Schlagwort-Archiv: Nachhaltigkeit

Energie- und Wasserversorger noch verhalten bei der Digitalisierung

Die Digitalisierung der Energie- und Wasserversorgung erreichte im Jahr 2015 mit 47 von 100 Indexpunkten einen durchschnittlichen Digitalisierungsgrad. Damit stehen diese Branchen beim Grad ihrer digitalen Transformation auf Platz 5 von insgesamt elf untersuchten Branchen. Bis 2020 wird der Wirtschaftsindex DIGITAL der Energie- und Wasserversorgung um zwölf auf dann 59 Punkte steigen. Auch wenn damit das Digitalisierungstempo deutlich zulegt, werden die Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung in 2020 erneut nur durchschnittlich digitalisiert sein.

Dies sind die Ergebnisse des Monitoring Report Wirtschaft DIGITAL 2015, den TNS Infratest und das ZEW im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellt haben. Insgesamt erreicht Deutschland beim Digitalisierungsgrad seiner gewerblichen Wirtschaft erst 49 von 100 möglichen Indexpunkten. Für 2020 prognostizieren die befragten Unternehmen einen verhaltenen Anstieg auf 56 Punkte. Die elf untersuchten Kernbranchen wurden in fünf Digitalisierungsdimensionen zwischen stark überdurchschnittlich bis stark unterdurchschnittlich digitalisiert aufgeteilt.

59 Prozent der dienstleistenden Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung halten den Einfluss der Digitalisierung auf ihren Geschäftserfolg 2015 für gering. 20 Prozent der befragten Unternehmen dagegen gehen von einer starken Einflussnahme aus. Bieten nur sieben Prozent der Versorgerunternehmen keine digitalen Produkte und Services digital an, so haben 26 Prozent bereits umfängliche digitalisierte Angebote in ihrem Portfolio. Zufrieden zeigen sich mit dem bisher erreichten Digitalisierungsgrad 84 Prozent der befragten Unternehmen.

Ein Drittel der befragten Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung gaben an, ihre Prozesse in geringem Umfang digitalisiert zu haben. 33 Prozent sagen, bereits mehr als 60 Prozent ihrer Geschäftsprozesse digitalisiert zu haben. Eine starke Einbettung der Digitalisierung in die Unternehmensstrategie haben 57 Prozent vollzogen. Dieser Wert steigt nach eigenen Aussagen bis 2020 auf 64 Prozent an.

Als vordringlichste Aufgabe der Politik sehen beide Branchen mit jeweils 93 Prozent die Förderung des Breitbandausbaus und der IT-Sicherheit.

Digitalisierungsprofile: Digitalisierung in der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland

TNS Infratest und ZEW haben im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im neuen Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2015 erstmals den Digitalisierungsgrad der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland nach insgesamt elf Branchen differenziert erhoben. Unter Digitalisierung verstehen wir die Nutzungsintensität von digitalen Technologien und Diensten, die Ausrichtung der Unternehmen auf die Digitalisierung und den Einfluss der Digitalisierung auf den Geschäftserfolg. Das Digitalisierungsprofil „Energie- und Wasserversorger“ sowie zehn weitere Digitalisierungsprofile können  heruntergeladen werden.

Studiensteckbrief: TNS Infratest führte vom 17. August bis 11. September 2015 eine repräsentative Befragung unter den deutschen Unternehmen zum Stand und zu den künftigen Perspektiven der Digitalisierung in Deutschland durch. Der Fragebogen wurde in enger Projektpartnerschaft gemeinsam mit dem ZEW, Mannheim, erarbeitet. Die Befragung ist für die gesamte gewerbliche Wirtschaft repräsentativ, das heißt für die folgenden elf Branchen: Maschinenbau, Fahrzeugbau, chemisch-pharmazeutische Industrie, sonstiges verarbeitendes Gewerbe, Informations- und Kommunikationswirtschaft, Energie- und Wasserversorgung, Handel, Bereich Verkehr und Logistik, Finanz- und Versicherungswirtschaft sowie für die wissensintensiven Dienstleister (wie z.B. Beratungen, Medien, Marktforschung) und die Gesundheitswirtschaft.

Flashfood & Shareconomy: App macht Verschwendung den Garaus

Allein in Kanada landen jährlich Lebensmittel im Wert von rund 31 Mrd. Dollar im Müll. Josh Domingues will das durch seine App „Flashfood“  ändern. Damit können Restaurants und Supermärkte in Toronto Fotos von Produkten veröffentlichen, die sich kurz vor dem Ablaufdatum befinden. Interessierte Käufer können sich die Lebensmittel dann zu einem sehr günstigen Preis noch am selben Tag abholen, berichtet „Pressetext“. … mehr …

 

Deutschland will Vorreiter bei der intelligenten Straßenbeleuchtung werden

Intelligente StraßenlaterneFür die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft spielt die digitale Transformation der Kommunen eine wichtige Rolle. Nachhaltige Verkehrsüberwachung, energieeffiziente Beleuchtung und Ladestationen für Elektrofahrzeuge sind nur wenige Beispiele zukünftiger Leitmärkte. Städte und Kommunen haben die Chance, die notwendige Modernisierung der Straßenbeleuchtung zumeist mit LED-Leuchten zum Aufbau einer digitalen städtischen Infrastruktur zu nutzen.

Voraussetzung ist jedoch die Standardisierung der bisherigen simplen Lichtquelle zu einer integrierten multifunktionalen Infrastruktur. Dazu haben das Urban Software Institute ([ui!]) und DIN (Deutsches Institut für Normung e.V.) ein Industriekonsortium gebildet, das die Entwicklung einer DIN SPEC für die Spezifikation von integrierter multifunktionaler Straßenbeleuchtung ermöglicht. Das Konsortium nimmt heute auf der Metropolitan Solutions in Berlin seine Arbeit auf und wird nach sechs Monaten die Ergebnisse veröffentlichen.

Alleine in Europa müssen in den nächsten Jahren etwa zehn Millionen Straßenlaternen ausgetauscht oder instand gesetzt werden. Denn drei vor vier der über 60 Millionen Straßenleuchten sind mehr als 25 Jahre alt.

Die Genehmigung für die veralteten Glühbirnen läuft aus sie verschwenden Energie. Rund drei Milliarden Euro kosten die Kommunen diese veraltete Technik, was zwischen 25 und 50 Prozent der Energiekosten einer Kommune ausmacht. Die Modernisierung mit LED-Technologie eröffnet den Kommunen jetzt die Chance, über das Sparen von Energie und Kosten hinaus, eine einmalige digitale städtische Infrastruktur aufzubauen.

Aus Straßenbeleuchtung werden multifunktionale Masten: Ausgerüstet mit öffentlichem WLAN, Notruffunktionen, Sensorik zur Messung von Schadstoffen und CO2, Instrumenten der Verkehrsmessung und -steuerung bis hin zur Ladestation für Elektrofahrzeuge ermöglichen sie die Digitalisierung des städtischen Raums. Die anonymisierten Informationen können Bürger und Unternehmen für innovative Anwendungen nutzen. So können zum Beispiel Sicherheit und Komfort auf den Straßen erhöht, Energie intelligent genutzt und Daten zur Einhaltung von kritischen Schadstoffen gesammelt werden. „Der Austausch von Glühbirnen durch LEDs ist zu wenig. Mit digitalisierter Straßenbeleuchtung bauen wir die Smart City“, sagt Prof. Dr. Lutz Heuser, CEO des Urban Software Institutes.

 Bedarf einer Standardisierung

Bislang ist jedoch nicht festgelegt, was die Straßenlaterne von morgen leisten kann, welche Anforderungen an Qualität, Sicherheit oder Schnittstellenkompatibilität notwendig sind. Es gibt verschiedene einzelne Produkte, aber keine Rahmendaten für die Marktentwicklung. Kommunen, die investieren wollen, fehlt die rechtliche Sicherheit.

Das Marktpotenzial kann nur erschlossen werden, wenn die bislang autark agierenden Parteien wie Hersteller, Städteplaner, Kommunen, IT- und Beratungsfirmen sowie Lichttechniker zusammen arbeiten. Dies ist jetzt gelungen: [ui!] und DIN haben ein Konsortium gebildet, das eine „DIN SPEC“, einen ersten Standard für die Beschreibung der intelligenten Straßenbeleuchtung sowie ihrer einzelnen Funktionen, erarbeitet.

Ziel ist es, auf Basis eines standardisierten modularen Aufbaus eine Orientierungshilfe für Entscheider, Beschaffer und Planer bei der Gestaltung der digitalen Infrastruktur geben zu können. Einkäufer erhalten darüber hinaus Unterstützung bei der Spezifikation der zu installierenden Beleuchtungen. „Der Marktdurchbruch gelingt nur, wenn wir in Deutschland die intelligente Straßenbeleuchtung definieren und Qualität sichern, ergänzt Joachim Lonien, DIN. Mitglieder des Konsortiums repräsentieren in geradezu einzigartiger Weise das notwendige branchenübergreifende Wissen, das für eine solche Integrationsaufgabe unerlässlich ist.

Konsortialpartner –koordiniert von [ui!]

  • Betreiber von Stadtbeleuchtungsinfrastruktur: EnBW (mit Produktlinie SM!GHT); Alliander; RheinEnergie;
  • Lichtmanagement und Ladeinfrastruktur: Schréder (mit Produktlinie Shuffle); Trilux; Continental (mit Connected Car); eluminocity;
  • Kommunikation und Plattformen für Internet der Dinge: Deutsche Telekom; NXP (mit Connected Car & Security); Microsoft.

 Zukünftige Einnahmequelle für Kommunen

Während die Straßenlaternen heute ein hoher Kostenpunkt im kommunalen Haushalt sind, kann der digitalisierte Straßenmast eine Einnahmequelle für die Kommunen werden. Denn der Daten- und Informationsknotenpunkt liefert wertvolle Informationen, die von den Kommunen weiter verwertet oder Unternehmen für neue Geschäftsmodelle zur Verfügung gestellt werden kann. Viele der Daten sind dabei nicht neu, nur liegen sie heute unsortiert und ungenutzt bei den verschieden Verkehrs-, Umwelt oder Bauämtern verteilt. Kommunen, die heute ihre Straßenlaternen nur mit energiesparenden Leuchten ausrüsten, verpassen die Chance, die hohe Kosten und das aufwändige Austauschen zu nutzen und gleich zusätzliche Technologien einzubauen.

 DIN SPEC als Basis für europaweite Norm

Das schnelle Voranschreiten des DIN-Standardisierungsprozesses ist ganz im Sinne der Europäischen Kommission. Sie fordert die intelligente Straßenbeleuchtung als Beitrag zur Erreichung der europäischen Klimaziele 2020. Weitaus wichtiger ist es der Kommission aber noch, die Digitalisierung der kommunalen Infrastruktur im Rahmen von Smart-City-Projekten europaweit voranzutreiben. Direkt nach ihrer Veröffentlichung zum Ende des Jahres soll die neue DIN SPEC deshalb an die Europäische Kommission bzw. die europäischen Normungsorganisationen CEN/CENELEC herangetragen werden. Und so könnte aus einem nationalen bald ein europaweiter Standard werden, der die Vorreiterrolle der deutschen Wirtschaft beim Thema Smart Cities zusätzlich untermauert.

Hightech-Schuhsohle „Hero“ lädt Handy beim Gehen

Die auf Schuhe spezialisierte Firma Vibram  hat in Zusammenrabeit mit dem  Centro per MicroBioRobotica  eine Hightech-Schuhsohle namens „Hero“ entwickelt. Mithilfe der in vollem Namen bezeichneten „Harvesting of Energy in Rubber Outsole“ kann der Benutzer Strom für die Ladung von Smartphones und Tablets selbst erzeugen.

Informationen in Echtzeit

„Beim Gehen wandelt die als Zwischeneinlage konzipierte Sohle die dabei entstehende kinetische in elektrische Energie um“, ist von Vibram zu hören. Die Kapazität liegt bei einem Watt Gleichstrom, sodass etwa nach acht Stunden acht Wattstunden zur Verfügung stehen. Zum System gehört ein selbst gespeister elektronischer Chip, der via Bluetooth die Verbindung zu einem Android-Handy herstellt und Infos in Echtzeit liefert – so zum Beispiel Ladezustand des Akkus, die Zahl der getätigten Schritte, Geolokalisierung und Fußtemperatur.

Unternehmer haften für Althandys: Digitale Sorglosigkeit kann teure Folgen haben

Jedes dritte Unternehmen stand laut dem IT-Branchenverband Bitkom in Deutschland bereits im Fadenkreuz von Cyberkriminalität. Der Schaden geht in die Milliarden. Datenlecks werden allerdings oftmals auch hausgemacht. Nicht nur wandern zahlreiche Notizen, Kopien und Akten in Papierform in den Müll, auch Smartphones und Tablet-PCs werden ausgetauscht ohne Datenvernichtung. Führend in der Disziplin Datenleck sind dabei kleinere und mittelständische Unternehmen: „Digitale Sorglosigkeit kann sehr teuer werden. Immer dann, wenn Daten von Kunden betroffen sind, tritt die Unternehmerhaftung ein. Und das kann einen Unternehmer die Existenz kosten“, warnt Dirk Ulrich. Sein Münchener Unternehmen Teqcycle Solutions hat gemeinsam mit der Deutschen Telekom einen Prozess entwickelt, der aussortierte Smartphones von Datenresten reinigt und weiterverwertet.

Bußgeld bis zu 50.000 Euro

Bei Verstößen gegen die Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes drohen den Unternehmen und Unternehmern Bußgelder bis zu 50.000 Euro. Schadenersatzansprüche von Kunden, deren Daten dabei betroffen wurden, oder Mitarbeitern sind hier noch nicht eingerechnet. „Ein Unternehmen haftet gegenüber einem geschädigten Dritten, sofern ein Verschulden nachzuweisen ist. Bei einem Altgerät, das im Elektroschrott entsorgt oder einem Mitarbeiter überlassen wurde und dann auf einem Flohmarkt oder auf einem Internet-Auktionsportal landet, tritt der Verursacher in die Haftung ein“, erklärt Dirk Ulrich. Einen wirklichen Prozess zur Datenlöschung hat nur ein knappes Viertel der Unternehmen, ergab eine Studie im Rahmen der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg.

Hierarchie schützt vor Strafe nicht

Ein Abtreten der Verantwortung im eigenen Unternehmen gilt im Übrigen nicht als Freibrief. Auch ein Entsorgungsauftrag an die IT-Abteilung ohne klare Prozessstruktur befreit nicht von der Haftung, die der Arbeitgeber im Normalfall trägt. Die Beweislast, ob ausschließlich ein Angestellter hier fahrlässig gehandelt hat, liegt bei dem Arbeitgeber. „Dies kann sich zur Zeitbombe entwickeln, vor allem, wenn Mitarbeiter relativ frei entscheiden dürfen, welche Daten auf dem mobilen Device sein können. Ein Prozess, der das Gerät komplett löscht, ist unbedingt nötig“, so Dirk Ulrich. Der Secure Take Back von Teqcycle ist von der DEKRA zertifiziert und in verschiedenen Varianten möglich – bis zur On-site-Löschung beim Kunden. Überschüsse aus der Weiterverwertung der Geräte – Verkauf oder Recycling nach der Löschung – fließen an die Kunden zurück.

Secure Take Back von Teqcycle deckt das gesamte Lifecycle-Management nach der Einsatzzeit von mobilen Endgeräten in Unternehmen, Institutionen und Behörden ab. Das Verfahren wurde als Standard gemeinsam mit der Deutschen Telekom entwickelt, der gesamte Rücknahmeprozess von der Abholung bis zur Weitervermarktung der Geräte ist dabei durch die DEKRA zertifiziert. Drei verschiedene Dienstleistungspakete stehen zur Verfügung: Kunden können die Geräte wahlweise in eigener Verpackung einsenden, oder Teqcycle stellt verplombte Versandcontainer zur Verfügung. Auf Wunsch findet die Datenlöschung auch direkt beim Kunden statt. Teqcycle arbeitet ausschließlich mit spezialisierten und zertifizierten Partnern in Deutschland. Mehrmals pro Jahr werden die Prozesse und beteiligten Instanzen in einem umfangreichen Audit überprüft, um die hochsichere Löschung für mobile Endgeräte zu gewährleisten.

Nielsen: Soziales Engagement, ja bitte! Doch Qualität und Leistung gehen vor

Die Mehrheit der Deutschen (52 Prozent) sind bereit, mehr Geld für Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen auszugeben, die sich für Gesellschaft und Umwelt engagieren. Nur 18 Prozent lehnen dies ab. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern liefert. In der Studie hat Nielsen in 60 Ländern weltweit untersucht, wie Nachhaltigkeit und soziales Engagement sich auf das Kaufverhalten von Verbrauchern auswirken.

„Die Bereitschaft, mehr für nachhaltige Produkte zu zahlen, ist bei den deutschen Verbrauchern im Vergleich zu unserer Studie von vor vier Jahren um ganze 20 Prozent gestiegen“, erläutert Ingo Schier, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nielsen Deutschland. „Diese Steigerung ist beachtlich und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig den Verbrauchern heute gesellschaftliche Verantwortung ist.“ 2011 lag der Anteil der Deutschen, die bereit waren, mehr für nachhaltige Produkte zu zahlen, noch bei 32 Prozent. 2013 war dieser Wert bereits um 5 Prozentpunkte gestiegen.

Qualität hat in Deutschland größten Einfluss auf den Kauf – Preis-Leistung bei Europäern vorn

Den größten Einfluss auf die Kaufentscheidung für Produkte des täglichen Bedarfs haben in Deutschland aber andere Faktoren. Entscheidend ist zunächst Qualität – sie belegt Platz Nummer eins (79%) im Ranking der Einflussfaktoren. Auf Platz zwei folgt ein gutes Preis-Leistungsverhältnis (78%). Den dritten Platz belegt das Vertrauen in eine Marke (61%). Rabatte oder Coupons beeinflussen die Kaufentscheidung zu 58 Prozent. Natürlichkeit und Frische eines Produktes folgen mit 57 Prozent auf Platz fünf. „Die Ergebnisse bestätigen, wie wichtig den Deutschen die Qualität beim Kauf von alltäglichen Produkten ist“, so Ingo Schier. „Im europäischen Durchschnitt steht dieser Faktor auf Platz zwei.“ Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis belegt bei den Europäern mit 67 Prozent den ersten Platz, Qualität folgt mit 63 Prozent.

Soziales Engagement auf den hinteren Plätzen

Faktoren, die auf das Engagement eines Unternehmens einzahlen, kommen bei den Deutschen auf den hinteren Plätzen. „Erst wenn die Basis-Anforderungen an ein Produkt erfüllt sind, zählen beim Verbraucher Punkte wie etwa Umweltfreundlichkeit oder das soziale Engagement der Hersteller“, sagt Ingo Schier. „Die Nachhaltigkeit von Produkten scheint für die Verbraucher weniger entscheidend für den Kauf eines Produktes zu sein.“

Stammt das Produkt von einem Unternehmen, das für sein soziales Engagement bekannt ist, wirkt sich dies zu 36 Prozent auf die Kaufentscheidung aus. Den gleichen Einfluss hat die Umweltfreundlichkeit eines Unternehmens mit ebenfalls 36 Prozent.

Bei der Verpackung lieber umweltfreundlich als praktisch

Umweltfreundliche Verpackungen sind bei den Deutschen sehr beliebt. Die Verbraucher geben an, dass sich eine umweltfreundliche Verpackung zu 40 Prozent auf ihre Kaufentscheidung auswirkt, während eine praktische Verpackung dies zu 36 Prozent tut. Ingo Schier: „Nachhaltigkeit ist ein weltweites Thema, das weiter an Dynamik gewinnen wird. Aus den Ergebnissen wird deutlich, dass Verbrauchern ihre Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt mehr und mehr bewusst wird. Das Gleiche erwarten sie auch von den Unternehmen.“

Den vollständigen internationalen Report können Sie kostenfrei anfordern.

Nachhaltigkeit: Smart City gegen Klimakollaps

Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung wird sich die Bevölkerungsstruktur in Deutschland durch den demographischen Wandel bis 2030 um eine halbe Million Mitbürger reduzieren. Während die Bevölkerungszahl in ländlichen Kommunen rückläufig ist, wird sich die Anwohnerzahl in Städten erhöhen. Städte müssen also zum Katalysator neuer, intelligenter Konzepte werden, um den Bevölkerungswandel nachhaltig mittragen zu können. Intelligente Städte – oft auch Smart Cities genannt – können durch eine langfristige Planung nicht nur den wirtschaftlichen Herausforderungen, den Versorgungsengpässen in der Infrastruktur und bei den sozialen Leistungen entgegenwirken, sondern auch das gesamte Stadtbild klimaorientiert gestalten, schreibt die „Computerwoche“. … mehr

 

Studie: Nachhaltiger Werte- und Kulturwandel kann nicht erzwungen werden

Mutaree_WerteNachhaltige Veränderungen finden nicht unter Zwang statt. Das originäre Bedürfnis muss aus dem Business heraus entstehen. Die Finanzbranche ist ein passendes Beispiel dafür: Neue regulatorische Vorgaben des Gesetzgebers zwingen Banken, ihre Geschäfte stärker auf die Kunden auszurichten.

Diese Kundenorientierung haben die Bankhäuser in ihren Wertesystemen verankert. Rund die Hälfte der Führungskräfte nimmt das Wertesystem als Grundlage ihrer Überzeugung und etwas weniger als die Hälfte der Mitarbeiter leben die Werte. Aber nur 33 Prozent der Banken stimmen voll und ganz zu, dass die Werte für Kunden erlebbar sind. Das ergab das aktuelle Change-Barometer von Mutaree unter 283 Teilnehmern aus der Bankbranche.

„Die Bankbranche ist ein gutes Beispiel dafür, wie Zwang gute Absichten fehlleiten kann. Viele Banken haben aufgrund regulatorischer Vorgaben Wertesysteme etabliert, deren tatsächliche Wirkung und Relevanz zweifelhaft und nur bedingt nachhaltig sind. Die Werte sind in der täglichen Praxis vieler Banker noch nicht richtig angekommen und daher für die Kunden nicht immer erlebbar. Der gut gemeinte Kulturwandel kann nur durch ein einheitliches Werteverständnis und durch gezieltes Change Management nachhaltig verankert werden“, sagt Claudia Schmidt, Geschäftsführerin Mutaree.

Wertekonformes Verhalten wird nicht honoriert

Nur 20 Prozent der Teilnehmer bestätigen, dass wertkonformes Verhalten in ihrer Bank honoriert wird. Über die Hälfte der Befragten geben an, dass solch eine Honorierung für sie nicht zutreffend ist und dass in ihrem Haus noch keine Auseinandersetzung mit dem Thema erfolgt ist. Gründe, warum wertekonformes Verhalten nicht honoriert wird, reichen von Defiziten im Zielsystem – seien es keine oder unpassende diesbezügliche Ziele – bis hin zu Diskrepanzen zwischen Theorie, also der offiziellen Darstellung der Werte, und der Praxis des täglich gelebten Verhaltens.

„Dass nur ein Fünftel der Befragten für wertekonformes Verhalten belohnt wird, ist wirklich wenig. Aber dass über die Hälfte der Befragten angibt, dass das Thema für sie nicht zutreffend ist und in ihrem Haus bis dahin keine Auseinandersetzung mit dem Thema erfolgt ist, sollte hinterfraget werden. Hier besteht extremer Nachholbedarf, denn nur wenn Werte in gewünschtes Verhalten übersetzt und dieses auch belohnt wird, können sie sich nachhaltig in den Köpfen verankern. Und nur so wird die Relevanz für das Business und für alle Mitarbeiter greifbar“, sagt Claudia Schmidt.

Fazit

Die nachhaltige interne und externe Verankerung der Werte ist nur dann erfolgreich, wenn Unternehmen eine aus dem originären Geschäft heraus entstehende Notwendigkeit sehen und nicht nur einen äußeren Zwang, um ihre Wertesysteme anzupassen. Damit diese langfristig etabliert werden, müssen außerdem die Strukturen und Prozesse entsprechend ausgerichtet werden – dazu gehört besonders die Honorierung wertekonformen Verhaltens.

Intelligente Netze ermöglichen das Energiesystem der Zukunft

Mit dem von der Bundesregierung vorgestellten „Weißbuch Strommarktdesign“ werden nach Ansicht des Digitalverbands Bitkom die richtigen Weichen für das Energiesystem der Zukunft gestellt. „Wir stehen vor einer digitalen Energiewende“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die großen Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke verlieren an Bedeutung. Künftig wird die intelligente Vernetzung von Erzeugern erneuerbarer Energie, den großen Energiekonzernen und den Verbrauchern eine effiziente Energieversorgung garantieren.“

Der bereits erfolgte Systemwandel von ehemals wenigen Hunderten fossilen Kraftwerken in Deutschland zu heute schon mehr als 1,5 Millionen Solar- und Windkraftanlagen erfordert eine völlig neue Flexibilität bei der Stromerzeugung, Verteilung und Nutzung. Rohleder: „Deutschland hat mit seinen Erfahrungen bei der Energiewende die besten Voraussetzungen, zum Weltmarktführer rund um das Intelligente Energienetz zu werden.“

Aus Sicht des Bitkom sollte es insbesondere jungen und innovativen Unternehmen so einfach wie möglich gemacht werden, am Energienetz der Zukunft mitzuwirken. Derzeit werden zum Beispiel sogenannte Aggregatoren, die mit Hilfe von IT Stromangebot und -nachfrage intelligent ausgleichen, gegenüber klassischen Stromlieferanten benachteiligt. Rohleder: „Auf das Weißbuch muss jetzt schnell der nächste Schritt folgen. Wer frische Ideen will, muss auch innovative Akteure am Markt zulassen.“

Vor allem Start-ups müssten es leichter haben, auf dem Energiemarkt tätig zu werden, in dem überbordende Regulierung abgebaut wird. „Während Start-ups im Silicon Valley ihr Geld in die besten Programmierer investieren können, müssen deutsche Start-ups mit Ideen für die Energiewende erstmal Juristen beschäftigen“, so Rohleder.

Zudem fordert Bitkom die dringend notwendigen Investitionen in die Infrastruktur endlich anzugehen. „Vom lange angekündigten Verordnungspaket intelligente Netze ist noch nichts zu sehen. Was bringt es, wenn der Strom im Großhandel sonntags faktisch umsonst ist, dieses Preissignal aber beim Verbraucher nicht ankommt?“, fragt Rohleder. „Ohne intelligente Netze gibt es keine effiziente, ressourcenschonende Energieversorgung.“

Dell: „Wir betreiben aktuell das umfangreichste Elektro-Recycling-Programm der Welt“

CR_Master_Infographic_2015_v5Dell hat wesentliche Fortschritte bei der Umsetzung seines „2020 Legacy of Good Plan“ und beim Erreichen seiner 21 sozialen, Umwelt- und Mitarbeiter-Ziele bekanntgegeben. In einem aktuellen Bericht fasst Dell zusammen, was im Geschäftsjahr 2015 (1. Februar 2014 bis zum 31. Januar 2015) erreicht werden konnte. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Dell ist führend bei der Kreislaufwirtschaft: Das Unternehmen ist heute der weltweit größte Technologie-Recycler mit Programmen zur Geräterücknahme in 78 Ländern. Seit dem Finanzjahr 2008 hat Dell über 635.000 Tonnen gebrauchte Elektronik eingesammelt; allein im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr 2015 waren es über 78.000 Tonnen. Damit hat Dell bereits 71 Prozent seines Ziels erreicht, bis 2020 zwei Milliarden Pfund, also rund 907.000 Tonnen, zurückzunehmen.

Im vergangenen Jahr hat Dell mit dem OptiPlex 3030 All-in-One den weltweit ersten PC auf den Markt gebracht, der vom unabhängigen UL Environment für seinen geschlossenen Kreislauf  zertifiziert wurde. Am Ende des Geschäftsjahrs 2015 hatte Dell 16 Bildschirme und drei Desktop-Rechner im Angebot, die allesamt recycelten Kunststoff aus geschlossenem Kreislauf enthalten; er ist Teil der fast 10.000 Tonnen recycelten Kunststoffs, die Dell in seinen Produkten seit 2014 verbaut.

Dells gesellschaftliches Engagement: Neben der umfassenden Unterstützung beim Kampf gegen Kinderkrebs  investiert Dell auch in Sonnenenergie für Schulklassen in Südafrika (5); dort ist der Energiemangel besonders hoch. Mit finanziellen Zuschüssen, Technologie und Expertise unterstützt Dell zudem 65 Partner in 14 Ländern, die sich für eine bessere Schulbildung von Jugendlichen einsetzen. Allein im Geschäftsjahr 2015 hat Dell 657.000 Jugendliche unmittelbar mit Subventionen gefördert. Seit dem Geschäftsjahr 2014 hat das Unternehmen 1,4 Millionen Jugendlichen direkt und 6,8 Millionen Menschen mittelbar geholfen, was mehr als 40 Prozent des im „2020 Legacy of Good Plan“ gesteckten Ziels entspricht.

Dell treibt Innovation bei nachhaltiger Verpackung voran : Seit 2009 hat Dell mehr als 14.000 Tonnen Verpackungsmüll vermieden und dabei über 53 Millionen US-Dollar eingespart. Zudem sorgt ein neues Palettendesign dafür, dass Dell 20 Prozent mehr Produkte pro Palette versenden kann. Bei Verpackungen setzt Dell verstärkt auf Weizenstroh, Pilze und Bambus. Weizenstrohverpackungen sind zu 100 Prozent recyclingfähig, verbrauchen 40 Prozent weniger Energie und 90 Prozent weniger Wasser beim Herstellungsprozess als konventionelle Pappe. Im Laufe des Geschäftsjahrs 2014 hat Dell die Nutzung von Weizenstroh-basierten Verpackungen verachtfacht. Ende des Geschäftsjahrs 2015 waren zwei Drittel aller Verpackungen bei Dell recyclingfähig oder kompostierbar; bei Notebooks 92 Prozent und bei Tablets sogar 100 Prozent. Das Ziel des Unternehmens sind komplett abfallfreie Verpackungen bis 2020.

Energieeffizienz/Einsatz erneuerbarer Energien : Ende 2014 wurde Dells Fertigungsstätte im polnischen Lodz die erste, die zu 100 Prozent erneuerbaren Strom nutzte; sie ist eine von 21 Dell-Standorten, die komplett mit erneuerbaren Energiequellen betrieben werden. Insgesamt hat Dell 150 Produkte im Programm, die den Energy-Star-Spezifikationen entsprechen, inklusive 43 Server, die den Energy-Star-2.0-Server-Vorgaben gerecht werden. Innerhalb der letzten drei Jahre hat Dell den Energieverbrauch seines gesamten Produktportfolios um über 30 Prozent reduziert; das entspricht einer Einsparung von 450 Millionen US-Dollar.

Mitarbeiter und Vielfalt: Mit seinen Dell Employee Ressource Groups (ERG) fördert Dell aktiv die Vielfalt und soziale Inklusion im Unternehmen. Dabei konzentrieren sich die Dell ERGs auf vielfältige Themen – angefangen beim Thema Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender (LGBT) bis hin zur nachhaltigen Karriereförderung von Frauen. Ende 2014 waren etwa 17.000 Dell-Mitarbeiter in ERGs organisiert – 14 Prozent mehr als noch 2013. Damit hat Dell sein für 2020 angestrebtes Ziel bereits zu 40 Prozent erreicht. Auch haben in 2014 erstmals 47 Mitglieder des Dell-Führungsteams am Programm „Men Advocating Real Change“ (MARC) teilgenommen, einer Initiative, die sich für die Gender-Gleichheit am Arbeitsplatz einsetzt.

Der vollständige Corporate Responsibility Report 2015 von Dell steht ab sofort zum Download.

 Ein Video „Building a Legacy of Good“:

 

 

Lexmark tritt „Circular Economy 100“-Programm der Ellen MacArthur Stiftung bei

EMF_logo_originalLexmark ist jetzt Mitglied beim „Circular Economy 100“-Kreis der Ellen MacArthur-Stiftung. Diese Plattform bringt innovative Unternehmen zusammen, um die Herausforderungen bei der Umstellung auf eine nachhaltigere Kreislaufwirtschaft zu identifizieren und zu überwinden.

Das „Circular Economy 100“-Programm der Ellen MacArthur Foundation unterstützt Unternehmen dabei, wirtschaftliche Chancen im Rahmen der Kreislaufwirtschaft zu erschließen. Dazu zählen beispielsweise die Entwicklung wiederverwertbarer Produkte, neue oder verbesserte Rückgewinnungskonzepte sowie die Einführung neuer Geschäftsmodelle, die die Kreislaufwirtschaft begünstigen.

Lexmark schließt sich 100 marktführenden Unternehmen innerhalb des Programms an, das auf dem Grundsatz aufgebaut ist, dass man gemeinsam mehr bewegen kann, als dies für ein Unternehmen alleine möglich ist.

Die Mitgliedschaft trägt dem kontinuierlichen Engagement von Lexmark für die Kreislaufwirtschaft Rechnung. Bereits seit 1991 bietet das Unternehmen seinen Kunden im Rahmen des Lexmark Druckkassetten-Rückführungsprogramms (Lexmark Cartridge Collection Program, LCCP) eine einfache Methode, ihre verbrauchten Tonerkassetten zurückzugeben. So werden in über 60 Ländern zu diesem Zweck kostenlose Sammeldienste angeboten, was über 90 Prozent der Märkte entspricht, in denen Lexmark tätig ist.

Aufgrund der zahlreichen Rückgaben konnte Lexmark die Wiederverwertung recycelter, gebrauchter Komponenten in Tonerkassetten drastisch erhöhen und so die Corporate Druckkassetten auf den Markt bringen – die umweltfreundlichste Tonerkassetten-Produktlinie von Lexmark.

„Lexmark sieht es als seine grundlegende Aufgabe an, soziale und ökologische Verantwortung zu übernehmen. Unsere Geschäftspraktiken werden von den Prinzipien der Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft geleitet“, sagt Sylvie Thomas, Head of Corporate Social Responsibility bei Lexmark EMEA. „Mit der Ellen MacArthur-Stiftung zusammenzuarbeiten und Teil einer Gruppe gleichgesinnter Unternehmen zu sein, die alle das Ziel verfolgen, für die offensichtlichen Vorteile der Kreislaufwirtschaft zu werben, wird uns dabei unterstützen, unseren eigenen Ansatz für die Implementierung der Kreislaufwirtschaft in unserem Geschäft weiter zu verfolgen und zu verbessern.“

„Die Forschungsergebnisse der Ellen MacArthur Stiftung haben für Unternehmen, die auf eine Kreislaufwirtschaft umstellen, weltweit insgesamt eine jährliche Ersparnis an Materialkosten von einer Billion US-Dollar ergeben“, sagt Jean-Charles Guinot, Business Program Associate der Ellen MacArthur Foundation. „Wir freuen uns sehr, dass Lexmark unserer Branchenpartnerschafts-Plattform beigetreten ist, um den Ansatz der Kreislaufwirtschaft gemeinsam mit anderen zukunftsorientierten internationalen Unternehmen weiter voranzutreiben.“

Über die Ellen MacArthur Foundation

Die Ellen MacArthur Foundation wurde 2010 gegründet. Ihr Ziel ist es, mithilfe der Idee der Kreislaufwirtschaft eine Generation dazu anzuregen,  durch Umdenken und neue Entwicklungsansätze eine bessere Zukunft zu gestalten. Dabei konzentriert sie sich auf drei miteinander verbundene Bereiche um die Entwicklung hin zur Realisierung dieser Idee zu beschleunigen.

Über Lexmark

Lexmark entwickelt Unternehmenssoftware, Hardware sowie Services, die vorhandene Informationen aus unterschiedlichen Quellen effizient nutzbar machen und Bruchstellen in Geschäftsprozessen überwinden. Dadurch können die Mitarbeiter stets auf genau die Informationen zugreifen, die sie gerade benötigen.

 

Warum die Wirtschaft Business-Romantiker braucht

 

Dr. Alexandra Hildebrandt

Dr. Alexandra Hildebrandt

Ein Fanfarenstoß für alle, „denen hervorragende Leistungen und Effizienz im Geschäftsleben nicht genügen“. Das ist das Buch von Tim Leberecht: „Business-Romantiker. Von der Sehnsucht nach einem anderen Wirtschaftsleben“ (Droemer Verlag, 2015). Es widmet sich der Frage, an welchen Stellen wir romantische Erfahrungen von Reibung, Konflikt, Mysterium und Vieldeutigkeit kultivieren, und wie wir ein Stück „Lebenskunst“ zurück in unseren Arbeitsalltag bringen können. Dr. Alexandra Hildebrandt, Nachhaltigkeitsexpertin und Wirtschaftspsychologin, macht sich darüber in der „HuffingtonPost“ weitere Gedanken…. mehr … http://tinyurl.com/nf8bqrw

 

 

Rechenaufgabe: Wie viel Papier braucht man, um das Internet auszudrucken?

„Internetausdrucker“ mag eine spöttische Bemerkung für Personen sein, die mit dem Medium nicht so bewandert sind. Um sich mit der Frage zu beschäftigen, wie viel Papier man benötigt, wollte man das Internet ausdrucken, muss man dennoch eine geekige Ader haben. Studenten der University of Leicester in Großbritannien haben es laut einem Bericht im „derStandard“ nun berechnet. … mehr

Terminhinweis (21.04.2015, München): Nachhaltigkeit konkret ins Leben holen

Ab April bietet „Street Philosophy“ in München eine neuartige Workshop‐Reihe an. Zu aktuellen und herausfordernden Themen werden in kleinen Gruppen und mit hochkarätigen Experten konkrete Lösungsansätze und Werkzeuge für die jeweiligen Fragestellungen erarbeitet – philosophisch fundiert und lebensnah in der Umsetzung.

Bereits seit 2013 gibt es „Street Philosophy“ als offenen philosophischen Salon in der Münchener Josef Bar, ein Konzept, für das sich die Gründerin Julia Kalmund in England inspirieren ließ: „In Deutschland wird Philosophie immer noch als elitär und lebensfremd wahrgenommen“, so Julia Kalmund. „Die Salon‐Kultur ist in England wesentlich verbreiteter ‐ und nicht mit Schwellenangst verbunden. Die Devise von `Street Philosophy´ heißt deshalb `Raus aus dem Elfenbeinturm´. Wir bieten Philosophie für jedermann und verstehen uns auch als Lebens‐ und Orientierungshilfe. Wir diskutieren über Fragen, die uns alle bewegen und suchen mit Hilfe der Philosophie gemeinsam nach Antworten.“

Mit den Workshops soll sich der Blick vom „Suchen“ auf das „Finden“ lenken. Für 2015 sind 6 Veranstaltungen geplant, u.a. zu Themen wie „Glück und Geld“, „Beruf und Berufung“ oder „Profit und Moral“. Den Auftakt der Veranstaltungsserie bildet am 21. April 2015 der Workshop „Nachhaltigkeit – endlich anfangen!“.

Dozentin ist die Wirtschaftspsychologin und Nachhaltigkeitsexpertin Dr. Alexandra Hildebrandt. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, Nachhaltigkeit aus dem Begriffshimmel auf die Erde zu holen und konkret zu zeigen, dass wir selbst die Veränderung sind, die wir uns in der Welt wünschen“, so Dr. Alexandra Hildebrandt. „Dazu braucht es entsprechende Formen der Vermittlung und Plattformen, die das Große und Kleine miteinander verbinden. Die Workshops von `Street Philosophy´ sind dafür ein hervorragender Ansatz. Die Teilnehmer erhalten hier nicht nur Einblicke in philosophische Grundlagen eines der wichtigsten Themen unserer Zeit, sondern auch Praxisbezüge und persönliche Handlungsempfehlungen.“

Der Workshop findet am 21. April von 18.30h bis ca. 22 Uhr in der Josef Bar statt, Anmeldungen bitte unter sabineriedel@themindshiftgroup.com. Die Kursgebühr beträgt Euro 69.‐.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link.

Weitere Informationen zur Dozentin finden Sie unter folgendem Link.

 

Kienbaum: Generation Y, Generation X und Baby Boomer sind sich viel ähnlicher, als Arbeitgeber denken

Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications.

Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications.

Die unterschiedlichen Generationen von Mitarbeitern, die in deutschen Unternehmen tätig sind, werden in ihren Ansprüchen und ihrer Identität von Arbeitgebern oft falsch eingeschätzt: Unternehmensvertreter unterscheiden die Generationen Y, X und Baby Boomer eindeutig in unterschiedliche Mitarbeiter-Typen. Die Generationen selbst verstehen ihre Rollen als Mitarbeiter aber sehr ähnlich. Das ist das Ergebnis einer Studie von Kienbaum Communications, der Agentur für Arbeitgeberkommunikation der Beratungsgesellschaft Kienbaum.

Für die Studie hat Kienbaum mehr als 1.500 Vertreter der drei aktuellen Mitarbeiter-Generationen und 423 Unternehmen befragt, welche Wünsche und Erwartungen die Mitarbeiter im Job haben und wie sie ihre Rollen und Fähigkeiten einschätzen.

„Es ist erstaunlich, wie ähnlich die drei Generationen ihre Fähigkeiten und Eigenschaften einschätzen. In allen drei Generationen gibt es bestimmte Persönlichkeitstypen – und das gleichmäßig verteilt. Dagegen nehmen Arbeitgeber die Generationen fast schon stereotyp wahr und gehen von homogenen Rollenbildern als Basis für ihre Personalarbeit aus“, sagt Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications.

Arbeitgeber haben klare Rollenbilder der Mitarbeiter-Generationen

Aus Arbeitgebersicht sind Mitarbeiter der Generation Y Teamarbeiter, Weichensteller und Erfinder. Die Generation X setzt sich laut der befragten Unternehmen größtenteils aus Spezialisten und Machern zusammen. Vertreter der Baby-Boomer-Generation stehen hingegen für Perfektionismus, Umsetzungsstärke und Spezialistentum.

Generationen unterscheiden sich darin, wie ihr Wunsch-Job aussieht

Die Generationen haben teilweise unterschiedliche Ansprüche an ihren Arbeitgeber und ihren Job, die von den Unternehmen ebenfalls häufig falsch eingeschätzt werden: Für die Generation Y sind die drei wichtigsten Kriterien bei der Arbeitgeberwahl erstens eine gute Arbeitsatmosphäre, zweitens Wertschätzung von Leistung und drittens eine abwechslungsreiche und herausfordernde Tätigkeit. Diese drei Top-Kriterien ihrer Mitarbeiter schätzen die meisten Unternehmen richtig ein. In Sachen Internationalität überschätzen die Arbeitgeber allerdings ihre Mitarbeiter: Die Möglichkeit, in internationalen Teams zu arbeiten oder eine Zeit lang im Ausland tätig zu sein, sind den Befragten der Generation Y viel weniger wichtig, als Unternehmensvertreter denken.

Deutlich schwerer tun sich die Arbeitgeber dabei, die Generation X in ihren Wünschen an einen Top-Job einzuschätzen: Die Generation der heute zwischen 35- und 51-Jährigen findet es am wichtigsten, eigene Ideen im Job einbringen zu können, abwechslungsreichen Aufgaben nachzugehen und Entscheidungsbefugnisse zu haben. Die Arbeitgeber hingegen gehen davon aus, dass ein sicherer Arbeitsplatz und Wertschätzung ihrer Arbeit der Generation X am wichtigsten sind.

Job-Ansprüche der Baby Boomer sind für Arbeitgeber oft unklar

Die Baby-Boomer-Generation hält es für das wichtigste Arbeitgebermerkmal, dass eigene Ideen beachtet werden. Die befragten Arbeitgeber schätzen dieses Kriterium als deutlich weniger relevant ein. Was die Bekanntheit des Unternehmens als Arbeitgeberkriterium betrifft, unterscheiden sich die Ansichten von Mitarbeitern und Arbeitgeber ebenfalls stark: Während die Baby Boomer dieses Kriterium auf den drittletzten Platz von insgesamt 17 Wunschkriterien setzen, schätzen die Unternehmen ihre Bekanntheit als eines der wichtigsten Argumente für sich als Arbeitgeber ein.

„Möchte man als Arbeitgeber den Ansprüchen seiner Mitarbeiter gerecht werden, macht es Sinn auf die Generationen-Zugehörigkeit zu schauen. Die Wünsche der Mitarbeiter sind oft ähnlich, in Teilen aber auch sehr differenziert. Häufig fehlt dafür noch das Bewusstsein“, sagt Kommunikationsexperte Erik Bethkenhagen.