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Studie: US-Amerikaner ringen mit Smartphone-Etikette

In einer Studie hat das Pew Research Center das Verhalten von US-Amerikanern mit Smartphones in Gesellschaft und der Öffentlichkeit untersucht. Obwohl viele die ständige Präsenz des Smartphones als störend empfinden, greift die Mehrheit trotzdem zu ihnen, ist auf „Heise“ zu lesen. … mehr

 

Waag Society : Was man über das Fairphone 2 wissen sollte

Das Fairphone in Version 1

Das Fairphone in Version 1

Die gemeinnützige Organisation Waag Society in Amsterdam rief 2010 auf Initiative ihres damaligen geschäftsführenden Vorstands Bas van Abel Fairphone als Kampagne ins Leben.

2013 gründete er mit Unterstützung der Waag Society Fairphone als soziales Unternehmen. Ziel war es, ein Smartphone aus konfliktfreien Materialien unter fairen Arbeitsbedingungen herzustellen. Via Crowdfunding wurden 5000 Menschen gesucht, die das Gerät für 235 Euro kaufen wollten. Schließlich wurden es 25.000.

Die erste Auslieferung erfolgte von Dezember 2013 bis Januar 2014. Das erste Fairphone www.fairphone.de zielte darauf ab, die Wirtschaft von innen zu verändern und „Verbraucher auf die durch die Gewinnung von Elektromaterialien finanzierten Kriege im Kongo aufmerksam zu machen“ (Quelle: memolife).

Das Fairphone liefert Denkanstöße

Auch wenn es damals viel Verbesserungspotenzial und Kritik gab (z.B. für ein wirklich faires Gerät müsse man die ganze Welt verändern), so lieferte Fairphone zumindest wichtige Denkanstöße: „Anstatt die Idee überhaupt nicht umzusetzen“, wurden und werden Teillösungen gesucht, „bis eine bessere Alternative vorhanden ist“, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Thorsten Reiter.

Die Fairphone B.V. ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht mit eingetragenem Sitz in Amsterdam, die sich dafür einsetzt, dass so viele Bauteile wie möglich aus fair gehandelten Rohstoffen und dem Recycling (Urban Mining) gewonnen werden. Darüber hinaus wird versucht, konfliktfreie Materialien zu beziehen, deren Kauf keine Bürgerkriege finanziert.

Es ist keine Lobby-Organisation und keine NGO, was der Gesellschaft in der EU Stärke verschafft, aber anderen gegenüber auch schwach macht. So war es beispielsweise in Indonesien schwer, weil sie von NGOs (als Hersteller eines kommerziellen Produkts) und Unternehmen mit Skepsis betrachtet wurde.

Fairphone achtet nicht nur auf umweltfreundliche Materialien bei der Produktion, sondern unterstützt auch soziale Projekte (z. B. ein Recycling-Projekt in Ghana) und setzt sich für faire Arbeitsbedingungen ein.

Auch Apple gibt seinen Zulieferern klare Regeln vor, doch entsprechen sie „nicht mehr als internationalen Mindeststandards“ (Frank Wiebe). Im Mai 2011 berichtete „Spiegel Online“ über zahlreiche Selbstmorde in der in Taiwan gegründeten Firma Foxconn, die viele Fabriken auf dem chinesischen Festland unterhält. Hier werden nicht nur iPods zusammengeschraubt, sondern es wird auch im Auftrag anderer großer Elektronikfirmen produziert. Der Spiegel berichtete von unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Überstunden weit über dem gesetzlichen Limit.

Es wird daran gearbeitet, Zinn und Tantal aus dem Kongo konfliktfrei zu erhalten, zusätzlich gibt es ein Projekt mit fair gehandeltem Gold. Natürlich bedeutet konfliktfrei  nicht auch fair gehandelt. „Es gibt Kinderarbeit in den Minen, wenig Arbeitsschutz, niedrige Löhne“, sagte van Abel im April 2014 der Zeitschrift enorm.

Das lässt sich nur ändern, wenn man vor Ort arbeitet. „Die chinesischen Fabrikarbeiter erhalten für die Herstellung des Geräts einen Extralohn (pro Smartphone 5 US-Dollar). Über dessen Verwendung entscheiden die Arbeiter selbst.“ (Quelle: memolife)

Was das Fairphone 2 leistet

Vom ersten zum zweiten Fairphone, das im November 2015 auf den Markt kam, gab es zahlreiche Verbesserungen. Dennoch ist das Fairphone 2 nicht perfekt. Allerdings gibt es derzeit auch nichts, „was besser wäre“, bestätigt Johanna Sydow, Referentin für Ressourcenpolitik und IT-Branche bei germanwatch.org. Die Kunden sind nicht enttäuscht, weil sie wissen, was sie kaufen.

Claudia Silber, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei der memo AG, die das Fairphone 2 seit kurzem über ihren Onlineshop memolife anbietet, verweist darauf, dass sie durchaus auch kleine technische Defizite dafür in Kauf nehmen, dass sie ein nachhaltiges und fair produziertes Smartphone erhalten.  Für den Preis (528,36 €) würde es eindeutig viel bessere Geräte geben, heißt es in einer Kundenbewertung (19.02.2016):

„Allerdings halte ich es für richtig, den Produzenten einen fairen Preis zu zahlen, kritische Materialien zu meiden und das Smartphone modular aufzubauen. Ich hoffe, diese Idee setzt sich entgegen dem Trend der Wegwerfgesellschaft durch, letzteres können wir uns nämlich auf Dauer nicht leisten!“

Das Produkt passt zur Philosophie der memo AG und entspricht den strengen Kriterien, die es erfüllen muss, um ins Sortiment aufgenommen zu werden. „Unser Anspruch ist es, Produkte ins Sortiment aufzunehmen, die sich durch ihre nachhaltigen Eigenschaften auszeichnen“, so Claudia Silber. „Mit dem Fairphone zeigt der holländische Hersteller, dass es auch anders geht und nicht auf Kosten anderer Menschen, die unter unserem üppigen Lebensstil leiden müssen. Der Weg für nachhaltige und faire Mobiltelefone ist damit gemacht und hoffentlich ein Vorbild für alle anderen Anbieter.“

Von einer Nachhaltigkeitscommunity wird das Fairphone 2 besser bewertet als Apple iPhone und Samsung Galaxy.

Es besteht aus gerade einmal sieben Teilen, die sich durch neun Schrauben einfach und schnell zerlegen lassen: Backcover, Akku, Core-Modul/Logicboard, Display-Modul, Audio-Modul, Kamera-Modul und Mikrofon/USB-Modul.

Damit sich weiterer Elektromüll vermeiden lässt, wird es ohne Ladegerät und Ladekabel geliefert (die meisten Anwender „besitzen die entsprechenden Ladevorrichtungen bereits und benötigen kein zusätzliches Zubehör)

Einige Fakten und Zahlen

  1. Das Gerät ist mit Abmessungen von 143 x 73 x 11 und 168 Gramm kein Leichtgewicht
  2. Das Fairphone 2 kann zwei Micro-SIM-Karten (1,2) und eine Micro-SD-Speicherkarte aufnehmen.
  3. Das Einsetzen von SIM- und Speicherkarten verläuft problemlos.
  4. Es hat 2 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte Speicher (mehr Speicher können in Form von SDHC-Karten ausgerüstet werden).
  5. Der Lithium-Ionen-Akku ist mit einer Kapazität von 2420 mAh ist wechselbar.
  6. Es hat ein mehrfarbiges LED, das auch anzeigt, wenn der Akku geladen wurde.
  7. Das Betriebssystem ist eine leicht modifizierte Version („Fairphone Onion 1.0“) von Android 5.1 Lollipop. Fairphone verspricht regelmäßige Updates für Android 5.
  8. Der Kunststoffrahmen dient beim Fairphone als „Bumper“(kein externe Schutzhülle erforderlich).
  9. Das Display (5 Zoll) bietet bei einer Auflösung von 1920×1080 Pixel mehr als viele Einstiegs- und Mittelklasse-Smartphones.
  10. Der Touchscreen reagierte bei Testern „butterweich“, wenngleich häufig bemängelt wird, dass die Knöpfe auf der Gehäuseaußenseite aufgrund der Bauweise keinen besonders angenehmen Druckpunkt haben.
  11. Beim Rückteil hat der Kunde beim Bestellen die Wahl zwischen verschiedenen Farbtönen.
  12. Die Kamera fotografiert mit 8 MPixeln (1/3,2-Zoll-Sensor mit f2.2). Die Qualität ist für die Tester in Ordnung, allerdings löst die Frontkamera nur mit 2 MPixel auf.
  13. Als Prozessor dient ein Snapdragon 801 mit vier Kernen, der mit 2,26 GHz betrieben wird.
  14. Das installierte „Mail“ ist Google-frei und kann mit jedem normalen E-Mail-Konto umgehen. Statt eines Google-Suchfeldes können alternative Suchmaschine installiert werden.
  15. Die verlängerte Nutzungsdauer des Geräts soll auch die Umweltbilanz verbessern.

Das Fairphone trägt dazu bei, Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Prozesse breiten Bevölkerungsschichten näherzubringen. Denn alles ist transparent und (be)greifbar – im Gegensatz zum Ansatz einiger Unternehmen, die noch immer auf die Devise setzen: „Je weniger der Kunde weiß, desto besser.“ Hier hat der Murks dann meistens Methode, weil Produkte absichtlich mit Sollbruchstellen so konstruiert werden, dass ihre Lebensdauer auf einen kurzen Erstnutzerzyklus reduziert ist.

Dr. Alexandra Hildebrandt

Dr. Alexandra Hildebrandt, Nachhaltigkeitsexpertin und Wirtschaftspsychologin

Autor: Dr. Alexandra Hildebrandt (im Bild)

 

 

 

 

 

 

 Mehr Infos:

Frank Wiebe: Wie fair sind Apple & Co. Orell Füssli Verlag, Zürich 2013.

Thorsten Reiter: Revolution dank Innovation. Mit Corporate Entrepreneurship zurück an die Spitze! Campus Verlag GmbH, Frankfurt a. M. 2016.

Jeder zweite Smartphone-Nutzer hat für Apps bezahlt

Ob zum Nachrichtenlesen oder für das Mobile-Banking, zum Vokabelpauken oder als Babyphone – Apps gibt es inzwischen für nahezu alle Interessen und Lebenslagen. Und viele Nutzer sind auch bereit, sich die digitalen Anwendungen etwas kosten zu lassen. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Demnach hat fast jeder zweite Smartphone-Nutzer (47 Prozent) schon einmal Geld für Apps ausgegeben. Gut ein Drittel (35 Prozent) hat dabei für die App an sich bezahlt, also den Kaufpreis beim Runterladen der Anwendung. 14 Prozent haben außerdem für kostenpflichtige Angebote bei der Nutzung der App bezahlt (sogenannte In-App-Käufe). Und 12 Prozent haben eine Zahlung geleistet, um die App werbefrei nutzen zu können.

„Apps erweitern die Funktionen des Smartphones und machen es so erst zum Alleskönner für Alltag und Freizeit. Und Smartphone-Nutzer sind durchaus bereit, für diesen Mehrwert zu zahlen“, sagt Timm Lutter, Experte für digitale Medien beim Bitkom. Die meisten Apps können nach wie vor kostenlos heruntergeladen und genutzt werden, so Lutter. Bei den kostenpflichtigen Angeboten seien die In-App-Käufe die wichtigsten Umsatzbringer, weil diese anders als der Kauf der App oft regelmäßig erfolgen.

„Über In-App-Käufe können Nutzer beispielsweise zusätzliche Karten für die Navigation herunterladen oder das Angebot bei Spielen erweitern“, so Lutter. Nach einer Prognose aus dem vergangenen Jahr hat der App-Markt 2015 in Deutschland erstmals die Milliarden-Marke geknackt, rund drei Viertel des Gesamt-Umsatzes entfielen dabei auf In-App-Käufe (siehe hier).

Die Anzahl der verfügbaren Apps ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. „Ein Ende des App-Booms ist nicht in Sicht“, so Lutter. „Mit Wearables wie Smartwatches oder Fitnessarmbändern, die bei den Deutschen immer beliebter werden, wächst  der Markt für die digitalen Anwendungen permanent.“ Im Trend liegen vor allem Fitness-und Gesundheits-Apps, die zum Beispiel die Schritte und die verbrauchten Kalorien beim Joggen aufzeichnen und so beim Training unterstützen.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben zu Zahlungen rund um Apps ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 749 Nutzer von Smartphones ab 14 Jahren befragt. Die Fragestellung lautete: „Haben Sie schon einmal beim Runterladen oder bei der Nutzung von Smartphone-Apps Geld bezahlt?“ Die Antwortoptionen lauteten: „Ja, für die App an sich“, „Ja, für zusätzliche Funktionen bei der App-Nutzung“, „Ja, um die App werbefrei nutzen zu können“ (Mehrfachnennungen möglich), „Nein, ich nutze nur Apps, die kostenfrei sind“.

 

Droge Smartphone: Studie zeigt Steigerung bei der Smartphone-Nutzung

YouGovLogoImmer erreichbar, immer online. Das Smartphone ist zum ständigen Begleiter geworden. Nahezu alle Smartphone-Anwendungen werden aktuell häufiger genutzt als noch im Juli 2015. Die Smartphone-Nutzung in Deutschland intensiviert sich also zunehmend. Mittlerweile nutzen vier von fünf Smartphone-Nutzern (82 Prozent, Anstieg um 11 Prozentpunkte) Messaging-Dienste wie WhatsApp & Co. zur Kommunikation.

Der Spieltrieb wird auf dem Handy ausgelebt

Auch der Spieltrieb wird häufiger und von jedem Zweiten (51 Prozent, +11 Prozentpunkte) auf dem Smartphone ausgelebt. Ebenfalls häufiger wird auch im Internet gesurft (88 Prozent, +5 Prozentpunkte). Dies ist das Ergebnis der Studie „Mobile Trend Report“ des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die 2.000 Smartphone-Besitzer, die über ihr Smartphone das Internet nutzen, vom 12.01.2016 bis 23.01.2016 befragt wurden.

Die zweimal im Jahr erscheinende Studie zeigt ebenfalls, wie sich die Präferenzen für zukünftige Tarife bei den Smartphone-Nutzern in Deutschland entwickeln: Die Höhe des Inklusiv-Datenvolumens sowie Telefonie-Flatrates in alle Netze sind die bedeutendsten Tarifbestandteile bei einem neuen Mobilfunkangebot. 58 Prozent halten eine entsprechende Höhe des Inklusiv-Datenvolumens für die mobile Internetnutzung für mindestens sehr wichtig, fast genauso viele eine Flatrate in alle Mobilfunknetze (57 Prozent) oder ins Festnetz (57 Prozent).

Zusatzleistungen? Eher unwichtig

Nur von wenigen Smartphone-Nutzern werden Zusatzleistungen als wichtig erachtet, wie beispielsweise Entertainment-Pakete (7 Prozent) und zusätzliche Festnetz-Rufnummern (10 Prozent). Ein ambivalentes Bild ergibt sich bei der Wichtigkeit von SMS-Flatrates. So sind diese für einen Großteil weniger wichtig beziehungsweise unwichtig (46 Prozent), haben aber für einen nicht unerheblichen Anteil auch noch eine äußerst wichtige Bedeutung (29 Prozent). „Der Alleskönner Smartphone ist im heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken und wird in Zukunft noch deutlich mehr Raum im Leben der Verbraucher einnehmen.

Dementsprechend wird die Abhängigkeit vom Smartphone weiter zunehmen“, weiß Holger Geißler, Vorstand bei YouGov. „Durch die wachsende Beliebtheit von Video-Streaming-Portalen wird die Höhe des Datenvolumens in Zukunft für Smartphone-Nutzer noch einmal an Relevanz zunehmen. Aber auch die klassische Telefonie wird neben dem Instant Messaging weiterhin ein äußerst wichtiges Thema bleiben. Die SMS verliert dagegen an Bedeutung“, so Geißler weiter.

Nutzungshäufigkeit von Video-Streaming-Diensten

In Sachen Nutzungshäufigkeit von Video-Streaming-Diensten liegen die Apple-Besitzer an der Spitze: Zehn Prozent von ihnen nutzen diese Services bereits auf ihrem Smartphone, 37 Prozent zumindest wöchentlich. Ähnlich aktiv sind HTC-Besitzer, auch hier nutzen 10 Prozent täglich Services wie YouTube oder Netflix und 32 Prozent wöchentlich. Weniger Video-Streaming betreiben Samsung-Besitzer (6 Prozent täglich, 28 Prozent wöchentlich) auf ihrem Gerät, genauso viele beziehungsweise wenige wie bei Sony Mobile (6 Prozent täglich, 29 Prozent wöchentlich).

Der „Mobile Trend Report“, für den seit dem Jahr 2012 Smartphone-Nutzer in Deutschland befragt werden, liefert noch weitere spannende Informationen u.a. zum Einfluss des mobilen Internets auf den Mobilfunkmarkt, zu Marktanteilen, Beurteilungen und Churn Rates für Provider und Hersteller, zu den Kriterien für hohe Kundenzufriedenheit und Kundenbindung sowie zur Second Screen-Nutzung.

#DigitaleGesellschaft: App-Werbung gefährdet Privatsphäre enorm

Die persönlichen Informationen von Millionen Smartphone-Nutzern sind durch mobile Werbung auf den Apps in großer Gefahr. Das zeigt eine neue Analyse des Georgia Institute of Technology . Das Hauptproblem: App-Entwickler bekommen Einsicht in personalisierte Werbung ihrer Kunden aufgrund undichter Schnittstellen zwischen Werbenetzwerken und Software-Produzentenist es auf „Pressetext“ zu lesen. … mehr

 

Umfrage: Fast jeder zweite Autofahrer liest SMS am Steuer

Wer beim Autofahren zum Handy greift, riskiert nicht nur ein hohes Bußgeld, sondern auch einen Unfall. Trotzdem können viele während der Fahrt die Finger nicht von Smartphone lassen.

Das zeigt eine Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. So erklären 42 Prozent der befragten Autofahrer, dass sie beim Fahren mit dem Handy am Ohr ohne Freisprecheinrichtung telefonieren. 44 Prozent lesen SMS oder andere Kurznachrichten auf ihrem Mobiltelefon. Fast jeder Vierte (23 Prozent) schreibt sogar während der Fahrt selbst SMS/Kurznachrichten über die Tastatur des Telefons. 25 Prozent lesen außerdem E-Mails auf dem Handy, 8 Prozent tippen Mails.

„Mobiltelefone sind heute so alltäglich und vielfältig im Einsatz, dass es offenbar vielen Menschen schwer fällt, während der Autofahrt darauf zu verzichten“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom. „Schon eine kurze Ablenkung kann gravierende Folgen haben. Deshalb unser Appell: Hände weg vom Handy beim Autofahren. Mit Freisprecheinrichtung, Sprachsteuerung oder Bordcomputer gibt es heute einfache technische Möglichkeiten, zum Beispiel Anrufe entgegenzunehmen, ohne sich und andere zu gefährden.“

Das Benutzen eines Telefons am Steuer ist in Deutschland verboten und kostet 60 Euro Bußgeld und hat einen Punkt in der Flensburger Kartei zur Folge. Bitkom gibt Tipps für eine sichere Handynutzung:

1. Handy-Halterung im Fahrzeug

Mit einer Handy-Halterung im Cockpit erübrigt sich der Griff zum Telefon. Die Vorrichtung ermöglicht den Blick auf das Display, ohne dabei die Aufmerksamkeit zu lange vom Verkehrsgeschehen abzulenken. So lässt sich das Smartphone auch als Navigationsgerät benutzen.

2. Fester Einbau oder „Plug and Play“

Sicheres Telefonieren gewährleistet ebenfalls eine fest eingebaute Freisprecheinrichtung, die einige Autos schon serienmäßig mitbringen. Weil sie an die Außenantenne des Autos angeschlossen ist, ermöglicht sie eine sehr gute Empfangsqualität. Zudem schaltet sich das Radio automatisch stumm, wenn es klingelt. Eine Alternative sind ?Plug-and-Play?-Lösungen. Die einbaubaren Freisprecheinrichtungen werden entweder per Stecker angeschlossen oder verbinden sich per Bluetooth mit dem Smartphone. Die Stromversorgung läuft oft über den Zigarettenanzünder.

3. Sprachsteuerung erleichtert Bedienung

Viele Smartphones haben eine Sprachsteuerung. Damit steuert man das Telefon freihändig durch Sprachbefehle. Außerdem können Fahrer SMS, E-Mails oder Messenger-Nachrichten diktieren und sich eingehende Nachrichten vorlesen lassen. Allerdings dürfen sie zum Einschalten dieser Funktion das Telefon nicht in die Hand nehmen. Zudem sollte der Blick auch hier nicht auf dem Display ruhen.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1010 Personen ab 18 Jahren befragt, darunter 773 Autofahrer. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete: Welche der folgenden Tätigkeiten erledigen Sie nebenbei, während Sie selbst Auto fahren? Hier sind Tätigkeiten während der Fahrt gemeint, also nicht wenn Sie an der Ampel stehen.

„Always On” vs. “Sometimes Off”

W3B41_Smartphone_einfach_abschaltenKaum ein Anblick ist im heutigen Straßenbild alltäglicher als ein Smartphone-User. Dennoch: Die große Mehrheit der Internet-Nutzer – und auch Smartphone-Besitzer selbst – fände es durchaus angenehmer, wenn mehr Leute ihr Smartphone dann und wann einfach einmal in der Tasche ließen: „Der Alltag wäre angenehmer, würden mehr Leute ihr Smartphone ab und zu ausschalten“

Das denken der aktuellen W3B-Studie zufolge rund drei Viertel (74 Prozent) der im Oktober/November 2015 befragten 20.000 deutschen Internet-Nutzer.

Interessanterweise ist dieses Ergebnis keineswegs allein auf Smartphone-Nicht-Nutzer und -Kritiker zurückzuführen – sondern vielmehr auch auf die aktiven Besitzer bzw. Nutzer selbst: Unter den Besitzern von Smartphones sind es mehr als 70 Prozent, die es begrüßen würden, wenn Smartphones im Alltag weniger präsent wären. Unter Nicht-Smartphone-Besitzern beträgt dieser Anteil 82 Prozent.

Per Smartphone immer erreichbar? Eher belastend als erleichternd

Die Ergebnisse des aktuellen W3B-Report zeigen in aller Deutlichkeit das ambivalente Verhältnis der User gegenüber ihrem allgegenwärtigen Begleiter »Smartphone«. So schätzt die große Mehrheit der Befragten die Vorzüge der Smartphone-Nutzung, wie z. B. die Erleichterung des Alltags (rund vier Fünftel) sowie die Zeitersparnis (über die Hälfte).

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Auch nehmen viele Befragte die ständige Erreichbarkeit per Smartphone als großen Vorteil wahr: Immerhin 37 Prozent sagen aus, dass es ein gutes Gefühl sei, per Smartphone immer erreichbar zu sein. Dennoch sind es wesentlich mehr Personen, welche diese permanente Erreichbarkeit kritisch sehen: Dem Statement »Es ist belastend, per Smartphone rund um die Uhr erreichbar zu sein« stimmen mit 56 Prozent deutlich mehr als die Hälfte der Befragten zu.

Das bedeutet: das Thema »Erreichbarkeit« ist aus Sicht der befragten Internet-Nutzer und Smartphone-Besitzer wesentlich stärker negativ denn positiv besetzt.

„Always On“ ist somit ein Thema, das weiter in Bewegung bleiben wird. Mit der fortschreitenden technologischen Weiterentwicklung der Endgeräte und den zunehmenden Bandbreiten wird die Smartphone-Nutzung immer attraktiver werden – und damit das Abschalten vermutlich immer schwieriger. Der aktuelle W3B Report »Mobile Commerce« untersucht das Thema aus Nutzersicht.

Der W3B Report Mobile Commerce

Der W3B Report erscheint zweimal jährlich und untersucht aktuelle Mobile-Themen, -Trends und -Hypes aus der Perspektive der Smartphone-User. Zahlreiche relevante Zielgruppen, ihre Einstellungen und Verhaltensweisen werden analysiert und profiliert.

Handy beim Essen: Alte mögen Lifestyle der Jungen

Nicht vorrangig junge Menschen, als vielmehr die reiferen Jahrgänge benutzen ihr Smartphone während einer Mahlzeit, berichtet das Newsportal „Pressetext“. Insgesamt nimmt nur noch knapp die Hälfte der Europäer (43 Prozent) Mahlzeiten technologiefrei ein – also ohne TV- oder Handy-Konsum. … mehr

Apple Watch: Vier Wochen Alltagstest aus Sicht eines Digital Natives

Die Apple Watch ist im April diesen Jahres als neues Gerät aus Cupertino angetreten – auch mit dem Versprechen, unsere Beziehung zum Smartphone zu verbessern. Ändert sich mit der Smartwatch aus dem Hause Apple tatsächlich etwas? Eine Bilanz nach vier Wochen Alltagstest aus Sicht eines Digital Natives. „BasicThinkg“-Autor Sandro Schroeder schreibt dazu: Zugegeben, ich bin kein Fan von Bedienungsanleitungen. Neue Technik will und muss ich erstmal selber erfahren, ausprobieren – und auch mal daran scheitern. Nach einer halben Stunde spielen mit der Watch habe ich das Grundprinzip der Bedienung aber verstanden und verinnerlicht. … mehr

 

Entmündigung des Fahrers: Das digitale Auto

In der Zukunft wird nicht mehr gefahren – vielleicht wird es sogar verboten.  Doch wie löst das vollautomatische Fahren ethische Dilemmata? Autor Holger Steltzner Macht sich dazu in der „FAZ“ Gedanken: Emotionalität und Mobilität sowie Freiheit und Sicherheit machten das Auto so begehrenswert, dass es zu einem der erfolgreichsten Produkte der Industriegeschichte wurde. Wie groß die Faszination noch immer ist, lässt sich an den leuchtenden Augen der vielen Besucher der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt ablesen. Dort werden sie Zeuge einer Zeitenwende. Nicht mehr die Freude am Fahren, die Dynamik des Motors, der Stolz auf die Marke wie früher oder der geringere Spritverbrauch und die klimafreundliche Batterie wie zuletzt, sondern das digitale Auto steht im Mittelpunkt der Messe. … mehr

 

Selbstfahrende Autos: Apple trifft sich bereits mit Behörden

Auch wenn Apple gar nicht anwesend war, auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt fiel der Name des iPhone-Herstellers laufend. Der Grund dafür laut „derStandard“: Neben Google soll auch Apple unter dem Namen „Project Titan“ an eigenen selbstfahrenden Autos arbeiten, eine Perspektive, die die alteingesessenen Branchenvertreter in Aufruhr zu versetzen scheint. … mehr

 

Angestellten vertrauen ihrem Arbeitgeber: „Die persönlichen mobilen Daten bleiben vertraulich“

Heutzutage wird immer mehr Arbeit mit Mobilgeräten, die in persönlichem Eigentum sind, erledigt und Mitarbeiter erwarten von ihren Arbeitgebern, dass private Daten auf diesen Geräten geschützt bleiben – zu diesem Ergebnis kam eine neue Untersuchung, die von MobileIron veranlasst wurde. Der MobileIron Trust Gap Survey 2015, der jüngst veröffentlicht wurde, untersuchte die Erwartungen, die Mitarbeiter an den Schutz ihrer persönlichen Daten haben, wenn sie für die Arbeit ein Mobilgerät benutzen. Harris Poll befragte im Auftrag von MobileIron im Internet mehr als 3.500 Arbeitnehmer in Frankreich, Deutschland, Japan, Spanien, Großbritannien und den USA (nachfolgend: Arbeitnehmer), die betrieblich ein Mobilgerät nutzen.

„Mobile Arbeitnehmer, speziell solche der jüngeren Generation, erwarten den Schutz ihrer persönlichen Daten, wenn sie ihre Mobilgeräte betrieblich benutzen. Viele würden ihre Stelle quittieren, wenn ihr Arbeitgeber Einblick in die persönlichen Daten auf ihrem Gerät hätte“, sagt Ojas Rege, Vice President für Strategy bei MobileIron. „In einer Welt, in der Smartphones immer mehr sensible persönliche Daten enthalten, müssen IT-Verantwortliche (CIO) sich bewusst sein, dass alle Geräte mehreren Nutzungen unterliegen und der Schutz der Daten der Mitarbeiter genauso wichtig ist wie der Schutz der Daten des Unternehmens.“

Mitarbeiter erwarten von ihren Arbeitgebern, dass diese die Vertraulichkeit ihrer persönlichen Daten respektieren

Die Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass bei 86 Prozent der mobil arbeitenden Arbeitnehmer das Smartphone, welches sie für betriebliche Zwecke nutzen, in ihrem persönlichen Eigentum ist. Dies gilt auch für 37 Prozent der Nutzer von Tablet-PCs. 61 Prozent glauben, dass ihr Arbeitgeber die Vertraulichkeit der persönlichen Informationen auf ihrem Mobilgerät schützt. 30 Prozent der Mitarbeiter würden kündigen, wenn der Arbeitgeber Einsicht in ihre persönlichen Daten wie persönliche E-Mails, SMS oder Fotos auf ihrem Smartphone oder Tablet-PC hätte.

Obwohl eine deutliche Mehrheit der Arbeitnehmer dem Unternehmen, in dem sie arbeiten, beim Schutz der persönlichen Daten durchaus guten Willen zugestehen, sollten die Firmen ständig daran arbeiten, dieses Vertrauen zu rechtfertigen beziehungsweise noch zu steigern. Fakt ist nämlich, dass viele der Befragten bezüglich der im Folgenden aufgeführten Punkte sehr penibel auf Einhaltung der Privatsphäre achten (dabei ist der Grad des Vertrauens in den Arbeitsgeber gegenüber dem Trust Gap Survey aber 2013 deutlich gestiegen):

  • Persönliche E-Mails und Anhänge: 52 Prozent Besorgte (gegenüber 66Prozent im Jahr 2013)
  • Persönliche Kontakte: 49 Prozent Besorgte (gegenüber 59Prozent im Jahr 2013)
  • SMS/Sofortnachrichten: 48 Prozent Besorgte (gegenüber 63 Prozent im Jahr 2013)
  • Anrufbeantworter: 45 Prozent Besorgte gegenüber 55 Prozent im Jahr 2013)
  • Daten über Telefongespräche und Internetnutzung: 45 Prozent Besorgte (gegenüber 53 Prozent im Jahr 2013)
  • Daten aller mobilen Apps auf dem Gerät: 44 Prozent Besorgte (gegenüber 54 Prozent im Jahr 2013)
  • Standort: 42 Prozent Besorgte (gegenüber 48 Prozent im Jahr 2013)
  • Liste aller Apps auf dem Gerät: 41 Prozent Besorgte (gegenüber 46 Prozent im Jahr 2013)

Arbeitnehmer der Generation M haben weniger Einwände, wenn Arbeitgeber Zugang zu persönlichen Daten haben

Arbeitnehmer der „Generation M“ – mobile Mitarbeiter, die männlich sind und der Altersgruppe 18-34 angehören oder Arbeitnehmer beider Geschlechter mit Kindern bis 17 Jahre im Haushalt – haben weniger Probleme als andere Arbeitnehmer-Gruppen damit, wenn ihr Arbeitgeber persönliche Daten auf ihrem Mobilgerät einsehen kann. 62 Prozent der Arbeitnehmer der Generation M haben keine Probleme damit, dass ihr Arbeitgeber zumindest einige persönliche Informationen auf ihrem Mobilgerät sehen kann. Bei Arbeitnehmern, die nicht der Generation M angehören, gilt das nur für 51 Prozent.

Arbeitnehmer der Generation M tolerieren eher die Offenheit folgender Daten:

  • Standort: 43Prozent (Arbeitnehmer, die nicht der Generation M angehören, Nicht Gen-M: 34 Prozent)
  • Liste aller Apps auf dem Gerät: 43Prozent (Nicht-Gen-M: 33 Prozent)
  • Daten über Telefongespräche und Internetnutzung: 41Prozent (Nicht-Gen-M: 31 Prozent)
  • Daten aller mobilen Apps auf dem Gerät: 40 Prozent (Nicht-Gen-M: 29 Prozent)
  • SMS/Sofortnachrichten: 38 Prozent (Nicht-Gen-M: 26 Prozent)
  • Anrufbeantworter: 37 Prozent (Nicht-Gen-M: 29 Prozent)
  • Persönliche Kontakte: 37 Prozent (Nicht-Gen-M: 25 Prozent)
  • Persönliche E-Mails und Anhänge: 34 Prozent (Nicht-Gen-M: 22 Prozent)

Wichtige Ergebnisse

  • von den sechs befragten Ländern stellen die Arbeitnehmer in Deutschland den höchsten Prozentsatz (74 Prozent) unter denjenigen, die glauben, dass ihre Arbeitgeber, die Vertraulichkeit der persönlichen Daten auf Mobilgeräten respektieren.
  • Am anderen Ende stehen in dieser Frage die japanischen Arbeitnehmer: hier glauben nur 53 Prozent, dass die Arbeitgeber nicht auf persönliche Daten auf Mobilgeräten zugreifen.
  • Spanische Arbeitnehmer neigen am ehesten zu dem Glauben (52Prozent), dass ihre Arbeitgeber Zugang zu allen Daten auf ihrem Mobilgerät haben.
  • In Großbritannien sind 49 Prozent der männlichen Arbeitnehmer und 35 Prozent der weiblichen Arbeitnehmer der Überzeugung, dass ihr Arbeitgeber persönliche und betriebliche Daten auf ihrem Mobilgerät sehen kann.
  • In Frankreich haben die Arbeitnehmer vergleichsweise am wenigsten Probleme, wenn ihr Arbeitgeber persönliche Daten auf ihrem Mobilgerät sehen kann. 71Prozent stören sich nicht an einer solchen Einsichtnahme.
  • In den USA stören sich deutlich weniger männliche als weibliche Arbeitnehmer daran, wenn ihr Arbeitgeber Einsicht in persönliche Daten auf ihrem Mobilgerät nimmt (36Prozent vs. 45Prozent).

Faktencheck: Auf welche Daten auf dem Mobilgerät der Arbeitgeber in Abhängigkeit von den Richtlinien tatsächlich Zugang hat

  • Netzbetreiber und Land
  • Hersteller, Modell, Betriebssystem
  • Geräteidentifikation (z. B. IMEI)
  • Telefonnummer
  • Vollständige Liste der installierten Apps
  • Standort des Geräts (Opt-in für Endnutzer)
  • Batterieladung
  • Speicherkapazität und -nutzung
  • Berufliche E-Mails und Anhänge
  • Firmenkontakte

Faktencheck: Auf welche Daten auf dem Mobilgerät der Arbeitgeber keinen Zugang hat

  • Daten in Apps – außer, die App überträgt Daten an einen Firmenserver
  • Persönliche E-Mails und Anhänge
  • SMS
  • Fotos
  • Videos
  • Persönliches Internet-Browsen
  • Anrufbeantworter

 Was können Arbeitgeber tun, um den Erwartungen ihrer Mitarbeiter zum Schutz von deren persönlichen Daten zu genügen?

Nur transparentes Verhalten seitens des Arbeitgebers wird bei den Arbeitnehmern Vertrauen erzeugen. Wenn Arbeitnehmer der Überzeugung sind, dass ihr Arbeitgeber die Vertraulichkeit ihrer persönlichen Daten respektiert, akzeptieren sie bereitwilliger neue Service-Angebote des Unternehmens im Mobilbereich oder auch BYOD-Programme. Folgende vertrauensbildende Maßnahmen bieten sich für Arbeitgeber an:

  • Einführung klarer und sachdienlicher Richtlinien
  • Klare Kommunikation dieser Richtlinien innerhalb der Arbeitsabläufe

Des Weiteren erlauben es folgende Maßnahmen, die Sicherheitserfordernisse des Unternehmens mit dem Schutz der Vertraulichkeit persönlicher Daten in Einklang zu bringen:

  • Schutzmechanismen für (gespeicherte und zu übertragende) Unternehmensdaten
  • Mitteilung an die Mitarbeiter, wie ihre persönlichen Daten geschützt werden
  • Nutzung der Möglichkeiten des jeweiligen mobilen Betriebssystems zum Schutz persönlicher Daten
  • Überwachung der Integrität der Apps
  • Verbindliche Vereinbarungen zu verantwortungsvollem Verhalten
  • Sicherung der Daten und des Datenzugriffs im Falle von Konflikten

Informationsblatt mit weiteren Details und einer Übersicht der Features von mobilen Betriebssystemen zum Schutz persönlicher Daten finden Sie online.

 

Internationalen Tag der Jugend: Was tun bei Handysucht?

Zum „Internationalen Tag der Jugend“ am 12. August berichtet das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) über Daten und Fakten zum Thema Handysucht:

Handys haben einen festen Platz im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Angaben der JIM-Studie 2014 (Jugend, Information, Multimedia) zufolge besitzen 88 Prozent der 12- bis 19-Jährigen ein eigenes Smartphone. Zu den beliebtesten Apps zählen Messenger-Dienste und soziale Netzwerke – sie werden mehrmals am Tag angewendet.

Trotz intensiver Handynutzung ist sich die Mehrheit der Jugendlichen auch über Nachteile der mobilen Kommunikation bewusst: 64 Prozent der jungen Handybesitzer sind der Ansicht, manchmal zu viel Zeit mit dem Smartphone zu verbringen; 58 Prozent fühlen sich zeitweise von den eingehenden Nachrichten gestört. Für ein Viertel der Jugendlichen ist vor allem die Angst, etwas zu verpassen, der Grund für ihre intensive Handynutzung.

Wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Handysucht

Die intensive Beschäftigung mit Handy und Smartphone kann gerade bei jungen Nutzern zu emotionaler und psychischer Belastung führen. Betroffenen fällt es oft schwer, sich zu konzentrieren; sie leiden unter Schlafstörungen und vernachlässigen unter Umständen ihre Ernährung. Häufig sind eine Verschlechterung der Lernleistungen sowie vermehrte Konflikte im direkten sozialen Umfeld die Konsequenzen.

Ob es sich dabei um kritisches Verhalten oder bereits um eine Suchterkrankung handelt, wird in wissenschaftlichen Studien unterschiedlich bewertet. Während eine Untersuchung der Baylor University in Texas/USA explizit von einer Sucht spricht, wird in einer Studie der Universität Bonn eine etwas vorsichtigere Diagnose gestellt: Zwar wiesen die Betroffenen suchtähnliche Symptome auf, jedoch handle es sich um eine nicht offiziell anerkannte Erkrankung.

Diese Einschätzung deckt sich mit den Ergebnissen des aktuellen Drogen- und Suchtberichtes der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen empfiehlt, statt von einer Handysucht von einem problematischen Handygebrauch oder einer exzessiven Nutzung zu sprechen.

Ruhepausen vom Smartphone einlegen

Ein ausgeglichener Medienkonsum ist wichtig für die Gesundheit, Konzentration und Qualität der Arbeits- und Lernleistung. Die App OFFTIME hilft dabei, bewusst Ruhephasen vom ständigen Kommunikationsfluss einzulegen. Nutzer können in individuell definierten Zeiträumen ausgewählte Kontakte und Handyfunktionen blockieren und erhalten einen Überblick über ihre Telefon- und App-Nutzung. Die Entwicklung und Nutzung von OFFTIME wird von Psychologen der Humboldt-Universität zu Berlin wissenschaftlich begleitet. Die App kann kostenlos heruntergeladen werden.

Tipps für Eltern

Eltern können Jugendliche dabei unterstützen, einen gesunden Umgang mit dem Smartphone zu erlernen – zum Beispiel, indem sie feste Nutzungsregeln und auch handyfreie Zeiten mit ihren Kindern vereinbaren. Wichtig ist außerdem, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen zur Nutzung digitaler Medien auszutauschen. So können Eltern und Kinder voneinander lernen; gleichzeitig merken Eltern rechtzeitig, wenn die Handynutzung ihres Nachwuchses problematisch wird.

Die digitale Gesellschaft: Jeder dritte Deutsche ist offen für selbstfahrende Autos

Einsteigen, dem Navi das Ziel mitteilen und sich vom Auto hinbringen lassen – dieses Szenario ist bereits heute für viele denkbar: Jeder dritte Deutsche (34 Prozent) kann sich vorstellen, ein selbstfahrendes Auto zu nutzen. Das entspricht 24 Millionen Menschen. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Bei den 14- bis 29-Jährigen sind sogar 41 Prozent aufgeschlossen gegenüber selbstfahrenden Autos, und bei den Befragten ab 65 Jahren sind es immerhin noch 30 Prozent. Zwischen den Geschlechtern gibt es ebenfalls Unterschiede, was die Akzeptanz des vollautomatisierten Fahrens angeht: Bei den Frauen stehen dem 37 Prozent offen gegenüber, bei den Männern sind es 31 Prozent. „Autonome Fahrzeuge werden schon in absehbarer Zeit unser Straßenbild prägen und den Verkehr revolutionieren“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer. „Selbstfahrende Autos können die Zahl der Unfälle deutlich reduzieren, sie machen das Autofahren komfortabler, sparen Zeit und schonen Ressourcen.“

Die technologische Entwicklung selbstfahrender Autos ist schon weit fortgeschritten. Allerdings ist das vollautomatisierte Fahren im deutschen Straßenverkehr – anders als beispielsweise in Teilen der USA – noch nicht erlaubt. Auch darüber hinaus sind zahlreiche rechtliche Fragen offen, zum Beispiel was den Umgang mit Mobilitätsdaten und die Haftung bei Unfällen angeht. „Hier muss der Gesetzgeber schnell Klarheit schaffen, damit das intelligente Fahren nicht ausgebremst wird und der Automobilstandort Deutschland seine weltweite Spitzenposition weiter ausbauen kann“, so Rohleder. Zugleich lobte er das Vorhaben des Bundesverkehrsministeriums, auf der A9 eine digitale Teststrecke für selbstfahrende Autos einzurichten. „Damit werden wir der Vision vom intelligenten Verkehr ein ganzes Stück näher kommen.“

Fragen und Antworten rund um die intelligente Mobilität: Teil-, hoch- und vollautomatisiert – wo ist da der Unterschied?

Im Allgemeinen werden drei Entwicklungs- bzw. Anwendungsstufen beim intelligenten Auto unterschieden: Beim assistierten oder beim teilautomatisierten Fahren übernehmen Assistenzsysteme nur bestimmte Aufgaben – zum Beispiel die Steuerung im Stop-and-go-Verkehr während eines Staus-, der Fahrer überwacht und steuert die Fahrt aber weiterhin aktiv. Beim hochautomatisierten Fahren überträgt der Fahrer den Assistenzsystemen mehr Aufgaben, so etwa die gesamte Steuerung während der Autobahnfahrt, er muss aber nach wie vor bereit sein einzugreifen, wenn die Situation nicht mehr von den Systemen automatisch geregelt werden kann. Beim vollautomatisierten Fahren gibt der Fahrer die Kontrolle komplett ab und muss nicht mehr jederzeit eingreifen können, so dass er theoretisch auch auf dem Rücksitz Platz nehmen kann.

Wie funktioniert ein selbstfahrendes Auto?

Intelligente Autos werden künftig Kameras und Sensoren nutzen, um den Verkehr und die Umgebung wahrzunehmen. Mit ihrer Hilfe können sie Fußgänger oder andere Autos erkennen, die Spur wechseln oder den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug regulieren. Zudem wird das Auto permanent Echtzeit-Verkehrsdaten von anderen Autos (Car-to-Car-Kommunikation) sowie von der intelligenten Infrastruktur (Car-to-Infrastructure-Kommunikation) erhalten, etwa zu Unfällen oder Staus. Die so gesammelten Informationen nutzt der Bordcomputer, um das Fahrtziel auf der besten Route anzusteuern, aber auch um Unfälle zu vermeiden.

Welche Vorteile bietet ein selbstfahrendes Auto?

Selbstfahrende Autos machen das Autofahren sicherer, komfortabler und ressourcenschonender. Ein Großteil der Unfälle geht auf menschliches Fehlverhalten wie Ablenkung oder Übermüdung zurück. Solche Unfälle können künftig dank des Einsatzes von IT reduziert oder ganz vermieden werden. Anders als der Mensch hat die Technik beispielsweise keine Schrecksekunde, sondern reagiert in Gefahrensituationen deutlich schneller. Zudem wird das Autofahren durch Vernetzung von Autos und Infrastruktur effizienter: So können künftig mehr Staus, Bau- oder Unfallstellen umfahren werden. Das senkt den Kraftstoffverbrauch und reduziert CO2-Emissionen. Für Autofahrer und -insassen wird die Fahrt im autonomen Fahrzeug stressfreier und bequemer.

Welche Nachteile oder Gefahren werden gesehen?

Skeptiker verweisen vor allem auf befürchtete Störungen der Technik. Zudem gibt es die Sorge, dass intelligente Autosysteme gehackt werden könnten. IT-Unternehmen und Fahrzeughersteller arbeiten intensiv daran, eventuelle Schwachstellen zu finden und zu beheben.

Wie ist die Rechtslage rund um das autonome Fahren?

Der Rechtsrahmen muss national und international an die fortschreitende technische Entwicklung angepasst werden. Derzeit gilt noch das Wiener Übereinkommen von 1968, wonach jeder Fahrer jederzeit die Kontrolle über sein Fahrzeug haben muss. Eine Ergänzung der UN aus dem Jahr 2014 besagt, dass autonome Fahrsysteme zulässig sind, solange sie jederzeit vom Fahrer gestoppt werden können. Diese Regelung muss jedoch erst in nationale Gesetze umgesetzt werden. Wichtig ist aus Sicht des Bitkom auch, dass die rechtlichen Regelungen international harmonisiert werden, um grenzüberschreitende Fahrten im vernetzten Auto zu ermöglichen.

Was passiert mit den Daten rund um das selbstfahrende Auto?

Es gibt noch zahlreiche offene Fragen, was den Umgang mit den Daten aus dem vernetzten Fahrzeug angeht. Braucht es eine Einwilligung in die Datenverarbeitung durch Mitfahrer? Sollten unterschiedliche Arten von Daten unterschiedlich stark geschützt werden, also fahrzeugbezogene Daten (z.B. die Position) zum Beispiel anders als passagierbezogene Daten (z.B. körperliche Verfassung des Fahrers)? Aus Sicht des Bitkom können mehr Daten beim Autofahren für mehr Sicherheit sorgen. So könnten beispielsweise im Falle eines Auffahrunfalls auf der Autobahn nachfolgende Wagen in Millisekunden gewarnt und so eine Massenkarambolage verhindert werden.

Welche Veränderungen bei Versicherungsarten wird das intelligente Auto mit sich bringen?

Mit der Übergabe der Verantwortung an die Technik werden sich die Risikomodelle, mit denen Versicherungen kalkuliert werden, verändern. Gegebenenfalls sind dann auch andere juristische Personen in der Pflicht als bisher. Die zusätzlichen Daten, etwa über das Fahrverhalten, könnten Versicherungen für maßgeschneiderte Angebote nutzen.

Wie weit ist die Entwicklung fortgeschritten?

Viele Autos werden schon heute serienmäßig mit IT-basierten Assistenzsystemen wie Abstandshalter oder Einparkhilfen ausgeliefert. Alle großen Automobilhersteller, zahlreiche Forschungseinrichtungen sowie IT-Unternehmen entwickeln und erproben derzeit selbstfahrende Autos. Experten gehen davon aus, dass hochautomatisierte Fahrfunktionen vor dem Jahr 2020 verfügbar sein werden.

Die Mobilität der Zukunft ist auch ein Schwerpunkt der hub conference, die der Bitkom am 10. Dezember 2015 in Berlin veranstaltet. Weitere Informationen und Anmeldung: www.hub.berlin

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 1.011 Personen ab 14 Jahren telefonisch befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ.

IT-Angriffe: 52 Prozent der Deutschen fordern Smartphone-Blindflug zu beenden

Smartphone-Nutzern fehlt die Kontrolle über die Datensicherheit auf dem eigenen Handy: Gut jeder Zweite fordert einen Sicherheitsservice, der aktuelle Schwachstellen des Mobiltelefons für den persönlicher Datenschutz anzeigt und diese Lücke automatisch schließt. Das zeigt die aktuelle Umfrage von CSC „Digitalisierung & Verbraucher 2015“. Dafür wurden im Auftrag von CSC 1.500 Verbraucher in Deutschland (1.000), Österreich (250) und der Schweiz (250) durch den Paneldienstleister Toluna befragt.

„Die Gefahren durch Hackerangriffe steigen mit der fortschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche rasant an“, sagt Claus Schünemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von CSC in Deutschland. Allerdings fehlt dem normalen Verbraucher heute meist die Möglichkeit, selbst mögliche Schwachstellen zu entdecken. Der Grund: Ein Mangel an Transparenz. Entsprechend wünschen sich die Verbraucher eine bessere Unterstützung von ihrem Smartphone-Provider – beispielsweise durch ein klar verständliches Frühwarnsystem für das Handy. Neu erkannte Sicherheitslücken lassen sich so auf den Kunden-Smartphones schneller schließen.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen sehr deutlich, welche Schlüsselrolle das Smartphone im Zuge der Digitalisierungswelle spielt: So sehen heute schon 79 Prozent der Verbraucher im Online-Shopping mit dem PC oder per Mobiltelefon den größten Nutzen der digitalen Vernetzung. Weitere 14 Prozent erwarten hier weitere Vorteile für die Zukunft. Ebenso positiv wird die digitale Revolution aktuell und in Zukunft für die Telekommunikationsangebote und das Banking eingeschätzt. Rund 90 Prozent der Bundesbürger sehen hier einen echten Mehrwert. „Möglicherweise sehen wir schon in fünf Jahren kein Bargeld mehr, weil sich ein Großteil der Transaktionen im Tagesgeschäft über digitale Technologien abwickeln lässt“, sagt Christian Klöppel, Mobility-Experte von CSC. „Vor allem skandinavische Länder sind hier Vorreiter.“

Die Mehrheit der befragten Bundesbürger steht in diesen digitalen Top-Branchen auch einer Verarbeitung persönlicher Daten grundsätzlich positiv gegenüber. 61 Prozent wünschen sich beim Online-Shopping davon zu profitieren, dass die Unternehmen persönliche Profile auswerten und für gezielte Angebote nutzen. Für den Banking-Bereich und die Telekommunikationsunternehmen sind es 57 Prozent. „Das Kundenvertrauen in den sorgfältigen Schutz persönlicher Daten sollten die Anbieter aufgreifen und durch professionelle IT-Maßnahmen absichern. Dafür braucht es in den Unternehmen fortlaufende Konzepte, denn der Wettlauf mit den IT-Angreifern endet nie“, so abschließend Christian Klöppel.