Schlagwort-Archiv: Gesellschaft

30 Prozent der Bundesbürger würden ihre Gesundheit einem Roboter anvertrauen

Mehr als jeder dritte Bundesbürger würde bei einem ihm unbekannten Arzt eine Video-Sprechstunde besuchen. Fast ebenso viele zeigen sich sogar grundsätzlich offen für die medizinische Behandlung durch einen Roboter. Gleichzeitig legen 90 Prozent der Deutschen aber weiterhin großen Wert auf das ausführliche Gespräch und den persönlichen Vor-Ort-Besuch bei einem Arzt. Das sind Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage der Schwenninger Krankenkasse, für die 1.000 Bundesbürger befragt wurden. … mehr

 

Plädoyer für Ethik in Zeiten anonymer Meinungsäußerung

100 Einrichtungen der hessischen Bildungs- und Beratungswirtschaft trafen sich kürzlich zur Mitgliederversammlung des Vereins Weiterbildung Hessen e.V. in der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen.

„Politische Bildung kann vor Demagogen schützen“, so der Vorstandsvorsitzende Claus Kapelke in seiner Eröffnungsrede. Mit Bezug auf die Entwicklungen in der Türkei führte er weiter aus, politische Bildung sei „eine Grundlage dafür, dass vermeintlich einfache Lösungen aus dem engen nationalistischen Blickwinkel hinterfragt und die Komplexität politischer und sozialer Phänomene eher verstanden werden können“.

Wie Kapelke betonte, haben die Mitglieder des Vereins durch ihre auch politische Bildungsarbeit einen wichtigen Anteil daran, dass Menschen aus den Krisengebieten dieser Welt sich integrieren und die Werte einer offenen Gesellschaft kennen lernen.

Ethik im digitalen Raum

Die Frage, wie die digitalen Medien Meinungsverbreitung beeinflussen und welche Rolle ethische Grundprinzipien dabei spielen, behandelte anschließend Prof. Dr. Petra Grimm von der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart in ihrem Vortrag „Zur Ethik im Zeitalter des gläsernen Menschen“. Prof. Grimm leitet neben ihrer Lehrtätigkeit das Institut für Digitale Ethik. Gemeinsam mit anderen entwickelte sie die „10 Gebote der digitalen Ethik“.

Projekte und Veranstaltungen für die Bildungswirtschaft

Im nichtöffentlichen Teil der Mitgliederversammlung berichteten Vorstand und Geschäftsführung über die Vereinsprojekte: die Initiative ProAbschluss mit der Marketingkampagne, die Hessische Weiterbildungsdatenbank sowie das Infomobil. Weiterbildung Hessen e.V. setzt diese Projekte im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums um.

Nach dem anschließenden Bericht der Rechnungsprüfer wurden Vorstand und Geschäftsführung entlastet. Geschäftsführerin Barbara Ulreich stellte den Haushalt und den Aktivitätenplan des Vereins für 2017 vor. Die wachsende Mitgliederzahl lässt sich an den zahlreichen Begutachtungen ablesen, die für dieses Jahr anstehen: Für hessische Bildungseinrichtungen ist und bleibt das Qualitätssiegel des Vereins attraktiv.

Der Verein stockt 2017 sein Veranstaltungsangebot für Mitglieder auf und engagiert sich vermehrt für die Zertifizierung von Beratungseinrichtungen und -personen. Als Träger von Projekten wie ProAbschluss, durch den Austausch mit politischen Parteien und öffentlichen Meinungsträgern sowie Öffentlichkeitsarbeit vertritt Weiterbildung Hessen e.V. auch in diesem Jahr die Interessen der Bildungswirtschaft.

Letzter Tagesordnungspunkt war die Neufassung einer Gebührenordnung für Einrichtungen der Bildungsberatung. Weiterbildung Hessen e.V. bietet ein Zertifizierungsverfahren für Beratungseinrichtungen an. Diese können nach erfolgreicher Zertifizierung ihre Beratungsqualität durch ein Gütesiegel nachweisen. Vereinsmitglieder, die sich auch für Bildungsberatung zertifizieren lassen, können einen Rabatt von 30 Prozent erhalten. Der Antrag zur Neufassung wurde von den Anwesenden mit großer Mehrheit angenommen.

Sicherheitsrisiko Smart City: Experten warnen vor Angriffen auf smarte Städte

Kiew in der Ukraine, Städte im Baltikum – und vor kurzem Dallas: Die Einschläge in Form von Hacks auf IT-Infrastrukturen von Metropolen kommen näher. Experten fürchten in Zukunft vermehrt Angriffe auf vermeintlich smarte Systeme in unseren Metropolen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe („Sicherheitsproblem Smart City“). Kürzlich traf es das Sturmwarnsystem in Dallas, das in der Nacht unvermittelt losheulte, berichtet „Heise“. … mehr

 

Wearables sollen Beziehungskrisen verhindern

Schon in naher Zukunft könnten Wearable-Technologie helfen, gröbere Beziehungskonflikte zu verhindern. Davon geht ein Team aus Technikern und Psychologen der University of Southern California (USC) http://usc.edu aus. Denn die Forscher haben ein System entwickelt, das verschiedene Daten von Körpertemperatur bis hin zur Intensität von Gesprochenem misst und daraus den Gefühlszustand von Personen abschätzt – und so Konfliktsitationen erkennt, ist in „Pressetext“ zu lesen. … mehr

 

Facebooks nächste Plattform? Die Welt um uns herum

Autor Johannes Kuhn schreibt in der „Süddeutschen“: Still und leise hat sich Facebook in den vergangenen anderthalb Jahren verändert: Text wird in den Apps des Tech-Giganten zunehmend unwichtiger, Fotos und Videos rücken langsam in den Mittelpunkt der Nutzung. Auf der Entwicklerkonferenz F8 in San Jose stellte Firmenchef Mark Zuckerberg die nächste Phase dieser Entwicklung vor: Facebook steigt in die Augmented Reality (AR) ein, die Einblendung digitaler Elemente in die physische Welt. … mehr

 

Brauchen wir eine neue Digitale Agenda?

Die Wahlperiode neigt sich dem Ende zu. Was der Gesetzgeber bis zur Sommerpause nicht unter Dach und Fach gebracht hat, das kommt nicht mehr, denn dann dominiert der Wahlkampf. Der wird nur in besonders wichtigen Ausnahmefällen unterbrochen. Digitale Themen zählen dazu nicht, meint „DIVSI“. … mehr ….

 

Blockchain: Potenzial und Gefahr zugleich

blockchainDie Blockchain-Technologie ist auf dem Vormarsch. Acht Jahre nach dem Aufkommen der Original Bitcoin Blockchain, gibt es viele Bemühungen, mit den Sicherheitsvorteilen der Technologie in zahlreiche Industriezweige vorzustoßen. Doch welche Vorteile bringt diese den Usern, welche den Unternehmen? Und wie sehen neue Herausforderungen aus, die sich dadurch ergeben? Stichwort: Security Next Generation.

Zunächst einmal: Eine Blockchain lässt sich als Datenbank verstehen, die die technische Grundlage für eine Kryptowährung bereithält. Bekanntestes Beispiel einer Blockchain ist das Zahlungsmittel Bitcoin.

Vorteil 1: Direkte Transaktion ohne Mittelsmann

Der größte Vorteil besteht in der direkten Transaktion von Parteien. Es gibt keinen Dritten im Bunde, der wie ein Schiedsrichter, zum Beispiel eine Bank, oder Treuhänder, wie der Bezahldienst Paypal, die Verlässlichkeit der Akteure prüft.

Doch warum sollte man das bewährte Treuhänder-Modell umgehen wollen? Der Mittelsmann nimmt einem ja gerade die Arbeit ab, das Gegenüber auf Herz und Niere zu prüfen. Aber: Kann man denn dem Schiedsrichter trauen? Auch große Banken sind vor Manipulationen nicht sicher, wie zahlreiche Berichte in der Vergangenheit gezeigt haben.

Vorteil 2: Nachträgliche Änderungen ausgeschlossen

Die Parteien können ihren Deal selbst regeln und versiegeln, so dass die Transaktion zwar sicht- aber unveränderbar bleibt. Dieses Prinzip fordert quasi ehrliches Verhalten der Akteure ein.

Das „Einfrieren“ der Transaktionen erfordert eine andere Technologie als bisher: Bitcoin zum Beispiel hält die Rechenkapazität einer Kleinstadt vor, um seine Transaktionen in digitalem Herz zu verwahren. Andere Technologien nutzen einen Proof-of-stake-Algorithmus. Jedes Prinzip hat seine eigenen technischen und ökonomischen Konsequenzen.

Kein Wunder also, dass gerade im Hinblick auf den Sicherheitsaspekt viel mit der Blockchain Technologie experimentiert wird. Dänische und australische Parteien hoffen auf eine Nutzung bei Online-Wahlen. Es gibt Angebote zur notariellen Beurkundung von Dokumenten und sogar die Überlegung, Krankenakten via Blockchain Technologie zu sichern.

Problem 1: Blockwashing

Eine der größten Herausforderungen im Umgang mit der Blockchain Technologie wird blockwashing sein: entwickelt sich eine vielversprechende Technologie, soll diese als Heilsbringer in den unterschiedlichsten Bereichen fungieren. Die Hals-über-Kopf-Methode, um aus der neuen Technologie Kapital zu schlagen, befeuert die frühe Kurve des Gartner Hpye-Zyklus‘ .  Diese führt aber auch zu einem unausweichlichen Zusammenbruch, wenn die Technologie den Erwartungen nicht gerecht wird – wie bereits gemutmaßt wird.

Galt Dezentralisierung als wichtige Charakteristik der original Blockchain, muss man sich fragen, was der Einzug der Technologie in Cloud-Strukturen (u.a. bei Microsoft und IBM) für die Sicherheitsleistung bedeuten wird. Zwar ist alles kryptografisch gesichert, aber betrieben wiederum von einer einzigen Partei. Der ursprüngliche Charakter der Blockchain wird damit ausgehöhlt. Mehr noch: Microsofts Marketing spielt bereits mit dem unvermeidlichem Spitznamen „Blockchain as a Service“ und negiert damit offen die gesamte Idee des dezentralen und unabhängigen Netzwerks.

Problem 2: Fehlende Standardisierung

Mit dem Thema Standardisierung wird man sich ebenfalls in Zukunft auseinandersetzen müssen. Es gibt zahlreiche Vorschläge und Lösungsansätze für die Blockchain Technologie. Jede mit ihren Vor- und Nachteilen. Zusammenarbeit kann hier nur die richtige Vorgehensweise sein, um allgemein gültige Standards zu definieren. Die Internationale Organisation für Normung (ISO) hat bereits ein Komitee gebildet, das erste Bemühungen in diese Richtung prüft.

Problem 3: Gute Konzepte, schlechter Code

Ein weiteres kritisches Thema dreht sich um die Sicherheit. Denn nur weil das Blockchain-Konzept Security bietet, bedeutet das noch lange nicht, dass auch die Implementierung sicher ist. China beispielsweise – interessiert an einer eigenen Kryptowährung – analysierte kürzlich 25 der Top Blockchain-bezogenen Software Projekte und fand signifikante Sicherheits-Schwachstellen: Stichwort Input Validation.

Fazit: Erst sicherer programmieren, dann nutzen

Die hier dargestellten Probleme sind nicht nur theoretisch. Vielmehr stehen sie den Zielen vieler Blockchain-Projekte diametral entgegen. Bugs in Blockchain Implementierungen sind ernst zu nehmen und führen zu massiven Sicherheitslücken und finanziellen Verlusten, wie der Diebstahl von Zcoins im Wert von 400.000 US Dollar letzten Monat veranschaulicht.

Mit der Weiterentwicklung von Blockchain Software vergrößern sich auch deren Angriffsflächen. Ein Schlüsselfaktor werden hier klug ausgetüftelte Verträge sein. Während die Orginal Bitcoin Blockchain nur Protokolle der digitalen Transaktionen bereithält, könnten neuere Abkommen in Wirklichkeit Programme sein, die auf der Blockchain laufen: Man stelle sich einen legalen Vertrag vor, der durch ein Computerprogramm ersetzt wird.

Statt einen Anwalt zu bezahlen, der den Vertrag regelt, könnten alle teilnehmenden Parteien das selbstständig organisieren. Die Blockchain sorgt für unveränderbaren und transparenten Programm-Output. Das Programm selbst analysiert die externen Bedingungen und führt seine Klauseln ordnungsgemäß aus. Dennoch: Computer-Programme werden immer Schwachstellen haben. Insofern kann die Lösung für eine sichere Blockchain-Technologie nur darin liegen, unter Berücksichtigung von Sicherheitskonzepten zu programmieren und so zum Beispiel die Schwachstellen bei Input und Output Validierung zu korrigieren.

Und zwar bevor man diese Technologie weiten Teilen der Wirtschaft anvertraut oder sie ausgiebig dafür nutzt, um beispielsweise das Internet der Dinge zu organisieren.

Blockchain ist heute das, was das Internet 1994 war

Blockchain hält seine Versprechen. Aber es sollte Gartners Hype-Zyklus durchlaufen bevor es zum Hauptthema in der Sicherheitsindustrie wird. Und wir werden unsere Code-Praxis mit Hilfe von Security-Audits und Code-Scans ebenfalls überdenken müssen. Die Blockchain ist heute das, was das Internet 1994 war.

Zwei Jahrzehnte später ist das Web wie der Justin Bieber der Technologie: unlängst erwachsen geworden, wahnsinnig erfolgreich, aber auch faul und angeschlagen durch den etwas außer Kontrolle geratenen Siegeszug. Es ist ein schöner aber verrückter Ort, im Stich gelassen durch einen Mix aus fragwürdigem Javascript und steil ansteigender Cyberkriminalität. Beherrscht von Monolithen, welche die Privatsphäre ihrer Nutzer zum Frühstück verspeisen. Zugegeben, etwas pessimistisch, aber wäre es nicht sinnvoll, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen während wir uns mit Blockchain beschäftigen?

Autor: Sophos ist Anbieter von Endpoint- und Network-Security-Lösungen der nächsten Generation. Als Pionier der Synchronized Security entwickelt Sophos sein innovatives Portfolio an Endpoint-, Netzwerk-, Verschlüsselungs-, Web-, E-Mail- und mobilen Security-Lösungen, die miteinander kommunizieren.

Bitkom unterstützt Deklaration für Meinungsfreiheit

Eine breite Allianz von Wirtschaftsverbänden, netzpolitischen Vereinen, Bürgerrechtsorganisationen und Rechtsexperten hat sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen das geplante Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) gewandt, mit dem die Bundesregierung gegen Hassrede im Internet vorgehen will.

In einer gemeinsamen „Deklaration für die Meinungsfreiheit“ warnen die Unterzeichner vor „katastrophalen Folgen“, sollte das NetzDG vom Bundestag verabschiedet werden. So zwinge die Androhung hoher Bußgelder in Verbindung mit allzu kurzen Reaktionsfristen die Plattformbetreiber, sich im Zweifel zu Lasten der Meinungsfreiheit und für die Löschung oder Sperrung von Inhalten zu entscheiden.

Dies werde nicht nur jene typischen stupiden Hassreden betreffen, auf die das Gesetz abzielt. Ebenso könnten Meinungsäußerungen von Bürgerrechtlern und Veröffentlichungen von etablierten Medien in sozialen Netzwerken sowie von Vertretern der politischen Parteien von diesen Zwangslöschungen betroffen sein. Viele dieser Inhalte würden womöglich bei sorgfältiger Prüfung durch das grundgesetzlich garantierte Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt sein.

„Das NetzDG wird von einem breiten Bündnis von Organisationen und Personen abgelehnt, die bei netzpolitischen Diskussionen sonst häufig auch kontroverse Positionen vertreten. Sie eint die Sorge um die Meinungsfreiheit im Netz, die durch ein überhastetes Gesetzgebungsverfahren aus wahlkampftaktischen Überlegungen in Gefahr gerät“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Dieses Gesetz richtet mehr Schaden an, als dass es nützt. Die Politik sollte sich angesichts dieser breiten Kritik besinnen und das Gesetz in dieser Form nicht beschließen. Wir müssen verstärkt gegen Hassrede und andere Straftaten im Netz vorgehen, aber nicht auf Kosten unserer Grundrechte und unserer rechtsstaatlichen Verfahren.“

Die Unterzeichner fordern im Kampf gegen „absichtliche Falschmeldungen, Hassrede und menschenfeindliche Hetze“ eine „Kooperation von Staat, Zivilgesellschaft und der Anbieter“. Ziel müsse eine „gesamtgesellschaftliche Lösung“ sein, durch die „strafwürdiges Verhalten konsequent verfolgt“ sowie „Gegenrede und Medienkompetenz gestärkt werden“.

Zu den unterzeichnenden Organisationen zählen, in alphabetischer Reihenfolge

■   Amadeu Antonio Stiftung
■   Bitkom – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
■   BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V.
■   Bundesverband Deutsche Startups e.V.
■   Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.
■   Bundesverband IT-Mittelstand e. V. (BITMi)
■   Chaos Computer Club e. V.
■   cnetz – Verein für Netzpolitik e. V.
■   D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt e.V.
■   Digitale Gesellschaft e. V.
■   DJV – Deutscher Journalisten-Verband e.V.
■   eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.
■   Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)
■   Internet Society, German Chapter (ISOC.DE) e.V.
■   LOAD e.V. – Verein für liberale Netzpolitik
■   Open Knowledge Foundation
■   Reporter ohne Grenzen e. V.
■   Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V.

Weitere Unterzeichner sind:
Dr. Ulf Buermeyer, LL.M., Vorsitzender der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF), Dr. Frederik Ferreau, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität zu Köln, Jörg Heidrich, Rechtsanwalt, Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Politikwissenschaftlerin, Prof. Dr. Thomas Hoeren, Rechtswissenschaftler, Prof. Niko Härting, Rechtsanwalt, Jan Mönikes, Rechtsanwalt, Prof. Dr. Dr. h.c. Ingolf Pernice, Rechtswissenschaftler, Stephan Schmidt, Rechtsanwalt

Die vollständige Erklärung gibt es online unter: http://deklaration-fuer-meinungsfreiheit.de/.

 

 

Smart Home zieht (ein): So denken Frauen und Männer

(Bildquelle: COQON)

(Bildquelle: COQON)

Frische Daten, neue Erkenntnisse, unveränderter Kurs: Smart Home bleibt angesagt – und das insbesondere bei der jüngeren Zielgruppe. So kann sich lediglich 15 Prozent der 18- bis 35-Jährigen – die sogenannte Generation Y – nicht vorstellen in Smart Home Technologie zu investieren. Insgesamt, also unabhängig von Alter und Geschlecht, ist exakt jeder vierte Befragte (25%) nicht daran interessiert, die eigenen vier Wände intelligent zu vernetzen.

Das sind zwei der relevantesten Ergebnisse der zweiten repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag von COQON. Die aktuellen Auswertungen bestätigen weitestgehend die Resultate der ersten Studie aus dem Vorjahr: Aus dieser ging hervor, dass annähernd drei Viertel der Deutschen (74%) gerne in einem Smart Home nach ihren eigenen Vorstellungen leben würden.

Smart_Home_Nutzung-Studie_Coqon_2017

Sicherheit rund ums Haus höchste Priorität

Wie tickt Deutschland beim Smart Home? Und gibt es gravierende Unterschiede zwischen Mann und Frau? Bei den beliebtesten Smart-Home-Anwendungen ist die Rangliste geschlechterbezogen gleich. Am ehesten würden die Befragten zusammengenommen in die Sicherheit rund um Haus oder Wohnung investieren, wie unter anderem Bewegungsmelder, Fensterkontakte und Lichtsteuerung – für 45 Prozent hat dieser Bereich allerhöchste Priorität.

Das Thema Energieersparnis rangiert mit 43 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von der Alarmierung der Bewohner im Notfall (36%), Kameraüberwachung (34%) und Komfortlösungen (28%). Die größten Unterschiede zwischen Frauen und Männern existieren beim smarten Energiesparen und in der Unterhaltungselektronik. 47 Prozent der Männer, die in intelligente Heizungen investieren würden, stehen nur 39 Prozent der Frauen gegenüber.

Während 27 Prozent der Männer ihre Unterhaltungselektronik intelligent vernetzen würden, sind die Frauen in diesem Segment mit 15 Prozent vertreten.

Internet als bevorzugte Informationsquelle

Wie geht Deutschland das Projekt „Smart Home“ eigentlich an? Weitere relevante Ergebnisse der Studie betreffen die Recherche-Wege: Der erste Schritt zur intelligenten Technik führt für Männer über das Internet (53%). Frauen wählen mit 46 Prozent etwas seltener diesen Weg. Zweitwichtigste Anlaufstelle für Männer und Frauen ist mit 39 Prozent der Fachhandel. Gefolgt vom Elektro-Handwerk mit 28 Prozent. Gut jeder Vierte (23%) holt vorab zunächst im Freundes- und Bekanntenkreis Informationen ein.

Vorbehalte gegenüber den Kosten

Für fast jeden Zweiten der Generation Y (49%) sind Smart-Home-Lösungen zu teuer. Im Bevölkerungsdurchschnitt haben 42 Prozent der insgesamt Befragten Vorbehalte, was die Kosten angeht. Dabei sind Männer einem Smart Home gegenüber etwas skeptischer eingestellt als ihre weiblichen Gegenüber: 45 Prozent sagen, „smarte Lösungen seien zu teuer“ – 40 Prozent der Frauen vertreten die gleiche Meinung.

Weitere Ergebnisse: Knapp jeder Zweite (46%) möchte auf „smarte Helfer“ in Autos, wie Türschloss-Fernbedienung, Licht- und Scheibenwischer-Sensorik oder Klimaanlage nicht mehr verzichten. Und gut der Hälfte (49%) der Befragten ist nicht bekannt, dass es – beispielsweise durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) – Förderungsmöglichkeiten gibt, um dem Traum vom Smart Home in den eigenen vier Wänden zu verwirklichen.

xethix-Diskurs: Schutz der Integrität von journalistisch-redaktionellen Telemedienangeboten

Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services, eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.

Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services, eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.

Zum Gesetzesvorschlag „Schutz der Integrität von journalistisch-redaktionellen Telemedienangeboten“ des Zeitungsverlegerverbandes NRW sagt Markus Schaffrin, Sicherheitsexperte und Leiter Mitglieder Services im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. :

„Adblocker erhitzen die Gemüter. Das Abwägen zwischen der Unabhängigkeit der Medienunternehmen, die auf werbefinanzierte Modelle angewiesen sind und der individuellen Selbstbestimmung der Leser ist herausfordernd. In dieser Diskussion darf die Politik aber nicht die Sicherheit der Internetnutzer vergessen, denn Kriminelle spielen über Werbeanzeigen Schadsoftware aus, das sogenannte Malvertising, und infizieren die Computer nichtsahnender Nutzer mit Schadcode. Malvertising ist nach der E-Mail der zweithäufigste Weg zur Verbreitung von Schadsoftware und verursacht jährlich hohe Schäden. Ein Verbot sollte daher sehr gründlich abgewogen werden.“

Weitere Informationen zu Adblockern und Hilfestellungen zum Thema IT-Sicherheit finden Sie unter: https://blog.botfrei.de/

Ernährung – das Topthema bei Google

Wie viel sollte ich pro Tag trinken? Darf ich nach 18 Uhr noch Kohlenhydrate zu mir nehmen? Und den Eiweiß-Shake besser vor oder nach dem Sport? Wenn die Deutschen zu Gesundheitsthemen im Netz recherchieren, geht es meist um Ernährungsfragen. 70 Prozent geben an, sich dazu am häufigsten im Internet zu informieren.

Das zeigt eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Befragten ab 14 Jahren. Auf dem zweiten Platz liegen Krankheitssymptome, 67 Prozent aller Befragten recherchieren dazu im Netz. Auch Informationen zu Fitness- und Sportthemen (58 Prozent), alternativen Behandlungsmethoden (45 Prozent) und allem rund um das Thema Vorsorge (45 Prozent) holen sich die Verbraucher im Netz, genauso wie Informationen zu Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen (32 Prozent) und Ärzten (25 Prozent).

Gesundheitsrecherche im Netz

„Die Gesundheitsrecherche im Netz ist für viele heute selbstverständlich. Man findet so beispielsweise früher einen passenden Doktor und kann gegenüber dem Arzt selbstbewusster auftreten“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Die Netzrecherche könne außerdem den Erfolg von Therapien steigern. „Wenn ein Patient etwa versteht, wie ihm ein bestimmtes Medikament hilft und warum es auf nüchternen Magen eingenommen werden soll, verbessert das die Therapietreue.“

Zwei Drittel der Befragten (61 Prozent) sagen, dass sie durch die Internetrecherche zu Gesundheitsthemen wertvolle Tipps erhalten. Knapp jeder Zweite (48 Prozent) meint, dass das Internet dabei hilft, souveräner gegenüber dem Arzt aufzutreten. Jeder Dritte (32 Prozent) versteht dadurch seinen Arzt besser. Allerdings sagen auch 38 Prozent, dass es ihnen schwer fällt, bei der Fülle an Informationen die seriösen von den unseriösen Quellen zu unterscheiden.

Die Fülle und die stark schwankende Qualität der Informationen können leicht überfordern

13 Prozent meinen, dass die Netzrecherche schon einmal dazu geführt hat, dass sie sich häufiger als früher Sorgen um ihren Gesundheitszustand machen. Nur für sechs Prozent kann die Internetrecherche den Arztbesuch ersetzen. „Bei der Gesundheitsrecherche im Netz müssen einige Hinweise beachtet werden. Die Fülle und die stark schwankende Qualität der Informationen können leicht überfordern. Wichtig ist, sich immer des Absenders, des Ziels und der Aktualität der Informationen zu vergewissern“, so Rohleder. Auch Ausgewogenheit und Aktualität spielten eine wichtige Rolle.

Zehn Tipps zur Gesundheitsrecherche im Netz gibt der Bitkom hier.

Eltern haften für Kinder – auch im Internet sinnvoll?

Surfen im Internet   „Ist es Vater und Mutter zumutbar, ihre Kinder ans Messer zu liefern?“ – fragte der Anwalt der Familie rhetorisch im Prozess. „Schlimmer kann man den Familienfrieden nicht stören.“ Ein Bericht inder „Süddeutschen“. … mehr

 

Chatbots zwischen Hype und Ernüchterung

In mehreren Branchen wird stetig an technischen Innovationen gebastelt, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren. Erst kürzlich verkündete auch Samsung die Einführung eines digitalen Sprachassistenten für sein neues Top-Smartphone. Dem Global AI Survey for Q4 2016 des Software-Anbieters Hub Spot zufolge sind weltweit durchschnittlich nur 14 Prozent der Verbraucher an KI-Anwendungen gänzlich uninteressiert (Deutschland: 25 Prozent). Laut der Studie mit mehr als 1.400 Befragten in sechs Ländern bezeichnen sich 58 Prozent hingegen als sehr interessiert beziehungsweise neugierig darauf. Weitere 29 Prozent sind offen für die Nutzung von KI-Tools, wenn sie gut funktionieren, ist auf „Springer Professional“ zu lesen. … mehr

 

 

 

Entwickler wollen Protokolle ohne Ethik und Moral

Entwickler neuer Internetprotokolle sollen Menschenrechte berücksichtigen, fordern Experten der Internet Engineering Task Force – und befeuern damit eine philosophische Grundsatzdebatte: Darf die Architektur des Internets auf einem Wertesystem basieren? Ein Bericht auf „Golem.de“. … mehr