Schlagwort-Archiv: Medienkultur

Geschichte, Kultur, Medien: Neue Online-Plattform “Youpedia” für fächerübergreifendes Lernen

YoupediaUm Kulturelle Bildung und Medienkompetenz für Jugendliche geht es bei der neuen Online-Plattform “Youpedia”. Sie ist das Ergebnis eines Projekts der Klassik Stiftung Weimar und des Deutschen Jugendherbergswerks. Bundesweit soll so eine von Jugendlichen selbst gestaltete “Kulturlandkarte” entstehen, die der Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Ein Bericht in „News4Teachers“. … mehr …

 

Viele Teens nutzen YouTube als Bildungsquelle

YouTube LogoVideoplattformen wie YouTube spielen für immer mehr Jugendliche beim Lernen eine Rolle. So ist die Google-Tochter YouTube mit einer Nutzung von 86 Prozent der Schüler und Berufsschüler zwischen zwölf und 19 Jahren eines ihrer digitalen Leitmedien, wie der Rat für Kulturelle Bildung in der Studie „Jugend/YouTube/Kulturelle Bildung. Horizont 2019″ aufzeigt, für die deutschlandweit 818 Teens befragt wurden, berichtet „Pressetext“ … mehr …

 

Sicherheitslücken bei Sprachassistenzsystemen: Alexa hört anders als ein Mensch

(Bildquelle: Amazon)

(Bildquelle: Amazon)

Informatiker der Universität Bochum forschen zur Sicherheit digitaler Sprachassistenten wie „Alexa“. Sie schicken Befehle an Sprachassistenten, die der Mensch nicht hören kann – und können damit potenzielle Sicherheitslücken und die Verwundbarkeit solcher Systeme aufdecken. Ein Beitrag in „Deutschlandfunk“. … mehr

 

Auslaufmodell im digitalen Zeitalter? Der Homo analogicus

Längst hat die Digitalisierung den Alltag vieler Menschen fest im Griff: Es wird gegoogelt, in sozialen Medien kommuniziert und aus Mediatheken heruntergeladen. Etwa 80 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren besitzen ein Smartphone, Tendenz steigend. Kann man in solch einer Welt überhaupt noch analog leben? Ein Beitrag in „Deutschlandfunkkultur“… mehr …

 

Unternehmenskultur: Warum Digitalisierung und Wertewandel zusammengehören

Autorin Dr. Alexandra Hildebrandt schreibt in der „HuffingtonPost“: Es geht heute nicht nur darum, dass die Digitalisierung Unternehmenskulturen beeinflusst, sondern auch, ob diese die digitale Transformation ermöglichen. Beides ist gleichermaßen relevant. Um mit dem digitalen Wandel richtig umzugehen, braucht es Klugheit und Überlegung. Vor allem Traditionsunternehmen und Mittelständler sollten sich fragen, welche Dienstleistungen oder Produkte sie anbieten können und sich über ihren Kern bewusst sein. Wer digitale Prozesse richtig managen will, braucht ein tiefergehendes Verständnis der eigenen Unternehmenskultur – ein kurzer Wandel ist nicht nachhaltig. … mehr …

 

Digitalisierung: Plädoyer für bewussten Medienkonsum

Mit Bioläden wehrte sich die Gesellschaft gegen das Industriezeitalter. Bewussten Konsum von digitaler Technik praktiziert heute aber fast niemand. Dabei könnte Facebook auf diesem Weg irgendwann so unbeliebt werden wie Schlecker, schreibt Autor Volker Bernhard in der „Süddeutschen“. … mehr

 

 

 

 

Großteil der Kinder erkennt Fake News nicht

Fast die Hälfte der jungen Menschen im Alter von acht bis 16 Jahren findet Nachrichten wichtig. Doch nur ein Drittel meint, Fake News erkennen zu können, während ein weiteres Drittel eben das ausschließt. Zu diesem Ergebnis kommen australische Forscher. Demnach vertrauen Kinder und Jugendliche vor allem „sehr“ den News, die sie von ihren Eltern erfahren. Nur 23 Prozent schenken Nachrichtenmedien derart hohes Vertrauen. Sowohl die Befragung als auch ihre Ergebnisse zeigen Ähnlichkeiten zu einer US-Studie vom März 2017, schreibt „Pressetext“…

Expertise zur politischen Meinungsbildung und der Bedeutung von Facebook vorgelegt

Dfacebook-logo-1ie Bedeutung sogenannter Intermediäre wie Facebook für die Meinungsbildung (Stichworte: Echokammern, Filterblasen) wird überschätzt.

Einer neuen Expertise zufolge ist Facebook für die meisten Nutzer eine Nachrichtenquelle unter vielen, aber nicht die alleinige Informationsquelle. Die populäre Befürchtung, dass sich die Menschen in Filterblasen bewegten und etwa mit Blick auf die Bundestagswahl nur eingeschränkt informiert seien, muss demnach aus wissenschaftlicher Sicht relativiert werden.

„Ganz meine Meinung? Informationsintermediäre und Meinungsbildung“

Die von der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) vorgelegte Expertise „Ganz meine Meinung? Informationsintermediäre und Meinungsbildung“ geht der tatsächlichen Bedeutung der Informationsintermediäre für die Meinungsbildung nach, die empirisch bislang wenig untersucht ist. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob und wie wirkungsvoll insbesondere Facebook die Themenwahrnehmung und die Meinungsvermittlung bei politischen Themen beeinflusst.

Mögliche Effekte durch sogenannte personalisierte Nachrichtenquellen

Prof. Dr. Birgit Stark vom Institut für Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz betont, dass die Voraussetzungen für Filterblasen nicht gegeben seien. Gemeint sind damit mögliche Effekte durch sogenannte personalisierte Nachrichtenquellen, beispielsweise im Facebook-Newsfeed. Derzeit seien verhältnismäßig wenige personalisierte und noch viele klassische und somit ausgewogene Quellen zu beobachten, aus denen sich Nutzerinnen und Nutzer informieren. „Wenn sich aber das Verhältnis von personalisierter und klassischer Nachrichtenquelle umkehrt, wenn sich also die Bedeutung klassischer Medien als Informationsquelle verringert, kann sich das auf die Meinungsbildung auswirken“, betont Stark.

Auf den einzelnen Stufen des Meinungsbildungsprozesses zeigten sich ganz spezifische Wirkungseffekte. So könne sich nicht nur die Wahrnehmung gesellschaftlich relevanter Themen, sondern auch die Wahrnehmung des Meinungsklimas verändern. “Das wahrgenommene Themenspektrum wird nicht per se von Facebook eingeengt. Facebook kann aber die Wichtigkeit von Themen verändern“, erläutert die Sprecherin des Forschungsschwerpunkts Medienkonvergenz an der JGU.

Ein signifikanter Effekt für Facebook sei beim wahrgenommenen Meinungsklima zu beobachten. Hier könne es zu einer Gefahr für die Meinungsbildung kommen, wenn gesellschaftliche Randgruppen – unterstützt durch Social Bots oder Fake News – Diskussionen manipulieren, indem sie beispielsweise bestimmte Themen pushen oder gezielt durch Kommentare emotional polarisieren. Die Studie belegt zudem weitere Einflussfaktoren auf die Meinungsbildung, darunter Persönlichkeitseigenschaften wie die Persönlichkeitsstärke oder das eigene politische Interesse und nichtmediale Informationsquellen wie das persönliche Gespräch.

LfM-Direktor Tobias Schmid betont die Rolle der Medienaufsicht: „Es ist gut, dass für Nutzer in der politischen Mitte die Bedeutung von Echokammern überschaubar gering ist. Wir müssen aber auch die politischen Ränder und Extreme im Blick behalten. Die Medienanstalten setzen sich weiter dafür ein, dass sich Menschen ihre Meinungen auf Basis von Tatsachen bilden können und nicht auf Basis manipulierter Nachrichten.“

Die Ergebnisse der Studie „Ganz meine Meinung? Informationsintermediäre und Meinungsbildung – Eine Mehrmethodenstudie am Beispiel von Facebook“ wurden in einem Mehrmethodenmix aus Nutzerbefragung, Datentracking der Internetnutzung sowie in Online-Gruppendiskussionen ermittelt. Erste Teilresultate wurden bereits auf einer Tagung der Medienanstalten Anfang März 2017 in Berlin vorgestellt.

 

Begrenzte Online-Zeit schützt Kinder im Web nicht

Kindern den Zugang zu Internet und sozialen Medien zu begrenzen, ist keine sinnvolle Schutzmaßnahme. Das zeigt eine Analyse von Experten des britischen Education Policy Institute (EPI)  . Denn letztlich entwickeln Kinder nur online die nötigen Kompetenzen, um mit Online-Bedrohungen umzugehen. Zudem ist Social-Media-Nutzung zumindest in Maßen eigentlich eher von Vorteil für die emotionale Gesundheit junger Menschen – auch, weil sie online leicht Hilfe suchen können, berichtet „Pressetext“. … mehr

 

 

 

 

 

 

Social Media: Die Mär vom Dialog

WP_001268Dialog ist alles. Oder? Mit dem explosiven Erfolg von Online-Netzwerken überschlug sich die Kommunikationsbranche mit gewagten Prognosen. Vom neuen Zeitalter des Dialogs war die Rede. Von Partizipation und Kundengesprächen auf Augenhöhe. Aber wird dieser Anspruch heute wirklich gelebt? Ist es überhaupt sinnvoll, alle Schalter auf Dialog zu stellen?

komm.passion hat nachgehakt und in einer explorativen Studie die Sprache professioneller Facebook-Seiten untersucht. Das Ergebnis dieser – zugegeben subjektiven – Auswahl: Wenn überhaupt, spielt Dialog eine Nebenrolle. Aber das muss kein Defizit sein.

Wenig erforscht

Social Media haben die digitale Welt verändert. Sie ist schneller, interaktiver und mobiler als je zuvor. Allein Facebook hat in Deutschland 30 Millionen aktive Nutzer. Drei Viertel loggen sich jeden Tag ein. Sie veröffentlichen, teilen und kommentieren Inhalte, äußern sich zu relevanten wie banalen Themen. Die professionelle Kommunikation muss Schritt halten: Sie beobachtet und macht sich sichtbar, sie agiert und reagiert.

Die wissenschaftliche Forschung zur Unternehmenskommunikation im Social Web steht noch am Anfang. Vor allem die sprachlichen Aspekte sind bislang kaum beleuchtet. Deshalb haben komm.passion-CEO Prof. Dr. Alexander Güttler und Andreas Brüser, Berater bei komm.passion und Doktorand an der Universität Münster, gefragt: Was macht professionelles Sprechen im Social Web aus? Und: Steht der offene Austausch mit Usern wirklich an erster Stelle? Die komplette Studie erscheint im Springer-Handbuch „Sprache in den Public Relations“, herausgegeben von Cathrin Christoph und Annika Schach.

Impuls statt Dialog

„Branchen-Websites und Praxis-Ratgeber sprechen oft vom ‚König Dialog‘“, sagt Andreas Brüser. „Das wollten wir mit unserer Forschung hinterfragen und an der Realität prüfen.“ Dazu hat komm.passion exemplarisch die Facebook-Auftritte von EDEKA, Volkswagen und Amazon analysiert.

Mit einem klaren Ergebnis: „Die Seiten funktionieren nicht als Dialogplattformen, sondern als Impulsstrecken, die immer wieder Anlass zur Beschäftigung mit dem Unternehmen, den Produkten und Angeboten bieten“, sagt Alexander Güttler. „Vom oft geforderten Primat der Pull-Kommunikation kann hier nicht die Rede sein.“

Die Studie analysiert die Sprache von 238 Facebook-Posts aus dem vierten Quartal 2016 (Volkswagen: 103, Amazon: 66, EDEKA: 68). Als Vergleichsfolie dienen 197 Pressemitteilungen der Unternehmen aus demselben Zeitraum (Volkswagen: 62, Amazon: 71, EDEKA: 64). Im Fokus stehen unter anderem die Textthemen- und Nachrichtenwertanalyse sowie die Frage nach der Textstilistik.

Produkte und Marketing-Themen

Bei der Themenwahl gibt es klare Schwerpunkte und Unterschiede zwischen der Facebook- und Pressekommunikation. In einem von zwei Volkswagen-Posts geht es um Produktthemen wie etwa technische Eigenschaften oder andere Kaufaspekte. Amazon bewirbt in drei von vier Posts Handelsangebote und Marketingaktionen. Auch EDEKA legt den Fokus auf Marketing-Themen, wobei Dialog und Kontakt hier eine etwas größere Rolle spielen.

 

(Bild: komm.passion)

(Bild: komm.Passion)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei den Pressetexten rücken News zum Unternehmen bei Volkswagen und vor allem EDEKA stärker in den Blick. Zudem sprechen alle Unternehmen hier eher über CSR (Corporate Social Responsibility) als auf Facebook. Dialog und Kontakt spielen hingegen überhaupt keine Rolle. Sowohl bei Volkswagen als auch Amazon stimmen die Top-Themenkategorien auf Facebook und in der Pressearbeit überein.

„Bereits die Themenanalyse lässt vermuten, dass Facebook für die untersuchten Unternehmen vor allem ein verlängerter Werbe- und Push-Kanal ist“, sagt Andreas Brüser. „In der Pressearbeit geht es bei Volkswagen und EDEKA eher um klassische PR-Themen, während Amazon auch hier häufig pure Marketinginhalte bringt.“

Kaum Nachrichtenwert

Nachrichtenfaktoren, also journalistische Auswahlkriterien für News wie Aktualität, Status und Nähe, spielen bei den Facebook-Texten eine viel geringere Rolle als in der Pressearbeit. Während drei von vier VW-Pressemitteilungen einen Nachrichtenwert haben, ist das nur bei einem von zehn Posts der Fall.

Bei Amazon und EDEKA ist das Verhältnis ähnlich, wobei EDEKA-Pressetexte etwas öfter News Value bieten. Das Unternehmen legt viel Wert auf regionale Informationen, was sicher der genossenschaftlichen Struktur geschuldet ist. „Das Fehlen des Nachrichtenwerts auf Facebook könnte als Signal verstanden werden, dass hier Dialog wichtiger ist als die Übermittlung von Informationen“, sagt Alexander Güttler. „Dass dies aber nicht so ist, zeigt die Analyse der Textstile.“

 

(Bild: komm.passion)

(Bild: komm.passion)

 Ratgeber scheitern an der Realität

Die sprachwissenschaftliche PR-Forschung unterscheidet nach Dr. Annika Schach, Professorin für angewandte Public Relations an der Hochschule Hannover, zwischen vier Textstilen:

  • Informativ (sachlich, beschreibend) – Beispiel Nachricht
  • Imageprägend (argumentativ, werbesprachlich) – Beispiel Imagebroschüre
  • Dialogorientiert (fragend, auffordernd) – Beispiel Diskussionsfrage
  • Obligativ (selbstverpflichtend) – Beispiel Code of Conduct

Die gängige Ratgeberliteratur zum „richtigen“ oder „erfolgreichen“ Schreiben empfiehlt zwei Texttypen: den dialogorientierten Social-Media-Text, der zum offenen Austausch mit Usern anregt, und die sachlich-beschreibende Pressemitteilung, die sich an journalistischen Standards orientiert. Glaubt man den Websites und Büchern, müssten die untersuchten Facebook-Posts also dem dialogorientierten Stil folgen und die Pressetexte dem informativen. Aber in der Praxis sieht das anders aus.

Fast zwei Drittel der Posts von Volkswagen und Amazon sind rein imageprägend, orientieren sich also an der Werbesprache. Bei EDEKA ist der Anteil kleiner. Dabei legt das Unternehmen mehr Wert auf Information als auf Dialog. Nur zwei von fünf Posts von Volkswagen und EDEKA sowie einer von fünf Amazon-Texten sind rein dialogorientiert. In einigen Fällen kombinieren die Posts auch imageprägende und dialogorientierte Aspekte.

Ein Beispiel ist dieser Volkswagen-Text vom 22. November 2016, der als Teaser auf eine neue Produkt-Website verlinkt. Er verbindet eine klassische Push-Sendung mit der Aufforderung zur kommunikativen Reaktion:

„Nicht mehr wegzudenken – der neue Golf mit Facelift. Wie gefällt er euch? #vwgolf #volkswagen. Mehr dazu: golf.volkswagen.com/de/de/index.html= soc-qb.“

 

 Pressetexte im Marketingsprech

Auch die Pressemitteilungen weichen zum Teil stark vom sachlich-informativen Idealtyp der Ratgeberliteratur ab. Während bei Volkswagen noch knapp über die Hälfte der Texte rein informativ sind, trifft das nur auf 45 Prozent der Amazon- und 39 Prozent der EDEKA-Pressemitteilungen zu. Neben der Kombination von informativen und imageprägenden Elementen spielt gerade bei EDEKA der rein imageprägende Stil mit 34 Prozent eine wichtige Rolle. Ein Beispiel dafür ist der folgende Auszug aus einem Pressetext vom 25. Oktober 2016, der mit vielen Hochwertwörtern arbeitet:

„Meisterliche Leistung: Beim bundesweiten Wettbewerb um „Deutschlands beste Wurst-Theke 2016“ geht EDEKA Schwaiberger in der Neuburger Straße 104 in Passau als Sieger hervor. […] Zahlreiche Spezialitäten, konsequente Kundenorientierung und erstklassig geschultes Fachpersonal überzeugten die Kunden und Experten-Jury um Sternekoch Johann Lafer gleichermaßen. Sie wählten den Markt aus Passau in der gestrigen Finalrunde auf der Stromburg zur Nummer eins unter den zehn besten Wursttheken.“

Mehr Dialog gleich mehr Erfolg?

„Wir sind in den Social Media auf viel Produkt- und Marketingkommunikation gestoßen, auf geplante Impulsketten und immer wieder fröhlich inszenierte Dialog- und Pseudodialog-Aktionen“, sagt Alexander Güttler. Ist das nun gut oder schlecht? Das lasse sich so nicht beantworten. Denn es brauche zum einen mehr Daten und zum anderen sei nicht klar, wie die Botschaften bei den Rezipienten wirklich angekommen sind – beides Themen für weitere Untersuchungen.

Die Ergebnisse der Studie fasst der komm.passion-Chef so zusammen: „Wir haben es mit Unternehmen zu tun, die erfolgreich Produkte und Images verkaufen. Da ist es nicht verwunderlich, dass wir dies auch in der Social-Media-Kommunikation finden. In Expertendiskussionen hören wir immer wieder, dass das Internet erwachsen wird und dabei auch schlichtweg ‚normal‘.

Vermutlich haben wir in der Analyse ein weiteres Indiz dafür gefunden, was mit ‚normal‘ gemeint ist. Was nicht heißen soll, dass bei der Inszenierung von Themen und Dialogen sowie bei der Einbindung von Rezipienten in die Weiterentwicklung von Produkten und Unternehmen nicht noch Luft nach oben ist.“

Lern-Apps machen Kinder nicht klüger

Die meisten Bildungs-Apps für Kinder haben einen zu geringen Lerneffekt, wie eine neue Studie der Swinburne University zeigt. Laut Studienleiterin Kate Highfield sind viele Faktoren an den Apps zu verbessern: „Viele Applikationen haben einen zu einfachen Inhalt, deshalb wiederholen Kinder nur das, was sie schon wissen, anstatt Neues zu erlernen.“ Das berichtet „Pressetext“. … mehr

 

Internetkonsum hat sich binnen drei Jahren verdreifacht

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Bildquelle: AVG 2014

Das Smartphone ist immer dabei, Emojis und Video-Schnipsel sind das neue Telefonieren und YouTube-Stars die größten Idole: Kinder und Jugendliche in Deutschland sind immer früher, immer länger und immer mobiler im Netz unterwegs.

Während 2014 noch 39 Prozent der 6- bis 7-Jährigen angaben, zumindest gelegentlich das Internet zu nutzen, ist es heute bereits rund die Hälfte (48 Prozent). Auch die verbrachte Zeit im Internet stieg in diesem Zeitraum sprunghaft an, von 11 Minuten 2014 auf heute 39 Minuten täglich. Ähnlich sieht die Entwicklung bei den 8- bis 9-Jährigen aus.

Die verbrachte Zeit im Internet hat sich dabei binnen drei Jahren fast verdreifacht

Hier steigerten sich die Werte der Internetnutzer auf 81 (2014: 76) Prozent. Die verbrachte Zeit im Internet hat sich dabei binnen drei Jahren fast verdreifacht von damals 16 auf heute 43 Minuten. Deutlich öfter als noch vor drei Jahren nutzen Kinder und Jugendliche Smartphones und Tablets, oft sogar die eigenen.

Während vor drei Jahren erst 20 Prozent der 6- bis 7-Jährigen ein Smartphone beziehungsweise Handy nutzten, sind es jetzt 38 Prozent, die Tablet-Nutzung stieg gar von 28 auf 64 Prozent. Über ein eigenes Smartphone verfügen 67 Prozent der 10- bis 11-Jährigen (2014: 50 Prozent), ab 12 Jahren gehört das Gerät dann für so gut wie alle Jugendliche zur Standardausstattung.

Insgesamt betrachtet haben 87 Prozent der Kinder ab 10 Jahren ein eigenes Smartphone (2014: 79 Prozent), beim Tablet sind es 33 Prozent (2014: 17 Prozent). „Der Medien- und Internetkonsum von Kindern und Jugendlichen wird immer mobiler. Ins Internet ‚zu gehen‘ ist den Kindern von heute völlig fremd, sie sind ‚always on‘ – egal wo und egal wann“, sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg bei der Vorstellung der Studie, für die 926 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren befragt wurden. „Die Generation Y ist in die entstehende digitale Welt reingewachsen. Die Generation Z ist nun die erste Altersgruppe, die vom Kindesalter an mit digitalen Technologien aufwächst.“

Das Smartphone wird bereits von den Jüngsten als mobiler Alleskönner eingesetzt.

88 Prozent nutzen es zum Telefonieren, es folgen Musik hören (83 Prozent), Messenger (82 Prozent), Kamera und Internet (je 78 Prozent) sowie andere Anwendungen (61 Prozent). Mehr als jeder Zweite (51 Prozent) sagt, dass er sich ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen kann. Allerdings ist das Smartphone in jeder vierten Familie offenbar auch Grund zur Diskussion. So sagen 26 Prozent der Smartphone-Nutzer im Alter von 10 bis 18 Jahren, dass es zu Hause oft Streit gibt, weil das Handy zu viel genutzt wird.

Im Unterschied zum Smartphone werden stationäre und sperrigere Geräte wie Computer und Laptop immer unbeliebter, genauso wie Geräte ohne Internetzugang. Einen eigenen Fernseher haben beispielsweise nur noch 32 Prozent (2014: 41 Prozent). Dafür wird der Smart TV immer beliebter: 2014 besaßen 7 Prozent einen Smart-TV, heute haben bereits 29 Prozent der Kinder und Jugendlichen einen internetfähigen Fernseher.

Im Internet wird aber zunehmend mobil gesurft. Während 2014 noch 46 Prozent mit dem stationären PC ins Internet gingen, sind es heute nur mehr 35 Prozent. Die Beliebtheit des Laptops zum Surfen sank im gleichen Zeitraum von 65 auf 49 Prozent. Tablet und Smartphone steigerten sich hingegen um 19 beziehungsweise 12 Prozentpunkte auf 48 und 77 Prozent.

Bei den sozialen Netzwerken und Messengern dominiert WhatsApp quer durch alle Altersgruppen: 72 Prozent der 10- bis 11-Jährigen nutzen den Chatdienst bereits. Bei den älteren Jugendlichen ab 14 Jahren ist es dann beinahe jeder (96 Prozent). Auch die Beliebtheit anderer Netzwerke steigt mit zunehmendem Alter deutlich. YouTube nutzen etwa jeder zweite 10- bis 11-Jährige (51 Prozent) und drei Viertel aller 16- bis 18-Jährigen (76 Prozent) zumindest ab und zu auch aktiv. Die hohe Beliebtheit der Sozialen Netzwerke zeigt sich auch darin, dass bereits mehr als jeder Dritte (36 Prozent) sagt, dass der eigene Lieblingsstar ein YouTube-Star ist.

Damit sind die sogenannten Social Influencer beliebter als Idole aus den klassischen Bereichen Sport (23 Prozent) und Schauspiel (18 Prozent). „Die ‚Generation Z‘ schafft sich ihre eigenen Idole. Social-Media-Stars wie Sami Slimani oder Dagi Bee faszinieren Teenager und haben ein Millionenpublikum“, so Berg. Das haben inzwischen auch Unternehmen erkannt. Internetstars tauchen zunehmend im klassischen Marketing, etwa in TV-Werbespots und Magazinanzeigen auf. „Immer öfter hören Eltern als Berufswunsch ihrer Kinder: YouTube-Star.“

Nicht nur das Phänomen Social-Media-Star profitiert vom „always on“ der Jugendlichen, auch Streaming-Anbieter wie Spotify oder Deezer haben Zulauf. Musik hörten 2014 noch 59 Prozent der jungen Generation online, mittlerweile sind es 66 Prozent. Damit hat das klassische Musikhören von CDs nur noch einen minimalen Vorsprung von 2 Prozentpunkten gegenüber dem Musikstreaming. Im Videobereich hat Streaming DVD und Blue-Ray bereits überholt.

Ihre Internetaktivitäten betrachten Kinder und Jugendliche recht reflektiert.

62 Prozent geben an, dass sie darauf achten, welche persönlichen Informationen sie über sich selbst ins Netz stellen. 54 Prozent sagen außerdem, dass sie darauf achten, welche Informationen, zum Beispiel Fotos oder Kommentare, über sie im Internet sichtbar sind. „Die meisten Jugendlichen gehen im Internet sorgsam mit persönlichen Informationen um. Dazu trägt auch die aktive Einflussnahme der Eltern bei“, sagte Berg.

Sechs von zehn der befragten Kinder und Jugendliche sagen, dass ihre Eltern sie darum bitten, nicht zu viel Privates preiszugeben. Beinahe ebenso vielen (57 Prozent) erklären die Eltern auch, was im Netz erlaubt ist und was nicht. Nur jeder Zehnte sagt, dass es die Eltern nicht kümmert, was er im Internet tut. „Gerade Kinder dürfen im Internet nicht allein gelassen werden. Wichtig ist, dass Eltern ihre Kinder von Anfang an begleiten und unterstützen, indem sie gemeinsam mit ihnen in diese Welt eintauchen“, so Berg.

Darüber hinaus sollte die Vermittlung von Internetkompetenz aus Sicht des Bitkom einen festen Platz in den Lehrplänen der Schulen bekommen, um Kindern und Eltern Orientierung zu geben. Weitere Informationen und praktische Tipps vom sicheren Surfen im Web über kostenlose Jugendschutzprogramme bis hin zur Soforthilfe im akuten Mobbing-Fall bieten zahlreiche private und staatliche Initiativen.

Eine Übersicht mit den wichtigsten Hinweisen für Eltern und weiterführenden Links hat der Bitkom hier zusammengestellt.

Launch eines neuen Networking Events für die Medien – MPE-Media-Connect

Monika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein (Fotograf: Tino Zahedi)

Monika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein (Fotograf: Tino Zahedi)

Im Juni 2017 startet die bekannte Networkerin Monika Freifrau von Pölnitz Egloffstein (MPE) ihren neuen Event.

Bereits seit 21 Jahren vernetzt die Münchner Network-Unternehmerin Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur und den Medien. Schon längere Zeit wurde sie angesprochen, ob sie nicht auch einen Event für die Medien-Szene anbieten könnte. Jetzt ist es so weit.

Gleich zu Beginn der FILMTAGE findet das „MPE-Media-Connect” am 20. Juni 2017 auf dem Bavaria Filmgelände, in München-Geiselgasteig, statt. Bereits viele namhafte Gäste haben sich zum Auftakt angemeldet.

Dieser Event vernetzt Schauspieler, Produzenten, Regisseure, Moderatoren, Redakteure und Fotografen aus Film und Fernsehen, sowie Profis der Presse und des Hörfunks. Auf die Teilnehmer wartet ein aufregendes Programm und die persönliche Vernetzung durch MPE.

Markus Vogelbacher, Julia Tanz und Bernie Stampfer (v.l.n.r.)

Markus Vogelbacher, Julia Tanz und Bernie Stampfer (v.l.n.r.)

Schon seit längerer Zeit nehmen Markus Vogelbacher und Bernie Stampfer, von der auf dem Bavaria Filmgelände ansässigen International Film Partners (IFP) Entertainment, an den MPE-EVENTS teil. Für den Launch des MPE-Media-Connect stellen sie ihr Unternehmen als Gastgeber zur Verfügung.

Zu Beginn des Abends wird es eine VIP-Bavaria-Filmtour geben – darauf folgen spannende Kurzvorträge aus der Branche, zum Thema Film und Entertainment.

 Das Bavaria Filmgelände eignet sich ideal zur Einführung des neuen Medien-Events.

„MPE-Media-Connect“ wird einmal im Jahr stattfinden – und die Medien-Szene zielgerichtet vernetzen.

Mehr dazu: www.mpe-poelnitz-egloffstein.com

info@mpe-poelnitz-egloffstein.com

Digitale AusZeit für Familie, Schule und Kita

„Mit Freude kündige ich den ersten analogen Cartoon-Kalender zur digitalen Mediennutzung für Kinder und Erwachsene in Familie, Schulen und Kitas an. Er ist bereits hier vorzubestellen und kommt im August/September 2017 in die Läden“ – schreibt Prof. Gerald Lembke auf seiner Webseite. „Damit unterstützte ich aktiv die Organisation von digitalen AusZeiten in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen – so dass unsere Kinder wieder den Kopf frei(er) bekommen und sich geistig, seelisch und körperlich besser entwickeln können.“ … mehr