Schlagwort-Archiv: Künstliche Intelligenz

Serie zur künstlichen Intelligenz: Der Mensch als Fehler

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein epochaler Technologiesprung, der die Menschheit vor ganz neue Fragen stellt, die keine Disziplin alleine beantworten kann. John Brockman, Agent für Wissenschaftsliteratur und Gründer des Debattenforums edge.org, hat das „Possible Minds“-Projekt ins Leben gerufen, das Natur- und Geisteswissenschaften zusammenführt, um KI und deren wahrscheinliche Ausformungen und Folgen zu ergründen. Das Feuilleton der SZ druckt Texte aus dem Projekt sowie europäische Reaktionen wie diese hier als Serie,… mehr …

 

Debatte um Künstliche Intelligenz: „Europa hat die geistige Führung übernommen“

Die Entwicklung Künstlicher Intelligenz birgt große Chancen – aber auch Risiken. Um Missbrauch zu verhindern, hat die EU-Kommission ein Expertengremium beauftragt, ethische Leitplanken für KI-Systeme zu entwerfen. Der Philosoph Thomas Metzinger wertet das Ergebnis kritisch, aber dennoch als wichtigen Schritt, ist im „Deutschlandfunk“ zu lesen … mehr ….

 

KI-Ethik-Rat: Googles eigene Mitarbeiter wären eine bessere Wahl gewesen

Googles Ateac-Projekt wurde beendet. Es war von Anfang an zum Scheitern verurteilt: Warum beruft das Unternehmen offensichtlich intolerante Menschen ein? Die heftigen Proteste für Gleichberechtigung innerhalb des eigenen Teams zeigen doch, dass dort die eigentlichen Experten gefunden werden können, meint „Golem“. … mehr …

Periodensystem der KI erklärt Künstliche Intelligenz

 

Beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz sind deutsche Unternehmen noch sehr zurückhaltend. Das liegt häufig auch daran, dass es Unsicherheiten darüber gibt, was sich genau hinter dem Begriff KI verbirgt und welcher konkrete Nutzen sich daraus ziehen lässt.

Um hier für mehr Übersicht zu sorgen, hat der Digitalverband Bitkom eine neue Webseite gestartet. Dort findet man ein „Periodensystem der Künstlichen Intelligenz“, das die zahlreichen Einsatzszenarien von KI erklärt. „Datenanalyse und Künstliche Intelligenz sind zwei Schlüsseltechnologien, die künftig nicht nur über den Erfolg einzelner Unternehmen, sondern über die Zukunft ganzer Volkswirtschaften entscheiden werden“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „In vielen Unternehmen fehlt es noch an Know-how. Das KI-Periodensystem liefert einen guten Überblick über eine ganze Reihe von KI-Technologien und ihren praktischen Nutzen.“

Insgesamt werden in dem Periodensystem 28 Elemente vorgestellt, die Teil von Künstlicher Intelligenz sind. Die Spannbreite reicht dabei von Spracherkennung bis zum Relationship Learning. Für jedes Element gibt die Website unter anderem eine Antwort darauf, was es leistet, wie es in Unternehmen eingesetzt werden kann, woran man seine wirtschaftliche Bedeutung erkennen kann und auch wer entsprechende Technologien und Lösungen anbietet.

Zugleich werden auch mögliche Hürden beim Einsatz der Technologie im Alltag erläutert. Berg: „Beim Thema Künstliche Intelligenz dürfen wir nicht bei Appellen und Absichtserklärungen stehenbleiben. Wir müssen Künstliche Intelligenz jetzt machen – das heißt, die Technologie hierzulande weiterentwickeln und Anwendungen in die Praxis bringen.“

Das „Periodensystem der Künstlichen Intelligenz“ ist online aufrufbar unter: periodensystem-ki.de

Pressesprecher

Rückschritt statt Fortschritt? Die Digitalisierung ist eine ethische Herausforderung

Unsere Welt hat sich gewandelt: Die Digitalisierung ändert tiefgreifend, wie wir arbeiten, spielen, leben, kommunizieren und miteinander umgehen. So ziemlich jeder Aspekt unseres Lebens hat heutzutage auch eine digitale Komponente, um ihn zu beschleunigen, effizienter und nachhaltiger zu machen. Die Wirtschaftsforscherin Sarah Spiekermann forscht seit Jahren an der Wirtschaftsuniversität Wien, wo sie dem Institut für Wirtschaftsinformatik und Gesellschaft vorsteht, zu ethischen Themen rund um den digitalen Fortschritt. In ihrem neuen Buch „Digitale Ethik“ beschäftigt sie sich aber weniger mit der Moral –sondern mehr damit, wie man „Bio“ in die Informatik bringen kann. „Futurezone“ hat sie interviewt. … mehr

 

Google richtet KI-Beirat ein

OK, Google? Der Suchriese beschäftigt sich wieder mit Robotik, speziell mit Künstlicher Intelligenz, und holt sich externe Experten für seine KI-Sparte ins Boot. Sie sollen beurteilen, ob Google Themen wie Gesichtserkennung und Fairness bei maschinellem Lernen richtig angeht. Zu den Mitgliedern des KI-Beirates gehören u.a. ein Datenschutzbeauftragter und ein Sprachfoscher. Google will Gesprächsprotokolle aus den Sitzungen der Experten veröffentlichen, berichtet „Turi“. … mehr …

 

Studie zu Human Machine Interfaces: Zukunftsweisende Konzepte

swirl-optical-illusion-300x203Technologie wird zunehmend zum Werkzeug für die Erweiterung der menschlichen Sinne und Fähigkeiten. Dafür bedarf es intelligenter und immersiver Schnittstellen. Verdrängen Sprach-, Gesten- und Gedankensteuerung schon bald Tastatur und Touchscreen?

Die Studie von Reply, die mit der Trendplattform SONAR realisiert wurde, beleuchtet zukunftsweisende Konzepte für Schnittstellen zwischen Mensch und Computer – kurz Human Machine Interfaces –, die sich von Visionen zu realen Wegweisern für die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine entwickeln. Für Unternehmen liegt in einer stärker personalisierten und emotionalen Kundeninteraktion sowie in neuen Möglichkeiten zur Visualisierung sowie Analyse von Informationen großes Potenzial.

Voice Assistance

20 Millionen Menschen weltweit nutzen Voice Assistants bereits täglich für die Informationssuche, Einkäufe oder das Abspielen von Musik. Auch im Unternehmensumfeld ermöglichen sie einen ganz neuen Umgang mit Technologie und automatisieren unzählige Aufgaben. Die smarten Assistenten erledigen ganze Aufgaben und protokollieren oder telefonieren ohne menschliches Zutun.

Dies erhöht die Arbeitsproduktivität und lässt Mitarbeitern mehr Zeit für anspruchsvolle Tätigkeiten. Trends sind Voice Interfaces, mit denen sich eine große Vielfalt an unterschiedlichen Geräten per Spracheingabe steuern lässt. Smarte Software-Agenten können so in Zukunft immer mehr Dienstleistungen ausführen. Darüber hinaus sind elektronische In-Ear-Geräte – sogenannte Hearables – von der drahtlosen Datenübertragung bis hin zu Kommunikationsdiensten vielseitig einsetzbar.

Extended Reality (XR)

Die unter XR zusammengefassten Technologien ermöglichen ein barrierefreies Zusammenspiel von Mensch und Maschine und eliminieren geographische Distanzen. Sie revolutionieren die Interaktion mit anderen Menschen und der Umwelt: Augmented, Virtual und Mixed Reality unterstützen die Entscheidungsfindung bei Verbrauchern und können zu Kostensenkungen sowie zu mehr Effizienz und einer produktiveren Umgebung führen.

Weitere aufkommende Trends sind Gestensteuerung und 3D-Displays, die ein virtuelles dreidimensionales Bild eines Objekts erzeugen und interaktive Möglichkeiten bieten. Auch Smart Glasses, die dem Träger zusätzliche Informationen zum Gesehenen einblenden, zählen zu den XR-Trends.

Full Immersion

Full-Immersion-Technologien erlauben den unmittelbaren Informationsaustausch zwischen Mensch und Maschine. Fortschritte in vollständig immersiven Technologien und Neurowissenschaften zeigen, dass eine Welt entsteht, in der Menschen vollständig mit Computern verbunden sind. Wissenschaftliche Forschungen in der Medizin weisen den Weg in eine Zukunft, in der das menschliche Gehirn Computer mit bloßen Gedanken steuern und Ideen über Headsets oder Hirnimplantate austauschen kann.

Bereits heute arbeiten Unternehmen an den neural gesteuerten Interfaces. Sie bieten direkte Kommunikationswege zwischen einem vernetzten Gehirn und externen Geräten. Als weitere Stufe dieser Entwicklung zielen Trendtechnologien im Bereich Augmented Body darauf ab, den menschlichen Körper und seine Leistungsfähigkeit durch Mittel wie Implantate oder elektronische Tattoos zu verstärken.

Der Trendreport identifiziert darüber hinaus vier Visionen, die bald Wirklichkeit werden könnten

  • Gedankenübertragung: Ideen, Gefühle und Erinnerungen können unmittelbar mit anderen Menschen geteilt werden.
  • Human Enhancement: Durch die direkte Verbindung des Gehirns mit Computern, KI-gesteuerten Assistenten und dem Internet kann Know-how in das Gehirn heruntergeladen oder mit superintelligenten KI-Systemen erweitert werden.
  • Neural Healthcare: Immersive Technologien ermöglichen die Genesung von heute noch unheilbaren Krankheiten wie Parkinson oder Lähmungen.
  • Virtuelle Kopien: Durch die Verbindung mit Computern lassen sich Gedanken, Erinnerungen und Gefühle eines Menschen als Daten speichern und ermöglichen eines Tages vielleicht sogar eine vollständige virtuelle Kopie des Gehirns.

„Die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine ist eines der spannendsten Themen unserer Zeit. Technologien an der Schnittstelle zwischen uns und intelligenten Systemen ermöglichen schon in naher Zukunft einen Paradigmenwechsel in allen Lebensbereichen. Die dadurch entstehenden neuen Produkte und Dienstleistungen bieten völlig neue Lösungen zum Erzählen von Geschichten und Visualisieren von Informationen. Die drei von SONAR identifizierten Trends und die vier Visionen geben Unternehmen eine Orientierungshilfe auf ihrem Weg der digitalen Transformation“, sagt Filippo Rizzante, CTO bei Reply.

Der Human Machine Interfaces-Report ist Teil einer Serie zu Themen wie KI, die Retail Revolution und Consumer-IoT. Um die vollständige Studie zu lesen, klicken Sie bitte hier.

Künstliche Intelligenz: Ethik und Regulierung als Bremsklötze?

Künstliche Intelligenz gilt als Königsdisziplin der Digitalisierung. Hier sollen Deutschland und die EU nach dem Willen der Bundesregierung global führen. Doch: Während Europa noch denkt, handelt China bereits – quasi ohne Limits. Ein Bericht in der „Ärztezeitung“. … mehr

 

Ist Ethik bei KI möglich?

Die New York Times beschäftigt sich mit der Frage, ob ethische Standards bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) dauerhaft eingehalten werden können. Unternehmen wie Google oder Microsoft, die an dem Thema arbeiten, haben eigene ethische Prinzipien und setzen oft auch spezielle Beauftragte oder Gremien zur Überprüfung der Einhaltung ein. Aber reicht das oder braucht man staatliche Eingriffsmöglichkeiten? Schließlich kann sich Idealismus auch finanziellem Druck beugen, schreibt die „Mobilbranche.de“. … mehr

 

Experten entwickeln Ethik-Richtlinien für Algorithmen

Sie lotsen uns durch den Straßenverkehr und empfehlen uns Produkte im Internet: Algorithmen sind schon jetzt allgegenwärtig. Eine Expertengruppe hat nun Regeln vorgestellt, wie sie künftig sicherer und transparenter entwickelt werden können, ist in der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ zu lesen. … mehr …

 

Künstliche Intelligenz boomt: Zwischen Ethik und Milliarden-Markt

Experten sehen in der Technologie für Künstliche Intelligenz einen Milliardenmarkt. Doch wer kontrolliert und regelt die von Programmierern geschaffenen Algorithmen? Schließlich kann es auch um Leben und Tod gehen, hinterfragt die „Stuttgarter Zeitung“. … mehr …

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„Möglichkeiten von KI sehen, nicht Risiken“

Die Deutschen sollten bei technischen Neuerungen nicht so ängstlich sein, findet Andre Kiehne, der in der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland für Künstliche Intelligenz verantwortlich ist. Ihm ist neben den technologischen Möglichkeiten auch die Ethik wichtig, ist in der „Welt“ zu lesen. … mehr …

 

Künstliche Intelligenz: Warum wir eine digitale Ethik brauchen

Selbstfahrende Autos, Pflegeroboter, immer intelligenter werdende Algorithmen: Die rasante Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz fasziniert und verunsichert zugleich. Alles scheint möglich, technologische Grenzen fallen zunehmend. Das führt zu der Frage: Müssen Maschinen und Algorithmen ethischen Grundsätzen folgen? Deloitte-Forscher Nicolai Andersen beschäftigt sich mit dieser Frage – und sieht vor allem Europa in einer guten Position, ist in „Horizont“ zu lesen. … mehr …