Menschliche Kommunikation lebt auch davon, dass die Gesprächspartner ihr jeweiliges Gegenüber als Individuum wahrnehmen mit allen Merkmalen, in denen sich ihre Persönlichkeit artikuliert – angefangen bei der Kleidung, über die Mimik und Gestik bis hin zur Art, wie sie mit den Augen kommunizieren.

Zweitens: Der persönliche Kontakt ist auch für die Beziehungsbildung wichtig.

Identifikation mit dem Unternehmen sinkt

Kommt in einer Organisation die persönliche Kommunikation zu kurz, hat das oft weitreichende Auswirkungen:

-Die Mitarbeiter fühlen sich weniger beachtet in dem, was sie tun und wie sie es tun,

– sie fühlen sich weniger als Person gewertschätzt,

-sie können sich weniger als Ganzes in die Organisation einbringen,

-ein Erfahrungslernen wird erschwert,

– Flow-Erlebnisse im Team werden vereitelt und

– Konflikte werden nicht oder auf dem falschen Weg (zum Beispiel per Mail) ausgetragen.

-Dadurch sinkt auch die Produktivität.

Eine weitere Konsequenz ist: Das Vertrauen zwischen den Beschäftigten sowie den Führungskräften und ihren Mitarbeitern sinkt. Die Mitarbeiter vereinzeln, was zu einer geringeren Identifikation mit dem Unternehmen führt. Deshalb sollten sich die Führungskräfte auch Gedanken darüber machen:

  • Wann und was kommunizieren wir nicht per Mail, sondern im persönlichen Kontakt? Und:
  • Wie fördern wir die informelle Kommunikation, da auch sie für den Beziehungsaufbau wichtig ist?

Denn Fakt ist: Die technische Entwicklung schreitet voran. Deshalb besteht die Gefahr, dass Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern irgendwann fast ausschließlich mittels elektronischer Medien kommunizieren – gerade weil diese Form der Kommunikation so einfach und bequem ist.

Die „Seele“ der Unternehmen bewahren

Die Top-Entscheider in den Unternehmen sollten sich auch fragen: Wie können wir in unserer Organisation eine neue Balance finden zwischen

  • Reagieren auf äußere Zwänge und Wahren der Unternehmensidentität,
  • Verändern und Bewahren
  • An- und Entspannung,
  • Druck-machen und Raum-geben sowie
  • betriebswirtschaftlichen Zielsetzungen und menschlichen Bedürfnissen?

Sonst besteht die Gefahr, dass ihre Unternehmen seelenlose Wesen werden, mit denen sich die Mitarbeiter immer weniger identifizieren – mit allen negativen Folgen für ihr Engagement.

Fragen sollten sie sich zudem, inwieweit es sinnvoll wäre, in der Organisation und im Arbeitsalltag bewusst „Oasen der Entschleunigung“ zu schaffen, in denen ein Sich-besinnen erfolgt – auch um vermeiden, dass die Organisation in einen „rasenden Stilstand“ verfällt, in dem zwar viel, aber nichts Wesentliches mehr geschieht.

Bei dieser „selektiven Entschleunigung“ spielen die Führungskräfte top-down eine Schlüsselrolle. Denn sie reflektieren oft, getrieben vom Gefühl „Alles muss schnell gehen“, ihre Entscheidungen zu wenig. Also müssen sie diese häufig revidieren. Außerdem bombardieren sie ihre Mitarbeiter oft unreflektiert mit „dringlichen, sofort zu erledigenden Aufgaben“. Damit torpedieren sie deren Möglichkeit, sich und ihre Arbeit zu organisieren, wodurch unnötiger Stress entsteht. Diesbezüglich sollten viele Führungskräfte mal ihr Verhalten überdenken. Dann wäre in manchen Unternehmen schon viel gewonnen. Zudem sollte der gezielte Wechsel zwischen Agieren und Reflektieren ein integraler Bestandteil der Führungskultur werden. Auch dies würde dazu beitragen, die Unternehmen fit für die Zukunft zu machen.

Zum Autor: Michael Schwartz leitet das Institut für integrale Lebens- und Arbeitspraxis (ilea), Esslingen bei Stuttgart. Der Diplom-Physiker arbeitete vor seiner Beratertätigkeit fast zwei Jahrzehnte als Führungskraft sowie Projektmanager in der (Software-)Industrie.

Shareconomy als Nachbarschaftshilfe: Hyperlokales Nachbarschafts-Netzwerk will Facebook Konkurrenz machen

Das Internet als Medium zur Nachbarschaftshilfe? Bringt das Internet auch verantwortungsvolle Aspekte des menschen zum Vorschein? In den USA erlebt ein vergleichsweise junges Soziales Netzwerk momentan großen Zulauf, schreibt der Blog „BasicThinking“. Unter dem Namen Nextdoor hat es sich zur Aufgabe gemacht, Nachbarschaftsnetzwerke zu fördern. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei vielfältig. Neben der ganz normalen sozialen Neugier (wer wohnt hier eigentlich) kann man durchaus praktische Funktionen darin entdecken (wer kann meinen Abfluss reparieren). … mehr … http://tinyurl.com/madlvoh

 

 

 

Privatsphäre im Auto: Dashcam verstößt gegen Datenschutz

Die digitale Aufrüstung macht auch vor dem Auto nicht halt. Der Straßenatlas hat ausgedient, kaum ein Kraftfahrzeug bei dem das Navi nicht fest installiert oder zumindest per Saugnapf an der Windschutzscheibe hängt. Immer öfter kommt es in letzter Zeit vor, dass auf dem Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe auch noch eine Digitalkamera prangt. Die datenschutzrechtliche Zulässigkeit der sogenannten Dashcams sowie die Verwendbarkeit der Aufzeichnungen als Beweismittel in Zivil- oder Strafprozessen sind laut den Versicherungsexperten der Arag umstritten.

Was ist eine Dashcam?

Als Dashcam wird eine Videokamera auf dem Armaturenbrett (englisch: dash board ) oder an der Windschutzscheibe von Fahrzeugen bezeichnet, welche die Fahrt fortwährend aufzeichnet und in einer Schleife speichert. Nach Ablauf einer programmierbaren Zeit oder bei Erreichen des Speicherlimits des Speichermediums werden ältere Aufnahmen überschrieben. Autofahrer installieren diese Kameras überwiegend, um Verkehrsabläufe zu dokumentieren und so bei Verkehrsunfällen die Schuldfrage eindeutig beweisen zu können. Es kommt auch immer öfter vor, dass Autofahrer das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer zur Anzeige bringen oder eventuelle Polizeikontrollen dokumentieren wollen.

Was sagen Datenschützer?

Ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz liegt dann vor, wenn mit einer Dashcam Aufnahmen in der Absicht gemacht werden, sie später ins Internet zu stellen, auf Youtube und Facebook hochzuladen oder Dritten zu übermitteln. Letzteres gilt laut ARAG Experten auch, wenn die Aufnahmen an die Polizei weitergegeben werden.

Ein aktuelles Urteil

In dem aktuellen Fall hatte die zuständige Behörde einem Autofahrer untersagt, eine Dashcam zur Aufzeichnung von Verkehrsverstößen anderer Verkehrsteilnehmer einzusetzen. Die Anwältin des Mannes führte vor Gericht aus, ihr Mandant fühle sich häufig von anderen Autofahrern genötigt, so dass er sich zum Einsatz der Kamera gezwungen gesehen habe, um Beweismittel zu sichern.

Das angerufene Gericht befand allerdings, der Autofahrer habe mit seinen Videoaufnahmen den persönlichen oder familiären Bereich verlassen, weil der Mann ihn behindernde oder nötigende Autofahrer mit den Aufnahmen bei der Polizei habe überführen wollen. Damit finde das Bundesdatenschutzgesetz Anwendung. Schließlich ließen sich die mit seiner Dashcam in der Öffentlichkeit gefilmten Personen und Nummernschilder ohne weiteres identifizieren. Das Gericht führte aus, dass das Bundesdatenschutzgesetz „heimliche Aufnahmen unbeteiligter Dritter grundsätzlich nicht zulässt und solche Aufnahmen einen erheblichen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht auf informationelle Selbstbestimmung der von den Filmaufnahmen betroffenen Personen darstellen“.

Die Datenschutzinteressen der heimlich Gefilmten sind demnach höher zu bewerten als das Interesse des Autofahrers an einem Videobeweis etwa für den Fall eines Unfalls. Trotzdem musste im vorliegenden Fall das Gericht das Verbot wegen eines Formfehlers aufheben. Die Berufung ließ es wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Sachverhalts allerdings zu und machte vor dem Prozess schon klar, dass hier der Gesetzgeber gefragt ist (VG Ansbach, Az. AN 4 K 13.01634).

Dashcams im Ausland

Andere Länder, andere Sitten! Das gilt auch für Dashcams. In Österreich und der Schweiz gelten ähnlich strenge Datenschutzbestimmungen wie in Deutschland. In Russland ist der Einsatz von Dashcams hingegen sehr weit verbreitet. Daraus resultierende teils skurrile, teils drastische Aufzeichnungen wurden vielfach im Internet veröffentlicht. In Großbritannien bieten verschiedene Kfz-Versicherungen sogar Rabatte an, wenn der Versicherungsnehmer eine Dashcam installiert hat.

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Dr. David Hoeflmayr, CEO der Thomas-Krenn.AG, spricht mit xethix über die Bedeutung von Work-Life-Balance für Arbeitnehmer und Unternehmen

xethix: Warum müssen verantwortungsvolle Unternehmen dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter die Work-Life-Balance einhalten?

Dr. David Hoeflmayr: Jeder von uns verbringt sehr viel Zeit in der Arbeit. Wir finden, dass damit eine große Verantwortung der Arbeitgeber einhergeht. Jetzt sind die Vorgesetzten in der Pflicht, ihren Mitarbeitern ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Privat- und Berufsleben zu ermöglichen. Denn wenn diese wichtige Balance aus dem Gleichgewicht gerät, hat das weitreichende Folgen: Man ist unkonzentriert, das Urteilsvermögen nimmt ab, Fehlentscheidungen häufen sich, psychische Erkrankungen treten auf – etwas, das sich heute kein Unternehmen mehr leisten kann. Zudem macht es sich im Team sehr schnell bemerkbar, wenn ein Kollege unter einem unausgewogenen Verhältnis von Arbeit und Privatleben leidet: Konflikte eskalieren früher und können aufgrund von persönlicher Anspannung nur schlecht gelöst werden. Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist eine gute Work-Life-Balance für Unternehmen enorm wichtig. Hochqualifizierte Arbeitnehmer achten heute vermehrt auf solche social benefits, wenn sie sich für einen neuen Arbeitsplatz entscheiden und arbeiten unter guten sozialen Bedingungen motivierter und leistungsorientierter, das stellen wir im Bewerbungsprozess immer wieder fest.

Um unseren Mitarbeitern den Ausgleich zwischen Arbeits- und Privatleben zu ermöglichen, lassen wir uns regelmäßig neue Maßnahmen einfallen. Jüngstes Beispiel dafür ist eine E-Mail-Sperre nach Feierabend und im Urlaub. Sie gewährleistet, dass die Arbeit in der Firma bleibt und sich die Kollegen in der Freizeit erholen.

xethix: Welche Verantwortung fühlt Thomas-Krenn als Unternehmen?

Dr. David Hoeflmayr: Wir fühlen eine große Verantwortung für unsere Mitarbeiter. Nicht nur, weil sie das Herz unserer Firma sind und sie mit ihrem Know-how maßgeblich zu unserem Erfolg beitragen, sondern auch, weil jeder Einzelne als Person zählt. Deshalb versuchen wir, den Kollegen etwas für ihr Engagement zurückzugeben. Wir achten nicht nur auf die Work-Life-Balance aller Beteiligten, sondern sorgen auch durch regelmäßig kostenloses frisches Obst, einer Essenszulage beim Mittagessen, Weiterbildungs- und Coachingmöglichkeiten und vielen Mitarbeiterevents für die Zufriedenheit im Team.

xethix: Was war der Ausgangspunkt dafür, sich für die Work-Life-Balance des Unternehmens einzusetzen?

Dr. David Hoeflmayr: Die Thomas-Krenn.AG ist heute zwar ein mittelständisches Unternehmen mit mehr als 140 Mitarbeitern, doch das war nicht immer so, begonnen hat alles mit einem Zwei-Mann-Unternehmen. Dementsprechend familiär geprägt ist die Unternehmenskultur, wir verstehen uns als Team. Eine ausgewogene Work-Life-Balance liegt da nahe, denn jeder einzelne Mitarbeiter hat ein Recht auf die Harmonie von Berufs- und Privatleben, daran richten wir den Arbeitsalltag aus. So war es zum Beispiel auch mit der E-Mail-Sperre: immer mehr Kollegen arbeiteten ihre E-Mails außerhalb der Arbeit ab, darauf haben wir jetzt reagiert.

xethix:  Ist Thomas-Krenn das Thema Ethik und Verantwortung mit den digitalen Medien wichtig?

Dr. David Hoeflmayr: Thomas-Krenn ist ein modernes Unternehmen der IT-Branche. Gerade in diesem Bereich stellt sich heute, in Zeiten von NSA und Spionageaffäre, immer wieder die Frage nach der Verantwortung und dem ethischen Umgang mit Informationen im digitalen Medium Internet. Wir sehen hier eine große Chance für Unternehmen jeder Größe, Stichwort Cloud. Auch wir verbreiten sehr viele Informationen technischer Art über unser Wiki und einem Onlineblog, dem TKmag. Dabei sind wir uns der potentiellen Fallstricke durchaus bewusst. Umso wichtiger ist der verantwortungsbewusste und aufmerksame Umgang damit, denn nur so können wir all die Vorteile, die im Internet liegen, nutzen.

Compuware : „Ehrenamtliche Tätigkeiten und soziales Engagement der Mitarbeiter sind Eckpfeiler unserer Unternehmenskultur“

Denise Starr, Compuware Chief Administrative Officer.

Denise Starr, Compuware Chief Administrative Officer.

Nachhaltigkeit steht bei Compuware in allen Bereichen des Unternehmens und in verschiedenen Communities weit oben auf der Agenda. Von Fitness- und Gesundheitsprogrammen, technologischer Weiterbildung und der Förderung der kulturellen Vielfalt innerhalb des Compuware-Konzerns profitieren so nicht nur Mitarbeiter, sondern in der Folge auch die Aktionäre, Kunden und Partner des Unternehmens. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten und soziales Engagement unserer Mitarbeiter sind seit jeher Eckpfeiler der Compuware-Unternehmenskultur und wir freuen uns, sich Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen für einen guten Zweck engagieren.

Eines der Felder, in denen Freiwilligenarbeit eine große Rolle spielt, ist die Zusammenarbeit mit Schülern und Studierenden. Compuware-Experten vermitteln regelmäßig ihre Erfahrungen an den technologisch interessierten Nachwuchs und ergänzen mit einer Reihe von Programmen die pädagogischen Lehrpläne in Schulen und Studieneinrichtungen in den USA. Der tiefe Praxiseinblick gibt Schülern und Studenten ein klares Bild dessen, welche Perspektiven sie im IT-Umfeld erwarten und gibt ihnen Sicherheit bei der Jobsuche.

Dazu wurde vor einigen Jahren „Compuware Tech Trek“ ins Leben gerufen – ein Programm, das Kinder und Jugendliche für die Welt der Technik begeistern und einen Grundstein für die weitere Entwicklung legen soll. So hatten im Jahr 2013 mehr als 250 Teilnehmer im Alter von 11 bis 14 Jahren Gelegenheit, sich bei Experten im Compuware-Headquarter in Detroit über Technologie zu informieren und sich bei Mitmach-Aktionen, wie dem Gestalten einer eigenen Webseite, auszuprobieren. Diesem Konzept folgen auch lokale Aktionen, wie der Girls Day in Deutschland, bei dem Mädchen einen Einblick in technikorientierte Berufe erhalten und Interesse für Informationstechnologie und mobile Anwendungen zu wecken.

Neben diesen Bildungsprogrammen ist auch die Zusammenarbeit mit Non-Profit-Organisationen ein wichtiges Anliegen für Compuware. So engagieren sich Compuware-Mitarbeiter rund um den Globus und widmen jährlich Zeit und Geld für soziale Projekte, wie Thames Valley Hospice, Ung Cancer, Ronald McDonald House und United Way. Dabei ist, neben Geldspenden, vor allem die Hilfe vor Ort ein wichtiges Mittel der Unterstützung. So halfen Compuware-Mitarbeiter bei der Ronald McDonald Kinderhilfe in Amsterdam beim Hausputz und bei der Gartenarbeit mit. Dadurch leistet Compuware weltweit einen wichtiger Beitrag zur Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie zur Stärkung der gegenseitigen Achtung und Chancengleichheit.

Autor: Denise Starr, Compuware Chief Administrative Officer. In dieser Funktion sorgt sie dafür, den effektiven und effizienten Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Dazu gehört die Verantwortung für sämtliche Gebäude und Immobilien des Unternehmens sowie Einkauf und verwaltungstechnischer Support, wie auch Lizenzmanagement, Produktdistribution und Kundendienst-Hotline. Denise Starr ist seit 1989 für Compuware tätig und engagiert sich außerdem aktiv in verschiedenen gemeinnützigen Gremien.

Weitere Informationen zum sozialen Engagement von Compuware finden Sie auf unserer Webseite: www.compuware.com/about/community-involvement.html

 

 

Emanzipationsbewegung im Social Web – über digitale Kultur und Fürsten-Geheimnisse

Gunnar Sohn schreibt im eZine „The European“ über das „Handwerkszeug digitaler Autodidakten“: Die Dialogformen der sozialen Medien sind nach Auffassung von Professor Peter Weibel, Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe (ZKM), nichts anderes als die demokratisierte Form der Salonkonversation, die früher nur in elitären Kreisen geführt wurde – heute ist es ein Jedermann-Phänomen. Das Internet habe das Gespräch als politische Kraft zu einem Instrument der gemeinsamen Lebensgestaltung gemacht. Diese Dialoge müsse man als Philosophie des Sprechaktes sehen. … mehr …. http://tinyurl.com/kkzthwa