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Wohin entwickelt sich das Internet? Nutzer geben Prognosen für das Jahr 2069 ab

swirl-optical-illusion-300x203Wie wird das Internet im Jahr 2069 beschaffen sein? Heiße Diskussionen darüber finden derzeit im kostenlosen Onlinekurs „Die Technologie, die die Welt veränderte – 50 Jahre Internet“ des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) statt.

Gut 5.000 Nutzerinnen und Nutzer des Netzes der Netze nehmen derzeit daran teil. Im offenen Diskussionsforum des Kurses auf der IT-Lernplattform openHPI sind bereits hunderte von interessanten Prognosen und Visionen darüber zu finden, welchen Entwicklungspfad das gerade ein halbes Jahrhundert alt gewordene Internet in den kommenden 50 Jahren nehmen dürfte. Zugang bekommt, wer sich online anmeldet.

„Die außergewöhnlich hohe Diskutierfreudigkeit bei unserer Mitmach-Aktion hängt mit der Vielzahl an kontroversen und polarisierenden Themen zusammen“, stellt Kursleiter und Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel fest. Oft werde über das so genannte Darknet debattiert, aber auch über Sicherheit und Datenschutz im Netz. „Besonders umstritten ist, welche sozialen Folgen das ständige Onlinesein für das menschliche Zusammensein hat, ob wir letztlich Treiber oder Getriebener der digitalen Transformation sind“, fasst Meinel zusammen.

Optimistische Voraussagen überwiegen

Nach dem Eindruck seines Teams überwiegen optimistische Sichtweisen, was die Zukunft des Internets anbetrifft. „Nicht wenige Kursteilnehmer geben aber auch ambivalente Stellungnahmen ab, also sowohl positive als auch negative“, betont der HPI-Direktor.

Hier die zukünftigen Entwicklungen, die nach seinen Angaben meist in positivem Zusammenhang gesehen werden:

  •    -Künstliche Intelligenz
  •    – Roboter allgemein
  •    – Befehlsausführung durch Gedankensteuerung
  •    – „Beamen“
  •    – Autonomes Fahren
  •    – Implantieren von Geräten/“Cyborgs“
  •    – Augmented und Virtual Reality

Überwiegend in negativer Form besprochen werden laut Meinel diese Trends im Internet:

  •    – Mangelnder Datenschutz
  •    – Ungenügender Schutz der Privatsphäre
  •    – Mögliche staatliche Überwachung
  •    – Spaltung des Internets in verschiedene Bereiche

„Durchaus als Gefahr wird von vielen Kursteilnehmern eine mögliche Aufteilung des Internets in jeweils einen Bereich für die Wissenschaft und für kommerzielle Interessen gesehen, aber auch die Spaltung in einen sichtbaren und einen unsichtbaren Teil“, sagt Meinel.

Übrigens hat keiner der Kursteilnehmer angegeben, 1969 Zeitzeuge der Nachricht gewesen zu sein, dass in Kalifornien erstmals zwei Computer miteinander vernetzt wurden. „Viele unserer Diskutanten betonen, Ende der sechziger Jahre weder ein Telefon noch einen Fernseher besessen zu haben. Mit dem Internet sind sie meist erst in den achtziger und neunziger Jahren in Kontakt gekommen“, berichtet der Informatikprofessor. Ein einziger Nutzer habe mitgeteilt, bereits 1978 das erste Mal online gewesen zu sein.

Viele „ältere Semester“ werfen den Blick in die Internet-Zukunft

Unter den Kursteilnehmern, die ihre Visionen zum Internet im Jahr 2069 zur Debatte stellen, seien viel mehr Ältere als sonst, sagt Meinel: „Normalerweise sind auf unserer Plattform openHPI im Durchschnitt nur rund 25 Prozent der Nutzer älter als 50 Jahre. Bei diesem Kurs zur Funktionsweise des Internets ist es aber die Hälfte“.

Im Vergleich zu den Vorgängerkursen zum gleichen Thema aus den Jahren 2014 und 2016 melde sich ein doppelt so hoher Anteil der Teilnehmenden im Forum zu Wort und kommentiere das Geschehen – fast zehn Prozent. Und rund 58 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer haben den Diskussionsverlauf im Forum bislang passiv verfolgt.

„Wir hoffen darauf, dass noch viele ihre Meinung dazu einbringen, wie das Internet aussehen wird, wenn es 100 Jahre alt und damit doppelt so alt wie jetzt“, sagt der HPI-Direktor. Er setzt in seinem Massive Open Online Course (MOOC) auf die Schwarm-Intelligenz Tausender. Einer, der sich schon per Video-Botschaft geäußert hat, ist HPI-Fellow Vint Cerf (76), einer der Miterfinder des Internets.

Prognosen gehen in Publikation des HPI ein

Zusammen mit anderen Wissenschaftlern seines Fachgebiets will Meinel den Verlauf und das Ergebnis der Diskussionen in einer Publikation dokumentieren: „Darauf dürfte die Welt in 50 Jahren dann wohl als historisches Dokument zurückblicken und erkennen, wie nahe wir in unserer Vorausschau der Realität im Jahr 2069 gekommen oder wie fern wie ihr geblieben sind“.

*alle Angaben beziehen sich auf November 2019

Kommentar: Ist Digitalisierung der Schlüssel für eine bessere Welt?

 Doris Albiez ist Senior Vice President & General Manager bei Dell Technologies Deutschland.

Doris Albiez ist Senior Vice President & General Manager bei Dell Technologies Deutschland.

Die Notwendigkeit, die permanent wachsenden Städte nachhaltiger, aber auch sozial gerechter zu gestalten, ist sichtbarer denn je. Verstopfte Straßen, klimaschädliche Abgase und ein Sozial- und Gesundheitssystem, das eigentlich jetzt schon an seine Grenzen gestoßen ist, stellen die Gesellschaft vor zahlreiche Herausforderungen.

Smart Cities, in denen Digitalisierung das Leben prägt, sollen und können helfen. Das bringt viele Chancen mit sich wie auch das eine oder andere Risiko. Ein gutes Beispiel ist der Health-Care-Sektor: Der demographische Wandel mit einer drohenden Überalterung der Gesellschaft und einem jetzt schon bestehenden Pflegenotstand zwingt Industrienationen wie Deutschland zum Handeln.

Hier kann Künstliche Intelligenz helfen: KI ist zuerst einmal in der Lage, aus gesammelten Daten wie Bildern, sensorischen Messungen oder elektronischen Patientenakten zu lernen und damit die Fachkräfte bei der Erkennung, Diagnose und medizinischen Entscheidungsfindung zu unterstützen. Neben der revolutionierten Diagnostik auf Basis Algorithmen-gestützter Korrelationen sind in der Chirurgie schon heute Operationsroboter im Einsatz, deren Schnitte viel präziser ausgeführt werden, da eine aufwendige Steuerung jedes noch so kleine Zittern des Arztes ausgleicht.

Roboter, die Medikamente ausliefern, Demenzpatienten begleiten und Bewohnern von Seniorenheimen zur Hand gehen, könnten künftig zur Entlastung der Pflegekräfte beitragen. Während die Dienste solch technoider Betreuer hierzulande noch als Pilotprojekt gefeiert werden, sind sie in Japan längst gängige Praxis.

Löst KI nun den Fachkräftemangel? Nein. Ersetzen Roboter menschliches Fachpersonal? Auch das nicht. Als ergänzende Hilfe können sie dem Personal allerdings viele kleinere Handgriffe abnehmen und damit Freiräume schaffen, in denen Zeit für wichtigere Aufgaben bleibt.

Wirft man einen Blick auf unsere Straßen, erkennt man sofort, wie viel Potenzial es für smarte Technologien gibt. Die Herausforderungen liegen hier in weniger Verkehr und damit weniger Lärmbelastung, weniger Umweltverschmutzung, weniger Verkehrstoten oder anders formuliert einer lebenswerteren Stadt. In der Logistik beispielsweise ist es sinnvoll, die vorhandenen Daten nach Mustern zu durchsuchen und so Fahrten effizienter zu gestalten.

Durch weniger Leerfahrten würde der Verkehr deutlich entlastet werden. Schon heute ist in Autos intelligente Technik verbaut, die hilft, Unfälle zu vermeiden. Fahren Autos irgendwann völlig autonom, lassen sie sich zu Kolonnen verbinden und sind damit effizienter. Ein autonomes Auto könnte zudem selbstständig zum nächsten Passagier fahren und ihn aufsammeln. Vor dem Hintergrund, dass sich in Deutschland ein Fahrzeug durchschnittlich über 23 Stunden am Tag die Reifen plattsteht, klingt das nach einer guten Alternative.

So viel Potenzial in der Technik auch stecken mag, so zwickt es doch noch an der einen oder anderen Stelle: Um gewisse Situationen richtig einzuschätzen, fehlt computergesteuerten Autos der gesunde Menschenverstand. Deshalb müssen zunächst einmal wichtige Fragen geklärt werden: Was bedeutet es eigentlich, wenn Maschinen statt Menschen lenken? Wer haftet, wenn ein Softwarefehler einen Unfall verursacht?

Neben Mobilität ist die Energieversorgung gerade angesichts des Klimawandels eine zentrale Herausforderung in einer Smart City. Intelligente Technologien können helfen, das Energiemanagement in Gebäuden zu verbessern – indem sie beispielsweise Wetterprognosen sowie aktuelle Energiepreise berücksichtigen und in Echtzeit Heizung, Kühlung und Lüftung optimieren.

Ein anderes Beispiel ist die Straßenbeleuchtung: Anstatt nur, wie in einer EU-Richtlinie gefordert, die bisherige Beleuchtung durch LED-Technik auszutauschen, setzen manche Städte inzwischen auf intelligente Lösungen. Dabei lässt sich jede Laterne individuell steuern und dimmen, wodurch sich die Energiekosten spürbar reduzieren lassen. Effizienz ist die eine Seite der Medaille, Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer die andere. Mittels Sensoren kann die Straßenbeleuchtung witterungsabhängig gesteuert werden, so dass bei schlechter Sicht die Wege heller ausgeleuchtet werden und das Unfallrisiko sinkt.

Es gibt viele gute Ideen, und Deutschland steht erst am Anfang. Damit die Entwicklung nicht gleich wieder ins Stocken gerät, müssen noch so manche Hürden genommen werden. Etwa die deutschen Datenschutzbestimmungen, die teils deutlich strenger ausgelegt werden als die europäische DSGVO. In vielen spanischen Regionen sind die städtischen Services intelligent miteinander verbunden. So konnte beispielsweise die Todesrate nach einem Herzinfarkt gesenkt werden.

Wie das geht? Beginnend mit dem Ausrücken des Krankenwagens und während des gesamten Einsatzes reduzieren digitale Technologien die Zeit und den Aufwand, die für Entsendung des Krankenwagens, Anfahrt und Krankenhausabwicklung erforderlich sind. Während der Fahrt erhalten die Sanitäter die digitale Patientenakte und haben so die notwendigen Informationen. In Deutschland ein Ding der Unmöglichkeit, denn bei uns dürfen aus Datenschutzgründen personenbezogene Informationen nicht übermittelt werden. Den Aspekt Datenschutz könnte ich verstehen, wenn meine Krankenakte einfach so an Versicherungen geschickt würde, in diesem Fall aber nicht.

Smarte Technologien sind eine, wenn auch nicht die einzige Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen. Wir müssen manche Bedenken über Bord werfen, gleichzeitig die Ängste des Einzelnen vor Datenmissbrauch ernst nehmen und gemeinsam an Lösungen und Infrastrukturen arbeiten. Denn eine digitalisierte Welt kann definitiv eine bessere Welt sein.

Autor: Doris Albiez ist Senior Vice President & General Manager bei Dell Technologies Deutschland

 

Start der Kampagne „Misch dich ein – für ein #NetzohneHass“

netzohnehass_headerbild03Über 80 Organisationen und Einzelpersonen aus Friedensbewegung, Politik und Medienpädagogik rufen dazu auf, Hetze und Hassangriffen im Netz ab sofort mit Zivilcourage zu begegnen. Angegriffene Menschen sollen gestärkt und den Angreifenden gewaltfrei Grenzen gesetzt werden.

„Wir wollen das Internet wieder zu einem Ort der freien Rede machen“, erklärt Björn Kunter, Projektleiter bei LOVE-Storm – Gemeinsam gegen Hass im Netz. LOVE-Storm koordiniert die Kampagne gemeinsam mit dem Internetaktivisten Ali Can, der Berghof Foundation, den Internationalen Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), dem Courage Office und Liebe wen Du willst e.V.

Bis zum 15. November 2019 sollen tausende Menschen die Erklärung auf https://weact.campact.de/p/netzohnehass unterschreiben und sich verpflichten, Hass im Netz zukünftig mit Zivilcourage zu begegnen.

Über die Homepage www.netzohnehass.de erhalten alle Unterzeichnenden Tipps, Trainings und Unterstützung, damit sie im Ernstfall auch wirklich eingreifen.

„Nach dem Mord an Walter Lübcke, der monatelang (fast) unwidersprochen im Netz angefeindet wurde, können wir nicht einfach zur Tagesordnung zurückgehen“, sagt Björn Kunter. „Wir dürfen die Angegriffenen nicht länger alleine lassen.“

Drei von vier Menschen in Deutschland befürchten, dass die Vielfalt im Internet durch Hasskommentare eingeschränkt wird. Dieses Ergebnis einer repräsentativen Studie des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) zeigt: Das Problem ist erkannt. Doch in der konkreten Situation schauen noch zu viele weg, wenn sie Hassangriffe bemerken, anstelle sich einzumischen. So wird das Netz zur Echokammer, in dem sich Menschen, wie der mutmaßliche Mörder Walter Lübckes immer weiter radikalisieren.

Fake News führen zu falschen Erinnerungen

Wenn Menschen gefälschte Nachrichten konsumieren, neigen sie dazu, daraus auch falsche Erinnerungen abzuleiten, die sich auch dann in ihrem Gedächtnis festsetzen, wenn sie als Fake News entlarvt werden. Das gilt auch in solchen Fällen, in denen deren Inhalte mit den eigenen politischen Einstellungen übereinstimmen. Zu diesem Schluss kommen Forscher des University College Cork (UCC) und der University of California, Irvine (UCI) nach einem Experiment, das sie 2018 im Zuge des Abtreibungs-Referendums in Irland durchgeführt haben. Ein Bericht auf „Pressetext“. … mehr …

 

Start für die „Digitale Schule Hessen“ und Familienklassen

Neue Schwerpunkte im Schuljahr 2019/20: „Mit Investitionen in die Digitalisierung und den weiteren Ganztagsausbau sowie neuen Förderangeboten wie den Familienklassen machen wir Hessens Schulen fit für die Zukunft“, so Kultusminister Lorz. Ein Beitrag in „Bildungsklick“. … mehr…

 

Interview mit Medienwissenschaftler Pörksen: „Wir kommen uns im digitalen Dorf unerträglich nahe“

Ein Interview im „Tagesspiegel“: Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Zuletzt erschien sein Buch „Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung“.

Herr Pörksen, Sie arbeiten als Professor für Medienwissenschaft an der Exzellenzuniversität Tübingen. In welcher Filterblase leben und arbeiten Sie denn so? … mehr

 

Auslaufmodell im digitalen Zeitalter? Der Homo analogicus

DemagogenLängst hat die Digitalisierung den Alltag vieler Menschen fest im Griff: Es wird gegoogelt, in sozialen Medien kommuniziert und aus Mediatheken heruntergeladen. Etwa 80 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren besitzen ein Smartphone, Tendenz steigend. Kann man in solch einer Welt überhaupt noch analog leben? Ein Beitrag in „Deutschlandfunk.de“ … mehr

 

An neun von zehn Schulen gibt es Netzsperren

Sperre„Sorry, dieser Inhalt ist nicht verfügbar“: Netzsperren sind für deutsche Schülerinnen und Schüler so selbstverständlich wie Hefter, Pausenbrot und Klassenarbeit. Neun von zehn Schulen (88 Prozent) nutzen technische Schutzmöglichkeiten, um den Internetzugang zu begrenzen und den Aufruf bestimmter Seiten und Anwendungen zu blockieren, etwa mittels Filter-Software oder Proxy-Lösungen.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 500 Lehrerinnen und Lehrern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. In der Lehrerschaft stoßen Netzsperren auf breite Zustimmung. Fast ausnahmslos alle Lehrerinnen und Lehrer (99 Prozent) finden den Einsatz technischer Schutzmechanismen an Schulen grundsätzlich sinnvoll.

„Kinder und Jugendliche müssen vor gefährdenden Inhalten wie Gewalt, Pornografie und politischem Extremismus geschützt werden. Verbote allein bewirken hier aber meist das Gegenteil und machen Schülerinnen und Schüler überhaupt erst neugierig – das gilt auch für Netzsperren. Kinder- und jugendgefährdende Inhalte sollten in der Schule offen diskutiert und es sollte auf die Gefahren hingewiesen werden, die zum Beispiel das Versenden freizügiger Fotos mit sich bringt“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Die Vermittlung von Digital- und Medienkompetenz

Die Vermittlung von Digital- und Medienkompetenz ist ein wesentliches Ziel von Smart Schools, für deren flächendeckenden Ausbau der Bitkom eintritt. Berg: „Digitalkompetenz ist die wohl wichtigste Fertigkeit im Digitalzeitalter. Ziel muss es sein, neben dem souveränen Umgang mit digitalen Medien auch eine grundständige IT-Kompetenz aufzubauen. In Zeiten der digitalen Transformation reicht es nicht aus, wenn Kinder und Jugendliche Smartphones und Tablets bedienen – sie müssen sie auch verstehen und verantwortungsvoll einsetzen können.“

Smart Schools gründen sich auf digitale Infrastruktur, digitale Curricula, entsprechend angepasste pädagogische Konzepte und digitalkompetente Lehrerinnen und Lehrer. Derzeit gibt es bundesweit 41 Smart Schools. Weitere Informationen unter www.smart-school.de.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 503 Lehrer der Sekundarstufe I an Hauptschulen, Schulen mit mehreren Bildungsgängen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Waldorfschulen telefonisch befragt. Die Befragung ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Nutzt Ihre Schule technische Schutzmöglichkeiten (z. B. Filtersoftware oder Proxylösungen), die den Zugang der Schüler ins Internet begrenzen, so dass beispielsweise nicht alle Internetseiten aufgerufen werden können?“ | „Finden Sie den Einsatz technischer Schutzmechanismen in Schulen grundsätzlich sinnvoll?“

Medienkonsum von Kindern: Gar kein Smartphone ist auch keine Lösung

Diese Studie dürfte viele Eltern aufatmen lassen: Wenn Kinder einige Stunden am Tag mit Tablet und Co. verbringen, kann das ihre Konzentration sogar fördern – doch es gibt eine klare Grenze, ist im „Spiegel“ zu lesen… mehr …

 

 

 

Medienkompetenz: Etabliertes Fernsehen vs. das digitale Bukett

In einer quantifizierten Welt gibt es fast kein Maß für das Omnipräsente: die Medien, die Daten, die digitale Öffentlichkeit. In Beratungsagenturen und Medienhäusern dürften größere Erbsenzählereien vorgenommen werden: Wie groß ist das Netz und wer ist dort der Größte (Konkurrent)? Der Schauplatz ist unübersichtlich. Plattformen sprießen aus den Verteilerknoten. Vom teilweise kostenpflichtigen Inhalt ausgewiesener Profis (die ihre immensen Startvorteile nutzen) reicht das Angebot bis zum Ultra-Trash, zu haltlosen Sabbeleien und rüdestem Ulk. Was auf YouTube koexistiert, bestimmt daneben einzelne Plattformen: das in der Tendenz anspruchsvollere Programm (Vimeo.com) und das meist belanglose und hemmungslose Gestreame (Twitch.tv). Ein Kommentar in „Telepolis“. … mehr …

 

Buchtipp: #Kids #digital #genial – Schütze dich und deine Daten!

Kids DigitalAb sofort ist die erweiterte Auflage des Jugend- und Kinderlexikons „#Kids #digital #genial – Schütze dich und deine Daten“ online und im Buchhandel erhältlich.  #Kids #digital #genial – Das Lexikon von App bis .zip:

Die Neuauflage des Lexikons umfasst im Softcover mehr als 100 Begriffe aus den Bereichen Mediennutzung und Datenschutz. Es erklärt Zusammenhänge und Hintergründe von Algorithmen, Clickbaiting, Tracking, Cybermobbing, Fake News & Co. auf einfache Art und Weise. Zum Mitmachen und Mitdenken enthält das Lexikon viele neue Aufgaben und zahlreiche weitere Tipps zum Schutz der Privatsphäre.

Digitaltraining für Kinder und Jugendliche

Das Ziel ist, Kinder und Jugendliche dort abholen, wo sie täglich mit privaten Daten hantieren: Am Smartphone, in ‚Sozialen Netzwerken‘ und sogar im Supermarkt. Kinder sollen verstehen, wieso Daten gesammelt, ausgewertet und verkauft werden und, warum ‚Datensparsamkeit‘ wichtig ist.

Autorin Wawrzyniak zieht eine erste Zwischenbillanz: „Es ist toll, wie viele Eltern und Schulen das Buch bereits nutzen, um Kinder über Datenschutz kompetent aufzuklären. Aber richtig erstaunt bin ich, wie gut das Buch bei Erwachsenen ankommt, die sich ebenfalls über die leicht verständlichen Texte freuen. Hier haben wir wohl einen Nerv getroffen.“ Der gemeinnützige Verein Digitalcourage e.V. als Herausgeber des Buchs, freut sich über die hohe Nachfrage. „Wir setzen auf digitale Mündigkeit durch Aufklärung – je früher man damit beginnt, desto größer ist der Spaß“, erklärt Gründungsmitglied padeluun.

Optimal für Schule und Bildungsarbeit

„#Kids #digital #genial“ ist so konzipiert, dass es auch ohne Vorkenntnisse der Lehrkräfte und ressourcensparend im Unterricht eingesetzt werden kann. Das Buch eignet sich ohne intensive Begleitung ab der 5. Klasse  und mit etwas mehr Betreuung einiger Themen auch schon für den Grundschulunterricht (3./4. Klasse).

 Info: Das Lexikon von App bis .zip2. erweiterte Auflage, Januar 201996 Seiten mit ca. 100 bunten Illustrationen, Das Buch gibt es, mit Rabatt für Klassen- und Schulsätze, online im Shop von Digitalcourage oder im Buchhandel vor Ort; Softcover; ISBN 978-3-934636-20-03,85 EUR (Vergünstigungen für Klassensätze)

Schützt Facebook doch vor Depression und Ängsten?

facebook_iconSocial Media sind wohl doch nicht so schlecht für die Psyche wie oft angenommen. Denn die regelmäßige Nutzung von Facebook und Co kann Erwachsene vor Depressionen oder Angstzuständen schützen, sagen Forscher der Michigan State University  . Der schlechte Ruf sozialer Medien rührt laut Studienautor Keith Hampton wohl daher, dass bisherige Studien vor allem Jugendliche und junge Erwachsene betrachtet haben – ohne die Effekte sozialer Medien wirklich von der Lebensrealität zu entkoppeln, berichtet „Pressetext“. … mehr

 

Geschichte, Kultur, Medien: Neue Online-Plattform “Youpedia” für fächerübergreifendes Lernen

YoupediaUm Kulturelle Bildung und Medienkompetenz für Jugendliche geht es bei der neuen Online-Plattform “Youpedia”. Sie ist das Ergebnis eines Projekts der Klassik Stiftung Weimar und des Deutschen Jugendherbergswerks. Bundesweit soll so eine von Jugendlichen selbst gestaltete “Kulturlandkarte” entstehen, die der Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Ein Bericht in „News4Teachers“. … mehr …

 

Viele Teens nutzen YouTube als Bildungsquelle

YouTube LogoVideoplattformen wie YouTube spielen für immer mehr Jugendliche beim Lernen eine Rolle. So ist die Google-Tochter YouTube mit einer Nutzung von 86 Prozent der Schüler und Berufsschüler zwischen zwölf und 19 Jahren eines ihrer digitalen Leitmedien, wie der Rat für Kulturelle Bildung in der Studie „Jugend/YouTube/Kulturelle Bildung. Horizont 2019″ aufzeigt, für die deutschlandweit 818 Teens befragt wurden, berichtet „Pressetext“ … mehr …

 

Sicherheitslücken bei Sprachassistenzsystemen: Alexa hört anders als ein Mensch

(Bildquelle: Amazon)

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Informatiker der Universität Bochum forschen zur Sicherheit digitaler Sprachassistenten wie „Alexa“. Sie schicken Befehle an Sprachassistenten, die der Mensch nicht hören kann – und können damit potenzielle Sicherheitslücken und die Verwundbarkeit solcher Systeme aufdecken. Ein Beitrag in „Deutschlandfunk“. … mehr