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Smart Home: Smartphone wird zum Haushaltshelfer

Waschmaschine, Heizung oder Rollläden einfach mit einem Wisch auf dem Smartphone bedienen – das könnte schon bald in deutschen Haushalten verbreitet sein, wie eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt.

Demnach sagen gut 28 Prozent der Smartphone-Nutzer: Ich kann mir vorstellen, meine Haushaltsgeräte bzw. Haustechnik überwiegend mit dem Smartphone zu steuern. Dabei sind männliche Smartphone-Nutzer mit 32 Prozent deutlich aufgeschlossener gegenüber mobilen Smart-Home-Anwendungen als weibliche mit 24 Prozent.

„Das Smartphone hat sich auch dank innovativer Apps für viele Menschen zum unabkömmlichen Begleiter im Alltag entwickelt – sei es zum Navigieren, zum Musikhören oder zum Chatten“, sagt Timm Lutter, Bereichsleiter Consumer Electronics beim Bitkom. „Darüber hinaus wird es in einigen Jahren ganz normal sein, schon von unterwegs daheim die Heizung per Handy anzustellen oder zu checken, ob noch Butter im Kühlschrank ist.

Gerade für Menschen in der sogenannten Rushhour des Lebens – also die jungen Berufstätigen mit kleinen Kindern – kann das eine enorme Erleichterung sein“, so Lutter. Nach Altersgruppen betrachtet ist das Interesse bei den 30- bis 49-Jährigen mit 34 Prozent tatsächlich am höchsten, bei den 14- bis 29-Jährigen sind 29 Prozent offen für mobile Smart-Home-Anwendungen, bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 20 Prozent, und bei den Smartphone-Nutzern ab 65 Jahren immerhin noch 17 Prozent.

Schon heute erklären gut zwei Drittel der Smartphone-Nutzer (67 Prozent): Smartphones sind für mich eine große Erleichterung im Alltag. 61 Prozent können sich gar ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen.

 Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1008 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter 749 Smartphone-Nutzer. Die Frage lautete: „Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zu?“ Die angegebenen Werte beziehen sich auf die Antworten für „stimme voll und ganz zu“ und „stimme eher zu“.

 

#SmartHome: Smart Meter – Für und Wider der digitalen Messeinheiten

Smart-Meter-Stromzaehler_w492_h312Ende vergangenen Jahres hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur „Digitalisierung der Energiewende“ beschlossen. Für viele Verbraucher wird er einige Veränderungen bringen. Ein zentraler Punkt des Reformplans ist es, schrittweise alle Stromverbraucher mit intelligenten Messsystemen auszustatten.

Die Smart-Meter sollen die gemessenen Nutzungsdaten direkt nach außen übertragen. Darüber hinaus können die Geräte detaillierten Einblick in das Verbrauchsverhalten geben. Sie sollen zum Beispiel Stromfresser und Einsparpotenziale sichtbar machen. Der Datenschutz kann so unter Umständen auf der Strecke bleiben, befürchten Arag Experten.

 Was sind Smart Meter?

Ein Smart Meter ist ein Stromzähler, der an ein Kommunikationsnetz angeschlossen ist. Im Gegensatz zu den alten „Drehscheiben-Stromzählern“ können diese „intelligenten“ Zähler die erhobenen Daten automatisch an den Stromversorger übertragen, was diesem eine bessere Netz- und Ressourcensteuerung ermöglichen soll. Das manuelle Ablesen vor Ort gehört damit der Vergangenheit an.

Smart Meter sind seit den 1990er Jahren für Großkunden in Betrieb und werden seit ein paar Jahren auch für Privathaushalte angeboten. Neben Smart Metern für die Stromversorgung gibt es ähnliche Geräte für den Gas-, Wasser- und Wärmeverbrauch. Grundlage für den Einsatz von Smart Metern bilden zwei EU-Richtlinien: Zum einen die EU-Richtlinie zu Energieeffizienz und Energiedienstleistungen (sog. EDL-Richtlinie – 2006/32/EG) mit dem Ziel, den Verbrauchern mindestens vierteljährliche Energieverbrauchsdaten zur Verfügung stellen zu können, damit diese stärker ihren eigenen Verbrauch kontrollieren und steuern können; zum anderen die Europäische Energiebinnenmarktrichtlinie (2009/72/EG), die den Aufbau von Smart-Metering-Infrastrukturen in den EU-Staaten vorsieht.

 Wann werden Smart Meter Pflicht?

Die Ausstattung der Stromkunden mit Smart Metern soll ab 2017 zunächst verpflichtend bei Großkunden umgesetzt werden. Dieser erste Schritt betrifft also nur Kunden mit einem Verbrauch von jährlich über 10.000 Kilowattstunden (kWh). Bei Privathaushalten mit einem Energieverbrauch über 6000 kWh werden Smart Meter ab 2020 Pflicht. Bei Endkunden mit niedrigerem Verbrauch kann der Messstellenbetreiber – also der Stromlieferant – entscheiden.

 Nutznießer der Digitalisierung oder gläserner Kunde?

Der zuständige Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel meint, die Smart Meter werden den „Stromsektor zu einem der ersten voll digitalisierten Sektoren unserer Volkswirtschaft“ machen. Doch Verbraucherschützer melden Bedenken an: Für ein intelligentes Netz sei es laut Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ausreichend, die gesammelten Daten etwa eines Straßenzugs zu erfassen.

Das Nutzungsverhalten einzelner Haushalte ist in der Tat ein Eingriff in die Grundrechte und den Datenschutz, geben auch Arag Experten zu bedenken. Über die Geräte sollen viertelstündlich aufgeschlüsselte Messdaten erfasst werden können. Smart Meter können theoretisch einzelne Geräte erkennen und deren Verbrauch aufzeichnen. Wann geht die Kaffeemaschine an, wann der Fernseher und so weiter. So ließe sich der Tagesablauf eines Stromkunden relativ gut rekonstruieren. Dabei sind diese kleinteiligen Daten laut Expertenmeinung ungeeignet, um Anpassungen bei der Energieversorgung zu erlauben.

 Zahlen die Kunden die Digitalisierung der Energiewende?

Das steht laut ARAG Experten zu befürchten: Die Verbraucher können eine Entscheidung ihres Messstellenbetreibers zum Einbau der Geräte nicht ablehnen. So kommt die Modernisierung einem Zwang gleich – für den die Verbraucher auch noch zur Kasse gebeten werden. Der Einbau soll zum Beispiel für Kunden mit einem Verbrauch zwischen 3000 und 4000 kWh nicht mehr als 40 Euro kosten. 20 Euro könnten diese Verbraucher an Stromkosten einsparen und 20 Euro würde auch der Betrieb des herkömmlichen Messgerätes jährlich kosten. Hinzu kämen allerdings die Kosten für die Anschaffung eines Smart Meters. Außerdem zahlen die Stromkunden noch in anderer Währung: mit ihren Daten!

Digitale Assistenzsysteme werden als primäre Schnittstelle zum ‘Connected Home‘ fungieren

Laut des IT-und Research-Beratungsunternehmens Gartner werden Konsumenten zunehmend persönliche digitale Assistenzsysteme verwenden, um im ‚Connected Home‘ mit Verbraucherdiensten zu kommunizieren.

Gartner prognostiziert, dass bis 2019 in mindestens 25 Prozent der Haushalte in aufstrebenden Volkswirtschaften digitale Assistenzsysteme auf Smartphones oder anderen Geräten als primäre Schnittstelle zu Dienstleistungen im ‚Connected Home‘ dienen werden.

„In nicht allzu ferner Zukunft werden Endverbraucher nicht mehr mit etlichen Apps zu kämpfen haben; stattdessen werden sie sich buchstäblich mit digitalen persönlichen Assistenten unterhalten, wie beispielsweise Siri von Apple, Alexa von Amazon oder der Assistent von Google“, erläutert Mark O’Neill, Research Director bei Gartner. „Einige dieser persönlichen Assistenten basieren auf der Cloud und beginnen bereits, die smarte Maschinentechnologie wirksam einzusetzen.“

 

Smart Home für Senioren: Düsseldorf bereitet Pilotprojekt vor

Autor Sebastian Stöwer schreibt in „Düsseldorfer-Altstadt.com“: Dem Umzug ins Heim stehen viele ältere Menschen sehr skeptisch gegenüber. Smart Homes sollen ihnen ermöglichen, länger sicher zu Hause wohnen zu können. In Düsseldorf bereitet das Gesundheitsdezernat ein eHealthcare-Pilotprojekt vor. Doch es gibt auch ethische Bedenken. … mehr

 

US-Regierung: Vernetzte Haushalte? Praktisch für Geheimdienste

Nicht nur die Tech-Branche verspricht sich viel vom sogenannten Internet der Dinge. Wenn vom Kühlschrank bis zum Thermostat erst einmal Hunderte Millionen Haushaltsgegenstände mit dem Internet verbunden wären, könnten davon auch die Geheimdienste dieser Welt profitieren – durch Sicherheitslücken, vielleicht aber auch durch Hintertüren, die absichtlich oder gezwungenermaßen in die Geräte eingebaut wurden.´, so „Spiegel“. …mehr

 

Das Smart Home – Freund oder Feind?

smart_environmentGerade im Herbst und im Winter steigt das Bedürfnis nach erhöhtem Komfort und auch nach Sicherheit. Wer möchte nicht nach einem anstrengenden Arbeitstag in ein behagliches, hell erleuchtetes Zuhause zurückkehren? Noch wichtiger als der Komfort ist vielen Menschen jedoch die erhöhte Sicherheit, die ein intelligentes Zuhause bieten kann. Und das ist nicht unbegründet: So erklärte der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft beispielsweise im Einbruchreport 2015, dass lediglich innerhalb der vergangenen fünf Jahre die Anzahl der Wohnungseinbrüche um 35 Prozent gestiegen ist. Alleine das Jahr 2014 kann laut dem Report mit 150.000 Delikten aufwarten.

Smarter Schutz vor Einbrechern

Arzu Uyan, Leiterin der Kompetenzgruppe Smart Environment im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. weiß, ein smartes Zuhause bietet viele Möglichkeiten, sich gegen unliebsame Besucher abzusichern. Gerade zu Stoßzeiten, wie dem Gottesdienst an Heiligabend oder der Silvesternacht, kann man beispielsweise durch intelligente Lichtkonzepte, automatische Rollläden und dem Ein- und Ausschalten von TV, Stereo-Anlage und Co. von unterwegs aus suggerieren, dass jemand zu Hause ist – mit smarter Technologie heute problemlos möglich. Zum anderen kommen hier natürlich moderne Absicherungs- und Überwachungsmechanismen zum Tragen, die den Hausbesitzer per Smartphone über ungewöhnliche Aktivitäten in den eigenen vier Wänden informieren. Das alles setzt jedoch voraus, dass die Verbrecher tatsächlich durch Tür oder Fenster kommen.

eco warnt vor ungebremster Euphorie bei Smart Homes

Arzu Uyan, Leiterin der Kompetenzgruppe Smart Environment bei eco.

Arzu Uyan, Leiterin der Kompetenzgruppe Smart Environment bei eco.

Die Vorteile der intelligenten Gebäude nennt die eco Expertin Arzu Uyan vielversprechend: hohe Energieeffizienz, niedrige Betriebskosten, mehr Sicherheit und Komfort, schneller und effektiver Service sowie natürlich Umweltfreundlichkeit. Andererseits warnt Uyan vor ungebremster Euphorie bei intelligenten Gebäuden: Die Sicherheitsrisiken durch die Totalvernetzung aller Komponenten im Gebäude mit Internetanschluss seien nicht zu unterschätzen. Temperaturmesser, Bewegungsmelder, Überwachungskameras, vernetzte Alarm- und Sicherheitssysteme, Heizungs- und Klimaanlagen, Licht-, Zugangs- und Aufzugssteuerung – bei einer Cyber-Attacke bietet sich den Angreifern ein breites Spektrum mit potenziell verheerenden Folgen an. Nach Recherchen des Fraunhofer-Instituts FKIE sind in den USA schon über 15.000 Building Automation Systems (BAS), zur automatischen zentralisierten Kontrolle der Heizungs-, Belüftungs- und Klimaanlage sowie weiteren Systemen, wie Innen- und Außenbeleuchtung und Sicherheitstechnologien, in Betrieb. Ein Zehntel davon soll bekannte Sicherheitslücken aufweisen. In Deutschland gehen die Forscher von mehr als 120 BAS-Installationen aus.

Bei Risiken und Nebenwirkungen sollte man einen Experten zu Rate ziehen

Arzu Uyan rät bei der Errichtung von Smart Buildings den Sicherheitsempfehlungen des Fraunhofer-Instituts FKIE zu folgen. Dazu gehört die permanente Gebäudeüberwachung durch einen so genannten Traffic Normalizer. Dieser kennt das „typische Verhalten“ des Objekts und schlägt sofort Alarm, sobald ungewöhnliche Datenströme entdeckt werden. Zudem sollten sensitive Daten nicht etwa auf alle Netzwerkknoten verteilt werden, sondern soweit wie möglich im kleinsten Kreis bleiben. Bei der Abwägung zwischen Funktionalität und Komfort einerseits sowie Sicherheit andererseits sollte auf jeden Fall auch das Szenario eines massiven digitalen Angriffs auf das Gebäude durchgespielt werden, empfiehlt Uyan.

„Im schlimmsten Fall wird ein gesamtes Gebäude von einem Botnet gekapert und zur automatisierten und hocheffizienten digitalen Verbrechenszentrale umfunktioniert, ohne dass es Eigentümern oder Mietern überhaupt auffällt“, zitiert eco den Fraunhofer-Forscher Dr. Steffen Wendzel.

 

Vernetztes Zuhause: Ist das smart oder kann das weg?

Autor Helmut Martin-Jung schreibt in der „Sueddeutschen.de“: Was ist eigentlich so schlimm daran, kurz die Hand zu heben und einen Lichtschalter zu betätigen? Wie viel Aufwand ist es, sich zu merken, wann die Waschmaschine fertig sein wird? Und muss die Kaffeemaschine wirklich en détail den persönlichen Terminkalender kennen, nur damit der Kaffee schon duftet, wenn man schlaftrunken die Küche betritt? … mehr

Smart-Home-Anwendungen: Immer mehr lassen sich überzeugen

Smart-Home-Anwendungen, wie beispielsweise ferngesteuerte Rollläden oder Heizungsanlagen, besitzen bei deutschen Haus- und Wohnungsbesitzern ein hohes Marktpotenzial: Etwa die Hälfte von  einer in einer Umfragte befragten Internetnutzer interessiert sich für die digitalen Energiedienstleistungen. Diese sind besonders für junge Wohneigentümer attraktiv. So liegt das persönliche Interesse in der Gruppe der 18- bis 34-Jährigen je nach Anwendung zwischen 55 und 78 Prozent, bei den 45- bis 54-Jährigen variiert es hingegen zwischen 34 und 50 Prozent.

Am attraktivsten sind Anwendungen, welche die Sicherheit oder den Wohnkomfort erhöhen. So sind Bewegungsmelder und Videoüberwachung mit Benachrichtigungsfunktion auf mobile Endgeräte für 54 Prozent der Befragten interessant. Bei Assistenzsystemen für kranke und ältere Menschen trifft dies für 51 Prozent zu, ein Überblick über den Energieverbrauch auf dem PC oder Smartphone ist für die Hälfte der Zielgruppe (50 Prozent) attraktiv. Dies sind Ergebnisse der Studie „Absatzchancen von Energiedienstleistungen“ des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Für die Studie wurden zwischen September und Oktober 2015 insgesamt 1.016 Wohneigentümer (Haus- und Wohnungsbesitzer) repräsentativ befragt.

Was sind die bekanntesten Smart Home-Anwendungen?

Zu den bekanntesten Anwendungen gehören dabei die Fernsteuerung von Rollläden (78 Prozent), von Lichtanlagen (77 Prozent) und von Heizkörpern beziehungsweise Thermostaten (76 Prozent). Trotz der mittlerweile großen Bekanntheit vieler Smart-Home-Anwendungen ist deren Verwendung weiterhin noch eine Seltenheit. Einzig die Nutzung vorprogrammierter Heizszenarien wird von mehr als jedem zehnten Befragten genutzt (13 Prozent). Die Nutzung aller weiteren in der Studie abgefragten Anwendungen rangiert bei Anteilen zwischen drei und sieben Prozent.

Ein wichtiger Aspekt für die Kaufbereitschaft von Smart-Home-Lösungen ist die Möglichkeit, diese zuvor testen zu können. Für fast zwei Drittel (65 Prozent) der Wohneigentümer ist dies sehr wichtig, für mehr als ein Viertel (26 Prozent) handelt es sich sogar um eine Grundvoraussetzung für die Anschaffung. Insgesamt wären die interessierten Befragten bereit zwischen 500 und 3.000 Euro in smarte Wohnanwendungen zu investieren.

Bei konkretem Interesse an einer Smart-Home-Anwendung würden sich Wohneigentümer derzeit am ehesten an Handwerksbetriebe ihres Vertrauens (31 Prozent) und spezialisierte Sicherheitsfirmen (24 Prozent) wenden. Der örtliche Energieversorger ist nur für sieben Prozent der Ansprechpartner der Wahl, größeren Energieversorgern, wie beispielsweise RWE, E.on, EnBW oder Vattenfall, und Telekommunikationsanbietern, wie der Deutschen Telekom, Vodafone oder O2, würden jeweils nur fünf Prozent der Wohneigentümer am ehesten vertrauen, weniger noch als Technologieunternehmen wie beispielsweise Siemens (10 Prozent).

„Gerade örtliche Energiedienstleister schöpfen ihre idealen Vertriebsmöglichkeiten bei Weitem noch nicht aus“, sagt Werner Grimmer, Head of Energy Research bei YouGov. „Es gilt durch gezielte Ansprache der Wohneigentümer die eigenen Angebote und Leistungen deutlicher zu platzieren und so die Vorbehalte gegenüber Energieversorgern als Spezialisten für Wohndienstleistungen abzubauen, die auch zur Reduktion von Energiekosten beitragen können. Gerade Grundversorger und Netzgesellschaften haben hier über ihre Kundenstämme die Möglichkeit sich als ‚Full-Service-Anbieter‘, die vom Produkt bis zur Installation und Wartung alles aus einer Hand liefern, ins Spiel zu bringen“, so Grimmer weiter.

Über die Studie

Die Studie „Absatzchancen von Energiedienstleistungen“ bietet Energiedienstleistern einen umfassenden Überblick über geeignete Geschäftsmodelle für den Privatkundenmarkt. Sie beantwortet unter anderem Fragen zu Bekanntheit, Grundakzeptanz und Verbreitungsgrad von Energiedienstleistungen unter Wohneigentumsbesitzern sowie deren Anschaffungs-, Abschluss- und Zahlungsbereitschaft. Zudem informiert die Studie über die wichtigsten Barrieren und Treiber für deren Erwerb. Betrachtet werden dabei folgende Energiedienstleistungen: Energiesparen, energetische Sanierung, Heizungssanierung, Photovoltaik zur Eigenstromerzeugung, Smart-Home-Lösungen, E-Mobility und Mini-Contracting.

Smart Home für die Mehrheit der deutschen Befragten noch zu teuer

Den Ofen vorheizen, die Waschmaschine einschalten, die Richtung der Überwachungskamera steuern – ganz einfach von unterwegs? Smart-Home-Technologie macht es möglich. Rund 43 Prozent der deutschen Internetnutzer glauben, dass dieser Tech-Trend in den nächsten Jahren den größten Einfluss auf ihr Leben haben wird. Laut einer internationalen GfK-Umfrage sehen die Verbraucher den Nutzen von Smart Home-Anwendungen vor allem in den Bereichen Sicherheit und Steuerung, Energie und Beleuchtung, Entertainment sowie bei Haushaltsgeräten.

Smart-Home-Technologie stößt nicht nur bei deutschen Verbrauchern, sondern auch in Brasilien, USA, Großbritannien und Nordirland sowie Südkorea auf großes Interesse. Das zeigt eine internationale GfK-Umfrage. Rund die Hälfte aller Befragten gibt an, dass diese Technologie in den nächsten Jahren den größten Einfluss auf ihr Leben haben wird. Hierzulande sind 43 Prozent dieser Meinung. Nur der Trend „mobiles Bezahlen“ wird von deutschen Internetnutzern noch häufiger genannt (56 Prozent). Die Themen „Cloud“ und „3D-Druck“ werden mit rund 30 Prozent deutlich seltener genannt.

Das sind Ergebnisse einer aktuellen GfK-Umfrage zum Thema Smart Home. Die Studie gibt Aufschluss darüber, was sich Verbraucher in unterschiedlichen Ländern davon erwarten, wo sie diese Technologie kaufen würden und welche Hemmnisse bei der Anschaffung eine Rolle spielen.

 Smart Home vor allem für Beleuchtung und Steuerung attraktiv

Nicht jedes Gerät im Haushalt erscheint dem Verbraucher geeignet, um von unterwegs gesteuert zu werden. Besonders attraktiv sind für die deutschen Befragten Anwendungen aus den Bereichen Energie und Beleuchtung (51 Prozent) sowie Sicherheit und Steuerung (49 Prozent). An dritter Stelle stehen mit 39 Prozent Geräte aus dem Entertainment-Bereich, die sich nicht nur fernsteuern, sondern auch miteinander vernetzen lassen. Auch smarte Haushaltsgeräte würden 37 Prozent der deutschen Internetnutzer gerne außerhalb des Hauses bedienen. Und 29 Prozent finden Smart-Home-Technologie für den Bereich „Gesundheit“ attraktiv.

Der internationale Durchschnitt zeigt ähnliche Ergebnisse: Auch hier sehen jeweils über die Hälfte der Verbraucher vor allem Anwendungen aus den Bereichen Sicherheit und Steuerung sowie Energie und Beleuchtung (55 Prozent bzw. 53 Prozent) als geeignet für Smart-Home-Technologie. Geräte aus dem Entertainment-Bereich stehen an dritter Stelle. Smarte Haushaltsgeräte und Anwendungen für den Gesundheitsbereich werden von 43 Prozent der Verbraucher genannt.

Es zeigen sich jedoch auch Länderunterschiede. Während in Großbritannien und Nordirland beispielsweise 38 Prozent der Befragten Geräte aus dem Bereich Sicherheit und Steuerung von unterwegs aus bedienen möchten, erscheint diese Vorstellung sogar für jeweils mehr als die Hälfte der Verbraucher in den USA und Südkorea attraktiv.

 Hohe Kosten sind größtes Hemmnis bei der Anschaffung

Die GfK-Umfrage zeigt, dass über alle Länder hinweg der Kostenfaktor bei der Anschaffung von Smart-Home-Technologie eine entscheidende Rolle spielt. Über ein Drittel aller Befragten sieht diesen Punkt als größtes Hindernis. Ein Viertel hat Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Auch in Deutschland sind das die meistgenannten Gründe. Rund 42 Prozent nennen „hohe Kosten“ und 35 Prozent fürchten, dass ihr Zuhause von fremden Personen sozusagen „gehackt“ werden könnten.

Aber auch andere Hinderungsgründe können eine Rolle spielen. In Großbritannien und Nordirland steht beispielsweise der Mangel an Wissen um diesen Tech-Trend an zweiter Stelle – in Brasilien ist es die schlechte Internetverbindung.

Robert Wucher, Leiter der Technologiemarktforschung bei GfK in Deutschland dazu: “Wir erhalten von Land zu Land sehr unterschiedliche Ergebnisse – ganz gleich, ob es sich um den Einsatzbereich von Smart-Home-Technologie im eigenen Zuhause handelt, um die Hindernisse bei der Anschaffung, oder, ob es darum geht, wo die Geräte bevorzugt gekauft werden. Es zeigt sich, dass die Verbraucher in den untersuchten Ländern ihre jeweils ganz eigenen Vorstellungen von einem intelligenten Zuhause haben und dementsprechend unterschiedlich auf das Thema Smart Home reagieren. Das sehen wir nicht nur in der aktuellen Studie, sondern beispielsweise auch an den Daten aus dem Handelspanel, das den tatsächlichen Verkauf von smarten Endgeräten misst. Wir helfen unseren Kunden damit einzuschätzen, wie hoch der Bedarf von Smart-Home-Technologie wirklich ist und zeigen ihnen, wie sie ihre Produkte oder Dienstleistungen in den unterschiedlichen Märkten erfolgreich platzieren können.“

 Smart-Home-Technologie bevorzugt bei einem Anbieter gekauft

Wenn es um die Frage geht, wo Verbraucher Smart-Home-Technologie bevorzugt kaufen würden, geben 45 Prozent aller Befragten an, dass sie alles von einem bestimmten Anbieter beziehen würden. Knapp 30 Prozent würden hingegen ihre Geräte auch bei verschiedenen Händlern kaufen. Bei der Betrachtung der einzelnen Länder fallen auch hier Unterschiede auf. Während in Deutschland – und auch in den meisten anderen untersuchten Ländern – die Befragten einen Energieversorger bevorzugen, um den Bereich Energie und Beleuchtung mit Smart Home-Technologie auszurüsten, würden Verbraucher in Südkorea beispielsweise eher einen Elektrofachhändler aufsuchen.

 Über die Studie

Für die GfK-Online-Umfrage wurden pro Land mehr als 1.000 Internetnutzer ab 16 Jahren befragt. Die Befragung fand im September und Oktober 2015 in folgenden Ländern statt: Deutschland, Großbritannien und Nordirland, USA, Brasilien, Südkorea, China und Japan. Die Daten wurden entsprechend gewichtet, um ein repräsentatives Abbild der Online-Bevölkerung ab 16 Jahren zu schaffen. Derzeit sind die Umfrageergebnisse für die Länder Brasilien, USA, Großbritannien und Nordirland, Südkorea und Deutschland erhältlich. China und Japan folgen in Kürze.

Smart Home: TV-Nutzer wollen auf die Fernbedienung verzichten

TV BedienungHat die herkömmliche Fernbedienung bald ausgedient? Ob mit Sprachbefehlen, Gesten oder dem Smartphone – deutsche TV-Nutzer sind offen für alternative Möglichkeiten, mit denen sie ihren Fernseher steuern können. Auf das größte Interesse stößt die Sprachsteuerung. Gut jeder dritte TV-Nutzer (30 Prozent) ab 14 Jahren würde seinen Fernseher in Zukunft gerne mit Worten bedienen.

Aber auch Mobilgeräte sind ein beliebter Ersatz für die Fernbedienung. Jeder Vierte (25 Prozent) gibt den Wunsch an, sein Smartphone oder Tablet hierfür zu verwenden. 18 Prozent können sich eine Gestensteuerung anstelle des klassischen Tastendrucks vorstellen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Eine intuitive Bedienung des Fernsehers mit Sprachbefehlen oder Gesten erhöht die Benutzerfreundlichkeit der Geräte“, sagt Bitkom-Experte Timm Lutter. „Sie machen eine Fernbedienung früher oder später überflüssig.“ Laut Befragung sieht fast jeder Bundesbürger (99 Prozent) ab 14 Jahren fern.

Insbesondere bei jüngeren Zuschauern sind die intuitiven Bedienoptionen für Fernseher gefragt: In der Altersgruppe der 14- bis 29-jährigen TV-Nutzer würden knapp vier von zehn Personen (38 Prozent) gerne das Gerät per Sprachbefehl steuern, jeder Dritte (33 Prozent) per Mobilgerät und jeder Fünfte (20 Prozent) anhand von Gesten. „Die neue Generation der TV-Geräte ist bereits heute mit einer Steuerung per Sprachbefehl, Gesten oder Mobilgerät ausgestattet“, sagt Lutter. Internetfähige Streaming-Adapter wie der Amazon Fire TV Stick, Google Chromecast oder Apple TV ermöglichen zudem, auch ältere TV-Geräte aufzurüsten.

Trotzdem hängen viele weiterhin an der Fernbedienung: 86 Prozent der befragten TV-Nutzer geben an, dass sie auch in Zukunft das Gerät gerne per Fernbedienung steuern möchten. „Die Fernbedienung wird sicher nicht von heute auf morgen verschwinden, sondern zunächst durch die alternativen Bedienoptionen ergänzt. Langfristig wird die klassische Version mit reiner Tastendruck-Steuerung aber nicht überleben“, so Lutter.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.014 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, darunter 1.011 TV-Nutzer. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete: „Wie würden Sie Ihren Fernseher in der Zukunft gerne bedienen?“

DLNA – Digital Living Network Alliance für das „Smart Home“

Das DLNA Siegel verspricht ungestörtes Plug and Play bei Multimedia-Anwendungen im heimischen Netzwerk. Das englische Wort Plug sollten Sie dabei aber nicht zu wörtlich nehmen, denn die meisten DLNA zertifizierten Geräte verbinden sich auch drahtlos miteinander. Einstöpseln brauchen Sie dann höchstens noch den Netzstecker, berichtet „smarthomewelt.de“. … mehr …

 

Neuer Router: Google will ins Wohnzimmer

Google klopft einmal mehr an die Tür zum Wohnzimmer seiner Kunden. Seit kurzem können Amerikaner auch einen so genannten Router von Google bestellen, also ein Gerät, mit dem man seine Computer ins Internet bringen kann. Das schreibt die „FAZ“ . Doch Googles Produkt soll mehr können: Mit „Bluetooth“-Technik und einigen anderen Bestandteilen soll das Gerät nach dem Willen von Google zur Schaltzentrale für das Internet der Dinge im Haushalt werden. … mehr

 

Umfrage: 70 Prozent der Deutschen zweifeln an selbstfahrenden Autos

Die Bundesbürger stehen selbstfahrenden Autos bisher reserviert gegenüber. Knapp 70 Prozent fehlt derzeit noch das Vertrauen, wenn das Fahrzeug eigenständig steuert. Gleichzeitig kann sich eine Mehrheit der Autofahrer gut vorstellen, in Zukunft auf Langstrecken am Lenkrad vom autonomen Fahrzeug abgelöst zu werden. Das zeigt eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Umfrage von Computer Sciences Corporation (CSC, einem Unternehmen für Next-Generation-IT-Dienstleistungen und –Lösungen, mit dem Titel „Smart Car – Das Auto der Zukunft“, die bei Toluna in Auftrag gegeben wurde.

„Auf dem Weg zum selbstfahrenden Auto müssen die Hersteller bei den deutschen Autofahrern noch wichtige Überzeugungsarbeit leisten“, sagt Claus Schünemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von CSC in Deutschland.

Derzeit hält erst gut jeder zweite Bundesbürger die zu Grunde liegende Car-IT für ausgereift. Neben der Sicherheit rund um die neue Technik bewegt viele Bundesbürger eine Klärung von Haftungsfragen. 72 Prozent der Autofahrer befürchten, dass die Schuld bei Verkehrsverstößen oder Unfällen nicht eindeutig feststellbar ist, sobald ein Roboterfahrzeug das Steuer übernimmt.

Im Vergleich zur Vorjahresumfrage von CSC ist diese Sorge sogar um zehn Prozentpunkte gestiegen. Wie der aktuelle Survey zudem ergibt, äußern gut zwei Drittel der Autofahrer die Besorgnis, dass aufgezeichnete Fahrzeugdaten zur genauen Route oder dem Fahrstil in die falschen Hände geraten könnten. Sie wollen sichergestellt wissen, dass beispielsweise Arbeitgeber, Versicherungen oder das Finanzamt keinen unbefugten Zugriff auf persönliche Fahrzeugdaten bekommen.

„Sind Sicherheitsfragen wie diese aus Kundensicht zufriedenstellend geklärt, dürfen die Autobauer mit breiter Zustimmung zum autonom fahrenden PKW rechnen“, prognostiziert Claus Schünemann. „So wünscht sich beispielsweise heute schon eine deutliche Mehrheit von 60 Prozent der Fahrer, auf langen Strecken im Auto den selbstlenkenden Modus eines IT-Car einschalten zu können.“

Der vernetzte PKW ermöglicht zudem eine ganz neue Kommunikation mit der Verkehrsinfrastruktur. Mehr als drei Viertel der deutschen Autofahrer hält hier eine Koppelung des Fahrzeugs mit dem Ampelsystem für wichtig. So lassen sich künftig Grünphasen dem tatsächlichen Verkehrsfluss anpassen. Darüber hinaus versprechen sich die Bundesbürger (90 Prozent) von der Kommunikation der Autos untereinander weniger Staus, indem die Navigation auf hohes Verkehrsaufkommen in Echtzeit reagiert. Auch Unfall- und Gefahrenstellen werden so von den miteinander vernetzten Fahrzeugen wesentlich schneller weitergemeldet. Das halten 90 Prozent der deutschen Autofahrer für wichtig.

Connected Home – Smart Home: Nutzer erhoffen sich mehr Sicherheit und fürchten die Technikabhängigkeit

Das Leben im Smart Home ist für viele Nutzer attraktiv.

Das Leben im Smart Home ist für viele Nutzer attraktiv.

Ob „Connected Home“ oder „Smart Home“ – die digitale Vernetzung von Haustechnik, technischen Geräten und Alltagsgegenständen über das Internet zählt zu den Top-Trendthemen des Jahres. Smart Home-Technologien gelten aktuellen Prognosen zufolge als Wachstumsmarkt – über Geschwindigkeit und Höhe des Wachstums werden gleichwohl die Nachfrager entscheiden.

Der neue W3B Report „Connected Home – Smart Home“ nimmt daher einen umfassenden Reality Check des Themas aus der Perspektive aktueller und potentieller Smart Home-Anwender vor. 3.500 deutsche Internet-Nutzer wurden hierzu befragt.

Das Potential: Smart Home ist für jeden zweiten Nutzer interessant – jeder vierte hat Vorbehalte

Den Studienergebnissen zufolge hat das „Smart Home“ für weite Nutzerkreise die Schwelle von der Vision zur Wirklichkeit bereits überschritten – gleichzeitig können bzw. wollen manche Zielgruppen mit diesem Thema noch gar nichts anfangen.

Besonders großes Interesse besteht in der Internet-Nutzerschaft daran, elektronische Geräte im Haushalt (z. B. Fernseher, DVD-Player, Waschmaschinen) mit dem Internet zu vernetzen: 58 Prozent der befragten Online-Nutzer gaben an, dass sie Technologien dieser Art gern einsetzen möchten oder sogar bereits aktiv nutzen. Knapp jeder fünfte Befragte hat schlichtweg kein Interesse daran; in etwa ebenso viele geben an, dass die Nutzung für sie „grundsätzlich nicht in Frage kommt“.

Auch der Anteil der Interessenten an vernetzter Wohnungs- bzw. Haustechnik (z. B. Heizungs-, Lüftungs-, Alarmanlagen, Beleuchtung) ist mit knapp 50 Prozent durchaus beachtlich. Allerdings fällt hier der Anteil der Ablehner größer aus – er liegt bei gut 25 Prozent .

Smart Home-Zielgruppen: Auf dem Weg zum Massenmarkt?

Als besonders affin für Smart Home-Technologien erweisen sich typische „Early Adopter“: junge, männliche, technikaffine, trendorientierte Zielgruppen, die bereits sehr gut mit Gadgets wie Smartphones, Tablets & Co. ausgestattet sind. In dieser Gruppe befinden sich besonders viele bereits aktive Smart Home-User.

Das Profil der heutigen Smart Home-Interessenten dagegen weicht in zentralen demographischen Merkmalen nicht wesentlich vom Internet-Durchschnitt ab – ein Hinweis darauf, dass der Weg zum Massenmarkt bereits geebnet wurde. Dabei fällt – je nach Technologie – das Interessenten-Profil unterschiedlich aus: Während zum Beispiel Frauen und Männer gleichermaßen an der Online-Fernsteuerung der Waschmaschine sowie an der Internet-Überwachung und -Fütterung von Haustieren interessiert sind, ist die Online-Steuerung von Heizungs- oder Lüftungsanlagen eher „Männersache“.

Der W3B Report zeigt zudem, dass die Smart Home-Affinität keineswegs auf Haus- und Wohnungsbesitzer begrenzt ist: An der Überwachung und Optimierung des Energieverbrauchs zeigen zum Beispiel Mieter größeres Interesse als Bewohner von Eigenheimen.

Erwartungen an Smart Home: Sicherheit und Komfort wichtiger als Energie und Kosten sparen

Wenn es um die Online-Vernetzung elektronischer Geräte geht, so ist aus Nutzersicht vor allem die Kameraüberwachung von Wohnung/Zimmern sowie die Fernsteuerung des TV-Geräts via Internet attraktiv. Auf breites Interesse stoßen zudem die Verwaltung des heimischen Kühlschranks (z. B. die automatische Nachbestellung von Kühlschrankinhalten) sowie das internet-gesteuerte Gießen von Zimmerpflanzen und das An-/Ausschalten der Waschmaschine.

Ein vorrangiges Nutzungsmotiv ist es dabei, die „Dinge einfacher, bequemer zu machen“: etwa zwei Drittel der Befragten nannten dies als wichtigen Aspekt. Die Kostenkontrolle bzw. Kosteneinsparungen spielen mit im Vergleich dazu mit 16 Prozent der Nennungen nur eine untergeordnete Rolle.

Im Bereich der vernetzten Haustechnik bestehen die größten Interessentenpotentiale bei der Online-Fernsteuerung der heimischen Heizungsanlage sowie der Überwachung und Steuerung des Energieverbrauchs. Auch die Internet-Überwachung von Alarmanlagen und Rauchmeldern stehen hoch im Kurs.

Der am häufigsten genannte Beweggrund für die Nutzung von Connected Home-Technologien dieser Art ist es, das Haus bzw. die Wohnung sicherer zu machen. Auf Platz zwei und drei folgen die Reduzierung der Energiekosten sowie die Möglichkeit, dadurch Geld zu sparen.

Smart Home – Bedenken: Viele Nutzer fürchten Technikabhängigkeit und Datenmissbrauch

Ungeachtet des großen Nutzer- und Interessentenpotentials stehen weite Nutzerkreise dem Thema „Connected Home“ noch desinteressiert oder sogar ablehnend gegenüber. Vor allem Frauen und Nutzer der Generation 50 plus zeigen sich kritisch.

Die größte Befürchtung der Smart Home-Ablehner: Die drohende Technikabhängigkeit. 44 Prozent der Personen, die an Connected Home nicht interessiert sind, vermuten, dass man dadurch „zu abhängig von der Technik“ würde. Auch Datensicherheitsbedenken werden von vielen angeführt (37 Prozent ).

Das größte Vertrauen der (potentiellen) Käufer genießen die Smart Home-Hersteller selbst: Deutlich über die Hälfte der Befragten würde sich im Falle einer Anschaffung vorzugsweise direkt an die Hersteller dieser Geräte/Technologien wenden bzw. bei diesen kaufen. Andere Anbieter (z. B. Heizungs-/Klima-/Elektroinstallateure oder Fachhändler) werden hingegen von maximal jedem dritten Befragten als besonders kompetent eingestuft.

Dass die neuen Technologien des »Internet der Dinge« das private Wohnen und Leben der Zukunft maßgeblich verändern werden, steht außer Frage. Der Erfolg der einzelnen Smart Home-Technologien und -Anbieter wird dabei ganz entscheidend von der Akzeptanz und dem wahrgenommenen Nutzen der relevanten Zielgruppen abhängen. „In der zukünftig immer stärker digital vernetzten Welt kommt es für Smart Home-Anbieter darauf an, die Bedürfnisse der Kunden zu kennen und optimal zu bedienen“, betont Holger Maaß: „Mit der steigenden Menge und Vielfalt „smarter Technologien“ werden auch Einstellungen und Anforderungen der Nutzer immer vielschichtiger.“

Der neue W3B Report untersucht umfassend Wahrnehmung, Nutzung und Nutzungsinteresse an zahlreichen Smart Home-Technologien und dokumentiert Nutzungsmotive wie auch Vorbehalte. Der Report zeigt, welche Anbieter für kompetent gehalten werden, was Nutzer von Connected Home erwarten und welche Nutzungshürden bestehen. Zahlreiche relevante Zielgruppen werden detailliert analysiert und profiliert.

Der W3B Report basiert auf einer Online-Befragung von über 3.500 deutschen Internet-Nutzern (internet-repräsentativ gewichtet). Er gibt im Bereich „Connected Home“ aktiven Anbietern und Dienstleistern aktuelle und differenzierte Informationen an die Hand, welche die Markteinschätzung sowie die Selektion und Ansprache geeigneter Zielgruppen unterstützen. Er kann direkt über die Fittkau & Maaß Consulting-Website bestellt werden.

Das eigene Wohnzimmer gehackt – So (un)sicher sind Home-Entertainment-Systeme

Zur Fachmesse für Consumer Goods IFA Anfang September werden wieder unzählige neue mit dem Internet verbundene Geräte präsentiert. Vor allem mit dem Web verbundene Home-Entertainment-Systeme offenbaren zahlreiche Sicherheitsrisiken. Das ist das Ergebnis eines Selbstversuchs, den der Sicherheitsexperte David Jacoby von Kaspersky Lab mit Hilfe der Ausstattung in seinem eigenen Wohnzimmer durchführte. Neben Schwachstellen in der Software und fehlenden Sicherheitsvorkehrungen bereiteten unsichere Passwörter und unverschlüsselte Kommunikation Probleme.

David Jacoby, Security Evangelist bei Kaspersky Lab, begutachtete für seinen Selbstversuch zwei NAS-Speicher-Systeme (Network Attached Storage) verschiedener Hersteller, ein Smart-TV-Gerät, einen Satelliten-Receiver, einen Router sowie einen internetfähigen Drucker.

Allein die Speicher zeigten dabei 14 Sicherheitslücken, eine weitere entfiel auf das Smart-TV-Gerät. Außerdem stieß Jacoby auf zahlreiche versteckte Remote-Control-Möglichkeiten im Router.

NAS-Speicher gibt Passwörter preis

Die gefährlichsten Sicherheitslücken fand der Sicherheitsexperte bei den NAS-Speichern. Potenzielle Angreifer können demnach aus der Ferne das System kompromittieren und eigenen Code mit Administratorenrechten ausführen. Zudem waren die voreingestellten Administratorpasswörter der Geräte nicht sicher, die Rechte vieler Konfigurationsdateien falsch eingestellt und Passwörter wurden im Klartext gespeichert. Das voreingestellte Administratorpasswort eines Geräts enthielt nur eine einzige Ziffer. Bei einem anderen Gerät konnte man über das Netzwerk auf die komplette Konfigurationsdatei mit den verschlüsselten Passwörtern zugreifen.

Jacoby gelang es durch Ausnutzung einer anderen Software-Schwachstelle, eigene Dateien in einen Speicherbereich zu laden, der normalerweise für die Anwender nicht zugänglich ist. Handelt es sich um entsprechende Schadsoftware, könnte ein derart manipuliertes Gerät auch alle weiteren infizieren, die sich mit dem NAS verbinden – zum Beispiel einen Heimanwender-PC. Ein infizierter NAS-Speicher wäre sogar für DDoS-Attacken eines Botnetzes nutzbar. Da die Malware in einem normalerweise nicht zugänglichen Speicherbereich liegen würde, könnte sie nur über dieselbe Schwachstelle wieder entfernt werden – was den durchschnittlichen Heimanwender überfordern dürfte.

Man-in-the-middle im Smart-TV

Bei der Analyse seines Smart-TV konnte der Kaspersky-Experte feststellen, dass dieser unverschlüsselt über das Internet mit den Servern des Geräte-Herstellers kommuniziert. Das öffnet die Tür für potenzielle Man-in-the-middle-Attacken. Dabei schaltet sich ein Angreifer zwischen Smart-TV und Hersteller. Nutzen Anwender ihr Gerät für Online-Einkäufe, könnten damit Gelder direkt auf Konten von Angreifern transferiert werden. Als Beweisführung konnte Jacoby ein Icon des Herstellers auf der graphischen Oberfläche seines Smart-TV durch ein eigenes Bild ersetzen. Weiterhin stellte der Sicherheitsexperte fest, dass sein Smart-TV auch Java-Code ausführen kann. In Kombination mit dem Abfangen des Datenverkehrs zwischen Fernseher und Internet können so Exploit-basierte Attacken durchgeführt werden.

Router hat Spionage-Qualitäten

Der DSL-Router von Jacoby für den drahtlosen Zugang zum Internet hatte zahlreiche, für den Nutzer versteckte Features. Einige davon geben dem Internet Service Provider (ISP) Zugriff auf jedes Gerät im Heimnetzwerk.

Jacoby fand in der Internetschnittstelle seines Router Funktionen wie „Web Cameras“, „Telephony Expert Configure“, „Access Control“, „WAN-Sensing“ und „Update“. Ursprünglich wurden solche Features von den ISPs eingebaut, um möglichst einfach technische Probleme auf Anwenderseite lösen zu können. Tatsächlich sind sie aber enorme Sicherheitsrisiken. Die Internetschnittstelle besteht nur aus Webseiten mit alphanumerischen Adressen. Mit Hilfe einer universellen Schwachstelle könnten Angreifer über eine einfache Manipulation der Nummern am Ende der Adresse zwischen den Funktionen hin und her wechseln.

„Sowohl Nutzer als auch Hersteller sollten die Sicherheitsrisiken kennen, wenn Geräte mit dem Internet verbunden sind“, sagt David Jacoby, Security Analyst bei Kaspersky Lab. „Außerdem sollte Anwendern klar sein, dass nur starke Passwörter wirklich sicher sind und es immer versteckte unkontrollierbare Features geben kann. Bei einem Gerät, das als sicher gilt und dies auch noch in seinem Namen ausdrückt, konnte ich innerhalb von nur 20 Minuten sehr ernste Sicherheitslücken entdecken.

Welche Risiken würde da wohl erst eine groß angelegte Untersuchung zu Tage bringen? Das ist nur eine von vielen Fragen, die Gerätehersteller zusammen mit Sicherheitsexperten und Anwendern rasch diskutieren sollten. Eine andere Frage betrifft die Lebensdauer der Geräte. Aus Gesprächen mit Herstellern weiß ich, dass einige keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung stellen, sobald eine neue Gerätegeneration auf den Markt kommt. Bei NAS ist das zum Beispiel alle ein oder zwei Jahre der Fall, die Speicher werden jedoch viel länger genutzt.“

Security-Tipps für internetfähige Geräte

Um internetfähige Geräte möglichst keinen Angriffen auszusetzen, sollten Anwender daher die folgenden Tipps beachten:

•alle Geräte immer mit den neuesten Sicherheits- und Firmware-Updates versehen,

• voreingestellte Benutzernamen und Passwörter durch sichere Kennwörter] ersetzen,

• sowie alle Möglichkeiten nutzen, den Netzwerk-Zugriff auf die Geräte einzuschränken. So benötigt etwa ein Drucker keinen Zugriff auf ein TV-Gerät. Möglich ist das über unterschiedliche Netzwerksegmente (DMZ) oder VLAN, mit dessen Hilfe das physikalische Netz logisch separiert werden kann.

Die komplette Studie von David Jacoby ist unter dem Titel „Internet of Things: How I Hacked My Home“ verfügbar