Schlagwort-Archiv: Gesellschaft

Frank Buytendijk: „Digital Ethics as a topic on the Gartner Hype Cycle“

 Frank Buytendijk is a Distinguished VP and Gartner Fellow in Gartner's Data and Analytics group.

Frank Buytendijk is a Distinguished VP and Gartner Fellow in Gartner’s Data and Analytics group.

Digital ethics is not an exotic topic anymore, but mainstream media are full of stories about the ethical impact of digital technologies. Xethix talked to Frank Buytendijk, Distinguished VP Analyst Gartner, about this development.

 Xethix:  You started in September 2016 on the Gartner Website a blog about Digital Ethics yourself. Why do you think this topic should be relevant?

Frank Buytendijk: The topic of digital ethics is more than “should be relevant” by now. It is in fact at the top of the Gartner hype cycle. It is on the mind of many IT and business leaders, and the mainstream media are full of stories about the ethical impact of digital technologies. On business, but mostly on society.

The attention for digital ethics is logical. If technology advancement is going so fast that as people, organizations and society we can’t fully grasp it anymore, and it starts to affect our lives, at one moment the questions come up: “do we think this is good what is happening?”, and “doesn’t all this innovation need a little bit over parental oversight?”.

 Xethix:  Has the focus towards Digital Ethics changed in the last 3 years?

Frank Buytendijk: Yes it has. Three-Six years ago the focus really was on big data and privacy. Now the discussion has moved on to the ethical impact of artificial intelligence. Very big questions such as the impact of AI and people losing their jobs. But also practical questions, such as how can we create explainable AI.

The biggest fundamental question of AI and ethics is in the changing relationship between people and technology. AI technology starts to display early signs of “agency”, the capacity to act in a certain context, and we need to figure out what that means in terms of e.g. responsibility.

 Xethix:   You said business in not immoral but amoral. Is this a question of age of of the times in general?

Frank Buytendijk: The idea that business is amoral is relatively new. It came as part of the focus on shareholder value. Many still believe that is the right way forward, but others are arguing that this idea is not sustainable, and it is changing again.

We know from surveys that both customers and employees (each around 2/3 of them) start to expect from businesses that they speak out on where they stand on larger social themes, and act accordingly. Essentially, we are moving back to the original paradigm that business is supposed to have a societal purpose. To contribute in a positive way.

Xethix:  What do you expect from blogs focussing on Digital ethics?

Frank Buytendijk: The blog is a nice “starter’ on the topic, but the real impact we have as Gartner is working with clients. The research we have goes a bit deeper than the blog, and we literally discuss ethics with clients every day. Helping clients identify their ethical dilemmas and then provide them with ways how to deal with them responsibly.

 Frank Buytendijk is a Distinguished VP and Gartner Fellow in Gartner’s Data and Analytics group. His work mostly takes a futurist approach, researching the edges of what he covers. Mr. Buytendijk pioneers the topics of „the future,“ „digital ethics“ and „digital society“ helping organizations to do the „right thing“ with technology and avoid „messing up.“ He further covers data and analytics. In addition to that, he is the co-lead of the Gartner Maverick Research program which is Gartner’s research incubator. Next to his responsibilities at Gartner, Mr. Buytendijk is a visiting Fellow at Cranfield University School of Management, and a regular guest lecturer at Warwick Business School.

 

 

Digital-Scham: Datenschützer über die Grenzen der Digitalisierung

Datenschutzbeauftragte sprechen über Digital-Scham: Sie kritisieren den Ressourcenverbrauch, der mit der Digitalisierung einher geht. Denn Server und Supercomputer verbrauchen Energie und Internet-User hinterlassen einen ökologischen Fußabdruck. Ein Beitrag in „Deutschlandfunk“ … mehr …

 

Digitales Erbe: Nur jeder Sechste sorgt vor

Grabstein_NordfriedhofWas passiert mit meinen E-Mail-Konten, Social-Media-Accounts, Onlinebanking-Zugängen oder persönlichen Fotos in der Cloud, wenn ich sterbe?

Über drei Viertel der deutschen Internetnutzer (76%) haben darauf bislang keine schlüssige Antwort. Dabei sind sich 42 Prozent der Problematik nach eigenen Angaben nicht bewusst, ein gutes Viertel (27%) gibt an, zu wenige Informationen zu haben, und rund sieben Prozent ist die Beschäftigung mit dem eigenen digitalen Nachlass schlicht unangenehm.

Nur jeder Sechste (15%) gibt an, zumindest bei einigen (8%) oder sogar allen (7%) Online-Konten vorgesorgt und zum Beispiel Zugangsdaten bei einer Vertrauensperson hinterlegt zu haben. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der beiden größten deutschen E-Mail-Anbieter WEB.DE und GMX.

Digitales Erbe gewinnt an Bedeutung

„Viele Internetnutzer gehen immer noch zu sorglos mit dem Thema ‚Digitales Erbe‘ um. Wir speichern heute so viele persönliche Daten wie noch nie im Netz. Daher ist es besonders wichtig, seinen digitalen Nachlass noch zu Lebzeiten zu regeln. Nur so ist sichergestellt, dass persönliche Daten wie Fotos, E-Mails oder Vertragsunterlagen nach dem Tod des Besitzers in die richtigen Hände gelangen“, sagt Jan Oetjen, Geschäftsführer von WEB.DE und GMX.

Wunsch nach klarer Regelung für E-Mails und Banking

Am Wichtigsten sind den deutschen Internet-Nutzern beim digitalen Vererben ihre Onlinebanking-Daten (57%), gefolgt von den eigenen E-Mails (40%). Weniger als ein Drittel (27%) möchte bestimmen, wie mit den eigenen Accounts bei großen Onlineshopping-Plattformen im Todesfall verfahren werden soll. Persönliche Daten wie Fotos, Dokumente oder Musik im Online-Speicher (Cloud) sind nur gut einem Viertel (26%) eine konkrete Erbregelung wert, und lediglich 24 Prozent möchten über den eigenen Nachlass in den sozialen Netzwerken verfügen.

Die Account-Daten bei Videostreaming-Diensten hält gerade mal jeder Zwanzigste (5%) beim Vererben für entscheidend, und nur zwei von 100 Befragten möchten festlegen, wie mit ihren Daten aus Online-Spielen verfahren werden soll.

Digitales Erbe bleibt meist in der Familie

Bei der Auswahl der Begünstigten zeigen sich die potenziellen Erblasser eher konservativ: Auf die Frage, wem sie im Todesfall Zugriff auf die eigenen digitalen Daten geben würden, nennt knapp jeder Zweite den Ehepartner (48%) oder nahestehende Verwandte wie Kinder, Eltern oder Geschwister (47%).

Engen Freunden würde hingegen kaum jeder Achte (13%) seine Daten vermachen, auch die entfernteren Verwandten (12%) scheiden als Erben eher aus. Auf einen bestellten Notar oder Nachlassverwalter setzt immerhin jeder Zehnte (10%), und immerhin 7 Prozent der Befragten geben an, ihre Zugangsdaten für sich behalten und mit ins Grab nehmen zu wollen.

Die Studie wurde durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland im Zeitraum vom 21. bis 23. Oktober 2019. Befragt wurden 2131 deutsche Internetnutzer ab 18 Jahren. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Gesamtbevölkerung.

Wohin entwickelt sich das Internet? Nutzer geben Prognosen für das Jahr 2069 ab

swirl-optical-illusion-300x203Wie wird das Internet im Jahr 2069 beschaffen sein? Heiße Diskussionen darüber finden derzeit im kostenlosen Onlinekurs „Die Technologie, die die Welt veränderte – 50 Jahre Internet“ des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) statt.

Gut 5.000 Nutzerinnen und Nutzer des Netzes der Netze nehmen derzeit daran teil. Im offenen Diskussionsforum des Kurses auf der IT-Lernplattform openHPI sind bereits hunderte von interessanten Prognosen und Visionen darüber zu finden, welchen Entwicklungspfad das gerade ein halbes Jahrhundert alt gewordene Internet in den kommenden 50 Jahren nehmen dürfte. Zugang bekommt, wer sich online anmeldet.

„Die außergewöhnlich hohe Diskutierfreudigkeit bei unserer Mitmach-Aktion hängt mit der Vielzahl an kontroversen und polarisierenden Themen zusammen“, stellt Kursleiter und Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel fest. Oft werde über das so genannte Darknet debattiert, aber auch über Sicherheit und Datenschutz im Netz. „Besonders umstritten ist, welche sozialen Folgen das ständige Onlinesein für das menschliche Zusammensein hat, ob wir letztlich Treiber oder Getriebener der digitalen Transformation sind“, fasst Meinel zusammen.

Optimistische Voraussagen überwiegen

Nach dem Eindruck seines Teams überwiegen optimistische Sichtweisen, was die Zukunft des Internets anbetrifft. „Nicht wenige Kursteilnehmer geben aber auch ambivalente Stellungnahmen ab, also sowohl positive als auch negative“, betont der HPI-Direktor.

Hier die zukünftigen Entwicklungen, die nach seinen Angaben meist in positivem Zusammenhang gesehen werden:

  •    -Künstliche Intelligenz
  •    – Roboter allgemein
  •    – Befehlsausführung durch Gedankensteuerung
  •    – „Beamen“
  •    – Autonomes Fahren
  •    – Implantieren von Geräten/“Cyborgs“
  •    – Augmented und Virtual Reality

Überwiegend in negativer Form besprochen werden laut Meinel diese Trends im Internet:

  •    – Mangelnder Datenschutz
  •    – Ungenügender Schutz der Privatsphäre
  •    – Mögliche staatliche Überwachung
  •    – Spaltung des Internets in verschiedene Bereiche

„Durchaus als Gefahr wird von vielen Kursteilnehmern eine mögliche Aufteilung des Internets in jeweils einen Bereich für die Wissenschaft und für kommerzielle Interessen gesehen, aber auch die Spaltung in einen sichtbaren und einen unsichtbaren Teil“, sagt Meinel.

Übrigens hat keiner der Kursteilnehmer angegeben, 1969 Zeitzeuge der Nachricht gewesen zu sein, dass in Kalifornien erstmals zwei Computer miteinander vernetzt wurden. „Viele unserer Diskutanten betonen, Ende der sechziger Jahre weder ein Telefon noch einen Fernseher besessen zu haben. Mit dem Internet sind sie meist erst in den achtziger und neunziger Jahren in Kontakt gekommen“, berichtet der Informatikprofessor. Ein einziger Nutzer habe mitgeteilt, bereits 1978 das erste Mal online gewesen zu sein.

Viele „ältere Semester“ werfen den Blick in die Internet-Zukunft

Unter den Kursteilnehmern, die ihre Visionen zum Internet im Jahr 2069 zur Debatte stellen, seien viel mehr Ältere als sonst, sagt Meinel: „Normalerweise sind auf unserer Plattform openHPI im Durchschnitt nur rund 25 Prozent der Nutzer älter als 50 Jahre. Bei diesem Kurs zur Funktionsweise des Internets ist es aber die Hälfte“.

Im Vergleich zu den Vorgängerkursen zum gleichen Thema aus den Jahren 2014 und 2016 melde sich ein doppelt so hoher Anteil der Teilnehmenden im Forum zu Wort und kommentiere das Geschehen – fast zehn Prozent. Und rund 58 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer haben den Diskussionsverlauf im Forum bislang passiv verfolgt.

„Wir hoffen darauf, dass noch viele ihre Meinung dazu einbringen, wie das Internet aussehen wird, wenn es 100 Jahre alt und damit doppelt so alt wie jetzt“, sagt der HPI-Direktor. Er setzt in seinem Massive Open Online Course (MOOC) auf die Schwarm-Intelligenz Tausender. Einer, der sich schon per Video-Botschaft geäußert hat, ist HPI-Fellow Vint Cerf (76), einer der Miterfinder des Internets.

Prognosen gehen in Publikation des HPI ein

Zusammen mit anderen Wissenschaftlern seines Fachgebiets will Meinel den Verlauf und das Ergebnis der Diskussionen in einer Publikation dokumentieren: „Darauf dürfte die Welt in 50 Jahren dann wohl als historisches Dokument zurückblicken und erkennen, wie nahe wir in unserer Vorausschau der Realität im Jahr 2069 gekommen oder wie fern wie ihr geblieben sind“.

*alle Angaben beziehen sich auf November 2019

PC gehackt? Um diese Daten sorgen sich die Deutschen

Wenn sich ein Hacker Zugriff auf einen PC verschafft, hat er Zugang zu persönlichsten Informationen: Bilder, Passwörter, wichtige Dokumente, Social-Media-Accounts. Um welche Daten die Deutschen bei einem Hack am meisten Angst haben und wie vorsichtig sie sich im Netz bewegen, hat jetzt eine aktuelle Studie herausgefunden. Die Untersuchung von Ipsos im Auftrag des Cybesecurity-Anbieters BullGuard zeigt außerdem, wie sich die Deutschen schützen, wenn sie im Internet und öffentlichen WLAN unterwegs sind.

 Männer sind besonders misstrauisch im Netz

Unabhängig von einem Hack geben Internetnutzer mehr oder weniger freiwillig persönliche Daten preis. Welche Institutionen und Unternehmen besonders im Verdacht stehen, Online-Aktivitäten zu überwachen, hat die Studie herausgefunden.

An erster Stelle – über nahezu alle Generationen und Geschlechter hinweg – stehen Suchmaschinen. 69 Prozent der Frauen, 73 Prozent der Männer und alle Befragten über 35 Jahre sind überzeugt von der Datensammelwut der Suchmaschinen. Größtes Vertrauen genießen dagegen die Online-Banken. Doch selbst hier ist nahezu jeder Vierte überzeugt, dass sie Online-Aktivitäten überwachen.

Der Geschlechtervergleich macht deutlich, dass Männer misstrauischer gegenüber Datensammlern sind als Frauen: Deutlich häufiger waren sie der Meinung, dass ein Dienst oder eine Organisation Online-Aktivitäten überwacht, als die Teilnehmerinnen. So sind etwa 65 Prozent der Männer der Ansicht, Onlinehändler würden Aktivitäten im Netz überwachen, wovon hingegen nur 57 Prozent der Frauen überzeugt sind. Während 39 Prozent der Männer glauben, die Bundesregierung behalte Online-Aktivitäten der Bürger im Auge, teilen diese Ansicht nur 29 Prozent der Frauen.

 Sorge um Passwörter und Bankinformationen

Einen Schritt weiter als die Datensammler gehen Cyberkriminelle, die sich mit einem Hack Zugriff auf PCs oder Smartphones verschaffen. Am meisten sorgen sich die Deutschen in einem solchen Fall um Bankinformationen (65 Prozent) und Passwörter (64 Prozent). Doch auch private Bilder, der Browserverlauf oder Social-Media-Accounts dürfen nicht in die Hände von Hackern gelangen.

Die Ängste sind bei Frauen und Männern, aber auch im Generationenvergleich unterschiedlich: Fast jede zweite Frau sorgt sich um private Fotos (43 Prozent), gleiches gilt nur für 37 Prozent der Männer. Beim Browserverlauf sind die Männer ängstlicher: 17 Prozent wollen nicht, dass Hacker darauf Zugriff haben.

Nur 11 Prozent der Frauen fänden das schlimm. Dass persönliche Bilder geklaut werden könnten, fürchtet auch jeder zweite Befragte unter 35 Jahren (47 Prozent). Bei den Über-55-Jährigen teilt nur jeder vierte diese Meinung. Auch in Sachen Social-Media-Accounts sind die Silver Surfer sorgenfrei: Während nur jeder zehnte (11 Prozent) von ihnen Angst hat, dass die Zugangsdaten bei einem Hack eingesehen werden könnten, treibt dies nahezu jeden dritten Unter-35-Jährigen um (29 Prozent).

 Um diese Daten sorgen sich die Deutschen, sollte ihr PC gehackt werden.

  1.  Bank- und Finanzauskünfte (65 Prozent)
  2. Passwörter (64 Prozent)
  3. Persönliche Bilder und Videos (40 Prozent)
  4. E-Mail-Inhalte (29 Prozent)
  5. Social-Media-Accounts (21 Prozent)
  6. SMS, Messenger-Nachrichten und deren Inhalte (20 Prozent)
  7. Browserverlauf (14 Prozent)
  8.  (Mehrfachnennungen möglich)

 Wie schützen sich die Deutschen im Netz?

Um Datensammler und Cyberkriminelle fernzuhalten, vertrauen sieben Prozent allein auf die Schutzmechanismen im Browser oder durch den Telekommunikationsanbieter. Rund 12 Prozent wissen gar nicht, was sie derzeit tun, um sich im Netz zu schützen. Dagegen haben zwei von drei Befragten (69 Prozent) eine Antivirensoftware im Einsatz.

Auf verschlüsselte https-Verbindungen achten 35 Prozent der Männer und 27 Prozent der Frauen. 16 Prozent der männlichen Befragten nutzen den Inkognito-Modus, wenn sie online sind. 11 Prozent der Frauen sind ebenfalls inkognito unterwegs. Unter den Silver Surfern sind nur 9 Prozent inkognito im Netz unterwegs, und mehr als jeder Zweite von ihnen (56 Prozent) weiß nicht, was ein VPN ist. Bei den Befragten, die jünger sind als 35, nutzen bereits 45 Prozent ein VPN.

„Die Studienergebnisse zeigen: Die meisten Menschen sind sich bewusst, dass wir mit unseren persönlichen Informationen im Netz sorgsam umgehen müssen,“ stellt Stefan Wehrhahn, Country Manager DACH von BullGuard fest. „Doch nur wenige wissen, wie sie sich tatsächlich schützen können. Gerade die ältere Generation ist besorgt, kennt aber kaum Sicherheitsfunktionen. Hier setzen wir von BullGuard an: Wir wollen aufklären und bieten gleichzeitig mit BullGuard Internet Security oder BullGuard VPN die Möglichkeit, mit einfachen Mitteln für mehr Sicherheit und Datenschutz zu sorgen.“

 Die von BullGuard in Auftrag gegebene Umfrage wurde im August 2019 durchgeführt. Insgesamt wurden 5.000 Verbraucher befragt, davon 2.000 in den USA, 2.000 in Großbritannien und 1.000 in Deutschland. Die Ergebnisse wurden nach drei Altersklassen ausgewertet: Zwischen 16 und 24 Jahre, 35 bis 54 Jahre, 55 bis 70 Jahre. BullGuard ist ein Cybersecurity-Anbieter in Europa. Das Unternehmen sorgt dafür, dass Privatpersonen und kleine Unternehmen das Internet sicher nutzen können. 

Roboter-Beleidigungen verletzen Menschen

Wenn Roboter in einem Spiel gegen Menschen diese kritisieren oder auch beleidigen, hat das einen negativen Effekt auf ihr Selbstwertgefühl und auf ihre Spielleistung, wie eine Studie der Carnegie Mellon University  zeigt. Auch wenn es sich nur um eine Maschine handelt, nehmen sich Menschen die Beleidigungen trotzdem zu Herzen. … ein Beitrag in „Pressetext“. … mehr

 

Geplante Obsoleszenz: „Irgendwann müssen wir umziehen, weil im Smart-Home die Tür nicht mehr aufgeht“

Immer häufiger ist Software dafür verantwortlich, dass Geräte, die eigentlich top in Schuss sind, nicht mehr zu gebrauchen sind. Entweder sind aktuelle Betriebssysteme zu anspruchsvoll oder aber es gibt für ältere Geräte keine Sicherheitsupdates mehr. Dieser Verfall ist für die Herstellerfimen finanziell lukrativ, Kunden schauen in die Röhre. Experten fordern deshalb gesetzlichen Verbraucherschutz. Ein Beitrag in der „Süddeutschen“. … mehr

 

Im Jahr 2023 wird die Zahl autonomer Fahrzeuge auf dem Weltmarkt um mehr als 740.000 Fahrzeuge steigen

Laut dem Research- und Beratungsunternehmen Gartner wird im Jahr 2023 der weltweite Nettozugang von Fahrzeugen, deren Hardware autonomes Fahren ohne menschliche Aufsicht ermöglicht, 745.705 Einheiten erreichen. Im Jahr 2018 waren es noch 137.129 Einheiten, für das Jahr 2019 wird sich diese Zahl auf 332.932 Fahrzeuge belaufen. Das Wachstum wird vor allem aus Nordamerika, Großchina und Westeuropa kommen, da diese Regionen die ersten sind, die Regelungen zur autonomen Antriebstechnik einführen.

Der Nettozugang stellt den jährlichen Anstieg der Zahl der Fahrzeuge dar, die mit Hardware für autonomes Fahren ausgestattet sind. Die Zahl stellt nicht die Verkäufe von physischen Einheiten dar, sondern zeigt die Nettoveränderung bei autonomen Fahrzeugen, die zu autonomen Fahren fähig sind.

„Es gibt derzeit keine autonomen Fahrzeuge, die außerhalb der Forschungs- und Entwicklungsphase auf den Straßen weltweit eingesetzt werden“, so Jonathan Davenport, Principal Research Analyst bei Gartner. „Die aktuellen Fahrzeuge mit begrenzten autonomen Fähigkeiten sind immer noch auf die Überwachung durch einen menschlichen Fahrer angewiesen. Viele dieser Fahrzeuge verfügen jedoch über Hardware, einschließlich Kameras, Radar und in einigen Fällen Lidarsensoren, die eine vollständige Autonomie unterstützen könnten. Mit einem Over-The-Air Software-Update könnten diese Fahrzeuge über einen höheren Grad an Autonomie verfügen, weshalb wir sie als „autonomous-ready“ einstufen.“

Künstliche Intelligenz: „Empathie ist am Ende genau das, was wir nicht abbilden können“

2015_04_haustuerSelbstfahrende Autos und operierende Roboter – das veränderte Verhältnis von Mensch und Maschine ist schon heute im Lebensalltag sichtbar und wird ihn künftig noch mehr prägen. Angst vor Kontrollverlust jedoch ist im Umgang mit Künstlicher Intelligenz kein guter Ratgeber. Vielmehr müssen jetzt ethische Fragen geklärt und in Bildung investiert werden, so das Fazit der Wissenschaftler und Medienvertreter, die auf den Augsburger Mediengesprächen kürzlich über den Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) auf unser Leben diskutierten.

Gemeinsam mit den Augsburger Medienunternehmen und der Stadt Augsburg hatte die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) in die Teehalle des Hotels Drei Mohren eingeladen, um das Phänomen der Künstlichen Intelligenz „ein bisschen zu entzaubern“, wie BLM-Präsident Siegfried Schneider betonte. Dieses Entzaubern gelang Zukunftsforscher Kai Arne Gondlach in seiner Keynote mit konkreten Beispielen und Denkanstößen. Maschinen können lernen, verstehen Sprache und Gefühle.

Das ist die Basis für KI-Anwendungen, die künftig unser Leben verändern werden – zum Beispiel, indem selbst fahrende Autos zu Büros oder Hotels werden, Bots bis zu 80 Prozent der Konsumentscheidungen treffen oder einige Menschen durch KI-Einsatz in der Medizin sogar „unsterblich“ werden könnten. Doch Europa sei im Gegensatz zu China und den USA in puncto KI-Entwicklung bisher im Hintertreffen, warnte Gondlach, räumte aber auch ein, dass die Diskussion über ethische Fragen notwendig sei. Denn: „Empathie ist am Ende genau das, was wir nicht abbilden können.“

Vor diesem Hintergrund plädierte die Leiterin des Instituts für Digitale Ethik an der Stuttgarter Hochschule der Medien, Prof. Dr. Petra Grimm, auch dafür, in Europa als Gegengewicht zu den USA und China eine „wertebasierte KI“ zum Einsatz zu bringen. Technologie sei nie wertneutral und künstliche nicht mit menschlicher Intelligenz zu vergleichen: „KI ist nicht in der Lage zur Selbstreflexion, hat kein Bewusstsein, kein Gewissen und keine Moral.“

Der Verlust von Autonomie, Manipulationen und damit auch die Gefährdung von Demokratie können die Folgen sein, wenn KI wie etwa in China zur Kontrolle der Bürgerinnen und Bürger missbraucht wird. Deshalb sei es wichtig, jede Anwendung individuell unter ethischen Gesichtspunkten zu prüfen, betonte Prof. Dr. Stefan Bauberger, Professor für Naturphilosophie. So sollte Deutschland dafür sorgen, dass Künstliche Intelligenz in der Militärtechnik geächtet wird. Andererseits bietet in der Pflege die Automatisierung die Chance, dem Pflegepersonal mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben zu verschaffen. Aber: „Qualifizierte Arbeit wird immer wertvoller, quantitative wertloser“ – das bringe auch eine „soziale Frage“ mit sich.

Schafft Künstliche Intelligenz also mehr oder weniger Arbeit, lautete die Frage von Moderator Thomas Ramge an das Podium. Der Amtschef des Bayerischen Digitalministeriums, Dr. Hans Michael Strepp, warnte davor, KI in puncto Arbeitsmarkt als Schreckgespenst zu sehen. Automatisierung müsse nicht unbedingt Arbeitsplätze kosten, verändere den Arbeitsmarkt aber. Um die Chancen zu nutzen, investiere Bayern viel in die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz: „KI ist die neue Stufe der Digitalisierung, an der sich die digitale Zukunft eines Landes entscheidet.“

Logistik, Medizin, Pflege und Mobilität sind Arbeitsfelder, in denen KI-Anwendungen bereits erfolgreich laufen. Und auch im Journalismus werden in der Sport- und Börsenberichterstattung schon Textroboter eingesetzt, so das Beispiel von Richard Gutjahr. „Davor müssen wir keine Angst haben“, sagte der Journalist, „jedoch die Frage stellen, ob künstlich erstellte Texte markiert werden sollen“.

Was den Wandel der Arbeitswelt betreffe, markiert KI für Gutjahr die Gabelung zwischen analog und digital. Ähnlich wie beim Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft gelte es jetzt, den Übergang zur Digitalgesellschaft zu managen: „Die Menschen müssen qualifiziert werden, damit sie in dieser Zukunft einen Platz haben. Was das Thema Bildung angeht, verlieren wir im Moment ganz viel Zeit.“

Wie die „Generation Greta“ mit Technologie umgeht

Wie sehr prägt Technologie das Leben von Jugendlichen? Dieser Frage ging der Austrian Generation Tech Report 2019 nach. Wie sich in den Ergebnissen zeigt, fühlen sich Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren pudelwohl in der Fülle technischer Möglichkeiten, in die sie hineingeboren wurden. 92 Prozent verwenden bereits irgendeine Form von künstlicher Intelligenz (KI), während der Wert bei über 40-Jährigen 68 Prozent beträgt. Das klingt beeindruckend, spiegelt sich in Realität aber bloß in der Verwendung von Dingen wie Googles Übersetzungsdienst, sprachgesteuerten Assistenten oder Gesichtserkennung wider. Ein Beitrag in „Futurezone“ … mehr …

 

Freier Internetzugang ist ein Menschenrecht

Ein freier und sogar kostenloser Zugang zum Internet ist ein allgemeines Menschenrecht. Wenn Menschen nicht online aktiv sein können, fehlt ihnen die Möglichkeit zur globalen politischenTeilhabe, die eine signifikante Bedeutung für ihr Leben hat. Ohne Internet ist also die Lebensqualität von Menschen suboptimal, wie eine Studie der University of Birmingham besagt. Ein Beitrag in „Pressetext“. … mehr ….

 

Kindesmissbrauch auf Twitter offen sichtbar

Fast die Hälfte aller Social-Media-Inhalte, die sexuellen Kindesmissbrauch darstellen, werden offen auf dem Mikroblogging-Dienst Twitter geteilt. Solche Inhalte kommen an den Filtern der Twitter-Plattform vorbei und sind für alle Nutzer zu sehen. Das ergibt ein Bericht des britischen Watchdogs Internet Watch Foundation (IWF) . Ein Beitrag in „Pressetext“. … mehr ….

 

Interview: „Chancengleichheit gehört neben Vertrauen, Kundenerfolg und Innovation zu unseren Kernwerten“

Joachim Schreiner ist Deutschlandchef von Salesforce.

Joachim Schreiner ist Deutschlandchef von Salesforce.

Salesforce hat seit seiner Gründung vor über 20 Jahren den Grundsatz der Chancengleichheit fest in seinen Unternehmenswerten verankert. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt bekennt sich Salesforce als Arbeitgeber zu einer vielfältigen Unternehmenskultur und Einstellungspolitik. In Deutschland haben bereits über 3.300 Unternehmen die Charta unterzeichnet, Schirmherrin der Charta ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

xethix sprach hierüber mit Joachim Schreiner, Deutschlandchef von Salesforce, einem Anbieter von Customer Relationship Software.

 Warum ist Salesforce ein gesellschaftliches Engagement als Softwareunternehmen wichtig?

Joachim Schreiner: Salesforce gilt als eines der innovativsten und erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Wir sehen Unternehmen jedoch nicht nur unter dem Aspekt des wirtschaftlichen Erfolgs und Profits. Erfolgreiche Unternehmen haben eine große Chance und auch eine Verantwortung, die Gesellschaft und vielleicht sogar die Welt zu verändern und voranzubringen. Wir verstehen uns als aktiver Teil der Gemeinschaft, in der wir leben, und möchten, dass sie von unserem Erfolg profitiert. Deswegen kommt dem sozialen Engagement bei Salesforce eine große Bedeutung zu.

Wie wird Salesforce die Forderungen der Charta der Vielfalt im Unternehmen umsetzen?

 

Von links: Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin Charta der Vielfalt e.V., Joachim Schreiner, Deutschlandchef von Salesforce und Annette Widmann-Mauz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Kanzleramt bei der Unterzeichnung in Berlin.

Von links: Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin Charta der Vielfalt e.V., Joachim Schreiner, Deutschlandchef von Salesforce und Annette Widmann-Mauz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Kanzleramt bei der Unterzeichnung in Berlin.

Joachim Schreiner: Chancengleichheit gehört neben Vertrauen, Kundenerfolg und Innovation zu unseren Kernwerten, die bei uns täglich gelebt werden. In Punkto Chancengleichheit setzen wir uns ein für Respekt, Wertschätzung, gleiche Bildungschancen und gleiche Rechte für alle. Und das nicht nur, weil wir das als richtig und wichtig empfinden. Auch im eigenen Interesse, denn unser Unternehmen profitiert maßgeblich von der Vielfalt unserer Mitarbeiter. Vielfalt stärkt unsere Innovationskraft und trägt so zum Erfolg unserer Kunden bei. Ein entscheidender Faktor dabei ist Transparenz. Unsere Statistiken zu Equality werden regelmäßig aktualisiert und sind öffentlich einsehbar.

Die Charta der Vielfalt betrifft ja vor allem deutsche Unternehmen. Kann Salesforce als US-Unternehmen diese Forderungen auch global umsetzen?

Joachim sChreiner: Unsere Kernwerte und unser damit verknüpftes Engagement werden global gelebt. Von hoher Bedeutung ist für uns in dem Zusammenhang beispielsweise das Thema gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, und zwar nicht nur bezogen auf Geschlecht, sondern auch auf die Herkunft und ethnische Zugehörigkeit. Bereits 2015 haben wir die weltweiten Gehälter evaluiert und seitdem mehr als 10 Millionen US-Dollar investiert, um Gehälter anzugleichen. Inzwischen haben wir einen Standardprozess für die Gehaltsfestsetzung etabliert, damit neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom ersten Tag an gleichberechtigt behandelt werden.

Equality ist einer unserer vier Kernwerte, die unsere Firmenkultur maßgeblich prägen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich weltweit in sogenannten Equality Groups. Diese von Mitarbeitern geführten und organisierten Gruppen konzentrieren sich darauf, gesellschaftliche Themen voranzubringen und auch unterrepräsentierte Gruppen innerhalb unseres Unternehmens zu stärken. Rund die Hälfte unserer Mitarbeiter nehmen aktiv an Equality Groups teil.

 Die Charta der Vielfalt ist ja nicht das einzige Bekenntnis von Salesforce zu gesellschaftlichem Engagement. Was bieten Sie hier noch?

Joachim Schreiner: Integraler Bestandteil unserer Firmenkultur ist das 1-1-1 Modell, das bereits mit der Unternehmensgründung ins Leben gerufen wurde und ein neuartiges Konzept für soziales Engagement darstellt. Dabei nutzen unsere Mitarbeiter jeweils ein Prozent ihrer Arbeitszeit für soziales Engagement, ein Prozent unserer Produkte werden kostenfrei gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung gestellt und ein Prozent unseres Eigenkapitals wird jedes Jahr an soziale Projekte gespendet.

 Glauben Sie, dass das Thema Ethik & IT künftig wichtiger wird und wenn ja, weswegen?

Joachim Schreiner:  Unbedingt, vor allem mit Blick auf Künstliche Intelligenz, die sich rasant entwickelt. Aus den Potenzialen dieser Technologie erwächst eine enorme Verantwortung für uns. Deshalb hat Salesforce die ethische und humane Nutzung von Technologie als strategisches Unternehmensziel definiert und seit Anfang 2019 mit Paula Goldman die erste Chief Ethical and Humane Use Officer an Bord. Grundpfeiler unserer Strategie ist unsere Selbstverpflichtung in drei Bereichen:

  • Gemeinwohlorientierung: KI muss sich an den globalen Werten und Rechten, wie den universellen Menschenrechten und dem Respekt vor Diversität, orientieren sowie Gleichberechtigung und Gerechtigkeit fördern.
  • Verantwortlichkeit: Die Entwicklung und der Einsatz von KI müssen rechts- und gesetzeskonform gestaltet werden sowie den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen.
  • Nachvollziehbarkeit: KI-basierte Systeme müssen transparent und nachvollziehbar sein. Sie brauchen integrierte Mechanismen, um sie überwachen und anpassen sowie schädliche Ergebnisse von vornherein vermeiden zu können.