Schlagwort-Archiv: Gesellschaft

„Niemand steht über dem Gesetz“: Russische Internetaufsicht droht Facebook mit Blockierung

Im Jahr 2018 wird auch für Facebook die Schonfrist im Zusammenhang mit Russlands novelliertem Datenschutzgesetz enden. Dann muss auch der Social-Media-Riese die Daten seiner russischen Kunden auf russischen Servern speichern. Widrigenfalls droht Sperrung, ist auf „RT“ zu lesen. … mehr

 

„Geo“-Chef: „Ethik wird sich durch lernende Maschinen verändern“

Mensch und künstliche Intelligenz sollen eine pädagogische Beziehung zueinander aufbauen. Zumindest findet das Christoph Kucklick, Chefredakteur des Magazins „Geo“ und Soziologe. Am Samstag, den 23. September, hielt der in Berlin und Hamburg lebende Sachbuchautor im Rahmen der Globart Academy einen Vortrag zum Thema „Warum wir eine (andere) Diskussion über Algorithmen brauchen“ in Krems. Der STANDARD hat vor der Veranstaltung mit dem Digitalisierungsexperten gesprochen. .. mehr

 

 

Kann Deutschland digital?

Die digitale Transformation revolutioniert nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Gesellschaft auf bahnbrechende Weise. Welchen spezifischen Pfad Deutschland bei diesen tiefgreifenden Veränderungsprozessen einschlagen sollte, diskutierten rund 700 Wissenschaftler, Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Medien sowie Vertreter von Gewerkschaften und Verbänden auf der Konferenz „Digitale Transformation – Gibt es einen eigenen Weg für Deutschland?“ des MÜNCHNER KREIS, der Technischen Universität München, der Initiative MINT Zukunft schaffen und dem Zentrum Digitalisierung.Bayern.

In Keynotes und Paneldiskussionen erörterten sie vier zentrale Spannungsfelder: Industrielles Denken versus Smart-Service-Denken, Mitbestimmung 1.0 versus Arbeitswelt 4.0, Disruptive versus evolutionäre Innovation sowie Digitale Revolution und sozialer Zusammenhalt. Die Bundesministerin der Verteidigung, Frau Dr. Ursula von der Leyen, erklärte eingangs, dass die digitale Transformation auch innerhalb der Bundeswehr ein zentrales Thema sei, das jede Verwaltung vor immense Herausforderungen stelle.

Heute entscheidet die Soft- und nicht mehr die Hardware Schlachten, denn, so brachte es die Ministerin auf den Punkt: „Alles, was fliegt, ist Software mit Metall drum herum.“ Die eigenen Kompetenzen in der Cyber-Abwehr stärkt das Verteidigungsministerium mit massiven Investitionen u.a. in den Aufbau eines Cyberclusters an der Bundeswehrhochschule München und mithilfe eines Cyber Innovations Hub, über den der direkte Kontakt zu agilen digitalen Start-ups gesucht wird.

4.500 Angriffen auf deutsche Netze täglich steht mittlerweile bereits eine 13.500 Mann starke Cyber-Truppe gegenüber. Algorithmen sind laut von der Leyen das Bindeglied zwischen Big Data und Digitalisierung. Sie zu verstehen, ist Aufgabe der Führungskräfte. Damit die Politik im Ringen um die Informationshoheit in Zeiten von Fake News die Oberhand behält, müssen wir verstehen, was man mit Daten alles machen kann und wie diese effizient kombiniert und nutzbar gemacht werden können. Hier muss ein Wandel vom „Need to know“ zum „Need to share“ erfolgen.

„No Need“ für den Mittelstand

Dagegen sieht der deutsche Mittelstand bisher selten den „Need“ für den großen Schritt in Richtung digitaler Wandel. „Den mittelständischen Unternehmen geht es derzeit noch zu gut“, stellte Prof. Dr. Michael Dowling, Vorstandsvorsitzender des MÜNCHNER KREIS fest. „Sie sehen daher überhaupt keinen Zwang, die Digitalisierung im Unternehmen voranzutreiben.“ Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy vom Zentrum Digitalisierung.Bayern hält fest: „In Deutschland gibt es einen anderen Ausgangspunkt für die Digitalisierung, nämlich die sehr starke traditionelle Wirtschaft, die uns einen anderen Weg abverlangt als beispielsweise der amerikanischen Wirtschaft, die sehr dienstleistungsorientiert ist.“

Digitale Transformation ist Kopfsache und Teamaufgabe

„Die Digitalisierung ist keine Frage der besten Technologie, sondern einer veränderten Denkweise und einem tiefgreifenden Verständnis für die Kultur und Organisation des Unternehmens“, betonte Prof. Dr. Isabell M. Welpe, Lehrstuhl für Strategie und Organisation, TUM. Claudia Nemat, Mitglied des Vorstands Deutsche Telekom, verwies auf Albert Einstein, der gesagt hat, dass Probleme nicht mit den Mitteln gelöst werden können, mit denen sie geschaffen wurden.

In deutschen Unternehmen würden dementsprechend nur Teams die Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich meistern können, die sich aus Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten zusammensetzen. Um im Rennen um die Vorherrschaft im digitalen Bereich bestehen zu können, gilt es zu erkennen, was andere noch nicht erkannt haben, und Disruption zu wagen. Wer eigene Geschäftsmodelle nicht kritisch hinterfragt, kann leicht den Anschluss verlieren.

So geschehen bei der Deutschen Telekom, die am Auslaufmodell der altbewährten SMS festhielt und dann letztendlich vom Messenger WhatsApp abgehängt wurde. Industrielles und Smart-Service-Denken müssen zukünftig vereinbart werden, indem Unternehmen ihre Prozesse einfach halten, ein Verständnis für effizientes Datenhandling erreichen, klassische Strukturen durch agile ersetzen und Ängste vor Neuem abbauen.

Vorbild Silicon Valley

„Plattformen beherrschen die Welt“, lautete die Ausgangsthese der Keynote von Christoph Keese, Executive Vice President Axel Springer. Ob Facebook, Google, oder Airbnb, Business-to-Consumer-Plattformen verzeichnen enorme Erfolge, obwohl sie selbst gar nicht die Leistung erbringen, die sie verkaufen.

Für Deutschland sieht Keese großes Potential im Bereich von Business-to-Business-Plattformen – dem nächsten logischen Schritt in der digitalen Transformation nach der Vernetzung von Unternehmen und Kunden.

Die Industrienation Deutschland ist als Experte für Produktionsprozesse dafür prädestiniert, die „Wertschöpfungskette zu digitalisieren“. Darüber hinaus sollte die Bundesrepublik die Chance nutzen und die Vorreiterrolle in den drei wegweisenden Technologien der Zukunft einnehmen: Internet of Things, Künstliche Intelligenz und Blockchain. Dafür müssten die besten Kräfte gebündelt werden – bestes Beispiel dafür sei das 2015 ins Leben gerufene Zentrum Digitalisierung.Bayern, ergänzte der Präsident der Technischen Universität München Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann.

Dr. Frederik Pferdt, Chief Innovation Evangelist Google Inc. betonte, wie wichtig Kreativität für eine erfolgreiche digitale Transformation sei: „Technologie bringt uns in die Zukunft, aber die Kreativität der Menschen entscheidet letztlich, wie sie aussieht.“

Es sei die Aufgabe von Führungskräften, Raum für radikale Ideen zu schaffen und Mitarbeiter zu ermutigen, bestehende Prozesse infrage zu stellen. Viel öfter sollte die Frage „Was wäre, wenn…“ gestellt werden und die Antwort darauf nicht „Ja, aber…“, sondern „Ja, und…“ lauten – der Idee muss eine Chance gegeben und Weiterspinnen erlaubt sein. Denn aus „gescheiterten“ Einfällen lassen sich Lehren für die Zukunft ziehen; „Lernbereitschaft“, „Erfindergeist“ und „kreatives Selbstvertrauen“ sind die Basis einer erfolgreichen unternehmerischen Weiterentwicklung.

Mitbestimmung 1.0 reicht nicht aus für die Arbeitswelt 4.0

Mit Blick auf die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die in Deutschland erfolgreich etablierte Sozialpartnerschaft waren sich die Teilnehmer einig: Überbordende gesetzliche Regelungen erschweren zunehmend den Diskurs zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften, ein hohes Maß an Bürokratie verschreckt Unternehmen wie Arbeitnehmer.

Das Ziel muss sein, die Mitarbeiter zu „befähigen und zu berechtigen“, ihnen „Leitplanken“ und Rahmenbedingungen an die Hand zu geben. Mitbestimmung 1.0 reicht in einer Arbeitswelt 4.0 nicht aus, es ist mehr Agilität beim Mitspracherecht gefordert. All das unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in den Fertigungshallen eine andere Mitarbeiterstruktur vorherrscht als in Start-ups, IT-Unternehmen oder der Managementebene. Um einer drohenden Spaltung zwischen der digital-affinen und der analogen Belegschaft vorzubeugen, ist der Auf- und Ausbau digitaler Kompetenzen in jedem Alter eine zentrale Aufgabe für Politik und Gesellschaft.

Technische und soziale Innovationen sind Zwillinge

Zum Abschluss der Veranstaltung erklärte Dr. h.c. Thomas Sattelberger, Initiative MINT Zukunft schaffen: „Wenn wir die digitale Transformation nicht packen, wird die Debatte über den sozialen Zusammenhalt zur Luxusdebatte.“

Digitale Transformation, Demographie und Bildung als zentrale Themen der nächsten Dekade könne man nur mit einer „Digitalen Sozialen Marktwirtschaft“ begegnen. Hierbei könne Europa eine Vorreiterrolle einnehmen, erklärte Prof. Dr. Stephan Jansen von der Karlshochschule, da die Europäer Vielfalt gewohnt und in der Suche nach sozialen Innovationslösungen besonders geschult seien.

Über den MÜNCHNER KREIS

Der MÜNCHNER KREIS möchte die digitalisierte Wissens- und Informationsgesellschaft durch seine Arbeit aktiv mitgestalten. Als gemeinnützige, internationale Vereinigung an der Nahtstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft bietet der MÜNCHNER KREIS eine unabhängige Plattform, die gleichermaßen Hersteller, Dienstleister und alle Anwenderbranchen wie Automotive, Energie etc. anspricht. Mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten setzt er sich konstruktiv mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung auseinander, um Orientierung in der digitalen Transformation zu geben.

Haushaltsroboter erobern das Eigenheim: 42 Prozent können sich vorstellen, einen Roboter im Haushalt einzusetzen

Nie wieder Staubsaugen, Fensterputzen oder Rasenmähen – jeder Zweite steht Haushaltsrobotern offen gegenüber und würde bestimmte Aufgaben rund um Haus und Garten abgeben. Bei 15 Prozent der Bundesbürger haben die autonomen Geräte bereits den Sprung in die eigenen vier Wände geschafft.

42 Prozent können sich für die Zukunft vorstellen, einen Roboter zu nutzen. 16 Prozent beobachten die Entwicklung noch und sehen die Helfer vorerst nicht im Eigenheim und 26 Prozent geben an, die Technologie privat nicht nutzen zu wollen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.007 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Roboter zu immer günstigeren Preisen

„Aktuell kommen immer mehr Roboter zu immer günstigeren Preisen auf den Markt, die uns zuhause bei alltäglichen Aufgaben unterstützen oder sie sogar komplett übernehmen können“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die Verbraucher können von diesem technologischen Fortschritt profitieren und sich den Alltag erleichtern lassen.“

In vielen Fällen würde so auch etwas für den Umwelt- und Ressourcenschutz getan. So können Rasenmähroboter auch auf großen Flächen mit Ökostrom statt Benzin betrieben werden, oft sind die Geräte sehr viel kleiner und verbrauchen weniger Ressourcen bei der Herstellung. Rohleder: „Vor mehr als 50 Jahren zogen Wasch- und Spülmaschinen in die Wohnungen ein. Jetzt beginnt die große zweite Welle der Automatisierung im Haushalt.“

 Jeder Zweite will die Sicherheit in seinen eigenen vier Wänden mit Hilfe von Robotern erhöhen

Acht von zehn der Befragten, die Interesse an Robotern haben, wollen ihn primär als Haushaltshilfe etwa zum Staubsaugen oder Wischen einsetzen (82 Prozent), aber auch Unterstützung bei der Gartenarbeit ist gefragt (41 Prozent). Jeder Zweite will die Sicherheit in seinen eigenen vier Wänden mit Hilfe von Robotern erhöhen und würde ihm die Überwachung seines Zuhauses anvertrauen (49 Prozent). Nur wenige können sich die technischen Helfer hingegen zum Lernen oder zur Nachhilfe (15 Prozent) sowie in der Pflege von alten oder kranken Angehörigen im Haushalt (14 Prozent) vorstellen.

Zwei Drittel der Interessenten geben an, sich einen Roboter möglichst kaufen zu wollen (66 Prozent). Für 29 Prozent wäre das Mieten die bevorzugte Option. „Die Gerätepreise sinken und machen Haushaltsroboter jetzt für die breite Bevölkerung erschwinglich“, so Rohleder. Kaufen wird damit für immer mehr Menschen zu einer Option, aber knapp jeder Dritte will die Technologie erst einmal testen.

Von den Befragten, die kein Interesse an den smarten Haushaltshilfen haben, wollen 37 Prozent grundsätzlich nicht, dass ein Roboter ihre Arbeit übernimmt. Ein Drittel gibt an, keinen Mehrwert in der Technologie zu erkennen und diese nicht zu brauchen (33 Prozent). Jeder Vierte hält die Roboter noch nicht für ausgereift genug (26 Prozent) und jeder Fünfte weiß nicht, wie er mit der Entwicklung umgehen soll (20 Prozent). 17 Prozent fehlt das Vertrauen in die Technik und 14 Prozent geben an, sich noch nicht ausreichend mit der Thematik auseinandergesetzt zu haben.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.007 Personen ab 14 Jahren befragt. Die Fragestellungen lauteten: „Aktuell kommen immer mehr Roboter auf den Markt, die Menschen bei den täglichen Arbeiten im Haushalt unterstützen oder sogar Aufgaben komplett übernehmen können, z.B. das Staubsaugen oder Rasenmähen. Können Sie sich vorstellen, so einen Roboter zu nutzen?“, „Für welche der folgenden Aufgaben können Sie sich vorstellen, einen solchen Roboter zu nutzen?“, „Würden Sie einen solchen Roboter lieber kaufen oder lieber mieten?“ sowie „Aus welchen Gründen können sie sich nicht vorstellen, einen solchen Roboter zu nutzen?“.

Buchtipp: CSR und Digitalisierung

CSR_DigitalisierungDieses Buch ist ein Kaleidoskop unserer Gesellschaft und Zeit. Es beschäftigt sich mit Herausforderungen, Chancen und Risiken der größten Transformation der Geschichte: der Digitalisierung. Vorgestellt werden bahnbrechende neue Methoden zur nachhaltigen Steuerung der digitalen Transformation, neue Denkstile sowie neue Formen interdisziplinärer Zusammenarbeit – etwa mit Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaftlern, Ökonomen, Informatikern, Psychologen, Philosophen und Vertretern der Kreativwirtschaft. Sie zeigen, dass Digitalisierung weder gefürchtet noch verehrt werden muss, denn es geht vor allem darum, ihre Rolle zu verstehen, um sie nachhaltig zu gestalten.

Das Buch erläutert die wichtigsten Begriffe zur Digitalisierung anhand konkreter Praxisbeispiele

▶ Nachweis, dass die digitale Kompetenz künftig eine Schlüsselqualifikation für Arbeit und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben sein wird

▶ Benennt gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen, die in Deutschland benötigt werden, um die dringend notwendige Digitalreife zu erlangen

▶ Gibt Unternehmen, Verbrauchern, Wissenschaftlern und Politik eine fundierte Orientierung bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen der digitalen Gesellschaft

Co-Autoren dieses Buches sind unter anderem Wolfgang Schäuble, Fredmund Malik, Timotheus Höttges, Henning Kagermannm, Viola Klein, Bert Rürup, Julia Klöckner, Christian Seifert, Tim Leberecht, Dieter Gorny, Christoph Keese, Valerie Niehaus und Dunja Koelwel, Mitbegründerin von xethix.

Die Herausgeber Dr. Alexandra Hildebrandt ist Publizistin, Bloggerin und Nachhaltigkeitsexpertin. Sie leitete die Gesellschaftspolitik bei Arcandor und war beim Deutschen Fußball-Bund Mitglied in der DFB-Kommission Nachhaltigkeit. Werner Landhäußer ist geschäftsführender Gesellschafter der Mader GmbH & Co. KG mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen.

Zum Buch:

  1. Aufl. 2017, Etwa 600 S.Druckausgabe, Softcover, Ladenpreis49,99 € (D)

Erhältlich bei in der Buchhandlung oder via ▶ springer.com/shop

 

Generation Zukunftsangst – GetYourWings unterstützt Orientierungssuchende bei ihrem Weg in die Zukunft

Getyourwings Die Generation Z wird zur Generation Zukunftsangst. Nicht nur die Wahlergebnisse vom 24. September 2017 haben gezeigt, dass bei den Themen Digitalisierung und Bildung große Verunsicherung herrscht. Nach einer aktuellen Studie schätzen 41 Prozent der jungen Erwachsenen, dass die Digitalisierung ihre Jobmöglichkeiten wegrationalisiert. Damit liegen die deutschen Jugendlichen in ihrer pessimistischen Einschätzung weit hinter dem globalen Durchschnitt der Befragten, der die Situation etwas positiver sieht. Hinzukommt die Orientierungslosigkeit nach dem Schulabschluss.

 Schulabschluss – Was dann?

Nach dem Abschluss stellt sich für die meisten Absolventen die Frage, wohin sie ihr zukünftiger Weg führen soll. Viele versinken in der Fülle der Möglichkeiten, die die Digitalisierung und die globalisierte Welt mit sich gebracht haben.

Studien belegen, dass nur wenige der Schulabsolventen eine konkrete Vorstellung von der eigenen beruflichen Zukunft hat. Anabel Ternès, Gründerin der gemeinnützigen Organisation GetYourWings: „Nur ein Drittel aller Schul- und Studienabsolventen hat laut Studien eine konkrete Vorstellung von der eigenen beruflichen Zukunft. Was man werden möchte, wo Stärken und Schwächen liegen, ist vielen zu diesem Zeitpunkt noch unklar.“ Hier setzt das Förder- und Beratungsprogramm von GetYourWings an.

Mit GetYourWings ohne Angst in die Berufswelt starten

Speziell in Übergangszeiten, besonders um den Schul-, Ausbildungs- oder Studienabschluss herum, fehlt es an gezielter individualisierter und auf die digitale Zukunft orientierter Förderung in den Bereichen Berufsorientierung und -vorbereitung. Vor allem im Bereich E-Coaching gibt es wenig Angebote, mit denen man sich ortsunabhängig auf seine Zukunft vorbereiten kann. Junge Menschen erhalten durch die GetYourWings-Beratungen und Coachings gezielte Unterstützung für ihre Berufsfindung.

Alleine die Beschäftigung mit dem Thema ‚Berufsfindung‘ über einen Zeitraum von 4 Wochen zeigt bei den Teilnehmern der GetYourWings Berufsberatungsformate eine signifikante Steigerung des Selbstwertgefühls, senkt Zukunftsängste und motiviert zu einer gezielten Zukunftsplanung.

Aufklärung und Unterstützung sind dabei das Stichwort. Je eher die Generation Z bewusst und individuell an die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Welt herangeführt wird, desto weniger Pessimismus und Orientierungslosigkeit setzen sich bei den Millenials durch. Damit sinkt auch die Rate an Studien- oder Jobabbrüchen.

Über GetYourWings

GetYourWings (www.getyourwings.de) ist eine gemeinnützige Organisation, die über Beratungen und Workshops digitale Kompetenz, Ausbildungs- und Berufsorientierung vermittelt. Immer mehr junge Menschen wissen nicht, welchen Beruf sie erlernen wollen, welche Talente und Fähigkeiten sie haben und wie sie ihre Zukunft gestalten können. Sie leiden zunehmend unter Ängsten und Stress. Die Digitalisierung verändert Gesellschaft und Wirtschaft, unsere Arbeitsweise und unseren Lebensstil. Hier setzt GetYourWings mit verschiedenen Lern- und Beratungsformaten an. Junge Menschen finden durch Videos, Workshops, Beratungen und Coachings Inspiration für ihre Zukunft. Darüber hinaus werden einige Programme in regelmäßigen Abständen auch als Stipendien angeboten. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin wurde 2016 durch Anabel Ternès gegründet.

Trend Micro und Europol arbeiten zum Schutz von Geldautomaten vor Schadsoftware zusammen

Trend Micro und das European Cybercrime Centre (EC3) bei Europol haben einen umfassenden Bericht zu Schadsoftware (Malware) für Geldautomaten veröffentlicht. Der Report „Cashing in on ATM Malware” geht sowohl auf Malware-Angriffe ein, die physischen Zugang zum Gerät erfordern, als auch auf solche, die über ein Netzwerk erfolgen. Zudem beschreibt er, wo diese Malware entwickelt wird.

Malware für Geldautomaten

Malware für Geldautomaten hat sich weiterentwickelt. Während früher noch physischer Zugang nötig war, um ein Gerät zu infizieren, genügt es heute oftmals, über das Netzwerk der jeweiligen Banken anzugreifen.

Der Bericht beschreibt detailliert aktuelle Angriffe, bei denen trotz Netzwerksegmentierung über Netzwerke von Banken Geld und Kreditkartendaten aus Geldautomaten gestohlen wurden. Diese Angriffe verursachen nicht nur den Verlust von personenbezogenen Daten und großen Geldmengen. Sie stellen vielmehr auch einen Verstoß gegen PCI-Vorgaben (Payment Card Industry Data Security Standard) dar.

„Der gemeinsame Bericht von Europols EC3 und Trend Micro wurde in Zusammenarbeit von freier Wirtschaft und Sicherheitsbehörden erstellt. Aus dem Bericht geht hervor, dass hier sehr fortschrittliche Malware zum Einsatz kommt und das Ausmaß der Angriffe verhältnismäßig zugenommen hat. Obwohl freie Wirtschaft und Sicherheitsbehörden immer enger zusammenarbeiten, floriert das organisierte Verbrechen weiterhin, da hier große Geldsummen im Spiel sind. Der Bericht bewertet die Zunahme der Bedrohungen. Ich hoffe, dass er als Vorbild für zukünftige Kooperationen von freier Wirtschaft und Sicherheitsbehörden dienen kann“, sagt Steven Wilson, Abteilungsleiter der EC3.

„Organisationen benötigen verstärkte Ressourcen, um sich gegen aktuelle Cyber-Bedrohungen zu schützen und rechtliche Vorgaben einhalten zu können. Doch diese stehen auch im Finanzsektor nicht immer zur Verfügung“, sagt Max Cheng, Chief Information Officer bei Trend Micro. „Indem sie zusammenarbeiten, können Unternehmen und Behörden im globalen Kampf gegen Cyber-Angriffe noch wirkungsvoller agieren und gleichzeitig Organisationen unterstützen, denen die nötigen Ressourcen fehlen. Dieser Bericht ist ein weiteres Beispiel dafür, dass sich Trend Micro verpflichtet sieht, Strafverfolgungsbehörden und Unternehmen dabei zu unterstützen, zukünftige Angriffe abzuwehren und den Einzelnen zu schützen.“

Zusätzlich zur öffentlichen Version des Berichts, stellt Trend Micro Strafverfolgungsbehörden, Geldinstituten und der IT-Sicherheitsbranche eine vertrauliche Version zur Verfügung. Diese beinhaltet detailliertere Informationen, wie Unternehmen und Behörden Geldautomaten und Netzwerke noch wirkungsvoller schützen und somit zukünftige Angriffe verhindern können.

So können Hacker Sprachsteuerungen unhörbar manipulieren

Forscher der Universität Princeton haben einen Weg gefunden, die Sprachsteuerung digitaler Assistenten zu kapern. Ein solcher Hacker-Angriff über das Mikrofon wäre für Menschen entweder unhörbar oder nur als zufälliges Geplapper wahrnehmbar, berichtet „Wired“. …mehr

 

 

Künstliche Intelligenz : Die Zukunft wird schlauer

Autor Alexander Armbruster  schreibt in der „FAZ“:  Künstliche Intelligenz ist heute schon ein Riesenthema. In Zukunft trägt sie dazu bei, dass jeder für wenig Geld studieren kann, die medizinische Versorgung exzellent wird – und irgendwann Mensch und Computer verschmelzen. …mehr

 

Buchtipp: Das Recht, kein Cyborg zu sein

Technik und Mensch0_Der Bundestagswahlkampf geht in seine entscheidende Phase, doch die großen Zukunftsthemen werden kaum verhandelt. Der Punkt Digitalisierung taucht in Debatten nur selten auf, und wenn, dann nur als Schlagwort, mit dem sich Politiker profilieren wollen. Umso erfrischender ist es, dass die Publizistik sich der Frage annimmt. Der Zukunftsforscher Gerd Leonhard hat ein sehr kluges Buch („Technology vs. Humanity: Unsere Zukunft zwischen Mensch und Maschine“), geschrieben, das kürzlich auf Deutsch erschienen ist, berichtet „Spektrum“. …mehr…

 

 

 

 

Game over! Cyberkriminelle drängen in den Spiele-Markt

PC- und Online-Games boomen seit Jahren. Cyberkriminellen ist der immens profitable Markt nicht entgangen und sie greifen auch die offiziellen App-Stores an. Sophos hat die wichtigsten Tipps für Gamer zusammengefasst.

105 Milliarden Dollar wird die Gaming-Industrie dieses Jahr laut dem Marktforschungsunternehmen SuperData einnehmen. Dachte man irrtümlich, der Gaming-Sektor sei eine Randgruppen-Industrie, so machen die Zahlen eines deutlich: Videospiele gehören global zu einem der wichtigsten Märkte. Der Umsatz ist höher als in jedem anderen Entertainment-Segment, wie zum Beispiel Kino oder Musik. Dieser immens große Markt hat mittlerweile auch das Interesse Cyberkrimineller geweckt.

 Wie sich Videospiele weiterentwickelt haben

Anders als bei den ersten Videospielen werden die heutigen Games in einer Online-Umgebung entwickelt. Das zeigt sich auch an der Tatsache, dass fast die Hälfte aller Einnahmen aus dem Bereich Mobile Games kommen. „Pokemon Go”, „Clash Royale” oder „Super Mario Run” machen es möglich. Im Vergleich zu Konsolen und Computern nutzen immer mehr User dabei die Möglichkeit, in virtuellen Stores anstatt in richtigen Läden zu shoppen.

Steam ist so ein Beispiel: auf der Internet-Vertriebsplattform für PC-Spiele, Software und Filme braucht der Gamer den Online-Game-Modus gar nicht verlassen, um einzukaufen oder mit anderen Usern weltweit zu interagieren.

 Exponentielles, weltweites Wachstum und Entwicklung von Online-Umgebungen

Die Kombination dieser beiden Faktoren – exponentielles, weltweites Wachstum und Entwicklung von Online-Umgebungen – macht Video Games zu einem beliebten Ziel für Cyberkriminelle. Gamer sind mehr und mehr den unterschiedlichsten Gefahren ausgesetzt. Und zwar nicht nur Profizocker, sondern auch jeder Gelegenheitsspieler, der sich im Wartezimmer oder auf Reisen mit seinen Casual Games ablenkt.

Größte Risiken: Phishing und Raubkopien

Die größten Risiken besonders im Bereich Mobile Games beziehen sich auf eingeschleuste Malware in den offiziellen Stores von Google und Apple. Auch wenn beide Unternehmen sich sehr bemühen, ihre Shops sauber zu halten, tauchen immer wieder schwarze Schafe auf. Das Risiko, Malware-Opfer zu werden, erhöht sich noch einmal um ein Vielfaches, wenn die Apps auf anderen, nicht offiziellen Plattformen heruntergeladen werden.

Gamer, die auf Computern spielen, sind mit Phishing und illegalen Downloads anderen Risiken ausgesetzt. Der Diebstahl persönlicher Daten kann beim Spiel-Login oder auf der Gaming-Plattform passieren. Die Phishingattacken bestehen oft aus Emails, die einen Link enthalten, der zu einer Seite führte, die sich als die offizielle Serviceseite eines Games ausgibt. Dort wird dann versucht, die Login-Zugangsdaten zu stehlen.

Doch warum sind Cyberkriminelle an Spiel-Daten interessiert?

In zahlreichen Spielen kann man seine Position mit virtuellen Währungen verbessern, „Diamanten“, „Gold“, etc. Diese lassen sich für ein paar Euros kaufen. Phishing-Attacken und Spyware versuchen, den Account der Spieler zu hacken und das „Konto“ zu plündern. In punkto illegale Downloads wird die Schnäppchenjagd der Gamer ausgenutzt. Raubkopien, massenhaft im Internet angeboten, sind verlockend. Viele Webseiten aber transportieren mit ihren Exe-Dateien Trojaner oder andere Malware, die den PC infizieren. Typisch sind auch „Keylogger“, also Programme, die alles „aufnehmen“, was wir mit der Tatstatur tippen, inklusive Username und Passwort.

Bevor es „Game over“ heißt, hat Sophos 5 Tipps für Gamer parat

  • Downloads und Abos nur von den offiziellen Shops von Google und Apple. Aber die Vergangenheit zeigt auch hier: wachsam sein. Ein guter Maßstab zur Überprüfung ist immer die Reputation der App und die der Entwickler.
  • Antivirus-Software nutzen, die die Installation von schadhaften Programmen blockiert, wie zum Beispiel die kostenlosen Programme Sophos Mobile Security oder Sophos Home..
  •  Kein Download raubkopierter Spiele. Weder auf Handy, noch auf Tablet oder PC.
  •  Vorsicht vor „Angeboten“ zweifelhaften Ursprungs per Email oder aus sozialen Netzwerken. Rückversichern beim Betreiber oder Entwickler des Spiels, ob es wirklich gerade eine Aktion gibt. Manche Phishing-Links (s.o.) sehen der Originalseite täuschend ähnlich.
  •  Oldie, but Goldie: Ein gutes Passwort wählen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Tipps, von Großkleinschreibung, über Sonderzeichen, Zahlen, Akronyme etc. Die Versuchung liegt nahe, das einmal gewählte sichere Passwort für verschiedene Accounts zu nutzen. Aber: wird ein Account gehackt, sind möglicherweise andere Zugänge ebenfalls in Gefahr. Besser: für jeden neuen Account ein eigens Passwort setzen. Passwort-Manager verwalten die Kombinationen. Man muss nicht alles im Kopf haben.

Autor: Sophos ist Anbieter von Endpoint- und Network-Security-Lösungen der nächsten Generation. Als Pionier der Synchronized Security entwickelt Sophos sein Portfolio an Endpoint-, Netzwerk-, Verschlüsselungs-, Web-, E-Mail- und mobilen Security-Lösungen, die miteinander kommunizieren. Mehr als 100 Millionen Anwender in 150 Ländern verlassen sich auf Lösungen von Sophos mit hervorragendem Schutz vor anspruchsvollen Bedrohungen und Datenverlust.

Digitale Risiken der Bundestagswahl

Die Bundestagswahlen befinden sich im Endspurt. Bislang scheinen die befürchteten Hackerangriffe auf Parteien, Behörden oder Politiker im Vorfeld der Wahlen ausgeblieben zu sein. Zudem macht der Verzicht auf E-Voting und elektronische Wahlsysteme eine Manipulation des Wahlvorgangs selbst unwahrscheinlich. Grundsätzlich gilt jedoch: Es gibt viele Wege, um Wahlen zu beeinflussen.

Ein Rückblick von Digital Shadows auf Hackerangriffe vergangener Wahlen wie in den USA, in den Niederlanden und in Frankreich zeigt, welche Art der Manipulation Cyberkriminelle am häufigsten einsetzen:

Datendiebstahl und Daten Leaks 

Parteien und Regierungsbehörden sind ein beliebtes Ziel von Angreifern, um interne Informationen zu stehlen, die dann zu gegebener Zeit an die Öffentlichkeit weitergeleitet werden. Je brisanter die Daten, desto größer der Schaden für die Kandidaten und der Vertrauensverlust in die Politik.

Zugriff auf die Daten erhalten die Cyberkriminellen unter anderem über Phishing und Social Engineering, Eindringen in IT-Netzwerke und Data Exfiltration, unbeabsichtigte Enthüllungen auf öffentlichen Datenbanken oder auch mit Hilfe partei- und regierungsinterner Insider.

Die „Hack & Leak“ Taktik hat sich in der Vergangenheit für Hacker bereits bewährt. Bekanntestes Beispiel sind die russischen Hackergruppierungen APT28 und APT29 (Cozy Bear and Fancy Bear). Sie gelten als mutmaßliche Köpfe hinter einer ganzen Reihe an Hackerangriffen – von der NATO, über die demokratische Partei der USA, bis zur Welt-Anti-Doping-Agentur. Bei einer Cyberattacke auf den Deutschen Bundestag 2015 verschafften sich die Hacker Zugriff auf die Rechner von 14 Abgeordneten und erbeuteten 16 Gigabyte an Daten.

Fake News

Um die öffentliche Meinung zu manipulieren und Diskussionen über brisante Themen aufzuheizen kommen neben geleakten Daten auch Fake News mit ins Spiel. Die fiktiven Meldungen nutzen die Kommunikationslogik der sozialen Netzwerke und werden vor allem von Online-Nachrichtendiensten aufgegriffen.

Während der Präsidentschaftswahlen in Frankreich wurde Emmanuel Macron Opfer mehrerer solcher Kampagnen. Eine Seite, die sich als belgische Zeitung Le Soir ausgab, veröffentlichte zum Beispiel einen Bericht über die mutmaßliche Wahlkampfunterstützung Macrons durch Saudia Arabien (siehe Bild unten). Die gefälschte Nachricht nannte als angebliche Quelle die Nachrichtenagentur Agence France-Presse und erschien unter dem Domainnamen lesoir[.]info – eine Abwandlung der legitimen Seite lesoir[.]be.

Hacktivismus

Hacktivisten verstehen Angriffe auf Staaten als Protestmittel – um ihre eigenen Interessen durchzusetzen oder politische, ideologische oder umweltpolitische Themen zu propagieren. In der Regel werden dazu Distributed-Denial-of-Service-(DDoS) Attacken, die Verunstaltung von Webseiten (Website Defacement) und öffentliche Datenleaks über SQL-Einschleusung genutzt. Kampagnen laufen verstärkt auch über Social Media-Kanäle ab, zum Beispiel in „Tweet Storms“, bei denen eine Flut an Tweets von mehreren Accounts abgesetzt werden, um Themen in Umlauf zu bringen und die Accounts von Personen oder Behörden zu überschwemmen.

„Staatlich gesteuerte Cyberattacken, die sich explizit gegen einen anderen Staat wenden, liegen im Trend. Das zeigt sich seit 2016 deutlich“, so Rick Holland, VP Strategy at Digital Shadows. „Neben Angriffen auf Wählerdatenbanken, Behörden und Parteien sowie Datenleaks zählen dazu auch gezielte DDoS-Attacken. Je stärker die Digitalisierung und Vernetzung innerhalb von Staaten, desto größer die Angriffsfläche. Das schließt auch Medien- und Rundfunkanstalten als sogenannten vierte Macht mit ein.“

Einem Bericht vom Juli 2017 zufolge registriert der Verfassungsschutz vermehrt systematische Hackerangriffe auf die deutsche Politik und Verwaltung – darunter auch das Kanzleramt. Die Opfer solcher Attacken sollten demnach damit rechnen, dass brisante oder sensible Daten im Vorfeld veröffentlicht werden. Im August gaben die deutschen Sicherheitsbehörden dann leise Entwarnung. Öffentlichkeit und Medien seien inzwischen sensibler gegenüber Manipulationsversuchen. Entsprechende Verleumdungskampagnen würden daher das genaue Gegenteil von dem erreichen, was Angreifer beabsichtigen.

Noch bleibt abzuwarten, ob und wie die Bundestagswahlen von Cyberangriffen betroffen sein werden. Klar ist jedoch, dass die Cyberbedrohungen für Staaten zunehmen. Politischen Behörden aber auch Unternehmen, die in enger Beziehung zu staatlichen Organisationen stehen, sollten sich dieser digitalen Risiken bewusst sein und frühzeitig entsprechende Sicherheitsstrategien etablieren.

Angela Merkel gewinnt das Google-Duell, Martin Schulz ist Sieger nach Twitter-Followern

Ginge es nach den Suchergebnissen auf Google, würde Angela Merkel Bundeskanzlerin bleiben. Die CDU-Frontfrau ist in den Suchergebnissen mit Abstand am präsentesten – vor Linken-Chef Dietmar Bartsch und Cem Özdemir von den Grünen (Basis: Anzahl der Suchergebnisse, die selbst beeinflussbar sind wie eigene Domain, Facebook, Landingpage der Partei).

Die Bremer Performance-Agentur 42DIGITAL hat die aktuellen Google-Ergebnisse analysiert, wenn Politikinteressierte die Namen der Volksvertreter googlen. Das Whitepaper „10 Spitzenkandidaten – 10 Positionen“ zeigt, wie aktiv und wie erfolgreich unsere deutschen Spitzenpolitiker im Netz und Social Web unterwegs sind und welchen Beitrag die Webseiten der Parteien oder Google Schlagzeilen liefern.

Angela Merkel schafft es dabei mit ihrer Namens-Domain, Facebook, Instagram und der Webseite bundeskanzlerin.de in den Top-10 der Google Suche zu ranken. Ihre beiden Konkurrenten Bartsch und Özdemir positionieren sich ebenfalls mit ihrer Namens-Domain sowie dem Facebook-Account in den Suchergebnissen. Außerdem sind sie mit ihrem Twitter-Account sowie der jeweiligen Parteien-Webseite vertreten.

Während die Bundeskanzlerin bekanntlich über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert twittern lässt, punktet beim Kurznachrichtendienst ihr Herausforderer Martin Schulz. Der SPD-Kanzlerkandidat führt das politische Feld mit 479.000 Followern souverän an.

Besonders gesucht ist nach den beiden Spitzenkandidaten die Frontfrau der Linken Sahra Wagenknecht:

Keyword Mtl. Suchvolumen
Angela Merkel 201.000
Martin Schulz 165.000
Sahra Wagenknecht 110.000
Alice Weidel 60.500
Christian Lindner 40.500
Cem Özdemir 33.100
Katrin Göring Eckardt 22.200
Alexander Gauland 14.800
Dietmar Bartsch 9.900
Joachim Herrmann 5.400

Monatliche Suchanfragen zu den Namen der Politiker bei Google (Quelle: Adwords Keyword Planner)

Deutliches Schlusslicht der gesamten Analyse ist Alexander Gauland. Ohne eigene Webseite oder Social-Media Accounts ist er in den Top 10 von Google nicht mit eigenen Inhalten auffindbar. Lediglich afd.de sowie afd-fraktion-brandenburg.de sind zu seinem Namen in den Top-10 vertreten, deren Inhalte aber nicht in seiner eigenen Verantwortung liegen. Interessant: Angela Merkel und Christian Lindner haben keine eigene Landingpage auf der Domain ihrer Partei.

„Allgemein lässt sich feststellen, dass die Top 10 der Suchergebnisse zu jedem der Spitzenkandidaten sehr gut durchmischt und ständig in Bewegung sind“, so Kay Freimund, Senior SEO Consultant 42DIGITAL. „Durchschnittlich schafft es jeder Politiker etwa 3 der ersten 10 Suchergebnisse mit eigenen Inhalten abzudecken. Am häufigsten vertreten sind hierbei die eigene Webseite, Facebook sowie Twitter.“

Das Whitepaper ist über http://www.42digital.de/wp-content/uploads/2017/09/42DIGITAL_Whitepaper-Bundestagswahl.pdf ab sofort abrufbar.

Verband der Internetwirtschaft fordert: Netzpolitik muss zentraler Bestandteil der kommenden Legislaturperiode werden

„Mehr Mut zur Digitalisierung und ambitioniertere Ziele in der Netzpolitik“ forderte kürzlich im Rahmen des Netzpolitischen Forums des eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. Oliver Süme, eco Vorstand Politik & Recht, in Anwesenheit von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, Bundes CIO Klaus Vitt, FDP-Bundesvorsitzendem Christian Lindner sowie Netzpolitikern der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien, von einer zukünftigen Bundesregierung.

 Die digitale Transformation der Wirtschaft ist die zentrale Herausforderung für den Wirtschaftsstandort Deutschland

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries versicherte: „Die digitale Transformation der Wirtschaft ist die zentrale Herausforderung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir haben viel erreicht in den letzten vier Jahren und die Prozesse beispielsweise mit dem Weißbuch Digitale Plattformen und unserer Digitalen Strategie 2025 deutlich vorangetrieben. Für eine umfassende Digitalisierung bleibt aber auch weiterhin viel zu tun. Das beginnt vor allem beim Breitbandausbau, den das Verkehrsministerium schneller vorantreiben muss. Und natürlich müssen wir auch im europäischen Kontext vorankommen, wenn es um das Ziel eines einheitlichen digitalen Binnenmarktes geht.“

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Digitalen Agenda 2014-2017 in den letzten drei Jahren in allen netzpolitischen Handlungsfeldern erkennbare Fortschritte erzielt, gleichzeitig gibt es aber weiterhin in vielen Bereichen noch Handlungsbedarf. Vor allem müssen die netzpolitischen Ziele der kommenden Legislaturperiode aus Sicht der Internetwirtschaft deutlich ambitionierter formuliert werden als dies aktuell in den Wahlprogrammen der Bundestagsparteien der Fall ist.

 Netzpolitiker aller Parteien gefordert

„Ich möchte daher besonders die Netzpolitiker aller Parteien ermutigen, sich weiter engagiert und differenziert des Themas Digitalisierung anzunehmen und sich für ausgewogene gesetzliche Regelungen und Regulierungsrahmen einzusetzen, die das Internet zu einem sicheren Raum für alle Nutzer machen, ohne die zahlreichen technologischen und wirtschaftlichen Chancen, die die Digitalisierung mit sich bringt zu gefährden“, so Süme. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, um neue Etappenziele für die zweite Halbzeit der Digitalisierung für Deutschland zu formulieren.

Den größten und dringendsten politischen Handlungsbedarf sieht Süme in der kommenden Legislaturperiode beim Thema Breitbandausbau und Aufbau einer gigabitfähigen Infrastruktur, in der Entwicklung eines echten europäischen digitalen Binnenmarktes, in den Bereichen digitale Aus- und Weiterbildung als Garant für mündige Nutzer in einer smarten Welt sowie für eine neue Generation zukünftiger IT-Fachkräfte.

 Der Netzpolitische Parteiencheck zur Bundestagswahl: Parteien bleiben zu unkonkret

Der Verband präsentierte zum Netzpolitischen Forum auch die Ergebnisse seines Netzpolitischen Parteienchecks, der auf der Grundlage von vier Veranstaltungen mit Netzpolitikern der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien zwischen März und Juni 2017 sowie einer Analyse der offiziellen Wahlprogrammen dieser Parteien erstellt wurde.

Einen visuellen Überblick und detaillierte Erläuterungen, welche netzpolitischen Themen die vier Parteien in ihren Wahlprogrammen abbilden, wo Schwerpunkte liegen und wie sich die Parteipositionen zu den Forderungen der Internetwirtschaft verhalten finden Sie hier.

Demnach haben zwar alle Parteien den Wert und die Wichtigkeit des Infrastruktur- und Netzausbaus erkannt, nennen aber kaum konkrete Pläne, wie dieser vorangetrieben bzw. finanziert werden soll. Die beiden Volksparteien CDU/CSU und SPD legen sich hier immerhin auf das Umsetzungsziel 2025 fest.

Die Grünen schlagen als Finanzierungsmaßnahme den Verkauf der Telekom-Aktien des Bundes vor. Bei der institutionellen Bündelung der Netzpolitik in einem Ministerium sind die Parteien sehr zurückhaltend. Sie sehen die bestehenden Strukturen als ausreichend an. Lediglich die Union möchte in der nächsten Legislaturperiode einen Staatsminister für Digitalpolitik einsetzen.

Handlungsbedarf sehen alle Parteien hingegen beim Thema Digitalisierung der Verwaltung mit Einlassungen zu Open Data und e-Government. Außerdem wollen sich alle untersuchten Parteien für eine bessere Förderung von Startups im IT-Bereich einsetzen.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Sicherheit von IT-Produkten: Fast alle Parteien wollen hier aktiv werden. Eine klare Position beziehen sowohl SPD als auch Grüne zum Thema Umgang mit illegalen Internetinhalten. Beide Parteien planen hier, die Betreiber von Internetplattformen noch stärker als bisher in die Pflicht zu nehmen. Die Linke spricht sich hingegen deutlich gegen den Aufbau jeglicher Sperr- und Überwachungsinfrastruktur aus.

Umstrittene in dieser Legislaturperiode erarbeitete Gesetze wie beispielsweise die Vorratsdatenspeicherung werden zumindest von den großen Volksparteien nicht kritisiert. Zentrale Leitfragen wie der Umgang mit der Medienkonvergenz oder die Modernisierung des Urheberrechts und in diesem Zusammenhang auch das Thema Leistungsschutzrecht scheinen bedauerlicherweise überhaupt nicht im Fokus der Parteien zu stehen und finden nur am Rande Erwähnung in den Wahlprogrammen.

Hier kommt Machiavell! Anregungen, sich im Business einmal so richtig machtvoll aufzuführen

IMachiavellmmer einen Konsens finden zu wollen, zu allen zuvorkommend, nett und reizend zu sein, Konflikte friedvoll beilegen zu wollen und vor allem ständig darauf zu achten, dass sich alle anderen im beruflichen Umfeld wohlfühlen? Kennen Sie das? Denken Sie so? oder noch schlimmer, agieren Sie so? Sind sie am Ende ein Machtverweigerer?

Mit einem derartigen Verhaltensmuster werden Sie von Kollegen vermutlich wertgeschätzt und liebgehabt. Das streichelt die Seele. Und das weiche Herz freut sich. Aber, kommen Sie mit einer solchen Grundhaltung in Ihrem Unternehmen, Ihrem Leben wirklich weiter? Erklimmen Sie damit die Karrieregipfel, die Sie sich vorgestellt haben? Eher nicht.

Einige machtlustigere Kollegen werden Sie mit breiten Ellenbogen beiseite schupsen, sie auf der Karriereleiter gnadenlos überholen oder sie sogar brutal von selbiger stoßen. Wollen Sie das wirklich? Nein? Wie wäre es dann mit einem abrupten Rollenwechsel? Streifen Sie die Haut des ängstlichen Machtverweigerers ab und schlüpfen Sie resolut in das schillernde Kostüm eines machtvollen Machiavelli. Vielleicht ist in dieser Rolle ja alles anders und das (berufliche) Leben präsentiert sich spannender, rascher, einfacher und erfolgreicher? Vielleicht.

Ergreifen Sie die Macht!

Stellen Sie sich als Beispiel das kleinste soziale System vor. Es besteht, wie wir wissen, aus zwei Personen. Jetzt gehen wir einmal davon aus, dass diese beiden Personen total gegensätzliche Interessen in ihrer Beziehung durchsetzen wollen.

Schafft es jetzt einer, seine Chance zu erhöhen, um seinen Standpunkt durchzusetzen, sinkt diese Chance automatisch beim anderen! Deswegen ist es so wichtig, dass Sie in sich diesen Wunsch nach der absoluten, köstlichen Macht verspüren. Diesen Drang, dass alle Entscheidungen zu IHREN Gunsten fallen. Wenn Sie das so empfinden, dann müssen Sie sich diese Macht einfach nehmen. Und sie dabei unter Umständen jemandem anderen auch einmal kaltblütig wegnehmen.

Weil, wenn Sie das nicht tun, dann tut es Ihr Gegenüber auf jeden Fall. Und dann ist es zu spät. Denn die Macht ist von Ihnen schon auf Ihren Verhandlungspartner übergegangen. Bei der Machtergreifung heißt es also, schlau und sehr schnell zu sein! Denken Sie an Machiavelli und haben Sie vor allem keine weiteren Skrupel! Machtgebaren gab es in der Geschichte dieses Planeten schon immer, in diversen Formen und Auswirkungen. In der Politik wie in der Wirtschaft. Ob Sie nun Politiker sind, oder Führungskraft oder Mitarbeiter. Zögern Sie nicht mehr. Denken Sie nicht mehr. Preschen Sie einfach machthungrig vorwärts. Nehmen Sie sich in Ihrem Umfeld endlich die Macht, die Ihnen schon lange zusteht!

Die folgenden Anregungen zur aktiven, beinhart gelebten Machtergreifung werden Ihr Leben auf jeden Fall auf den Kopf stellen. Probieren Sie es aus, und schauen Sie doch einmal, was dann passiert …

 Das Du-Wort – Insignie der Macht

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie intensiv machtvoll so ein „Du“ oder „Sie“ sein kann, je nachdem, wem Sie es wann in welcher Form anbieten oder eben nicht anbieten. Oder noch schlimmer, nicht annehmen. In vielen Firmen wird generell das „Du“ als übliche Umgangsform verwendet.

Wenn Sie so richtig machtlustig auftreten wollen, dann verweigern Sie Ihren Kollegen generell das soziale und kollegiale „Du“ und beharren Sie darauf, weiterhin starr gesiezt zu werden. Und zu siezen. Sie werden Ihre machtvolle Überlegenheit dann sehr bald von einer äußerst erhabenen Position, völlig allein und isoliert von ihren Kollegen, genießen können. So erhaben, dass es schon wieder recht einsam ist.

Aber, das macht ja nichts. Alles hat seinen Preis. Und um mächtig zu sein, ist Ihnen ja kein Preis zu hoch. Die Zeit, die Sie sparen, weil mit Ihnen am Kaffeeautomaten niemand mehr spricht, stecken Sie in Ihre ehrgeizigen Karrierepläne und arbeiten durch. Oder, wenn Sie bereits die oberste Führungskraft sind, können Sie auch das machtvolle Du-Spiel zelebrieren. Das geht so, man bietet nur einigen, ganz, ganz wenigen sehr vertrauten Mitarbeitern das Du-Wort an.

Sozusagen das Du-Wort als eine Insignie der Macht, die Sie nur jenen gewähren, die es wirklich, wirklich verdienen. Das sind geschätzt zwei weitere hohe Führungskräfte im Unternehmen. Alle anderen sind Ihres „Du-Wortes“ nicht würdig. Alle anderen erhalten in Abstufungen kalte bis eisige Sie-Ansprachen.

Es gibt einfach keinen besseren Weg, sich den Respekt und die Loyalität Ihrer Mitarbeiter zu sichern, indem Sie entweder gar nicht oder mit dem eisigst möglichen „Sie“ gegrüßt werden. Kombiniert natürlich mit einem arrogantem Blick von oben herab. Und auch das nur dann, wenn sich ein Gruß gar nicht vermeiden lässt, weil sie alle gemeinsam zufällig in einem Aufzug fahren … Nach dieser Aufzugfahrt sollen ja wirklich alle im Unternehmen verstanden haben, wer hier der wahrhaftig Mächtige ist!

Inszenieren Sie sich machtvoll, wo Sie nur können

Wer mächtig sein will, muss mächtig wirken. Machtvolle Menschen brauchen deswegen ihre machtvollen Inszenierungen wie die Luft zum Atmen. Hier ein paar Tipps: Wenn Sie in einem Unternehmen neu beginnen, reklamieren Sie lautstark, und so, dass es wirklich jeder hört, einen Parkplatz mit Ihrem Namen.

Und sorgen Sie dafür, dass es ebenfalls jeder mitbekommt, wenn Sie denjenigen, der es wagt, sich dort versehentlich einmal hinzustellen, zur Schnecke machen. So machtvoll werden Sie sich selten fühlen, wie in diesem bezaubernden Moment. Zur Inszenierung der Macht gehört es natürlich auch, mit einem kraftvollen Automobil, eventuell mit Stern, machtvoll vorzufahren und dabei auf andere fahrtechnisch keinerlei Rücksicht zu nehmen.

Erwähnen Sie für eine so richtig machtvolle Inszenierung ständig Ihre Automarke und welch großartige Sonderausstattung Sie sich doch gegönnt haben. Wedeln Sie aussagekräftig mit Ihrem Handgelenk, wie und wo es nur geht, ob es nun passt oder nicht, damit jeder Ihre edle Schweizer Uhr eines bekannten Fabrikats genau erkennen kann. Erzählen Sie lautstark und mit dröhnendem Lachen von Ihrer letzten Reise in die Karibik und beschreiben Sie jedem, der es hören oder nicht hören will, wie unglaublich toll das 6-Sterne-Ressort dort war. Ihre maßgeschneiderten Business-Anzüge oder Kostüme gehören sowieso zum etablierten Dress-Code der Macht und sollen daher nur nebenbei erwähnt werden. Und weg von den Äußerlichkeiten kommt es bei Mitarbeitern immer besonders gut, wenn man sie als spezielles Zeichen der eigenen Macht im Vorzimmer schmoren lässt, während man noch „extrem wichtige“ Telefonate zu Ende führt. Ohne Entschuldigung wegen der Verspätung, versteht sich. Wie Sie sehen, es mangelt nicht an Alternativen, um sich machtvoll zu inszenieren. Seien Sie kreativ, Sie finden in diesem Bereich sicher Ihre ganz eigene und individuell wirksame Form der Machtausübung!

Kämpfen Sie machtvoll und ohne Rücksicht auf Verluste

Vergessen Sie in Verhandlungssituationen alle diplomatischen Vorgangsweisen. Werfen Sie jegliche diplomatischen Ansätze über Board. Bieten Sie nie Kompromisse oder sogenannte Verhandlungszuckerl an. Nein, gehen Sie für den ultimativen Macht-Erfolg sofort und ausschließlich in die Kampfposition, in den rhetorischen Kampfmodus.

Und vergessen Sie dabei nicht, Ihr gesamtes Waffenarsenal der Macht auszupacken und zu nutzen. Provozieren Sie, demütigen Sie, schimpfen Sie. Nutzen Sie eisiges und herablassendes Schweigen als kaltes Machtinstrument, wo es nur geht. Und wenn das alles nichts hilft, können Sie immer noch die dritte Kategorie der verdeckten Macht-Waffen wie Intrige, Manipulation, Verunsicherung und Kontrolle in den Ring werfen.

Sie werden sehen, alle diese Eskalationsstufen fühlen sich echt gut an. Denn: Win:Win interessiert Sie nicht. Nur dann, wenn andere verloren haben am Ausgang einer Verhandlung, dann fühlen Sie sich als der echte Gewinner, als der super-ober-mega Verhandler, der mit triumphierend gestrecktem Daumen auf sein „Fußvolk“ zeigt. Nur wenn Sie andere gnadenlos über den Tisch gezogen haben, dann spüren Sie sich als mächtig und sind damit glücklich.

Machen Sie es wie die Löwen!

Adaptieren Sie das Macht-Getue der Löwen. Die können das wie kaum ein anderer. Denn, betreffend Machtspiele und ihre ganz klare, eigene Hierarchie geht es bei den Löwen äußerst brutal zu. Wenn ein feindlicher Löwe ein neues Rudel übernimmt, da er im Kampf mit dem bisherigen Rudelbesitzer als Sieger hervorgegangen ist, tötet der neue Hauptlöwe sofort alle Babylöwen.

Damit stellt er sicher, dass nur seine Gene weitergegeben werden. Brutal, aber effektiv. Somit weiß er, dass er sich nicht mit der Aufzucht von Bastarden beschäftigen muss. Die Natur hat ganz eindeutig ihr eigenes, tief in den Instinkten etabliertes Macht- und Nachfolgesystem. In Firmen geht es oft ähnlich zu.

Machen Sie sich dieses Szenario doch zu Nutzen! Dies soll nun keinesfalls ein Aufruf zum machtvollen Mord sein. Nein, aber so als „copy & paste“ Vorgehen kann das Macht-Getue der Löwen schon als exzellentes Vorbild herhalten. Um als wirklich machtvoll wahrgenommen zu werden, empfiehlt sich diese Strategie: Beißen Sie alles tot, was von Ihrem Vorgänger stammt, und beginnen Sie mit eigenen Projekten von vorn. Und wenn Sie schon dabei sind, dann setzen Sie auch alle Mitarbeiter, die mit den Projekten Ihres Vorgängers betraut sind, an die Luft oder werden Sie sie in Richtung andere Abteilungen los.

Denn, Sie brauchen Ihr eigenes Team, das Sie als den machtvollen Hauptlöwen anerkennt und nie in Frage stellt. Versäumen Sie keine Gelegenheit, Ihren Vorgänger an den Pranger zu stellen und beschreiben Sie die „Desaster“ die er hinterlassen hat in genussvollen Details. Wenn Sie dazu rhetorische Schützenhilfe brauchen, blicken Sie doch kurz über den großen Teich, dort beißt gerade ein sogenannter Leader alles nieder, was vor ihm aufgebaut wurde. So sehen Sie gleich, wie es geht, um sich weltweite oder zumindest unternehmensweite Zustimmung und Anerkennung zu sichern.

Machtvolle Konklusion zum Abschluss

Wenn Sie doch nicht ganz sicher sein sollten, ob dies der richtige Weg zur echten Macht und Glorie ist, dann können Sie ja noch überlegen, ob Sie statt des eben beschriebenen brutalen Machtmenschen à la Machiavelli lieber den Weg des souveränen Machtvirtuosen einschlagen wollen. Diesen beschreibt Richard Gappmayer in seinem aktuellen Buch.

 Autor: Richard Gappmayer war mehr als 20 Jahre im nationalen und internationalen Top-Management mit Schwerpunkt Verkauf, Vertrieb und Marketing tätig. Während dieser Zeit machte er zahlreiche persönliche Erfahrungen rund um die Thematik Macht und den richtigen Umgang mit der eigenen Machtkompetenz. 2006 machte er sich selbstständig und gründete das Zentrum für Persönlichkeits- & Organisationsentwicklung. Als Management-Coach, Organisationsberater, Wirtschaftstrainer und Supervisor unterstützt Gappmayer heute hochrangige Führungskräfte. Der Autor ist gefragter Keynote-Speaker und Interviewpartner zu seinen Kernthemen.

 

Buchtipp:

Richard Gappmayer: AUCH DU BIST MÄCHTIG

Wie du deine Gestaltungsmacht entdeckst und eigene Interessen durchsetzt

BusinessVillage 2016

ISBN: 978-3-86980-355-5