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60 Jahre KI: „Menschliche Intelligenz ist der künstlichen noch weit überlegen“

Roboter, Siri, Google-Autos: Künstliche Intelligenz ist heute überall. Doch was ist der nächste Schritt? Ersetzen schlaue Maschinen zunehmend den Menschen, könnten sie uns sogar gefährlich werden? „Wired“ hat mit Wolfgang Wahlster, dem Leiter des DFKI, über 60 Jahre Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft mit denkenden Maschinen gesprochen. … mehr

 

Wer beim Goldrausch der Künstlichen Intelligenz gewinnt – und wer nicht

Autor Stephan Dörner schreibt in „t3n“: Künstliche Intelligenz – abgekürzt KI oder AI – ist aus einem langen Winterschlaf erwacht. Nach überzogenen Erwartungen in den 1980er Jahren galt KI für viele abgeschrieben. Spätestens seit dem Sieg der Google-Software AlphaGo im chinesischen Brettspiel Go gegen einen menschlichen Meister des Spiels, wird das Silicon Valley aber von keinem anderen Thema derart fasziniert. … mehr

 

60 Jahre Künstliche Intelligenz: Und jetzt geht’s richtig los

Hack_MichaelAuf der Dartmouth Conference 1956 wurde der Begriff Künstliche Intelligenz (KI) aus der Taufe gehoben. Im Verlauf der vergangenen 60 Jahre haben sich Anwendungsszenarien in Unternehmen von der anfänglichen Science Fiction zur Realität entwickelt.

Angesichts der wachsenden Komplexität heutiger Unternehmensnetzwerke, die aus der zunehmenden Verbreitung mobiler, virtueller und cloudbasierter Technologien und dem schnellen Wachstum des IoT (Internet of Things) entsteht, sollte es kaum überraschen, dass an Abwehrsystemen mit Künstlicher Intelligenz gearbeitet wird. Unternehmen und ihre Daten gegen Cyberangriffe zu sichern, ist gegenwärtig eine drängende Herausforderung.

Maschinelles Lernen für mehr Sicherheit

1995 bot das Programm SATAN (Security Administrator Tool for Analysing Networks) einen automatisierten Prozess, um Schwachstellen in Systemkonfigurationen zu finden, die zuvor nur mit umfangreicher manueller Arbeit aufgedeckt werden konnten. Seit einiger Zeit werden Techniken des maschinellen Lernens auf eine Reihe unterschiedlicher Sicherheitsprobleme angewendet.

Dabei verwenden Forscher Markow-Modelle, genetische Algorithmen, neuronale Netze und andere Techniken, um Anomalien im System zu entdecken. Mittlerweile ist die Mustererkennung mit maschinellem Lernen ein fester Bestandteil von Betrugserkennungsmethoden.

Zurzeit wird an der Entwicklung neuer Algorithmen gearbeitet, um Bedrohungen zu erkennen, die herkömmlichen manuellen Analysen und Sicherheitsmechanismen durch die Lappen gehen. Dies reicht von Sequenzen, mit denen das Verhalten schädlicher Software erkannt werden kann, bis hin zu KI Methoden, die das Benutzerverhalten analysieren, um unbefugte Zugriffe auf Daten oder Systeme abzuwehren.

Künstliche Intelligenz im Dienst der Datensicherheit

Die Anwendung maschinellen Lernens wird als ideale Antwort auf Cyberbedrohungen angesehen. Die bei einem Angriff notwendige Analyse großer Datensätze könnte beschleunigt, eine Reaktion in Echtzeit ermöglicht und somit Schaden verhindert oder zumindest auf ein Minimum reduziert werden.

Selbstlernende Lösungen nutzen aktuelles Wissen, um unbegrenzt viele Angriffsszenarien durchzuspielen und ihre Erkennungs- und Reaktionsfähigkeiten fortlaufend weiterzuentwickeln. Das MIT (Massachusetts Institute of Technology) hat kürzlich eine Reihe von Initiativen für die Cybersicherheit angekündigt, mit denen Unternehmen Cyberangriffe bekämpfen können, sobald sie auftreten.

Die Vision des MIT ist einfach: Systeme entwerfen, die schwerer zu hacken sind (Prevention), Systeme erstellen, die selbst dann sichere Transaktionen ermöglichen, wenn sie kompromittiert wurden, und Systeme entwerfen, die sich nach Erkennung eines schädlichen Eindringens automatisch selbst reparieren (Regenerierung).

 KI im Unternehmen: von der Vision zur Realität

Das maschinelle Lernen wird Sicherheitssystemen eine neue Bedeutung verleihen. Ähnlich wie die automatisierten Lösungen, die vor etwa zehn Jahren die Bühne betraten, wird diese neue Generation „intelligenter“ Infrastrukturlösungen IT-Experten von lästigen Aufgaben wie Penetrationstests befreien.

In Zukunft werden intelligente Netzwerke in der Lage sein, alle Daten und jeden Aspekt der Unternehmensinfrastruktur fortlaufend zu scannen. Die IT wird keine Protokolldateien mehr durchsuchen müssen. Stattdessen werden IT-Teams Sicherheitsskripte in etwa so überwachen und verwalten, wie sie die heutigen automatisierten Lösungen beaufsichtigen.

Theoretisch gesehen sollte sich der Chief Security Officer in Zukunft mehr damit beschäftigen, sicherzustellen, dass die Unternehmensinfrastruktur dem Prinzip der dauerhaften Sicherheit entspricht als auf die gegenwärtig weit verbreitete reaktive Strategie des „Patch and Pray“ zu setzen.

Ohne Zweifel werden die Vorteile der intelligenten Netzwerküberwachung viel dazu beitragen, den heute bereits überlasteten IT-Teams Arbeit zu ersparen. Aber damit aus der Vision Realität werden kann, müssen zuerst einige wichtige Fragen beantwortet werden: Wie wird die Netzwerkinfrastruktur der Zukunft aussehen, und wie wird sie verwaltet werden? Wird sie sich sogar selbst verwalten? Werden dem Einsatz der KI im Unternehmen Grenzen gesetzt werden, und falls ja, welche?

Die von IT-Managern eingesetzten Richtlinien und Verfahren werden sich durch selbstverteidigende Systeme deutlich verändern – vor allem unter dem Aspekt der Datensicherheit. Es wird notwendig sein, Entscheidungen dazu zu treffen, wie viel Autonomie KI-Systemen gestattet wird, und es muss festgelegt werden, wer das sich selbst verwaltende Netzwerk kontrolliert. Da Datensicherheitsrichtlinien sich weiterentwickeln, muss der CSO außerdem sicherstellen, dass diese selbstlernenden Systeme mit veränderlichen Vorschriften Schritt halten.

Wir stehen an der Schwelle zum Zeitalter des IoT. Zugleich ist das bisherige Konzept des „verteidigbaren Perimeters“ nicht mehr haltbar. Je sicherer IT-Manager im Umgang mit KI-Techniken werden, umso mehr werden sie bereit sein, komplexere Anwendungen anzugehen. Die Einführung der KI wird eine interessante Lernkurve mit sich bringen, doch IT-Abteilungen sollten sich darauf vorbereiten, um letztlich auch von den großen Vorteilen der KI profitieren zu können.

 Autor:  Michael Hack, Senior Vice President, EMEA Operations, Ipswitch

 

Künstlicher Intelligenz: „Wir können kreative Wesen schaffen“

Intelligente Technologien können verängstigen – oder Hoffnung machen. In der Industrie werden viele Jobs wegfallen, aber auch neue entstehen. Neil Jacobstein, Experte für Künstliche Intelligenz, sagt: Unsere Arbeitswelt wird sich massiv ändern, und die Schaffung von kreativen Wesen ist realistisch, berichtet die „Tagesschau“. … mehr

 

Mit Hightech im Körper zu Superman

Die bionische Bewegung forciert die Verschmelzung von Mensch und Technik. Erste Anhänger lassen sich bereits Computerchips implantieren Als der südafrikanische Läufer Oscar Pistorius im Sommer 2012 beim olympischen 400-Meter-Lauf in London in Position ging, galt das für viele als Zeitenwende: Pistorius hat keine Beine, sie waren ihm als Kleinkind amputiert worden. Nach Erfolgen bei paralympischen Wettbewerben wollte er auch bei den „regulären“ Meisterschaften teilnehmen, in London schaffte er den 16. Platz, berichtet „derStandard“. … mehr

 

Zukunft des Denkens: Wie wird künstliche Intelligenz unsere Gesellschaft verändern?

Go ist ein Spiel mit fast unendlich vielen Möglichkeiten. Erfahrene Spieler setzen die Steine deshalb oft intuitiv. Aus diesem Grund konnten sich viele nicht vorstellen, dass tatsächlich passiert, was diesen Monat passiert ist: Die Google-Software AlphaGo besiegte den wohl weltbesten Go-Spieler, den Südkoreaner Lee Sedol, berichtet das „DeutschlandRadio“. … mehr

 

Ethik künstlicher Intelligenz: Was bleibt vom Menschen übrig?

Der Deutsche Ethikrat diskutiert, wie Big Data die Medizin verändert – und künftig menschliches Abwägen überflüssig machen könnten. In der „ÄrzteZeitung“ ist nun eine Diskussion dazu zu lesen, etwa dass man die „Überlegenheit von Maschinen“ für menschliche Zwecke nutzen sollte. … mehr

 

Wie menschlich ist künstliche Intelligenz? Facebook M im Test

M, Facebooks Antwort auf Siri, Google Now und Cortana, will Nutzern innerhalb des Facebook Messengers diverse Fragen beantworten und dabei seine drei größten Konkurrenten locker in die Tasche stecken. Aber wie viel künstliche Intelligenz ist dabei wirklich im Spiel? Oder anders: „Are you human, M?“ Autor Tobias Gillen berichtet dazu in „BasicThinking“. … mehr