Schlagwort-Archiv: Gesellschaft

Senioren im Internet: „Google Maps, das lieben sie!“

Immerhin 45 Prozent der Deutschen über 70 Jahren nutzen das Internet. Daran, dass diese Zahl weiter steigt, arbeitet Dagmar Hirche: Mit ihrem Verein „Wege aus der Einsamkeit“ bietet die 62-jährige Hamburgerin seit Jahren Einstiegskurse für Senioren an. Ein Gespräch über ihre Erfahrungen, die Online-Vorlieben älterer Menschen und darüber, wie Angehörige den Umgang mit neuen Technologien erleichtern können, berichtet die „SZ“. … mehr

 

Buchtipp: Ethik im Zeitalter der Digitalisierung

SpiekermannIn ihrem mehr als lesenswerten Buch legt die renommierte Wirtschaftsinformatikerin Sarah Spiekermann die Richtlinien für eine wohlverstandene „digitale Ethik“ in Theorie und Praxis auf allen Ebenen unserer immer stärker digital vernetzten Welt vor. Jenseits aller Kontroll- und Überwachungsprogramme totalitärer Herrschaftsansprüche und jenseits aller „transhumanistischer Designerphantasmen“ als „Ideologien der Lieblosigkeit“ stellt die Autorin stets den Menschen in den Mittelpunkt – und nicht die Maschinen. Ein möglicher aus dem Ruder gelaufener Digitalisierungsprozess, wo am Ende die Maschinen die Menschheit beherrschen würden, dürfe nicht Wirklichkeit werden.

Info: Sachbuch, Digitale Ethik, Von Sarah Spiekermann, Droemer: 2019, 304 S., 20,60 Euro.

Fahrerlose Autos bekommen sechsten Sinn

Einen sechsten Sinn wollen Forscher der Purdue University Drohnen und fahrerlosen Autos verpassen. Laut Andres Arrieta, Assistenzprofessor für Mechanik, und seinen Mitstreitern von der ETH Zürich können die unbemannten Flugobjekte damit besser Hindernisse erkennen und ihnen ausweichen, berichtet „Pressetext“ … mehr …

 

Digital-Stadt Darmstadt: Beirat stellt ethische Leitlinien zur Digitalisierung vor

Digitalstadt DarmstadtDie Facharbeitsgruppe Ethik des Ethik- und Technologiebeirats der Digitalstadt Darmstadt hat ethische Leitlinien erarbeitet, die Darmstadt Orientierung bei den städtischen Digitalisierungsaktivitäten geben sollen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wird damit die erste deutsche Stadt sein, die von Fachexperten einen konkreten ethischen Gestaltungsrahmen für ihre Digitalisierungsaktivitäten erhält. Vertreter des Ethik- und Technologiebeirates und der Facharbeitsgruppe Ethik haben den Zwischenstand der ethischen Leitlinien für die Digitalstadt Darmstadt im Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT der Öffentlichkeit vorgestellt.

Gemeinwohlverpflichtung im Digitalbereich

Die Präambel und die neun Leitlinien betonen beispielsweise die Gemeinwohlverpflichtung, die demokratische Kontrolle sowie Transparenz und den diskriminierungsfreien Zugang zu Dienstleistungen der Digitalstadt Darmstadt. Automatisierte Verwaltungsentscheidungen sind offenzulegen, eine Abhängigkeit von Firmen oder Produkten zu vermeiden und personenbezogene Daten dürfen gemäß den Leitlinien nicht verkauft werden.

„Eine Schlüsselrolle bei der Digitalisierung Darmstadts nimmt die städtische Datenplattform ein. An ihrem Beispiel wurde die Wichtigkeit der Datensouveränität herausgearbeitet, die dann konsequenterweise Eingang in das Dokument fand“, erklärte Prof. Dr. Michael Waidner, Vorsitzender des Ethik- und Technologiebeirats.

Prof. Dr. Arnd Steinmetz, unter dessen Vorsitz die Facharbeitsgruppe Ethik die Leitlinien erstellte, betonte: „Die ethischen Leitlinien sind langfristig angelegt, ihr Horizont reicht weit über die aktuellen Projekte der Digitalstadt Darmstadt GmbH hinaus.“

Smart Cities und Smart Regions

Die Facharbeitsgruppe Technologie blickt mit ihrem selbst gesetzten und ersten Themenfeld „Mobilität“ ebenfalls langfristig in die Zukunft. Ihr Leiter, Prof. Dr. Ralf Steinmetz, erläuterte: „Wir treten an, aufzuzeigen, wie Technik nachhaltig gestaltet werden kann. Mobilitätslösungen, die mittels klug geplanter und durchgeführter Digitalisierung zukunftsfähig und -offen werden, sind ein Kernthema für alle Smart Cities und Smart Regions.“

Im nächsten Schritt wird der Entwurf der Leitlinien dem gesamten Ethik- und Technologiebeirat zur weiteren Bearbeitung vorgelegt.

Hintergrund: Digitalstadt Darmstadt GmbH

Seit Juni 2017 trägt die Wissenschaftsstadt Darmstadt den Titel „Digitale Stadt“, den sie als Wettbewerbs-Sieger vom IT-Branchenverband Bitkom in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund verliehen bekommen hat. Seitdem arbeiten unzählige Akteure aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in 14 Bereichen (Verwaltung, Mobilität, Handel & Tourismus, Bildung, Gesellschaft, Umwelt, Energie, Sicherheit & Katastrophenschutz, Gesundheit, Datenplattform, IT-Infrastruktur, Cybersicherheit, Kultur und Industrie 4.0) an dem Gesamtprojekt „Digitalstadt Darmstadt“.

Ziel des Projekts ist es, dass mit Hilfe neuester Smart-City-Technologie in Darmstadt ein urbanes digitales Ökosystem mit greifbarem Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger Wirklichkeit wird. Am 15. August 2018 konstituierte sich der Ethik- und Technologiebeirat der Digitalstadt Darmstadt. Er begleitet die Digitalisierungsaktivitäten Darmstadts und gibt Empfehlungen. Der Beirat setzt sich interdisziplinär mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Informatik, Philosophie, Ethik, Pädagogik, Soziologie – Industriesoziologie, Stadt- und Raumsoziologie, mit Architektur und Stadtplanung sowie dem Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit zusammen.

Zusätzlich wird jeweils ein Vertreter aus den in der Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt vertretenen Fraktionen je Wahlperiode in den Beirat entsendet. Vorsitzender des Rates ist Prof. Dr. Michael Waidner als Chief Digital Officer (CDO) der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Warum das Thema digitale Ethik im Onlinemarketing immer wichtiger wird

Das Festival der Online Marketing Rockstars wird auch in diesem Jahr den Branchenvertretern viele inhaltliche Impulse liefern, und wie üblich werden auch wieder die Partys in Erinnerung bleiben. Allerdings ist 2019 auch das Jahr, in dem es vielen Tech-Experten nicht mehr zum Feiern zumute ist. So war schon im Frühjahr auf der South-by-Southwest nicht mehr nur die Suche nach der nächsten wichtigen Plattform das Hauptthema, sondern es ging auch um Fragen der Ethik und nach dem praktischen Sinn von digitaler Technologie. Ein Bericht in „Horizont“. … mehr …

 

„Tinder Lite“: Dating für Entwicklungsländer

Die Online-Dating-App Tinder plant eine Version für Nutzer in Entwicklungsländern mit schlechter Internetverbindung. Die neue Anwendung nennt sich „Tinder Lite“ und ist eine kleinere Version der regulären App, die weniger Daten und Speicherplatz verbrauchen soll als ihre große Schwester. Besonders der Markt in Südostasien und speziell Indien soll laut einem Bericht von „TechCrunch“ dadurch erschlossen werden. Ein Bericht in „Pressetext“.  … mehr …

 

#Newwork: Führung mittels Künstlicher Intelligenz

Führung mittels Künstlicher Intelligenz (KI), Chatbots, die mit Bewerbern sprechen, Mitarbeiter-Rankings und Management-Modelle, die auf Algorithmen basieren, – ist das die Zukunft? Der Grat zwischen digital-unterstütztem Fortschritt und digital-unterstütztem Wahnsinn ist schmal, schreibt „CIO“. … mehr …

 

Digitale Medien machen Chinesen depressiv

In China leiden Jugendliche, die mehr Zeit mit Bildschirmaktivitäten verbringen, merklich eher an Depressionen. Das geht aus einer im Journal „Heliyon“ veröffentlichten Studie hervor. Bei Mädchen steigt das Risiko durch zu viel Bildschirmzeit demnach stärker. Den Forschern zufolge sei eine repräsentative Untersuchung für China wichtig, da sich aufgrund kultureller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Unterschiede die Ergebnisse ähnlicher Studien aus dem Westen nicht einfach umlegen lassen, ist auf „Pressetext“. Zu lesen. … mehr

 

Generation Z: Zukunft ohne Markenloyalität?

Zig Publikationen betrachten die heranwachsende Generation Z aus verschiedensten Blickwinkeln. Eine klare Abgrenzung zu ihren Vorgängern, den Millennials der Generation Y, fällt schwer. Die GenZ zeigt sich in hohem Maße widersprüchlich, und der Schluss liegt nahe, dass genau dieser Antagonismus ein wesentliches Merkmal ihres Zeitgeists ist. Anja Meier und Dr. Uwe H. Lebok von K&A Brand Research haben ihre Erfahrungen aus vielen Untersuchungen zusammengefasst und beleuchten, welche ganz neuen Challenges sich daraus insbesondere für Markenartikler ergeben, berichtet „W&V“. … mehr

 

Drohne sammelt Umweltdaten von Gewässern

Mit einem neuen Verfahren wollen Forscher der Stanford University Aufschluss über Verunreinigungen von Meeren, Flüssen und Seen sowie deren Ausbreitung gewinnen. Es geht darum, die Trübung der Gewässer zu messen und die Richtung, in die sich die Inhaltsstoffe bewegen. Die Drohne ist hierzu ausgestattet mit einer Spezialkamera und fliegt in 30 Metern Höhe, berichtet „Pressetext“ … mehr

 

Auslaufmodell im digitalen Zeitalter? Der Homo analogicus

Längst hat die Digitalisierung den Alltag vieler Menschen fest im Griff: Es wird gegoogelt, in sozialen Medien kommuniziert und aus Mediatheken heruntergeladen. Etwa 80 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren besitzen ein Smartphone, Tendenz steigend. Kann man in solch einer Welt überhaupt noch analog leben? Ein Beitrag in „Deutschlandfunkkultur“… mehr …