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Kommentar: Warum wir eine digitale Ethik brauchen

Bei den Deutschen steht Datenschutz hoch im Kurs. Dennoch füttern die Konsumenten Instagram, Google und Facebook eifrig mit ihren Daten. Am Ende gibt es hierzulande nur Verlierer. Zum einen die Verbraucher, die sich ausgebeutet fühlen. Und zum anderen die hiesige Werbeindustrie, die mit Zweifeln zu kämpfen hat. Wie kann man das Problem lösen? Sepita Ansari, Geschäftsführer der Digitalagentur Syzygy, glaubt die Lösung gefunden zu haben und fordert in seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online eine digitale Ethik für Unternehmen.  Ein Beitrag in „Horizont“. … mehr …

 

Warum viele Videokameras ihren Zweck nicht erfüllen und mit welchen Anwendungsdetails dies verhindert werden kann

Schwankende Lichtverhältnisse in einer Straßenbahn; Details an manchen Stellen unkenntlich z.B. durch Überbelichtung. Bildquelle: Ronald Bachofner )

Schwankende Lichtverhältnisse in einer Straßenbahn; Details an manchen Stellen unkenntlich z.B. durch Überbelichtung. Bildquelle: Ronald Bachofner )

Netzwerk-Videokameras sind heute fast schon fester Bestandteil von öffentlichen Plätzen, dem ÖPNV oder Geschäften. Sie geben vielen Menschen ein sicheres Gefühl und tragen zur Aufklärung diverser Delikte bei. Die Videotechnik ist mittlerweile so ausgereift, dass Situationen und Menschen detailliert aufgezeichnet werden können, auch bei schlechten Lichtverhältnissen, völliger Dunkelheit oder besonders großen Plätzen. Doch viele Kameras verfehlen ihren Zweck oder sind sogar unbrauchbar.

Eine Videokamera ist an einer Hauswand vor einem Laden montiert.

Doch was zeichnet diese eigentlich auf? Die Umgebung, die Straße oder den Eingangsbereich? Für welchen Zweck wurde sie installiert? Wenn diese Punkte nicht exakt definiert sind, verfehlt die Kamera oft ihren Nutzen. „Dann ist das letztlich nur irgendeine Kamera, die an irgendeinem Platz in irgendeine Richtung blickt und irgendetwas aufzeichnet. So entsteht ein Zufallsprodukt. Und ich habe leider das Gefühl, dass ich oft mit Zufallsprodukten zu tun habe“, erklärt Roland Bachofner, Bildforensiker beim Forensischen Institut Zürich.

Die Bildforensik untersucht Bildmaterial nach allem, was am Menschen messbar ist. Dazu gehört die Gesichtserkennung, die Vermessung der Körpermaße, Vergleich von Kleidung oder Analyse von Bewegungsdetails. Bei falscher Einstellung oder Justierung einer Kamera können unter Umständen all diese Details nicht eindeutig erfasst und so die Aufnahmen nicht verwertet werden. Laut Roland Bachofner ist dabei nicht die Auflösung der Kamera entscheidend, wie oftmals angenommen.

Auf die Pixeldichte im Schutzziel kommt es an.

Das bedeutet, dass die Pixeldichte an der zu überwachenden Stelle, also beispielsweise am Eingang eines Ladens oder vor einer Vitrine in einem Museum, am höchsten sein muss. Die Auflösung ist über das ganze Bild immer die Gleiche, jedoch verändert sich die Dichte mit zunehmendem Abstand. Dies kann der Anwender über die Brennweite feinjustieren.

„Meine Erfahrung ist, dass Kamerasysteme immer besser werden und zuverlässig Situationen sowie Menschen im Detail einfangen können. Doch vor allem von der Handhabung im laufenden Betrieb gehen erhebliche Mängel aus. Videoüberwachungssysteme werden durch fehlendes Wissen über die optimalen Einstellmöglichkeiten sehr oft nicht in vollem Umfang genutzt und verfehlen so ihr Ziel völlig“, so Bachofner weiter.

 Neben der richtigen Einstellung ist auch die Kameratechnik entscheidend

Kontrast, Lichtempfindlichkeit, Rauschverhalten und Farbwiedergabe sind essentielle Elemente eines guten Videobildes, für die jedoch auch enorme Rechenleistungen erforderlich sind.

Oft kennen Konsumenten die Kamerasysteme und die Technik dahinter nicht und wissen daher auch nicht, wofür sie einzusetzen sind. Es wird darauf vertraut, dass die Kamera „das“ kann. „Zu klein, zu weit weg oder zu dunkel – das sind meine Standardantworten auf Fragen zu Objekten in Bildaufnahmen“, bestätigt Roland Bachofner.

Der Anwender muss sich also bei der Montage und der Einstellung einer Kamera die Frage stellen, was überhaupt aufgezeichnet werden soll. Dafür müssen bestimmte Anforderungen festgelegt sein. Für jeden Anwendungszweck sowie jedes Schutzziel sollten daher die folgenden Eigenschaften gewissenhaft geprüft werden:

  • Aufnahmewinkel
  • Kontrastverhalten
  • Lichtempfindlichkeit
  • Rauschverhalten
  • Farbechtheit
  • Forensische Auswertbarkeit
  • Vermeidung von Bewegungsunschärfe

Erst wenn diese Punkte genau definiert sind, sind Kameras von Nutzen und deren Videobilder am Ende auch verwertbar. Wenn die Leistungsfähigkeit einer Kamera optimal ausgeschöpft wird, erleichtert dies nicht nur die Arbeit eines Bildforensikers, sondern unterstützt den Betreiber, die Polizei oder andere öffentliche Einrichtungen. Nur so erfüllen Videokameras die ihr zugedachte (Schutz-)Funktion.

Quelle: Axis.

Zu viele Selfies machen User unsympathisch

Wenn Menschen oft Selfies in sozialen Medien posten, macht sie das für andere unsympathisch. Sie werden als unsicher und von sich selbst eingenommen gesehen. Dagegen machen User, die „Posies“ posten, also Fotos, die jemand anderes von ihnen gemacht hat, einen besseren Eindruck. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Washington State University . Ein Bericht in „Pressetext“. … mehr

 

Lieber Maschine als Mensch: Verbraucher ziehen Sprach- und Chat-Assistenten echten Menschen vor

robots-v4r Immer mehr Verbraucher ziehen Bots einem menschlichen Berater und Verkäufer vor, so die heutige Studie des Capgemini Research Institute. Das gilt besonders für die Suche nach neuen Produkten und Services oder für Fragen nach dem Kauf. Fast 70 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich in drei Jahren lieber an ihren Sprachassistenten wenden, als einen Laden oder ihre Bankfiliale aufzusuchen.

„Unsere Untersuchung zeigt deutlich, dass deutsche Verbraucher zunehmend Sprachassistenten für sich entdecken. Die Leute diktieren damit längst ihren Einkaufszettel und fragen ihr Smartphone sogar nach günstigen Krediten, am liebsten übrigens bequem vom Sofa aus.

Was viele bei dem Thema noch übersehen: Wir reden hier nicht nur über smart speaker im Wohnzimmer, jeder hat Sprachassistenten inzwischen auch auf dem Handy“, erläutert Achim Himmelreich, der weltweit zum Thema Consumer Engagement im Bereich Konsumgüter und Handel bei Capgemini berät. „Wenn KI-basierte Chatbots mit Produkttests oder weiteren Hinweisen antworten, umso besser. Mit anderen Worten: Voice erobert bereits die frühen und mittleren Teile der Customer Journey vom klassischen Handel bis zur Finanzbranche und beeinflusst immer mehr, was schließlich gekauft wird – nur auf einem weiteren Kanal.“

Die Studie „Smart Talk: How organizations and consumers are embracing voice and chat assistants“ verdeutlicht wie schnell sich die Technologie verbreitet; so hat ein gutes Drittel der Deutschen (35 Prozent) im vergangenen Jahr erstmals einen Sprachassistenten genutzt.

„Im Vergleich zu unserer Anfang 2018 veröffentlichten Studie können sich deutlich mehr Verbraucher vorstellen, dass Sprachassistenten innerhalb der nächsten drei Jahre zum Kanal ihrer Wahl werden. Sicherheit bleibt dabei ein Thema: An den Sorgen der Verbraucher, wie sich Sprachassistenten auf ihre Privatsphäre und den Zugriff auf Daten auswirken, hat sich wenig geändert. Jetzt wo Conversational Commerce zum Mainstream wird, müssen Unternehmen sich jedoch stärker bemühen, diesen Bedenken Rechnung zu tragen,“ ergänzt Himmelreich.

 Digitale Assistenten: Verbreitung bleibt hinter Begeisterung zurück, auch in Unternehmen

Die Unternehmen haben die Vorteile klar erkannt, viele schätzen Gesprächsassistenten inzwischen als entscheidend für die Kundenbindung und das gesamte Kundenerlebnis ein. Mehr als drei Viertel der Unternehmen (76 Prozent) gaben an, dass sie einen nachweisbaren Mehrwert aus Sprach- oder Chat-Assistenten ziehen konnten. Knapp sechs von zehn Unternehmen bestätigen (58 Prozent), dass ihre Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen wurden. Durch digitale Assistenten konnten beispielsweise die Kosten für den Kundendienst um mehr als 20 Prozent gesenkt werden, gleichzeitig stieg die Nutzung digitaler Assistenten durch die Verbraucher um 20 Prozent.

Obwohl Unternehmen sowie Verbraucher von den Vorteilen überzeugt sind, scheint die tatsächliche Verbreitung hinter der Begeisterung und Nachfrage zurückzubleiben, so die Studie. Weniger als die Hälfte der Top-100-Player in den Bereichen Automobil, Konsumgüter und Handel sowie Banken und Versicherungen nutzen Sprachassistenten, dasselbe gilt für Chats.

 Sprachassistenten: Je mehr Erfahrung, desto mehr Nachfrage durch die Verbraucher

Ein Vergleich der Ergebnisse von 2017 und 2019 mit Blick auf die vier großen westlichen Märkte USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland zeigt den wachsenden Einsatz von Sprachassistenten für unterschiedliche Zwecke. Dazu zählen inzwischen der Einkauf von Lebens-, Wasch- oder Reinigungsmitteln (stieg von 35 Prozent auf 53 Prozent), der Kundenservice nach dem Kauf (von 37 Prozent hoch auf 52 Prozent) und auch der Zahlungsverkehr für Produkte oder Dienstleistungen (Anstieg von 28 Prozent auf 48 Prozent).

Die Studie ergab zudem, dass Verbraucher sich zunehmend positiv über die Erfahrung mit Gesprächsassistenten äußern: Waren 2017 noch 61 Prozent der Verbraucher zufrieden mit der Nutzung eines sprachbasierten persönlichen Assistenten wie Google Assistant oder Siri auf ihren Smartphones, sind es 2019 72 Prozent. Darüber hinaus sind dieses Jahr 64 Prozent der Verbraucher mit der Verwendung eines sprachbasierten Lautsprechers wie Google Home oder Amazon Echo zufrieden (46 Prozent in 2017), 57 Prozent mit einem sprach- und bildschirmgestützten Sprachassistenten (ausgenommen Telefone) wie Amazon Echo Show und Amazon Fire TV (44 Prozent in 2017). Die Zahlen für Deutschland fallen sehr ähnlich aus.

 Bequemlichkeit und Personalisierung werden Gesprächsassistenten in den Mainstream bringen

Sobald ein Vertrauensverhältnis aufgebaut ist, sind die Verbraucher auch bereit, einen Schritt weiterzugehen, bis hin zu einer stärkeren Personalisierung und emotionalen Bindung. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Verbraucher bestätigten, dass ein Sprachassistent ihnen Multitasking und die freihändige Durchführung von Aufgaben ermöglicht. 59 Prozent der deutschen Befragten sind außerdem der Meinung, dass Chat-Assistenten sich im Laufe der Zeit besser an ihren Benutzer anpassen (weltweit 60 Prozent). 56 Prozent wollen ihren Sprachassistenten personalisieren (weltweit 58 Prozent), 53 Prozent wollen ihm einen Namen geben (weltweit 55 Prozent) und 52 Prozent würden gar gern einen Charakter auswählen (weltweit 53 Prozent). Verbraucher wünschen sich also eine menschenähnlichere Interaktion mit ihren Assistenten.

Stan Sthanunathan, Executive Vice President bei Unilever bekräftigt die Notwendigkeit für Unternehmen, Sprachassistenten einzusetzen: „Die größte Erfahrung, die wir gemacht haben, ist es, Gesprächsschnittstellen nicht als Heilmittel für all die Probleme zu betrachten, sondern sie stattdessen zu nutzen, um die menschliche Intelligenz zu erweitern. Das macht sie viel produktiver. Sprach- oder Chat-Bots können mit mehreren Personen gleichzeitig kommunizieren, so tragen sie dazu bei, den Stress und die Belastung unserer menschlichen Mitarbeiter zu reduzieren. Die Interfaces lösen zwischen 20 Prozent und 30 Prozent der Anfragen, bevor sie die menschlichen Agenten erreichen. Und selbst wenn das Thema zu einem Menschen weitergereicht wird, ist es eigentlich viel zielgerichteter.“

 Die Studie identifizierte vier kritische Erfolgsfaktoren für Unternehmen, um die wachsende Begeisterung für Voice zu nutzen:

  1. Das richtige Gleichgewicht zwischen menschlichen und robotergestützten Interaktionen finden, um den Dialog zu intensivieren: Fast die Hälfte der Verbraucher wäre loyaler gegenüber einem Unternehmen – und würde eine höhere Konsumbereitschaft – zeigen, mit einer menschenähnlicheren KI.
  2. Gesprächsassistenten mit zusätzlichen Funktionen wie Bildern/Videos: Fast zwei Drittel der Verbraucher gaben an, dass mehr Informationen es ihnen leichter machen würden, vor allem Bilder (63 Prozent der Verbraucher), Videos (64 Prozent) oder auch mehr Text (65 Prozent).
  3.  Das Vertrauen der Verbraucher gewinnen: Hürden abbauen, kontextbezogen relevant sein und Anwendungsfälle für Gesprächsassistenten auswählen – während Verbraucher zunehmend bereit sind, den Empfehlungen von Gesprächsassistenten zu vertrauen, bleibt die Sorge um Privatsphäre und Sicherheit hoch. Bei einem geringen Involvement würden 63 Prozent der deutschen Befragten ihrem Sprachassistenten bei Produktempfehlungen vertrauen (weltweit 54 Prozent), dagegen 46 Prozent denen eines Verkäufers (weltweit 49 Prozent). Jeder zweite Deutsche und 46 Prozent der Befragten weltweit befürchten, dass ihre Sprachassistenten im Hintergrund ihre privaten Gespräche belauschen.
  4. Talente entwickeln in drei Schlüsselbereichen: Experience Design, Architektur/Technologie und Legal/Compliance – neben der Kultur sind digitale Fähigkeiten die größte Herausforderung für Unternehmen.

Weitere Informationen finden Sie im vollständigen Studienreport hier.

Über die Studie

Für die Studie wurden mehr als 12.000 Verbraucher befragt, davon 1.266 in Deutschland, die entweder einen Sprachassistenten oder einen Chat-Assistenten oder beides für Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen aus den folgenden Bereichen verwendet haben und weiterhin nutzen: Konsumgüter und Einzelhandel, Privatkundenbankgeschäft und Versicherung sowie Automobil. Darüber hinaus wurden 1.000 Führungskräfte aus diesen Branchen nach ihrer Meinung zu Akzeptanz, Umsetzung und Zufriedenheit von Voice-Schnittstellen befragt, einschließlich reiner Online-Marktteilnehmer. Die Untersuchung folgt auf eine 2017 von Capgemini durchgeführte Studie zu Sprachassistenten.

 

 

China nutzt Porno-Profile gegen Hongkong-Demos

Um Fehlinformationen über die politische Lage in Hongkong zu streuen, kaufen mit der chinesischen Regierung verbundene Akteure Twitter-Konten, die zuvor Pornografie verbreitet haben. Die hohe Zahl an Followern solcher Accounts soll den Fake News Glaubwürdigkeit bringen, wie ein Bericht des Australian Strategic Policy Institute (ASPI)  zeigt. Ein Bericht in „Pressetext“. … mehr

 

Was verursacht digitalen Stress und welche Rahmenbedingungen machen besonders anfällig?

Das seit November 2017 laufende BMBF-Projekt »PräDiTec« hat erste Erkenntnisse über die größten Auslöser von digitalem Stress gewonnen. In einer Studie mit mehr als 5.000 Erwerbstätigen wurde untersucht, wie sich das Belastungs- und Beanspruchungsprofil durch den Einsatz von neuen Technologien verändert. Neben den Belastungsfaktoren und Auswirkungen von digitalen Stress wurden Rahmenbedingungen analysiert, unter denen digitaler Stress besonders hoch oder gering ausfällt.

Ständige Erreichbarkeit, Angst vor Leistungsüberwachung und eine Beschleunigung der Arbeitstätigkeit als Auslöser für digitalen Stress

Aus der Studie heraus konnten 12 verschiedene Belastungsfaktoren bei der Arbeit mit digitalen Technologien und Medien identifiziert werden. Dazu gehört beispielsweise die Omnipräsenz, das Gefühl der ständigen Erreichbarkeit und einer kürzeren Reaktionszeit durch das Auflösen der Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben.

Ein weiterer Belastungsfaktor, die Überflutung, beschreibt das Gefühl, aufgrund der höheren Menge an bereitgestellten Informationen mehr und schneller arbeiten zu müssen. Von den Befragten werden am häufigsten Leistungsüberwachung sowie die Verletzung der Privatsphäre als Belastungsfaktor genannt. Bemerkenswert ist nicht nur, dass jeder dritte Befragte mindestens einem der Belastungsfaktoren sehr stark ausgesetzt ist, sondern auch, dass fast jeder fünfte aufgrund des Belastungsfaktors sehr starken digitalen Stress wahrnimmt.

Stressempfinden geht mit der Nutzungsintensivität und der Anzahl genutzter Technologien einher

Doch nicht jeder Arbeitsplatz, der mit digitalen Technologien ausgestattet ist, verursacht digitalen Stress im gleichen Maß. Die Kombination aus der Anzahl genutzter digitaler Technologien und Medien sowie die Nutzungsintensität hat Einfluss auf die Belastung. So ist diese bei einer hohen Anzahl an verschiedenen Technologien, die nur wenig genutzt werden, am höchsten, da die Fähigkeiten und Kenntnisse zur Nutzung der Technologien bei geringer Nutzung schwieriger zu erhalten sind und die Verunsicherung größer wird.

Gesundheitliche und arbeitsbeeinträchtige Auswirkungen

Erschöpfung, Gereiztheit sowie psychischen Beeinträchtigungen bis hin zu Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems gehen mit digitalem Stress einher. Unzufriedenheit mit der Arbeitsstelle und eine schlechtere Leistung sind ebenso mögliche Folgen von digitalen Stresses. Doch organisationale und soziale Faktoren können digitalem Stress am Arbeitsplatz entgegenwirken. Dazu gehören beispielsweise ein erweiterter Handlungsspielraum hinsichtlich arbeitsrelevanter Entscheidungen sowie eine gute Beziehung zu dem Vorgesetztem.

Umfrage: Jeder Fünfte hat Augmented-Reality-Anwendungen ausprobiert

Augmented Reality Brille (Bildquelle: Epson_Moverio_BT-300)

Augmented Reality Brille (Bildquelle: Epson_Moverio_BT-300)

Digitale Zusatzinformationen in ein Live-Bild einblenden lassen – das leisten Augmented-Reality-Technologien (AR). Jeder fünfte Bundesbürger (19 Prozent) hat bereits Augmented-Reality-Anwendungen ausprobiert – per Smartphone oder über eine AR-Brille. Darunter sind 4 Prozent, die eine eigene AR-Brille besitzen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 1.200 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Ein weiteres Viertel (25 Prozent) würde AR-Lösungen nutzen, 46 Prozent können sich dies hingegen nicht vorstellen.

Der überwiegenden Mehrheit ist Augmented Reality aber ein Begriff: Sieben von zehn Befragten (71 Prozent) haben schon davon gehört oder gelesen. „Augmented-Reality-Anwendungen können in vielen Situationen einen Mehrwehrt für Nutzer bieten“, sagt Bitkom-Experte Dr. Sebastian Klöß. „Gegenstände lassen sich per virtuellem Maßband vermessen und Möbelstücke probeweise in den eigenen vier Wänden platzieren. Für Städtereisende gibt es etwa Anwendungen, die den Weg zu Sehenswürdigkeiten weisen, Wissenswertes einblenden und längst verschwundene Gebäude an ihrem früheren Standort wiederauferstehen lassen.“

Interesse für AR auf Reisen, beim Gaming oder im Beruf

Am häufigsten kommt AR bisher im Gaming-Bereich zum Einsatz. Fast jeder zweite AR-Nutzer (48 Prozent) hat Augmented-Reality-Spiele wie Pokémon Go oder Wizards Unite gespielt. Ähnlich viele (45 Prozent) haben AR-Filter in Videos eingesetzt, z.B. bei Snapchat oder Instagram. Gut jeder Dritte (37 Prozent) hat AR zur Orientierung und Information auf Reisen genutzt, 13 Prozent für Bildungs- und Lernprojekte.

Bei interessierten Nichtnutzern unterscheiden sich die Präferenzen. Wer bisher noch nicht mit AR in Kontakt gekommen ist, dies aber nutzen würde, sieht AR-Anwendungen im Reiseumfeld für sich an erster Stelle. Mehr als jeder zweite Interessierte (58 Prozent) gibt dies an. Dahinter folgen AR für Gaming (47 Prozent) und für Videofilter (32 Prozent).

Und fast drei von zehn Interessierten (28 Prozent) würden Augmented Reality im beruflichen Umfeld nutzen. „Business-Anwendungen werden Augmented Reality zum Durchbruch verhelfen“, so Klöß. „Schon heute existieren viele gebrauchsfertige Lösungen für immer mehr Einsatzszenarien. Bei Schulungen lässt sich die Technik genauso einsetzen wie als Unterstützung bei Wartungs- und Reparaturarbeiten, im Operationssaal von Ärzten genauso wie auf der Baustelle von Baggerfahrern.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.224 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Fragestellungen lauteten: „Haben Sie bereits von Augmented Reality gehört bzw. gelesen?“, „Können Sie sich vorstellen, Augmented Reality zu nutzen?“, „Für welche Inhalte haben Sie Augmented Reality bereits genutzt?“ & „Für welche Inhalte würden Sie gerne Augmented Reality nutzen?“

Lauschangriff bei Spielekonsolen: Sprachauswertung gabs hier schon lange…

Nicht erst mit der Einführung von Cortana hat Microsoft damit begonnen, Mitschnitte des eigenen Sprachassistenten durch Mitarbeiter anzuhören. Diese Praxis gibt es bereits seit sechs Jahren, angefangen hat es mit der Sprachsteuerung Kinect in der Spielekonsole Xbox One. Ein Beitrag auf „Golem“. … mehr …

 

Start der Kampagne „Misch dich ein – für ein #NetzohneHass“

netzohnehass_headerbild03Über 80 Organisationen und Einzelpersonen aus Friedensbewegung, Politik und Medienpädagogik rufen dazu auf, Hetze und Hassangriffen im Netz ab sofort mit Zivilcourage zu begegnen. Angegriffene Menschen sollen gestärkt und den Angreifenden gewaltfrei Grenzen gesetzt werden.

„Wir wollen das Internet wieder zu einem Ort der freien Rede machen“, erklärt Björn Kunter, Projektleiter bei LOVE-Storm – Gemeinsam gegen Hass im Netz. LOVE-Storm koordiniert die Kampagne gemeinsam mit dem Internetaktivisten Ali Can, der Berghof Foundation, den Internationalen Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), dem Courage Office und Liebe wen Du willst e.V.

Bis zum 15. November 2019 sollen tausende Menschen die Erklärung auf https://weact.campact.de/p/netzohnehass unterschreiben und sich verpflichten, Hass im Netz zukünftig mit Zivilcourage zu begegnen.

Über die Homepage www.netzohnehass.de erhalten alle Unterzeichnenden Tipps, Trainings und Unterstützung, damit sie im Ernstfall auch wirklich eingreifen.

„Nach dem Mord an Walter Lübcke, der monatelang (fast) unwidersprochen im Netz angefeindet wurde, können wir nicht einfach zur Tagesordnung zurückgehen“, sagt Björn Kunter. „Wir dürfen die Angegriffenen nicht länger alleine lassen.“

Drei von vier Menschen in Deutschland befürchten, dass die Vielfalt im Internet durch Hasskommentare eingeschränkt wird. Dieses Ergebnis einer repräsentativen Studie des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) zeigt: Das Problem ist erkannt. Doch in der konkreten Situation schauen noch zu viele weg, wenn sie Hassangriffe bemerken, anstelle sich einzumischen. So wird das Netz zur Echokammer, in dem sich Menschen, wie der mutmaßliche Mörder Walter Lübckes immer weiter radikalisieren.

Aus ethischen Gründen: Darum ist die Generation Z kritisch gegenüber Amazon

Jeder bewusste Online-Käufer weiß, dass Amazon bei allem Erfolg und aller Nützlichkeit auch einige Schattenseiten hat – von den Arbeitsbedingungen in den Lagern über den Umgang mit Händlern bis hin zu Datenschutzproblemen bei Alexa. Genutzt wird der Online-Marktplatz aber trotzdem rege. Jetzt sollen sich aber vor allem junge Nutzer an der (fehlenden) Ethik des Unternehmens stören, sagt eine Studie von Wunderman Thompson. Ein Beitrag auf dem „Amazon Watchblog“. … mehr

 

Deutsche Twitter-Nutzer sind echte Auto-Fans

62 Prozent der deutschen Twitter-Nutzer wollen stets über alle News der Autobranche auf dem Laufenden bleiben. Damit liegen sie deutlich über dem Durchschnitt aller Internetnutzer (49 Prozent). Ein zentraler Grund für diesen Auto-Enthusiasmus: Mehr als jeder zweite Twitter-Nutzer (55 Prozent) plant aktuell den Kauf eines neuen Fahrzeugs (Internetnutzer: 44 Prozent), wie die aktuelle Twitter-Studie „#Auto Research 2019 Germany“  zeigt. Ein Bericht auf „Pressetext“. … mehr

 

Blogger-Relevanzindex deckt auf: Die 20 erfolgreichsten deutschen Bloggerinnen

Präsent, gut vernetzt, sehr aktiv, engagierte Community: Julia Richter ist mit ihrem Blog „German Abendbrot“ nicht nur die führende Food-Bloggerin in Deutschland – sondern die erfolgreichste Frau in der deutschsprachigen Blogosphäre überhaupt. Nicht leicht in einem Themenfeld mit starkem Wettbewerb: Fünf der 20 bedeutsamsten Bloggerinnen schreiben über kulinarische Themen. Das zeigt der Blogger-Relevanzindex der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor.

Fünf weitere Bloggerinnen aus der Top 20 beschäftigen sich mit Lifestyle und Mode. Ganz vorne weg: Susanne Ackstaller, die sich mit ihrem Blog „Texterella“ vor allem an die Zielgruppe 50+ wendet und im Gesamt-Ranking Platz 5 erreicht.

In weiteren vier Weblogs aus der Spitzengruppe dreht sich alles ums Thema Reisen. Zum Beispiel bei Tanja Neumann, die als „Vielweib on Tour“ auf Platz 7 angekommen ist.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Bloggerinnen ausschließlich mit Küche, Klamotten und Kurztrips Erfolge feiern. Denn den zweiten Platz eroberte Claudia Tödtmann, Redakteurin der Wirtschaftswoche, mit ihren scharfsinnigen Blicken hinter die Kulissen von Unternehmen in „Tödtmanns Management-Blog“. Und Stefanie Fiebrig beschäftigt sich auf ihrem mehrfach ausgezeichneten Blog „Textilvergehen“ nicht etwa mit Fashion-Fauxpas, sondern mit Fußball (vor allem Union Berlin).

Das komplette Ranking: Die 20 wichtigsten Bloggerinnen

  1. Julia Richter – German Abendbrot

http://germanabendbrot.wordpress.com

  1. Claudia Tödtmann – Tödtmanns Management-Blog

http://blog.wiwo.de/management/

  1. Stefanie Fiebrig – Textilvergehen

http://www.textilvergehen.de

  1. Dunja Voos – Medizin-im-Text

http://www.medizin-im-text.de/blog/

  1. Susanne Ackstaller – Texterella

http://www.texterella.de

  1. Milena Heißerer – Amazed

http://www.amazedmag.de/

  1. Tanja Neumann – Vielweib on Tour

http://www.vielweib.de/

  1. Tessa Tews – WanderWeib

http://wanderweib.de

  1. Michaela Hoechst-Lühr – Herzelieb

http://herzelieb.de/

  1. Felizitas Küble – Christliches Forum

https://charismatismus.wordpress.com/

  1. Helga Uphoff – DiabSite Diabetes-Weblog

http://www.diabsite.de/diabetes-weblog/

  1. Sarah Eichhorn – Josie loves

http://www.josieloves.de/

  1. Anita Brechbühl – Travelita

http://www.travelita.ch/

  1. Carsten Meiselbach – Happy Carb

http://happycarb.de/

  1. Ines Thomas – Glamour

http://www.glamour.de/

  1. Virginia Horstmann – Zucker, Zimt und Liebe

http://zuckerzimtundliebe.wordpress.com/

  1. Christine Neder – Lilies Diary

http://www.lilies-diary.com/

  1. Christine Garcia Urbina – Trickytine

http://trickytine.com/

  1. Natascha Wegelin – Madame Moneypenny

https://madamemoneypenny.de/category/mehr-mehr-mehr/

  1. Nike van Dinthe – This is Jane Wayne

http://www.thisisjanewayne.com/

Der Blogger-Relevanzindex von Faktenkontor analysiert fortlaufend die Performance von rund 2.000 deutschsprachigen Blogs. Die Bewertung fußt zu gleichen Teilen auf fünf Faktoren: Die Sichtbarkeit des Blogs im Internet; die Anzahl öffentlicher Links, die zu dem jeweiligen Blog führen; die Vernetzung des Blogs in den Sozialen Medien; die Aktivität (Anzahl der neuen Beiträge) innerhalb der letzten drei Monate; sowie die Interaktion des Blogs mit seiner Community anhand der Anzahl von Kommentaren innerhalb dieser Zeit. Der Blogger-Relevanzindex erlaubt individuelle Auswertungen unter anderem in Bezug auf bestimmte Themenbereiche und Branchen und ermöglicht es Unternehmen so, konkrete Blogs zu identifizieren, die für die Meinungsbildung in ihrem Branchenumfeld wirklich entscheidend sind.

Faktenkontor ist der Berater für Unternehmens- und Vertriebskommunikation. Branchenerfahrene Experten unterstützen Unternehmen aus Finanzdienstleistung, Gesundheitswirtschaft sowie der Beratungs- und Technologie-Branche darin, ihre Zielgruppen über klassische und digitale Medien sowie im persönlichen Kontakt zu erreichen. Neben Medienberatung gehören Konzeption und Umsetzung von Kampagnen sowie Social-Media-Strategien zum Leistungsspektrum. Das Faktenkontor ist zertifiziertes Mitglied der Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen (GPRA) und zertifiziertes Mitglied des Hamburger Consulting Club e.V. (HCC).