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Smartphone trägt 1,4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei

Zehn Jahre nach der Präsentation des ersten Smartphones hat sich dieses nicht nur zu einem bedeutenden Trendsetter, sondern auch zu einem wesentlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt.

Das zeigt die Trendstudie „Consumer Technology 2017“, die der Digitalverband Bitkom und das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte heute vorgestellt haben. Gemäß der Analyse stehen mittlerweile rund 1,4 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes in Zusammenhang mit dem Smartphone. Und selbst der Vergleich mit den großen Kernbranchen muss nicht mehr gescheut werden: Smartphone-generierte Umsätze machen heute etwa nicht weniger als ein Fünftel der Erlöse des deutschen Maschinenbaus aus.

60 Milliarden Euro Umsatz danke Smartphones

In den nächsten fünf Jahren dürfte der Wertschöpfungsanteil des Smartphones weiter wachsen. Den Prognosen zufolge wird der BIP-Anteil bis 2022 auf 1,7 Prozent steigen, das Gesamtvolumen Smartphone-generierter Umsätze hierzulande wird bis dahin eine Summe von über 60 Milliarden Euro erreichen. Verglichen mit den in diesem Jahr zu erwartenden 45 Milliarden Euro ist dies ein Anstieg von etwa 30 Prozent.

„Das Smartphone ist so lebendig wie nie”, sagt Timm Lutter, Bitkom-Experte für Consumer Electronics & Digital Media. “Es hat sich zu einem Universalgerät entwickelt und stößt auch in anderen Branchen entscheidende Entwicklungen an.” Inzwischen haben die Consumer-Hardware-Hersteller ihre Produktpalette den veränderten Anforderungen und Möglichkeiten angepasst. So ist Connectivity zum Standardfeature zahlreicher Gerätekategorien geworden. Beispiel hierfür sind all jene Geräte, die sich mittlerweile mit dem Smartphone verbinden und steuern lassen. Dazu gehören etwa smarte TV- oder Musikanlagen und Virtual-Reality-Brillen.

Die Nachfrage nach Smartphones ist weiterhin ungebrochen

Der deutsche Smartphone-Markt erzielt im laufenden Jahr mit einem Volumen von 9,77 Milliarden Euro voraussichtlich einen höheren Umsatz als die gesamte klassische Unterhaltungselektronik. Mit einem Absatzrekord von 5 Millionen verkauften Geräten (plus 8,2 Prozent) haben insbesondere Phablets, also Smartphones ab einer Display-Größe von 5,5-Zoll, einen großen Anteil an der Entwicklung.

Den Prognosen zufolge wird der Absatz von Phablets um 8,2 Prozent steigen. Die Geräte machen somit bereits 21 Prozent des gesamten Smartphone-Marktes aus. „Innerhalb nur eines Jahrzehnts ist das Smartphone von einem Nischenprodukt für Geschäftsleute und Technik-Nerds zu einem unverzichtbaren Begleiter für die breite Masse geworden. So schnell hat bislang keine andere Technologie den Alltag so vieler Menschen verändert“, sagt Klaus Böhm, Director und Leiter Media bei Deloitte.

Die Verkaufserfolge des Smartphone spiegeln sich dabei ebenfalls in den Nutzerzahlen wider

Seit 2013 hat sich der Nutzeranteil nahezu verdoppelt. Acht von zehn Deutschen ab 14 Jahren (81 Prozent) nutzen ein Smartphone. Das entspricht etwa 56 Millionen Personen. Vor einem Jahr waren es noch 76 Prozent, 2012 sogar erst 36 Prozent. Praktisch jeder, der unter 50 Jahre alt ist, nutzt damit heute ein Smartphone.

Daher überrascht es nicht, dass acht von zehn Smartphone-Nutzern (80 Prozent) erklären: Smartphones sind für mich eine große Erleichterung im Alltag. Und sieben von zehn (71 Prozent) geben an, sich ein Leben ohne Smartphone gar nicht mehr vorstellen zu können. Damit ist die Zustimmung zu beiden Aussagen im Vergleich zur Umfrage im Vorjahr erheblich gestiegen. „In der kommenden Dekade wird das Smartphone seine Stellung als das dominierende Personal Device untermauern. Durch neue Entwicklungen wie künstliche Intelligenz wird es noch smarter, leistungsfähiger und flexibler“, sagt Böhm.

Das Smartphone ist auch Wegbereiter für neue Technologien wie Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und digitale Sprachassistenten

Durch seine große Verbreitung gelangen diese Technologien in den Alltag der Nutzer: ob VR durch Smartphone-basierte Brillen, AR durch Pokémon Go oder die Sprachsteuerung in Form von stationären digitalen Sprachassistenten. 6 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren besitzen mittlerweile etwa eine eigene VR-Brille. Weitere 13 Prozent haben bereits eine Virtual-Reality-Brille ausprobiert.

Im Vorjahr waren es noch 9 Prozent. Knapp jeder fünfte Deutsche hat also schon VR-Erfahrungen gemacht. Überdies können sich 34 Prozent vorstellen, VR zu nutzen. Zum Vergleich: 2016 waren 31 Prozent bereit, die Technik auszuprobieren. Zudem ist VR immer bekannter geworden: 85 Prozent (2016: 59 Prozent) der Deutschen ab 14 Jahren haben von Virtual-Reality-Brillen gehört oder gelesen.

Mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G, der Bandbreiten im Gigabitbereich verspricht, wird diese Entwicklung noch beschleunigt werden. „Das Smartphone wird seine wichtige Rolle innerhalb der Wertschöpfung im Internet weiter ausbauen“, sagt Lutter. „Man darf gespannt sein, was sich die Hersteller in den kommenden Jahren noch alles einfallen lassen. Klar ist: Die Entwicklung des Smartphone ist noch lange nicht zu Ende.“

Wenn die Liebe zu Apps gefährlich wird

Bildquelle: Fotolia/beugdesign

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Die Deutschen lieben ihre Apps. In anderen Ländern mögen die Download-Zahlen rückläufig sein, nur in Deutschland installieren wir wie die Weltmeister. Das ergab eine Studie von Adobe Digital Insights, die während des auf dem Mobile World Congress veröffentlicht wurde. Aber bei all der Begeisterung für die Apps, vergessen viele, dass sie mit „toten Apps“ Hackern Tür und Tor zum eigenen Smartphone öffnen.

„Tote Apps“ sind Apps, die nicht geupdatet oder gelöscht wurden. So sind sie nicht auf dem neuesten Sicherheitsstand und öffnen Tür und Tor für Malware und Datenklau – der Vorstellung sind hier keine Grenzen gesetzt. Der Mobile Threats Report, den Intel Security ebenfalls in Barcelona auf dem MWC veorgestellt hat, zeigt, dass nach wie vor auf mehr als 500.000 Geräten solche „toten Apps“ installiert sind.

„Um den Verlust ihrer persönlichen Daten an tote Apps zu vermeiden, müssen Verbraucher genau darauf achten, welche Apps sie herunterladen und bei jeder App Informationen zum Entwickler und Bewertungen nachlesen, bevor sie die App installieren”, meint Raj Samani, CTO Intel Security EMEA. „Sie sollten auch nach einem Sicherheitstool Ausschau halten, das Apps identifiziert, die nicht mehr im Store sind und eventuell sogar Informationen darüber liefern können, wieso die App entfernt wurde.”

Microsoft hat sich dem Problem von einer anderen Seite angenähert und seinen App Store anlässlich neuer Altersfreigabe-Regeln radikal aufgeräumt – Anwendungen, die durch ihren Entwickler nicht aktualisiert wurden, flogen raus (über 60 Prozent der Apps). Bis die anderen App-Stores nachziehen liegt es auch an den Verbrauchern, ein wachsames Auge zu haben, ob sie sich nicht eine gefährliche App eingefangen haben. Liebe zur App macht blind – und das kann gefährlich werden. Überprüfen Sie doch mal, welche Leichen Sie im Smartphone haben.

Studie: Mitarbeiter verlassen sich am Arbeitsplatz größtenteils auf ihre privaten Mobilgeräte

Laut einer aktuellen Studie des IT-Research und Beratungsunternehmens Gartner ist die Einführung von Mobilgeräten am Arbeitsplatz bis jetzt noch nicht ausgereift. Obwohl 80 Prozent der in der Studie befragten Mitarbeiter angaben, dass sie ein oder mehrere Geräte vom Unternehmen gestellt bekommen, sind Desktop-PCs immer noch die beliebtesten Business-Geräte in Unternehmen – denn mehr als die Hälfte der Mitarbeiter erhielten Desktop-PCs vom Unternehmen.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf der „Personal Technologies Study 2016“ von Gartner, die von Juni bis August 2016 unter 9.592 Teilnehmern aus USA, UK und Australien durchgeführt wurde.

Im Gegensatz zu der hohen Anzahl von Business-PCs am Arbeitsplatz erhalten vergleichweise nur wenige Mitarbeiter Mobilgeräte. Der Großteil der Smartphones, die am Arbeitsplatz genutzt werden, sind private Geräte – nur 23 Prozent der Mitarbeiter gaben bei der Studie an, dass sie Smartphones vom Unternehmen erhalten haben. „Die niedrige Zahl von Business-Mobilgeräten unterstreicht die Tatsache, dass am Arbeitsplatz meist private Mobilgeräte genutzt werden,“ erläutert Mikako Kitagawa, Principal Research Analyst bei Gartner. „Tatsächlich verlassen sich mehr als die Hälfte der Mitarbeiter, die Smartphones bei der Arbeit nutzen, ausschließlich auf ihre privaten Smarthpones.“

Cyberkriminalität: So schützen Sie sich vor gefälschten Apps

In Apples App-Store sind hunderte gefälschte Apps aufgetaucht, die als angebliche Originale bekannter Marken angepriesen wurden, berichtet die „Süddeutsche“. Daher nimmt auch die Gefahr durch bösartige Apps zu: Experten zufolge wächst die Zahl der für Smartphones entwickelten Virenprogramme dieses Jahr auf 20 Millionen an. … mehr

 

Was ist wichtiger als Sex, Schokolade oder Alkohol? Wi-Fi

iPass , Anbieter weltweiter mobiler Konnektivität, veröffentlichte die Ergebnisse des iPass Mobile Professional Report 2016. iPass befragte weltweit mehr als 1.700 mobile Mitarbeiter zu ihren Verbindungsgewohnheiten und -Vorlieben und beleuchtet den ständig steigenden Einfluss von Wi-Fi auf unser tägliches Leben.

Die Schlüsselerkenntnisse

  • 40 Prozent der Befragten wählten Wi-Fi als ihr wichtigstes tägliches Grundbedürfnis und maßen ihm höhere Priorität zu als Sex (37 Prozent), Schokolade (14 Prozent) und Alkohol (9 Prozent)
  • 75 Prozent der Befragten sagten, Wi-Fi habe ihre Lebensqualität verbessert
  • 63 Prozent der Befragten ziehen die Nutzung eines Wi-Fi-Hotspots mobilen Daten vor
  • 75 Prozent der Befragten sagten, bei der Auswahl eines Handy-Vertrags seien Daten wichtiger als Minuten

„Wir alle möchten in unserem Privat- und Berufsleben verbunden und produktiv bleiben. Insbesondere mobile Mitarbeiter erwarten, jederzeit verbunden sein zu können, ob zuhause, unterwegs zwischen Kunden-Meetings, in ihrem Hotel oder sogar während des Flugs“, sagt Patricia Hume, Chief Commercial Officer von iPass. „Wir alle bevorzugen Wi-Fi wegen der schnelleren Geschwindigkeiten, der niedrigeren Preise und der besseren Nutzererfahrung, die es bietet. Und bei gut einer Million mobiler Arbeitnehmer weltweit sollten Arbeitgeber darauf vorbereitet sein, die Forderungen ihrer Mitarbeiter zu erfüllen und ihnen die Konnektivität bieten, die sie möchten.“

Wi-Fi beeinflusst die Auswahl der Reisemöglichkeiten

Für mobile Mitarbeiter, die nicht von Datenabrechnungen oder exorbitanten Roaming-Gebühren überrascht werden möchten, ist Wi-Fi zu einem entscheidenden Faktor der Reiseplanung geworden, der sich auf die Wahl von Hotel, Flughafen und anderen Optionen auswirkt.

  • 72 Prozent der Befragten wählten ein Hotel auf Basis der Wi-Fi-Erfahrung aus, wovon 21 Prozent angaben, dies stets zu tun.
  • 35 Prozent gaben an, die Wi-Fi-Erfahrung habe ihre Auswahl der Fluggesellschaft beeinflusst.
  • 72 Prozent nutzen an Flughäfen kostenloses Wi-Fi, wenn es zur Verfügung steht.
  • 73 Prozent der Befragten haben beruflich noch nie für Flughafen-Wi-Fi gezahlt, wobei diese Zahl bei privater Nutzung auf 78 Prozent steigt.

„Die Wi-Fi-Erfahrung hat immer mehr Einfluss auf die Reiseentscheidungen mobiler Mitarbeiter, selbst in 30.000 Fuß Höhe, denn mehr als ein Drittel der Befragten hat seine Fluglinie auf Basis der Angebote für Wi-Fi-Konnektivität ausgewählt. Vorbei sind die Zeiten, als Wi-Fi an Flughäfen oder in Flugzeugen ein „nettes Beiwerk“ waren. Mobile Mitarbeiter geben sich nicht mehr damit zufrieden, herumzusitzen und auf ihre Flüge zu warten. Sie möchten lieber weiter produktiv sein oder in dieser wertvollen Zeit einfach nur entspannen“, fährt Hume fort.

Unternehmen finden die Durchsetzung von Richtlinien zur sicheren mobilen Nutzung schwierig

Die Befragung verdeutlicht auch, in welchem Umfang mobile Sicherheit das größte Hindernis für die Nutzung von kostenlosem Wi-Fi ist, und veranschaulicht die Schwierigkeiten, mit denen Unternehmen bei der Durchsetzung von Richtlinien für eine sichere mobile Nutzung zu kämpfen haben:

  • Einer von zwei mobilen Mitarbeitern gab an, sein Unternehmen erlaube ihm die Nutzung eines persönlichen Geräts (Smartphone, Tablet, Laptop, usw.) für den Zugriff auf die Daten/Systeme des Unternehmens über öffentliches oder Remote-Wi-Fi..
  • 66 Prozent der mobilen Mitarbeiter sagten, sie machten sich bei der Nutzung kostenloser Wi-Fi-Hotspots Sorgen über die Datensicherheit.
  • 42 Prozent wird jedoch weiterhin über öffentliches Wi-Fi auf Unternehmensdaten zugreifen.
  • 38 Prozent der Befragten haben nie ein VPN (Virtual Private Network) genutzt, um ihre Daten zu schützen.
  • Nur 9 Prozent geben den Verlust von Unternehmensdaten als eine ihrer größten Befürchtungen an, sollte ihr Gerät verlorengehen oder gestohlen werden. Im Vergleich dazu sind nahezu sechs Mal so viele Befragte darüber besorgt, Kontaktinformationen zu verlieren (57 Prozent) und fast die Hälfte (49 Prozent) befürchtete, ihre Fotos zu verlieren.

„Leider liegen scheinbar Welten zwischen den Prioritäten der Unternehmen und ihrer Angestellten. Mitarbeiter hüten auf ihren Smartphones riesige Schätze an wertvollen Daten, sind aber über den möglichen Verlust sensibler Unternehmensdaten wesentlich weniger beunruhigt als über den Verlust ihrer privaten Daten. Es ist klar, dass Unternehmen noch viel mehr unternehmen müssen, um ihre Mitarbeiter in Hinblick auf mobile Sicherheitsrisiken zu schulen und solide Richtlinien für die sichere Nutzung zu erstellen. Schließlich müssen mobile Mitarbeiter in der modernen Welt des „Wi-Fi first“ die Instrumente an die Hand bekommen, die sie benötigen, um produktiv sein zu können, ganz gleich, wo sie sind. Gleichzeitig müssen sie dafür sorgen, dass Unternehmensdaten durch die Nutzung des öffentlichen Wi-Fi nicht wachsenden Sicherheitsrisiken ausgesetzt werden“, sagt Hume abschließend.

Methodologie

Dieser Bericht basiert auf Informationen, die im Rahmen einer iPass-Umfrage bei mobilen Mitarbeitern von über 1.700 Befragten gewonnen wurden. Die Teilnehmer der Umfrage wurden zu ihren Verbindungsgewohnheiten, Vorlieben und Erwartungen befragt und gebeten, Stellungnahmen zum Grad ihrer Abhängigkeit von mobiler Konnektivität zu geben.

Die Umfrage wurde im Zeitraum vom 12. bis 31. August 2016 durchgeführt und umfasst Antworten mobiler Mitarbeiter jeglicher Altersgruppen und geographischer Zugehörigkeit. Sechzig Prozent der Befragten kamen aus Nordamerika, 40 Prozent aus europäischen Ländern. Die Antworten wurden nach Region, Altersklasse und Geschlecht untersucht.

Wi-Fi auf der Überholspur: Die Evolution vernetzter Fahrzeuge

Bildquelle: General Motors

Bildquelle: General Motors

Alljährlich findet in Monterey, im US-Bundesstaat Kalifornien, der Pebble Beach Concours d’Elegance, sicherlich die weltweit prestigeträchtigste Veranstaltung für klassische Automobile, statt. Und während die meisten der Fahrzeuge elegant, begehrenswert und, im richtigen Zustand, wertvoll sind, darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass sie aus technischer Sicht eher einfach aufgebaut sind. Konsequenter Weise antwortete der Besitzer des 2015er „Best in Show“-Fahrzeugs auf die Frage, was er an seinem Wagen am meisten schätzen würde, „Die Zigarettenanzünder“.

Im Vergleich dazu sind moderne Fahrzeuge mit einer Fülle an Technologien ausgestattet. Ein Großteil von ihnen dient der Sicherheit und Effizienz, jedoch haben in den letzten Jahrzehnten vermehrt auch Verbindungen zur digitalen Welt Einzug in den Automobilbau gehalten.

OnStar – serienmäßig vernetzte Autos

General Motors war 1996, mit der Einführung von OnStar, der erste Hersteller, der serienmäßig vernetzte Fahrzeuge anbot. Bei diesem Service wurde die Sprach- und Datenkommunikation über ein analoges, mobiles Netzwerk mit dem Bordcomputer und dem GPS der Fahrzeuge verbunden. BMW ging noch einen Schritt weiter Richtung digitale Kommunikation und brachte 2001 das erste mit dem Internet verbundene Auto auf den Markt.

Damit konnte über ein Display im Armaturenbrett auf das Online-Portal von BMW zugegriffen werden. E-Mails ließen sich mit diesem System jedoch noch immer nicht abrufen. 2008 machten die Münchner, mit der überarbeiteten Version seiner iDrive-Technologie, dann auch den uneingeschränkten Zugriff auf das Internet möglichen.

Die neuesten Entwicklungen der Automobilhersteller gehen noch einen Schritt weiter und bieten vollständig integrierte Technologielösungen samt Wi-Fi-Hotspot. Diese werden häufig allgemein als „Infotainmentsysteme“ bezeichnet. Diese integrierten Systeme ermöglichen den Einsatz leistungsstärkerer, externer Funkantennen, die für einen schnelleren und zuverlässigeren Datendurchsatz in mobilen Netzwerken sorgen.

Eine weitere Verbesserung stellt die maximale Anzahl der mobilen Geräten dar, die diese Wi-Fi-Hotspots unterstützen, sowie die Signalreichweite. Heutzutage können bis zu 20 Devices in einem Umkreis von bis zu 45 Metern verbunden werden. Allein 2015 wurden mehr als 90 neue Fahrzeugmodelle mit integriertem Wi-Fi angeboten.

Konnektivität dieser Wi-Fi-Hotspots

Anfänglich war die Konnektivität dieser Wi-Fi-Hotspots noch stark eingeschränkt. Größere Käufergruppen ließen sich damit folglich schwerlich überzeugen. Doch die jüngsten Entwicklungen im Bereich mobiler Netzwerke beschleunigen die Datenübertragung durch mit 4G- bzw. LTE-ausgestatten Versionen und ermöglichen Downloadgeschwindigkeiten von mehr als 10 Mbit/s. Und auch wenn diese Verbindungen nicht so schnell wie andere Ethernet- und Wi-Fi-Verbindungen sind, reichen sie aus, um Videos oder Musik zu streamen oder das Auto auf Geschäftsreisen als mobiles Büro zu nutzen.

Aufgrund von Sicherheitsbedenken wegen des offenkundigen Ablenkungsrisikos stoßen die neuesten Entwicklungen bei vernetzten Fahrzeugen nicht nur auf Befürworter. Für andere lohnt sich die Anschaffung dieser Features nicht, da die Mobiltelefone der meisten Kunden bereits ähnliche Funktionen bieten. Zudem gibt es ein großes Angebot an mobilen Hotspot-Geräten, die sich überallhin mitnehmen lassen. Der Funktionsumfang dieser alternativen Lösungen ist jedoch eingeschränkt und sie benötigen, bei längerem Betrieb, eine eigene Stromquelle. Darüber hinaus ist der damit erreichbare Datendurchsatz begrenzt.

Update über Wi-Fi

Zahlreiche Automobilhersteller entwickeln neue Methoden zur Aktualisierung der Software ihrer Fahrzeugsysteme. Diese Ansätze ähneln den regelmäßigen Updates mobiler Betriebssysteme und Anwendungen auf Smartphones und Tablets.

So hat die Ford Motor Company, einer der größten Automobilhersteller der Welt, eine Partnerschaft mit Microsoft geschlossen, um dieses neue Konzept umzusetzen. Ford hat Microsoft mit der Aktualisierung von Sync 3, seinem neuesten integrierten Infotainment-System, beauftragt, sodass der Fahrer neue Features und Bugfixes direkt via Wi-Fi in das System ihres Fahrzeugs laden können. Mit diesem neuen Verfahren muss nicht mehr, wie bisher, jedes einzelne Update über einen mit dem Internet verbundenen Computer heruntergeladen werden. Bislang mussten die Fahrzeughalter die Updatedatei dazu per USB-Stick in das System ihres Autos übertragen um die Installation zu starten.

Davon ausgehend, ist der größte Vorteil der über Wi-Fi durchgeführten Sync-Updates die Möglichkeit zur automatischen Installation. Ist diese Option aktiviert, muss das betreffende Fahrzeug lediglich in Reichweite eines Wi-Fi-Netzwerks geparkt werden, das vorab in den Systemeinstellungen festgelegt wurde, damit ein Update durchgeführt werden kann. Um die Aktualisierung abzuschließen, muss das Fahrzeug nicht einmal laufen. Bei der nächsten Nutzung wird dem Fahrer eine Benachrichtigung angezeigt, die ihn über das neu installierte Update informiert. Dieser Ansatz ermöglicht es den Fahrzeughaltern, ihr System ohne aufwendige manuelle Upgrades auf dem neuesten Stand zu halten.

Ford geht sogar noch einen Schritt weiter und rüstet seine Autohäuser mit Wi-Fi-Sendern aus, um vorrätige Neuwagen automatisch bei Veröffentlichung neuer Software-Releases zu aktualisieren. Wenn also ein Kunde ein Fahrzeug kauft, das bereits mehrere Monate zuvor produziert wurde, ist dieses automatisch mit den neusten On-Board-Funktionalitäten und Updates ausgestattet, die zwischenzeitlich entwickelt wurden. Eine äußerst nützliche Innovation!

Gates_DirkAutor: Dirk Gates, Executive Chairman und Gründer, Xirrus. Bevor Dirk Gates 2003, zusammen mit Patrick Parker und Steve DeGennaro, Xirrus als Anbieter von Hochleistungs-Wi-Fi-Lösungen gründete, hatte er gerade sein Unternehmen Xircom erfolgreich an Intel verkauft. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte das auf die Herstellung von Ethernet-Chips spezialisierte Unternehmen 2000 Mitarbeiter, eine Jahresumsatz von 500 Millionen US-Dollar und eine Marktkapitalisierung von mehr als zwei Milliarden Dollar. Schon während der anderthalb Jahrzehnte als Chairman und CEO von Xircom beschäftigte Gates sich intensiv mit WiFi-Themen. So lieferte sein Unternehmen mittels Partnerschaften und Zukäufen unter anderem Lösungen für mobile Plattformen, die IEEE 802.11-, GPRS- und Bluetooth-Technologien. Dirk Gates absolvierte seinen Bachelor-Abschluss in Elektrotechnik an der California State University/Northridge sowie seinen MBA der Pepperdine University/Malibu, Kalifornien.

Datenschützer warnt vor „Pokemon Go“-Nutzung

Die „Pokemon Go“-App schickt Millionen von Usern auf die Jagd nach virtuellen Monstern – scheinbar umsonst. „Wer Pokemon Go spielt, der muss sich ganz klar vor Augen führen: Du bist das Produkt“, schrieb der deutsche IT-Security Experte Mike Kuketz auf seinem Blog. Denn: Um in den Genuss der erweiterten Realität (Augmented Reality) zu kommen, gilt es einer Datenschutzrichtlinie zuzustimmen, berichtet „derStandard“. … mehr

 

Produktmeldung: Mehrheit unterschätzt Gefahren durch mobiles Surfen

Während viele Computernutzer ihre Rechner gegen Viren schützen, kümmert sich die Mehrheit der rund 50 Millionen Smartphone-Nutzer in Deutschland bei ihren mobilen Alleskönnern kaum um Sicherheit und Datenfragen. „Apps werden immer öfter zur Verbreitung von Malware verwendet. Darüber hinaus ist vielen Nutzern nicht annährend bewusst, wie viele Daten sie fortlaufend preisgeben“, warnt Maximilian Pohl, Geschäftsführer von RelaxInternet. Er rät, auch bei Smartphones auf Antivirenprogramme oder sogenannte Privacy-Boxen zu setzen, die wie die Relaxbox an den WLAN-Router angeschlossen werden und damit automatisch alle Endgeräte schützen und das Nutzerverhalten anonymisieren.

RelaxBox (c) RelaxInternet_web„Zum einen nutzen immer mehr Menschen mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets und zum anderen sind diese Plattformen noch relativ jung, was sie anfällig für Sicherheitslücken macht“, erklärt Pohl. Ein weiterer Punkt sind die Rechte, die der jeweiligen App zugesprochen werden. Diese sind vor dem Download meist einsehbar.

„Einer Taschenlampen-App, die auf die Telefon-Historie, SMS, Kontakte oder Fotos zugreifen will, sollte man skeptisch gegenüberstehen und prüfen, ob der Zweck der App das wirklich erfordert.“ Denn: Am besten schützen können sich Internetnutzer noch immer selbst, indem sie selbst bewusst überlegen, welche Programme und Apps sie installieren.

Handynutzer werden über ihre Apps und die Standorterfassung zum gläsernen Menschen

Handynutzer werden über ihre Apps und die Standorterfassung zum gläsernen Menschen. Aus der Kombination von Orten, Zeiten und Smartphone-Nutzung lassen sich Vorlieben und Routinen erkennen – und Vorhersagen treffen. Mit der von Pohl mitentwickelten Relaxbox kann dies minimiert werden.

Die Idee ist einfach: Das Gerät wird an einen Router angeschlossen und über einen Browser konfiguriert. Sie anonymisiert daraufhin das Surfverhalten, verschlüsselt den Standort und fängt Viren und Trojaner frühzeitig ab. Das gilt für alle Geräte, die sich an das W-Lan der Relaxbox einloggen – vom Handy übers Tablet bis zum stationären Computer. Damit eignet sich das Gerät ebenso für öffentliche oder gewerbliche W-Land-Standorte wie Vereine oder Geschäfte.

Weil die Relaxbox Anonymisierungsmethoden wie einen VPN-Tunnel nutzt, verschleiert sie unbemerkt den Standort aller Internetnutzer, die über die Relaxbox surfen. Dadurch wiederrum können die Nutzer auch auf Internetseiten zugreifen, die von Deutschland aus geblockt werden, worunter gerade Fans ausländischer Serien leiden. Pohl: „Das Internet ist durch Smartphones, soziale Medien wie Facebook und durch globale Medieninhalte wie Serien zum digitalen Zuhause und teilweise Fernsehersatz der Masse geworden. Gerade deshalb ist es wichtig, dass freies, sicheres und anonymes Surfen nicht länger nur etwas für Nerds ist.“

Mit der über Crowdfunding finanzierten Relaxbox können selbst Laien alle internetfähigen Geräte und sämtliche ihrer Bewegungen im World Wide Web ohne großen Aufwand vor ungewollten Zugriffen und Auswertungen schützen und ihren Aktionsradius im www erweitern.

Über RelaxBox

Bei der Box handelt es sich um ein Gerät, das an den Router angeschlossen und über eine Software gesteuert wird. Die Box soll das Internet für Normalverbraucher sicherer und freier machen – indem sie automatisiert und ohne Aufwand Daten verschlüsselt, Schadsoftware abfängt und die Herkunft des Surfers verschleiert. Finanziert wurde das Projekt maßgeblich über Kickstarter.

 

 

Saarbrücker Software schützt Smartphones vor ungewöhnlichen Datenzugriffen

Bei den vielen Apps, die sich heutzutage auf einem Smartphone tummeln, verliert man schnell den Überblick. Genau diesen behält eine neue Software, die Forscher von zwei Lehrstühlen der Universität Saarland zusammen mit einem IT-Unternehmen entwickelt haben. In einem automatischen Testverfahren wird zuerst erfasst, auf welche Daten eine Anwendung zugreift.

Diese Informationen gelten später als Grundlage für die Sicherheitskontrolle: Versucht das Programm andere Daten als üblich zu nutzen, schlägt die Software Alarm. Dafür wurde das Center for IT-Security, Privacy and Accountability (CISPA) mit dem bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2016 ausgezeichnet.

Andreas Zeller forscht als Professor für Softwaretechnik der Universität des Saarlandes.

Andreas Zeller forscht als Professor für Softwaretechnik der Universität des Saarlandes.

Andreas Zeller forscht als Professor für Softwaretechnik der Universität des Saarlandes am CISPA. Er kommentierte die Auszeichnung: „Wir sind stolz, ein ‚Ausgezeichneter Ort‘ im Land der Ideen zu sein, und freuen uns, mit unserem Projekt den Mehrwert gemeinschaftlichen Handelns herausstellen zu können.“

Für CISPA sei es die erste Auszeichnung dieser Art, so Zeller. Im Jahr 2011 richtete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) CISPA als eines von drei Kompetenzzentren für IT-Sicherheit ein. Inzwischen ist es zu einem Forschungsstandort mit internationaler Sichtbarkeit geworden. 33 Gruppen mit 210 Forschern arbeiten dort. Das BMBF unterstützt das Saarbrücker Kompetenzzentrum bereits in der zweiten Förderphase und finanziert es bis zum Jahr 2019 mit rund 16 Millionen Euro.

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank zeichnen im Rahmen des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2016 Ideen und Projekte aus, die die Potenziale von Nachbarschaft im Sinne von Gemeinschaft, Kooperation und Vernetzung nutzen und dadurch zur Bewältigung gegenwärtiger oder künftiger gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen.

Eine Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern wählte das Projekt gemeinsam mit einem fünfköpfigen Fachbeirat aus über 1.000 Bewerbungen aus. Am vergangenen Samstag überreichte Martin Zewe Ninja Marnau, Professor Andreas Zeller und dessem Doktoranden Konrad Jamrozik die Auszeichnung als „Ausgezeichneter Ort“ und betonte: „Boxmate zeigt eindrucksvoll, dass Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam ein Ziel erreichen können, wenn sie eng interdisziplinär zusammenarbeiten. Nicht nur hier im Saarland.“

 

 

 

 

Selbstfahrende Autos: Fast jeder glaubt an höhere Verkehrssicherheit

41 Prozent der Deutschen glauben, dass selbstfahrende Autos den Straßenverkehr in Zukunft sicherer machen werden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor, die TNS Emnid zum Tag der Verkehrssicherheit (18. Juni) durchgeführt hat. Demach sind besonders Männer (52 Prozent) und höher gebildete Menschen (57 Prozent) davon überzeugt, dass computergesteuerte Autos zu weniger Unfällen führen werden.

Im vergangenen Jahr sind auf Deutschlands Straßen laut Statistischem Bundesamt 3475 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet worden. Selbstfahrende Autos könnten zukünftig die häufigsten Unfallursachen, wie das Abkommen von der Straße, verhindern. Auch Ablenkung beim Fahren durch Handygebrauch oder Essen und Trinken wird im Zeitalter der selbstfahrenden PKWs nicht mehr zu Unfällen führen.

 Entspannen oder essen statt selbst fahren

Denn fährt das Auto allein, hat der Fahrer Zeit für andere Dinge. Laut BVDW-Umfrage würden die Deutschen diese Zeit am liebsten mit Entspannen und die Umgebung anschauen verbringen (72 Prozent) oder sie würden eine Mahlzeit (55 Prozent) zu sich nehmen. 48 Prozent würden die Zeit gern zum Telefonieren nutzen. Jeder Vierte würde in der gewonnenen Zeit arbeiten.

„Im Schnitt verbringen Bundesbürger zweieinhalb Jahre im Auto. Diese Zeit können die Menschen zukünftig besser nutzen. Denn Autos werden zunehmend zu Kommunikations- und Unterhaltungszentralen mit ganz neuen Anwendungsszenarien. So wird die Windschutzscheibe zum Bildschirm, an dem gearbeitet oder ein Film gestreamt werden kann“, erklärt Ingo Notthoff (T-Systems Multimedia Solutions), Sprecher Digitale Transformation & Internet of Things im BVDW.

Die Akzeptanz für selbstfahrende Autos ist laut Umfrage des Verbandes vorhanden: 53 Prozent der Deutschen würden sich einen computergesteuerten PKW kaufen, sobald sich die Fahrzeuge sich bewährt haben. Die Weichen dazu werden jetzt auch von der Bundesregierung gestellt. So hat Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Alexander Dobrindt am 14. Juni einen Innovationsvertrag zum Aufbau von Radarsensorik auf dem Digitalen Testfeld Autobahn unterzeichnet. Zukünftig werden auf der A 9 in Bayern mit modernster Technologie hochpräzise Echtzeit-Daten zu Verkehrsfluss, Verkehrsdichte, Geschwindigkeit und Fahrverhalten gewonnen.

Hightech-Schuhsohle „Hero“ lädt Handy beim Gehen

Die auf Schuhe spezialisierte Firma Vibram  hat in Zusammenrabeit mit dem  Centro per MicroBioRobotica  eine Hightech-Schuhsohle namens „Hero“ entwickelt. Mithilfe der in vollem Namen bezeichneten „Harvesting of Energy in Rubber Outsole“ kann der Benutzer Strom für die Ladung von Smartphones und Tablets selbst erzeugen.

Informationen in Echtzeit

„Beim Gehen wandelt die als Zwischeneinlage konzipierte Sohle die dabei entstehende kinetische in elektrische Energie um“, ist von Vibram zu hören. Die Kapazität liegt bei einem Watt Gleichstrom, sodass etwa nach acht Stunden acht Wattstunden zur Verfügung stehen. Zum System gehört ein selbst gespeister elektronischer Chip, der via Bluetooth die Verbindung zu einem Android-Handy herstellt und Infos in Echtzeit liefert – so zum Beispiel Ladezustand des Akkus, die Zahl der getätigten Schritte, Geolokalisierung und Fußtemperatur.

#DigitaleGesellschaft: App-Nutzung wird zum One-Night-Stand

Ein Mal genutzt und schon verschwindet die App wieder in der Versenkung. Dieses Schicksal erfahren zahlreiche Apps tagtäglich – etwas weniger als ein Viertel der User bekennt sich dazu, Apps nach nur einer Nutzung wieder zu verlassen. Das zeigt die neueste Studie von Localytics , die bereits zum fünften Mal erhoben hat, warum Apps behalten oder wieder deinstalliert werden, so „Pressetext“. … mehr

 

Smartphone-Süchtigen ist WLAN wichtiger als Sex

Keinen Internetzugang zu haben, treibt viele Smartphone-Nutzer zur Verzweiflung. Was sie aufgeben würden, um für einen Monat WLAN zu bekommen, hat Intrepid Travel nun erforscht, berichtet „Pressetext“: 37 Prozent würden auf Wein beziehungsweise Alkohol verzichten, 34 Prozent auf Junk Food, 24 Prozent auf Kaffee – und jeder Fünfte sogar auf Sex. An der Studie haben 1.500 amerikanische Smartphone-Nutzer teilgenommen. … mehr

 

Smartphones sind für viele Senioren unverzichtbar

Das Foto vom Enkel kommt per Messenger, der Reiseführer ist auf dem Handy immer dabei: Smartphones sind auch bei Senioren sehr beliebt. Fast drei von zehn Deutschen ab 65 (28 Prozent) nutzen bereits ein internetfähiges Mobiltelefon.

Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Dabei sagt die Hälfte (50 Prozent) der Senioren, dass Smartphones für sie eine große Erleichterung im Alltag sind. Jeder Vierte (25 Prozent) erklärt sogar, dass er sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen kann. Und mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) findet, dass ihn das Smartphone anderen Menschen näher bringt.

„Smartphones wie auch Apps und mobile Webseiten sind in den vergangenen Jahren immer benutzerfreundlicher geworden und dadurch auch für ältere Menschen, die unter Umständen noch wenig Erfahrung mit digitalen Technologien haben, immer attraktiver“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Gerade neue Geräte mit großen Bildschirmen, sogenannte Phablets, haben zum Smartphone-Boom bei Senioren beigetragen. „Zudem gibt es eine Reihe von Apps, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind. Dazu gehören Anwendungen, die an die Medikamenten-Einnahme erinnern, Apps für Denksport-Aufgaben oder solche, die das Diktieren von Texten ermöglichen.“

Sehbehinderte Menschen könnten zudem die Spracherkennungssoftware nutzen, um einen Anruf aufzubauen oder eine SMS zu schreiben. Insgesamt nutzen 74 Prozent der Deutschen ein Smartphone. Bei den 14- bis 49-Jährigen sind es sogar 93 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 83 Prozent.

Laut der Befragung verwenden ältere Smartphone-Nutzer ihr Gerät im Durchschnitt 14 Minuten pro Tag. Über alle Altersgruppen hinweg sind es 82 Minuten. Die mit Abstand beliebteste Smartphone-Funktion ist bei den Älteren das Telefonieren: 76 Prozent erklären, dass sie ihr Smartphone häufig oder sehr häufig dafür verwenden. Es folgen die Nutzung der Kamera für Foto- oder Videoaufnahmen (35 Prozent), die Weckfunktion (33 Prozent) und die SMS (27 Prozent). Aber auch zahlreiche internetbasierte Smartphone-Funktionen sind bei den Älteren verbreitet. So verwenden zum Beispiel 27 Prozent Suchmaschinen häufig oder sehr häufig, 14 Prozent internetbasierte Kurznachrichtendienste wie WhatsApp oder iMessage, und 12 Prozent lesen häufig oder sehr häufig Nachrichten online.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 709 Smartphone-Nutzer ab 14 Jahren befragt. Die Fragen lauteten: „Welche der folgenden Geräte verwenden Sie aktuell zumindest hin und wieder?“ „Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zu?“ (angegebene Werte beziehen sich auf die Antworten für „stimme voll und ganz zu“ und „stimme eher zu“) und „Jetzt nenne ich Ihnen verschiedene Smartphone-Funktionen. Bitte geben Sie für jede Funktion an, ob sie diese sehr häufig, häufig, eher selten, selten oder nie nutzen.“ (angegebene Werte beziehen sich auf die Antworten für „häufig“ und „sehr häufig“).