Schlagwort-Archiv: Nachhaltigkeit

Die Saubermacher. Weltverbesserung aus der Nische

Ein Beitrag von Dr. Alexandra Hildebrandt, Nachhaltigkeitsexpertin und Wirtschaftspsychologin in der „HuffingtonPost“:  „Das Große Ganze und das Große Kleine gehören zusammen. Denn wir wollen nicht nur meckern und vollmundige Forderungen an die da oben abgeben, ohne uns selbst zu bewegen. Wir sollten bei uns selbst anfangen“, schreibt Andre Wilkens in seinem klugen und unterhaltsamen Buch „Analog ist das neue Bio“ (Metrolit Verlag, 2015) über unseren digitalen Alltag. Bio steht für ihn wie Analog für die eigene Tat zur Weltverbesserung. … mehr

 

DHL: „Unternehmensverantwortung ist ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor“

Christof Ehrhart, Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung Deutsche Post DHL Group

Christof Ehrhart, Direktor Kommunikation und Unternehmensverantwortung Deutsche Post DHL

Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln bildet die Grundlage für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg von Deutsche Post DHL Group. Mit dem jährlich erscheinenden Bericht zur Unternehmensverantwortung will der Konzern konkrete Einblicke in seine Corporate-Responsibility-Aktivitäten sowie die im letzten Jahr erreichten Fortschritte gewähren.

Mit dem diesjährigen Titel „Einsichten“ unterstreicht Deutsche Post DHL Group ihr Ziel, die im Geschäft und im Austausch mit den relevanten Interessengruppen gewonnenen Erkenntnisse zu teilen. Der Bericht zur Unternehmensverantwortung zeigt die weltweiten Aktivitäten des Konzerns auf und erläutert die Neuerungen und Entwicklungen in den ökonomischen, sozialen und ökologischen Handlungsfeldern, in denen Deutsche Post DHL Group aktiv ist. Positiv zu bewerten sind insbesondere die Wiederaufnahme in die beiden „Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) World und Europe“ sowie die Höchstbewertung im „MSCI“, einen führenden Datenanbieter für Investoren. Ein wesentliches Element der Berichterstattung ist eine Materialitätsanalyse, die der Konzern 2013 anhand einer umfassenden Stakeholder-Befragung abgeleitet hat.

„Unternehmensverantwortung ist ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Wir wollen unser Geschäft verantwortungsvoll führen, nachhaltige Kundenlösungen entwickeln sowie unsere Kompetenzen für gesellschaftliche Belange nutzen“, sagt Christof Ehrhart, Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung Deutsche Post DHL Group. „Als Post- und Logistikkonzern vernetzen wir Menschen und erleichtern ihr Leben. Anlässlich unseres nunmehr elften Berichts zur Unternehmensverantwortung „Einsichten“ sollen all unsere Interessengruppen nachvollziehen können, was wir im letzten Jahr in den unterschiedlichen Bereichen geleistet und wo wir entscheidende Fortschritte gemacht haben.“

So verbesserte sich 2014 die CO2-Effizienz der Deutsche Post DHL Group um drei Indexpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf heute 23 Prozent. Das bedeutet, dass der Konzern seinem Ziel – der kontinuierlichen Verbesserung seiner CO2-Emissionsbilanz – wieder ein ganzes Stück näher gerückt ist. Deutsche Post DHL Group hat das ehrgeizige Ziel, bis 2020 seine CO2-Effizienz einschließlich der für den Konzern tätigen Subunternehmer um insgesamt 30 Prozent zu verbessern (im Vergleich zum Basisjahr 2007).

Im Bereich „Corporate Citizenship“ hat Deutsche Post DHL Group die Zahl der Partnerschaften mit den SOS-Kinderdörfern und der internationalen Bildungsinitiative „Teach For All“ auf insgesamt 11 Länder ausgebaut. Damit ist der Konzern heute in 32 Ländern aktiv, um die Bildungs- und Berufschancen von Kindern und Jugendlichen insbesondere aus sozial benachteiligten Verhältnissen zu verbessern. Die DHL-Expertenteams von „GoHelp“ waren im letzten Jahr an sieben Flughäfen mit Präventionstrainings (GARD) und zweimal mit der Katastrophenhilfe (DRT) in Chile und Panama im Einsatz.

Deutsche Post DHL Group konnte den Anteil der umweltfreundlichen Fahrzeuge weiter erhöhen und hat bis heute insgesamt 17.600 Effizienzmaßnahmen an rund 11.200 Fahrzeugen durchgeführt. Dies steht für eine Verbesserung von 12 Prozent der gesamten Fahrzeugflotte. Zusätzlich hat Deutsche Post DHL Group Ende 2014 die StreetScooter GmbH übernommen. Mit dem Kauf unterstreicht der Konzern seine Innovationsführerschaft im Bereich alternative Antriebe und stellt darüber hinaus den weiteren Ausbau der energieeffizienten Elektroflotte für die Zukunft sicher. Die Fahrzeuge nutzen dabei Energie aus regenerativen Quellen. Dieser Anteil hat sich im Berichtsjahr insgesamt für Liegenschaften, Anlagen und Elektrofahrzeuge weltweit auf über 61 Prozent der gesamten Stromversorgung bei Deutsche Post DHL Group erhöht.

Im Berichtsjahr stieg auch die Zahl der Auszubildenden: weltweit bot der Konzern jungen Menschen über 5.000 Ausbildungsplätze verschiedener Berufsbilder an. Allein in Deutschland haben Schulabgänger die Auswahl zwischen über 20 anerkannten Ausbildungsmöglichkeiten bei Deutsche Post DHL Group. Um die Vielfalt im Konzern nachhaltig zu verankern, nahm im Februar 2014 der „Diversity Council“ seine Arbeit auf. Hier geht es insbesondere darum, die zukünftige Ausrichtung auf Basis der Erklärung zu Vielfalt und Inklusion bei Deutsche Post DHL Group voranzutreiben. Mit einer Inklusionsquote von Mitarbeitern mit Behinderungen von 9,1 Prozent in Deutschland liegt Deutsche Post DHL Group heute schon deutlich über der vergleichbaren Quote der privaten Wirtschaft.

Darüber hinaus unterstützt der Konzern das gesellschaftliche Engagement der Mitarbeiter mit einem weltweiten Freiwilligentag (Global Volunteer Day), dem Living Responsibility Fund und fördert einen weiteren Fund „We help Each Other“, bei dem Mitarbeiter für Mitarbeiter spenden, die durch Naturkatastrophen in Not geraten sind. Mitarbeiterkinder profitieren außerdem von Stipendien im Programm UPstairs.

Warum die Nachhaltigkeits-Governance Deutschlands auf dem Prüfstand steht

Dr. Alexandra Hildebrandt

Dr. Alexandra Hildebrandt

Dr. Alexandra Hildebrandt, Nachhaltigkeitsexpertin und Wirtschaftspsychologin, führte für die „HuffingtonPost“ ein Interview mit Prof. Dr. Günther Bachmann, dem  Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, der dafür plädiert, transformative Nachhaltigkeit aus dem Begriffshimmel auf die Erde zu holen. … mehr

Kommentar: Fairtrade in der IT? Da geht noch was!

Gerechte Löhne, keine ausbeuterischen Arbeitszeiten und umweltverträgliche Bedingungen für Mensch und Natur. Wer wünscht sich das nicht? Das nachhaltige und idealistische Prinzip „Fairtrade“ hat – sofern man nicht resigniert oder sich Misanthrop beziehungsweise Nihilist schimpft – unweigerlich Berechtigung. Doch wie fair ist eigentlich die enorm globalisierte IT-Branche? Das frägt sich Autor Andreas Eichenseher auf „Gizmode“. … mehr

Grünes Internet – Wie wir einen Teil zur nachhaltigen Entwicklung beitragen können

Bildquelle: Arthur_Rewak-Visual_Design_2014

Bildquelle: Arthur_Rewak-Visual_Design_2014

„Wäre das Internet ein Land, so hätte es weltweit den sechstgrößten Stromverbrauch.“ Liest man diesen Satz, ist man zunächst beeindruckt. Denkt man allerdings nur ein paar Sekunden darüber nach, ist diese These wenig überraschend, denn weltweit surfen tagtäglich 2,5 Milliarden Menschen auf der digitalen Welle. In Deutschland stieg allein im vergangenen Jahr die Zahl der Nutzer mobiler Internet-Dienste um 43 Prozent auf 29,7 Millionen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Durch den Boom von Tablets und Smartphones, WhatsApp und Candy Crush, Fun-Apps und Blogs ist es vor allem die Zahl der Jungen zwischen 16- und 24-Jährigen, die im letzten Jahr einen deutlichen Sprung gemacht hat – 81 Prozent. Die 25 bis 44-Jährigen nutzen das Web immerhin 62 Prozent mehr als im Vorjahr, gerade beruflich wird das immer wichtiger, und sogar ab 45 Jahren klickt sich jeder Dritte durchs Netz.

Dass dieser enorme Zuwachs, der übrigens nicht nur in Deutschland zu verzeichnen ist, an Klimawandel und Co. maßgeblich beteiligt ist, verdrängen wir gern. Und das obwohl in der heutigen Zeit der Klimaschutz eine immer größere Rolle spielt und neben Ernährungsbewusstsein und Kaufverhalten besonders der Stromverbrauch und auch das Surfverhalten zwei der wichtigsten optimierungsbedürftigen Komponenten in den Köpfen vieler Verbraucher sind. Dabei kann sich kaum jemand vorstellen, welche Unmengen an Strom täglich verbraucht und welche Ressourcen verschwendet werden.

Bei einer Google-Suchanfrage werden zum Beispiel allein acht Wattstunden Strom benötigt, um dem Nutzer eine Ergebnisliste anzuzeigen. Zuvor wandert diese in Rekordzeit durch knapp 32.000 Server, die täglich wiederum 150 Megawattstunden Energie verschlingen. Bei weiteren Web-Giganten wie z.B. Amazon wurde erst, vor kürzlicher Ankündigung, künftig mehr in grünen Strom zu investieren, gar nicht ersichtlich, aus welchen Energiequellen sich der Strom für die Vielzahl der unternehmerischen Rechenzentren eigentlich zusammensetzt. Dabei ist Amazon schließlich neben seiner Funktion als weltgrößter Online-Store auch Web-Service für Netflix, Spotify und Co. und damit kein unbedeutender Marktteilnehmer.

Der kollektive Stromverbrauch macht auch dann nicht Halt, wenn man seinen Blick auf die eigene Content-Erstellung und dessen Verbreitung auf beispielsweise Videoplattformen lenkt. Allein auf YouTube werden pro Minute rund 100 Stunden Videomaterial veröffentlicht. Viele internationale bzw. globale Unternehmen produzieren Filme in zahlreichen Sprachversionen – Trailer, Imagefilme, Tutorials – laden diese regelmäßig hoch und ignorieren dabei den Fakt, Unmengen an Speicherkapazität zu gebrauchen und riesige Trafficmengen zu verursachen. In Zahlen bedeutet das: Für ein vierminütiges Video ergibt sich pro Sprachversion bei einer durchschnittlichen Bitrate von 20 Mbit/s eine Größe von 600MB für den Upload. Ergänzt man die Auflösungen, die YouTube zusätzlich bereitstellt, kommt man auf einen Gesamtspeicherbedarf von ca. 4GB. Ohne Backups und die weltweite Streuung des Videos auf verschiedenen Servern bedeutet das für 30 Videos schon einen Speicherbedarf von über 120GB.

Beispiele, bei denen unnötig sorglos mit den digitalen Ressourcen umgegangen wird, gibt es Unzählige, umso wichtiger wird es, neben dem Bewusstsein für diese Missstände, der Gesellschaft Werkzeuge an die Hand zu geben, die ein effizienteres, überlegteres und vor allem ressourcenschonenderes Verhalten vereinfachen. Nach Untersuchungen und Aufforderungen von Greenpeace, gehen seit diesem Frühjahr von Anbieterseite aus bereits Apple, Facebook und Google mit gutem Beispiel voran und setzen auf erneuerbare Energien für ihre Rechenzentren. Erst vergangene Woche verkündete Amazon, jetzt auf regenerative Energien zu setzen. Der erste Schritt ist also gemacht: Grüner Strom bildet mehr und mehr die Basis für das Online-Geschehen.

Aber wo können wir anknüpfen, um auch schon Redundanz in der Produktion zu vermeiden? Das Internet bietet uns eine riesige digitale Spielwiese und verhindert so schon heute die aufwendige Produktion mit hohem Materialeinsatz. Download-Dateien statt Bücherwände, Geschäftsreisen können wir heute durch Videokonferenzen ersetzen. Wäre das bei nur 20 Prozent der Fall, würden nach Schätzung des Verbands europäischer Telekommunikationsunternehmen und des WWF unvorstellbare 22 Millionen Tonnen Kohlenstoff-Emissionen im Jahr allein in der EU eingespart werden. Die Auslagerung von IT-Infrastrukturen, sprich Speicherplatz, Rechenkapazität oder Software, bringt ein weiteres bedeutendes Potential hervor.

Für die Branche ist es ein großer Vorteil, dass unter anderem Apple als fortschrittliches Innovationsunternehmen den Anfang gemacht hat. Nun müssen weitere Internet-Dienste nachziehen. Eine unendliche Reihe an Startups, die mit effizienten Lösungen den Markt erobern wollen, existiert bereits. Die Großen müssen von den Kleinen lernen und dürfen die kleinen Bausteine wie Innovationen und Genauigkeit, die ihr Unternehmen in die Königsklasse heben, nicht irgendwann aus den Augen verlieren.

Durch die globale Vernetzung rückt auch die dezentrale Energieversorgung in den Fokus. Das Netz wird intelligenter, um uns effizientes Handeln im Internet zu erleichtern und Steuerungs- sowie Einsparmöglichkeiten zu schaffen. Grünes Internet ist unser Ziel, die nachhaltige Entwicklung der Weg dahin. Ressourcenverbrauch muss reduziert werden und die Effizienz gesteigert.

Neben den IT-Mächten Apple und Amazon ist aber auch jeder noch so kleine Mitspieler dazu angehalten, die Augen offen zu halten und nachhaltige Systeme zu nutzen und zu optimieren. Aus Konsumenten werden „Prosumenten“, Mit-Entscheider. Ohne Kundenfeedback würden auch wir unsere nachhaltige Innovation nicht so schnell vorantreiben können. Wir haben die Mission, das Internet ein Stückchen grüner zu machen. Nicht nur Unternehmen, Politiker, Medien und Institutionen, jeder kann seinen Beitrag leisten. In Prinzip gelten alltägliche Regeln: Mitdenken, vorausschauend handeln, Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen.

Autor: Alugha-Gründer Bernd Korz ist ein Tausendsassa. Nach seiner Ausbildung zum Betonbauer- und Maurermeister sowie staatl. gepr. Hochbautechniker arbeitet er beim Mannheimer Softwarehersteller yellowTAB als CEO und CVO und verantwortet die Entwicklung des Betriebssystems ZETA sowie den weltweiten Unternehmensausbau. Als Manager betreut er zwischen 2006 und 2013 verschiedene Musikprojekte und arbeitet mit bekannten Künstlern zusammen. Innovative Videotechnik begeistert ihn schon vor der Gründung von Alugha. Als Gründer und CEO des Videolernportals hoTodi.tv hat er seit 2008 bereits mehr als 500 Lehrvideos mit über 2.6 Millionen Aufrufen produziert. 2012 entwickelt er gemeinsam mit seinem damals 15-jährigen Sohn Niklas den ersten Prototypen von Alugha. Als CEO und „Chief Visionary Officer“ treibt er vor allem die Weiterentwicklung seiner Idee und des Unternehmens voran.

 

Tablet_preview_web_(c)_Arthur_Rewak-Visual_Design_2014

 

Studie: Schon im Jahr 2018 wohnt Deutschland „smart“

rwe-forum

RWE SmartHome denkt mit.

Bis die Mehrheit der Deutschen in intelligenten Häusern leben wird, dauert es nur noch wenige Jahre. Das ist eine von vier aktuellen Prognosen zur Energiewirtschaft, die aus einer gemeinsamen Studie von RWE Effizienz und dem Züricher Zukunftsinstitut future matters hervorgeht. „Unsere Kinder wachsen als künftige Generation E in eine Zukunft, die zunehmend erneuerbar, effizient und elektrisch ist“, sagt Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender von RWE Deutschland.

Untersucht wurde u. a, auf welchen Ebenen der Energieversorgung und Technologieentwicklung sich in den kommenden Jahren gravierende Umbrüche vollziehen. Diese so genannten „Tipping Points“ oder Wendepunkte wurden der Fachöffentlichkeit im Rahmen des vierten RWE-Forums Energieeffizienz in Dortmund vorgestellt.

SmartHome: Integration von Endgeräten geht voran

Auf Basis von 500 Experteninterviews sowie rund 8.500 ausgewerteten Publikationen prognostiziert die Studie für die kommenden vier Jahre einen enormen Zuwachs an vernetzbaren Haushaltsgeräten. Demnach lassen sich bereits 2018 mehr als die Hälfte aller neuen Endgeräte aus den Bereichen Weiße Ware (Elektrogroßgeräte) und Unterhaltungselektronik über das Internet steuern oder untereinander vernetzen. Consumer Electronics werden so zu einem integralen Bestandteil smarter Haussteuerungs-Systeme im Smart Grid der Zukunft. Grund dafür sind unter anderem die gesunkenen Kosten für leistungsfähige Funkchips sowie zahlreiche neue Apps. Letztere beschleunigen die Integration von Geräten und Sensoren in Häusern und Wohnungen.

Die Anzahl von Konsumenten mit Tablets, Smart-Phones und Smart-TVs steigt kontinuierlich. Und damit auch die Nachfrage nach der Steuerbarkeit von Geräten. Die zunehmende Verbreitung von schnellen Funkstandards wie WLAN, Bluetooth, LTE (4G) und Powerline begünstigt diese Entwicklung zusätzlich. Parallel dazu fallen die Preise.

Roboter und künstliche Intelligenz halten Einzug ins smarte Haus

Ein weiterer Umbruch steht auf dem Gebiet der Sensorik und Umgebungsintelligenz bevor. Gerade für Roboter und Maschinen geht die Entwicklung zügig voran. Sinkende Preise für Rechenleistung, Mechatronik, Miniaturisierung und künstliche Intelligenz spielen dabei eine zentrale Rolle.

Dr. Dietrich Gemmel, Geschäftsführer RWE Effizienz, sagt: „Der Punkt ist erreicht, an dem es Sinn macht, nach den industriellen Prozessen auch Alltagsprozesse zu Hause zu automatisieren.“

Sollten die Entwicklungen in den Bereichen Sensorik, Haptik, künstliche Muskeln, maschinelles Lernen und Signalverarbeitung ähnlich voran gehen wie in den letzten vier Jahren, könnten bereits 2018 die ersten Haushaltsroboter auf den Markt kommen. Die Forscher von future matters erwarten bereits für 2020, dass jeder zwanzigste Haushalt in Deutschland einen flexibel einsetzbaren Roboter besitzt, der alltägliche Arbeiten verrichten kann. In Autos werden autonome Systeme laut der Studie sogar noch schneller zu erleben sein. Schon heute können Pkw mit einem Parkassistenten besser rückwärts einparken als 90 Prozent aller Autofahrer. Im Jahr 2019 wird bereits jedes zwanzigste verkaufte Neufahrzeug von alleine fahren können, so die Prognose des Zukunftsinstituts future matters.

Energieversorgung: künftig dezentral und lokal

Die aktuelle RWE-Studie untersucht auch die Frage, wie sich die dezentrale Energieversorgung und Energieproduktion weiterentwickelt. Dabei steht fest, dass angesichts fallender Preise für regenerative Erzeugungsanlagen sowie sinkender Kosten für lokale Speicher bis 2018 viele Weichen für eine autarkere Energieversorgung gestellt werden.

„Die Studie geht davon aus, dass bereits innerhalb der nächsten 200 Wochen die Kosten für Batteriespeicher und Photovoltaikanlagen unter den Preis für Strom aus dem Netz fallen“, so Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer RWE Effizienz. Im Jahr 2018 sei der Tipping Point erreicht, an dem dezentrale Produktions- und Speicher-Lösungen auch ohne Zuschüsse günstiger liegen können als die zentrale Erzeugung und Verteilung über klassische Energienetze. Dabei sei wichtig, den lokal erzeugten Strom bevorzugt vor Ort zu verwenden. Nur die Kombination von dezentraler Erzeugung mit dezentraler Speicherung sei besonders effizient.

Verknüpfung der Netze kommt voran

Eine der wichtigsten Herausforderungen für die Energiewirtschaft bleibt dennoch die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen und Kooperationen. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Verknüpfung der globalen Energie-, Kommunikations- und Mobilitäts-Netze. Deren Schnittmengen stiegen zuletzt rasant:

Dezentrale Erzeugungsanlagen werden bereits heute zu „virtuellen Kraftwerken“ zusammengefasst, Autofahrer bekommen in Echtzeit Verkehrsdaten eingeblendet, Elektro-Autos werden ans Stromnetz gekoppelt.

Auf diese Weise kommen immer mehr Akteure unterschiedlicher Branchen zusammen und erhöhen sowohl den Kunden-Nutzen als auch die eigene Vermarktungsbreite. „Schon im Jahr 2017 könnten die Energie-, Mobilitäts- und Kommunikationsnetze so stark miteinander verwoben sein, dass neue Geschäftsmodelle und Kooperationen entstehen“, so Dr. Gemmel. Allerdings werden für die Verbraucher auch weiterhin qualitative Aspekte wie Versorgungs- und Datensicherheit eine sehr wichtige Rolle spielen.

Gesetzgebung zu Cybercrime – Wie sicher fühlt sich Europa?

europeDie Schlagzeilen sind inzwischen beinahe alltäglich: Unternehmen, die Hackern zum Opfer gefallen sind; persönliche Daten in den Händen von Cybergangstern; E-Mail-Adressen frei zum Kauf im Netz. Alles nichts Ungewöhnliches mehr. Soeben wurden in den USA Patientendaten gestohlen, kürzlich erwischte ein Angriff die Europäische Zentralbank, aber auch andere große Namen, wie eBay, Vodafone oder die New York Times, um nur einige zu nennen, waren in der Vergangenheit bereits betroffen.

Und das sind freilich nur die Fälle, die öffentlich wurden. Denn auch wenn beispielsweise das österreichische BKA in seinem jüngsten Cybercrime Report erfreulicherweise einen Anstieg sowohl von gemeldeten wie auch gelösten Fällen vermelden kann: Wie viele Unternehmen wirklich betroffen sind bleibt ebenso im Verborgenen wie das, was Strafverfolgungsbehörden gegen Cyber-Kriminalität tatsächlich ausrichten. Und ausrichten können.

Der IT-Security Spezialist Sophos hat sich gemeinsam mit dem Marktforscher VansonBourne für eine Studie zum Thema Datensicherheit bei insgesamt 1.500 KMU-Mitarbeitern in Deutschland, Frankreich und Großbritannien umgehört, um zu erfahren, welche Sicherheit die Europäischen Gesetze zur Datensicherheit bei den Menschen hinterlassen.

Franzosen mit größtem Wunsch nach strengeren EU-Gesetzen

Auf die Frage, ob die EU die europaweiten Gesetze zur Sicherheit der persönlichen Daten der Bürger stärken sollte beantworteten 68 Prozent der befragten französischen Mitarbeiter mit ja. In Deutschland wünschen sich dies 62 Prozent, die Briten gaben den Wunsch nach mehr EU-Gesetzgebung mit 54 Prozent an. Insgesamt 61 Prozent der Befragten hegen also den Wunsch nach mehr Gesetzesrahmen, die Geschlechter erwiesen sich bei dieser Frage als einig: 62 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen stimmten mit ja.

Nationaler Datenschutz – Deutschland unzufrieden, Britannien gelassen

Insgesamt gut die Hälfte der Befragten insgesamt, nämlich 51 Prozent, empfindet die Datenschutzgesetze im eigenen Land als zu schwach. Mit 59 Prozent sind hier die Befragten aus Deutschland am kritischsten, die Franzosen sind zu 53 Prozent unzufrieden mit den nationalen Gesetzen. Relativ zufrieden scheinen die Briten zu sein, sie bemängeln zu einem im Vergleich geringen Prozentsatz von 40 Prozent, dass ihre Gesetze nicht streng genug seien. Vor dem Hintergrund der Diskussion um staatliche Datenspionage in den jeweiligen Ländern ein wenig überraschendes Ergebnis. Einigkeit jedoch auch bei dieser Frage zwischen Männern und Frauen – 50 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen insgesamt hielten nationale Gesetze für zu lasch.

Die Wahrnehmung: Wenn überhaupt, ist man in Deutschland sicher

Die Frage, welches Land über die vermeintlich strengsten Gesetze zur Datensicherheit verfügt, beantworteten 44 Prozent der Befragten mit „weiß ich nicht.“ Die restlichen Antworten verteilen sich wie folgt: 24 Prozent und damit die meisten der Befragten vermuten, dass Deutschland die sichersten Gesetze hat. Für Großbritannien votierten 11 Prozent der Befragten, Frankreich trauen nur noch 8 Prozent gute Datenschutzgesetze zu. Ebenfalls genannt wurden Luxemburg mit 3 Prozent, Dänemark, Schweden und Österreich zu jeweils 2 Prozent und Finnland und Belgien mit je 1 Prozent der Antworten. Alle anderen Länder der EU verfügen bei den Befragten über null Prozent Vertrauen in Sachen Datenschutz-Gesetzgebung.

Beim Blick auf das erstplazierte Deutschland zeigt sich, dass die Deutschen selbst mit 34 Prozent am meisten an die deutsche Gesetzgebung glauben, gefolgt von den Franzosen mit 23 Prozent und den Briten mit 16 Prozent Vertrauen in die hiesige Rechtsprechung.

Französische Arbeitnehmer am unsichersten

Im Ergebnis lässt sich sagen, dass die Franzosen in Sachen Datensicherheit in ihrem Land die größten Baustellen sehen. Neben den eben beschriebenen Zahlen zur Gesetzeslage haben die Franzosen mit 86 Prozent auch die größte Angst vor Datenverlust. Diese Zahlen liegen in England bei 78 Prozent und in Deutschland bei 74 Prozent. Auch die Sorge hinsichtlich Cyberkriminalität ist Frankreich mit 49 Prozent am größten. In Deutschland sorgen sich nur 29 Prozent, dass Daten in die Hände von Cyberkriminellen geraten könnten, in England sind es 45 Prozent. Grande nation, grand problème?

Über Sophos: Mehr als 100 Millionen Anwender in 150 Ländern verlassen sich auf Sophos‘ Complete-Security-Lösungen als den besten Schutz vor komplexen IT-Bedrohungen und Datenverlust. Sophos bietet dafür preisgekrönte Verschlüsselungs-, Endpoint-Security-, Web-, Email-, Mobile- und Network Security-Lösungen an, die einfach zu verwalten, zu installieren und einzusetzen sind.

 

Studie: Soziales Engagement zahlt auf das Arbeitgeberimage ein

Die Arbeit ist egal, Hauptsache, das Geld stimmt – diese Aussage mag auf frühere Generationen von Arbeitnehmern zugetroffen haben. Junge Jobsuchende, insbesondere die Angehörigen der sogenannten Generation Y, achten dagegen immer stärker darauf, bei welchen Unternehmen sie ihre Karriere verfolgen. Besonders wichtig ist ihnen bei der Wahl des Arbeitgebers, ob sich ein Unternehmen sozial engagiert.

Dies ist das Ergebnis einer Studie von Nielsen, einem Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern. So gab bei der weltweiten Studie zum Thema „Corporate Social Responsibility“ fast die Hälfte (43 Prozent) der befragten Deutschen an, dass sie lieber für ein Unternehmen arbeiten möchte, das sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben hat. Dabei zeigt sich ganz klar, dass dieses Motiv umso stärker ist, je jünger der Arbeitnehmer ist. Angehörige der Generationen X und Y, also die heute 20- bis 49-Jährigen, wählen ihren Job doppelt so häufig nach diesem Kriterium aus wie Zugehörige der sogenannten Baby-Boomer-Generation.

Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland, hält diese Erkenntnis vor allem aus einem Grund für so bedeutsam: „Gerade in Deutschland macht sich der Fachkräftemangel immer stärker bemerkbar. Vor allem in technischen Berufen kämpfen die Unternehmen um qualifizierte Bewerber. CSR-Engagement kann also ein Punkt sein, sich als guter Arbeitgeber zu positionieren.“ Weltweit gesehen sind die jungen Berufsanfänger sogar noch stärker darauf fixiert, für Unternehmen mit sozialem Engagement zu arbeiten: Mehr als die Hälfte derjenigen, die bei der Jobwahl auf dieses Kriterium achten, sind unter 34 Jahre alt.

Allerdings zählt nicht jedes soziale Projekt, das ein Unternehmen in Angriff nimmt, auch sofort auf das Arbeitgeberimage ein. „Hier unterscheiden die Arbeitssuchenden sehr genau, ob CSR-Freundlichkeit ein bloßes Lippenbekenntnis oder ernst gemeint ist“, sagt Schier. Er macht drei Punkte aus, die ein positives Arbeitgeberimage unterstützen:

  1. Nachhaltige und langfristige Projekte, die zum Unternehmen passen. Bewerber merken schnell, ob eine Aktion eine werbewirksame Eintagsfliege oder ein echtes, tiefer gehendes Engagement mit Herz ist. Passende Projekte erzielen Glaubwürdigkeit.
  2. Tue Gutes und sprich darüber – und zwar intern wie extern. Eigene Mitarbeiter sind die beste Werbung für ihren Arbeitgeber. Das können sie aber nur sein, wenn sie wissen, welche Vorzüge ihr Arbeitgeber hat und welche positiven CSR-Projekte er verfolgt.
  3. Echte Nachhaltigkeit darf sich nicht auf ein Projekt beschränken. Das Unternehmen muss dieses Ziel in sein gesamtes Handeln implementieren. Zum Beispiel sollte ein Unternehmen nicht Projekte gegen das Abholzen von Regenwäldern unterstützen, gleichzeitig aber im digitalen Zeitalter von Bewerbern noch mehrfach ausgedruckte Bewerbungsunterlagen verlangen.

Den vollständigen internationalen Report zur Studie können Sie kostenfrei über folgenden Link downloaden.

TCO Certified : Käufer bringen IT-Marken dazu, verantwortungsvollere Elektronik herzustellen

TCOCertifiedlogoElektronik und IT-Produkte werden größtenteils unter schwierigen Arbeitsbedingungen in Lieferketten mit hohem Preisdruck hergestellt. Dieser Druck führt zu extrem vielen Überstunden, unsicheren Arbeitsumgebungen und anderen negativen Folgen für die Arbeiter. Während einige Marken zu verantwortungsvolleren Praktiken übergehen, ist es wichtig, dass Unternehmen, die IT-Produkte kaufen, Werkzeuge wie die neue EU-Richtlinie für öffentliche Einkäufe (EU Public Purchasing Directive) nutzen, um die nachhaltigere Herstellung von Elektronik weiter voranzutreiben.

Verschiedene IT-Marken zeigen bereits ein größeres Engagement für soziale und ökologische Verantwortung. Ein neuer Bericht von TCO Development zeigt, dass 17 Marken ihre Bemühungen verstärkt haben, Verhaltensregeln und korrektive Maßnahmen zu implementieren, indem sie die Plattform von TCO Certified nutzen, die von der Nachhaltigkeitsorganisation TCO Development geleitet wird.

Niclas Rydell von TCO Development kommentierte: „Seit Kriterien für die soziale Verantwortung in das Programm TCO Certified aufgenommen wurden, sehen wir, dass ein offenerer Dialog zwischen Marken und Anbietern stattfindet sowie ein höheres Markenbewusstsein bezüglich der Abläufe der Lieferkette.“

Indem eine sozial verantwortliche Herstellung bei der Auswahl von IT-Produkten in den Vordergrund gestellt wird, können Käufer die Marken direkt zu einer kontinuierlichen Verbesserung anregen. Die neue EU-Richtlinie für öffentliche Einkäufe drängt Käufer dazu, beim Kauf von IT-Produkten soziale und ökologische Faktoren zu berücksichtigen und Zertifizierungen zur Überprüfung der Einhaltung dieser Anforderungen bei den Produkten zu nutzen. “Die Herausforderung besteht für Käufer darin herauszufinden, ob die Produkte, die sie kaufen, tatsächlich den eigenen gesetzten Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. TCO Certified bietet diesen Nachweis und stellt damit sowohl den Herstellern als auch den Käufern die vertrauenswürdige Überprüfung durch Dritte bereit„, schloss Niclas Rydell.

TCO Certified ist eine internationale Nachhaltigkeitszertifizierung für IT-Produkte durch Dritte. Die Kriterien von TCO Certified umfassen ökologische und soziale Risiken im gesamten IT-Produktlebenszyklus. Dieser einzigartige Mix an Kriterien macht TCO Certified zur umfangreichsten Zertifizierung von IT-Produkten durch Dritte.

„Share Economy“: Tauschen übers Internet immer attraktiver

Tauschen und Teilen übers Internet wird immer attraktiver – von Lebensmitteln über Kleidung bis Dienstleistungen. So werden Ressourcen gemeinsam genutzt, Kosten gespart und die Umwelt geschont, erklärte die Konsumenteninformation der Arbeiterkammer (AK) OÖ in einem Beitrag im „DerStandard“ online. … mehr … http://tinyurl.com/ldbo597

„Flaschen“pfand für Althandys: Zukunftslotse ist für Rücknahmeregelung mit Nutzervorteil

Fast in jedem Haushalt dasselbe: Elektronikschrott in der Schublade (Foto: InnoMedia)

Fast in jedem Haushalt dasselbe: Elektronikschrott in der Schublade (Foto: InnoMedia)

Ausgediente Handys, Notebooks & Co. als unerschlossene Rohstoffquellen sollten durch ein Sammelsystem mit Rückgabebonus in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Dafür regt der Münchner Zukunftslotse und Nachhaltigkeitsexperte Thomas Strobel eine attraktive „Pfandregelung“ an. In Deutschland, mit aktuell über 63 Mio. Handyverträgen, liegen nach konservativen Schätzungen seit Jahren bis zu 100 Mio. ausgediente Geräte in Schränken und Schubladen. In den USA, wo es bereits spezielle Rücknahmeautomaten mit Wertgutscheinen gibt, sollen es sogar eine Milliarde Uralt-Mobiles sein.

„Rohstofflager Schublade“ erschließen

Laut Strobel sind „tote“ Handys und andere Elektrogeräte mit Edelmetallen (Gold, Silber, Platin, Palladium), strategischen Metallen (Kobald, Indium, Tantal) und seltenen Erden eine sofort verfügbare Rohstoffquelle. „Deutsche Haushalte haben im ‚Rohstofflager Schublade‘ enorme Schätze, die es angesichts zunehmender Rohstoffverknappung systematisch zu heben gilt“, fordert Strobel. Laut Bayerischem Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz enthalten 40 Handys oder Smartphones so viel Gold wie eine Tonne Golderz aus der Mine. Schon heute gibt es Überlegungen, mit „Urban Mining“ alte Mülldeponien zur Gewinnung von Rohstoffen zu nutzen. Laut Strobel wäre die Abkürzung dieses Wegs über die Schublade ein klarer Effizienzgewinn auf dem Weg zu besseren Recyclingkreisläufen.

Neue Geschäftsmodelle mit Produktleasing

In seinem Nachhaltigkeitsansatz geht der als besonders industrienah geltende Zukunftslotse, der mit Insiderteams für die Industriebereiche Textil und Papier die Umsatz- und Verwertungshorizonte für die jeweiligen Materialien und Werkstoffe samt dem notwendigen Forschungsbedarf analysiert, noch weiter. Hersteller und Anbieter sollten Kurs auf neue Geschäftsmodelle nehmen, bei denen Produktleasing vor Verkauf steht. „Der Nutzer müsste dann eine Nutzungsgebühr an das Leasingunternehmen zahlen und zugleich einen Pfandbetrag hinterlegen, der nach Rückgabe des Gerätes gutgeschrieben oder ausbezahlt wird.“ Vorteil: Der Hersteller bleibt Eigentümer und hat ein Interesse am geschlossenen Produktkreislauf. Außerdem kann dadurch die Lebensdauer von Geräten verlängert werden, weil aufgearbeitete, mit neuen Akkus und aktueller Software bestückte Geräte ein zweites oder drittes Mal in den Leasingkreislauf aufgenommen werden können.

Zudem sollte bereits im Herstellungsprozess von Consumer Electronics das Produktdesign so verändert werden, dass die Produktlebensdauer durch Software-Updates verlängert werden kann, betont der Maschinenbauingenieur. Beispiel Handy: Früher waren Display, Tastatur, Geräte-Software und Gehäuseform Designelemente des Herstellers. Heute sind die Mobiltelefone nur noch „Display“, die Tastatur wird eingeblendet, die Apps werden nach persönlichem Bedarf heruntergeladen.

Nichtnachhaltigkeitssteuer angeregt

Aus Gründen der Nachhaltigkeit sollte ferner das Gestaltungsprinzip Design-to-Recycle etabliert werden. Folge: Wer ein Produkt entwickelt, muss auch den Nachweis antreten, wie gut es repariert und am Ende der Lebensdauer demontiert werden kann. Dazu gehörten Angaben darüber, welche Komponenten direkt weiter verwendet bzw. welche Rohstoffe wieder nutzbar gemacht werden können. „Je besser dieses Konzept umgesetzt wird, desto geringer ist der ‚Recyclingindex‘ für ein Produkt und desto niedriger ist die zukünftige ‚Nichtnachhaltigkeitssteuer‘ für den Hersteller“, formuliert Strobel als Denkansatz für weitere Nachhaltigkeitsideen.

München auf dem besten Weg

Eine Vorreiterrolle auf kommunaler Ebene hat München übernommen. Die Stadt lässt zunächst 200 spezielle Container für Elektrokleingeräte an bereits bestehenden Wertstoffinseln aufstellen, um den Bewohnern der bayerischen Hauptstadt die umweltkonforme Entsorgung ihres Elektroschrotts zu erleichtern. Durch die anschließende fachgerechte Demontage der Altgeräte können enthaltene Edelmetalle und seltene Erden direkt in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden.

Mehr Infos unter www.fenwis.de

Websale: „Umweltschutz ist auch im Onlinehandel wichtig“

 Johannes W. Klinger, Vorstand von Websale.

Johannes W. Klinger, Vorstand von Websale.

Die E-Commerce-Branche wird auch in den kommenden Jahren weiter wachsen und somit auch die CO2-Emissionen, die durch den Onlinehandel verursacht werden. CO2-Emissionen entstehen beim eCommerce nicht nur durch Produktherstellung und Lieferung, sondern auch in erheblichem Maß durch die notwendigen Netze sowie die Rechenzentren mit Servern und Klimaanlagen.

Umwelt- und Klimaschutz bedeutet Zukunftsvorsorge und hat daher bei vielen Menschen eine weiter zunehmende Bedeutung. Um dieser wachsenden Bedeutung auch im Onlinehandel gerecht zu werden, bietet Websale die weltweit erste 100 Prozent klimaneutrale Shoplösung.

Die Shoplösung wird dafür zum einen komplett klimaneutral erstellt. Das bedeutet, dass alle Dienstleistungen, begonnen bei der Softwareentwicklung, über den Support bis hin zum Vertrieb, selbst unter Berücksichtigung der Anfahrtswege der Mitarbeiter, klimaneutral erbracht werden. Zum anderen erfolgt durch Websale auch der gesamte Shopbetrieb für alle Versandhandelsunternehmen die unsere Shoplösung einsetzen klimaneutral. Um die durch Dienstleistungen und Serverbetrieb entstandenen Emissionen auszugleichen, fördert Websale geprüfte und zertifizierte Projekte, mit denen frühere hohe CO2-Emissionen drastisch reduziert werden. Derzeit zum Beispiel ein intelligentes Wasseraufbereitungsprojekt im Westen Kenias.

Darüber hinaus bietet das Shopsystem eine clever konzipierte „Klima-Schnittstelle“, über die für jedes Produkt die für Herstellung und Lieferung verursachten CO2-Emissionen errechnet werden und per Knopfdruck durch einen kleinen Mehrbetrag ausgeglichen werden können. Versandhändler, die diese Schnittstelle nutzen, lassen dafür im Vorfeld von einem spezialisierten Dienstleister die CO2-Bilanz ihrer Produkte ermitteln. Im Bestellvorgang kann jeder Kunde im Shop selbst entscheiden ob er sein Produkt klimaneutral erwerben möchte. Wenn ja, kann er dazu unter verschiedenen angebotenen Klimaschutzprojekten dasjenige auswählen, das er unterstützen möchte.

Mit unserer eigenen Beteiligung zum Klimaschutz möchten wir uns für einen nachhaltigen Onlinehandel einsetzen und mit der „Klima-Schnittstelle“ möchten wir Versandhändler motivieren sich kostenneutral zu engagieren und gleichzeitig ihren Kunden einen besonderen Mehrwert zu bieten.

Autor: Johannes W. Klinger, Vorstand von Websale.

Compuware : „Ehrenamtliche Tätigkeiten und soziales Engagement der Mitarbeiter sind Eckpfeiler unserer Unternehmenskultur“

Denise Starr, Compuware Chief Administrative Officer.

Denise Starr, Compuware Chief Administrative Officer.

Nachhaltigkeit steht bei Compuware in allen Bereichen des Unternehmens und in verschiedenen Communities weit oben auf der Agenda. Von Fitness- und Gesundheitsprogrammen, technologischer Weiterbildung und der Förderung der kulturellen Vielfalt innerhalb des Compuware-Konzerns profitieren so nicht nur Mitarbeiter, sondern in der Folge auch die Aktionäre, Kunden und Partner des Unternehmens. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten und soziales Engagement unserer Mitarbeiter sind seit jeher Eckpfeiler der Compuware-Unternehmenskultur und wir freuen uns, sich Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen für einen guten Zweck engagieren.

Eines der Felder, in denen Freiwilligenarbeit eine große Rolle spielt, ist die Zusammenarbeit mit Schülern und Studierenden. Compuware-Experten vermitteln regelmäßig ihre Erfahrungen an den technologisch interessierten Nachwuchs und ergänzen mit einer Reihe von Programmen die pädagogischen Lehrpläne in Schulen und Studieneinrichtungen in den USA. Der tiefe Praxiseinblick gibt Schülern und Studenten ein klares Bild dessen, welche Perspektiven sie im IT-Umfeld erwarten und gibt ihnen Sicherheit bei der Jobsuche.

Dazu wurde vor einigen Jahren „Compuware Tech Trek“ ins Leben gerufen – ein Programm, das Kinder und Jugendliche für die Welt der Technik begeistern und einen Grundstein für die weitere Entwicklung legen soll. So hatten im Jahr 2013 mehr als 250 Teilnehmer im Alter von 11 bis 14 Jahren Gelegenheit, sich bei Experten im Compuware-Headquarter in Detroit über Technologie zu informieren und sich bei Mitmach-Aktionen, wie dem Gestalten einer eigenen Webseite, auszuprobieren. Diesem Konzept folgen auch lokale Aktionen, wie der Girls Day in Deutschland, bei dem Mädchen einen Einblick in technikorientierte Berufe erhalten und Interesse für Informationstechnologie und mobile Anwendungen zu wecken.

Neben diesen Bildungsprogrammen ist auch die Zusammenarbeit mit Non-Profit-Organisationen ein wichtiges Anliegen für Compuware. So engagieren sich Compuware-Mitarbeiter rund um den Globus und widmen jährlich Zeit und Geld für soziale Projekte, wie Thames Valley Hospice, Ung Cancer, Ronald McDonald House und United Way. Dabei ist, neben Geldspenden, vor allem die Hilfe vor Ort ein wichtiges Mittel der Unterstützung. So halfen Compuware-Mitarbeiter bei der Ronald McDonald Kinderhilfe in Amsterdam beim Hausputz und bei der Gartenarbeit mit. Dadurch leistet Compuware weltweit einen wichtiger Beitrag zur Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie zur Stärkung der gegenseitigen Achtung und Chancengleichheit.

Autor: Denise Starr, Compuware Chief Administrative Officer. In dieser Funktion sorgt sie dafür, den effektiven und effizienten Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Dazu gehört die Verantwortung für sämtliche Gebäude und Immobilien des Unternehmens sowie Einkauf und verwaltungstechnischer Support, wie auch Lizenzmanagement, Produktdistribution und Kundendienst-Hotline. Denise Starr ist seit 1989 für Compuware tätig und engagiert sich außerdem aktiv in verschiedenen gemeinnützigen Gremien.

Weitere Informationen zum sozialen Engagement von Compuware finden Sie auf unserer Webseite: www.compuware.com/about/community-involvement.html

 

 

Online-Wettbewerb: Unternehmen suchen Ideenskizzen für smarte Umweltprojekte

Kann eine Verpackung mit ökologischer Intelligenz aufgeladen werden, um automatisch nach Gebrauch den Weg zum Recycling zu finden? Kann man Produkte besser gestalten, um ihnen neues Leben einzuhauchen, statt sie auf die Müllkippe zu schmeißen? Gibt es Alternativen bei Recyclingprodukten, die über Schallschutzwände, Rasengittersteine und klobige Parkbänke hinausgehen? Gibt es eine smarte Logistik, um mehr Sekundärrohstoffe aus dem Abfall zu ziehen?

Deutschland muss nicht nur die Energiewende stemmen. Es gibt noch ein anderes Ziel der Bundesregierung, das vielleicht nicht so prominent in den Hinterköpfen steckt: Spätestens bis 2020 will man vollständig aus der Beseitigungswirtschaft aussteigen und alle Deponien schließen. Damit verabschieden wir uns endgültig vom menschlichen Archetypus, Dinge nach dem Verlust individueller Wertschätzung einfach zu vergraben oder zu verbrennen, nach dem Motto: Aus dem Auge, aus dem Sinn.

Das ökologische Anforderungsprofil in den nächsten sechs Jahren hat der BUND trefflich formuliert: „Funktional, langlebig und damit kostengünstig, ressourcenleicht und emissionsarm, reperaturfreundlich, wiedervertbar, risikoarm, fehlerfreundlich und rückholbar.“ An der Aufzählung erkennt man, wie schwierig der Abschied von der klassischen Müllentsorgung zu bewerkstelligen ist. Für die Denker und Lenker im Land der Tüftler, Ingenieure, Designer, Logistiker, Umweltexperten und Studenten ein lukratives Betätigungsfeld. Gefragt sind also Ideen. Und die wollen Green Alley und die Crowdfunding-Plattform Seedmatch in einem Wettbewerb für Gründer ankurbeln.

Dabei geht es nicht so sehr um fertige Konzepte, Produkte oder Prototypen, es geht vielmehr um Ideenskizzen, die zu einem wirtschaftlichen Erfolg geführt werden können, so Miriam Kehl vom Gründernetzwerk Green Alley im Gespräch mit dem Blog „ichsagmal„. „Es geht um neue grüne Ideen, die unsere Sichtweise auf Abfall und die Kreislaufwirtschaft weiterentwickeln.“

Dazu zählen Ressourcenschonung, Plattformen zur Vermarktung von Recyclingprodukten, Logistikkonzepte, umweltfreundliches Verpackungsdesign, Rückgewinnung von Elektronikgeräten, Möglichkeiten für die Wiederverwendung von gebrauchten Produkten, Möbel aus Recyclingmaterial, Kunstobjekte und dergleichen mehr. Zu gewinnen gibt es Preisgelder, mietfreies Arbeiten in Berlin, Zugang zu Kontakten der Green Economy und die erste Pressekonferenz.

Die sechs bis acht besten Ideen werden Ende September zu einem Pitch nach Berlin eingeladen. Die drei Gewinner mit den besten Ideen erhalten jeweils ein Preisgeld von 5.000 Euro, sechs Monate mietfreies Arbeiten im Green Alley Coworking Space in Berlin-Wedding sowie die Möglichkeit zur Vernetzung mit anderen Start-ups und Experten der Green Economy.

„In der ganz frühen Phase gibt es Unterstützung bei der strategischen Ausrichtung des Geschäftsmodells und beim Markteintritt, später könnte zum Beispiel mit dem weitflächigen Landbell-Netzwerk weitergeholfen werden, indem für bestimmte Fragen die richtigen Ansprechpartner vermittelt werden“, sagt Kehl. Sie hält den Rat Professor Faltin übrigens für sinnvoll, zuerst an der kreativen Geschäftsidee zu arbeiten und sich die Expertise von anderen Unternehmen zu holen – also die Komponenten-Ökonomie für Startups.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Juli. Man hat also noch gut vier Wochen Zeit, ein Ideen-Gewimmel zu entfachen, wie es der Schriftsteller Jean Paul ausdrückte. Bewerbungen unter: www.green-alley.seedmatch.de/de/bewerben.html

Autor: Redaktion www.ne-na.deGunnar Sohn

 

 

United Nations looks to scientists using big data to help tackle climate change

An innovative competition aimed at stimulating the use of big data to highlight the impacts of climate change has received an overwhelming response from the global scientific community, prompting organizers of the “Big Data Climate Challenge” to announce extension of the submission deadline to June 30.

The Big Data Climate Challenge brings together the fields of Big Data and climate change for the first time in a global competition. It is being hosted by United Nations Global Pulse in support of the Secretary-General’s Climate Summit on 23 September 2014 at UN Headquarters in New York, just before the UN General Assembly.

Winners of the Challenge will get the opportunity to showcase their projects at the Climate Summit, which will attended by heads of state, CEOs of major corporations and civil society organizations from around the world.

The Big Data Climate Challenge seeks published or implemented projects that use Big Data to show the real world impacts of climate change, revealing both the economic implications of climate impact and opportunities to manage climate risks.

Multidisciplinary initiatives from all relevant fields may apply, including but not limited to energy, smart cities, transportation, agriculture and food systems, recycling, material sciences, risk management, architecture and design, finance and carbon markets.

A global Advisory Board of high-profile experts in climate science, data and sustainable development will help evaluate submissions. The Board includes advisors from Skoll Global, African Development Bank, Indian Institute of Science, MIT Senseable Cities Lab and World Meteorological Organization. Additional advisors from UN agencies including World Food Programme, UN Environment Programme and UN Population Fund will provide further technical support.

“We’re confident that data-driven climate solutions exist around the globe—we just have to find them. And the Big Data Climate Challenge seeks to unearth and highlight the best examples out there,” said UN Global Pulse Chief Scientist Dr. Miguel Luengo-Oroz. “The impressive submissions that the Challenge has already received demonstrate both the relevance and importance of bringing the Big Data and climate communities together.”