Schlagwort-Archiv: Smart Car

E-Mobilität: Drohendes Fiasko mit Ladesäulen und Stromquellen

Die Nachteile des bisherigen Konzepts der Elektromobilität rütteln immer mehr Spitzenpolitiker in Berlin auf. Zum einen: Wegen der langen Ladedauer und der kurzen Reichweiten würde Deutschland fußballfeldgroße Tankstellen mit unzähligen Ladestationen benötigen, sollte die Vision von Millionen Elektroautos wie geplant umgesetzt werden. Zum anderen: E-Autos gelten zwar als umweltfreundlich, doch Strom wird weiterhin überwiegend von Kohle oder anderen emissionserzeugenden Quellen gewonnen. Das umweltfreundliche Image von E-Autos beruht daher auf einem Irrglauben. Ein Bericht in „Pressetext“. … mehr …

 

Darum ist die eSIM eine Schlüsseltechnologie des Connected Car

eSIM-Technologie wird im autonomen Connected Car eine integrale Rolle spielen. (Bildquelle: metamorworks – stock.adobe.com)

eSIM-Technologie wird im autonomen Connected Car eine integrale Rolle spielen. (Bildquelle: metamorworks – stock.adobe.com)

Die eSIM-Technologie setzt sich in immer mehr Anwendungsbereichen durch. Ihr Grundprinzip: Geräte oder Maschinen, die eine Mobilfunkverbindung benötigen, werden mit fest verbauten SIM-Chips ausgestattet. Auf diese lassen sich die Profile der Netzbetreiber dann „over the air“ aufspielen. Eine Branche, die von dieser Technologie ganz besonders profitiert, ist die Automobilindustrie mit ihren zunehmend vernetzten Fahrzeugen. G+D Mobile Security zeigt auf, warum eSIM eine Schlüsseltechnologie für das Connected Car darstellt.

  1. Gesetzliche Vorgaben. Die Europäische Union macht seit 1. März 2018 das automatische Notrufsystem „eCall“, das zwingend eSIM benötigt, für alle Neuwagen in der EU zur Pflicht. Die Russische Föderation fordert mit „ERA GLONASS“ etwas ganz Ähnliches ab 2020. Länder wie Brasilien, China, Türkei, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben bereits Gesetze zur Telekommunikations-Regulierung erlassen oder bereiten derzeit Gesetze mit spezifischen lokalen Anforderungen vor. eSIM-Technologie wird die Fahrzeughersteller maßgeblich dabei unterstützen, auf veränderte Gesetzes- und Regulierungsvorhaben flexibel zu reagieren.
  2. Optimale 5G-Unterstützung. Der neue Mobilfunkstandard 5G wird dem autonom fahrenden Connected Car einen gehörigen Schub verleihen, da er spezielle Services für kritische Kommunikationsanforderungen bietet. Um ohne menschliches Eingreifen sicher ans Ziel zu kommen, werden den autonomen Fahrzeugen Mobilfunkverbindungen mit geringsten Latenzzeiten zur Verfügung stehen. Prognosen von Machina Research zufolge werden im Jahr 2023 rund eine halbe Milliarde vernetzte Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein. Beim Management dieser Vernetzung wird eSIM eine integrale Rolle spielen.
  3. Vereinfachte Logistik. Die eSIM-Technologie ermöglicht den Automobilherstellern, das korrekte Netzwerkprofil erst nach der Auslieferung der Autos direkt in ihrer Zielregion „over the air“ aufzuspielen. Zudem ist sichergestellt, dass die lokalen gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Die Logistikprozesse der Automobilhersteller vereinfachen sich dadurch erheblich. Mit der zunehmenden Verbreitung von 5G und vernetzten, autonom fahrenden Autos wird dieser Aspekt immer mehr an Bedeutung gewinnen.
  4. Höhere Zuverlässigkeit. Herkömmliche SIM-Karten, die in die dafür vorgesehenen Slots der Autos eingebracht werden müssen, sind dort rauen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Dazu zählen etwa extreme Temperaturen, Feuchtigkeit, Korrosion oder Vibrationen durch den Motor und unebene Strecken. Die SIM-Chips sind für diese Umweltbedingungen ausgelegt und fest in die Hardware integriert. Dadurch sind sie im Vergleich zur Steck-SIM deutlich zuverlässiger.
  5. Abgesicherte Konnektivität. SIM-Chips bieten die Möglichkeit, TLS-Zertifikate zu speichern und damit TLS-verschlüsselte Verbindungen nach außen aufzubauen – sei es zu anderen Fahrzeugen oder zu Services in der Cloud. Damit unterstützen sie die sichere gegenseitige Authentifizierung von Autos und Cloud-Diensten. So lässt sich etwa verhindern, dass Cyber-Kriminelle die Kontrolle über das Auto übernehmen und die Sicherheit des Fahrers und anderer Verkehrsteilnehmer gefährden.
  6. Verbesserte Nutzererfahrung. Mit klassischen SIM-Karten lässt sich lediglich ein einziger Mobilfunkvertrag nutzen. Konfigurierbare eSIM-Chips dagegen erlauben den wechselweisen Einsatz mehrerer Mobilfunkverträge der Fahrzeugbesitzer und Serviceanbieter. Dadurch können die Fahrzeuginsassen verschiedene Infotainment-Anwendungen zu den Konditionen ihrer Mobilfunkvertragspartner in Anspruch nehmen. Damit steigt die Zufriedenheit der Kunden und ihre Bindung an die Automobilhersteller wird verstärkt.
  7. Zukunftsfähige Plattform. Die Möglichkeiten des Connected Car sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Seine Entwicklung steht gerade erst am Anfang. Für die Zukunft sind – ebenfalls befeuert durch 5G – zahlreiche weitere Services etwa für Selbstdiagnosen, maßgeschneiderte Kfz-Versicherungen, Infotainment oder mobiles Bezahlen zu erwarten. Die eSIM-Technologie liefert dem Connected Car eine flexible Plattform, die nötige Konnektivität für jeden beliebigen Service bereitzustellen.

Vernetztes Fahren – Smart Car: Europa darf nicht falsch abbiegen

Smart Car (Bildquelle: Bitkom)

Smart Car (Bildquelle: Bitkom)

Beim autonomen Fahren läuft Europa Gefahr, im Innovationswettbewerb hinter Asien und den USA zurückzufallen. Davor warnt der Digitalverband Bitkom. Hintergrund ist ein Streit darüber, wie vernetzte Fahrzeuge untereinander und mit der Infrastruktur in der Straße und am Straßenrand kommunizieren sollen: per WLAN oder über das Mobilfunknetz. Im Europäischen Rat wird darüber voraussichtlich am 14. Juni eine Vorentscheidung fallen.

Es zeichnet sich ab, dass für die Vernetzung von Autos und Infrastruktur EU-weit der WLAN-Standard genutzt werden soll, während Mobilfunktechnologien wie 5G nicht berücksichtigt werden. Dem steht die Entscheidung Chinas entgegen, beim vernetzten Fahren perspektivisch auf 5G zu setzen. Die USA streben einen technologieneutralen Wettbewerb an. „Europa darf beim autonomen Fahren nicht falsch abbiegen.

Wenn andere Länder auf den Mobilfunk von morgen setzen, können wir keinen europäischen Sonderweg einschlagen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Speziell die neue 5G-Mobilfunktechnologie bietet beim autonomen Fahren entscheidende Vorteile, wie die verlässliche Kommunikation auch über größere Distanzen und besseren Schutz von schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Radfahrern und Fußgängern. Der Mobilfunkstandard könnte zudem schnell eingesetzt werden, denn schon heute sind Millionen Autos mit SIM-Karten ausgerüstet.“

 5G bietet viele Vorteile fürs autonome Fahren

Der künftige Funkstandard soll in dem delegierten Rechtsakt zum Thema „Cooperative Intelligent Transport Systems“ (C-ITS) geregelt werden, den die Europäische Kommission erarbeitet hat und der vom Europäischen Rat in diesem Sommer verabschiedet werden soll. Der aktuelle Entwurf sieht vor, dass die Kommunikation für vernetztes Fahren ausschließlich über den WLAN-basierenden Standard IEEE 802.11p laufen soll.

Andere verfügbare Technologien wie C-V2X, unter die auch 5G fällt, werden ausgeschlossen. Während der WLAN-Standard auf Kommunikation mit kurzen Reichweiten begrenzt ist, ermöglicht 5G eine verlässliche Langstreckenkommunikation. Davon würden auch andere Verkehrsteilnehmer wie Fahrradfahrer, Fußgänger und Nutzer von E-Scootern oder auch Rollstühlen profitieren, deren individuelle Mobilfunksignale für das vernetzte Fahren berücksichtigt werden könnten. Zudem ist bereits seit April 2018 jedes Neufahrzeug in der EU mit einer elektronischen SIM-Karte ausgestattet, um bei Unfällen Rettungskräfte zu alarmieren („eCall“). Die WLAN-Schnittstelle müsste dagegen bei allen Fahrzeugen nachgerüstet werden.

 EU-Rechtsakt muss überarbeitet und für Mobilfunk geöffnet werden

Der Europäische Rat entscheidet mit qualifizierter Mehrheit. Erforderlich ist die Zustimmung von 55 Prozent der Mitgliedsstaaten, die zudem 65 Prozent der EU-Bevölkerung repräsentieren müssen. Deutschland kommt im Europäischen Rat in diesem Fall die entscheidende Rolle zu. Berg: „Deutschland sollte sich im Europäischen Rat dafür einsetzen, den Rechtsakt zu überarbeiten, eine technologieneutrale Fassung vorzulegen und so den Einsatz von Mobilfunk beim autonomen Fahren zu ermöglichen.“

Eine Frage des Glaubens? Autonomes Fahren fordert Antworten

„Alles Leben ist Bewegung. Bewegung ist Leben.“ So hat es der geniale Künstler der Renaissance und Maschinenkonstrukteur Leonardo da Vinci einst formuliert. Mobilität ist die Grundlage persönlicher Entwicklung, sie markiert die Voraussetzung für Bildung und kulturelle Entwicklung der Völker und entscheidet über den Horizont von Menschen und Kulturen. Drei Gründe für das Unausweichliche des Phänomens der Bewegung im Leben des Menschen lassen sich demonstrieren, die gleichzeitig den Grund liefern, warum Mobilität ein Thema für Wissenschaft, Ethik und Theologie sein muss, schreibt die „Osnabrücker Zeitung“. … mehr …

 

App „MyCar“ ließ Hacker Autos knacken

Die vom kanadischen Unternehmen AutoMobility Distribution  entwickelte Smartphone-App „MyCar“, mit der sich Autos fernsteuern lassen, hat sich als extrem angreifbar erwiesen. Über die Server von AutoMobility ist es möglich, mit dem Smartphone den Motor zu starten, die Türen zu sperren oder zu entsperren oder Informationen über die Temperatur oder die Autobatterie zu erhalten. Forscher am Software Engineering Institute der Carnegie Mellon University haben jedoch festgestellt, dass die App leicht angreifbar ist. Das macht es möglich, Autos mit „MyCar“ aufzuspüren und zu stehlen, berichtet „Pressetext“… mehr ..

 

Kündigungswelle in Apples Abteilung für selbstfahrende Autos

Apple hat kalifornischen Behörden die bevorstehende Kündigung von 190 Mitarbeitern in dem US-Staat gemeldet. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter der Apple-Abteilung für selbstfahrende Autos, vorwiegend Ingenieure. Diese Kündigungen beim sogenannten „Project Titan“ werden Mitte April zum Tragen kommen, schreibt „Heise“. … mehr

 

„Beim Thema „KI und Ethik“ reicht die Selbstverpflichtung der Industrie nicht aus“

Ein Kommentar in „it-daily“: Innovation ist wichtig, aber kein Selbstzweck, deshalb sollten sich Unternehmen und Wissenschaftler ethische Grenzen setzen. Notfalls müssen die Gesetzgeber nachhelfen, sagt Dinko Eror, Senior Vice President and Managing Director von Dell EMC in Deutschland. Nicht alles, was technisch möglich ist, sollte auch erlaubt sein. Gerade im Umfeld der Künstlichen Intelligenz (KI) ist eine Diskussion entstanden, die stark an die Kritik der ersten Atombombe erinnert: Viele fürchten eine Entwicklung, die unumkehrbar ist und weitreichende Gefahren birgt. … mehr …

 

#Smartcar: Kind oder Oma – wen soll das autonome Auto bei Unfall verschonen?

Wie sollen autonome Fahrzeuge entscheiden, wer zu Schaden kommt, wenn ein Unfall unausweichlich ist?  Die Zukunft des fahrerlosen Fahrzeugs wirft ein ethisches Dilemma auf. Wer darf überleben – ein alter, oder ein junger Mensch? Eine Umfrage zeigt: Asiaten entscheiden sich anders als der Rest der Welt, berichtet „Welt“. …mehr…

 

„Ethische Programmierung“: Kind oder Oma – wen soll das autonome Auto bei Unfall verschonen?

Ein Beitrag in der „Welt“: Die Zukunft des fahrerlosen Fahrzeugs wirft ein ethisches Dilemma auf. Wer darf überleben – ein alter, oder ein junger Mensch? Eine Umfrage zeigt: Asiaten entscheiden sich anders als der Rest der Welt. … mehr …

 

Raus aus dem Stau: Welche Chancen bietet autonomes Fahren

Das Ende der Sommerferien in vielen Bundesländern wird wieder für Stillstand auf den Autobahnen sorgen. Doch solche voraussehbaren Staus könnten bald der Vergangenheit angehören. „Vernetztes Fahren wird den Verkehr in wenigen Jahren auch zu Spitzenzeiten besser fließen lassen“, ist Klaus Landefeld, Vorstand des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V., überzeugt.

Immer mehr Autos sind über das Internet miteinander und mit ihrer Umgebung verbunden, sie können autonom fahren und ermöglichen effiziente und sichere Verkehrsflüsse. „Das Ziel ist ein von Künstlicher Intelligenz gestütztes Verkehrs-Ökosystem, in dem sich die Fahrzeuge permanent flüssig bewegen“, so Landefeld.

Klaus Landefeld, Vorstand des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V..

Klaus Landefeld, Vorstand des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V..

Bis dahin gibt es jedoch noch technische Hürden zu überwinden: „Damit Connected Cars ihr ganzes Potenzial entfalten, brauchen wir Netzwerke, die sich grundsätzlich von denen unterscheiden, die wir zurzeit nutzen“, sagt Landefeld. Das mobile Internet sei aktuell noch nicht flächendeckend geeignet, Fahrzeuge zuverlässig und schnell zu verbinden, damit sie miteinander sowie mit den Verkehrswegen kommunizieren können. Über das Internetprotokoll werden sich die Fahrzeuge potenziell auch mit Ampeln, Straßenschildern und der Straße selbst austauschen – etwa über die Straßenverhältnisse, die aktuelle Verkehrssituation oder vorhandene Baustellen.

Edge-Computing – Rechenpower am Straßenrand

Eine weitere Herausforderung betrifft die Reaktionszeiten: Autonom fahrende Autos zu koordinieren und den Verkehrsfluss zu steuern bedarf hoher Rechenpower, die schnell und zuverlässig zur Verfügung stehen muss. „Alle Daten erst in ein entferntes Cloud-Rechenzentrum zu übertragen, dort auszuwerten und die Ergebnisse zurück zu übertragen, dauert viel zu lang. Es zählt jede Hundertstelsekunde“, sagt Landefeld.

Die Lösung sind Rechenzentren in der Nähe oder entlang der Straße, welche die Berechnungen übernehmen. Als Edge-Computing bezeichnen Experten diese dezentrale Datenverarbeitung mit Speichermöglichkeiten und Rechenpower am Rand des Netzwerks.

„Das autonome Fahren braucht die Möglichkeit, Arbeitslast und Backend-Verarbeitung an den Ort des Geschehens zu verlagern – daher ist Edge Computing eine Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren“, sagt Landefeld und ergänzt: „Optimal wäre es, wenn die Verarbeitung nie mehr als 50 Kilometer vom aktuellen Standort stattfindet – allein entlang der deutschen Autobahnen brauchen wir also eine beträchtliche Anzahl kleiner Rechenzentren für die dezentrale Verarbeitung der Verkehrsdaten, die dann idealerweise auch noch anbieterübergreifend vernetzt sind.“

Sensoren im Asphalt

Neben den Autos müssten auch die Straßen im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) vernetzt sein. Hierzu sind bauliche Veränderungen notwendig, wie Sensoren im Asphalt, damit die Verkehrswege selbst mit den Autos kommunizieren können. „Es ist möglich, die Sensoren über ein schmalbandiges Weitverkehrsnetz ins Internet der Dinge (IoT) zu integrieren – dort arbeiten diese bis zu 10 oder 15 Jahre, ohne dass ein Batteriewechsel erforderlich ist.“

Smart Car: Wer haftet für mein selbstfahrendes Auto?

Autonome Autos werden den Verkehr auf den deutschen Straßen revolutionieren: weniger Verkehrstote, Stau und Umweltverschmutzung. Wie die Haftung geregelt werden soll, wenn der Fahrer nicht selbst fährt und es zu einem Unfall kommt, ist allerdings noch offen.

Die Automobilbranche selbst sieht in erster Linie die Systementwickler der Künstlichen Intelligenz in der Verantwortung. 41 Prozent der Automobilunternehmen sagen, dass die Software-Anbieter bei Unfällen haften sollten. Nur 19 Prozent sehen hingegen den Autohersteller in der Pflicht. Jeder fünfte Entscheider in der Automobilbranche (21 Prozent) sieht den Fahrer in der Verantwortung – und dies obwohl ein autonomes Fahrzeug keinen Fahrer im heutigen Sinne mehr haben wird. Und nur 12 Prozent sprechen sich dafür aus, dass der Fahrzeughalter haften sollte.

Die Haftungsfrage

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern von Unternehmen der Automobilindustrie mit 20 oder mehr Mitarbeitern. „Wenn wir die nötige Akzeptanz für autonomes Fahren herstellen wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass niemand für etwas haftet, was er nicht kontrollieren kann“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Sicher ist: Mit autonomen Fahrzeugen wird es deutlich weniger Unfälle geben als mit menschlichen Fahrern. Die Haftungsfrage muss schnellstmöglich und verbindlich geklärt werden, damit autonome Fahrzeuge eingesetzt werden können.“

Bei der Frage, wer bei einem Schaden durch autonome Autos haftet, sind sich die Entscheider der Automobilbranche mit ihren Kunden weitgehend einig. So sieht jeder dritte Bundesbürger (38 Prozent) ebenfalls den Software-Anbieter der Künstlichen Intelligenz in der Verantwortung, für einen etwaigen Schaden durch ein autonomes Auto zu haften. Ähnlich viele sprechen sich für den Autohersteller aus (35 Prozent). Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) sieht den Fahrer selbst in der Verantwortung. Den Fahrzeughalter für einen Schaden durch das autonome Auto haften zu lassen, zieht keiner der Befragten in Erwägung. Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Umfrage unter 1.006 Bundesbürgern, die bereits zu Jahresbeginn im Auftrag des Bitkom durchgeführt wurde.

Um aktuelle Fragen rund um das autonome Fahren geht es am 27. November auf der Digital Mobility Conference des Bitkom. 200 Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen des Mobilitätssektors diskutieren dabei unter anderem über den rechtlichen Rahmen der neuen Mobilität sowie intermodale Verkehrsdaten.

Autonome Fahrzeuge: Technik vs. Datenschutz

Die Entwicklung von vernetzten und selbstfahrenden Autos nimmt immer weiter Fahrt auf. Die verbauten Systeme werden komplexer und die Zahl der automatisierten Funktionen wächst. Möglich wird dies aber nur mit einer besonders großen Menge an Daten, die gesammelt, verarbeitet und mit der Umwelt geteilt werden, so „IT Zoom“. …mehr