Schlagwort-Archiv: Gesellschaft

Neuronales Netz findet Betrug auf Facebook

Ein Bericht in „Pressetext“:  Forscher der Mahasarakham University arbeiten an einer Methode, um betrügerische Facebook-Seiten zu erkennen. Damit können solche Seiten, die über gefälschte Profile, Gewinnspiele oder vorgespielte romantische Freundschaftsanfragen versuchen, Usern Geld oder sensible persönliche Daten abzuluchsen, bald mithilfe eines künstlichen neuronalen Netzes aufgespürt und aussortiert werden. In ersten Tests lag die Trefferquote bei 91,37 Prozent. … mehr

 

Tumblr: Porno-Bann startet mit Macken

Ein Bericht in „Pressetext“:  Der Porno-Bann auf Tumblr  ist kürzlich in Kraft getreten – und das aufgebrachten Twitter-Usern zufolge mit mehr als nur ein paar Macken. So hat die Plattform unter anderem Katzen, Hundewelpen und Pinguine fälschlich als anstößig markiert. Dafür haben sich die Algorithmen offenbar zunächst auf absurde Weise austricksen lassen. Angesichts der Pannen hat Tumblr nicht nur betont, dass Inhalte nicht gelöscht, sondern nur versteckt werden – und gelobt: „Die automatisierten Tools werden besser.“ …mehr

 

KI-Systeme verbessern Menschen bis 2030

Zwei von drei Technologie-Experten glauben, dass KI-Systeme bis 2030 dafür gesorgt haben werden, dass es den Menschen insgesamt besser geht. Trotzdem äußert ein Großteil auch Sorgen über das Fortbestehen von „wesentlichen Elementen des Menschseins“. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Pew Research Center in Zusammenarbeit mit der Elon University  . …mehr

 

Branche hat die DSGVO unterschätzt

Ein Beitrag in „Horizont“: Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) war aus Sicht der digitalen Wirtschaft 2018 das mit Abstand am stärksten unterschätzte Thema. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage des Bundesverbandes digitale Wirtschaft (BVDW) unter 247 Mitgliedern. Davon gaben 43 Prozent an, die DSGVO unterschätzt zu haben. Mit Abstand folgen Künstliche Intelligenz (22 Prozent), Smart Assistants/Voice (17 Prozent), Digitale Ethik (15 Prozent) und Recruitment (14 Prozent). .. mehr

 

Die Mangroven-Gesellschaft: Wie können Menschen und Maschinen zusammenleben

Wie integrieren wir künstliche Akteure in unseren Alltag und unsere Wertvorstellungen? Wer passt sich wem an? Der Technikphilosoph Luciano Floridi stellt grundsätzliche Überlegungen an, welche Folgen die Verschmelzung des Digitalen und Analogen in unseren smarten Technologien für unsere Gesellschaft hat. Ein Beitrag in „iRights.info“ … mehr …

 

Fünf KI-Trends für 2019

KI wird auch 2019 eine maßgebliche Rolle spielen. IntraFind Software ist Spezialist für Enterprise Search und Natural Language Processing, die auch auf KI und modernsten Machine-Learning-Verfahren basieren. Folgende fünf KI-Trends werden nach Ansicht des Unternehmens das kommende Jahr besonders prägen:

KI wird demokratischer.

In den vergangenen Jahren wurden in vielen Bereichen der KI wiederholt Durchbrüche erzielt. Viel zu wenige davon haben aber bislang den Alltag moderner Wissensarbeiter verändert. 2019 werden KI-Methoden nun aber demokratischer in Unternehmen zur Verfügung stehen. Mehr Mitarbeiter werden davon profitieren und Zugang zu KI-Anwendungen haben. Bisher wurden KI-Anwendungen außerdem vor allem durch die Brille der Forscher entwickelt. Inzwischen fließt nun auch immer mehr das Feedback der Anwender mit ein.

Machine Learning übernimmt mehr Aufgaben.

Machine-Learning-Verfahren, die in Unternehmenssoftware zum Einsatz kommen, entlasten Mitarbeiter zunehmend von Standardaufgaben und ermöglichen zahlreiche neue Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle. So kann etwa Textanalysesoftware als intelligente Lesehilfe eingesetzt werden, indem sie die wichtigsten Entitäten und Passagen in seitenlangen Dokumenten selbstständig erkennt, extrahiert und übersichtlich auflistet. Davon profitieren vor allem Mitarbeiter, die es täglich mit einer Vielzahl an Texten zu tun haben. Die Unternehmen werden effizienter und sparen Ressourcen.

Conversational Systems assistieren bei der Arbeit.

Der Markt für NLP-basierte Software (Natural Language Processing) wächst. Das sorgt auch für Auftrieb bei den so genannten „Conversational Systems“, die als virtuelle Assistenten die Arbeit erleichtern. Beim Kundensupport werden zum Beispiel Anfragen zunehmend über virtuelle Assistenten aufgenommen, mit FAQ-Datenbanken abgeglichen und anschließend beantwortet. Auch im Unternehmen selbst kommen diese Assistenten als „Virtual Enterprise Assistant“ zum Einsatz. Sie verstehen und sprechen natürliche Sprache und sind in der Lage, bei Anfragen Informationen aus unterschiedlichen Datenquellen einzubeziehen.

Anwendungsgebiete werden vielfältiger und userbezogener.

KI-Anwendungen unterstützen generell tiefgreifendere Funktionen und kommen bei Unternehmen zunehmend in spezialisierten Anwendungsfällen zum Einsatz, etwa bei Vertragsanalysen im Rahmen von Due-Diligence-Prüfungen. Sie helfen dabei, konkrete Probleme zielgerichtet zu lösen und sind durch optimierte Lernverfahren in der Lage, sich noch besser an das Verhalten des Nutzers anzupassen.

Graphdatenbanken breiten sich aus.

Mit Graphdatenbanken lassen sich Daten intelligent verknüpfen. Damit liefern sie die technologische Grundlage für zahlreiche Anwendungen, mit denen Unternehmen die Vernetzung von Informationen automatisiert auswerten können – und kommen deshalb immer häufiger zum Einsatz. So erleichtern sie es, Experten im Unternehmen für bestimmte Aufgaben zu identifizieren, oder ermöglichen es, Zusammenhänge zu einem bestimmten Thema in Form von Knowledge-Graphen aufzuzeigen.

„Es gibt leider immer noch Anbieter, die beim Thema Künstliche Intelligenz falsche Erwartungshaltungen beim Nutzer wecken“, sagt Franz Kögl, Vorstand  IntraFind Software. „KI kann keine Wunderdinge vollbringen, aber Unternehmen sehr wohl an vielen Stellen helfen. Sie kann ihnen Einblicke ermöglichen, die dem menschlichen Auge entgehen würden, ihre Mitarbeiter von Standardaufgaben entlasten und ihnen den Zugang zu benötigten Informationen erleichtern. Davon werden die Unternehmen im nächsten Jahr verstärkt profitieren.“

Plädoyer für digitale Menschenrechte

Vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1948, verabschiedete die UN-Generalversammlung in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Die digitale Revolution lag damals noch in weiter Ferne. Pünktlich zum 70. Jahrestag hat die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) nun Vorschläge für eine Charta digitaler Grundrechte bei den Vereinten Nationen eingereicht. ..mehr

 

Chatbots erkennen missbrauchte Kinder nicht

Ein Beitrag in „Pressetext“:  Der vom britischen National Health Service (NHS)  für Kinder empfohlene Chatbot „Wysa“  und der KI-Psychologe „Woebot“  geben deplatzierte Antworten auf die Fragen Hilfe suchender User, die von sexuellem Missbrauch und psychischen Störungen berichten. Laut Recherchen der „BBC“ sollen die KI-Systeme fatal reagiert haben, nachdem ein Zwölfjähriger im Test zugab, zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu werden.  … mehr

 

Ein Ausblick auf 2019: Warum der europäische Datenschutz zum Exportschlager werden könnte

Matthias Kess ist CTO der befine Solutions AG mit Sitz in Freiburg im Breisgau.

Matthias Kess ist CTO der befine Solutions AG mit Sitz in Freiburg im Breisgau.

Matthias Kess, CTO der auf Kommunikationslösungen spezialisierten befine Solutions, mit Vorhersagen für das kommende Jahr :  Aus astrologischer Sicht steht das Jahr 2019 ganz im Zeichen des Planeten Merkur, aus politischer Sicht werden Themen wie der Brexit die Agenda bestimmen. Und in der IT? Schon alleine wegen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung war 2018 ein bedeutendes Jahr.

Im Zusammenhang damit wird 2019 von einigen Geldbußen die Rede sein. Vor dem Hintergrund der in diesem Jahr bekannt gewordenen Sicherheitsvorfälle hat Apple-CEO Tim Cook vor Kurzem die DS-GVO ausdrücklich gelobt, während die ersten US-Bundesstaaten bereits neue strenge Gesetze erlassen haben. Der Datenschutz nach Vorbild der DS-GVO wird 2019 zum Exportschlager.

Es war kein Geringerer als Tim Cook, der vor wenigen Wochen die DS-GVO als Basis für einen weltumspannenden Datenschutz lobte. Der Weg zu einem besseren Datenschutz sei wie eine Reise, sagte der Apple-Chef – und auch die längste Reise beginnt bekanntermaßen mit dem ersten Schritt, möchte man hinzufügen. Einen langen Weg noch vor sich haben da die Vereinigten Staaten, die beim Schutz der Privatsphäre schon geradezu traditionell hinter Europa herhinken.

Doch nun kommt Bewegung in die Sache, Politik und Unternehmen in den USA sind aufmerksam geworden und suchen nach Lösungen. Nach europäischem Vorbild haben die US-Bundesstaaten Kalifornien und Vermont bereits neue Datenschutzgesetze erlassen. Ich nehme an, dass die Bundesebene in den USA nachziehen wird – und dass diese Datenschutzgesetze die IT-Branche und ihre Kunden nachhaltig beeinflussen werden.

Als die DS-GVO im Mai endgültig in Kraft trat, endete eine zweijährige Übergangszeit – und damit die Schonfrist für Unternehmen und Behörden. Von Geldbußen, die wegen vermeidbarer Datenverstöße verhängt werden, wird 2019 einiges zu hören sein.

Präzedenzfall geschaffen

Ein Präzedenzfall wurde mit Artikel 25 der DS-GVO bereits geschaffen. Hier sind die Rahmenbedingungen formuliert, wie Unternehmen Datenschutz durch Technikgestaltung und Voreinstellungen („Privacy-by-Design“ und „Privacy-by-Default“) umsetzen müssen. Diese Grundsätze erfordern es, Daten, wo immer es möglich ist, anonymisiert beziehungsweise pseudonymisiert zu erheben und verschlüsselt zu verarbeiten. Keine leichte Aufgabe…

Während die DS-GVO in vielen Fällen bewusst vage vom „Stand der Technik“ spricht, so auch in Artikel 32 („Sicherheit der Verarbeitung“), fordert sie dort explizit die „Verschlüsselung personenbezogener Daten“. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass Unternehmen nur noch über verschlüsselte E-Mails kommunizieren dürfen. Wohl aber, dass Faktoren wie der Schutzbedarf der Daten zu berücksichtigen sind. Die Verordnung bezieht sich ausschließlich auf personenbezogene Daten, aber auch andere vertrauliche Daten sollten diesen Schutz erfahren.

Die E-Mail ist tot, lange lebe die E-Mail

Und dennoch haben Forscher in diesem Jahr geraten, vorerst auf Verschlüsselung in E-Mail-Clients zu verzichten. Sie hatten die Verschlüsselung von E-Mail-Systemen ausgehebelt und Details über Sicherheitslücken in den beiden Verschlüsselungsverfahren PGP und S/MIME veröffentlicht. Unter bestimmten Bedingungen lassen sich E-Mails entschlüsseln, auch nachträglich.

Die Folgerung der Forscher – E-Mail sei kein sicheres Kommunikationsmedium – ist nichts Neues. Was zugleich die gute und die schlechte Nachricht ist. Im Prinzip entspricht eine E-Mail einer Postkarte: Sie ist günstig und schnell zuzustellen, ihr Inhalt ist aber für jeden lesbar und auch modifizierbar, der sie transportiert. Was auf dem Transportweg der einzelnen E-Mails passiert, welche Stationen beteiligt sind, bleibt den Anwendern verborgen. Auf Verschlüsselung in E-Mail-Clients zu verzichten, wäre also in etwa so, als ob man grundsätzlich seine Haustüre offenstehen lässt, weil es ohnehin zu viele Einbruchsdelikte zu beklagen gibt. Auch 2019 werden wir also nicht das Ende der E-Mail-Verschlüsselung erleben, warum auch?

Die Chefmasche bleibt „attraktiv“

Ziel der „Business E-Mail Compromise“ (auch „Chefmasche“, „Chefbetrug“ oder „CEO Fraud“) genannten Methode ist es, ein Unternehmen – genauer gesagt: einen Mitarbeiter – so hereinzulegen, dass Geld auf das Konto der Angreifer fließt. Dafür nutzen die Cyber-Kriminellen ganz gezielt die „Schwachstelle Mensch“ aus: Sie schlüpfen in die Rolle eines Vorgesetzten oder wichtigen Kollegen und senden Social-Engineering-Mails direkt an ihr vorher identifiziertes Opfer, um es zur Überweisung zu veranlassen.

Mehrere Aspekte machen die Chefmasche für Angreifer so „attraktiv“. Sie lässt sich relativ unkompliziert handhaben und ist mit vergleichsweise geringen Kosten verbunden, weil eine aufwändige Infrastruktur nicht nötig ist. Zwar können die Kriminellen nicht wie bei herkömmlichen Online-Betrugsfällen nach dem Gießkannenprinzip vorgehen, sondern müssen zuerst den besten Weg auskundschaften, um eine für das Opfer glaubhafte E-Mail überhaupt erstellen zu können – aber das lässt sich häufig schon mit einer ausgeklügelten Suchabfrage in sozialen Medien bewerkstelligen.

Zumal den höheren Vorabinvestitionen auch größere Gewinne gegenüberstehen: Das FBI, das diese Angriffsart seit Oktober 2013 beobachtet, beziffert den weltweit seitdem entstandenen Schaden auf über zwölf Milliarden US-Dollar – das ist noch einmal mehr als eine Verdopplung über die vergangenen eineinhalb Jahre. Und schließlich sind die Angriffe sehr schwer zu entdecken, weil die E-Mails ja eben keinen Schadcode enthalten, bei dem IT-Sicherheitslösungen Alarm schlagen könnten.

Sind Unternehmen all dem schutzlos ausgeliefert? Keinesfalls. Voraussetzung ist, dass sie die Art ändern, in der die Anwender kommunizieren. Die bisher bekannt gewordenen Vorfälle – bis hin zur aktuellen Warnung des BSI im Fall „Emotet“ – zeigen, dass die Sensibilisierung von Mitarbeitern für das Thema Cyber-Sicherheit in Form von regelmäßigen Schulungen unabdingbar ist, aber nicht isoliert betrachtet werden sollte.

Passwort-Verwaltung wird einfacher

Das Internet ist seit langem aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken, und stellt die Menschen doch vor große Herausforderungen. Man denke nur an die Verwendung von Passwörtern im Rahmen von Multi-Faktor-Authentifizierung.

Die gute Nachricht: Best-Practice-Methoden für Online-Sicherheit werden immer wichtiger. Die schlechte Nachricht: Das ist mit Aufwand verbunden, (zu) viele Benutzer leiden inzwischen an „Passwort-Ermüdung“. Sie müssen den Überblick über eine wachsende Anzahl von Online-Konten und Kennwörtern behalten. Die Folge sind unsichere Praktiken wie die Nutzung desselben Benutzernamens und Kennworts für mehrere Websites – oder das häufige Zurücksetzen von Passwörtern, was eine gern ausgenutzte Sicherheitslücke darstellt. In der Tat sind Passwort-Missbrauch und -Missmanagement die Ursache für die meisten Datenschutzverletzungen.

Ich glaube, dass neue Technologie-Ansätze künftig den Spagat schaffen und die Anwendung von Passwörtern beim Austausch verschlüsselter Nachrichten und Dateien deutlich vereinfachen werden.

Autor: Matthias Kess ist CTO der befine Solutions AG mit Sitz in Freiburg im Breisgau, die Kommunikationslösungen für Unternehmen entwickelt und vertreibt. Die inhabergeführte befine Solutions AG entwickelt und vertreibt Softwarelösungen für Unternehmen, die damit ihre Prozesse unterstützen, optimieren und überwachen können.