Schlagwort-Archiv: Green IT

Openwashing: Wenn Offenheit zum leeren Versprechen wird

Der Erfolg von Linux hat gezeigt, was Open Source bewirken kann. Ähnliche Modelle haben sich auch anderswo etabliert: Open Content, Open Data, Open Access und viele weitere Schlagworte stehen für ein neues Modell der Produktion und Verbreitung von Inhalten, Daten und Wissen. Doch nicht überall, wo „open“ draufsteht, muss auch „open“ drin sein, so „iRights.info“. … mehr

 

Grünes Internet – Wie wir einen Teil zur nachhaltigen Entwicklung beitragen können

Bildquelle: Arthur_Rewak-Visual_Design_2014

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„Wäre das Internet ein Land, so hätte es weltweit den sechstgrößten Stromverbrauch.“ Liest man diesen Satz, ist man zunächst beeindruckt. Denkt man allerdings nur ein paar Sekunden darüber nach, ist diese These wenig überraschend, denn weltweit surfen tagtäglich 2,5 Milliarden Menschen auf der digitalen Welle. In Deutschland stieg allein im vergangenen Jahr die Zahl der Nutzer mobiler Internet-Dienste um 43 Prozent auf 29,7 Millionen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Durch den Boom von Tablets und Smartphones, WhatsApp und Candy Crush, Fun-Apps und Blogs ist es vor allem die Zahl der Jungen zwischen 16- und 24-Jährigen, die im letzten Jahr einen deutlichen Sprung gemacht hat – 81 Prozent. Die 25 bis 44-Jährigen nutzen das Web immerhin 62 Prozent mehr als im Vorjahr, gerade beruflich wird das immer wichtiger, und sogar ab 45 Jahren klickt sich jeder Dritte durchs Netz.

Dass dieser enorme Zuwachs, der übrigens nicht nur in Deutschland zu verzeichnen ist, an Klimawandel und Co. maßgeblich beteiligt ist, verdrängen wir gern. Und das obwohl in der heutigen Zeit der Klimaschutz eine immer größere Rolle spielt und neben Ernährungsbewusstsein und Kaufverhalten besonders der Stromverbrauch und auch das Surfverhalten zwei der wichtigsten optimierungsbedürftigen Komponenten in den Köpfen vieler Verbraucher sind. Dabei kann sich kaum jemand vorstellen, welche Unmengen an Strom täglich verbraucht und welche Ressourcen verschwendet werden.

Bei einer Google-Suchanfrage werden zum Beispiel allein acht Wattstunden Strom benötigt, um dem Nutzer eine Ergebnisliste anzuzeigen. Zuvor wandert diese in Rekordzeit durch knapp 32.000 Server, die täglich wiederum 150 Megawattstunden Energie verschlingen. Bei weiteren Web-Giganten wie z.B. Amazon wurde erst, vor kürzlicher Ankündigung, künftig mehr in grünen Strom zu investieren, gar nicht ersichtlich, aus welchen Energiequellen sich der Strom für die Vielzahl der unternehmerischen Rechenzentren eigentlich zusammensetzt. Dabei ist Amazon schließlich neben seiner Funktion als weltgrößter Online-Store auch Web-Service für Netflix, Spotify und Co. und damit kein unbedeutender Marktteilnehmer.

Der kollektive Stromverbrauch macht auch dann nicht Halt, wenn man seinen Blick auf die eigene Content-Erstellung und dessen Verbreitung auf beispielsweise Videoplattformen lenkt. Allein auf YouTube werden pro Minute rund 100 Stunden Videomaterial veröffentlicht. Viele internationale bzw. globale Unternehmen produzieren Filme in zahlreichen Sprachversionen – Trailer, Imagefilme, Tutorials – laden diese regelmäßig hoch und ignorieren dabei den Fakt, Unmengen an Speicherkapazität zu gebrauchen und riesige Trafficmengen zu verursachen. In Zahlen bedeutet das: Für ein vierminütiges Video ergibt sich pro Sprachversion bei einer durchschnittlichen Bitrate von 20 Mbit/s eine Größe von 600MB für den Upload. Ergänzt man die Auflösungen, die YouTube zusätzlich bereitstellt, kommt man auf einen Gesamtspeicherbedarf von ca. 4GB. Ohne Backups und die weltweite Streuung des Videos auf verschiedenen Servern bedeutet das für 30 Videos schon einen Speicherbedarf von über 120GB.

Beispiele, bei denen unnötig sorglos mit den digitalen Ressourcen umgegangen wird, gibt es Unzählige, umso wichtiger wird es, neben dem Bewusstsein für diese Missstände, der Gesellschaft Werkzeuge an die Hand zu geben, die ein effizienteres, überlegteres und vor allem ressourcenschonenderes Verhalten vereinfachen. Nach Untersuchungen und Aufforderungen von Greenpeace, gehen seit diesem Frühjahr von Anbieterseite aus bereits Apple, Facebook und Google mit gutem Beispiel voran und setzen auf erneuerbare Energien für ihre Rechenzentren. Erst vergangene Woche verkündete Amazon, jetzt auf regenerative Energien zu setzen. Der erste Schritt ist also gemacht: Grüner Strom bildet mehr und mehr die Basis für das Online-Geschehen.

Aber wo können wir anknüpfen, um auch schon Redundanz in der Produktion zu vermeiden? Das Internet bietet uns eine riesige digitale Spielwiese und verhindert so schon heute die aufwendige Produktion mit hohem Materialeinsatz. Download-Dateien statt Bücherwände, Geschäftsreisen können wir heute durch Videokonferenzen ersetzen. Wäre das bei nur 20 Prozent der Fall, würden nach Schätzung des Verbands europäischer Telekommunikationsunternehmen und des WWF unvorstellbare 22 Millionen Tonnen Kohlenstoff-Emissionen im Jahr allein in der EU eingespart werden. Die Auslagerung von IT-Infrastrukturen, sprich Speicherplatz, Rechenkapazität oder Software, bringt ein weiteres bedeutendes Potential hervor.

Für die Branche ist es ein großer Vorteil, dass unter anderem Apple als fortschrittliches Innovationsunternehmen den Anfang gemacht hat. Nun müssen weitere Internet-Dienste nachziehen. Eine unendliche Reihe an Startups, die mit effizienten Lösungen den Markt erobern wollen, existiert bereits. Die Großen müssen von den Kleinen lernen und dürfen die kleinen Bausteine wie Innovationen und Genauigkeit, die ihr Unternehmen in die Königsklasse heben, nicht irgendwann aus den Augen verlieren.

Durch die globale Vernetzung rückt auch die dezentrale Energieversorgung in den Fokus. Das Netz wird intelligenter, um uns effizientes Handeln im Internet zu erleichtern und Steuerungs- sowie Einsparmöglichkeiten zu schaffen. Grünes Internet ist unser Ziel, die nachhaltige Entwicklung der Weg dahin. Ressourcenverbrauch muss reduziert werden und die Effizienz gesteigert.

Neben den IT-Mächten Apple und Amazon ist aber auch jeder noch so kleine Mitspieler dazu angehalten, die Augen offen zu halten und nachhaltige Systeme zu nutzen und zu optimieren. Aus Konsumenten werden „Prosumenten“, Mit-Entscheider. Ohne Kundenfeedback würden auch wir unsere nachhaltige Innovation nicht so schnell vorantreiben können. Wir haben die Mission, das Internet ein Stückchen grüner zu machen. Nicht nur Unternehmen, Politiker, Medien und Institutionen, jeder kann seinen Beitrag leisten. In Prinzip gelten alltägliche Regeln: Mitdenken, vorausschauend handeln, Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen.

Autor: Alugha-Gründer Bernd Korz ist ein Tausendsassa. Nach seiner Ausbildung zum Betonbauer- und Maurermeister sowie staatl. gepr. Hochbautechniker arbeitet er beim Mannheimer Softwarehersteller yellowTAB als CEO und CVO und verantwortet die Entwicklung des Betriebssystems ZETA sowie den weltweiten Unternehmensausbau. Als Manager betreut er zwischen 2006 und 2013 verschiedene Musikprojekte und arbeitet mit bekannten Künstlern zusammen. Innovative Videotechnik begeistert ihn schon vor der Gründung von Alugha. Als Gründer und CEO des Videolernportals hoTodi.tv hat er seit 2008 bereits mehr als 500 Lehrvideos mit über 2.6 Millionen Aufrufen produziert. 2012 entwickelt er gemeinsam mit seinem damals 15-jährigen Sohn Niklas den ersten Prototypen von Alugha. Als CEO und „Chief Visionary Officer“ treibt er vor allem die Weiterentwicklung seiner Idee und des Unternehmens voran.

 

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Einspruch: Technologie ist keine Naturgewalt!

Autorin Juli Zeh vom „Tagesspiegel“ macht sich Gedanken darüber, warum sich viele von Technik überrollen lassen: Einer Naturgewalt wie den Niagara-Fällen stellt man sich besser nicht in den Weg. Den Datenstrom des Internets kann man hingegen durchaus steuern. Denn systematische Massenüberwachung der Geheimdienste, Datensammelwut der Großkonzerne: Der Bürger sitzt da und pflegt seine Resignation. Die Haltung ist ebenso falsch wie fatal. … mehr … http://tinyurl.com/oqygy88

Studie unterstreicht Bedeutung von Consumerization für die Produktivität Studie unterstreicht Bedeutung von Consumerization für die Produktivität

In einer langfristig angelegten Studie haben Dell und Intel die Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf die Arbeitswelt untersuchen lassen. Im Mittelpunkt standen dabei der Trend zur Consumerization der IT und die zunehmende Mobilität der Beschäftigten. Der Studie zu Folge wächst in den Unternehmen aber auch die Einsicht, dass mögliche Produktivitätssteigerungen gegen neu entstehende Risiken abgewogen werden müssen.

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Green-IT-Studie 2012: Deutsche Firmen sind umweltfreundlich

Das IT-Beratungsunternehmen Devoteam hat zum dritten Mal eine europaweite Umfrage zum Thema Green IT durchgeführt. An der „Devoteam 2012 Green IT Survey“ nahmen 270 Unternehmen aus 22 Ländern teil. Im europäischen Vergleich zeichneten sich deutsche Unternehmen durch ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein

Das IT-Beratungsunternehmen Devoteam hat zum dritten Mal eine europaweite Umfrage zum Thema Green IT durchgeführt. An der „Devoteam 2012 Green IT Survey“ nahmen 270 Unternehmen aus 22 Ländern teil. Im europäischen Vergleich zeichneten sich deutsche Unternehmen durch ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein Continue reading

Retten Green IT und Green Services unsere Umwelt?

Die Bundesregierung hatte sich im November 2008 das Zielt gesetzt, den Energieverbrauch bis zum Jahr 2013 um 40 Prozent zu senken, den die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) verursacht. Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert deshalb innovative IKT-Projekte im Rahmen des Umweltinnovationsprogrammes (UIP). Schließlich rechne man mit einem CO2-Einsparpotential von mehr als 200 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2020.

Die Bundesregierung hatte sich im November 2008 das Zielt gesetzt, den Energieverbrauch bis zum Jahr 2013 um 40 Prozent zu senken, den die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) verursacht. Continue reading

GreenIT Best Practice Award 2011: Die Gewinner stehen fest

Die Preisträger des GreenIT Best Practice Award 2011 sind der Webhosting-Anbieter und Rechenzentren-Betreiber Hetzner online, die Sparkasse Pforzheim Calw und das Center for Scientific Computing (CSC)

Die Preisträger des GreenIT Best Practice Award 2011 sind der Webhosting-Anbieter und Rechenzentren-Betreiber Hetzner online, die Sparkasse Pforzheim Calw und das Center for Scientific Computing (CSC) Continue reading

Asiatischer Anbieter mit Green IT-Ansatz kommt nach Europa

Der asiatische Green IT-Anbieter Basis Bay hat in Amsterdam seine erste europäische Niederlassung eröffnet. Im asiatisch-pazifischen Raum ist das Unternehmen mit diesem Konzept bereits seit fünfzehn Jahren erfolgreich vertreten. Basis Bay bietet eine umfangreiche Palette an IT-Lösungen und Services, unter anderem in den Bereichen Rechenzentrum, Cloud Computing, Technical Support Services, Enterprise Hardware und Green IT-Beratung. Das Unternehmen ist der erste IT-Anbieter, der Green IT aus einer ganzheitlichen Perspektive angeht. Basis Bay beschränkt sich dabei nicht nur auf die Verlängerung von Produktlebenszyklen oder die Reduktion des CO²-Ausstoßes, sondern umfasst einfach erreichbare Green IT-Ziele für Kern-IT-Infrastruktur-Strategien. Als solche wurde jede einzelne Lösung und Dienstleistung von Basis Bay im Laufe der Jahre weiterentwickelt. In diese Green Case Studies sind echte Kunden-Erfahrungen mit eingeflossen.

Der asiatische Green IT-Anbieter Basis Bay hat in Amsterdam seine erste europäische Niederlassung eröffnet. Im asiatisch-pazifischen Raum ist das Unternehmen mit diesem Konzept bereits seit fünfzehn Jahren erfolgreich vertreten.

Basis Bay bietet eine umfangreiche Palette an IT-Lösungen und Services, unter anderem in den Bereichen Rechenzentrum, Cloud Computing, Technical Support Services, Enterprise Hardware und Green IT-Beratung. Das Unternehmen ist der erste IT-Anbieter, der Green IT aus einer ganzheitlichen Perspektive angeht. Basis Bay beschränkt sich dabei nicht nur auf die Verlängerung von Produktlebenszyklen oder die Reduktion des CO²-Ausstoßes, sondern umfasst einfach erreichbare Green IT-Ziele für Kern-IT-Infrastruktur-Strategien. Als solche wurde jede einzelne Lösung und Dienstleistung von Basis Bay im Laufe der Jahre weiterentwickelt. In diese Green Case Studies sind echte Kunden-Erfahrungen mit eingeflossen.

„Green IT erfährt in den letzten Jahren eine große Nachfrage. Allerdings sind viele der Anbieter so genannte „Green-Washer“, die sich umweltfreundlicher ausgeben als sie es tatsächlich sind und sich dem Thema Nachhaltigkeit nicht in einem größeren Kontext widmen“, sagt Dato’ Praba Thiagarajah, Chief Executive Officer bei Basis Bay. „Viele Unternehmen sind nur in bestimmten Bereichen an Green IT beteiligt, aber betten diese nicht in einen größeren Zusammenhang ein. Es gibt viele einfache Aspekte der Green IT, die umgesetzt werden können. Diese können nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch aus Kostensicht einen signifikanten Unterschied ausmachen. Für uns ist Green IT nicht unbedingt eine Erhöhung der Betriebsausgaben und des Investitionsaufwands.“

Der holistische Green IT-Ansatz von Basis Bay basiert auf den folgenden fünf Säulen:
-Intelligente Beschaffung (Smart Procurement): Intelligente Beschaffung bezieht sich auf das Treffen von richtigen Entscheidungen, wenn die IT-Infrastruktur aufgrund von veränderten geschäftlichen Bedingungen geändert oder aktualisiert werden muss. Vor dem Kauf neuer Geräte müssen verschiedene Optionen in Betracht gezogen werden. In vielen Fällen ist gebrauchtes Equipment die ideale Lösung und sollte in jedem Fall berücksichtigt werden. Neue Geräte sollten nur berücksichtigt werden, wenn bestehende Anlagen optimiert worden sind.

– Verlängerte Produkt-Lebenszyklen (Extending Product Life Cycle): Im Allgemeinen stellen proprietäre Anbieter ihre Wartungsdienstleistungen für vermeintlich ausgedientes Equipment ein. Meistens hat diese Equipment jedoch den tatsächlichen Produkt-Lebenszyklus noch nicht erreicht. Die Lösung lässt die Kunden mit begrenzten Möglichkeiten für den kontinuierlichen technischen Support von proprietären Anbietern zurück, so dass sie eine neue Ausrüstung beschaffen müssen.

– Grüne Rechenzentren (Green Data Centres): Die mechanische und elektrische Konstruktion ist nach einem schrittweisen Ansatz konzipiert, wogegen die Kapazität und die Beschaffung einer Ausrüstung auf Nachfrage basiert. Zu den wichtigsten Elementen eines grünen Rechenzentrums gehört auch die Annahme von Green Best Practices, die an Industrie-Standards für Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Es ist wichtig, IT-Anforderungen und die Kosten der Einrichtung geschäftlich aufeinander auszurichten, um die Kosten und die Energieeffizienz zu optimieren.

– Optimierte IT-Infrastruktur (IT Infrastructure Optimization): Der Einsatz von Technologien und Prozessen auf Shared IT Infrastrukturen wie etwa Data Center Services und -Lösungen ermöglichen es Unternehmen, die Effizienz ihrer Infrastruktur zu optimieren. Cloud Computing, Virtualisierung und Serverkonsolidierung der IT-Infrastruktur optimieren die Auslastung von Ressourcen, diese wiederum reduziert auf lange Sicht die Total Cost of Ownership (TCO).

– Grüne Best Practices (Green Best Practices): Unternehmen sollten interne Rahmenbedingungen für Grüne Best Practices einführen, so dass Stakeholder wie Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Partnern von der Nachhaltigkeit des Unternehmens profitieren können. Ein Geschäftsumfeld kann nur durch Kooperationen Verbesserungen erzielen – nicht nur auf technischer Ebene sondern auch auf strategischer Geschäftsebene.

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Digitale Ökonomie und struktureller Wandel

IT birgt enormes „grünes“ Potenzial. Dies betrifft zum einen die Schonung der Ressourcen in der IT selbst („Green in IT―). Zum anderen betrifft es aber auch die Ressourcen, die über den Einsatz intelligenter IT-Systeme in der gesamten Volkswirtschaft gespart werden können („Green durch IT―). 54 Prozent der von uns im Rahmen dieser Studie befragten Unternehmen kennen den Unterschied zwischen beiden Konzepten. Die Unterscheidung ist also angekommen, hat aber gleichwohl noch Verbreitungspotenzial. So eine aktuelle Studie der Deutschen Bank Research und des Green IT-Beratungsbüros des Bitkom.

Best-Practice-Beispiele sollten eine wichtigere Rolle einnehmen.

Wie unsere Umfrage verdeutlicht, sehen sich nur 26 Prozent der Unternehmen betrieblich dazu gedrängt, Green IT-Projekte umzusetzen. Stattdessen kommt es in vielen Unternehmen insbesondere auf die Überzeugung des Chefs hinsichtlich der Green IT-Idee an. So stößt bei 45 Prozent der Unternehmen das obere Management solche Projekte an. Best-Practice-Beispiele können in der Praxis dabei helfen, die Komplexität der angedachten Projekte transparent zu machen. Mit einer am positiven Beispiel orientierten Projektplanung fällt es Unternehmen dann leichter, die notwendigen Maßnahmen für ihre IT abzuschätzen.

Um Potenziale heben zu können, müssen sich Strukturen ändern. Damit die Umwelt- und Ressourcenziele allerdings erreicht werden, müssen die Unternehmen ihre Strukturen verändern und hierbei konsequent das Umwelt- und Energiemanagement mit der IT-Konzeption zusammenführen. Bis dahin ist es allerdings noch ein langer Weg. So haben 38 Prozent der Unternehmen unserer Stichprobe einen Umweltbeauftragen berufen. Daneben müssen Green IT-Projekte vorankommen, obwohl nur 32 Prozent der Unternehmen eine übergreifende Budgetverantwortung für Energie und IT installiert haben.

„Green durch IT“ eröffnet ein beachtliches ökonomisch-ökologisches Handlungsfeld. Die Unternehmen der unterschiedlichen Branchen hoffen zum einen darauf, mittels intelligenter IT- Systeme und innovativer ressourcenschonender Prozesse dem Kostendruck zu begegnen. Zum anderen wollen sie den Kunden neue Güter anbieten und im Wettlauf um die besten Arbeitskräfte der Belegschaft auch flexiblere Arbeitsplatzmodelle bieten.

Unternehmen setzen ökologisch relevante Innovationen eher um, wenn sie sich kurzfristig ökonomisch rechnen. Unsere Umfrage benennt das Investitionsrisiko als wesentliche Hürde bei der Umsetzung von Green IT (43 Prozent sehr hohe oder hohe Zustimmung). Dabei sehen 60 Prozent der Unternehmen die Amortisationszeit von Green IT-Projekten im Rahmen der Abschreibungszeit von bis zu vier Jahren.

Intention und Vorgehen dieser Studie

Leicht kann „Green IT― fehlinterpretiert werden und damit vorschnell geweckte Erwartungen bald wieder enttäuschen. Denn auf den ersten Blick ist die IT nicht „grün―– und dies nicht nur wegen des durch eine intensivere Nutzung steigenden Energieverbrauchs. Gleichwohl verfügt die IT über „grünes― Potenzial. Dieses betrifft zum einen die Schonung der Ressourcen in der IT-Infrastruktur selbst („Green in IT―), darüber hinaus aber auch die Schonung der Ressourcen, die mittels IT-Einsatz letztlich in der gesamten Volkswirtschaft erzielt werden („Green durch IT―). Die Beobachtung, dass Green IT und die damit verbundenen Potenziale in der Praxis im weiten Spektrum zwischen „Green in IT― und „Green durch IT― sehr unterschiedlich verstanden und bewertet werden, war Ausgangspunkt dieser Studie von Deutsche Bank Research und dem Green IT Beratungsbüro beim BITKOM e.V.

Bei dieser Unternehmensbefragung konnten wir bei einer Rücklaufquote von 10 Prozent insgesamt 237 ausgefüllte Fragebögen in unsere Analyse einbeziehen. Bei der Mehrheit der antwortenden Unternehmen reagierte das Top-Management (69 Prozent). Dabei stuften sich 32 Prozent der Unternehmen als reine Green IT-Anwender und folglich 68 Prozent als Green IT-Anbieter ein. Unter den Green IT-Anbietern bezeichneten sich 25 Prozent als Hersteller, 44 Prozent als Dienstleister und 30 Prozent als Hersteller und Dienstleister.

Das Gros der Teilnehmer rechnet sich der IT-Branche zu (53 Prozent aller Antworten); darauf folgen mit deutlichem Abstand das Verarbeitende Gewerbe und die Freien Berufe (jeweils 12 Prozent). Unsere Umfrage stieß bei den nach Umsatz und Beschäftigtenzahl ganz kleinen Unternehmen (35 Prozent zählen weniger als 50 Mitarbeiter) und ganz großen Unternehmen (26 Prozent mit mehr als 2.500 Mitarbeitern) auf besonders hohe Beteiligung. Bei 53 Prozent der antwortenden Unternehmen haben die Entscheider einen ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Hintergrund. Die Gruppe der Anbieter von Green IT-Technologien wurde explizit auch zu ihren Erfahrungen beim eigenen Einsatz, ihren Erwartungen und Einschätzungen zu Green IT befragt.

Die Mehrheit der Unternehmen, die sich an unserer Befragung zu Green IT beteiligten, sitzt und wirtschaftet in Deutschland (96 Prozent) – regionale Schwerpunkte dabei sind die Großräume Berlin, München, Rhein-Main und Stuttgart. Gleichwohl haben dank Unterstützung des ICTswitzerland auch fünf Nachfrager und drei Anbieter aus der Schweiz teilgenommen. Zwei weitere Nachfrager nahmen aus dem sonstigen Ausland an der Befragung teil.

Nach dem für neue Technologien typischen Hype der Anfangszeit ist Green IT mittlerweile in der Phase der konstruktiven Auseinandersetzung und der konkreten Umsetzung in den Unternehmen angekommen. So sehen 40 Prozent der von uns im Rahmen dieser Studie befragten Unternehmen die Amortisationszeit von Green IT-Projekten im Rahmen der Abschreibungszeit von bis zu vier Jahren. Gleichwohl gibt es trotz dieses deutlichen Fortschritts bei der Durchsetzung auch immer noch Hürden.

So lokalisieren etliche Unternehmen in unserer Umfrage diese wesentlichen Hürden für die Umsetzung von Green IT-Projekten bei dem Investitionsrisiko (43 Prozent sehr hohe oder hohe Zustimmung), der Zustimmung von Stakeholdern und der bislang noch unzureichenden unternehmensinternen Erfahrung mit Green IT-Projekten (jeweils 33 Prozent).

Viele Unternehmen erklären in unserer Stichprobe die stockende Umsetzung von Green IT-Projekten mit dem zu geringen Stellenwert auf der gesellschaftlichen Agenda (14 Prozent trifft voll zu, 34 Prozent trifft zu), der Unübersichtlichkeit der Angebotspalette (7 Prozent trifft voll zu, 30 Prozent trifft zu) und dem fehlenden Budget (11 Prozent trifft voll zu, 21 Prozent trifft zu).

Demgegenüber werden der mögliche Druck von Seiten der Wettbewerber oder ein unternehmensinterner Einigungsmangel nur selten als Begründung für die stockende Umsetzung genannt. Offensichtlich entscheiden insbesondere auch Politik und Verbraucher darüber, ob Green IT schneller vorankommt.

38 Prozent der antwortenden Unternehmen haben explizit einen Umweltbeauftragten berufen, der sich um die Realisierung der Klima- und Ressourcenziele im Unternehmen kümmert. So stößt in 66 Prozent der Unternehmen das obere Management oder der Leiter der internen IT-Abteilung die Green IT-Projekte an. Daneben weisen die Teilnehmer unserer Umfrage bei den sonstigen Impulsgebern oft auch auf das Engagement der Mitarbeiter hin. Schulungen sind hier wichtig und werden bei einem Drittel der Unternehmen bereits durchgeführt.

Green IT braucht also den überzeugten Chef, aber auch den aufmerksamen, geschulten Mitarbeiter. So muss Green IT bislang in vielen Unternehmen vorankommen, obgleich die Budgetverantwortung für Energie und IT unterhalb der obersten Chefebene nicht zusammengeführt ist. Übergreifende Budgetverantwortlichkeit unterhalb dieser Ebene ist in den von uns analysierten Unternehmen in 32 Prozent der Fälle anzutreffen.

Viele Unternehmen haben Klima- und Ressourcenziele in ihrer Strategie explizit formuliert und gehen das strategische Nachhaltigkeitsziel mit einer speziell darauf abgestimmten IT-Unterstützung an. Drei Fünftel der befragten Unternehmen setzten Steuer- und Regeltechnik oder Managementsysteme ein, um diese strategischen Unternehmensziele zu erreichen.

Ergebnisse der Umfrage speziell bei den Anbietern von Green IT

 Gut die Hälfte der antwortenden Anbie-ter sieht die typische Investition von Green IT-Projekten bei einem recht geringen Volumen von unter EUR 200.000. Dagegen siedelt nur knapp jeder zehnte Anbieter das typische Volumen bei mehr als EUR 500.000 an. Die hier gegebenen Antworten könnten also dafür sprechen, dass die Anwen-der im Bereich Green IT aufgrund ihrer Gesamtprofitabilität zunächst auf vor-sichtiges Agieren mit überschaubarem finanziellem Risiko setzen.

Wie bei neuen Technologien zu erwar-ten, rechnen 66 Prozent der antwortenden Anbieter hinsichtlich der Umsatzent-wicklung der kommenden fünf Jahre mit hohem Wachstum; das Gros nennt hier eine Rate von +1 Prozent bis +15 Prozent. Gleichwohl gehen beinahe ebenso vie-le Anbieter entweder von einem noch deutlicheren Aufschwung oder sogar einer Stagnation im Bereich Green IT aus. Hier zeigt sich im Markt also noch ein recht uneinheitliches Bild bezüglich der Chancen von Green IT.

Gut 40 Prozent der antwortenden Anbieter schätzen die von den Anwendern mit-tels Green IT zu erzielende Energieein-sparung auf mehr als 15 Prozent. Wie zu er-warten, kann nur eine verschwindend kleine Minderheit erkennen, dass die Kunden mit Green IT keine spürbare Einsparung erreichen. Offensichtlich gehen Green IT und Energiesparen in der weitaus überwiegenden Zahl der Projekte beim Anwender Hand in Hand.

Gut jeder vierte der antwortenden Green IT-Anbieter erwartet, dass sich die Investitionen ihrer Kunden in Green IT innerhalb von zwei Jahren amortisieren. Knapp zwei Drittel der Anbieter sehen die Amortisationszeit von Green IT-Projekten innerhalb von drei bis vier Jahren. Bei Entscheidern, die sich ausschließlich auf eine sehr kurzfristige Rentabilität fokussieren, haben es Investitionen in Green IT somit schwerer.

Erfahrungen aus der Beratungspraxis zu

Auf den Einzelfall kommt es an Es gibt sie, die positiven Beispiele, wie Green IT-Projekte in Unternehmen und Organisationen unterschiedlicher Größe erfolgreich umgesetzt werden. Doch die Beratungspraxis und die Gespräche mit Anwendern zeigen auch, dass trotz existierender Technologien und Lösungen viele Potenziale für eine Energie- und Materialeffizienz in den IKT-Infrastrukturen und -Systemen noch nicht gehoben wurden. Die Frage des „Warum― gab für das Green IT Beratungsbüro den Anstoß zu dieser gemeinsamen Untersuchung mit Deutsche Bank Research. Die Ergebnisse können vielen Verantwortlichen eine Hilfe sein, die noch bestehenden Hindernisse für die Umsetzung von Green IT-Projekten zu beseitigen.

Jeder Optimierung sollte ein ausführliches Monitoring der Energieverbräuche vorausgehen. Wenn diese Analysen über einen längeren Zeitraum vorgenommen werden, lassen sich auch versteckte Energieverbräuche und Lastspitzen an Wochenenden und nachts aufdecken. In der täglichen Arbeit des Beratungsbüros lässt sich feststellen, dass Optimierungsprojekte vielfach ohne vorherige Messreihen gestartet werden. Daher werden nicht immer die stärksten Energieverbraucher als erstes ausgetauscht und Optimierungspotenziale nicht vollständig gehoben.

Sehr positive Erfahrungen bei der Planung und Umsetzung von Green IT-Projekten wurden mit Anwendern gemacht, die ihren Blick über das reine Kostensparen hinaus gerichtet haben. Dabei ist es nicht zwingend notwendig, dass diese Projekte von internen Umweltmanagern oder -beauftragten begleitet werden, um erfolgreich abgeschlossen werden zu können. Gut geschulte und weitergebildete Mitarbeiter bzw. IT-Verantwortliche, aber vor allem das  verantwortungsbewusste Bestreben, einen positiven Beitrag für die Umwelt zu leisten, beeinflussen den Projekterfolg maßgeblich mit.

Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) kann bei der Suche nach versteckten Energieverbrauchern auch eine geförderte Energieberatung über den „Sonderfonds für Energieeffizienz in KMU― des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und der KfW Bankengruppe helfen.

Bei der Spitzenförderung im Umweltinnovationsprogramm des deutschen Bundesumweltministeriums werden die Investitionen im Regelfall über einen vom Ministerium subventionierten KfW-Kredit unterstützt.

Fast ausschließlich wird jedoch eine Zuschussvariante (bis zu 30 Prozent der Investitionskosten) beim Green IT Beratungsbüro nachgefragt, die als Ausnahmefall einer besonderen Begründung bedarf. In der Breitenförderung, dem ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm des BMWi und der KfW Bankengruppe, wird die Unterstützung ohne Ausnahme durch zinsvergünstigte Darlehen gewährt. Trotzdem gibt es immer wieder den Wunsch einer Zuschussfinanzierung.

Green IT-Förderung

Anwender sind in der für sie günstigen Situation, dass ihnen alternativ zur Breitenförderung attraktive Finanzierungspläne von IKTHerstellern und Systemhäusern angeboten werden. Die Praxis der Breitenförderung sieht vor, dass energie- und materialeffiziente Technologien mit unterschiedlich langen Nutzungsdauern (beispielsweise Server vs. Photovoltaikanlage) ein einheitliches Finanzierungsangebot über Kredite durch die Fördergeber erhalten. Dies führt dazu, dass die Kreditlaufzeiten bei Green IT-Projekten mit Nutzungsdauern von unter fünf Jahren länger sind als die Nutzungsdauer. So lässt sich erklären, warum häufig Investitionskostenzuschüsse nachgefragt werden.

Als Weiterentwicklung der Breitenförderung könnten Best-Practice-Beispiele, bei denen ein besonders hohes Energie- oder Materialeffizienzpotenzial gehoben wird, bevorzugt gefördert werden. Zum einen könnten anteilige Investitionskostenzuschüsse geprüft, zum anderen positive Referenzprojekte durch Anerkennung und Auszeichnung seitens der Fördergeber ausgezeichnet werden. Es gibt bereits eine Vielzahl von erfolgreichen Energie- und Materialeffizienzprojekten, bei denen umfangreich erprobte Technologien zum Einsatz kommen. Der Erfolg dieser Projekte liegt unter anderem darin begründet, dass die Verantwortlichen die Notwendigkeit und Komplexität ihrer Systeme und Infrastrukturen vollständig hinterfragt haben. Dadurch konnten die Anschaffungspläne dem tatsächlichen Bedarf angepasst und die besten zur Verfügung stehenden Technologien eingesetzt werden.

Solche Projekte haben auch in der Breitenförderung noch eine Leuchtturmwirkung und können zur Nachahmung anregen. Auch wenn durch die starke Heterogenität der einzelnen IT-Ausstattungen Vergleiche immer nur eingeschränkt möglich sind, lassen sich aus solchen positiven Projektbeispielen viele Anregungen für andere Anwender ableiten

Analyse Green IT: Hype ist der rationalen Auseinandersetzung gewichen

Wegen steigender Energiepreise, dem sich abzeichnenden Klimawandel und der damit einhergehenden verschärften umweltpolitischen Regulierung überdenken viele Unternehmen derzeit ihre ökologische Strategie. Bei diesen strategischen Überlegungen fällt der IKT zumeist eine zentrale strukturgebende Rolle zu. Hierbei können die Unternehmen unterschiedlichster Branchen zum einem darauf hoffen, mittels intelligenter IT-Systeme dem Kostendruck zu begegnen.

Zum anderen können sie im Idealfall ihren Kunden neue Güter und Dienstleistungen und darüber hinaus im Wettlauf um die besten Arbeitskräfte flexiblere  Arbeitsorganisationsmodelle anbieten.

Nachdem die Unternehmen lange Jahre auf die Befriedigung des rapide steigenden Bedarfs an Rechen- und Speicherleistungen abstellten, rückt mit diesen Ergänzungen der Strategie nun also die Energieeffizienz und die Flexibilisierung der Arbeit in den Vordergrund.

Dementsprechend hatten die großen IT-Messen wie die Symposium/ITxpo in Cannes oder die CeBIT in Hannover in den letzten Jahren Green IT zu einem Schwerpunktthema erkoren.

Nachdem der Hype der ersten technischen Faszination nun einer rationalen Auseinandersetzung mit dem Thema Green IT gewichen ist, nimmt auch die Politik dieses Thema konstruktiv auf, sie will Green IT vorantreiben, um damit die Kopplung von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum aufzuweichen und zum weltweiten Klimaschutz beizutragen.

Angesichts dieser breiten Koalition der Unterstützer, wer wollte da noch bestreiten, dass Green IT ein wichtiges Thema unserer Zeit sein muss? Allein folgende Beispiele sprechen eine eindeutige Sprache:

-In Deutschland lag der durch Informations- und Kommunikations- Geräte bedingte Stromverbrauch 2007 bei 55 TWh (1 TWh = 109 kWh) und damit bei gut 10 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Die Gesamtbranche der Informations- und Kommunikationstechnologien zeichnet damit für 2 Prozent der CO2e-Emissionen verantwortlich

-der größte Teil davon durch das Segment PCs, Desktops, Laptops, Monitore und sonstige Hardware verursacht.

-Der Energiebedarf allein deutscher Rechenzentren dürfte auf Grundlage der Zahlen von Fichter u.a. (2009)1 in 2010 bei 11 TWh (gut 2 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland) liegen, was der Jahresstromproduktion von fünf Kohlekraftwerken entspricht. Die von deutschen Rechenzentren verursachten CO2e-Emissionen liegen damit bei knapp 6 Mio. t.2

-In Deutschland dürften die CO2e-Emissionen der IKT-Branche zwischen 2007 und 2020 um durchschnittlich 0,9 Prozent p.a. steigen und dann 26 Mio. t erreichen; dies entspricht einem Anstieg des Anteils an den gesamten CO2e-Emissionen von 2 Prozent auf 3 Prozent.

-Falls die deutschen Rechenzentren konsequent auf effiziente Green IT umrüsteten, könnte der Stromverbrauch von gut 10 TWh in 2008 auf ca. 6 TWh in 2015 gesenkt werden. Dies summiert sich bei einem Strompreis von 0,12 EUR/kWh4 insgesamt auf rd. EUR 500 Mio. (vgl. auch Grafiken 20 und 21).

Auf Grundlage der zunehmenden Bedeutung des Themenfelds Ökologie schätzt die Global e-Sustainability Initiative (GeSI), eine von dem UN Environment Programme (UNEP) und der International Telecommunications Union (ITU) unterstützten gemeinnützige Organisation der IKT-Industrie, dass zwischen 2002 und 2020 der Beitrag der IT-Wirtschaft zum globalen BIP von 5,8 Prozent auf 8,7 Prozent wächst (Grafik 22) – nicht zuletzt auch dank des Wachstumsfelds Green IT. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) rechnet damit, dass sich der Weltmarkt für Desktop-Virtualisierung zwischen 2008 und 2013 knapp verzwanzigfacht. Speziell in Deutschland eröffnet sich im gleichen Zeitraum bei der Umrüstung auf energieeffiziente Rechenzentren ein Marktvolumen von EUR 400 Mio. Darüber hinaus dürfte der Markt für „Green durch IT― bis 2020 EUR 84 Mrd. erreichen.

Die Recherche zu Green IT fördert also allenthalben beeindruckende Fakten und Einschätzungen zu Tage. Doch warum werden immer wieder Stimmen laut, die Green IT als eine schnell vergängliche Modeerscheinung bezeichnen? Eine Ursache für diese Einschätzung liegt wohl schon bei der Terminologie. So kann „Green IT― leicht fehlinterpretiert werden und damit vorschnell geweckte Erwartungen bald wieder enttäuschen. Denn auf den ersten Blick ist die IT nicht „grün―– und dies liegt nicht nur am Energieverbrauch, der notwendigerweise mit der schnell steigenden Nachfrage von Unternehmen und Endnutzern nach immer mehr Rechenleistung verbunden ist. Kritiker von Green IT merken an, auf der Soll-Seite seien neben dem Energieverbrauch zusätzliche Posten zu berücksichtigen, beispielsweise die Umweltverträglichkeit der bei der Produktion eingesetzten Materialien oder des bei der Entsorgung anfallenden Elektroschrotts.

So betonen die Kritiker von Green IT hinsichtlich der Entsorgung, dass durch die nicht mehr einsetzbare Hardware ein großer Teil des Elektroschrotts entsteht. Der Elektroschrott der IKT in Deutschland summiert sich auf 5 Mio. t. pro Jahr. Gleichwohl haben gesetzliche Regelungen und Richtlinien auf EU-Ebene die Hersteller zur Einführung von recyclinggerechten Designs bewegt, um die Recyclingquote zu erhöhen und die Umweltbelastungen zu reduzieren. Dies war insbesondere notwendig, weil sich in den nicht mehr verwendeten Geräten bis zu 60 chemische Elemente finden – darunter auch seltene Metalle, wie Indium.

IT mit grünem Potenzial

Gleichwohl verfügt die IT abseits des fokussierten Blicks auf Energieverbrauch, Herstellung und Entsorgung sehr wohl über ein „grünes Potenzial“. Dieses betrifft zum einen die Schonung der Ressourcen in der IT selbst („Green in IT―), zum anderen aber auch die Schonung der Ressourcen, die mittels IT-Einsatz in der gesamten Volkswirtschaft erzielt werden kann („Green durch IT―).

Diese gesamtwirtschaftliche Wirkung entfaltet die IT über zwei Hebel. So helfen intelligente IT-Systeme zum einen dabei, bestehende Prozesse besser zu überwachen und effizient zu steuern. Zum anderen führen die intelligenten Systeme im größeren Zusammenhang aber auch zu völlig neuen Geschäftsmodellen und Prozessen mittels derer Ressourcen eingespart werden. Unternehmen arbeiten an grünen Zielen Wie unsere Umfrage analog zu anderen Untersuchungen verdeutlicht, haben sich etliche Unternehmen bereits mit dem Thema Green IT beschäftigt und sich vorgenommen, CO2e-Emissionen und Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Dabei zielen die eingeleiteten Maßnahmen vorwiegend auf das Rechenzentrum. Die Virtualisierung ist dabei ein Ansatz, Ressourcen eines Computers (insbesondere im Server-Bereich) über virtuelle Instanzen zusammenzufassen, statt große monolithische Server für einzelne Anwendungen zu betreiben.

Neben standortverteilten Softwareanwendungen (z.B. SaaS) werden hier insbesondere die Ansätze des Cloud Computing diskutiert. Cloud Computing beschreibt den variablen Einsatz von Rechenkapazitäten und stellt dem bisher vorherrschenden, primär lokalen Client-Server-Ansatz einen variablen Einsatz von Rechenkapazitäten,  Infrastrukturen und Anwendungen in dezentralen Netzen gegenüber. Allerdings macht unsere Umfrage deutlich: Von der Diskussion der Vorteile bis zur praktischen Umsetzung im Unternehmen ist noch ein längerer Weg zu absolvieren. So liegt die Virtualisierungsquote von Rechenzentren bei 15 Prozent, und Grid- oder Cloud-Computing wurden selbst in großen internationalen Unternehmen bisher kaum realisiert.

Unterwegs auf dem langen Weg zu integriertem Umweltmanagement

Die mit der Realisierung von Green IT-Projekten verbundenen Potenziale sind beeindruckend. GeSI u.a. (2009) kalkulieren, dass bei konsequenter und schneller Umsetzung des Möglichen die CO2e-Emissionen der IKT-Branche bis 2015 um ein Viertel und bis 2020 gar um die Hälfte gesenkt werden können. Im Vergleich der vier IKT-Segmente (Rechenzentren; PCs und sonstige Hardware, Telekommunikationsendgeräte, Telekommunikationsnetze) in Deutschland liegt das größte relative Einsparpotenzial bei den Rechenzentren.

Die Emissionen können dort bis 2015 um 2.300 t CO2e (35 Prozent), bis 2020 gar um ca. 60 Prozent (4.200 t CO2e) reduziert werden. Dagegen liegt das größte absolute Einsparpotenzial im Bereich PCs, Desktops, Laptops, Monitore und sonstige Hardware (bis 2020: -7.000 t CO2e) – allerdings bleibt dieses Segment auch nach dieser Reduzierung absolut größter Emittent.

Bei den Maßnahmen zeigt sich, dass bereits der Tausch Alt gegen Neu einen deutlichen Energieeffizienzvorteil bei der Hardware mit sich bringt. So steigt die Energieeffizienz bei Computern – gemessen in Rechenoperationen pro Watt – seit je her rasant; in den vergangenen 10 Jahren beispielsweise um den Faktor 100. Allerdings wird dieser Effizienzgewinn zumeist durch die intensivere ITNutzung kompensiert.

Gleichwohl sind allein über den Austausch Alt gegen Neu die angestrebten, oft ehrgeizigen Umwelt- und Ressourcenziele bei weitem nicht erreichbar. Wichtig ist vielmehr, dass die Unternehmen über ihr Engagement bei Hard- und Software hinausgehen, ganze Unternehmensstrukturen umstellen und hierbei konsequent das Umwelt- und Energiemanagement mit der IT-Konzeption zusammenführen. Nur ein Unternehmen, das das Thema Green IT bereichsübergreifend angeht, hierbei auch die Position der Belegschaft berücksichtigt und die Maßnahmen betriebsintern hinreichend gut kommuniziert, kann die enormen operativen und strategischen Potenziale von Green IT auch heben.

Bis ein solcher Idealzustand auch nur annähernd erreicht ist, gibt es in anderen Bereichen allerdings noch einiges zu tun. So verdeutlicht unsere Umfrage im Einklang mit anderen Untersuchungen, dass beim Gros der Unternehmen die Schnittstelle zwischen IT und Umweltmanagement noch nicht selbstverständlich eingerichtet wird. Dies hat neben den strategischen Nachteilen innerhalb der Organisation dann üblicherweise auch eine unzureichende Kommunikation mit der Belegschaft über die Umweltziele zur Folge.

Wie andere empirische Untersuchungen so verweist auch unsere Umfrage darauf, dass die mittels der Technik eröffneten Potenziale wegen der mangelnden Einsicht auf Seiten der Mitarbeiter derzeit oft nicht genutzt werden.

S ist es in vielen Organisationen üblich, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitsplatzrechner zumeist auch über Nacht und über das Wochenende nicht herunterfahren. Beispielsweise messen Kolbe u.a. (2009) in deutschen Unternehmen in diesem Zusammenhang eine Quote von 50 Prozent. Ohne aktivierten Energiesparmodus verbrauchen Arbeitsplatzrechner aber selbst im Leerlauf bis zu 100 Wh.

„Green durch IT“ bahnt sich den Weg

 Weit über den Aspekt „Green in IT― hinaus eröffnet insbesondere  der Aspekt „Green durch IT― ein beachtliches ökonomisch-ökologisches Handlungsfeld. So ermöglicht „Green durch IT― in vielen Bereichen der Volkswirtschaft die Umsetzung neuer Angebote und innovativer ressourcenschonender Prozesse. GeSI u.a. (2009) schätzen diese mittels Informations- und Kommunikationstechnologie außerhalb des eigentlichen IKT-Sektors erreichbaren Einsparungen auf knapp 200.000 t CO2e p.a., also dem Achtfachen der Emissionen, die in der IKT-Branche insgesamt anfallen. Dieses enorme Einsparpotenzial eröffnet sich insbesondere bei den größten CO2e-Emittenen aus den Branchen Industrie, Verkehr und Logistik, Energie und Gebäudewirtschaft.

Neben den Potenzialen mit direktem Branchenbezug verändert „Green durch IT― als Querschnittstechnologie heute bereits spürbar die Volkswirtschaft. Besonders aussichtsreich -diskutierte Beispiele sind:

-Smart Agriculture (IT-gestützte Landwirtschaft);

-Smart Buildings, Connected Living (z.B. Klimamanagementsysteme, Planungstools, Gerätesteuerung);

-Smart Consumption (z.B. Einkaufsnavigator, Gerätesteuerung, Online-Coaching);

-Smart Logistics (z.B. Städtemaut, Verkehrsflusssteuerung, Car Electronics/ Navigation);

-Smart Motors (z.B. Frequenzumrichter, Systemautomatisierung, optimierter Kraftwerksbetrieb);

-Smart Services (Innovative Dienstleistungen, z.B. Effizienzkonzepte für Internethandel);

-Smart Closed Loops Economy (Recycling, Kreislaufwirtschaft);

-Dematerialisierung (z.B. E-Invoicing, E-Media, E-Paper, Telearbeit, Virtual Conferencing);

-Smart Water Supply (IT-gestützte Wasserversorgung und -nutzung).

Diese Beispiele wirken mit deutlich unterschiedlichen Potenzialen über verschiedene Hebel ressourcensparend – vom Einsparen von Papier mittels Digitalisierung von Dokumenten bis hin zum Schonen der Mineralölvorkommen durch das verminderte Pendleraufkommen.

Inbesondere das Themengebiet Smard Grid und Smart Metering ist im Zusammenhang mit der politisch intensiv diskutierten Zukunft der Energiepolitik derzeit in aller Munde. Der Stromverbrauch wuchs seit 1991 um mehr als 15 Prozent und die Brutto-Stromerzeugung stieg mittlerweile auf über 625 TWh. Der dabei anfallende knapp 400.000 Giga t CO2e-Ausstoß entspricht 40 Prozent der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen. Mit dem aufkommenden dezentral eingespeisten erneuerbaren Energieträgern (Wind, Sonne) wandelt sich nun auch die Energieversorgung grundsätzlich. Damit steigen die Komplexität im Netzbetrieb und auch die Anforderungen an die steuernde Informationstechnologie deutlich. Bei ständig steigendem Stromverbrauch (in Deutschland seit 1991: +15 Prozent) kann Green IT im Bereich Smart Grid und Smart Metering wesentlich dazu beitragen, den CO2e-Ausstoß zu senken.

Staat kann auf dem Weg helfen

Green IT hat als „Green in IT― und noch vielmehr als „Green durch IT― deutlich positive externe Effekte für die gesamte Volkswirtschaft. Bei der mit dem Thema verbundenen ökologischen Begeisterung sollte allerdings nicht vergessen werden, dass im marktwirtschaftlichen Umfeld ökologisch relevante Innovationen erst dann auf breiter Basis umgesetzt werden, wenn sie sich für das relevante Unternehmen letztlich auch ökonomisch rechnen. Hier kann der Staat ansetzen und das Vorankommen von Green IT-Projekten unterstützen. Instrumente sind z.B.:

-Direkte monetäre Subventionen (z.B. Förderprogramme, Konjunkturpaket II);

-Anpassung eines konsistenten gesetzlichen Rahmens (z.B. Energiewirtschaftsgesetz (EnWG);

– Formulierung von politischen Zielen (z.B. hat die deutsche Bundesregierung im November 2008 erklärt, bezogen auf den höchsten Verbrauch vor 2009 den Energieverbauch im IT-Betrieb der Bundesverwaltung bis 2013 um 40 Prozent senken zu wollen);

– Technische und marktrelevante Informationen zum Thema bündeln, strukturieren und veröffentlichen;

-Empfehlungen für die Umsetzung solcher Projekte in den Unternehmen herausgeben;

-Foren schaffen für den Informationsaustausch zwischen Anwendern und Anbietern (z.B. EU Code of Conduct for Data Centres);

-Förderschwerpunkte für akademische Forschung einrichten;

-Vorreiterfunktion einnehmen als Anwender ressourcenschonender Technologien (z.B. bei Virtualisierung, Thin Clients);

– Förderung des Ausbaus der kabel- und funkbasierten Netzinfrastruktur als technologische Voraussetzung für den mit den neuen Anwendungen schnell steigenden Datenverkehr.

Allzu oft wird auch im Green IT-Bereich die staatliche Unterstützung auf direkte monetäre Förderung verkürzt. Gleichwohl zeigen die Beispiele, dass staatliche Förderung wesentlich umfassender und kreativer gestaltet sein kann. Dazu steht ein Strauß von Instrumenten zur Verfügung, der auch die Infrastrukturförderung in angegliederten Bereichen (z.B. den Aus- und Aufbau der breitbandigen Telekommunikation) einschließt. Schließlich gilt für die Förderung von Green IT wie auch die Förderung anderer Querschnittstechnologien, dass die Auswirkungen nicht isoliert, sondern mit ihrer technischen und funktionalen Einbettung im langfristigen volkswirtschaftlichen Zusammenhang betrachtet werden sollten.

Fazit: Green IT ist mehr als eine schnell vergängliche Modeerscheinung!

 Die IT birgt ein enormes „grünes― Potenzial. Dieses betrifft zum einen die Schonung der Ressourcen in der IT-Infrastruktur selbst („Green in IT―), zum anderen aber auch die Einsparung der Ressourcen, die letztendlich mittels IT-Einsatzes in der gesamten Volkswirtschaft erzielt werden kann („Green durch IT―). Die Unterscheidung ist also angekommen, hat aber auch noch Verbreitungspotenzial: 54 Prozent der Unternehmen unserer Stichprobe kennen den Unterschied zwischen den beiden Konzepten „Green in IT― und „Green durch IT―. Die gesamtwirtschaftliche Wirkung von Green durch IT entfaltet sich über zwei Hebel: Die intelligenten IT-Systeme helfen zum einen, bestehende Prozesse effizienter zu gestalten. Zum anderen führen die Systeme aber auch zu völlig neuen Geschäftsmodellen und Prozessen, mittels derer Ressourcen eingespart werden.

Damit die oft ehrgeizigen Umwelt- und Ressourcenziele allerdings überhaupt erreicht werden, müssen die Unternehmen über das punktuelle Engagement bei Hard- und Software hinausgehen und das Thema Green IT bereichsübergreifend unter Einschluss der Belegschaft angehen. Bis ein solcher Idealzustand erreicht ist, gibt es noch einiges zu tun.

(Autoren: Stefan Heng, Bernd Klusmann)

Das Green IT Beratungsbüro beim Bitkom e.V. ist ein Sonderprojekt des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), des Umweltbundesamts (BMU) sowie der KfW Bankengruppe und wurde auf Initiative des Bitkom – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. – im Förderschwerpunkt „IT goes green― des BMU-Umweltinnovationsprogramms (UIP) eingerichtet. Das Beratungsbüro unterstützt professionelle Anwender bei der Umsetzung von Green ITProjekten. Dabei steht die Beratung zu Energie- und Materialeinsparpotenzialen durch Green IT-Technologien sowie zu Programmen der Spitzen- und Breitenförderung im Mittelpunkt.

Zusätzlich zu den klassischen Energie- und Materialeffizienz-Projekten unterstützt die Spitzenförderung des BMU auch die Emissionsreduzierung durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) („Green durch IT―), die häufig ein noch größeres Einsparpotenzial besitzt. Neben dem gezielten Ausbau innovativer und umweltschonender IKT und Lösungskonzepte liegt ein weiterer Fokus der Arbeit des Beratungsbüros auf der Kommunikation und Darstellung von Best-Practice-Beispielen, um die Technologien auch in der Breite bekannt zu machen und vielfach zur Nachahmung anzuregen.

Info: www.green-it-beratungsbuero.de

Deutsche Bank Research ist verantwortlich für die volkswirtschaftliche Analyse in der Deutsche Bank Gruppe und berät die Bank, ihre Kunden und Stakeholder. Deutsche Bank Research verfolgt die für die Deutsche Bank relevanten Trends auf den Finanzmärkten, in Wirtschaft und Gesellschaft einschließlich ihrer Chancen und Risiken. Seit über 10 Jahren forscht Deutsche Bank Research zu den Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft sowie dem damit verbundenen Wandel.

Info: www.dbresearch.de/digitaleoekonomie

IT birgt enormes „grünes“ Potenzial. Dies betrifft zum einen die Schonung der Ressourcen in der IT selbst („Green in IT―). Zum anderen betrifft es aber auch die Ressourcen, die über den Einsatz intelligenter IT-Systeme in der gesamten Volkswirtschaft gespart werden können („Green durch IT―). Continue reading

Green IT : Dominierendes Thema im Mittelstand

GreenIT hält Einzug im deutschen Mittelstand und wird bis 2015 in der Prioritätenliste kontinuierlich weiter nach oben klettern. Allerdings ist auch eine starke Abhängigkeit von der allgemeinen Entwicklung der Konjunktur festzustellen.  Dies sind zentrale Ergebnisse der Studie „Prognose 2011 – Konsolidierung und GreenIT im deutschen Mittelstand „, die das Deutsche Forum für Hochverfügbarkeit jetzt vorgelegt hat. Auf die Frage, welche Bedeutung das Thema heute im deutschen Mittelstand hat, gaben fast siebzig Prozent der Befragten eine positive Antwort. Knapp ein Viertel meint, dass die „grüne“ Ausgestaltung der Informationstechnologie bereits jetzt ganz oben auf der Agenda steht. Für weitere 45 Prozent ist das Bewusstsein für GreenIT hoch, indes hätten sich durch die immer noch spürbaren Auswirkungen der Wirtschaftskrise die Prioritäten verschoben.

„In der Tat ist es so, dass gerade mittelständische Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Investitionen  scheuen und notwendige Maßnahmen zur Umgestaltung der IT-Systeme hinten anstellen. Dabei sollten sie allerdings bedenken, dass GreenIT und die damit im Zusammenhang stehenden Themen wie Server- und Storagekonsolidierung, Virtualisierung, Hochverfügbarkeit  – neben der Performancesteigerung – gerade auch massive Einsparungen nach sich ziehen“, bemerkt Uwe Kramer, Vorsitzender des Forums in der Software-Initiative Deutschlands, im „normalen“ Leben Geschäftsführer des Systemintegrators Kramer & Crew in Köln.

GreenIT hält Einzug im deutschen Mittelstand und wird bis 2015 in der Prioritätenliste kontinuierlich weiter nach oben klettern. Allerdings ist auch eine starke Abhängigkeit von der allgemeinen Entwicklung der Konjunktur festzustellen. Continue reading