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Studie: Gen Y – deutlich heterogener als ihr Ruf

Anspruchsvoll, freizeitorientiert und hauptsächlich ihren eigenen Interessen verpflichtet – um das Image der Generation Y steht es nicht zum Besten. Doch eine neue Studie des spezialisierten Personaldienstleisters Krongaard kommt zu erstaunlichen Ergebnissen: Die Ansichten und Einstellungen der zwischen 1980 und 1990 Geborenen sind weitaus heterogener als dies oft dargestellt wird.

Zwar bestätigen die meisten Teilnehmer, dass ihre Generation hohe Ansprüche an das Berufsleben stellt. Doch anders als häufig in den Medien propagiert werden auch großer Ehrgeiz sowie eine hohe Motivation und Leistungsbereitschaft als prägende Charakteristika genannt. Insgesamt lässt sich sagen, dass es sich bei den Befragten um eine sehr heterogene Gruppe handelt. Erstaunlich auch: Rund die Hälfte der Befragten kannte den Begriff „Gen Y“ überhaupt nicht. Dies sind Ergebnisse einer „Umfrage zur Zukunftserwartung von Studenten, Absolventen und jungen Arbeitnehmern“, die unter 563 Teilnehmern zwischen 20 und 30 Jahren durchgeführt wurde.

„Es ist wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich sich die sogenannte Generation Y selbst darstellt“, kommentiert Jan Jagemann, Vorstand Krongaard, die Ergebnisse der Befragung. „Demnach ist die Gen Y weniger eine homogene Gruppe als vielmehr ein Produkt des derzeitigen Umbruchs am Arbeitsmarkt. Wir erleben aktuell einen Wandel vom Angebots- zum Nachfragemarkt, was sowohl bei den Berufseinsteigern als auch bei den Arbeitgebern eine gewisse Verunsicherung hervorruft – und was dazu führt, dass ein generell gestiegenes Anspruchsdenken fälschlicherweise einer neuen Generation auf dem Arbeitsmarkt zugeschrieben wird. Dabei lässt sich auch bei Professionals beobachten, dass sie in Verhandlungssituationen ihre jeweiligen Trümpfe ausspielen, um das Beste für sich herauszuholen.“

Der Blick in die Zukunft – eher skeptisch als selbstbewusst

Wie ungerechtfertigt es ist, der Gen Y pauschal einen zu hohen Anspruch an ihre Arbeitgeber zu unterstellen, zeigen weitere Studienergebnisse. Denn ihre berufliche Zukunft sehen die Studienteilnehmer überwiegend pessimistisch. So ist knapp die Hälfte der Befragten der Ansicht, dass es sehr oder überwiegend unwahrscheinlich ist, einen Job mit gutem Verdienst und gleichzeitig ausreichend Freizeit zu finden. Über die Hälfte der Befragten ist zudem überzeugt davon, dass ihr späterer Arbeitgeber keine mehrmonatige Auszeit genehmigen wird oder es nahezu unmöglich ist, zukünftig in einem großen Unternehmen mit flachen Hierarchien zu arbeiten.

Zuversicht wächst mit Berufserfahrung

Bemerkenswert ist auch, dass die berufliche Zukunft mit zunehmender Berufserfahrung optimistischer eingeschätzt wird und etwa Sabbaticals oder die Vereinbarkeit von Job und Familie als deutlich wahrscheinlicher angesehen werden. So sind etwa doppelt so viele Befragte mit fünf Jahren Berufserfahrung der Meinung, dass ihr Arbeitgeber sie bei der Familienplanung unterstützen wird (16 Prozent), als dies bei Berufsanfängern der Fall ist (Acht Prozent).

„Unsere Studie zu den Zukunftserwartungen von Studenten, Absolventen und jungen Arbeitnehmern ermöglicht sowohl Vertretern der Gen Y als auch Unternehmen einige wertvolle Einsichten: Auf der einen Seite bieten Arbeitgeber häufig bessere Bedingungen als Absolventen glauben und auf der anderen Seite sind Berufseinsteiger bei weitem nicht so anspruchsvoll wie dies oft suggeriert wurde“, fasst Jan Jagemann die Ergebnisse zusammen.

Die im Jahr 2008 gegründete Krongarad fokussiert im Rahmen der spezialisierten Personaldienstleitungen auf den Bereich Finance und dessen Schnittstellen im finanzfachlichen Umfeld. Das Unternehmen mit Standorten in Hamburg, München, Frankfurt am Main und Düsseldorf stellt Branchen wie Banken, Versicherungen, Handel, Energiewirtschaft, Industrie, Pharma und Dienstleistungen hoch qualifizierte, praxiserfahrene, selbständige Experten für temporäre Projekte zur Verfügung. Zu den betreuten Kunden gehören vorwiegend Dax-Konzerne aber auch mittelständische Unternehmen.

 

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