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Smart Home zieht (ein): So denken Frauen und Männer

(Bildquelle: COQON)

(Bildquelle: COQON)

Frische Daten, neue Erkenntnisse, unveränderter Kurs: Smart Home bleibt angesagt – und das insbesondere bei der jüngeren Zielgruppe. So kann sich lediglich 15 Prozent der 18- bis 35-Jährigen – die sogenannte Generation Y – nicht vorstellen in Smart Home Technologie zu investieren. Insgesamt, also unabhängig von Alter und Geschlecht, ist exakt jeder vierte Befragte (25%) nicht daran interessiert, die eigenen vier Wände intelligent zu vernetzen.

Das sind zwei der relevantesten Ergebnisse der zweiten repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag von COQON. Die aktuellen Auswertungen bestätigen weitestgehend die Resultate der ersten Studie aus dem Vorjahr: Aus dieser ging hervor, dass annähernd drei Viertel der Deutschen (74%) gerne in einem Smart Home nach ihren eigenen Vorstellungen leben würden.

Smart_Home_Nutzung-Studie_Coqon_2017

Sicherheit rund ums Haus höchste Priorität

Wie tickt Deutschland beim Smart Home? Und gibt es gravierende Unterschiede zwischen Mann und Frau? Bei den beliebtesten Smart-Home-Anwendungen ist die Rangliste geschlechterbezogen gleich. Am ehesten würden die Befragten zusammengenommen in die Sicherheit rund um Haus oder Wohnung investieren, wie unter anderem Bewegungsmelder, Fensterkontakte und Lichtsteuerung – für 45 Prozent hat dieser Bereich allerhöchste Priorität.

Das Thema Energieersparnis rangiert mit 43 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von der Alarmierung der Bewohner im Notfall (36%), Kameraüberwachung (34%) und Komfortlösungen (28%). Die größten Unterschiede zwischen Frauen und Männern existieren beim smarten Energiesparen und in der Unterhaltungselektronik. 47 Prozent der Männer, die in intelligente Heizungen investieren würden, stehen nur 39 Prozent der Frauen gegenüber.

Während 27 Prozent der Männer ihre Unterhaltungselektronik intelligent vernetzen würden, sind die Frauen in diesem Segment mit 15 Prozent vertreten.

Internet als bevorzugte Informationsquelle

Wie geht Deutschland das Projekt „Smart Home“ eigentlich an? Weitere relevante Ergebnisse der Studie betreffen die Recherche-Wege: Der erste Schritt zur intelligenten Technik führt für Männer über das Internet (53%). Frauen wählen mit 46 Prozent etwas seltener diesen Weg. Zweitwichtigste Anlaufstelle für Männer und Frauen ist mit 39 Prozent der Fachhandel. Gefolgt vom Elektro-Handwerk mit 28 Prozent. Gut jeder Vierte (23%) holt vorab zunächst im Freundes- und Bekanntenkreis Informationen ein.

Vorbehalte gegenüber den Kosten

Für fast jeden Zweiten der Generation Y (49%) sind Smart-Home-Lösungen zu teuer. Im Bevölkerungsdurchschnitt haben 42 Prozent der insgesamt Befragten Vorbehalte, was die Kosten angeht. Dabei sind Männer einem Smart Home gegenüber etwas skeptischer eingestellt als ihre weiblichen Gegenüber: 45 Prozent sagen, „smarte Lösungen seien zu teuer“ – 40 Prozent der Frauen vertreten die gleiche Meinung.

Weitere Ergebnisse: Knapp jeder Zweite (46%) möchte auf „smarte Helfer“ in Autos, wie Türschloss-Fernbedienung, Licht- und Scheibenwischer-Sensorik oder Klimaanlage nicht mehr verzichten. Und gut der Hälfte (49%) der Befragten ist nicht bekannt, dass es – beispielsweise durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) – Förderungsmöglichkeiten gibt, um dem Traum vom Smart Home in den eigenen vier Wänden zu verwirklichen.

Mehr Sicherheit im smarten Zuhause

Bildquelle: City University London

Bildquelle: City University London

Ob im Geschäftsleben oder in den heimischen vier Wänden – das Internet der Dinge hat seinen Siegeszug angetreten. Die Zahlen sind beachtlich: Geschätzt mehr als 8,4 Milliarden miteinander verbundene Geräte sind im Jahr 2017 verfügbar. Zudem sind in diesem Jahr 63 Prozent aller Geräten im Endkundenbereich im Einsatz.

In absoluten Zahlen sind das 5,3 Milliarden Geräte. Und Gartner geht davon aus, dass die Anzahl verbundener Geräte bis 2020 auf 20,4 Milliarden anwachsen wird. Bisher war es meist so, dass es beim Thema Security vor allem um Notebooks und Smartphones ging, da ihr umfangreicher Gebrauch und ihre Marktanteile sie zu einem attraktiven Ziel für die Angreifer machten.

Jetzt aber, da IoT-Geräte ihren Siegeszug in die Haushalte angetreten haben und dabei wenige bis gar keine Security-Funktionen vorweisen können, sind sie zu leichter Beute für Angreifer geworden. Mit ihnen können nicht nur einzelne Geräte, sondern das gesamte Heimnetzwerk kompromittiert werden. Herkömmliche Security-Mechanismen eignen sich nicht immer für IoT-Geräte, da sie keine zusätzlich installierte Software unterstützten wie es andere Betriebssysteme tun.

Mehr IT-Sicherheit im eigenen Zuhause

Security-Forscher warnen bereits seit langem vor den Gefahren durch smarte, mit dem Heimnetzwerk verbundene IoT-Geräten. Die Anwender riskieren dabei viel mehr als nur den Verlust des Zugangs zum Gerät. Oftmals sind dann gleich mehrere Geräte des gleichen Netzwerks betroffen.

Das Ausnutzen einer einzigen Schwachstelle in einem Smart TV oder in jedem anderen mit dem Netzwerk verbundenen smarten Gerät kann dazu führen, dass die Angreifer sich im gesamten Heimnetzwerk bewegen und so Notebooks, mobile Geräte und selbst private Daten, die auf einem Network Attached Storage (NAS) gesichert sind, kompromittieren können. Welche beliebten Einfallstore gibt es im eigenen Zuhause und wie können sich Privatanwender schützen?

Smart TV – oft ein offenes Scheunentor

Smart TVs gehören mittlerweile zum Mainstream und sind in fast jedem Haushalt zu finden. Während Otto-Normalverbraucher selbst ihren Fernseher nicht als „smartes Gerät“ ansehen, so ist er doch mit dem Internet verbunden, verfügt über ein eigenes Betriebssystem und ist genauso den Gefahren aus dem Internet ausgesetzt wie etwa ein Smartphone oder Tablet – Beispiel die aktuellen Ransomware-Attacken auf Smart TVs.

In einer in den USA durchgeführten Studie, gaben 6 von 10 Besitzer von Smart TVs an, dass sie keinerlei Sicherheitsoptionen für ihren Smart TV im Einsatz haben. Doch diese Geräte gehören nach Smartphone, Tablet, Notebook und Desktop Computer zu den Top5 der mit dem Internet vernetzten Geräte im Haushalt.

Da sie Browsing-Funktionen enthalten und es möglich ist, Anwendungen herunterzuladen, empfiehlt es sich in jedem Fall eine Security-Lösung zu installieren, die für Smart TVs mit Android-Betriebssystemen konzipiert ist.

IP Kameras und Babyphones mit Videofunktion

Während es für Smart TVs Unterstützung durch Security-Lösungen gibt, bieten andere smarte Geräte, wie beispielsweise Webcams, Babyphones mit Videofunktion oder IP Kameras solche Optionen nicht an. Security-Forscher haben oft dargelegt, wie Angreifer über diese Geräte Remote-Zugriff erlangen können, indem sie Internet-Ports und -Dienste (z.B. Telnet, SSH) oder ungepatchte Schwachstellen in der Firmware ausnutzen.

Auf einigen dieser Geräte laufen oftmals veraltete Firmware-Versionen und die Besitzer werden nie über die Existenz neuer Versionen informiert, auf denen ernsthafte Sicherheitsschwachstellen beseitigt wurden. Hinzu kommt das Risiko, dass der Cloud-Dienstleister, der für die Speicherung der Videos verantwortlich ist, das Thema Datenschutz und Privatsphäre nicht sonderlich ernst nehmen könnte oder einfach nicht in der Lage ist, die Daten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung zu verschlüsseln.

Letzteres öffnet die Tore für Man-In-The-Middle-Attacken, die auf die Aufnahmen einer Kamera zugreifen oder sie sogar ganz kontrollieren können.

Smarte Lampen und Steckdosen

Zum Smart Home gehören auch Lampen und Lichtschalter, die eine WLAN-Verbindung erfordern, über die sie per Fernbedienung gesteuert werden können. Damit sind sie denselben Problemen wie andere smarte Geräte auch ausgesetzt. Hinsichtlich Sicherheitsfeatures, Firmware-Updates und Schwachstellen bei Remote-Verbindungen wird der durchschnittliche Anwender ziemlich alleine gelassen.

Wichtig ist, sich vorab über die Sicherheitsfunktionen der Geräte zu erkundigen und sicherzustellen, dass der Hersteller vertrauenswürdig ist und Richtlinien bei der Behebung bekannter Sicherheitslücken vorweisen kann. Auch hier ist es sehr empfehlenswert, Standardpassworte gleich nach Erhalt zu verändern, da es Online-Suchmaschinen gibt – beispielsweise Shodan – die das Internet nach IoT-Geräten mit Standardzugangsdaten durchsuchen, umso Angreifern den Remote-Zugriff zu erleichtern.

Tipps in Sachen IoT-Sicherheit

In der Konsequenz sollte IoT-Sicherheit zwei unverwechselbare und leistungsstarke Technologien beinhalten, die sowohl Antimalware-Scanning-Funktionen als auch IoT-Schwachstellen-Prüfungen umfassen. Eine IoT-Security-Lösung sollte am Gateway dafür sorgen, dass einkommender Netzwerkverkehr weder bösartig noch verändert ist.

Malware und Phishing-Seiten sollten blockiert werden, um sicherzustellen, dass sie nicht ans Zielgerät kommen. Die für die Schwachstellen-Überprüfung zuständige Einheit sollte regelmäßig checken, ob mit dem Netz verbundene Geräte veraltet sind, ungepatchte Firmware verwenden oder Fehlkonfigurationen vorgenommen wurden – zum Beispiel offene Telnet oder SSH-Ports, die über das Internet erreichbar sind, schwache Passwörter, bekannte Exploits bei einem Gerät und viele mehr. Ist die Schwachstellen-Überprüfung abgeschlossen, sollte ein umfassender Bericht mit den identifizierten Fehlern und entsprechenden Gegenmaßnahmen bereitgestellt werden.

Hier noch ein paar ganz praktische Tipps:

1. Informieren! Informieren! Und nochmals informieren! Noch bevor ein IoT-Gerät für den Haushalt gekauft wird, sollte man sich umfassend informieren: über Funktionen, die Art und Weise, wie mit gesammelten Daten umgegangen wird und ob der Hersteller eine verlässliche Richtlinie bei Security- und Firmware-Updates verfügt. Natürlich sollte ein IoT-Gerät praktisch sein und interessante Funktionen vorweisen können – aber am wichtigsten ist, dass es sicher ist und umsichtig mit privaten Daten umgegangen wird.

2. Standard-Passwort verändern Das allererste, was jeder tun sollte, der ein neues IoT-Gerät mit dem Heimnetz verbindet, ist das Standardpasswort durch ein mindestens 8 bis 16 Zeichen langes neues Passwort zu ersetzen, dass sowohl Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen enthält. Es gibt IoT-Suchmaschinen, wie beispielsweise Shodan, die das Internet gezielt nach smarten Geräten ohne Passwort oder mit Stand-Passwort absuchen.

3. Trennung der Netzwerke Es mag ein wenig aufwändig erscheinen, aber das Einrichten eines separaten WLAN-Netzes nur für IoT-Geräte ist aus Sicherheitsperspektive sehr sinnvoll. Ist ein Gerät mit einer Schwachstelle erst einmal kompromittiert und von außen kontrolliert, so sind zumindest andere wichtige Geräte im Haus, wie das Notebook oder beispielsweise das NAS nicht betroffen.

Liviu Arsene, Senior E-Threat Analyst bei Bitdefender

Liviu Arsene, Senior E-Threat Analyst bei Bitdefender

4. Firmware-Updates In gleicher Weise wie Updates auf Security- und Betriebssystemen auf dem Notebook oder mobilen Geräten vorgenommen werden, muss dies auch für IoT-Geräte geschehen. In manchen Fällen führen Hersteller Security-Updates und Fixes durch, die verhindern sollen, dass Angreifer Geräte einfach übernehmen und gegen die Besitzer verwenden. Das ist aber nicht die Regel.

Herkömmliche Security-Mechanismen lassen sich nicht unbedingt Eins zu Eins auf IoT-Geräte übertragen. Doch befolgt man diesen wenigen einfachen Regeln, kann man sich entspannt in seinem smarten Zuhause zurücklehnen.

Autor: Liviu Arsene ist Senior Threat Analyst bei Bitdefender. Bitdefender ist ein globales Sicherheits-Technologie-Unternehmen und bietet wegweisende End-to-End Cyber-Security-Lösungen sowie Advanced Threat Protection für über 500 Millionen Nutzer in über 150 Ländern. Seit 2001 ist Bitdefender ein innovativer Wegbereiter der Branche, indem es preisgekrönte Schutzlösungen für Privat- und Geschäftsanwender einführt und entwickelt. Zudem liefert das Unternehmen Lösungen sowohl für die Sicherheit hybrider Infrastrukturen als auch für den Schutz von Endpunkten. Als führendes Security-Unternehmen pflegt Bitdefender eine Reihe von Allianzen sowie Partnerschaften und betreibt eine umfassende Forschung & Entwicklung. Weitere Informationen sind unter www.bitdefender.de verfügbar.

Chancen der Digitalisierung nutzen – Vernetzte Mobilität und lebenswerte Städte

Im Rahmen derBroschüre „Digitalize it“ stellt isch „gruen-digital.de“ die Frage, wie eine Verkehrs- und Stadtentwicklungspolitik aussieht, in der sinnvoll vernetzte Mobilität und intelligente Konzepte zu einer integrierenden und nachhaltigen Entwicklung unserer Städte beitragen. Der motorisierte Individualverkehr in Innenstädten ist schon längst ein Auslaufmodell – Blechlawinen, Verkehrslärm und alarmierende Abgaswerte verdeutlichen dies. Die Änderungsmöglichkeiten sind vielfältig: Eine digitale Verkehrsführung leitet Fahrzeuge zum nächsten freien Parkplatz, eine netz- und sensorgestützte Müllabfuhr meldet volle Abfalleimer automatisch der Stadtreinigung, eine sensorgesteuerte Straßenbeleuchtung steigert die Energieeffizienz oder E-Government-Apps vereinfachen Verwaltungsangebote. … mehr

 

#SmartHome: So gelangen Hacker ins eigene Haus

Sebastian Froede hat einen Schlüssel zu Tausenden von Häusern. Die Besitzer der Häuser wissen es nur nicht, ist auf „digital Present“ zu lesen: Es ist Mittwochnachmittag und Froede sitzt er in einem Hotel in Tiergarten an seinem Laptop. Innerhalb der nächsten 20 Minuten sucht er erst nach Geräten in Häusern, die über Smart-Home-Anlagen am Netz hängen. Lichtanlagen zum Beispiel, Thermostate, Sicherheitskameras oder elektrische Fenster, wie immer mehr Häuser sie haben. Es gibt dafür eine eigene Suchmaschine, frei zugänglich im Internet. … mehr

 

Wieso nur Google Nest? Smart-Home-Alternativen deutscher Unternehmen

Wie sieht eigentlich das Haus meines Nachbarn von innen aus? 2010 machte sich die ZDF Satire-Sendung „Heute-Show“ über „Google Home View“ lustig. Mitte Februar bringt Google „Nest“ in die deutschen Haushalte. Smarte Kameras und Rauchmelder sollen unser Leben dank dem amerikanischen Konzern sicherer machen. Smarte Geräte gibt es aber auch von vielen deutschen Herstellern schon länger auf dem Markt. Ohne Daten an Google Server zu schicken.

Das sind die fünf besten Alternativen aus Deutschland

Smarte Heizung von Tado

Mit den smarten Heizkörperthermostaten haben Sie die Temperatur ihres Zuhauses stets im Blick © Tado

Mit den smarten Heizkörperthermostaten haben Sie die Temperatur ihres Zuhauses stets im Blick © Tado

Die Heizungslösung der Münchener Firma Tado reguliert automatisch die Temperatur der Heizung und setzt den Schwerpunkt auf eine eigenständig entwickelte App für Smartphones und Tablets mit Android und Apple iOS, die intuitiv auf Verhaltensmuster der Bewohner reagiert. So können effektiv Energie und Heizkosten gespart werden. Auf Wunsch lässt sich das System um eine Wetterstation erweitern. Die Heizung reguliert sich dann entsprechend der aktuellen Temperatur automatisch. Wenn gewünscht kommt man so beispielsweise im Winter stets in eine vorgewärmte Wohnung.

 Mehr Informationen zur smarten Heizung von Tado finden Sie hier.

Smarte Rauchmelder von Ei-Electronics

 

       Foto: Dank smarter Rauchmelder muss man sich keine Gedanken um Brände zu machen © Ei-Electronics


Dank smarter Rauchmelder muss man sich keine Gedanken um Brände zu machen © Ei-Electronics

Das Traditionsunternehmen mit Sitz in Düsseldorf hat sich auf die Produktion von smarten Rauchmeldern spezialisiert. Im Gegensatz zum Nest Protect Rauchmelder arbeitet das in sich geschlossene System über eine Funkverbindung, dessen Signal dank eingebauten Repeatern durch jede Wand kommt. Somit kann von außen nicht auf die Rauchmelder zugegriffen werden und ein von Einbrechern absichtlich ausgelöster Fehlalarm, um die Bewohner aus dem Haus zu schicken, ist unmöglich.

 Mehr Informationen zum smarten Rauchmelder von Ei-Electronics finden Sie hier.

Smarte Tür von KIWI

Der smarte Türkontakt von KIWI ermöglicht das schlüssellose Öffnen der Tür © KIWI

Der smarte Türkontakt von KIWI ermöglicht das schlüssellose Öffnen der Tür © KIWI

„Die Zukunft des Schlüssels ist gar kein Schlüssel“ heißt es auf der Website von KIWI, einem Hersteller für smarte Technik aus Berlin. KIWI Smart Entry wird in der Klingelanlage der Haustür installiert und funktioniert parallel zum herkömmlichen Schlüssel. Der Besitzer nähert sich der Haustür, die Tür entriegelt automatisch und muss nur noch aufgedrückt werden. Der Transponder KIWI Ki bleibt in der Tasche und die Hände frei. Alternativ lässt sich die Haustür über die KIWI App öffnen.

Mehr Informationen zur smarten Tür von KIWI finden Sie hier.

Smarte Steckdosen von AVM

Mit smarten Steckdose von AVM lassen sich alle elektronischen Geräte per Smartphone bedienen © AVM

Mit smarten Steckdose von AVM lassen sich alle elektronischen Geräte per Smartphone bedienen © AVM

AVM ist am bekanntesten für seine „FRITZ!Box“, jedoch bietet das deutsche Unternehmen mit FRITZ!DECT 200 ebenfalls smarte Steckdosen an. Einmal angeschlossen, ermöglichen diese die clevere Steuerung der Stromzufuhr aller angeschlossener Geräte. Zusätzlich kann deren Energieverbrauch gemessen, aufgezeichnet und ausgewertet werden. Die smarte Steckdose wird sicher verschlüsselt per DECT-Funk ins Heimnetz eingebunden und lässt sich bequem mit PC, Notebook, Smartphone oder Tablet steuern.

Mehr Informationen zu smarten Steckdosen von AVM finden Sie hier.

 Smarte Kameras von LUPUS-Electroncis

Mit smarten Kameras von LUPUS-Electronics haben Sie ihr Zuhause von überall aus im Blick © LUPUS-Electronics

Mit smarten Kameras von LUPUS-Electronics haben Sie ihr Zuhause von überall aus im Blick © LUPUS-Electronics

Die smarten Kameras des Unternehmens aus Landau in der Pfalz sind Teil der LUPUSEC, einem frei erweiterbaren Smart Home System, welches gleichzeitig als elektronische Alarmanlage fungiert. Zusammen mit weiteren, einfach integrierbaren Komponenten, wie smarten Rauchmeldern, Steckdosen und Heizkörperthermostaten, werden die eigenen vier Wände nicht nur sicher, sondern auch energiesparend. Dank Hausautomation können die, an die LUPUSEC angeschlossenen Geräte, auf die individuellen Bedürfnisse ihre Besitzer eingestellt werden und regeln beispielsweise Licht, Heizung und Rollladen automatisch entsprechend der Anwesenheit von Personen im Haus. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven. Zusätzlicher Pluspunkt ist die Datensicherung außerhalb einer Cloud, ausschließlich in der Zentrale des Systems. So ist das System zu jeder Zeit vor Angriffen von außen geschützt.

Mehr Informationen zu smarten Kameras von LUPUS-Electronics finden Sie hier.

Ein intelligentes Zuhause, in dem alle Geräte miteinander verbunden sind und sich über das Smartphone oder Tablet überwachen und steuern lassen, wird bei Verbrauchern zunehmend beliebter. Der Markt für sogenannte Smart-Home-Lösungen in Deutschland entwickelte sich laut aktueller Zahlen aus dem GfK Handelspanel 2016 in Richtung Massenmarkt. Insgesamt stieg der Umsatz in den ersten zehn Monaten des Jahres 2016 um 10 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.

 Smarte Unterhaltungselektronik verkauft sich am häufigsten

Neue Smart-Home-Lösungen von verschiedenen Herstellern unterschied-lichster Branchen geben dem Markt in Deutschland Rückenwind. Mit 4,1 Millionen verkaufter smarter Produkte im Bereich Entertainment gehört das Segment der vernetzten Unterhaltungselektronik zu den verkaufsstärksten Kategorien. Das Wachstum in diesem Bereich fällt jedoch im Vergleich zum Vorjahr geringer aus. Diese Entwicklung trägt zu einem moderaten Um-satzwachstum im Smart Home Markt von insgesamt 10 Prozent bei.

Am zweithäufigsten wurden in 2016 Smart-Home-Lösungen im Bereich Communication & Control Devices verkauft (1,2 Millionen Geräte). Dabei handelt es sich hauptsächlich um smarte Steckdosen sowie sogenannte Gateways und Smart-Home-Steuerungsboxen. Diese fungieren als Trans-mitter zwischen Smart-Home-Sensoren und dem Internetrouter.

Auch das Umsatzvolumen vernetzter Produkte im Bereich der Haushalts-großgeräte hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 145 Millionen Euro ver-doppelt. Besonders beliebt bei den Verbrauchern sind Waschmaschinen, die sich vernetzt steuern lassen. Ähnlich verhält sich der Markt für intelli-gente Haushaltskleingeräte. Das Umsatzvolumen für vernetzte Produkte in diesem Bereich hat sich im Vorjahresvergleich ebenfalls auf 122 Millionen Euro verdoppelt. Vor allem intelligente Lösungen im Bereich der Staubsau-ger und Espressovollautomaten verzeichneten einen erheblichen Umsatz-anstieg auf 9 beziehungsweise 26 Millionen Euro – auch aufgrund einer höheren Verfügbarkeit.

 Smarte Sicherheitstechnologie fürs Eigenheim bei Deutschen beliebt

Auch die klassische Heimautomatisierung mit dem Segment Automation & Security schließt sich dem dynamischen Wachstum der zuvor genannten Warengruppen an. Nach den Warengruppen Smart Entertainment und Communication & Control Devices liegt das Segment mit 0,7 Millionen verkauften Geräten auf Platz 3. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Absatzwachstum von 67 Prozent.

Insbesondere das Umsatzwachstum in den Produktkategorien intelligenter Visual Cams beziehungsweise Überwachungskameras sowie LED Lampen spiegelt die positive Entwicklung wider. Das gesamte Umsatzvolumen in den genannten Produktkategorien beträgt 71 Millionen Euro beziehungs-weise 8,6 Millionen Euro. Auch die Anzahl der Marken, die intelligente Pro-dukte in diesen Kategorien verkaufen, hat sich in 2016 von 147 auf 176 Marken erhöht.

Der Anteil der verkauften LED Lampen im Segment Home Automation & Security beträgt 28 Prozent (197 Millionen Geräte). Mit einem Absatz-wachstum von 96 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stellen diese Produkte damit die zweitwichtigste Warengruppe da.

Nicht nur die steigende Nachfrage nach Überwachungskameras zeigt eine steigende Sensibilität bezüglich der individuellen Sicherheit. Im Bereich der sogenannten smarten Alert Detectors, wie zum Beispiel vernetzbaren Rauchmeldern, Wassersensoren und Kohlemonoxid-Sensoren, stiegen die Umsätze um mehr als 100 Prozent an. Es wurden bis Oktober dieses Jah-res 40 Millionen Alert Detectors verkauft.

Die Preise von intelligenten vernetzten Produkten und traditionellen Model-len gehen derzeit deutlich auseinander. In der Produktkategorie der Alert Detectors liegt der Durchschnittspreis für ein traditionelles Gerät zum Bei-spiel bei 12 Euro. Vernetzte Produkte dieser Kategorie kosten im Durch-schnitt 33 Euro. Insgesamt kann ein Preispremium für Smart Home Lösun-gen erreicht werden.

Zur Studie

Alle Daten entstammen dem GfK Handelspanel. Diese beruhen auf Abver-kaufszahlen, welche direkt am Verkaufspunkt erfasst werden. GfK erhebt im Rahmen des Handelspanels in mehr als 90 Ländern weltweit regelmäßig Daten, auch in für Smart Home relevanten Bereichen wie Haushaltsgroß- und -kleingeräten, Home Automation & Security, Smart Entertainment und Communication & Control Devices. Für den deutschen Markt liegen dieser Veröffentlichung Daten für 2015 und die ersten zehn Monaten 2016 zu Grunde.

Smart Home: Was bringen die kommenden Jahre?

Alexander Schaper ist Fachwirt der elektro- und informationstechnischen Handwerke (Fachplaner) und Inhaber der Beratungs- und Planungsgesellschaft tsbc – the smartbuilding company in Oldenburg/ Bad Zwischenahn. Seit 2008 vertritt er als Geschäftsführer den Smart Home Initiative Deutschland e.V., den er mit gegründet hat. Mit vernetzten Gebäuden und Gewerken beschäftigt er sich seit Mitte der 1990er Jahre. Sein Schwerpunkt liegt in der strategischen und nachhaltigen Geschäftsentwicklung rund um SmartBuildings und deren „smarten“ Begleiterscheinungen. Seit 2008 fördert er im Rahmen der Initiative den Dialog zwischen den Beteiligten innerhalb der SmartHome-Wettschöpfungskette, um Verständnis zu schaffen und traditionelle Branchenhürden zu überwinden.

Alexander Schaper ist Fachwirt der elektro- und informationstechnischen Handwerke (Fachplaner) und Inhaber der Beratungs- und Planungsgesellschaft tsbc – the smartbuilding company in Oldenburg/ Bad Zwischenahn. Seit 2008 vertritt er als Geschäftsführer den Smart Home Initiative Deutschland e.V., den er mit gegründet hat. Mit vernetzten Gebäuden und Gewerken beschäftigt er sich seit Mitte der 1990er Jahre.

Die Informationsstelle Effizienzhaus Plus im Interview mit Alexander Schaper, Geschäftsführer und Gründungsmitglied des Bundesverbands SmartHome e.V. und Inhaber der Beratungs- und Planungsgesellschaft tsbc – the smartbuilding Company:

Können Sie sich eine Welt – oder denken wir erst einmal kleiner – Deutschland in 50 Jahren nur noch mit Gebäuden mit smarter Haustechnik vorstellen?

Alexander Schaper: Tatsächlich halte ich es für realistisch, dass aus verschiedenen Gründen der überwiegende Anteil aller Gebäude über einen hohen Grad von Vernetzung verfügen wird. Dabei denke ich vor allem an Systeme des Energiemanagements, da ich davon ausgehe, dass wir in Deutschland und Europa vollkommen neue Formen der Energieversorgung bekommen und betreiben – alleine schon unter dem Aspekt der Elektromobilität.

Welche „smarten“ Erfindungen / Komponenten werden bei Ihnen am meisten nachgefragt? – Sind diese 2016 realisierbar?

Alexander Schaper: Die Nachfrage richtet sich stark nach Zielgruppe (privat oder geschäftlich) und dem Einsatzzweck, das heißt, ob eher wohnen oder arbeiten im Fokus der Nachfrage stehen. In unserer Definition sehen wir „smart“ grundsätzlich als Planungsphilosophie und nicht als rein technischen Ansatz. Wir machen uns mehr Gedanken über Prozesse und deren Anforderungen und nicht über die Grenzen technischer Lösungen.

Die Anfragen rund ums Wohnen beziehen sich meist auf bereits etablierte Themen wie beispielsweise Beschattung, Türkommunikation, Heizungs- und Lichtregelung. Durch die Kommunikation zum Thema Smart Home, sind in den letzten Jahren die Themen Zutrittskontrolle und auch Multimediavernetzung, beziehungsweise strukturierte Verkabelungen, hinzugekommen. Im Prinzip nichts Neues. Allerdings wurden früher eher einzelne Themen „aufgerufen“.

Heute möchten die Kunden bereits alles auf einen Schlag und vor allem – und hier wird es eben anders – vernetzt beziehungsweise vernetzbar. Die Verknüpfung verschiedener Domänen, die Einrichtung von Routinen im Hintergrund und eine Bedienung via Touchpanel oder im Kleinen per App, stehen heute immer häufiger auf der Wunschliste. Wirklich „verrückte“ Anforderungen gibt es sehr selten.

Für uns Planer teilen sich diese Anforderungen im Kern auf zwei Ebenen auf: Grundsätzlich erfordern diese Anwendungen eine solide Infrastruktur für die Übertragung von Daten und eine möglichst variable „Verschaltung“ der Energieleitungen (also NYM-Kabel, Verteiler, Schalter-, Abzweig und Elektronikdosen). Dies ist eine wichtige – aber lösbare – Herausforderung für den Neubau wie für den Bestand. Allerdings sollte man auch akzeptieren, dass Lösungen im Bestand ihre Grenzen haben bzw. häufig auch höhere Kosten nach sich ziehen und somit meist aus Budgetgründen etwas kleiner ausfallen.

Der zweite Teil, welcher sich mit der Verknüpfung / Vernetzung verschiedener Systeme und Domänen beschäftigt ist deutlich komplexer, da es die meisten Planer schon fachlich schnell an Grenzen führt – hier sollte man offen mit dem Bauherren sprechen, ob evtl. ein Systemintegrator zu Rate gezogen wird. Wünscht der Kunde die Vernetzung von Geräten und Systemen, welche unterschiedliche Protokolle verwenden, muss man sich viele Gedanken machen, um am Ende eine funktionierende Lösung zu erhalten. Dabei geht es an dieser Stelle noch nicht einmal um die „totale“ Vernetzung, sondern eher um die Verbindung von Teilsystemen.

Überwiegen Ihrer Meinung nach Komfort oder Energieeinsparung bei der Nachfrage?

Alexander Schaper: In vielen Fällen vereinen sich insbesondere die Themen Komfort und Energie, wenn auch zunächst unbewusst. Auf der Kostenseite ist Energie zwar ein Kopfthema, aber in der persönlichen Wahrnehmung im gelebten Alltag ist Energie eigentlich immer ein Gefühls- und somit ein Komfortthema. Denn wenn einem kalt oder das Licht zu dunkel ist, dann kommt die Freude am Energiesparen schnell an ihre Grenzen.

Oft hängen eine gute Klimatisierung (Luftfeuchte, CO2, Temperatur) mit einem angemessenen Energieverbrauch unmittelbar zusammen, d.h. der gefühlte Komfort und ein kluges Energiemanagement bilden eine im Sinne des Wortes „angenehme Symbiose“. Durch die vernetzbaren Komponenten lassen sich Komfort- und Energiethemen zwar trennen, aber vor allem auch miteinander verknüpfen.

Ist das sogenannte Smart Home ein Technologiekonzept der Zukunft, das unsere ältere Generation nicht mehr betrifft?

Alexander Schaper: Es gibt den Wandel von Komfort – zu Hilfsfunktionen. Einerseits kann ich mit Beleuchtung tolle Effekte erzeugen, beispielsweise wenn der Flur, sobald ich ihn betrete, leicht gedimmt beleuchtet wird. Spätestens aber, wenn ich gebrechlich bin – durch einen Unfall oder altersbedingt – habe ich ein richtiges Hilfssystem, das mich dabei unterstützt sicher von A nach B zu kommen. Mit vernetzter Technik kann man außerdem sicherer und länger in den eigenen Vier Wänden verweilen.

Unsere Erfahrung und auch der Vertrieb zeigen deutlich, dass das Thema für fast jede Altersgruppe relevant und interessant ist. Insbesondere für Menschen, die betagt oder in gewisser Weise im Alltag beeinträchtigt sind, bieten Smart Home Anwendungen – dann eher als Assistenzlösung zu verstehen – tolle, hilfreiche und  komfortable Unterstützung. Mit anderen Worten – für die Planung ist es vor allem wichtig, sich mit den Lebensumständen der Kunden bzw. Zielgruppen auseinanderzusetzen, um zu angemessenen Lösungen zu kommen. Selbstverständlich stets unter Einhaltung zur Verfügung stehender Budgets, die auf Grund ihrer realen Höhe auch die Komplexität in der Planung von ganz alleine reduzieren.

  1. Kann man Smart Home-Komponenten problemlos in den Bestand integrieren?

Grundsätzlich lassen sich fast alle Smart Home-Anwendungen durch diverse drahtgebundene und/ oder funkbasierende Komponenten realisieren. Ob dies problemlos funktioniert, hängt dabei sehr von dem ab, was man vorfindet. Stößt man auf eine sehr minimalistische oder auch schlechte Elektroinstallation ergeben sich daraus selbstverständlich „natürliche“ Grenzen, die ausschließlich durch partielle oder evtl. auch etwas umfangreichere Nachbesserungen verschoben werden können. Dies kann durch Umverdrahtungen in Abzweigdosen, Einbau von anderen/ größeren Verteilungen oder Erweiterungen von Steck- und Schalterdosen erreicht werden. Stößt man hingegen auf eine gute Installationsbasis, meist aus der jüngeren Vergangenheit ab Ende der 1990er Jahre, dann steht einer Integration mit überschaubarem Aufwand nicht viel im Wege.

Gibt es Smart Home-Produkte, die dem Menschen – unabhängig von Energieeinsparung und Umweltfreundlichkeit – nützen?

Alexander Schaper: Diese Frage kann man sich am einfachsten beantworten, wenn man nicht über Produkte, sondern ausschließlich über Nutzen – oder besser gesagt – Anwendungen nachdenkt. Dabei müssen es gar nicht die hoch komplexen Nutzer-Szenarien sein. Außerdem ist der Begriff bzw. der Inhalt von Nutzen höchst individuell. Dennoch hier ein paar kleine Inspirationen:

  • zentrale Steuerung der Beschattung z.B. je Raum, je Stockwerk oder sogar je Gebäude (EFH), d.h. der Nutzer muss nicht von Fenster zu Fenster gehen, um die Beschattung zu bedienen. Über eine vernetzte Lösung sind verschiedene Bedienansätze zu realisieren und sogar in einen zeitlichen Zusammenhang zu bringen. So könnte beispielsweise ein und derselbe Schalter ab einer oder bis zu einer festgelegten Uhrzeit alle Rollläden hoch bzw. runter fahren lassen
  • wetterabhängige Bewässerung des Gartens in Abhängigkeit einer bestehenden Bodenfeuchte
  • Zusammenfassen von verschiedenen Leuchten und unterschiedlich gedimmten Werten zu sogenannten Lichtszenen
  • zentrale Aus-Funktion: Beim Verlassen des Hauses werden zuvor (i.d.R. im Rahmen der Installation) festgelegte Strom- oder Steckdosenkreise abgeschaltet, dass Licht in einen vordefinierten Zustand (aus oder auch Anwesenheitssimulation) versetzt
  • Lichtsteuerung durch Präsenz, z.B. automatisches Licht im Keller oder in der Garage, welches sich ein und(!) wieder ausschaltet
  • Kombination von Beleuchtungsszenen in Verbindung mit Musik
    • Sprachausgabe von Systemzuständen über Netzwerk-Musikspieler
    • Welche Erfahrungen haben Sie mit Nutzerzufriedenheit beim Smart Home?

Alexander Schaper: In der Regel ist es so, dass Unzufriedenheit von Nutzern immer dann aufgekommen ist, wenn beide Seiten zu viel gewollt haben. In der Regel kommen wir Menschen aus einer fragmentiert vernetzten Umgebung, und wenn man dann alles miteinander vernetzen möchte, dann ist den meisten Menschen nicht bewusst, was der used-case (Anwendungsfall) ist. Oft ist den Menschen nicht klar, dass sich die verschiedenen Anwendungen konterkarieren können. Bei den unregelmäßig auftretenden Problemen, ist es immer sehr schwierig den Ursprung zu finden. Es gibt in der Regel keine Protokolle darüber, welches Gerät wann womit kommuniziert hat. Neu hinzugekaufte smarte Geräte müssen mit bestehenden smarten Geräten gekoppelt werden, damit keine Informationsirritation entsteht. Es muss so programmiert werden, dass klar ist, welches Gerät höhere Relevanz bei der Steuerung haben soll.

In den letzten 2-3 Jahren haben wir die Erfahrung gesammelt, dass sich mehr auf einzelne Smart Home-Element fokussiert wird wie Temperatur- und Einzelraumregelung, Klimatisierung oder Beleuchtungssteuerung. In diesen Fällen sind die Nutzer sehr zufrieden. Menschen, bspw. Mieter, die aus einer solchen Umgebung in einen „unsmarten“ Raum umziehen, vermissen meist diese Standards.

Sind die heutigen Systeme ausgereift?

Alexander Schaper: Wenn man sie rein technisch betrachtet, kann man attestieren, dass sie schon weitestgehend ausgereift sind. Die meisten Systeme, die ich kenne, sind ausgereift. Das Problem ist eher, dass die Systeme in einigen Teilen sehr komplex sind oder es gibt innerhalb der Systeme keine Plausibilätsprüfung.

Man kann keine Logik dahinter vereinbaren, da es sehr individuell ist, was an Programmierung stattfindet. Guckt man also fokussiert auf einzelne Produkte oder einzelne Anwendungen, kann man durchaus attestieren, dass sie ausgereift sind, aber auf der Konfigurations- und Administrationsseite haben wir Defizite durch die fehlende Plausibiltätsprüfung und es keine übersichtliche grafische Darstellung der einzelnen Programmierungen gibt. Dadurch verliert man relativ schnell den Überblick. Auf der einen Seite also ja- sie sind ausgereift. Auf der anderen Seite nein, sie haben durchaus Verbesserungspotential.

Was muss ein Architekt beachten, wenn smarte Technik in einem Neubau installiert werden soll?

Alexander Schaper: Wir müssen immer darauf achten, dass das Gebäude an sich – ohne dass smarte Komponenten vorhanden sind – möglichst zukunftsfähig designt wird. Wir sollten darauf achten, dass ein Gebäude über eine solide IT-Infrastruktur verfügt und es die Möglichkeit gibt Netzwerkdosen einzubauen. Elektrotechnische Kabel bzw. das Konstrukt dahinter muss mehr betrachtet werden, eine strukturierte Verkabelung muss deutlich mehr Relevanz in der Planung erhalten. Diese Infrastruktur, die nach der DIN EN 50173 Teil 4 zu erfolgen hat, muss mehr Relevanz haben, besonders wenn ich Richtung Smart Home gehen möchte.

Im zweiten Schritt sollte man sich überlegen, mit welcher Klientel habe ich zu tun, welche Smart Home Produkte kann ich überhaupt anbieten? Die verfügbaren Summen sind meist im vierstelligen Bereich. Da empfiehlt es sich zu schauen, welche Systeme gibt es und mit welchen setze ich mich auseinander? Dadurch sinkt gleichzeitig die Komplexität und man kommt zu lösbaren Aufgaben.

Was sind architektonische und planerische Vorteile eines Smart Homes gegenüber heutiger Bauweise?

Alexander Schaper: Es gibt einen Vorteil: das ist der Aufbau von hybriden Systemen, die aus kabelgebundenen und aus funkbasierten Komponenten bestehen. Wenn ich beispielsweise an einer bestimmten Stelle einen Lichtschalter haben möchte, aber der sich schlecht planen lässt, weil die Mauer zu dünn ist o.Ä., hat man die Möglichkeit auf eine hybrides System zu setzen, das sowohl drahtgebunden als auch funkgebundene Komponenten beherbergen kann. Über tab-Verschnittstellen schafft man es, alle Lichtschalter zu bündeln und ans System zu führen. Wenn es sich vermeiden lässt, kann man auch einen Funktaster legen, der an eine Stelle kommt, an der ich ihn gerne hätte – ohne Verdrahtungsaufwand. Dadurch lassen sich massiv Kosten reduzieren.

Wieso setzen Sie sich für das Smart Home ein bzw. wieso beschäftigen Sie sich seit über 20 Jahren mit moderner Gebäudetechnik?

Alexander Schaper: Wenn wir Gebäude betrachten, sollten wir eine möglichst hohe Nachhaltigkeit haben. Gerade die letzten zehn Jahre, haben uns gezeigt, wie schnell technologischer Wandel sich vollzieht und damit dieser technologische Wandel überhaupt Einzug in unsere Immobilien halten kann, muss die Infrastruktur passen. Deshalb poche ich so auf den Aufbau solider Kabelinfrastruktur. Um nachhaltig in Gebäuden wohnen zu können, lasst uns die Grundlagen schaffen, um Smart Home zu realisieren und lasst uns die Veränderung von Smart Home in den nächsten Jahrzehnten verdauen können, sodass man nicht immer wieder an Grenzen kommt wie fehlende Kabel oder gestörten Funk oder nicht vorgesehen Verteilergrößen.

Das Interview führte Nora Geiger.

„Smarte“ Geräte sind Geldmaschinen für Hacker

Cyber-Kriminelle haben einen neuen Weg gefunden, wie sich die zunehmende Vernetzung im Internet of Things (IoT) in eine gewinnbringende Geldmaschine verwandeln lässt. Hierfür hacken sie sich einfach in die zumeist nur schlecht gesicherten „smarten“ Geräte wie Kühlschränke oder Toaster und rekrutieren diese für ihre eigenen Botnetze, ist auf „Pressetext“ zu lesen. … mehr

 

Kontra #SmartHome: Hacker übernehmen Kontrolle über Thermostat

Ein Beitrag auf „Heise.de“: Die Sicherheitsexperten Andrew Tierney und Ken Munro haben auf der Hacker-Konferenz Def Con gezeigt, wie sie ein „smartes“ Thermostat kapern können. Wirklich schwer hat es ihnen die Hardware dabei nicht gemacht. Theoretisch könnten Angreifer so zum Beispiel im Winter die Heizung abstellen, bis der arme Wohnungsinhaber zahlt. … mehr

 

Pro #SmartHome: Neuer Umsatz für das Bauhandwerk

In unserer digitalen Welt wächst die Bedeutung von Smart Homes, in denen sich nahezu alles intelligent miteinander vernetzten lässt. Für das Fachhandwerk im Baugewerbe entstehen damit neue Umsatzchancen. Doch was sind die Kunden zu investieren bereit, und wem würden sie den Auftrag für ein solches Smart Home erteilen? Eine aktuelle Studie bietet sehr aufschlussreiche und vor allem eindeutige Ergebnisse, so „Meistertipp“. … mehr

 

Kontra #SmartHome: Bluetooth-Schlösser senden Passwort im Klartext

Das Smart Home bietet Hackern vielfältige Angriffsflächen. Auf der Konferenz Defcon in Las Vegas haben die Sicherheitsexperten Anthony Rose und Ben Ramsey gezeigt, wie leicht „smarte“ Bluetooth-Schlösser zu überwinden sind. Von 16 getesteten Schlössern konnten die Hacker zwölf über die Funkverbindung knacken. Dabei mussten die Experten nur wenig bis mittelschweren Widerstand überwinden, ist auf „Heise.de“ zu lesen. … mehr

 

Produktmeldung: Einbruchschutz per Flatrate

Im letzten Jahr (2015) gab es deutschlandweit so viele Einbrüche wie noch nie. Einbrecher brauchen oftmals nur wenig Zeit, um ein Fenster aufzuhebeln. 53 Prozent der Deutschen haben Angst vor einem Einbruch. Doch nur zwei Prozent der Haushalte sind mit einer zuverlässigen Alarmanlage mit Wachschutzaufschaltung ausgestattet.

Ein sicheres Zuhause ist ein Grundbedürfnis, das jedem einfach und erschwinglich zugänglich sein sollte, sagt der saarländische Startup-Gründer Oliver Kremers. Mit seinem Startup homefort  will er genau das ermöglichen: Homefort bietet Kunden eine Smart-Home-Vernetzung mit Alarmanlage, Wartung und 24/7 Verbindung zur Notruf-Leitstelle auf Basis einer monatlichen Grundgebühr an.

Vor zwei Jahren wurde der Startup-Gründer selbst Opfer eines Einbruchs

Die Idee hatte Oliver Kremers vor zwei Jahren, als er auf seinem Grundstück Einbrechern begegnete. Als Kremers eine professionelle Alarmanlage installieren wollte, stellte er bei der Dienstleistersuche fest: „Es gab kaum Lösungen aus einer Hand am Markt, man musste viele Ansprechpartner kontaktieren und hatte am Ende einen unbefriedigenden Kostenvoranschlag. Dazu kamen Montage und monatliche Kosten für eine Wachschutzaufschaltung.“ Das sollte auch einfacher, erschwinglicher und digital vernetzt gehen, dachte sich Kremers. Und gründete schließlich homefort.

Einfamilienhaushalte und Einzelhändler erhalten Smart-Home-Security-Leistungen aus einer Hand

Im Frühjahr 2016 startete das junge Unternehmen. Das Angebot von homefort richtet sich an Einfamilienhaushalte, aber auch Einzelhändler und Selbstständige. „Mit homefort wollen wir allen Haushalten unkomplizierte und bezahlbare Smart-Home-Security-Leistungen aus einer Hand zugänglich machen – und damit Schutz vor Einbrechern bieten“, sagt Kremers. Für Monatspreise von 39,90 € bis 79,90 € können die Kunden aus drei Schutzpaketen wählen.  Homefort stellt die Hardware auf Mietbasis zur Verfügung; die Pakete werden über die Homepage reserviert. Gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet das Startup auch einen individuellen Notfallplan.

Sicherheitstrend Smart Home – auch mit App immer und überall informiert

Die Sicherheitssysteme von homefort können über das Smartphone gesteuert und die Immobilie aus der Ferne per App digital überwacht werden. „Meiner Meinung nach ist es an der Zeit, dass die Sicherheitsbranche umdenkt, denn das Digitalisierungszeitalter hat auch für diese Branche begonnen“, sagt Kremers.

Neue Wege zu gehen, damit kennt sich der 46-jährige Unternehmer aus. Er machte den Hybridmailversender Pawisda als Geschäftsführer zum Marktführer und leitete das Unternehmen bis zur 100% Übernahme durch einen neuen Gesellschafter. „Als Gründer und Unternehmer ist mir Spaß an der Arbeit, neue Wege zu gehen und Verantwortung für andere zu übernehmen wichtig.“

Crowdinvesting-Runde startet jetzt

Um weiter zu wachsen, startet homefort nun eine Crowdinvesting-Runde. Mit dem Kapital der Anleger soll der Installationsservice ausgebaut sowie die Hard- und Softwareplattform weiterentwickelt werden. Bereits heute kann das 6-köpfige Team auf 1.100 Installationspartner zugreifen, die deutschlandweit verfügbar sind. Je nach Investment will Kremers weitere Arbeitsplätze im Bereich Marketing und Vertrieb schaffen, denn der Wunsch nach Sicherheit ist in Deutschland größer als je zuvor.

Grundlage des Geschäftsmodells bilden die drei Sicherheitspakete mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten. Daneben bilden Erweiterungs- und Zusatzverkäufe von Smart-Home-Zubehör die zweite Komponente. Wer zum Beispiel möchte, dass auch in der Urlaubszeit nach dem Rechten geschaut wird, kann Wachschutzpatrouillen dazu buchen. „Meine Vision ist Schutz vor Einbrechern für alle – unkompliziert und bezahlbar“, so Kremers abschließend.

Kontra #SmartHome: Eine neue Spielwiese für Ransomware?

Keine Frage, die Vernetzung von immer mehr Geräten untereinander, das Internet of Things bietet großartige Möglichkeiten, unser Leben bequemer zu machen. Wenn das Smart Home mit dem Smart Car „spricht“ und die beiden sich darüber austauschen, wann ich ungefähr daheim ankomme, so dass mein Wohnzimmer passend auf Wohlfühltemperatur gebracht wird, Licht und Fernseher eingeschaltet und die Wohnungstür aufgeschlossen wird, wenn ich mit meinem Smartphone dann davor stehe – bequem und luxuriös. Und womöglich auch gefährlich, ist zu lesen in „mobilegeeks.“. … mehr

 

Smart Home: Smartphone wird zum Haushaltshelfer

Waschmaschine, Heizung oder Rollläden einfach mit einem Wisch auf dem Smartphone bedienen – das könnte schon bald in deutschen Haushalten verbreitet sein, wie eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt.

Demnach sagen gut 28 Prozent der Smartphone-Nutzer: Ich kann mir vorstellen, meine Haushaltsgeräte bzw. Haustechnik überwiegend mit dem Smartphone zu steuern. Dabei sind männliche Smartphone-Nutzer mit 32 Prozent deutlich aufgeschlossener gegenüber mobilen Smart-Home-Anwendungen als weibliche mit 24 Prozent.

„Das Smartphone hat sich auch dank innovativer Apps für viele Menschen zum unabkömmlichen Begleiter im Alltag entwickelt – sei es zum Navigieren, zum Musikhören oder zum Chatten“, sagt Timm Lutter, Bereichsleiter Consumer Electronics beim Bitkom. „Darüber hinaus wird es in einigen Jahren ganz normal sein, schon von unterwegs daheim die Heizung per Handy anzustellen oder zu checken, ob noch Butter im Kühlschrank ist.

Gerade für Menschen in der sogenannten Rushhour des Lebens – also die jungen Berufstätigen mit kleinen Kindern – kann das eine enorme Erleichterung sein“, so Lutter. Nach Altersgruppen betrachtet ist das Interesse bei den 30- bis 49-Jährigen mit 34 Prozent tatsächlich am höchsten, bei den 14- bis 29-Jährigen sind 29 Prozent offen für mobile Smart-Home-Anwendungen, bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 20 Prozent, und bei den Smartphone-Nutzern ab 65 Jahren immerhin noch 17 Prozent.

Schon heute erklären gut zwei Drittel der Smartphone-Nutzer (67 Prozent): Smartphones sind für mich eine große Erleichterung im Alltag. 61 Prozent können sich gar ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen.

 Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1008 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter 749 Smartphone-Nutzer. Die Frage lautete: „Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zu?“ Die angegebenen Werte beziehen sich auf die Antworten für „stimme voll und ganz zu“ und „stimme eher zu“.