Schlagwort-Archiv: Gesellschaft

Wie Algorithmen Hass und Vorurteile zementieren

Algorithmen regulieren und organisieren unser Leben online und immer häufiger auch offline. Daten und Zahlen werden eingegeben, und heraus kommt eine Anweisung: Wer bekommt einen Kredit, einen Job und eine Zahnzusatzversicherung? All das entscheiden immer häufiger nicht die netten Sachbearbeiter, sondern Algorithmen, nüchtern und vermeintlich unbestechlich. Es zählen nicht mehr der persönliche Eindruck und das tadellose Auftreten des Bittstellers, sondern nur noch Zahlen und Mathematik, berichtet die „Süddeutsche“. …mehr

 

Digital Natives und Digital Immigrants: Naive Natives

Ein Beitrag in der „NZZ“: Der romantische Mythos vom edlen Wilden kennt viele Varianten. In letzter Zeit erfreute sich vor allem die technoide Version grosser Beliebtheit. Die Digital Natives durchstreiften angeblich das Netz mit derselben Sicherheit wie indigene Völker den Dschungel oder die Prärie, sie verwendeten ihre Laptops, Smartphones und Tablets ähnlich souverän wie die naturverbundenen Eingeborenen ihre Lanzen, Pfeile und Bögen. Entsprang die Vorstellung vom edlen Wilden der Phantasie romantischer Zivilisationskritiker, so die von den Digital Natives dem Wunschdenken technikaffiner Pädagogen. …mehr …

 

 

Digitalisierung: Wo Deutschland aufholen kann

Trotz seiner aktuell hervorragenden wirtschaftlichen Ausgangslage hat Deutschland bei der Digitalisierung Nachholbedarf: Das Land schöpft erst zehn Prozent seines „digitalen Potenzials“ aus – also den maximal möglichen Nutzen aus der Digitalisierung in führenden Sektoren. Bei der künstlichen Intelligenz sind Deutschland und Europa gegenüber China und den USA im Hintertreffen, berichten die „IT Rebellen“. …mehr

 

 

So kommt ihr Social Bots auf die Schliche

In sozialen Netzwerken melden sich immer öfter auch Maschinen zu Wort. Das ist problematisch, wenn die Programmierer der sogenannten Social Bots Diskussionen beeinflussen und Meinungen manipulieren wollen.

Von Mensch zu Mensch – das war einmal: US-Forscher gehen davon aus, das allein bei dem sozialen Netzwerk Twitter bis zu 15 Prozent der Accounts automatisch von Computer-Software mit Tweets beschickt werden. Diese Bots von Menschen aus Fleisch und Blut zu unterscheiden, ist inzwischen überraschend schwierig, meint die“ Internetworld“ … mehr

 

 

 

Bilanz zur Digitalen Agenda 2014-2017

eco Wahl/Digital Check 2017

eco Wahl/Digital Check 2017

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Digitalen Agenda 2014-2017 in den letzten drei Jahren in allen netzpolitischen Handlungsfeldern erkennbare Fortschritte erzielt, gleichzeitig gibt es aber weiterhin in vielen Bereichen noch Handlungsbedarf. Vor allem müssen die nächsten netzpolitischen Ziele der kommenden Legislaturperiode deutlich ambitionierter formuliert werden.

Zu diesem Ergebnis kommt eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. in seiner Gesamtbilanz zu drei Jahren Digitale Agenda 2014-2017 der Bundesregierung.

Anstehende Notwendigkeiten

Um gemeinsam die anstehenden Notwendigkeiten aber auch die Visionen für eine zukunftsfähige Netzpolitik in Deutschland zu formulieren, lädt eco im Rahmen des Netzpolitischen Forums am 5. September 2017 zum Dialog zwischen Wirtschaft und Politik.

Es werden Beiträge von Bundeskanzleramtsminister Peter Altmaier sowie Microsoft Deutschland Chefin Sabine Bendiek erwartet sowie live vor Ort mit vielen weiteren hochrangigen Gästen aus Politik und Wirtschaft wie Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries und FDP-Chef Christian Lindner der Blick nach vorne gerichtet und über Visionen und Notwendigkeiten einer Digitalen Agenda 2017-2021 diskutiert.

eco bietet ab sofort zudem ein neues Online-Tool zum netzpolitischen Parteien-Check an und möchte auf diesem Wege auch die Relevanz des Themas für die kommende Legislaturperiode bereits im Bundestagswahlkampf verdeutlichen. Mit dem Wahl/Digital Check 2017 erhalten alle Wähler die Möglichkeit, sich mit den vorliegenden Aussagen der vier im Bundestag vertretenen Parteien zum Themenkomplex Netzpolitik auseinanderzusetzen.

„Die Digitale Agenda 2014-2017 war ein erster wichtiger Schritt in Richtung einer strategischen Digitalpolitik in Deutschland und die Bundesregierung hat in diesem Rahmen in den vergangenen drei Jahren viele Weichen richtig gestellt“, sagt eco Vorstand Politik & Recht Oliver Süme. „Gleichzeitig erwarten wir aber von der nächsten Bundesregierung auch, dass sie in der weiteren Zielformulierung deutlich nachlegt und bei regulatorischen Vorstößen verstärkt den Dialog mit den Betroffenen sucht um europaweit einheitliche Regeln zu formulieren, die den Digitalstandort Deutschland letztlich voranbringen, anstatt Innovationen zu hemmen. In vielen Bereichen steht Deutschland aus Sicht der Internetwirtschaft einfach noch nicht da, wo es stehen sollte.“

 Thema Breitbandausbau und Aufbau einer gigabitfähigen Infrastruktur

Den größten und dringendsten politischen Handlungsbedarf sieht Süme beim Thema Breitbandausbau und Aufbau einer gigabitfähigen Infrastruktur sowie in den Bereichen digitale Aus- und Weiterbildung als Garant für mündige Nutzer in einer smarten Welt sowie für eine neue Generation zukünftiger IT-Fachkräfte.

Neues Online-Tool: Wahl/Digital Check 2017

Heute geht der eco Wahl/Digital Check 2017 online. Das Online-Tool bietet Nutzern die Möglichkeit – ähnlich wie bei dem bekannten Wahlomat der Bundeszentrale für Politische Bildung – ihre eigenen netzpolitischen Standpunkte mit denen der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien zu vergleichen.

eco e.V. hat dazu im Rahmen der Veranstaltungsreihe Netzpolitischer Parteiencheck im Zeitraum März bis Juni 2017 insgesamt 13 Netzpolitiker der vier Bundestagsfraktionen um ihre Positionierung in fünf Fokusthemenbereichen der Digitalen Agenda gebeten. Diese Positionierung ist Grundlage des Wahl/Digital Checks. Der Wahl/Digital Check ist keine Wahlempfehlung sondern ein Informationsangebot zu Netzpolitik und zur Bundestagswahl.

Der Einfluss von Algorithmen auf die Meinungsbildung

Im Jahr der Bundestagswahl gibt die Gesellschaft für Informatik e.V. ein Sonderheft des Informatik Spektrums zum Einfluss von Algorithmen auf die öffentliche Meinungsbildung heraus. Die Publikation ist bis zur Bundestagswahl kostenlos im Internet verfügbar.

Am 24. September wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Die Diskussion darüber, welchen Einfluss Algorithmen in sozialen Netzwerken und Suchmaschinen auf die Meinungsbildung haben, reißt nicht ab. Phänomene wie Fake News, Filterblasen, Echokammern, Hassrede, Radikalisierung im Internet und die Beeinflussung der öffentlichen Meinung in der digitalen Sphäre werden intensiv diskutiert und beeinflussen den Wahlkampf. Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat nun ein Sonderheft des Informatik Spektrums zum Einfluss von Algorithmen auf die öffentliche Meinungsbildung herausgegeben.

Defizit an verständlichen Informationen

Prof. Dr. Oliver Deussen, Sprecher des GI-Fachbereichs Graphische Datenverarbeitung von der Universität Konstanz und Mit-Herausgeber des Heftes: „Es besteht ein großes Defizit an verständlichen Informationen zu diesem Thema. Auch eine Bewertung der Möglichkeiten der Einflussnahme von Algorithmen auf die Meinungsbildung aus Expertensicht fehlt bisher. Die Debatte um die Nominierung der Präsidentschaftskandidaten in den USA und der Wahlkampf um die Präsidentschaft mit Hilfe von Big-Data-Analysen und sozialen Medien hat dabei eine neue Phase in der Diskussion eingeläutet. Mit diesem Sonderheft wollen wir als Informatiker unseren Beitrag zur aktuellen Debatte leisten und die unterschiedlichen Phänomene aus wissenschaftlicher Sicht einordnen.“

Prof. Dr. Katharina Anna Zweig, GI-Junior Fellow von der TU Kaiserslautern und ebenfalls Mit-Herausgeberin: „Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, wie Algorithmen die öffentliche Meinung beeinflussen könnten: Erstens könnten die Entwicklerinnen und Entwickler bei den großen Plattformen sie gezielt manipulativ gestalten – auch wenn es dafür momentan keinen Anhaltspunkt gibt. Zweitens wird immer wieder diskutiert, dass die Mischung aus menschlichen Nutzern und algorithmischen Systemen zur Abschottung von Gruppen mit bestimmten politischen Meinungen führt – hier ist die Sachlage unklar. Unstrittig ist der dritte Punkt: Algorithmen können von außen manipuliert werden, um Nachrichten nach oben zu pushen. Als Gesellschaft müssen wir die Möglichkeit haben, alle drei Phänomene zu untersuchen und im Zweifelsfall auch zu unterbinden.“ Ein erster Schritt einer umfangreichen Untersuchung ist das von Katharina Anna Zweig mitgegründete „Datenspende“-Projekt von Algorithm Watch.

Informatik-Spektrum Spezial: „Algorithmen und Meinungsbildung“

Im Spezialheft „Algorithmen und Meinungsbildung“ beleuchten acht Beiträge auf kompakte Weise verschiedene Teilaspekte der Diskussion. Nach einem einführenden Artikel der Herausgeber zusammen mit Tobias Krafft behandeln Orestis Papakyriakopoulos, Morteza Shahrezaye, Andree Thieltges, Juan Carlos Medina Serrano und Simon Hegelich das Thema Microtargeting – die gezielte Ansprache von Personen und Gruppen – und die Frage, ob diese Technik auch in Deutschland eingesetzt werden kann.

Tobias Krafft und Katharina Zweig untersuchen in ihrem Beitrag, ob und wie weit die US-Wahl tatsächlich durch soziale Medien beeinflusst wurde. Im Auftragsartikel von Anna Catherin Loll, einer freien Journalistin, werden die wichtigsten netzpolitischen Akteure in Deutschland beschrieben. Die Rolle von Informationsintermediären wie Facebook oder Google News und ihre mögliche Regulierung beleuchtet Wolfgang Schulz und Kevin Dankert.

Uwe Conrad, Direktor der Landesmedienanstalt des Saarlandes, erläutert im Interview, wie man die Medienvielfalt auch im Internet sichern kann. Danach zeigen Jan-Hinrik Schmidt, Sascha Hölig, Lisa Merten und Uwe Hasebrink vom Hans-Bredow-Institut in Hamburg in ihrem Beitrag über Mediennutzung, wie sehr sich Deutschland von den USA in seiner Mediennutzung unterscheidet.

Schließlich geht es um die Frage, was Informatikerinnen und Informatiker in dieser Situation tun können: Dazu wurde ein Artikel von Nicholas Diakopoulos zur Rechenschaftspflicht für algorithmische Entscheidungen aus dem Englischen übersetzt und zusammengefasst. Dieser Beitrag analysiert, wer für die Entscheidungen großer Softwaresysteme verantwortlich gemacht werden sollte und skizziert eine künftige Kultur der Rechenschaftspflicht. Schließlich diskutieren Agata Królikowski und Jens-Martin Loebel aus dem GI-Fachbereich Informatik und Gesellschaft verschiedene Arten von Fake-News. Sie zeigen, wie schwierig eine Bewertung an dieser Stelle ist.

Die Ausgabe des Informatik-Spektrum ist bis zur Bundestagswahl frei im Internet verfügbar und kann hier heruntergeladen werden: https://link.springer.com/journal/287/40/4/page/1.

Die Forschung an Supermenschen hat längst begonnen – doch die wenigsten wissen, was in Labors weltweit geschieht

Ein Beitrag in der „Huffington Post“: Während viele noch mit der digitalen Revolution und ihren Folgen hadern, Angst vor Massenarbeitslosigkeit infolge von Automatisierung und Digitalisierung haben, die Abschaffung jeder Privatsphäre und die totale Kontrolle durch Konzerne und Staaten fürchten, zieht am Horizont bereits die nächste Revolution herauf. Diese wird alles, was die industrielle und digitale Revolution an Gutem und an Schlechtem für die Menschheit gebracht haben, in den Schatten stellen. Es handelt sich um die biologische Revolution. … mehr ..

 

Gefangen im Netz – gegen den Regulierungswahn

Ein Beitrag auf „N24“: Die Digitalisierung dringt in immer mehr Bereiche der Wirtschaft und des Alltags der Menschen vor. Selbstfahrende Autos, Telemedizin, Waschmaschinen, die selbst online Waschmittel bestellen – all das ist heute schon Realität und erst der Anfang des rasanten technologischen Wandels. Ökonomisch betrachtet liegen große Chancen in dieser Entwicklung….mehr …

 

 

Können Maschinen bald moralisches Verhalten von Menschen imitieren?

Das Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück hat eine Studie in Frontiers in Behavioral Neuroscience veröffentlicht. Sie zeigt, dass menschlich-ethische Entscheidungen in Maschinen implementiert werden können und autonome Fahrzeuge bald moralische Dilemmata im Straßenverkehr bewältigen, berichtet „QZ online“. … mehr

 

 

Warum die Zeit für Ethik reif ist und die Zeit der Täuschung vorbei sein sollte

Nicht erst seit der Krise der Automobilindustrie ist wahrhaftiges Handeln von Wirtschaft und Politik essentiell geworden. Es wird Zeit, die kommenden Herausforderungen ernsthaft anzugehen und das Vertrauenskonto in der Gesellschaft wieder aufzufüllen, ist zu lesen auf „LinkedIn“. …mehr

 

 

 

„Der Krieg kommt“: Darum sieht Investor Frank Thelen schwarz für Deutschland

Die dritte Staffel von Die Höhle der Löwen ist im Oktober zu Ende gegangen, nun kann sich Frank Thelen, einer der Investoren und Juroren der VOX-Gründershow, wieder ganz seiner VC-Firma e42 widmen. Deren Wagniskapital steckt unter anderem in den deutschen Startups MyTaxi, Outbank, Lilium und Scanbot. Warum Deutschland bei der Digitalisierung noch viel verstehen muss, erzäht er in „Business Insider“. … mehr

 

 

Die große Chancenwelt der kooperativen Weltbürger

Global Natives„Eltern zahlen, Kinder lernen!“ – diese Strategie hat für viele Familien ausgedient, denn sie trennt nach Generation und nach Kontostand. Wer heute über Grenzen hinweg lernen will, dem stehen mittlerweile andere Türen offen: Internationale Bildung in Familienkooperation wird immer beliebter.

„Globale Bildungsmöglichkeiten sollen weg vom Investitionsprinzip und hin zur unkomplizierten Gegenseitigkeit!“, sagen die Koordinatoren der Bildungschancenbörse Global Natives. „Bildung als gekaufte Dienstleistung dient der Karriere des Einzelnen. Bildung in kooperativen Familienpartnerschaften nützt Kindern, Eltern, Schulklassen und der Welt von morgen!“

Online Community der Global Natives

Die Online Community der Global Natives verbindet die Philosophie des gegenseitigen Nutzens. Bereits 445.000 Familien weltweit finden hier Partner und Möglichkeiten für sich und ihre Kinder, 53% von ihnen leben in Europa. Sie kombinieren ihre Urlaubsplanung, ergänzen sich bei der Ferialbetreuung, lassen ihre Kinder schon im Kindergartenalter im Spiel mit anderen Sprachen vertraut werden, organisieren für Teenager maßgeschneiderten eins-zu-eins Schüleraustausch ebenso wie Praktika und Ferialjobs im In- und Ausland.

Wenn‘s für beide Generationen funktioniert haben internationale Beziehungen ein langes Leben

Die Kinder verbindet ihr Alter, der Wunsch, die Sprache der anderen zu lernen und die Freude an neuen Gesichtern und Geschichten, Melodien und Spielen, Gegenden und Lebensweisen. Auch die Eltern kann vieles verbinden: etwa die Liebe zu Mozart oder den Dire Straits, die Freude an kulinarischen Entdeckungen, das Interesse an Literatur oder Sport, eine ehrenamtliche Tätigkeit, die berufliche Weiterbildung oder der Gedankenaustausch über Politik, Kultur und die Welt bei einem Glas Wein. Wenn sich Wünsche und Angebote zweier Familien ergänzen, ist eine neue Partnerschaft meist schnell auf Schiene. Der verbindende Wunsch aller: die Sprache, Kultur und Denkweise der anderen zu verstehen.

Die Gemeinsamkeiten der Eltern sind die Grundlage für die Netzwerke ihrer Kinder. So werden Auslandserfahrungen und Jugendfreundschaften zu Bausteinen ihres zukünftigen Lebens und die Ideale der kooperativen Weltbürger gehen in die nächste Generation.

Bei den Global Natives sagt man: „Lebenslanges Lernen ist längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Globales Lernen ist auf dem besten Weg dazu.“