Schlagwort-Archiv: Mitarbeiter

Jobverlust durch Roboter?  KI-Experte erwartet Arbeitsteilung statt Massenarbeitslosigkeit

Droht in Zukunft eine Massenarbeitslosigkeit, weil Menschen zunehmend durch Roboter ersetzt werden? Die Frage treibt Bürger und Politik um. Auf der Internetkonferenz „World Web Forum“ raten Experten zu mehr Gelassenheit bei der Digitalisierung. Ein Beitrag auf „T-Online“. … mehr

 

Smartphone, Jobticket, Dienstwagen: So werben Arbeitgeber um neue Mitarbeiter

Technik der neuesten Generation, freie Fahrt mit Bus und Bahn und selbstbestimmtes Arbeiten: Um Bewerber für sich zu begeistern, lassen sich Arbeitgeber in Zeiten des verschärften Fachkräftemangels einiges einfallen. Knapp jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) will potenzielle Mitarbeiter mit der jüngsten Generation von Smartphone, Tablet oder Computer locken.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 855 Personalverantwortlichen und Geschäftsführern von Unternehmen aller Branchen. Mit Abstand die populärste Maßnahme zur Personalgewinnung sind demnach Weiterbildungsmaßnahmen, auf die zwei von drei Unternehmen (64 Prozent) setzen. Dahinter folgt – auf einer Stufe mit der Ausstattung mit Top-Geräten – das Angebot von Jobtickets für den öffentlichen Nahverkehr (49 Prozent). „Der Wettbewerb um die besten Köpfe spitzt sich weiter zu, in vielen Berufen herrscht Fachkräftemangel.

Arbeitgeber stellen sich darauf ein und versuchen, neue Mitarbeiter mit Weiterbildungen, Zusatzleistungen und einem attraktiven Arbeitsumfeld zu locken“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Gerade jüngeren Bewerbern ist es wichtig, sich im Job persönlich weiterentwickeln und die Arbeit flexibel gestalten zu können.“

Jedes vierte Unternehmen wirbt mit flexibler Arbeitszeitgestaltung

Viele Unternehmen versuchen, das Arbeiten für Neuankömmlinge so angenehm wie möglich zu machen. 37 Prozent der Arbeitgeber werben mit einer lockeren Arbeitsatmosphäre mit Gemeinschaftsgefühl. Jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) bietet neuen Mitarbeitern eine flexible Arbeitszeitgestaltung, wie Vertrauensarbeitszeit oder Homeoffice. Knapp ebenso viele (24 Prozent) buhlen mit speziellen Mitarbeiter-Events, wie aufwändigen Weihnachtsfeiern oder Sommerfesten, um neues Personal.

Gesundheitsleistungen, Altersvorsorge und Sabbaticals spielen geringe Rolle

Nur ein geringer Teil der Arbeitgeber versucht neue Mitarbeiter mit betrieblichen Zusatzleistungen zur Altersvorsorge (13 Prozent), Maßnahmen zur Gesundheitsförderung (12 Prozent) und Möglichkeiten für berufliche Auszeiten (9 Prozent) zu gewinnen.

Dienstwagen, Top-Gehälter und Boni bieten die wenigsten

Ein Dienstwagen ist als Argument für eine Vertragsunterzeichnung die absolute Ausnahme. Gerade einmal 7 Prozent der Unternehmen wollen damit neue Mitarbeiter gewinnen. Abgeschlagen am Ende der Skala rangieren überdurchschnittliche Gehälter, mit denen 3 Prozent der Unternehmen um neue Mitarbeiter werben. Lediglich 1 Prozent ist bereit, ein Handgeld zu zahlen, also einen einmaligen Bonus bei Stellenantritt, etwa mit Unternehmensanteilen oder entsprechenden Optionen.

 Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 855 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen ab drei Beschäftigten befragt. Die Fragestellung lautete: „Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um neue Mitarbeiter für Ihr Unternehmen zu gewinnen?“ Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

#NewWork: Stress im Job – Millionengehalt, aber kein Mittagessen

Immer mehr Führungskräfte leiden unter den Belastungen ihres Jobs. Viele vernachlässigen sogar Grundbedürfnisse wie Essen oder Schlafen. Facharzt Bernd Sprenger erklärt wie Burnout sich äußert, wer besonders betroffen ist – und wie man sich dagegen wappnen kann. Ein Beitrag in „CIO“. … mehr

 

#NewWork: Künstliche Intelligenz braucht kreative Intelligenz

KI wird unseren Arbeitsalltag immer stärker bestimmen. Diese Entwicklung stellt die meisten Unternehmen vor große Herausforderungen. Denn die zunehmende Mensch-Maschine-Kooperation wird nur dann erfolgreiche Ergebnisse produzieren, wenn sich die künstliche Intelligenz (KI) der Maschinen optimal mit der kreativen Intelligenz (KI) der Mitarbeiter verbindet, erklärt Innovationscoach Jens Möller in „Lead Digital“. .. mehr

 

Digitale Ethik – Plädoyer für ein Korrektiv

Ein Beitrag von Stephan Grabmeier Chief Innovation Officer  Kienbaum in der „Huffingten Post“: Die rasante technologische Entwicklung und die Digitalisierung durchdringen seit Jahrzehnten unseren Alltag. Wir informieren uns über das Internet und die sozialen Medien. Unser Kommunikationsverhalten hat sich massiv verändert, seit es WhatsApp, Facebook, Twitter und Co. gibt. Keine Frage: Die Digitalisierung ist viel mehr als eine technische Entwicklung. Sie hat weitreichende gesellschaftliche Auswirkungen, verändert unser Zusammenleben und beeinflusst politische Prozesse. Die gesellschaftlichen Dimension wurde von allen Seiten viel zu lange vernachlässigt. Das muss sich ändern. Wir dürfen nicht mit der gleichen Naivität an Künstlicher Intelligenz arbeiten wie wir Social Media begegnet sind. Es wird Zeit für mehr Ethik und Moral in der Technologie. … mehr

 

„Erst wenn man lernt, andere Blickwinkel zu erkennen und zuzulassen, ergeben sich neue Möglichkeiten.“

Bettina Bohlmann ist Wirtschaftspsychologin & Supply-Chain-Expertin, Managing Partner bei 3p procurement Branding.

Bettina Bohlmann ist Wirtschaftspsychologin & Supply-Chain-Expertin, Managing Partner bei 3p procurement Branding.

Bettina Bohlmann ist Geschäftsführerin bei 3p procurement Branding. Im Interview mit  Sabine Ursel darüber, dass Digitale Transformation auch einen Wechsel im „Mindset“ vieler Unternehmen bedeuten muss.

Frau Bohlmann, wer über digitale Transformation spricht, muss auch den Komplex Kultur und Mindsets berücksichtigen. Das ist vielen mittlerweile klar. Folien und Absichtserklärungen alleine sind aber noch lange kein Konzept, oder?

Bettina Bohlmann: Sicher nicht! Kultur ist ein komplexes Zusammenspiel vieler Einflussfaktoren. Ein Kulturwandel beginnt mit einem klaren Verständnis dazu, was Kultur überhaupt ist. Je tiefer das gemeinsam getragene Bild über Einflussfaktoren und Wirkungsmechanismen, desto wirksamer sind Maßnahmen zur Optimierung.

 Eine bestehende Kultur wird von Mitarbeitern zumeist anders empfunden und beschrieben als von der Geschäftsleitung oder Führungskräften. Wie kommen alle Seiten bei Change auf einen Nenner? Wer bestimmt eigentlich die neuen Parameter?

Bohlmann: Wenn Sie mit „gemeinsamer Nenner“ Klarheit in Bezug auf die eigene Verantwortung, um Offenheit im Austausch von Wissen und Erfahrungen meinen, dann ist das einer der Erfolgsschlüssel der digitalen Transformation. Wer sich auf das Thema Change ernsthaft einlassen will, braucht Mut zum Verlassen bekannter Muster und traditioneller Strukturen. Und er muss neugierig sein. Erst wenn man lernt, andere Blickwinkel zu erkennen und zuzulassen, ergeben sich neue Möglichkeiten. Führungskräfte müssen durch ihr persönliches Verhalten Vorbilder werden.

Wenn die Haltung zu den Mitarbeitern davon getragen ist, dass diese Verantwortung und Entscheidungsfreiheit in ihren Kompetenzfeldern erhalten – etwa in agilen Teams -, dann können Parameter auch gemeinsam bestimmt werden. Meine Aufgabe als Transformationsbegleiter ist es, den Spiegel in einem bewertungsfreien Rahmen vorzuhalten. Das fällt vielen Führungskräften leichter, weil ich nicht nur als Wirtschaftspsychologin, sondern vor allem mit Wissen zu Prozessen und Aufgabenstellungen auf Vorgehen und Ergebnisse schaue.

 Sie sagen: „Gesucht werden Teams, die in der Lage sind, die komplexen Anforderungen in der Supply Chain zu handeln und mit Unsicherheit, Mehrdeutigkeit und Veränderungsgeschwindigkeit robust und erfolgreich umgehen können.“ Wie lässt sich das im hektischen Unternehmensalltag herbeiführen – und vor allem beibehalten?

Bohlmann: Zum Beispiel durch den Abbau ineffektiver Kommunikationsschleifen. Mitarbeiter, und auch Führungskräfte, sind vielfach damit beschäftigt, sich bzw. ihre Errungenschaften und Kompetenzfelder abzusichern, auch in Meetings. Das behindert abteilungsübergreifende Projekte. In Meetings sollte es vor allem um Lösungsfindung gehen. Wichtig ist, mehr Transparenz zu schaffen. Mitarbeiter müssen sehen, wer gerade woran arbeitet und welche Ziele und Ergebnisse angestrebt werden. Nur so kann aus Fragmenten ein Bild entstehen. Für den Aufbau divers aufzustellender Teams muss freilich erst einmal Zeit investiert werden. Dabei ist beispielsweise auch zu analysieren, welche der denkbaren Maßnahmen die höchste Effektivität versprechen.

 Welche Signale und Maßnahmen müssen von der Unternehmensleitung kommen, damit Change als glaubwürdig und authentisch empfunden wird? Und wie geht man mit Unwilligen um?

Bohlmann: Natürlich wird es immer Unwillige in neuen Prozessen geben, damit muss man rechnen. Unbequeme sind aber nicht in jedem Fall auch unwissend oder inkompetent. Es sind wertvolle Mitarbeiter! Hier lohnt es sich, Gründe und Gedankengänge zu verstehen. Ziel ist schließlich die Synchronisation der Mitarbeiter bzw. von Teams auf gemeinsame Ziele. Das spricht sich leicht aus, ist allerdings eine anspruchsvolle Herausforderung für Führungskräfte. Machtworte und Dirigieren von oben nach unten helfen nicht weiter. Leadership bedeutet, persönlich ansprechbar zu werden – für einige Führungskräfte ein bislang nicht im Fokus stehendes Vorgehen –, Konsequenzen gemeinsam vorzudenken und Verkündetes bzw. Versprochenes zu begründen und einzuhalten. Feedback gehört unbedingt dazu.

Was werden Sie auf der EXCHAiNGE in diesem Jahr konkret vermitteln? Ich fand Ihre Praxisübungen in den vergangenen Jahren sehr erhellend.

Bohlmann: Ich begleite die EXCHAiNGE jetzt im dritten Jahr auch konzeptionell. Diese Plattform lebt vom interaktivem Austausch auf Augenhöhe mit Impulsgebern aus verschiedenen Disziplinen, die echt etwas zu sagen haben. Im November werden wir wieder Erkenntnisse teilen, an denen man sich durchaus reiben soll und die hohes Verbesserungspotenzial für die eigene Praxis bieten. Ich freue mich auf das Wiedersehen und den spannenden Austausch mit den Teilnehmern bzw. Akteuren der Supply Chain Community.

Studie: Fünf Menschen beeinflussen Deine Karriere

(Bildquelle: feedback-shutterstock_190537427)

(Bildquelle: feedback-shutterstock_190537427)

Kollegen, Vorgesetzte, Lehrer: Es gibt viele Menschen, die eine Karriere mitgestalten. Bei Arbeitnehmern in Deutschland haben bis zu fünf Personen maßgeblich Einfluss auf Berufswahl, Karrierewechsel oder Weiterentwicklung. Das geben 57 Prozent der deutschen Befragten in einer Umfrage im Auftrag des weltweit größten beruflichen Netzwerks LinkedIn an.

So spielen Bezugspersonen in den Anfangsstadien der Karriere wie die erste Chefin, der Betreuer im Praktikum, und sogar Lehrer eine wichtige Rolle. Im aktuellen Job sind es vor allem der „Arbeitsrivale“ und der „Buddy“ am Arbeitsplatz, die die Karriere gestalten. Allerdings beklagen 70 Prozent, niemanden am Arbeitsplatz zu haben, der ein aktives Interesse an der Entwicklung ihrer Karriere hat.

Nachdem eine zuvor veröffentlichte Untersuchung von LinkedIn ergeben hatte, dass nur jeder fünfte Arbeitnehmer eine tiefe Bindung und Zugehörigkeit zu seinem Arbeitgeber empfindet, hat das Unternehmen nun untersucht, wie sich persönliche Beziehungen auf die Karriere auswirken und wer dabei den größten Einfluss hat. Dazu hat Censuswide im Mai 2018 2004 Arbeitnehmer in Deutschland befragt.

„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbringen mit ihren Arbeitskollegen oft mehr Zeit als mit der eigenen Familie oder dem Partner. Oft sind es genau diese Arbeitsbeziehungen, die motivieren oder demotivieren und beeinflussen, ob man sich am richtigen Platz fühlt. Wir haben untersucht, wie sich das Beziehungsgeflecht am Arbeitsplatz auf die Karriere auswirkt.“, sagt Barbara Wittmann,

Senior Director Talent Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung von LinkedIn DACH. „Die Entwicklung der Karriere wird demnach durch mehrere Personen maßgeblich beeinflusst. Bei deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern haben vor allem Bezugspersonen am Anfang der Karriere erheblichen Anteil am beruflichen Werdegang. Allerdings mangelt es an Förderern, die den Fortschritt der Karriere aktiv begleiten und mitgestalten. Das ist eine Herausforderung, die deutsche Unternehmen dringend angehen müssen, wenn sie Fachkräfte dauerhaft an sich binden wollen.“

Bezugspersonen für die eingeschlagene Karriere

Während 34 Prozent angeben, ihren eingeschlagenen Karriereweg nicht auf eine einzelne Person zurückführen zu können, ist für 13 Prozent der Betreuer während des Praktikums der entscheidende Faktor gewesen. Lehrer folgen mit 12 Prozent dicht dahinter. Auch für den weiteren Verlauf der Karriere geben 28 Prozent der Befragten an, mehrere Einflüsse gehabt zu haben.

Die erste Chefin gehört mit 12 Prozent ebenso zu entscheidenden Personen wie der Vorgesetzte in der aktuellen oder bisherigen Rolle (12 Prozent) und der Lehrer in der Schule (11 Prozent). Kollegen (7 Prozent) oder Mentoren (3 Prozent) haben hingegen wenig Einfluss. „Angestellte in höheren Positionen sollten ihre Vorbildfunktion nicht unterschätzen. Die Ergebnisse zeigen, dass sie einen großen Einfluss auf ihre Mitarbeiter haben – sowohl positiv als auch negativ. Sie sollten immer bedenken, dass das auch die Arbeitgebermarke mit beeinflusst“, fügt Barbara Wittmann hinzu.

Rivalen und Arbeits-Buddies

Während die hierarchisch höher gestellten Mitarbeiter bzw. Vorgesetzten für den Karriereverlauf wichtig sind, wird der Arbeitsalltag von den Kollegen entscheidend mitgestaltet. Allerdings haben nur 25 Prozent der deutschen Befragten laut der Umfrage einen „Cheerleader“ oder Mentor am Arbeitsplatz, der aktiv ihren Werdegang vorantreibt – so wenige wie in keinem anderen Land.

Fast ein Drittel (29 Prozent) haben hingegen einen Konkurrenten oder Rivalen, mit dem sie sich im direkten Wettkampf sehen. Das empfinden jedoch nur 24 Prozent als negativ, denn laut den Betroffenen spornt der Rivale zu mehr Erfolg (68 Prozent) und härterer Arbeit (36 Prozent) an. 25 Prozent fühlen sich angetrieben, vor ihrem Konkurrenten befördert zu werden. Aufgrund dieser positiven Aspekte hätten nur 53 Prozent lieber einen „Cheerleader“ als einen Rivalen.

Eine weitere wichtige Rolle im Berufsalltag spielt der „Arbeits-Buddy“. 51 Prozent geben an, bei der Arbeit einen solchen besten Arbeitsfreund zu haben. Dieser hilft ihnen nicht nur, besser durch den Tag zu kommen (81 Prozent) und das Stresslevel in Grenzen zu halten (66 Prozent). Durch ihn fühlen sich 61 Prozent selbstbewusster und finden, dass die Karriere dadurch positiv gestaltet wird (56 Prozent).

Cyber-Sicherheit: Schutz vor den Psycho-Attacken der Hacker

Altgediente Buchhalter überweisen Millionenbeträge auf die Konten von Kriminellen, Sekretärinnen versenden vertrauliche Konstruktionspläne als Download-Link. Als Social Engineering bezeichnen Sicherheitsexperten Angriffsmethoden auf Unternehmen, die auf die Manipulation der Mitarbeiter setzen. Die Betroffenen merken dabei in der Regel nicht, dass sie vertrauliche Informationen an Cyberkriminelle weitergeben.

Die Mitarbeiter entsprechend zu sensibilisieren gehört daher zu den wichtigsten Themen im Bereich IT-Security. Die wachsende Bedeutung zeigt auch die aktuelle eco Sicherheitsstudie. „In vielen Fällen sind es gutgläubige Mitarbeiter, die Kriminellen Zugang zu vertraulichen Informationen geben“, sagt Oliver Dehning, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. „Eine gute Cyber-Abwehrstrategie muss daher auch immer die Awareness der Mitarbeiter steigern, damit diese solche Angriffe auch unter Stress erkennen können.“ Oft versuchen Angreifer insbesondere kurz vor Büroschluss oder dem Wochenende Handlungsdruck aufzubauen.

Warum wir mit Lust auf Manipulationen hereinfallen

„Es sind typische menschliche Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Gutgläubigkeit und Neugier, die sich Cyberkriminelle zunutze machen“, sagt Ivona Matas vom Security-Beratungsunternehmen known_sense. „Der Mensch und seine angeborenen sozialen Eigenschaften werden schonungslos ausgenutzt.“

So geben sich Angreifer etwa als Mitarbeiter von HR-Abteilungen aus, die eine vertrauliche Information brauchen oder bieten Hilfe bei der Installation einer Datei an, mit der gleichzeitig ein Spionageprogramm installiert wird. Oder es werden Rechnungen zugestellt, die das Opfer umgehend bezahlen soll. Als CEO-Fraud bezeichnen Experten diese Art der Fälschung eines persönlichen Auftrags der Geschäftsführung.

Im Rahmen der Internet Security Days (ISDs) erläutert die Experten, wie Unternehmen im Falle solcher Angriffe von einer Reifung und Resilienz ihrer Mitarbeiter profitieren. Am 20. und 21. September haben der eco Verband und heise Events die führenden Köpfe der IT-Sicherheitsbranche ins Phantasialand bei Köln eingeladen.

Awareness 2.0: Die eigenen Schwächen erkennen

Gefälschte E-Mails als Phishing-Falle sind dabei ein beliebter Angriffsvektor. Dabei werden Psycho-Tricks genauso genutzt wie Täuschungsversuche mit gefälschten Inhalten und falschen Absender-Adressen. Beliebt sind beispielsweise gefälschte Gewinnspiele, bei denen attraktive Preise als Lockmittel dienen oder gefälschte Dateianhänge an E-Mails, die zum Anklicken einladen.

„Technische Verteidigungssysteme gegen Phishing-Attacken wie Email-Filter helfen dabei, Angriffe abzuwehren“, sagt Oliver Dehning. Zusätzlich ist es nötig, die Awareness für solche Angriffe bei den Mitarbeitern ständig hoch zu halten.

Eine erfolgreiche Strategie unterstützt daher neben einer Sensibilisierung auch Selbstreflexion: Die Mitarbeiter müssen diejenigen ihrer sozialen Eigenschaften ‚entdecken‘, die im Rahmen von Social Engineering zum sogenannten sozialen Einfallstor werden können. „Es fallen nicht nur naive Menschen auf Fake, Phishing oder Social Engineering herein, sondern es kann jeden treffen“, sagt Matas. Geeignete systemische Präventions- und Awareness-Maßnahmen zu Cyber Crime, Social Engineering, Fake News und Co. sind daher in praktisch jedem Unternehmen nötig.

VW: Neues Ethik-Programm für offene Unternehmenskultur

Ein Beitrag auf „T-Online.de“: Als ein wichtiges Element bei der Aufarbeitung des Dieselskandals bündelt der VW-Konzern bisherige Ethik-Initiativen für eine offene Unternehmenskultur. Bis Juni 2025 soll das neue Programm „Together4Integrity“ im gesamten Konzern ausgerollt werden. Es soll die Fortschritte beim Kulturwandel anhand eines Stichwort-Kataloges künftig messbar machen, sagte das für Integrität und Recht zuständige Vorstandsmitglied Hiltrud Werner am Montag in Wolfsburg. Sie will das neue Programm als eine Art Werkzeugkasten fürs Management verstehen, das alle bisherigen Initiativen vereint. … mehr

 

Kommentar: Zukunft der Erwerbsarbeit: Ohne Grundeinkommen wird es nicht gehen

 

Doris Albiez, Deutschland-Chefin von Dell EMC,

Doris Albiez, Deutschland-Chefin von Dell EMC,

sieht im Zuge der Digitalisierung große gesellschaftliche Umwälzungen bevorstehen. Nach Ansicht von Albiez muss daher über die Zukunft der Erwerbsarbeit disruptiv nachgedacht werden. Dabei sollte das Modell des bedingungslosen Grundeinkommens, das in der Wirtschaft immer mehr Zustimmung erfährt, endlich ernster genommen werden.

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt ganz grundlegend. Wir stehen derzeit am Beginn einer enormen technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzung. Dabei muss eines klar sein: Automatisierung, Vernetzung und Künstliche Intelligenz (KI) werden zahlreiche Arbeitsplätze und ganze Berufsbilder obsolet werden lassen. Anders als in früheren Umwälzungen sind diesmal auch höher qualifizierte Jobs massiv betroffen.

Wir können uns nicht darauf verlassen, dass die Digitalisierung für einen Ausgleich durch neue Arbeitsplätze sorgt. Und selbst für diesen Fall gilt: Die Friktionen werden gewaltig sein, weil diejenigen, die ihren Arbeitsplatz durch Digitalisierung verlieren, nicht automatisch die sein werden, die die neuen, digital ausgerichteten Arbeitsplätze einnehmen.

„Wir stehen mit der Digitalisierung nicht nur vor einer technischen, sondern auch vor einer sozialen Disruption“, meint Doris Albiez, Senior Vice President & General Manager Dell EMC Deutschland. „In der Wirtschaft schrillen längst die Alarmglocken, trotzdem wird das Thema in der Öffentlichkeit noch nicht so recht ernst genommen. Meist übt man sich in Beschwichtigung und hofft, dass es schon nicht so schlimm kommen wird. Tatsächlich aber steckt man bloß den Kopf in den Sand und verpasst dadurch die Chance, rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.“

Das Lebensmodell der Erwerbsarbeit wird sich nach Auffassung von Albiez in den nächsten Jahren verändern. Für jeden Einzelnen wird es Phasen von klassischer Beschäftigung, von Teilzeitarbeit, von selbständiger Tätigkeit und von Zeiten geben, in denen man sich um Familie, Bildung oder auch um gesellschaftliche Aufgaben kümmert. Zwischen solchen Phasen werden die Menschen flexibel hin und her wechseln. Darauf sind aber die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, allen voran die Sozialsysteme, nicht abgestimmt. Hier gilt beispielsweise Nicht-Beschäftigung immer noch als Ausnahme, die es unbedingt zu vermeiden gilt und die deshalb mitunter auch sanktionsbewehrt ist. Das ist aber ein Modell aus dem Zeitalter der Industrialisierung und passt überhaupt nicht mehr in die digitale Ära.

„Wir können es uns als Gesellschaft nicht leisten, dass diejenigen, die mit der Digitalisierung nicht Schritt halten können oder die sich einfach andere Prioritäten als Erwerbsarbeit setzen, aus dem sozialen Raster fallen. Eine Prekarisierung größerer Teile der Gesellschaft würde die Gesellschaft insgesamt gefährden“, warnt Albiez.

Daher muss ernsthaft über disruptive Modelle für die Organisation von Erwerbsarbeit und Lebensgrundlagen nachgedacht werden. „Führende Köpfe der Wirtschaft setzen sich schon seit längerem mit guten Argumenten für das bedingungslose Grundeinkommen ein. Ich habe trotzdem den Eindruck, dass das allzu oft leichtfertig vom Tisch gewischt wird, weil es zu unbequem ist, weil es die eingefahrenen Gleise verlässt und sicher auch manchen Besitzstand in Frage stellt“, sagt Albiez. „Aber es hilft nichts: Wir werden auch in diesen Fragen disruptiv denken müssen. Ich sehe das im Grunde wie Siemens-Chef Joe Kaeser: Auf Dauer wird eine Art Grundeinkommen völlig unvermeidlich sein . Umso wichtiger ist es, die Diskussion darüber nicht noch länger aufzuschieben.“

Weitere Quellen zum BGE (Bedingungsloses Grundeinkommen) aus Sicht der Wirtschaft

http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-12/digitale-revolution-telekom-timotheus-hoettges-interviewhttps://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/leben-in-wuerde-dax-chefs-fordern-bessere-soziale-absicherung/20457960.htmlhttp://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/weltwirtschaftsforum/sap-vorstand-leukert-sagt-ein-grundeinkommen-hilft-allen-14026906.html

„Kollege Roboter“ in den Arbeitswelten der Zukunft

Roboter können dem Menschen ähneln. Wie weit kann und soll die Unterstützung durch Roboter in der modernen Arbeitswelt reichen?  (Bildquelle: "obs/Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/Uwe Voelkner / Fotoagentur FOX")

Roboter können dem Menschen ähneln. Wie weit kann und soll die Unterstützung durch Roboter in der modernen Arbeitswelt reichen? (Bildquelle: „obs/Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/Uwe Voelkner / Fotoagentur FOX“)

„Wissen scha(f)ft gesunde Arbeit – Arbeitswelten der Zukunft menschengerecht gestalten“ lautet der Titel des Projekts der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), mit dem sie zum Wissenschaftsjahr 2018 beiträgt. Mit „Kollege Roboter“ geht jetzt die erste von insgesamt vier Web-Dokumentationen online.

Die Dokumentation vermittelt multimedial in Text, Bild und Videosequenzen, wie Wissenschaft dazu beiträgt, die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter optimal und menschengerecht zu gestalten. Erzählerisch beleuchtet sie dabei Chancen und Risiken der Technologie und bringt den Beitrag der Wissenschaft knapp und präzise auf den Punkt. „Kollege Roboter“ gibt es unter www.wissenschaftsjahr.baua.de.

Mit der Digitalisierung der Arbeitswelt geht eine stetige und rapide Zunahme der Anzahl sowie der Einsatzmöglichkeiten von Industrierobotern einher. Roboter arbeiten schnell, präzise und ermüden nicht. Dafür hält sich ihr Improvisationstalent in den engen Grenzen ihrer Programmierung. So wird auch künftig eine Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter unerlässlich bleiben.

Doch wie muss diese Zusammenarbeit gestaltet werden, damit die Beschäftigten nicht nur sicher und frei von gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeiten, sondern auch ihre Qualifikationen und Fertigkeiten einbringen können?

Antworten auf diese und andere Fragen gibt „Kollege Roboter“. Die Web-Dokumentation im „Scrolly-Telling“-Format ist die erste von vier Dokumentationen, die im Rahmen des Projektes „Wissen scha(f)ft gesunde Arbeit – Arbeitswelten der Zukunft menschengerecht gestalten“ erstellt werden.

Das Projekt ist eingebunden in das Wissenschaftsjahr 2018 „Arbeitswelten der Zukunft“, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und wird von diesem finanziell gefördert. Die einzelnen Dokumentationen zeigen auf, wie Wissenschaft und Forschung dazu beitragen, vorausschauend Arbeitsplätze menschengerecht zu gestalten und zu sichern.

Ein Besuch bei „Kollege Roboter“ dauert rund 15 Minuten. Dabei scrollt sich der Interessierte durch die Dokumentation. Verständliche Texte, spannende Bilder und kurze Videosequenzen vermitteln nicht nur Chancen und Risiken der Technologie. Vielmehr geben Wissenschaftler Einblicke in ihre arbeitswissenschaftliche Forschung. Zudem zeigen Beispiele aus der betrieblichen Praxis, wie dieses Wissen die Arbeitssituation der Beschäftigten verbessern kann. Damit liefert die Dokumentation auch Fakten und Impulse, damit sich Bürger am Dialog im Wissenschaftsjahr beteiligen können.

Das Wissenschaftsjahr 2018 , eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), widmet sich dem Thema Arbeitswelten der Zukunft. Durch die Digitalisierung, alternative Arbeitsmodelle und die Entwicklung künstlicher Intelligenz stehen Forschung und Zivilgesellschaft vor neuen Chancen und Herausforderungen: Wie werden die Menschen in Zukunft arbeiten? Wie machen sie sich fit dafür? Und welche Rolle spielen Wissenschaft und Forschung bei der Gestaltung eben dieser neuen Arbeitswelten? Das Wissenschaftsjahr 2018 zeigt, welchen Einfluss soziale und technische Innovationen auf die Arbeitswelten von morgen haben – und wie diese nicht nur den Arbeitsalltag verändern, sondern auch neue Maßstäbe im gesellschaftspolitischen Dialog setzen. „Erleben. Erlernen. Gestalten.“ – unter diesem Motto werden Bürgerinnen und Bürger im Wissenschaftsjahr 2018 dazu aufgerufen, mitzumachen, Fragen zu stellen und gemeinsam Lösungsansätze zu finden.