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Eltern haften für Kinder – auch im Internet sinnvoll?

Surfen im Internet   „Ist es Vater und Mutter zumutbar, ihre Kinder ans Messer zu liefern?“ – fragte der Anwalt der Familie rhetorisch im Prozess. „Schlimmer kann man den Familienfrieden nicht stören.“ Ein Bericht inder „Süddeutschen“. … mehr

 

Fake-News: Digitale Medienkompetenz statt Wahrheitsministerium

Gezielte Desinformation ist nicht erst seit dem Internet-Zeitalter eine Herausforderung. Trotzdem wird als Gegenmaßnahme zurzeit über die Einführung eines „Abwehrzentrums gegen Desinformation“ diskutiert. „Fake-News sind ein Problem, was sich nicht mit einem Wahrheitsministerium im Orwellschen Sinne lösen lässt. Wie bei vielen Phänomenen, die durch das Internet deutlicher an die Oberfläche treten, begegnet man ihnen am besten mit gesundem Menschenverstand – unterstützt durch digitale Medienkompetenz“, sagt Harald A. Summa, Geschäftsführer von eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.

„Meine Großmutter hat immer gesagt, was in der Zeitung steht, stimmt! Nach diesem Motto betrachten viele Nutzer auch die Posts in sozialen Netzwerken“, erläutert Thomas Müller, Leiter Unternehmenskommunikation bei eco, den vermeintlichen Erfolg von Fake-News. „Dabei sollten wir lernen, wie im täglichen Leben zwischen einem Gerücht und einer echten Meldung zu unterscheiden. Oft genügt schon ein genauer Blick und das eigene Bauchgefühl, um eine Fake-News als solche zu entlarven“, ist Müller überzeugt.

Fünf praktische Tipps zum Umgang mit Fake-News

  1. Kritisch prüfen:

Jeder Leser kennt das Gefühl: Kann das wirklich wahr sein? Entweder klingt die Schlagzeile zu schön, um wahr zu sein oder hört sich so absurd an, dass unsere Skepsis Alarm schlägt. Beides ist ein gutes, erstes Indiz für eine Fake-News.

  1. Absender kontrollieren:

Einen wichtigen Rückschluss auf den Wahrheitsgehalt einer Meldung gibt der Absender. Wer hat die Nachricht als Erster gemeldet? Und wie seriös ist diese Quelle?

  1. Originalquelle ansehen:

Oft werden Meldungen in sozialen Netzwerken mit falschen Überschriften geteilt. Ein Blick in die Originalquelle gibt Aufschluss darüber, ob der Text hält, was der Titel verspricht. Außerdem lohnt eine Betrachtung der weiteren Nachrichten auf der Seite, um das Medium einzuordnen.

  1. Impressum checken:

Kommt Ihnen die Quelle nicht bekannt vor, sehen Sie sich das Impressum genauer an: Wer steckt hinter den Texten? Gibt es darüber keine befriedigende Antwort, sollte die Meldung auf keinen Fall weiter geteilt werden.

  1. Gegenprobe Suchmaschine:

Fake-News lassen sich auch daran erkennen, dass niemand sich sonst dieser Meldung annimmt. Die Nachrichten-Bereiche der Suchmaschinen geben Auskunft darüber, ob seriöse Medien ebenfalls die Nachricht aufgreifen oder sie nur wild auf zweifelhaften Seiten verbreitet wird. Zusätzlich gibt es mit hoaxsearch.com eine eigene Suchmaschine für Fakes.

Fake-News melden

Entlarvt man eine Nachricht als Desinformation, sollte man sie bei Initiativen wie Mimikama melden. Handelt es sich gar um rechtswidrige oder jugendgefährdende Inhalte, bietet die eco Beschwerdestelle eine Anlaufstelle, die nach juristischer Prüfung dafür sorgt, dass diese aus dem Internet entfernt werden.Maske_weiss

Warum Verlage zu Dienstleistern der Autoren werden sollten

Dr. Alexandra Hildebrandt

Dr. Alexandra Hildebrandt, Nachhaltigkeitsexpertin und Wirtschaftspsychologin

Autorin Dr. Alexandra Hildebrandt schreibt in der HuffingtonPost“: Die deutsche Buchbranche erlebt derzeit die größte Veränderung ihrer Geschichte. Sie kämpft mit der Digitalisierung. Da sich dieser Megatrend, der die Welt disruptiv verändert, nicht im Tempo normaler industrieller Entwicklungen vollzieht, sondern viel schneller, sind viele an solche radikalen Veränderungen nicht gewöhnt und verwenden Geschäftsmodellprinzipien, die auf alten Fundamenten basieren.

„Diese harmonieren nicht mit den neuen Denkmodellen, die hinter der digitalen Technologie und den darauf entwickelten Produkten und Leistungen stehen“, betonen Christian Hoffmeister und Yorck von Borcke in ihrem Buch „Think new! 22 Erfolgsstrategien im digitalen Business“.

Die meisten Verlage halten leider noch immer an ihren herkömmlichen Textmodellen fest, doch niemand kann es sich heute mehr leisten, alte Pfründe zu verteidigen und auf herkömmliche Erfahrungen zu setzen.

Die digitale Disruption in der Buchbranche steht erst am Anfang.

Immer wieder ist in der letzten Zeit zu lesen, dass sich der E-Book-Markt „auf niedrigem Niveau stabilisiert“ habe oder sogar „rückläufig“ sei. Dabei schwingt immer der Gedanke mit, dass damit die digitale Disruption der Buchbranche im Wesentlichen vollzogen sei.

Für Dr. Karl-Ludwig von Wendt, der über künstliche Intelligenz promovierte und sich als Unternehmer und Berater mit den Folgen der Digitalisierung in verschiedenen Branchen beschäftigt, ist das ein gefährlicher Irrtum – vor allem deshalb, weil das E-Book, wie wir es heute kennen, für Verlage gar keine wirklich disruptive Technologie ist.

Die disruptive Innovation verändert die Spielregeln des gesamten Marktes: Es werden neue Kunden- bzw. Nutzergruppen angesprochen und ein neuer Kernnutzen geboten. In seinem lesenswerten Beitrag „Selfpublishing. Die wahre Disruption der Buchbranche beginnt erst“, schreibt von Wendt, dass das Selfpublishing Christensens Kriterien nahezu perfekt erfüllt.

Denn die „Kunden“ der Selfpublishing-Autoren sind die Leser – „eine von vielen Verlagen immer noch weitgehend unbekannte Zielgruppe. Die klassischen Verlagskunden, die Buchhändler, haben dagegen kein Interesse an Selfpublishing-Titeln“.

Disruptive Technologien werden von etablierten Anbietern zunächst meist nicht ernst genommen, weil sie keine „richtigen“ Bücher machen würden. So findet im klassischen Buchhandel Selfpublishing so gut wie gar nicht statt. Das Segment ist für die meisten Verlage noch unattraktiv oder wird lediglich als Scouting-Plattform betrachtet.

Auch für gängige Plattformen, die sich mit Wirtschaft, Ideen und Innovationen beschäftigen, ist dies nicht von Interesse: „Bei uns steht ja immer noch das Buch als Diskursbeitrag im Zentrum.“ Allerdings legen Untersuchungen aus den USA nahe, dass dort Selfpublisher den Verlagen bereits einen großen Teil des Buchmarkts abgenommen haben und weiter auf dem Vormarsch sind:

„Dennoch spricht die offizielle Statistik von einem rückläufigen E-Book-Markt, weil die disruptive Technologie schlicht nicht eingerechnet wird.“

Es ist nicht die Frage, ob sich konventionelle Verlage verändern müssen – die Frage ist, ob sie schnell genug sind. Ich arbeite gern mit Verlagen zusammen und mag auch in Zukunft auf das haptische Erlebnis guter Bücher nicht verzichten.

Klassiker und gute Literatur sowie Kunstbücher möchte ich weiterhin anfassen und mit der Hand be-greifen können. Sachbücher, die ständig aktualisiert werden, sind eine digitale Bereicherung. In den vergangenen Jahren habe ich auch die Grenzen konventioneller Verlage kennengelernt:

Vor allem bei Fachverlagen dauerte der Prozess bis zur Veröffentlichung zu lange – viele Informationen waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon veraltet und konnten im Nachgang nicht korrigiert werden. Bei Herausgeberwerken führte dies sogar dazu, dass Autoren während der Korrekturphase ihre Beiträge zurückgezogen haben. Auch der Satz „Es ist eine Ehre, gedruckt zu werden“ (ohne Honorar im Wissenschaftsbereich) funktioniert heute nicht mehr.

Selfpublishing: Die neue Selbstbestimmung

In einer Könnensgesellschaft werden wir selbst zu digitalen Handwerkern und sind auch in der Lage, Bücher selbst zu machen und dies ständig zu professionalisieren. Niemand muss sich heute mehr als Zuschauer in den Zirkus der sich zur Schau stellenden Autoren auf den Buchmessen begeben, niemand muss sich derartigen Gruppenerlebnissen aussetzen – es geht auch unabhängig vom Literaturbetrieb. Dazu ist es wichtig, gründlich vorauszusehen, um später nicht das Nachsehen zu haben. Wer heute als Publizist nicht im Mittelmaß versinken will, muss viele Dinge anders machen.

Vor einigen Jahren bin ich für meine Überzeugung, dass Bloggen zukunftsweisend in der Medienlandschaft ist, noch belächelt worden – auch für mein tägliches Pensum in meinem Blog in der Huffington Post. Viele Leitmedien betrachteten Blogs damals als Zweite-Klasse-Journalismus. Einige kritisierten, dass meine Beiträge über Nachhaltigkeitsthemen zwischen Tagesthemen und Schmuddelnachrichten im Blogteil auf der ersten Seite der Huffington Post Deutschland erschienen.

Ich sollte mich stattdessen nur auf „seriöse“ und Fachmedien konzentrieren. Aber genau die haben nicht die Reichweite und haben keine wirkliche Leserbindung. Heute ist es selbstverständlich, dass Artikel aus der Huffington Post, aus Spiegel Online oder aus ZEITonline parallel zu den Meinungen guter Blogger gelesen werden.

Von diese Demokratisierung und Grenzüberschreitung ist nun auch die Buchbranche betroffen: Es ist dank der Digitalisierung möglich, dass heute jeder einer globalen Leserschaft seine Gedanken und Geschichten zugänglich machen kann. Amazon Publishing sollte als Weckruf an alle Verlage betrachtet werden, ihr Serviceportfolio für Autoren anzupassen, um neue Wege zu gehen und dringliche gesellschaftliche Inhalte schneller in den Markt zu bringen.

Dieser Realität müssen sich Verlage heute stellen. Sie werden nicht verschwinden, nur ihre Aufgaben werden sich – wie auch in anderen Wirtschaftsbereichen – verschieben in Richtung Mehrwert und Dienstleistung für Autoren, die zum Beispiel darin unterstützt werden, ihr Manuskript besser zu machen und sich aus der Masse der anderen Autoren abzuheben.

Gute Lektoren werden immer gebraucht.

Eine Liebeserklärung für diesen Berufsstand hat uns der Publizist Roger Willemsen hinterlassen. In seinem Aufsatz „Die Raupe“, der im Herausgeberband von Insa Wilke, „Der leidenschaftliche Zeitgenosse“ (2015) enthalten ist, schreibt er: „Es ist dem Autor von seinem einzigen Konkurrenten, dem Schöpfer, ein Lektor mitgegeben… Ein guter Lektor tut viel. Er liest all das Schadhafte und Fadenscheinige weg. Hat die Jacke drei Arme, fällt es ihm auf, ist die Seide bloß Viskose, schüttelt er, ganz gute Hausfrau, darüber den Kopf und zeigt aufs Etikett.“ Sein Lektor und idealer Leser hieß Jürgen Hosemann. Sie hatten „Lebenslänglich“.

Viele Autoren oder die, die es werden wollen, versuchen heute zu machen, was die meisten machen: Sie senden ihren Buchvorschlag an Literaturagenten oder an Verlage. Aus der Fülle der eingereichten Manuskripte werden hier diejenigen ausgewählt, die gedruckt werden sollen und sich später im in den begrenzten Regalen der Buchhandlungen finden. Schließlich sind sie enttäuscht, wenn sie eine Absage erhalten, weil ihr Buchprojekt nicht in den Markt passt. Aber das Problem ist doch: Wenn einem immer nur das Gewohnte vor die Nase gestellt wird, dann wird das Neue nicht einmal bemerkt.

VerlageBuchtipp: Selfpublishing 21.0: Warum Verlage zu Dienstleistern der Autoren werden sollten. Amazon Media EU S.à r.l.

Weitere Informationen und Preis: € 0,99 bei Kindle

 

 

Umfrage: Sieben von zehn Deutschen beklagen Intransparenz von Google, WhatsApp oder Apple

Google, WhatsApp oder Apple – digitale Marken und Dienste sind aus dem Leben vieler Menschen kaum wegzudenken – allerdings machen sich immer mehr Nutzer Sorgen um den Schutz ihrer Privatsphäre und die Intransparenz der Anbieter. So haben sieben von zehn Deutschen die Befürchtung, dass die genannten Internetkonzerne nicht sorgsam genug mit ihren Daten umgingen.

googleUnd 69 Prozent der Bundesbürger wollen zwar die Dienste weiter nutzen, beklagen aber, dass ihnen die Anbieter intransparent und unberechenbar erschienen. Das sind zentrale Ergebnisse einer Online-Umfrage der weltweit tätigen Markenberatung Prophet zum Thema „Mehr Nutzen oder mehr Angst: Wie wichtig sind Ihnen die digitalen Angebote von Google, WhatsApp oder Apple?“, zu der im Januar dieses Jahres 1.000 Erwachsene in Deutschland repräsentativ befragt wurden.

Apple LogoAuch die weltweite Marktdominanz der drei US-Konzerne bereitet etlichen Bundesbürgern Sorge. So äußern 62 Prozent der Befragten ihre Furcht vor einem globalen Netzmonopol der amerikanischen Marktführer, das Konkurrenten und damit den Wettbewerb ersticken könnte. Immerhin 37 Prozent der befragten Bundesbürger versuchen wegen ihrer Bedenken häufiger ohne die Dienste von Google, WhatsApp oder Apple auszukommen.

„Will eine Marke oder ein Internetdienst wie WhatsApp, Google oder Apple dauerhaft erfolgreich und nachhaltig bleiben, muss sie den Wunsch ihrer Nutzer nach Transparenz und Berechenbarkeit ernst nehmen“, bewertet der Berliner Prophet-Partner Jan Döring die Ergebnisse der Umfrage. Die Markenstrategen der Konzerne dürften sich nicht darauf verlassen, dass ihre Marke ständig so relevant bliebe, dass die Menschen ohne sie nicht leben wollten. Sowie die Relevanz der Marke für die Nutzer geringer werde, träten die Ängste vor der Intransparenz der Anbieter wieder mehr in den Vordergrund und die Nutzer empfänden, dass diese Marke für sie noch unberechenbarer und weniger vertrauensvoll werde, meint Döring. Dann suchten sie nach Alternativen und wechselten womöglich den Dienst.

WhatsappDie weltweit tätige Unternehmensberatung Prophet hat kürzlich die Ergebnisse des „Prophet Brand Relevance Index“  veröffentlicht, dem ersten Markenranking, das die Markenrelevanz aus Konsumentensicht beurteilt. Dazu wurden in Deutschland, den USA, Großbritannien und China etwa 45.000 Verbraucher zu über 250 Marken befragt.

Studie: Unternehmen wollen digitale Bildungslücke schließen

prinz_juergen_8240_web 43 Prozent der Unternehmen in Deutschland stocken ihre Budgets für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter auf. Der Grund: Der Arbeitsmarkt wird umkämpfter. Dadurch steigen die Kosten für das Gewinnen neuer Fachkräfte. Viele Firmen setzen deshalb verstärkt auf interne Weiterbildungen. Zudem investieren die Arbeitgeber mehr in Schulungen, um Kompetenzlücken zu schließen, die beispielsweise die zunehmende Digitalisierung des Geschäfts und der Arbeit auslöst. Das sind Ergebnisse der Studie „Arbeitswelt der Zukunft“ von Sopra Steria Consulting.

Ein großer Teil des zusätzlichen Weiterbildungsbudgets wird in spezielle Trainings für ein digitalisiertes Arbeiten fließen. 48 Prozent der Entscheider sehen hier Nachholbedarf, vor allem bei älteren Mitarbeitern. Darüber hinaus soll mehr Rücksicht auf individuelle Trainingsbedarfe genommen werden. In jedem dritten Unternehmen sollen zudem Führungskräfte stärker in Veränderungsmanagement geschult werden.

„Durch die Digitalisierung verändern sich die gewohnten Abläufe, der zunehmende internationale Wettbewerb zwingt zu mehr Geschwindigkeit und erhöht den Innovationsdruck. Das bekommen auch die Mitarbeiter zu spüren“, sagt Jürgen Prinz, Leiter Human Capital Management Solutions bei Sopra Steria Consulting.

 Von Arbeitnehmern wird in der Arbeitswelt der Zukunft vor allem mehr Flexibilität und Lernbereitschaft gefordert. Wichtig ist zudem die Fähigkeit, sich trotz Informationsflut und vielen neuen Technologien auf die inhaltliche Arbeit zu fokussieren. „Hier haben junge digital Natives sogar häufig größere Probleme als die ältere Generation. Wichtig ist deshalb, die Mitarbeiter bei ihrem persönlichen Kenntnisstand und Bedarfen abzuholen und abgestufte Trainings anzubieten“, so Prinz.

 Auch die Technik soll klüger werden

Um sich an die Anforderungen einer Arbeitswelt der Zukunft wie einem schnellen Austausch mit Kollegen und der zentralen Verwaltung von Wissen anzupassen, werden Unternehmen gleichzeitig in die IT-Modernisierung investieren. 40 Prozent der befragten Entscheider halten es für die zentrale Aufgabe, ihre Technik auf den neusten Stand zu bringen.

Jeder Dritte sieht eine große Herausforderung darin, eine größere Zahl an Abläufen zu automatisieren, damit Mitarbeiter mehr fachlich, inhaltlich arbeiten können. „Es nützt nichts, wenn Unternehmen ihren Mitarbeiter neue Formen der Zusammenarbeit wie Scrum und die Arbeit in virtuellen Teams beibringen, damit sie innovativer und schneller mit komplexen Aufgaben umgehen, gleichzeitig aber starre Technik einsetzen, die sie ausbremst. Die IT muss dementsprechend mitlernen“, verdeutlicht Jürgen Prinz von Sopra Steria Consulting.

Freie Arbeitszeitgestaltung als Lockmittel für Talente

Mehr Flexibilität in einer Arbeitswelt der Zukunft wird auch von den Arbeitgebern gefordert. Gleitzeitmodelle bieten bereits 60 Prozent der Unternehmen an, in jedem zweiten können Mitarbeiter in Teilzeit und bei Bedarf von zuhause aus arbeiten. Noch mehr Freiheiten sind allerdings selten in Deutschland. Lebensarbeitskonten, die Möglichkeit eines Sabbaticals und ein Standortwechsel, um beispielsweise dem Partner zu folgen oder in seine Traumstadt zu ziehen, bleiben bislang die Ausnahme. Die Unternehmen wissen allerdings, dass sie Talenten mehr bieten müssen, um im Wettbewerb um Fachkräfte vorne zu sein. 40 Prozent wollen deshalb bei den Arbeitszeitmodellen noch mehr Wünsche erfüllen und diese auch stärker im Recruiting herausstellen.

Über die Studie

Im Frühjahr 2016 ließ Sopra Steria Consulting insgesamt 220 Geschäftsführer, Vorstände und Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern zu ihrer Sichtweise und ihren Plänen in Bezug auf den Wandel der Arbeitswelt befragen. Die Erhebung fand per Online-Panel statt und bezog Unternehmen unterschiedlicher Branchen ein – darunter Finanzdienstleister, Energieversorger, Industrieunternehmen und Behörden. Explizit ausgeschlossen waren IT-Dienstleister und Beratungsunternehmen.

 

In welcher Welt wollen wir leben? Über den #KönigvonDeutschland Utopie-Podcast

utopia1516 beschrieb Thomas Morus (1478-1535) in seinem Roman Utopia eine ideale Gesellschaft. Damit gilt er als Begründer der modernen Sozialutopie. 500 Jahre später wagen Professor Dr. Lutz Becker und der Volkswirt, Journalist und Blogger Gunnar Sohn, beide lehren am Standort Köln, ein Experiment.

Spielen Utopien für Wirtschaft und Gesellschaft heute noch eine Rolle, oder müssen wir uns angesichts der Diskussion um „Alternative Facts“ auf das Handfeste und auf das Greifbare zurückziehen?

Für Becker, der sich als Studiendekan Sustainable Marketing & Leadership“ seit vielen Jahren mit Strategie, Führung und Innovation befasst, sind kleine wie große Utopien ein zentrales Steuerungsinstrument in Unternehmen und Gesellschaft. Nicht selten stecken hinter Technologien komplexe Gesellschaftsentwürfe: ohne die Utopie der vernetzten Gesellschaft von Steve Jobs würde es keine Smartphones geben, ohne den Alan Musk-Traum von emissionsfreier Mobilität keinen Tesla. Und auch Wissenschaft braucht Utopien, um sich nicht im Kreis zu drehen.

„Utopien helfen uns dabei zu verstehen, wohin die Reise gehen kann und sollte. Oft sind es ganz profane Vorstellungen vom guten Leben, was immer das sein mag, die die Wirtschaft treiben. Utopien oder negativ formulierte Dystopien helfen uns zu verstehen, wohin wir die Weichen auch nicht stellen sollten. Wichtig ist aber auch, dass man alle Utopien mit einer kritischen Distanz betrachtet und nicht blind hinterher rennt, sonst kann es gefährlich werden. Stalins Utopie von der kommunistischen Gesellschaft ist höchst grausam geendet“, so Becker.

Für Gunnar Sohn geht es mit Friedrich Nietzsche darum, die Freiheit im Denken zu erschließen – Freiheit des Blicks und der Transparenz der Gedanken. Nietzsche fordert zu einem Was-wäre-wenn-Gedankenexperiment auf. „Es geht um die Freiheit des Neuanfangs: Wer vorausblickt, hat das Mögliche als solches vor sich und ist nicht in die Wirklichkeit bestimmter Erwartungen verstrickt“, erläutert Sohn. Raus aus der Tretmühle des Denkens in immer gleichen Kategorien.

In den beiden ersten Sendungen der Podcastreihe kommen Jörg Heynkes (Unternehmer und Politiker) und Professor Uwe Schneidewind (Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie) zu Wort.

Für Becker ist die Reihe nicht nur ein journalistisches Format, sondern auch ein Projekt der Wissenschaft und Lehre: „Im Masterstudiengang Sustainable Marketing & Leadership setzen wir uns auch mit Utopien auseinander. Die Studierenden können sich mit verschiedenen Perspektiven auseinandersetzen. Wissenschaftlich interessiert mich, wie sich Utopien auch als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen darstellen. Zudem geht es ganz pragmatisch darum, inwieweit man sie als Führungsinstrument in der Strategieentwicklung und in Innovationsprozessen integrieren kann. Das soll aber keinesfalls als Zukunftsforschung im herkömmlichen Sinne verwechselt werden.“

#KönigVonDeutschland, der Titel der Podcast-Reihe, wurde übrigens in Anlehnung an Rio Reiser (1950-1996) gewählt. Die letzte Frage jeder Sendung gilt der persönlichen Utopie der Gäste: „Was würde ich tun, wenn ich König von Deutschland wär….?“

Studie: Neue Herausforderungen für Familien in einer vernetzten Welt

intel-security-to-increase-support-pricesDie neue internationale Studie „New Family in a Connected World” von Intel Security analysiert das Internetverhalten deutscher Familien und wie sich das Familienleben in einer digitalen Welt ändert. Die Studie unterstreicht wie wichtig es ist, dass Eltern die Internetnutzung in ihrem Haushalt im Blick behalten. So können Eltern prekäre Internetseiten für ihre Kinder sperren, die Online-Zeit der Haushaltsmitglieder bewusst reduzieren oder sogar das Internet von Zeit zu Zeit komplett abschalten.

Die Begeisterung für Smart Homes und zu Hause miteinander verbundene Geräte steigt stetig. Gartner prognostiziert, dass „es 2020 mehr als 10,5 Milliarden vernetzte „Dinge“ in Haushalten geben wird.“ Diese Entwicklung bringt viele bequeme Vorteile für den Benutzer mit sich, aber auch Sicherheitsrisiken: auf diesen Geräten hinterlassen Nutzer unbewusst viele persönliche Daten, die gespeichert werden und mit denen unbefugte Dritte erhebliche Schäden innerhalb der familiären Beziehungen anrichten können.

„Bei all der Begeisterung für die neuesten Errungenschaften der heutigen Technologie vergessen wir oft, dass eine einzige Schwachstelle in einem vernetzten Haushalt den Nutzer erheblich gefährden kann,“ erklärt Alexander Salvador, Online-Sicherheitsexperte von Intel Security. “Wir müssen Eltern alle Mittel an die Hand geben, damit sie die Benutzung dieser Geräte regulieren können. Mit den richtigen Sicherheits- und Privatsphäreeinstellungen können Kunden die Vorteile des vernetzten Haushalts vollends genießen.“

Familiäre Kontrolle dem Technologiestand anpassen

  • Obwohl sich viele Eltern Sorgen um mögliche Risiken durch die Internetnutzung und den digitalen Lebensstil ihrer Sprösslinge machen, neigen sie teilweise noch zu veralteten Methoden zur Kontrolle des Internetkonsums ihrer Kinder. 31% der deutschen Befragten lassen ihre Kinder internetfähige Geräte nur in ihrer Gegenwart benutzen. Nur 22 Prozent verwenden Software um ihre Kinder zu kontrollieren.
  • 65 Prozent der befragten Eltern machen sich Sorgen, dass ihre Kinder mit Straftätern oder Cyber-Kriminellen über das Internet in Kontakt kommen.

Digitale Welt verursacht große Ängste bei Eltern

  • Veränderte Abendrituale: Durch Smartphones und Tablets haben sich die Abendrituale in vielen Haushalten geändert. Nur 14% der deutschen Befragten untersagen es ihren Kindern das internetfähige Gerät mit ins Schlafzimmer oder gar mit ins Bett zu nehmen. 22 Prozent der Befragten haben schon mit ihren Kindern darüber gestritten, ob sie internetfähige Geräte im Bett benutzen dürfen.
  • Bildschirm-Zeit im Blick behalten: Eltern machen sich nicht nur über das Online-Verhalten ihrer Kinder Sorgen, sondern wollen auch überwachen wieviel Zeit sie insgesamt vor einem Bildschirm verbringen. 46% der Deutschen erlauben ihren Kindern nur 1-2 Stunden und 29% sogar nur weniger als eine Stunde am Tag mit digitalen Geräten.
  • Eltern können nicht überall sein: 23% haben ihre Kinder schon einmal beim Surfen auf prekären Internetseiten erwischt.
  • Kinder kämpfen gegen digitale Welt um Aufmerksamkeit: Es sollte nicht nur auf den Internetkonsum der Kinder, sondern auch den der Erwachsenen geachtet werden. 32 Prozent der befragten Eltern gaben zu, dass sie schon einmal von ihren Kindern aufgefordert wurden, während der Familienzeit ihre Handys oder Tablets auszuschalten.

Gute Nachrichten: Eltern klären ihre Kinder über Sicherheitsrisiken auf

Eltern haben erkannt, wie wichtig es ist, mit ihren Kindern über die potentiellen Gefahren im Internet zu sprechen, ca. 85 Prozent der Eltern klärten ihre Kindern bereits darüber auf.

Tipps zur Absicherung ihrer Familie 2017 Intel Security hat folgende Tipps für Eltern zusammengestellt, um sich in der digitalen Welt effektiv zu schützen:

  • Beginnen Sie früh mit der Aufklärung. Umso früher sie mit ihren Kindern über die Sicherheit im Internet sprechen, desto einfacher wird es später für sie. Bei jungen Kindern, fangen sie mit einfachen Regeln wie „Öffne keine Emails von fremden Menschen“ an. Ein gutes Bewusstsein für Online-Sicherheit, sollte zur Normalität werden.
  • Seien Sie ein gutes Beispiel. Es geht sehr schnell, dass wir selber zu viel Zeit im Internet verbringen und Kinder schauen sich unsere Gewohnheiten ab – die Guten wie die Schlechten. Gehen sie mit gutem Beispiel voran und reduzieren Sie ihre Zeit in sozialen Medien, wenn sie zuhause sind und legen Sie ihr Handy während den Mahlzeiten oder der Familienzeit zu Seite.
  • Sensibilisieren Sie ihre Kinder. Die meisten Kinder wachsen damit auf von klein auf das Internet zu nutzen. So kann sich ein falsches Gefühl der Sicherheit einstellen und Kinder für potentielle Gefahren blind machen. Sie könnten unwissentlich mit Sexualstraftätern oder anderen gefährlichen Personen, die sich als Teenager ausgeben (sogenannte Catfish-Methode) in Kontakt kommen. Das passiert nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch bei Anbietern wie Uber, Lyft und Craigslist. Erinnern Sie ihre Kinder immer wieder daran, dass sich jeder ein Profil erstellen kann und dass sie Freundschaftsanfragen von Fremden ablehnen sollen.
  • Kontrollieren Sie ihr Heimnetzwerk. Das Heimnetzwerk ist der Knotenpunkt für alle damit verbundenen Geräte. Neue Lösungen, wie McAfee Secure Home Platform, helfen Ihnen dabei ihre Geräte zu verwalten und zu schützen sowie eine Kindersperre wo nötig einzubauen.

Für mehr Information: Mehr zu den Ergebnissen der Umfrage finden Sie unter:  Blog Post von Gary Davis: https://securingtomorrow.mcafee.com/consumer/connected-family-smarthome-2017/

Über die Umfrage Im Auftrag von Intel Security befragte OnePoll im September 2016 insgesamt über 9.800 Erwachsene, davon 1.000 in Deutschland, die täglich vernetzte Geräte verwenden.

 

 

DIVSI U9-Studie: Kinder in der digitalen Welt

Dürfen Kinder (unbeaufsichtigt) ins Internet? Sollen Eltern ihre Kinder überhaupt ins Internet lassen, sie gar dort hinführen? Wenn ja – ab wann? Wie lange? Und: Was machen Kinder eigentlich im Internet? Fragen dieser Art stehen immer häufiger im Fokus der aktuellen öffentlichen Diskussion. Wissenschaftlich untermauerte Antworten darauf gibt die hier vorgelegte DIVSI U9-Studie. Die Untersuchung hat Kinder zwischen 3 und 8 Jahren in den Blick genommen. Sie bietet damit eine konsequente Ergänzung der Erkenntnisse aus unserer U25-Studie, die das Verhalten der 9- bis 24-Jährigen in der digitalen Welt und ihre Einstellungen dazu erforscht hat. … mehr

 

Österreichische Bildungsministerin plant verpflichtende Übung zu „digitaler Medienbildung“ in Schulen

Fakenews, Hetze im Netz, Cybermobbing: Für das, was täglich über soziale Medien auf Jugendliche einprasselt, braucht es das richtige Handwerkszeug, ist SPÖ-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid überzeugt. Ende Januar will sie ein Gesamtkonzept für Digitalisierung vorstellen, berichtet der „Kurier“. … mehr...

 

Digitaler Alltag: So organisiert sich Deutschland im Büro

(Bildquelle: nextmedia Hamburg)

(Bildquelle: nextmedia Hamburg)

Deutsche Unternehmen sind im Digitalisierungs-Fieber. Wie die Digitalisierung bei den Büroangestellten, die letztlich mit neuen Software-Tools arbeiten, ankommt, ist die Fragestellung im aktuellen Digital Work Report von Wrike. Der Experte für Arbeitsmanagement untersucht, wie sich Büroarbeiter in Deutschland, Frankreich und Großbritannien organisieren und welche Werkzeuge sie dafür einsetzen.

Der Werkzeugkoffer der Schreibtischtäter

Im Durchschnitt jongliert jeder deutsche Büroarbeiter mit etwa fünf verschiedenen IT-Tools. Etwa sieben Prozent der Befragten nutzt sogar mehr als zehn digitale Hilfsmittel. Und ihre Anzahl scheint tendenziell zu steigen: 45 Prozent der Befragten nehmen gegenüber dem Vorjahr einen leichten Zuwachs der digitalen Hilfsmittel wahr. 15 Prozent bemerken sogar eine signifikante Steigerung. Dabei sind E-Mails zwar das meistgenutzte Tool, doch gleichzeitig sehen 40 Prozent der Befragten darin ein Hemmnis, um ihre Arbeit produktiv erledigen zu können.

Die meistgenutzten Tools zur Arbeitsorganisation in deutschen Büros

  •  E-Mail – 75 Prozent
  • Tabellen-Programme – 62 Prozent
  • Handschriftliche Notizen – 44 Prozent
  • Konferenzsysteme (Audio, Video, Web) – 28 Prozent
  • ERP-Systeme – 26 Prozent
  • Instant Messaging-Dienste – 26 Prozent
  • Projektmanagement-Software – 25 Prozent
  • CRM-Software – 24 Prozent
  • Collaboration-Software – 17 Prozent

Der Ländervergleich zeigt, dass Frankreich in Sachen Digitalisierung weiter zu sein scheint als Deutschland: Bei unseren Nachbarn im Westen nutzen nur 59 Prozent E-Mail regelmäßig für die Organisation ihrer Aufgaben, handschriftliche Notizen führt nur noch jeder vierte. Im Gegensatz dazu kommen in französischen Büros CRM-Tools (32 Prozent) häufiger zum Einsatz. Auch Collaboration-Software, die die Organisation gemeinsamer Projekte und Aufgaben erleichtert, hat sich in Frankreich bereits stärker durchgesetzt: Sie werden von nahezu jedem vierten (24 Prozent) genutzt, in Deutschland sind es erst 17 Prozent. Vielleicht ein Grund, warum die Franzosen trotz stärkerem Arbeitsanstieg (77 Prozent vs. 72 Prozent) weniger gestresst sind (60 Prozent vs. 65 Prozent)?

 Keine Qual der Wahl

Nur 14 Prozent der Befragten des Digital Work Reports gaben an, ihre eigenen Tools nutzen zu dürfen. Demgegenüber haben 84 Prozent keine Möglichkeit, selbst über die Werkzeuge, die sie für ihre Aufgaben benötigen, zu entscheiden. Davon bestimmt in über 60 Prozent der Fälle die IT-Abteilung, in 24 Prozent der Bereichs- oder Teamleiter, welche Tools auf dem Rechner oder dem beruflich genutzten Smartphone landen.

Was aus IT-Sicht und im Sinne der Komplexitätsreduzierung nachvollziehbar und sinnvoll ist, führt aus Mitarbeitersicht aber zu geringerer Produktivität und schlechterer Effizienz. Schließlich wünschen sich 21 Prozent der Mitarbeiter bessere Hilfsmittel, wenn sie danach gefragt werden, wie ihr Arbeitgeber sie in ihrer Produktivität unterstützen kann – der Wunsch rangiert dabei gleich hinter den Bedürfnissen nach besserer Kommunikation, mehr Work-Life-Balance und größerer Wertschätzung.

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 Individuelle Einschätzung

Insgesamt stehen die Deutschen der Digitalisierung jedoch positiv gegenüber: So sind sich 74 Prozent der befragten Büroarbeiter sicher, dass die Einführung und Nutzung digitaler Hilfsmittel sowie die Digitalisierung an sich einen positiven Einfluss auf das eigene Unternehmen haben. Davon haben 57 Prozent festgestellt, dass dadurch Informationen zuverlässiger zur Verfügung stehen und geteilt werden. Über 50 Prozent sind der Meinung, dass es jetzt einfacher ist, von anderen Standorten oder von Zuhause zu arbeiten. 48 Prozent glauben, dass durch die Nutzung neuer Tools die Datensicherheit verbessert wird.

 Wie (und womit) arbeiten wir in 10 Jahren?

Die grundsätzlich positive Einstellung gegenüber den digitalen Hilfsmitteln prägt auch die Prognose zu deren zukünftiger Nutzung: 37 Prozent der Befragten können es sich vorstellen, dass alle heute genutzten Hilfsmittel auch in 10 Jahren noch zum Einsatz kommen. Es ist bemerkenswert, dass fast jeder vierte Deutsche überzeugt ist, dass die beiden aktuell meistgenutzten Werkzeuge – Tabellen (24 Prozent) und E-Mail (21 Prozent) – bald von unseren Rechnern verschwinden werden. Die besten Zukunftsprognosen erhalten dagegen Tools, die die Kommunikation und Zusammenarbeit vereinfachen: Nur 8 Prozent glauben, dass Instant Messaging-Dienste in zehn Jahren verschwunden sein werden, gefolgt von Social Media (10 Prozent), Konferenzsystemen (11 Prozent) und Collaboration-Tools (12 Prozent).

Andrew Filev, Gründer und CEO von Wrike, interpretiert die Studienergebnisse: „Der Digital Work Report zeigt, wie vielfältig die Technologielandschaft in heutigen Büros ist. Doch je uneinheitlicher die IT, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich Informations-Silos bilden und es Menschen schwerer fällt, schnell relevante Informationen zu finden. Dieses Problem wird gerade in Deutschland verstärkt, da hier fast jeder Zweite handschriftliche Notizen anfertigt. Kein Wunder, dass sich 23 Prozent der Befragten beklagen, dass Informationen nicht auffindbar sind und so die Produktivität ausgebremst wird. Es besteht also definitiv Nachholbedarf in Sachen hilfreicher Technologie im Büro. Wir haben die Arbeitsmanagement-Plattform Wrike entwickelt, um verschiedene Tools auf einer Plattform zu bündeln und für mehr Übersichtlichkeit und weniger Stress zu sorgen.“

Studie: Smartphones sind Gesprächskiller

Smartphones dominieren unseren Alltag: Mehr als 80 Prozent der Deutschen verwenden die Geräte. In der Altersgruppe bis 30 Jahre liegt die Abdeckung sogar bei annähernd 100 Prozent. Die elektronischen Helfer können zugleich Segen und Fluch sein: Fünf von sechs Nutzern geben an, dass es durch die Technik einfacher geworden ist, sich mit Freunden und Bekannten zu verabreden. Bei diesen Gesprächen fühlt sich aber jeder Zweite gestört, weil sein Gesprächspartner ständig auf sein Telefon starrt.

Und: Beim Datenschutz gibt es noch Verbesserungsbedarf. Dies ergab eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Direktversicherers Hannoversche.

Wer es hat, kann nicht mehr ohne: Zwei Drittel aller Smartphone-Nutzer verlassen ohne ihr Gerät nicht mehr das Haus. Aber auch in den eigenen vier Wänden kommt der praktische Kleincomputer oft zum Einsatz – beispielsweise prüft jeder zweite Befragte vor dem Einschlafen noch einmal seine Mails und Nachrichten. Ein Problem stellt diese ständige Erreichbarkeit für die Nutzer meist nicht dar:

Nur acht Prozent der Befragten fühlen sich durch diese Situation stark unter Druck gesetzt, weitere 23 Prozent empfinden sie gelegentlich als lästig.

Für die meisten Nutzer überwiegen somit die positiven Aspekte. Es ist nicht nur einfacher, sich zu verabreden. Auch ohne persönliche Begegnung wird der Kontakt viel enger: Mehr als die Hälfte der Deutschen schätzt die Möglichkeit, über Messengerdienste wie beispielsweise WhatsApp Nachrichten und Fotos auszutauschen und so auf dem Laufenden zu bleiben, was bei ihren Bekannten so vorgeht. Als besonders bedeutend empfinden sie die Möglichkeit, ständig mit ihrer Familie in Kontakt zu bleiben: Für 84 Prozent der Befragten ist es ausgesprochen wichtig, sich jederzeit mit Partner und Kindern austauschen zu können.

Der Wermutstropfen dabei ist, dass die digitale Erreichbarkeit auch persönliche Treffen beeinflusst. Denn so sehr die Nutzer das eigene Gerät schätzen: Im Gespräch mit anderen wünschen sie sich ungeteilte Aufmerksamkeit. 45 Prozent aller Befragten haben den Eindruck, ihre Unterhaltungen würden darunter leiden, dass ihr Gegenüber sich ständig mit dem Smartphone beschäftigt.

Viele noch sorglos beim Datenschutz

Fast 40 Prozent achten nicht darauf, welche Zugriffsrechte ihre Apps beanspruchen. Nur für 28 Prozent ist eine überzogen Datensammelwut ihrer Apps ein Grund, diese wieder zu löschen. Insgesamt 14 Prozent interessieren sich überhaupt nicht für die Zugriffsrechte ihrer Anwendungen.

Auch im Umgang mit privaten Fotos sind die Deutschen sorglos: Fast 80 Prozent der Smartphone-Nutzer teilen private Fotos. Ein gutes Drittel

(36 Prozent) davon schickt Fotos an enge Vertraute, die die Fotos „ganz bestimmt“ nicht weitergeben. Lediglich 19 Prozent geben an, immer einen Blick darauf zu haben, wer Zugriff auf diese Fotos hat.

Nicht mal jeder zehnte Smartphone-Nutzer (9 Prozent) mit Kindern achtet darauf, dass seine Kinder auf Fotos in Social-Media-Plattformen nicht erkannt werden.

 Hintergrundinformation

Für die Studie hat das Marktforschungsinstitut Toluna im Juni und Juli 2016 im Auftrag der Hannoverschen Leben bundesweit 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren online befragt. Auf Anfrage erhalten Sie Infografiken mit den detaillierten Umfrageergebnissen. Entsprechendes Grafikmaterial stellen wir gerne zur Verfügung.

Zukunftsradar: Thesen und Prognosen zu den audio-visuellen Medien

Big Data, Industrie 4.0, künstliche Intelligenz oder dritte industrielle Revolution – Begriffe, die mit unterschiedlichem Ansatz das umreißen, was in den kommenden Jahren mit Wucht und global auf unsere Gesellschaften zukommen wird: die systematische Automatisierung unseres Lebens.

Im Rahmen des LMK-Medien-Buffets hatte sich gestern der LMK-Ausschuss Digitaler Wandel und Medienkonvergenz sowie ein interessiertes Fachpublikum unter dem Titel „Zukunftsradar: Thesen und Prognosen zu den audiovisuellen Medien“ mit diesen Kernfragen einer künftigen Technologiegesellschaft gestellt.

„Eine der zentralen Aufgaben der Landesmedienanstalten ist es, die Wahrung und Steigerung der medialen Vielfalt, Pluralität sicherzustellen“, betonte LMK-Direktorin Renate Pepper bei der Eröffnung der Diskussion.

„Angesichts der Dynamik des digitalen technischen Wandels und der Auswirkungen auf zahlreiche auch sehr private Bereiche unseres Lebens gilt es, das Radar sehr aufmerksam einzuschalten. Eine digitale plurale Gesellschaft kann vieles neu begreifen, verhandeln, ermöglichen, zentral wird sein, die Frage nach dem Primat von Mensch und Maschine ‚soziotechnisch‘ klar zu beantworten.“

Die beiden geladenen Experten des MedienBuffets Professor Dr. Dr. Axel Zweck, Professor am Institut für Soziologie an der RWTH Universität Aachen sowie Carine Lea Chardon, Geschäftsführerin der Deutschen >TV-Plattform, Frankfurt am Main, machten beide deutlich, dass man nicht in die Zukunft blicken könne, bestimmte Entwicklungen aber klar erkennbar seien.

Die Zukunft habe Konjunktur. Der beschleunigte technische Wandel, wie auch die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Veränderungen fordern von Entscheidern aus Politik und Wirtschaft eine immer intensivere Auseinandersetzung mit zukunftsbezogenen Fragen. Fragen, die in unserer ungeduldigen Mediengesellschaft nur zu oft voreilig und wenig nachvollziehbar beantwortet würden.

Zweck, Mitautor der Studie Forschungs- und Technologieperspektiven 2030, verwies auf einen Foresightprozess, wie er in dem Ergebnisband für das Bundesministerium für Bildung und Forschung dargelegt ist. Zentrale Faktoren seien, dass Bürgerinnen und Bürger künftig Akteure im Forschungs- und Innovationssystem sind, eine neue Governance globaler Herausforderungen erstellt wird, neue Dimensionen des Wachtsums mit der Balance zwischen Nachhhaltigkeit, Wohlstand und Lebensqualität ausgelotet werden oder die neuen Herausforderungen zwischen Transparenz, Post-Privacy und Schutz der Privatsphäre erkannt werden.

 

 

Britische Schulen überwachen Schüler am PC total

Über 1.000 Schulen in Großbritannien nutzen mittlerweile Software, die Schüler bei ihren Tätigkeiten an Computern in den entsprechenden Bildungseinrichtungen überwacht, berichtet „Pressetext“. Experten schlagen Alarm, denn der protektive Rahmen sei leicht zu überschreiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Erhebung von Big Brother Watch . … mehr

 

Aktionstag: Behaupte dich gegen Cybermobbing

Anlässlich des internationalen „Behaupte-dich-gegen-Mobbing-Tags“ (18.11.2016) rufen die beiden Jugendplattformen Handysektor und juuuport öffentlich dazu auf, ein Zeichen gegen Cybermobbing zu setzen. Sie stellen dafür entsprechende Materialien bereit und begleiten die Anti-Cybermobbing-Aktion auf den eigenen Social Media-Kanälen sowie den Webseiten www.handysektor.de und www.juuuport.de.

 #StopCybermobbing

Alle Nutzer, die ein Zeichen gegen Cybermobbing setzen möchten, können dies jederzeit – aber ganz speziell am Aktionstag – mit dem Hashtag #StopCybermobbing machen. Passende Bilder, Videos und Texte für entsprechende Social Media-Postings stellen die beiden Initiativen über ihre Social Media-Kanäle und auf ihren Webseiten zur Verfügung. Natürlich kann aber jeder seine eigene Meinung zum Thema sagen. „Je mehr Nutzer sich an der Aktion beteiligen, desto größer die Aufmerksamkeit für das wichtige Thema Cybermobbing“, so Markus Merkle von Handysektor.

 Cybermobbing ist keine Randerscheinung

In der JIM-Studie1 des mpfs geben 34 Prozent der Jugendlichen an, dass sie im Bekanntenkreis jemanden kennen, der schon einmal im Internet oder übers Handy fertiggemacht wurde. Von Cybermobbing sind aber nicht nur Jugendliche, sondern zunehmend auch Erwachsene betroffen, das hat erst kürzlich das Institut für Cyberpsychologie und Medienethik in Köln in einer Studie2 herausgefunden. „Cybermobbing ist keine Randerscheinung. Mit dem Aktionstag möchten wir zeigen, wo Opfer Hilfe und Unterstützung erhalten“, betont Lea Römer von juuuport.

 Material-Set: Was tun gegen Cybermobbing?

Neben dem öffentlichen Aufruf gegen Cybermobbing haben Handysektor und juuuport daher ein Material-Set zum Thema zusammengestellt. Ein Erklärvideo geht der Frage nach „Was ist eigentlich Cybermobbing?“, ein anderes Video zeigt ein Statement eines Scouts gegen Cybermobbing. Ein Comic-Flyer gibt Tipps, wie man sich richtig wehrt. Weitere zahlreiche Hilfestellungen finden sich in einem extra Themenbereich zu „Mobbing + Mut“. Zudem beantworten die juuuport-Scouts individuelle Fragen zum Thema in ihrem Forum und geben in der kostenlosen Broschüre „Gehe online – aber richtig!“ hilfreiche Tipps. In den Web-Themen wird Cybermobbing praxisnah von verschiedenen Seiten für Jugendliche beleuchtet.

Handysektor bietet praktische Informationen zur sicheren Nutzung von Smartphones, Tablets und Apps. Mit aktuellen Nachrichten und Tipps unterstützt das werbefreie Angebot vor allem Jugendliche, aber auch Lehrkräfte, bei einem kompetenten Umgang mit mobilen Medien. Die Webseite ist ein gemeinschaftliches Projekt der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs). Die mecodia GmbH ist mit der Projektleitung beauftragt.

juuuport ist eine Beratungsplattform, auf der sich Jugendliche gegenseitig helfen, wenn sie Probleme im und mit dem Internet haben. Ob Cybermobbing, Abzocke, Datensicherheit oder Technik – zu allen diesen Themen können auf juuuport Fragen gestellt werden. juuuport wurde von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt ins Leben gerufen. Getragen wird die Plattform von dem Verein juuuport e. V., deren Mitglieder neben der NLM folgende Landesmedienanstalten sind: Bremische Landesmedienanstalt, Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, Landeszentrale für Medien und Kommunikation, Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, Medienanstalt Sachsen-Anhalt.

Dr. Christian Rauda im xethix-Diskurs®: „Kundenschutz ist auch im Interesse der Games-Branche“

 Dr. Christian Rauda ist Partner in der Medienrechtssozietät GRAEF Rechtsanwälte.

Dr. Christian Rauda ist Partner in der Medienrechtssozietät GRAEF Rechtsanwälte.

Deutschland hat das wohl strengste Datenschutzrecht der Welt. Datenschutz ist ein Thema, das bereits in der Vergangenheit wichtig war, aktuell wichtig ist und auch in Zukunft noch weiter an Gewicht gewinnen wird. Die EU-Datenschutzgrundverordnung, die ab dem 28. Mai 2018 das Datenschutzrecht in der EU vereinheitlicht, ist ein wichtiger Schritt.

Die Verordnung sieht bei Datenschutzverstößen Bußgelder bis zu 20 Millionen Euro vor. Die Spiele-Industrie hat sich auch in der Vergangenheit sehr intensiv datenschutzrechtlichen Themen gewidmet und erkannt, dass es einen Wettbewerbsvorteil darstellt, wenn man seinen Kunden glaubhaft vermitteln kann, dass nur solche Daten erhoben und verarbeitet werden, die zum Betrieb des Spiels erforderlich sind und dass die Standards im Bereich Datenschutz und Datensicherheit den Ansprüchen der Kunden genügen.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es im ureigenen Interesse der Games-Branche ist, entsprechende technische und organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um die Kunden zu schützen. Das Vertrauen des Kunden ist ein wichtiges Gut. Der Kunde wird sich in Zukunft noch genauer aussuchen, wem er vertraut und bei wem er spielt. Neue Technologien wie Augmented Reality und Virtual Reality stellen uns vor neue Herausforderungen, bieten aber auch enorme Chancen. Wir müssen die Risiken beherrschen, sollten unseren Fokus aber auf die Chancen legen und die Zukunft aktiv mitgestalten. Das bestehende Recht reicht völlig aus, um die Risiken zu kontrollieren. Alle Stakeholder sollten sich in aktivem Austausch diesen Herausforderungen stellen.

Autor: Dr. Christian Rauda ist Partner in der Medienrechtssozietät GRAEF Rechtsanwälte (Hamburg/Berlin), Fachanwalt für IT-Recht, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz (Patent-, Marken-, und Wettbewerbsrecht). Er berät namhafte nationale und internationale Games-Unternehmen auf den Gebieten des Medienrecht, IT-Rechts und des Datenschutzrechts. Christian Rauda ist Autor diverser Fachbücher und -artikel, insbesondere des Buchs „Recht der Computerspiele“. Er ist Dozent an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz, der Hamburg Media School, der Bucerius Law School, der Universität Hamburg und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (Studiengang Game Design).