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Smart Home: Was bringen die kommenden Jahre?

Alexander Schaper ist Fachwirt der elektro- und informationstechnischen Handwerke (Fachplaner) und Inhaber der Beratungs- und Planungsgesellschaft tsbc – the smartbuilding company in Oldenburg/ Bad Zwischenahn. Seit 2008 vertritt er als Geschäftsführer den Smart Home Initiative Deutschland e.V., den er mit gegründet hat. Mit vernetzten Gebäuden und Gewerken beschäftigt er sich seit Mitte der 1990er Jahre. Sein Schwerpunkt liegt in der strategischen und nachhaltigen Geschäftsentwicklung rund um SmartBuildings und deren „smarten“ Begleiterscheinungen. Seit 2008 fördert er im Rahmen der Initiative den Dialog zwischen den Beteiligten innerhalb der SmartHome-Wettschöpfungskette, um Verständnis zu schaffen und traditionelle Branchenhürden zu überwinden.

Alexander Schaper ist Fachwirt der elektro- und informationstechnischen Handwerke (Fachplaner) und Inhaber der Beratungs- und Planungsgesellschaft tsbc – the smartbuilding company in Oldenburg/ Bad Zwischenahn. Seit 2008 vertritt er als Geschäftsführer den Smart Home Initiative Deutschland e.V., den er mit gegründet hat. Mit vernetzten Gebäuden und Gewerken beschäftigt er sich seit Mitte der 1990er Jahre.

Die Informationsstelle Effizienzhaus Plus im Interview mit Alexander Schaper, Geschäftsführer und Gründungsmitglied des Bundesverbands SmartHome e.V. und Inhaber der Beratungs- und Planungsgesellschaft tsbc – the smartbuilding Company:

Können Sie sich eine Welt – oder denken wir erst einmal kleiner – Deutschland in 50 Jahren nur noch mit Gebäuden mit smarter Haustechnik vorstellen?

Alexander Schaper: Tatsächlich halte ich es für realistisch, dass aus verschiedenen Gründen der überwiegende Anteil aller Gebäude über einen hohen Grad von Vernetzung verfügen wird. Dabei denke ich vor allem an Systeme des Energiemanagements, da ich davon ausgehe, dass wir in Deutschland und Europa vollkommen neue Formen der Energieversorgung bekommen und betreiben – alleine schon unter dem Aspekt der Elektromobilität.

Welche „smarten“ Erfindungen / Komponenten werden bei Ihnen am meisten nachgefragt? – Sind diese 2016 realisierbar?

Alexander Schaper: Die Nachfrage richtet sich stark nach Zielgruppe (privat oder geschäftlich) und dem Einsatzzweck, das heißt, ob eher wohnen oder arbeiten im Fokus der Nachfrage stehen. In unserer Definition sehen wir „smart“ grundsätzlich als Planungsphilosophie und nicht als rein technischen Ansatz. Wir machen uns mehr Gedanken über Prozesse und deren Anforderungen und nicht über die Grenzen technischer Lösungen.

Die Anfragen rund ums Wohnen beziehen sich meist auf bereits etablierte Themen wie beispielsweise Beschattung, Türkommunikation, Heizungs- und Lichtregelung. Durch die Kommunikation zum Thema Smart Home, sind in den letzten Jahren die Themen Zutrittskontrolle und auch Multimediavernetzung, beziehungsweise strukturierte Verkabelungen, hinzugekommen. Im Prinzip nichts Neues. Allerdings wurden früher eher einzelne Themen „aufgerufen“.

Heute möchten die Kunden bereits alles auf einen Schlag und vor allem – und hier wird es eben anders – vernetzt beziehungsweise vernetzbar. Die Verknüpfung verschiedener Domänen, die Einrichtung von Routinen im Hintergrund und eine Bedienung via Touchpanel oder im Kleinen per App, stehen heute immer häufiger auf der Wunschliste. Wirklich „verrückte“ Anforderungen gibt es sehr selten.

Für uns Planer teilen sich diese Anforderungen im Kern auf zwei Ebenen auf: Grundsätzlich erfordern diese Anwendungen eine solide Infrastruktur für die Übertragung von Daten und eine möglichst variable „Verschaltung“ der Energieleitungen (also NYM-Kabel, Verteiler, Schalter-, Abzweig und Elektronikdosen). Dies ist eine wichtige – aber lösbare – Herausforderung für den Neubau wie für den Bestand. Allerdings sollte man auch akzeptieren, dass Lösungen im Bestand ihre Grenzen haben bzw. häufig auch höhere Kosten nach sich ziehen und somit meist aus Budgetgründen etwas kleiner ausfallen.

Der zweite Teil, welcher sich mit der Verknüpfung / Vernetzung verschiedener Systeme und Domänen beschäftigt ist deutlich komplexer, da es die meisten Planer schon fachlich schnell an Grenzen führt – hier sollte man offen mit dem Bauherren sprechen, ob evtl. ein Systemintegrator zu Rate gezogen wird. Wünscht der Kunde die Vernetzung von Geräten und Systemen, welche unterschiedliche Protokolle verwenden, muss man sich viele Gedanken machen, um am Ende eine funktionierende Lösung zu erhalten. Dabei geht es an dieser Stelle noch nicht einmal um die „totale“ Vernetzung, sondern eher um die Verbindung von Teilsystemen.

Überwiegen Ihrer Meinung nach Komfort oder Energieeinsparung bei der Nachfrage?

Alexander Schaper: In vielen Fällen vereinen sich insbesondere die Themen Komfort und Energie, wenn auch zunächst unbewusst. Auf der Kostenseite ist Energie zwar ein Kopfthema, aber in der persönlichen Wahrnehmung im gelebten Alltag ist Energie eigentlich immer ein Gefühls- und somit ein Komfortthema. Denn wenn einem kalt oder das Licht zu dunkel ist, dann kommt die Freude am Energiesparen schnell an ihre Grenzen.

Oft hängen eine gute Klimatisierung (Luftfeuchte, CO2, Temperatur) mit einem angemessenen Energieverbrauch unmittelbar zusammen, d.h. der gefühlte Komfort und ein kluges Energiemanagement bilden eine im Sinne des Wortes „angenehme Symbiose“. Durch die vernetzbaren Komponenten lassen sich Komfort- und Energiethemen zwar trennen, aber vor allem auch miteinander verknüpfen.

Ist das sogenannte Smart Home ein Technologiekonzept der Zukunft, das unsere ältere Generation nicht mehr betrifft?

Alexander Schaper: Es gibt den Wandel von Komfort – zu Hilfsfunktionen. Einerseits kann ich mit Beleuchtung tolle Effekte erzeugen, beispielsweise wenn der Flur, sobald ich ihn betrete, leicht gedimmt beleuchtet wird. Spätestens aber, wenn ich gebrechlich bin – durch einen Unfall oder altersbedingt – habe ich ein richtiges Hilfssystem, das mich dabei unterstützt sicher von A nach B zu kommen. Mit vernetzter Technik kann man außerdem sicherer und länger in den eigenen Vier Wänden verweilen.

Unsere Erfahrung und auch der Vertrieb zeigen deutlich, dass das Thema für fast jede Altersgruppe relevant und interessant ist. Insbesondere für Menschen, die betagt oder in gewisser Weise im Alltag beeinträchtigt sind, bieten Smart Home Anwendungen – dann eher als Assistenzlösung zu verstehen – tolle, hilfreiche und  komfortable Unterstützung. Mit anderen Worten – für die Planung ist es vor allem wichtig, sich mit den Lebensumständen der Kunden bzw. Zielgruppen auseinanderzusetzen, um zu angemessenen Lösungen zu kommen. Selbstverständlich stets unter Einhaltung zur Verfügung stehender Budgets, die auf Grund ihrer realen Höhe auch die Komplexität in der Planung von ganz alleine reduzieren.

  1. Kann man Smart Home-Komponenten problemlos in den Bestand integrieren?

Grundsätzlich lassen sich fast alle Smart Home-Anwendungen durch diverse drahtgebundene und/ oder funkbasierende Komponenten realisieren. Ob dies problemlos funktioniert, hängt dabei sehr von dem ab, was man vorfindet. Stößt man auf eine sehr minimalistische oder auch schlechte Elektroinstallation ergeben sich daraus selbstverständlich „natürliche“ Grenzen, die ausschließlich durch partielle oder evtl. auch etwas umfangreichere Nachbesserungen verschoben werden können. Dies kann durch Umverdrahtungen in Abzweigdosen, Einbau von anderen/ größeren Verteilungen oder Erweiterungen von Steck- und Schalterdosen erreicht werden. Stößt man hingegen auf eine gute Installationsbasis, meist aus der jüngeren Vergangenheit ab Ende der 1990er Jahre, dann steht einer Integration mit überschaubarem Aufwand nicht viel im Wege.

Gibt es Smart Home-Produkte, die dem Menschen – unabhängig von Energieeinsparung und Umweltfreundlichkeit – nützen?

Alexander Schaper: Diese Frage kann man sich am einfachsten beantworten, wenn man nicht über Produkte, sondern ausschließlich über Nutzen – oder besser gesagt – Anwendungen nachdenkt. Dabei müssen es gar nicht die hoch komplexen Nutzer-Szenarien sein. Außerdem ist der Begriff bzw. der Inhalt von Nutzen höchst individuell. Dennoch hier ein paar kleine Inspirationen:

  • zentrale Steuerung der Beschattung z.B. je Raum, je Stockwerk oder sogar je Gebäude (EFH), d.h. der Nutzer muss nicht von Fenster zu Fenster gehen, um die Beschattung zu bedienen. Über eine vernetzte Lösung sind verschiedene Bedienansätze zu realisieren und sogar in einen zeitlichen Zusammenhang zu bringen. So könnte beispielsweise ein und derselbe Schalter ab einer oder bis zu einer festgelegten Uhrzeit alle Rollläden hoch bzw. runter fahren lassen
  • wetterabhängige Bewässerung des Gartens in Abhängigkeit einer bestehenden Bodenfeuchte
  • Zusammenfassen von verschiedenen Leuchten und unterschiedlich gedimmten Werten zu sogenannten Lichtszenen
  • zentrale Aus-Funktion: Beim Verlassen des Hauses werden zuvor (i.d.R. im Rahmen der Installation) festgelegte Strom- oder Steckdosenkreise abgeschaltet, dass Licht in einen vordefinierten Zustand (aus oder auch Anwesenheitssimulation) versetzt
  • Lichtsteuerung durch Präsenz, z.B. automatisches Licht im Keller oder in der Garage, welches sich ein und(!) wieder ausschaltet
  • Kombination von Beleuchtungsszenen in Verbindung mit Musik
    • Sprachausgabe von Systemzuständen über Netzwerk-Musikspieler
    • Welche Erfahrungen haben Sie mit Nutzerzufriedenheit beim Smart Home?

Alexander Schaper: In der Regel ist es so, dass Unzufriedenheit von Nutzern immer dann aufgekommen ist, wenn beide Seiten zu viel gewollt haben. In der Regel kommen wir Menschen aus einer fragmentiert vernetzten Umgebung, und wenn man dann alles miteinander vernetzen möchte, dann ist den meisten Menschen nicht bewusst, was der used-case (Anwendungsfall) ist. Oft ist den Menschen nicht klar, dass sich die verschiedenen Anwendungen konterkarieren können. Bei den unregelmäßig auftretenden Problemen, ist es immer sehr schwierig den Ursprung zu finden. Es gibt in der Regel keine Protokolle darüber, welches Gerät wann womit kommuniziert hat. Neu hinzugekaufte smarte Geräte müssen mit bestehenden smarten Geräten gekoppelt werden, damit keine Informationsirritation entsteht. Es muss so programmiert werden, dass klar ist, welches Gerät höhere Relevanz bei der Steuerung haben soll.

In den letzten 2-3 Jahren haben wir die Erfahrung gesammelt, dass sich mehr auf einzelne Smart Home-Element fokussiert wird wie Temperatur- und Einzelraumregelung, Klimatisierung oder Beleuchtungssteuerung. In diesen Fällen sind die Nutzer sehr zufrieden. Menschen, bspw. Mieter, die aus einer solchen Umgebung in einen „unsmarten“ Raum umziehen, vermissen meist diese Standards.

Sind die heutigen Systeme ausgereift?

Alexander Schaper: Wenn man sie rein technisch betrachtet, kann man attestieren, dass sie schon weitestgehend ausgereift sind. Die meisten Systeme, die ich kenne, sind ausgereift. Das Problem ist eher, dass die Systeme in einigen Teilen sehr komplex sind oder es gibt innerhalb der Systeme keine Plausibilätsprüfung.

Man kann keine Logik dahinter vereinbaren, da es sehr individuell ist, was an Programmierung stattfindet. Guckt man also fokussiert auf einzelne Produkte oder einzelne Anwendungen, kann man durchaus attestieren, dass sie ausgereift sind, aber auf der Konfigurations- und Administrationsseite haben wir Defizite durch die fehlende Plausibiltätsprüfung und es keine übersichtliche grafische Darstellung der einzelnen Programmierungen gibt. Dadurch verliert man relativ schnell den Überblick. Auf der einen Seite also ja- sie sind ausgereift. Auf der anderen Seite nein, sie haben durchaus Verbesserungspotential.

Was muss ein Architekt beachten, wenn smarte Technik in einem Neubau installiert werden soll?

Alexander Schaper: Wir müssen immer darauf achten, dass das Gebäude an sich – ohne dass smarte Komponenten vorhanden sind – möglichst zukunftsfähig designt wird. Wir sollten darauf achten, dass ein Gebäude über eine solide IT-Infrastruktur verfügt und es die Möglichkeit gibt Netzwerkdosen einzubauen. Elektrotechnische Kabel bzw. das Konstrukt dahinter muss mehr betrachtet werden, eine strukturierte Verkabelung muss deutlich mehr Relevanz in der Planung erhalten. Diese Infrastruktur, die nach der DIN EN 50173 Teil 4 zu erfolgen hat, muss mehr Relevanz haben, besonders wenn ich Richtung Smart Home gehen möchte.

Im zweiten Schritt sollte man sich überlegen, mit welcher Klientel habe ich zu tun, welche Smart Home Produkte kann ich überhaupt anbieten? Die verfügbaren Summen sind meist im vierstelligen Bereich. Da empfiehlt es sich zu schauen, welche Systeme gibt es und mit welchen setze ich mich auseinander? Dadurch sinkt gleichzeitig die Komplexität und man kommt zu lösbaren Aufgaben.

Was sind architektonische und planerische Vorteile eines Smart Homes gegenüber heutiger Bauweise?

Alexander Schaper: Es gibt einen Vorteil: das ist der Aufbau von hybriden Systemen, die aus kabelgebundenen und aus funkbasierten Komponenten bestehen. Wenn ich beispielsweise an einer bestimmten Stelle einen Lichtschalter haben möchte, aber der sich schlecht planen lässt, weil die Mauer zu dünn ist o.Ä., hat man die Möglichkeit auf eine hybrides System zu setzen, das sowohl drahtgebunden als auch funkgebundene Komponenten beherbergen kann. Über tab-Verschnittstellen schafft man es, alle Lichtschalter zu bündeln und ans System zu führen. Wenn es sich vermeiden lässt, kann man auch einen Funktaster legen, der an eine Stelle kommt, an der ich ihn gerne hätte – ohne Verdrahtungsaufwand. Dadurch lassen sich massiv Kosten reduzieren.

Wieso setzen Sie sich für das Smart Home ein bzw. wieso beschäftigen Sie sich seit über 20 Jahren mit moderner Gebäudetechnik?

Alexander Schaper: Wenn wir Gebäude betrachten, sollten wir eine möglichst hohe Nachhaltigkeit haben. Gerade die letzten zehn Jahre, haben uns gezeigt, wie schnell technologischer Wandel sich vollzieht und damit dieser technologische Wandel überhaupt Einzug in unsere Immobilien halten kann, muss die Infrastruktur passen. Deshalb poche ich so auf den Aufbau solider Kabelinfrastruktur. Um nachhaltig in Gebäuden wohnen zu können, lasst uns die Grundlagen schaffen, um Smart Home zu realisieren und lasst uns die Veränderung von Smart Home in den nächsten Jahrzehnten verdauen können, sodass man nicht immer wieder an Grenzen kommt wie fehlende Kabel oder gestörten Funk oder nicht vorgesehen Verteilergrößen.

Das Interview führte Nora Geiger.

„Smarte“ Geräte sind Geldmaschinen für Hacker

Cyber-Kriminelle haben einen neuen Weg gefunden, wie sich die zunehmende Vernetzung im Internet of Things (IoT) in eine gewinnbringende Geldmaschine verwandeln lässt. Hierfür hacken sie sich einfach in die zumeist nur schlecht gesicherten „smarten“ Geräte wie Kühlschränke oder Toaster und rekrutieren diese für ihre eigenen Botnetze, ist auf „Pressetext“ zu lesen. … mehr

 

Kontra #SmartHome: Hacker übernehmen Kontrolle über Thermostat

Ein Beitrag auf „Heise.de“: Die Sicherheitsexperten Andrew Tierney und Ken Munro haben auf der Hacker-Konferenz Def Con gezeigt, wie sie ein „smartes“ Thermostat kapern können. Wirklich schwer hat es ihnen die Hardware dabei nicht gemacht. Theoretisch könnten Angreifer so zum Beispiel im Winter die Heizung abstellen, bis der arme Wohnungsinhaber zahlt. … mehr

 

Pro #SmartHome: Neuer Umsatz für das Bauhandwerk

In unserer digitalen Welt wächst die Bedeutung von Smart Homes, in denen sich nahezu alles intelligent miteinander vernetzten lässt. Für das Fachhandwerk im Baugewerbe entstehen damit neue Umsatzchancen. Doch was sind die Kunden zu investieren bereit, und wem würden sie den Auftrag für ein solches Smart Home erteilen? Eine aktuelle Studie bietet sehr aufschlussreiche und vor allem eindeutige Ergebnisse, so „Meistertipp“. … mehr

 

Kontra #SmartHome: Bluetooth-Schlösser senden Passwort im Klartext

Das Smart Home bietet Hackern vielfältige Angriffsflächen. Auf der Konferenz Defcon in Las Vegas haben die Sicherheitsexperten Anthony Rose und Ben Ramsey gezeigt, wie leicht „smarte“ Bluetooth-Schlösser zu überwinden sind. Von 16 getesteten Schlössern konnten die Hacker zwölf über die Funkverbindung knacken. Dabei mussten die Experten nur wenig bis mittelschweren Widerstand überwinden, ist auf „Heise.de“ zu lesen. … mehr

 

Produktmeldung: Einbruchschutz per Flatrate

Im letzten Jahr (2015) gab es deutschlandweit so viele Einbrüche wie noch nie. Einbrecher brauchen oftmals nur wenig Zeit, um ein Fenster aufzuhebeln. 53 Prozent der Deutschen haben Angst vor einem Einbruch. Doch nur zwei Prozent der Haushalte sind mit einer zuverlässigen Alarmanlage mit Wachschutzaufschaltung ausgestattet.

Ein sicheres Zuhause ist ein Grundbedürfnis, das jedem einfach und erschwinglich zugänglich sein sollte, sagt der saarländische Startup-Gründer Oliver Kremers. Mit seinem Startup homefort  will er genau das ermöglichen: Homefort bietet Kunden eine Smart-Home-Vernetzung mit Alarmanlage, Wartung und 24/7 Verbindung zur Notruf-Leitstelle auf Basis einer monatlichen Grundgebühr an.

Vor zwei Jahren wurde der Startup-Gründer selbst Opfer eines Einbruchs

Die Idee hatte Oliver Kremers vor zwei Jahren, als er auf seinem Grundstück Einbrechern begegnete. Als Kremers eine professionelle Alarmanlage installieren wollte, stellte er bei der Dienstleistersuche fest: „Es gab kaum Lösungen aus einer Hand am Markt, man musste viele Ansprechpartner kontaktieren und hatte am Ende einen unbefriedigenden Kostenvoranschlag. Dazu kamen Montage und monatliche Kosten für eine Wachschutzaufschaltung.“ Das sollte auch einfacher, erschwinglicher und digital vernetzt gehen, dachte sich Kremers. Und gründete schließlich homefort.

Einfamilienhaushalte und Einzelhändler erhalten Smart-Home-Security-Leistungen aus einer Hand

Im Frühjahr 2016 startete das junge Unternehmen. Das Angebot von homefort richtet sich an Einfamilienhaushalte, aber auch Einzelhändler und Selbstständige. „Mit homefort wollen wir allen Haushalten unkomplizierte und bezahlbare Smart-Home-Security-Leistungen aus einer Hand zugänglich machen – und damit Schutz vor Einbrechern bieten“, sagt Kremers. Für Monatspreise von 39,90 € bis 79,90 € können die Kunden aus drei Schutzpaketen wählen.  Homefort stellt die Hardware auf Mietbasis zur Verfügung; die Pakete werden über die Homepage reserviert. Gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet das Startup auch einen individuellen Notfallplan.

Sicherheitstrend Smart Home – auch mit App immer und überall informiert

Die Sicherheitssysteme von homefort können über das Smartphone gesteuert und die Immobilie aus der Ferne per App digital überwacht werden. „Meiner Meinung nach ist es an der Zeit, dass die Sicherheitsbranche umdenkt, denn das Digitalisierungszeitalter hat auch für diese Branche begonnen“, sagt Kremers.

Neue Wege zu gehen, damit kennt sich der 46-jährige Unternehmer aus. Er machte den Hybridmailversender Pawisda als Geschäftsführer zum Marktführer und leitete das Unternehmen bis zur 100% Übernahme durch einen neuen Gesellschafter. „Als Gründer und Unternehmer ist mir Spaß an der Arbeit, neue Wege zu gehen und Verantwortung für andere zu übernehmen wichtig.“

Crowdinvesting-Runde startet jetzt

Um weiter zu wachsen, startet homefort nun eine Crowdinvesting-Runde. Mit dem Kapital der Anleger soll der Installationsservice ausgebaut sowie die Hard- und Softwareplattform weiterentwickelt werden. Bereits heute kann das 6-köpfige Team auf 1.100 Installationspartner zugreifen, die deutschlandweit verfügbar sind. Je nach Investment will Kremers weitere Arbeitsplätze im Bereich Marketing und Vertrieb schaffen, denn der Wunsch nach Sicherheit ist in Deutschland größer als je zuvor.

Grundlage des Geschäftsmodells bilden die drei Sicherheitspakete mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten. Daneben bilden Erweiterungs- und Zusatzverkäufe von Smart-Home-Zubehör die zweite Komponente. Wer zum Beispiel möchte, dass auch in der Urlaubszeit nach dem Rechten geschaut wird, kann Wachschutzpatrouillen dazu buchen. „Meine Vision ist Schutz vor Einbrechern für alle – unkompliziert und bezahlbar“, so Kremers abschließend.

Kontra #SmartHome: Eine neue Spielwiese für Ransomware?

Keine Frage, die Vernetzung von immer mehr Geräten untereinander, das Internet of Things bietet großartige Möglichkeiten, unser Leben bequemer zu machen. Wenn das Smart Home mit dem Smart Car „spricht“ und die beiden sich darüber austauschen, wann ich ungefähr daheim ankomme, so dass mein Wohnzimmer passend auf Wohlfühltemperatur gebracht wird, Licht und Fernseher eingeschaltet und die Wohnungstür aufgeschlossen wird, wenn ich mit meinem Smartphone dann davor stehe – bequem und luxuriös. Und womöglich auch gefährlich, ist zu lesen in „mobilegeeks.“. … mehr

 

Smart Home: Smartphone wird zum Haushaltshelfer

Waschmaschine, Heizung oder Rollläden einfach mit einem Wisch auf dem Smartphone bedienen – das könnte schon bald in deutschen Haushalten verbreitet sein, wie eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt.

Demnach sagen gut 28 Prozent der Smartphone-Nutzer: Ich kann mir vorstellen, meine Haushaltsgeräte bzw. Haustechnik überwiegend mit dem Smartphone zu steuern. Dabei sind männliche Smartphone-Nutzer mit 32 Prozent deutlich aufgeschlossener gegenüber mobilen Smart-Home-Anwendungen als weibliche mit 24 Prozent.

„Das Smartphone hat sich auch dank innovativer Apps für viele Menschen zum unabkömmlichen Begleiter im Alltag entwickelt – sei es zum Navigieren, zum Musikhören oder zum Chatten“, sagt Timm Lutter, Bereichsleiter Consumer Electronics beim Bitkom. „Darüber hinaus wird es in einigen Jahren ganz normal sein, schon von unterwegs daheim die Heizung per Handy anzustellen oder zu checken, ob noch Butter im Kühlschrank ist.

Gerade für Menschen in der sogenannten Rushhour des Lebens – also die jungen Berufstätigen mit kleinen Kindern – kann das eine enorme Erleichterung sein“, so Lutter. Nach Altersgruppen betrachtet ist das Interesse bei den 30- bis 49-Jährigen mit 34 Prozent tatsächlich am höchsten, bei den 14- bis 29-Jährigen sind 29 Prozent offen für mobile Smart-Home-Anwendungen, bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 20 Prozent, und bei den Smartphone-Nutzern ab 65 Jahren immerhin noch 17 Prozent.

Schon heute erklären gut zwei Drittel der Smartphone-Nutzer (67 Prozent): Smartphones sind für mich eine große Erleichterung im Alltag. 61 Prozent können sich gar ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen.

 Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1008 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter 749 Smartphone-Nutzer. Die Frage lautete: „Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zu?“ Die angegebenen Werte beziehen sich auf die Antworten für „stimme voll und ganz zu“ und „stimme eher zu“.

 

#SmartHome: Smart Meter – Für und Wider der digitalen Messeinheiten

Smart-Meter-Stromzaehler_w492_h312Ende vergangenen Jahres hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur „Digitalisierung der Energiewende“ beschlossen. Für viele Verbraucher wird er einige Veränderungen bringen. Ein zentraler Punkt des Reformplans ist es, schrittweise alle Stromverbraucher mit intelligenten Messsystemen auszustatten.

Die Smart-Meter sollen die gemessenen Nutzungsdaten direkt nach außen übertragen. Darüber hinaus können die Geräte detaillierten Einblick in das Verbrauchsverhalten geben. Sie sollen zum Beispiel Stromfresser und Einsparpotenziale sichtbar machen. Der Datenschutz kann so unter Umständen auf der Strecke bleiben, befürchten Arag Experten.

 Was sind Smart Meter?

Ein Smart Meter ist ein Stromzähler, der an ein Kommunikationsnetz angeschlossen ist. Im Gegensatz zu den alten „Drehscheiben-Stromzählern“ können diese „intelligenten“ Zähler die erhobenen Daten automatisch an den Stromversorger übertragen, was diesem eine bessere Netz- und Ressourcensteuerung ermöglichen soll. Das manuelle Ablesen vor Ort gehört damit der Vergangenheit an.

Smart Meter sind seit den 1990er Jahren für Großkunden in Betrieb und werden seit ein paar Jahren auch für Privathaushalte angeboten. Neben Smart Metern für die Stromversorgung gibt es ähnliche Geräte für den Gas-, Wasser- und Wärmeverbrauch. Grundlage für den Einsatz von Smart Metern bilden zwei EU-Richtlinien: Zum einen die EU-Richtlinie zu Energieeffizienz und Energiedienstleistungen (sog. EDL-Richtlinie – 2006/32/EG) mit dem Ziel, den Verbrauchern mindestens vierteljährliche Energieverbrauchsdaten zur Verfügung stellen zu können, damit diese stärker ihren eigenen Verbrauch kontrollieren und steuern können; zum anderen die Europäische Energiebinnenmarktrichtlinie (2009/72/EG), die den Aufbau von Smart-Metering-Infrastrukturen in den EU-Staaten vorsieht.

 Wann werden Smart Meter Pflicht?

Die Ausstattung der Stromkunden mit Smart Metern soll ab 2017 zunächst verpflichtend bei Großkunden umgesetzt werden. Dieser erste Schritt betrifft also nur Kunden mit einem Verbrauch von jährlich über 10.000 Kilowattstunden (kWh). Bei Privathaushalten mit einem Energieverbrauch über 6000 kWh werden Smart Meter ab 2020 Pflicht. Bei Endkunden mit niedrigerem Verbrauch kann der Messstellenbetreiber – also der Stromlieferant – entscheiden.

 Nutznießer der Digitalisierung oder gläserner Kunde?

Der zuständige Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel meint, die Smart Meter werden den „Stromsektor zu einem der ersten voll digitalisierten Sektoren unserer Volkswirtschaft“ machen. Doch Verbraucherschützer melden Bedenken an: Für ein intelligentes Netz sei es laut Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ausreichend, die gesammelten Daten etwa eines Straßenzugs zu erfassen.

Das Nutzungsverhalten einzelner Haushalte ist in der Tat ein Eingriff in die Grundrechte und den Datenschutz, geben auch Arag Experten zu bedenken. Über die Geräte sollen viertelstündlich aufgeschlüsselte Messdaten erfasst werden können. Smart Meter können theoretisch einzelne Geräte erkennen und deren Verbrauch aufzeichnen. Wann geht die Kaffeemaschine an, wann der Fernseher und so weiter. So ließe sich der Tagesablauf eines Stromkunden relativ gut rekonstruieren. Dabei sind diese kleinteiligen Daten laut Expertenmeinung ungeeignet, um Anpassungen bei der Energieversorgung zu erlauben.

 Zahlen die Kunden die Digitalisierung der Energiewende?

Das steht laut ARAG Experten zu befürchten: Die Verbraucher können eine Entscheidung ihres Messstellenbetreibers zum Einbau der Geräte nicht ablehnen. So kommt die Modernisierung einem Zwang gleich – für den die Verbraucher auch noch zur Kasse gebeten werden. Der Einbau soll zum Beispiel für Kunden mit einem Verbrauch zwischen 3000 und 4000 kWh nicht mehr als 40 Euro kosten. 20 Euro könnten diese Verbraucher an Stromkosten einsparen und 20 Euro würde auch der Betrieb des herkömmlichen Messgerätes jährlich kosten. Hinzu kämen allerdings die Kosten für die Anschaffung eines Smart Meters. Außerdem zahlen die Stromkunden noch in anderer Währung: mit ihren Daten!

Digitale Assistenzsysteme werden als primäre Schnittstelle zum ‘Connected Home‘ fungieren

Laut des IT-und Research-Beratungsunternehmens Gartner werden Konsumenten zunehmend persönliche digitale Assistenzsysteme verwenden, um im ‚Connected Home‘ mit Verbraucherdiensten zu kommunizieren.

Gartner prognostiziert, dass bis 2019 in mindestens 25 Prozent der Haushalte in aufstrebenden Volkswirtschaften digitale Assistenzsysteme auf Smartphones oder anderen Geräten als primäre Schnittstelle zu Dienstleistungen im ‚Connected Home‘ dienen werden.

„In nicht allzu ferner Zukunft werden Endverbraucher nicht mehr mit etlichen Apps zu kämpfen haben; stattdessen werden sie sich buchstäblich mit digitalen persönlichen Assistenten unterhalten, wie beispielsweise Siri von Apple, Alexa von Amazon oder der Assistent von Google“, erläutert Mark O’Neill, Research Director bei Gartner. „Einige dieser persönlichen Assistenten basieren auf der Cloud und beginnen bereits, die smarte Maschinentechnologie wirksam einzusetzen.“

 

Smart Home für Senioren: Düsseldorf bereitet Pilotprojekt vor

Autor Sebastian Stöwer schreibt in „Düsseldorfer-Altstadt.com“: Dem Umzug ins Heim stehen viele ältere Menschen sehr skeptisch gegenüber. Smart Homes sollen ihnen ermöglichen, länger sicher zu Hause wohnen zu können. In Düsseldorf bereitet das Gesundheitsdezernat ein eHealthcare-Pilotprojekt vor. Doch es gibt auch ethische Bedenken. … mehr

 

US-Regierung: Vernetzte Haushalte? Praktisch für Geheimdienste

Nicht nur die Tech-Branche verspricht sich viel vom sogenannten Internet der Dinge. Wenn vom Kühlschrank bis zum Thermostat erst einmal Hunderte Millionen Haushaltsgegenstände mit dem Internet verbunden wären, könnten davon auch die Geheimdienste dieser Welt profitieren – durch Sicherheitslücken, vielleicht aber auch durch Hintertüren, die absichtlich oder gezwungenermaßen in die Geräte eingebaut wurden.´, so „Spiegel“. …mehr

 

Das Smart Home – Freund oder Feind?

smart_environmentGerade im Herbst und im Winter steigt das Bedürfnis nach erhöhtem Komfort und auch nach Sicherheit. Wer möchte nicht nach einem anstrengenden Arbeitstag in ein behagliches, hell erleuchtetes Zuhause zurückkehren? Noch wichtiger als der Komfort ist vielen Menschen jedoch die erhöhte Sicherheit, die ein intelligentes Zuhause bieten kann. Und das ist nicht unbegründet: So erklärte der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft beispielsweise im Einbruchreport 2015, dass lediglich innerhalb der vergangenen fünf Jahre die Anzahl der Wohnungseinbrüche um 35 Prozent gestiegen ist. Alleine das Jahr 2014 kann laut dem Report mit 150.000 Delikten aufwarten.

Smarter Schutz vor Einbrechern

Arzu Uyan, Leiterin der Kompetenzgruppe Smart Environment im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. weiß, ein smartes Zuhause bietet viele Möglichkeiten, sich gegen unliebsame Besucher abzusichern. Gerade zu Stoßzeiten, wie dem Gottesdienst an Heiligabend oder der Silvesternacht, kann man beispielsweise durch intelligente Lichtkonzepte, automatische Rollläden und dem Ein- und Ausschalten von TV, Stereo-Anlage und Co. von unterwegs aus suggerieren, dass jemand zu Hause ist – mit smarter Technologie heute problemlos möglich. Zum anderen kommen hier natürlich moderne Absicherungs- und Überwachungsmechanismen zum Tragen, die den Hausbesitzer per Smartphone über ungewöhnliche Aktivitäten in den eigenen vier Wänden informieren. Das alles setzt jedoch voraus, dass die Verbrecher tatsächlich durch Tür oder Fenster kommen.

eco warnt vor ungebremster Euphorie bei Smart Homes

Arzu Uyan, Leiterin der Kompetenzgruppe Smart Environment bei eco.

Arzu Uyan, Leiterin der Kompetenzgruppe Smart Environment bei eco.

Die Vorteile der intelligenten Gebäude nennt die eco Expertin Arzu Uyan vielversprechend: hohe Energieeffizienz, niedrige Betriebskosten, mehr Sicherheit und Komfort, schneller und effektiver Service sowie natürlich Umweltfreundlichkeit. Andererseits warnt Uyan vor ungebremster Euphorie bei intelligenten Gebäuden: Die Sicherheitsrisiken durch die Totalvernetzung aller Komponenten im Gebäude mit Internetanschluss seien nicht zu unterschätzen. Temperaturmesser, Bewegungsmelder, Überwachungskameras, vernetzte Alarm- und Sicherheitssysteme, Heizungs- und Klimaanlagen, Licht-, Zugangs- und Aufzugssteuerung – bei einer Cyber-Attacke bietet sich den Angreifern ein breites Spektrum mit potenziell verheerenden Folgen an. Nach Recherchen des Fraunhofer-Instituts FKIE sind in den USA schon über 15.000 Building Automation Systems (BAS), zur automatischen zentralisierten Kontrolle der Heizungs-, Belüftungs- und Klimaanlage sowie weiteren Systemen, wie Innen- und Außenbeleuchtung und Sicherheitstechnologien, in Betrieb. Ein Zehntel davon soll bekannte Sicherheitslücken aufweisen. In Deutschland gehen die Forscher von mehr als 120 BAS-Installationen aus.

Bei Risiken und Nebenwirkungen sollte man einen Experten zu Rate ziehen

Arzu Uyan rät bei der Errichtung von Smart Buildings den Sicherheitsempfehlungen des Fraunhofer-Instituts FKIE zu folgen. Dazu gehört die permanente Gebäudeüberwachung durch einen so genannten Traffic Normalizer. Dieser kennt das „typische Verhalten“ des Objekts und schlägt sofort Alarm, sobald ungewöhnliche Datenströme entdeckt werden. Zudem sollten sensitive Daten nicht etwa auf alle Netzwerkknoten verteilt werden, sondern soweit wie möglich im kleinsten Kreis bleiben. Bei der Abwägung zwischen Funktionalität und Komfort einerseits sowie Sicherheit andererseits sollte auf jeden Fall auch das Szenario eines massiven digitalen Angriffs auf das Gebäude durchgespielt werden, empfiehlt Uyan.

„Im schlimmsten Fall wird ein gesamtes Gebäude von einem Botnet gekapert und zur automatisierten und hocheffizienten digitalen Verbrechenszentrale umfunktioniert, ohne dass es Eigentümern oder Mietern überhaupt auffällt“, zitiert eco den Fraunhofer-Forscher Dr. Steffen Wendzel.

 

Vernetztes Zuhause: Ist das smart oder kann das weg?

Autor Helmut Martin-Jung schreibt in der „Sueddeutschen.de“: Was ist eigentlich so schlimm daran, kurz die Hand zu heben und einen Lichtschalter zu betätigen? Wie viel Aufwand ist es, sich zu merken, wann die Waschmaschine fertig sein wird? Und muss die Kaffeemaschine wirklich en détail den persönlichen Terminkalender kennen, nur damit der Kaffee schon duftet, wenn man schlaftrunken die Küche betritt? … mehr