Schlagwort-Archiv: Künstliche Intelligenz

„EU-Internetforum“: Viele Inhalte zu „Extremismus“ werden mit Künstlicher Intelligenz aufgespürt

Zum dritten Mal hat die EU-Kommission das „EU-Internetforum“ veranstaltet. Firmen wie Google, Facebook und Twitter sollen bei der Entfernung von Internetinhalten kooperieren. Obwohl bereits immer mehr Postings und Accounts vorauseilend gelöscht werden, droht der EU-Sicherheitskommissar mit einer gesetzlichen Regelung, berichtet „Netzpolitik“. …mehr ….

 

 

 

Umfrage: Bundesbürger stehen positiv zur Künstliche Intelligenz

robots-v4rSelbstfahrende Autos, genauere medizinische Diagnosen oder Unterstützung bei der Aufklärung von Verbrechen – Künstliche Intelligenz wird schon heute in vielen Lebensbereichen eingesetzt und gilt als Schlüsseltechnologie der kommenden Jahre. Zwei Drittel (69 Prozent) der Bundesbürger sind der Meinung, dass Künstliche Intelligenz (KI) entscheidend ist, damit deutsche Unternehmen künftig weltweit erfolgreich sind.

KI-Forschung sollte mehr gefördert werden

Jeder Zweite (49 Prozent) wünscht sich, dass die Politik die KI-Forschung hierzulande massiv fördert und rund jeder Dritte (30 Prozent) ist sogar der Meinung, die Politik müsse Künstliche Intelligenz zu einem Top-Thema machen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage unter 1.006 Bundesbürgern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Bereits in wenigen Jahren werden viele Produkte und Dienstleistungen mit Maschinenintelligenz ausgestattet oder sogar von ihr geprägt sein“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir müssen alles tun, um das Potenzial von KI für die digitale Gesellschaft bestmöglich zu nutzen.“

Bundesbürger sehen in allen Lebensbereichen große Chancen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz

Achim Berg, Vizepräsident Bitkom und Mitglied des Vorstandes bei Bertelsmann

Achim Berg, Vizepräsident Bitkom und Mitglied des Vorstandes bei Bertelsmann.

8 von 10 (83 Prozent) sind sicher, dass KI die Verkehrssteuerung verbessern und so Staus reduzieren kann. Fast ebenso viele (81 Prozent) glauben, dass dank KI in der Industrie körperlich belastende Tätigkeiten auf Maschinen übertragen werden können. Jeweils zwei Drittel sagen, dass Verwaltungstätigkeiten durch KI beschleunigt werden (68 Prozent), in der Forschung die Innovationskraft steigt (67 Prozent) und der Kundenservice Anfragen zuverlässiger bearbeiten kann (64 Prozent).

Ebenfalls eine Mehrheit geht davon aus, dass die Polizei durch den Einsatz von KI Verbrechen schneller aufklären kann (54 Prozent) und im Gesundheitswesen mit KI-Hilfe bessere Diagnosen gestellt werden (57 Prozent). „Es geht nicht darum, dass ein KI-System den Polizisten oder den Arzt ersetzt. Es geht darum, dass intelligente Systeme ihm zuarbeiten“, sagt Berg. „So kann die Software zum Beispiel eine Vielzahl von Daten über einen erkrankten Patienten verarbeiten und diese in kurzer Zeit mit einer Vielzahl zurückliegender Diagnosen und den jüngsten Forschungsergebnissen abgleichen. Auf dieser Basis kann sie dem behandelnden Arzt eine individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmte Therapie vorschlagen.“

KI wird keine völlig neuen Dinge erschaffen

Nur an einer Stelle sind die Befragten mehrheitlich skeptisch. Gerade einmal jeder Fünfte (21 Prozent) glaubt, dass KI in Kunst und Kultur völlig neue Dinge schaffen kann. Berg: „Analytisch sieht man bei KI offenkundig keine Grenzen, echte Kreativität wird den Systemen aber nicht zugetraut.“

Darüber hinaus zeigt die Umfrage auch, dass viele Bundesbürger oft ohne es zu wissen Geräte oder Dienste nutzen, die auf KI basieren. 19 Prozent der Befragten sind sich sicher, dass sie entsprechende Anwendungen bereits verwendet haben, 31 Prozent glauben es zumindest. Tatsächlich aber gehören bereits 73 Prozent zu den Nutzern etwa von Online-Übersetzung, Sprachassistenten oder individuellen, nicht werblichen Empfehlungen von Online-Plattformen.

Bei aller Offenheit gegenüber Künstlicher Intelligenz gibt es auch zahlreiche Bedenken. So befürchten gut drei Viertel (78 Prozent), dass der Einsatz von KI Machtmissbrauch und Manipulation Tür und Tor öffnet. Jeweils rund zwei Drittel sorgen sich, dass KI die Vorurteile der Programmierer abbildet (67 Prozent) und faktenbasierte Entscheidungen nur vorgaukelt (64 Prozent).

Rund jeder Zweite hat Angst, dass KI den Menschen entmündigt (50 Prozent) oder sich die intelligenten Maschinen sogar irgendwann gegen den Menschen richten (54 Prozent). „Wir erleben immer bessere KI-Systeme, die jeweils für eine bestimmte Aufgabe trainiert sind und diese zum Teil auch besser als wir Menschen erledigen. Eine Maschine, die besonders gut Krankheits-Diagnosen stellt, kann aber eben nur das und wird weder meine Reisen buchen noch meine Wohnung putzen“, sagt Berg. „Wir müssen besser und breiter darüber aufklären, was künstliche Intelligenz kann, und was sie aber auch nicht kann.“

Nur eine kleine Minderheit von gerade einmal 4 Prozent wünscht sich, dass die Politik den Einsatz von KI verbietet. Allerdings sind auch nur 3 Prozent dafür, dass sich die Politik gänzlich raushält. Die große Mehrheit von 88 Prozent wünscht sich, dass die Politik Regeln vorgibt. Knapp 6 von 10 Bundesbürgern (57 Prozent) sind zudem der Meinung, dass die Politik den Ängsten der Bevölkerung beim Thema KI entgegenwirken soll. „Was wir dringend brauchen ist eine bundesweite Strategie zu Entwicklung und Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Wenn wir die nächsten Jahre darauf verwenden, alleine das Für und Wider der Technologie zu debattieren, werden wir international abgehängt“, so Berg.

Nach Ansicht des Bitkom muss die Bundesregierung die Ausgaben für KI-Forschung deutlich erhöhen und in der laufenden Legislaturperiode mindestens 4 Milliarden Euro bereitstellen. Zusätzlich sollten im Minimum zehn Masterstudiengänge und 40 Professuren für KI eingerichtet werden, um dem drohenden Fachkräftemangel bei dieser Zukunftstechnologie entgegenzutreten.

„Für KI sollte ein strategischer Prozess der Potenzial- und Risikobeurteilung aufgesetzt werden, um wirtschafts-und standortpolitische Chancen und notwendige politische Weichenstellungen zu untersuchen und Handlungsoptionen zu bewerten“, sagt Berg.

Bitkom empfiehlt zudem, dass Deutschland sich auf europäischer Ebene engagiert, um den Datenschutz mit Blick auf KI weiterzuentwickeln. Dabei bietet sich eine „regulierte Ko-Regulierung“ an, um Datenschutzvorgaben bei KI-Anwendungen umzusetzen. Unternehmen entwickeln anhand von Best Practices Verhaltensregeln, die die EU-Kommission oder Aufsichtsbehörden prüfen und als rechtskonform anerkennen. Berg: „KI hat eine sehr grundsätzliche Bedeutung für die Entwicklung der digitalen Gesellschaft. Wir brauchen Eckpunkte einer digitalen Ethik, die wir in einer Partnerschaft von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik entwickeln sollten.“

Bitkom hat zusammen mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) einen umfangreichen Reader zur wirtschaftlichen Bedeutung und gesellschaftlichen Herausforderungen von KI veröffentlicht. Auf mehr als 200 Seiten wird gezeigt, in welchen Unternehmensbereichen heute schon KI-Anwendungen eingesetzt werden und welche Rolle der Mensch auch beim automatisierten Entscheiden noch spielt. Dabei widmet sich ein eigenes Kapitel ethischen Fragen, aber auch rechtliche und regulatorische Fragen sowie die Diskussion über Algorithmen als Wirtschaftsgut werden behandelt.

Der Reader steht zum kostenlosen Download bereit unter: www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Entscheidungsunterstuetzung-mit-Kuenstlicher-Intelligenz.html.

 

Künstliche Intelligenz : Die Zukunft wird schlauer

Autor Alexander Armbruster  schreibt in der „FAZ“:  Künstliche Intelligenz ist heute schon ein Riesenthema. In Zukunft trägt sie dazu bei, dass jeder für wenig Geld studieren kann, die medizinische Versorgung exzellent wird – und irgendwann Mensch und Computer verschmelzen. …mehr

 

Vier Milliarden Euro für die Forschung zur Künstlichen Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie, die sich maßgeblich auf die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wirtschaft, die öffentliche Hand und das tägliche Leben auswirken wird.

Vor diesem Hintergrund fordert der Digitalverband Bitkom eine Strategie zu Entwicklung und Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf Bundesebene. Ziel sollte aus Bitkom-Sicht sein, Deutschland nicht nur bei der KI-Forschung weiterhin international wettbewerbsfähig zu halten, sondern die Überführung der Forschungsergebnisse in marktgängige Produkte zu fördern.

So sollten unter anderem mindestens vier Milliarden Euro an staatlicher Förderung für die Forschung bereitgestellt und 40 zusätzliche Professuren an den Hochschulen geschaffen werden, um dem künftigen Bedarf an Fachkräften Rechnung zu tragen.

Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie

Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie, deren Bedeutung man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Es ist eine Basisinnovation, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft tiefgreifend verändern wird“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Deutschland hat sich hier in den vergangenen Jahren eine sehr gute Position erarbeitet, insbesondere in Forschung und Lehre. Für die kommende Legislaturperiode brauchen wir eine Strategie, um die Stärke in der Forschung in eine Stärke in der Wirtschaft zu übersetzen.“

Entscheidungsunterstützung mit Künstlicher Intelligenz

Gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat Bitkom die Publikation „Entscheidungsunterstützung mit Künstlicher Intelligenz – Wirtschaftliche Bedeutung, gesellschaftliche Herausforderung, menschliche Verantwortung“ veröffentlicht. Auf mehr als 200 Seiten wird gezeigt, in welchen Unternehmensbereichen heute schon KI-Anwendungen eingesetzt werden und welche Rolle der Mensch auch beim automatisierten Entscheiden noch spielt.

Dabei widmet sich ein eigenes Kapitel ethischen Fragen des automatisierten Entscheidens, aber auch rechtliche und regulatorische Fragen sowie die Diskussion über Algorithmen als Wirtschaftsgut werden in eigenen Kapiteln behandelt. Eine ausführliche Darstellung von konkreten Innovationen des Geschäftsmodells anhand von Beispielen aus Unternehmen schließt das Papier ab. „Mit den ethischen und rechtlichen Fragen rund um KI müssen wir uns intensiv auseinandersetzen“, so Berg. „Wenn es uns gelingt, hier einen gesellschaftlichen Konsens herzustellen, können wir intelligente Systeme schaffen, die die Lebenssituation der Menschen verbessern, ihre Autonomie stärken und ihre Handlungsmöglichkeiten erweitern. Gleichzeitig kommt der Einsatz von KI einer Gratwanderung gleich. Diese neuen Systeme müssen den Menschen dienen, sie dürfen sie nicht entmündigen.“

Die Publikation „Entscheidungsunterstützung mit Künstlicher Intelligenz – Wirtschaftliche Bedeutung, gesellschaftliche Herausforderung, menschliche Verantwortung“ steht zum kostenlosen Download bereit.

Künstliche Intelligenz für alle – aber bitte mit Gerechtigkeitsgefühl

Wie lässt sich sicherstellen, dass künstliche Intelligenz den größtmöglichen Nutzen für die gesamte Menschheit bringt? Dabei geht es nicht unbedingt darum, Technik mit einem Gerechtigkeitsgefühl auszustatten. Natürlich ist auch das wichtig – aber den ethischen Zwickmühlen von künstlicher Intelligenz wird bereits viel Aufmerksamkeit gewidmet, schreibt „Technology Review“. … mehr

 

Künstliche Intelligenz richtig erforschen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verstärkt die Erforschung von Künstlicher Intelligenz und startet das Zukunftsprojekt „Lernende Systeme“.

Im ersten Schritt wird eine neue Experten-Plattform eingerichtet, die die Zusammenarbeit von Forschung und Anwendung verbessern und klären soll, wie Lernende Systeme dem Menschen nützlich sein können. Konkrete Anwendungsmöglichkeiten eröffnen sich insbesondere bei verschiedenen Dienstleistungen, im Mobilitätssektor, im Gesundheitswesen, z.B. in der Medizintechnik und der Pflege, beim Einsatz von automatisierten Fahrzeugen und Robotern menschenfeindlicher Umgebung sowie in der IT-Sicherheit.

 „Künstliche Intelligenz kann unser Leben verbessern“

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sagte: „Künstliche Intelligenz kann unser Leben verbessern, wenn wir sie richtig einsetzten. Dazu müssen wir aber wissen, was Lernende Systeme leisten können und wo ihre Schwächen liegen. Es gibt noch viele offene Forschungsfragen. Deshalb brauchen wir eine umfassende Forschung mehr denn je, um technische Entwicklungen auch aus ethischer, sozialer und rechtlicher Perspektive verstehen zu können. Erst dann können wir faktenbasiert sagen, was wir anwenden wollen und wo Grenzen zu setzen sind. Für diese Entscheidungen sind mehr Austausch und Dialog nötig. Nach meinem Verständnis müssen wir Künstliche Intelligenz vom Menschen her denken. Technik soll uns unterstützen, nicht entfremden.“

Zukunftsprojekt „Lernende Systeme“

Das BMBF richtet mit dem Zukunftsprojekt „Lernende Systeme“ neben der bestehenden Plattform Industrie 4.0 eine zweite Plattform zu einem weiteren wichtigen Thema der Digitalisierung ein. Die Expertinnen und Experten, die in der Plattform zusammenwirken, sollen die Kompetenzen bei Datenanalyse-Werkzeugen ausbauen und alltagstaugliche Anwendungsszenarien, Demonstratoren sowie herstellerübergreifende Forschung und Entwicklung vorantreiben. Zur Unterstützung der Plattform wird eine Geschäftsstelle eingerichtet.

Lernende Systeme können beispielsweise im Gesundheitsbereich große Verbesserungen bringen, etwa wenn sie bei der Mammographie große Datenmengen wie Röntgenbilder schneller analysieren und aufschlüsseln.

Diese neue Qualität der Informationsbereitstellung verbessert die zentrale Arbeit von medizinischem Personal bei der Behandlung von Patienten. Gleichzeitig muss insbesondere in einem solch sensiblen Umfeld wie Patientendaten klar definiert sein, wie und in welchen Grenzen Lernende Systeme zur Anwendung kommen sollen und sicher funktionieren können. IT-Sicherheit ist dabei von hoher Priorität.

Das Zukunftsprojekt „Lernende Systeme“ ist ein Ergebnis der Arbeit des Hightech Fachforums „Autonome Systeme“, das in den letzten Jahren Empfehlungen beispielsweise zu Produktion, Straßen- und Schienenverkehr sowie Smart Homes entwickelt hat. Diese und weitere Handlungsempfehlungen für die zukünftige Innovationspolitik wurden auf der heutigen Abschlusskonferenz zur Hightech-Strategie vom Hightech-Forum an die Bundesregierung übergeben. Zudem hat sich heute der Lenkungskreis der neuen Plattform „Lernende Systeme“ konstituiert.

Deutschland ist bei Künstlicher Intelligenz, insbesondere bei Themen wie Lernende Systeme und Maschinelles Lernen, im internationalen Vergleich hervorragend aufgestellt. Einen wesentlichen Beitrag dazu hat die Grundlagenforschung geleistet und hier besonders das Deutsche Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI).

Mit dem DFKI verfügt Deutschland über das größte KI-Institut der Welt, gemessen an Umsatz und Forschungspersonal. Weiterhin konnten sich zahlreiche Start-ups erfolgreich am Markt etablieren. Insgesamt ist das wirtschaftliche Innovationsgeschehen beachtlich. Allein bei autonomen Fahrzeugen stammen fast 70 Prozent (1596 von 2309) der weltweiten Patente von deutschen Unternehmen.

 

 

Künstliche Intelligenz (KI) erobert auch die Werbung

Künstliche Intelligenz ist ein aktuell weltweit diskutiertes Themengebiet und Wachstumssegment. KI hat den Eingang in den täglichen Gebrauch gefunden; auch wenn sich die Forschung der Thematik schon seit Jahren angenommen hat. Nun scheint allerdings die notwendige Basis für den Alltagsgebrauch gegeben. „Es sind nun die Rechenleistung, die Mengen an Daten, die richtigen Methoden sowie das nötige Geld vorhanden, um Artificial Intelligence voranzutreiben und umzusetzen“, erklärt Clemens Wasner, Partner bei der EFS Unternehmensberatung laut einem Bericht von „Horizont“. … mehr ….

 

Kunst und Ethik von KI: Morgengrauen der moralischen Maschinen

„Es gibt inzwischen so viel Negativität in unserer Haltung zur künstlichen Intelligenz.“ Softwarespezialisten wie der italienisch-stämmige KI-Unternehmer Max Versace sind in der Öffentlichkeit hin- und hergerissen zwischen religiöser Bewunderung, kritischer Begleitung und absoluter Dämonisierung, wenn es um unsere digitale Zukunft mit selbstlernenden Maschinen geht. Was für die große Masse wie die Geburt von Science-fiction-Utopien aussieht, und die schweigende Mehrheit schulterzuckend zurücklässt, weil sie schon mit der alltäglichen Beschleunigung der digitalen Transformation überfordert sind, regt viele kritische Geister und insbesondere Künstler an, den technischen Fortschritt mit ihren Mitteln zu kommentieren, schreibt die „FAZ“. … mehr

 

60 Jahre KI: „Menschliche Intelligenz ist der künstlichen noch weit überlegen“

Roboter, Siri, Google-Autos: Künstliche Intelligenz ist heute überall. Doch was ist der nächste Schritt? Ersetzen schlaue Maschinen zunehmend den Menschen, könnten sie uns sogar gefährlich werden? „Wired“ hat mit Wolfgang Wahlster, dem Leiter des DFKI, über 60 Jahre Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft mit denkenden Maschinen gesprochen. … mehr

 

Wer beim Goldrausch der Künstlichen Intelligenz gewinnt – und wer nicht

Autor Stephan Dörner schreibt in „t3n“: Künstliche Intelligenz – abgekürzt KI oder AI – ist aus einem langen Winterschlaf erwacht. Nach überzogenen Erwartungen in den 1980er Jahren galt KI für viele abgeschrieben. Spätestens seit dem Sieg der Google-Software AlphaGo im chinesischen Brettspiel Go gegen einen menschlichen Meister des Spiels, wird das Silicon Valley aber von keinem anderen Thema derart fasziniert. … mehr

 

60 Jahre Künstliche Intelligenz: Und jetzt geht’s richtig los

Hack_MichaelAuf der Dartmouth Conference 1956 wurde der Begriff Künstliche Intelligenz (KI) aus der Taufe gehoben. Im Verlauf der vergangenen 60 Jahre haben sich Anwendungsszenarien in Unternehmen von der anfänglichen Science Fiction zur Realität entwickelt.

Angesichts der wachsenden Komplexität heutiger Unternehmensnetzwerke, die aus der zunehmenden Verbreitung mobiler, virtueller und cloudbasierter Technologien und dem schnellen Wachstum des IoT (Internet of Things) entsteht, sollte es kaum überraschen, dass an Abwehrsystemen mit Künstlicher Intelligenz gearbeitet wird. Unternehmen und ihre Daten gegen Cyberangriffe zu sichern, ist gegenwärtig eine drängende Herausforderung.

Maschinelles Lernen für mehr Sicherheit

1995 bot das Programm SATAN (Security Administrator Tool for Analysing Networks) einen automatisierten Prozess, um Schwachstellen in Systemkonfigurationen zu finden, die zuvor nur mit umfangreicher manueller Arbeit aufgedeckt werden konnten. Seit einiger Zeit werden Techniken des maschinellen Lernens auf eine Reihe unterschiedlicher Sicherheitsprobleme angewendet.

Dabei verwenden Forscher Markow-Modelle, genetische Algorithmen, neuronale Netze und andere Techniken, um Anomalien im System zu entdecken. Mittlerweile ist die Mustererkennung mit maschinellem Lernen ein fester Bestandteil von Betrugserkennungsmethoden.

Zurzeit wird an der Entwicklung neuer Algorithmen gearbeitet, um Bedrohungen zu erkennen, die herkömmlichen manuellen Analysen und Sicherheitsmechanismen durch die Lappen gehen. Dies reicht von Sequenzen, mit denen das Verhalten schädlicher Software erkannt werden kann, bis hin zu KI Methoden, die das Benutzerverhalten analysieren, um unbefugte Zugriffe auf Daten oder Systeme abzuwehren.

Künstliche Intelligenz im Dienst der Datensicherheit

Die Anwendung maschinellen Lernens wird als ideale Antwort auf Cyberbedrohungen angesehen. Die bei einem Angriff notwendige Analyse großer Datensätze könnte beschleunigt, eine Reaktion in Echtzeit ermöglicht und somit Schaden verhindert oder zumindest auf ein Minimum reduziert werden.

Selbstlernende Lösungen nutzen aktuelles Wissen, um unbegrenzt viele Angriffsszenarien durchzuspielen und ihre Erkennungs- und Reaktionsfähigkeiten fortlaufend weiterzuentwickeln. Das MIT (Massachusetts Institute of Technology) hat kürzlich eine Reihe von Initiativen für die Cybersicherheit angekündigt, mit denen Unternehmen Cyberangriffe bekämpfen können, sobald sie auftreten.

Die Vision des MIT ist einfach: Systeme entwerfen, die schwerer zu hacken sind (Prevention), Systeme erstellen, die selbst dann sichere Transaktionen ermöglichen, wenn sie kompromittiert wurden, und Systeme entwerfen, die sich nach Erkennung eines schädlichen Eindringens automatisch selbst reparieren (Regenerierung).

 KI im Unternehmen: von der Vision zur Realität

Das maschinelle Lernen wird Sicherheitssystemen eine neue Bedeutung verleihen. Ähnlich wie die automatisierten Lösungen, die vor etwa zehn Jahren die Bühne betraten, wird diese neue Generation „intelligenter“ Infrastrukturlösungen IT-Experten von lästigen Aufgaben wie Penetrationstests befreien.

In Zukunft werden intelligente Netzwerke in der Lage sein, alle Daten und jeden Aspekt der Unternehmensinfrastruktur fortlaufend zu scannen. Die IT wird keine Protokolldateien mehr durchsuchen müssen. Stattdessen werden IT-Teams Sicherheitsskripte in etwa so überwachen und verwalten, wie sie die heutigen automatisierten Lösungen beaufsichtigen.

Theoretisch gesehen sollte sich der Chief Security Officer in Zukunft mehr damit beschäftigen, sicherzustellen, dass die Unternehmensinfrastruktur dem Prinzip der dauerhaften Sicherheit entspricht als auf die gegenwärtig weit verbreitete reaktive Strategie des „Patch and Pray“ zu setzen.

Ohne Zweifel werden die Vorteile der intelligenten Netzwerküberwachung viel dazu beitragen, den heute bereits überlasteten IT-Teams Arbeit zu ersparen. Aber damit aus der Vision Realität werden kann, müssen zuerst einige wichtige Fragen beantwortet werden: Wie wird die Netzwerkinfrastruktur der Zukunft aussehen, und wie wird sie verwaltet werden? Wird sie sich sogar selbst verwalten? Werden dem Einsatz der KI im Unternehmen Grenzen gesetzt werden, und falls ja, welche?

Die von IT-Managern eingesetzten Richtlinien und Verfahren werden sich durch selbstverteidigende Systeme deutlich verändern – vor allem unter dem Aspekt der Datensicherheit. Es wird notwendig sein, Entscheidungen dazu zu treffen, wie viel Autonomie KI-Systemen gestattet wird, und es muss festgelegt werden, wer das sich selbst verwaltende Netzwerk kontrolliert. Da Datensicherheitsrichtlinien sich weiterentwickeln, muss der CSO außerdem sicherstellen, dass diese selbstlernenden Systeme mit veränderlichen Vorschriften Schritt halten.

Wir stehen an der Schwelle zum Zeitalter des IoT. Zugleich ist das bisherige Konzept des „verteidigbaren Perimeters“ nicht mehr haltbar. Je sicherer IT-Manager im Umgang mit KI-Techniken werden, umso mehr werden sie bereit sein, komplexere Anwendungen anzugehen. Die Einführung der KI wird eine interessante Lernkurve mit sich bringen, doch IT-Abteilungen sollten sich darauf vorbereiten, um letztlich auch von den großen Vorteilen der KI profitieren zu können.

 Autor:  Michael Hack, Senior Vice President, EMEA Operations, Ipswitch

 

Künstlicher Intelligenz: „Wir können kreative Wesen schaffen“

Intelligente Technologien können verängstigen – oder Hoffnung machen. In der Industrie werden viele Jobs wegfallen, aber auch neue entstehen. Neil Jacobstein, Experte für Künstliche Intelligenz, sagt: Unsere Arbeitswelt wird sich massiv ändern, und die Schaffung von kreativen Wesen ist realistisch, berichtet die „Tagesschau“. … mehr