Schlagwort-Archiv: Gesellschaft

Facebook wird zum US-Jobportal

Social-Media-Riese Facebook  will auf seiner Plattform in den USA künftig Werbungen für Jobangebote, Darlehen und Kreditkarten für alle Nutzer zugänglich machen. So soll jeder auf Facebook nach diesen Anzeigen suchen können, was Diskriminierung reduzieren soll. „Wenn diese Anzeigen für alle sichtbar sind, wird der Zugang zu wirtschaftlichen Möglichkeiten definitiv größer“, meint Galen Sherwin, leitender Rechtsanwalt bei der Non-Profit-Organisation American Civil Liberties Union (ACLU), die sich für Bürgerrechte einsetzt, , berichtet „Pressetext“…. mehr ...

 

 

Diskussion um Pflegeroboter: „Es geht nicht darum, künstliche Menschen zu erzeugen“

Ein Bericht in „Deutschlandfunkkultur“: Der Robotiker Sami Haddadin hält die Furcht vor Pflegerobotern für unbegründet. Denn es gehe nicht darum, menschliche Pfleger durch Roboter zu ersetzen. Der Robotereinsatz solle vielmehr Pflegekräften mehr Zeit für ihre Patienten verschaffen. … mehr…

 

Wie viel sind meine Daten wert und was wird damit gemacht?

Swisscow

Swisscow

Die Schweizer Suchmaschine Swisscows – bekannt als Datensichere Suchmaschine, klärt auf, was die Daten wert sind und was damit gemacht wird.

 Was sind meine Daten wert?

Es gibt viele verschiedene Richtlinien, nach denen man den Wert der Daten bemessen könnte. Im Internet findet man einige Beschreibungen diesbezüglich, zum Beispiel wird ein Datensatz mit etwa 25 Euro bewertet. Das hört sich recht wenig an, aber wenn es mit 1 Millionen Nutzer multipliziert wird, sist es eine ganze Menge. Der Wert richtet sich auch danach, wie viele Dienste der Mensch nutzt: WhatsApp, Instagram, Facebook, Twitter usw. Es gibt Studien, die den Wert der Email Adresse auf 75 Euro schätzen.

Unteranderem aber es geht nicht nur darum, wieviel Geld verschiedene Dienste mit Ihren Daten verdienen, sondern viel mehr darum, dass Sie laut Ihrer Daten in eine Schublade gesteckt werden: was Sie gerne essen, Ihre Vorlieben, wohin Sie gerne gehen, wieviel Zeit Sie im Internet verbringen, mit wem Sie vernetzt sind und was Sie in Ihren Mails oder WhatsApp Nachrichten schreiben.

Das hört sich harmlos an. Doch wissen Sie, wie sich die Welt in 20 bis 30 Jahren entwickelt und wie Sie nach Ihren Vorlieben bewertet oder sogar diskriminiert werden? Wollen Sie laut Ihrer Daten in eine Schublade gesteckt werden, nach der man Sie als Person beurteilt? Ihre Wünsche, Meinungen, Krankheiten usw. können sich ändern, aber Ihre Daten bleiben wie ein Tattoo auf der Haut, das sich nicht weglasern lässt!

Zusammengefasst geht es nicht darum, wieviel andere an Ihnen verdienen, sondern wie Sie persönlich heute bewertet werden und welche Daten von Ihnen in der kommenden Zeit eine Rolle spielen.

Wer ist hinter unseren Daten her?

Es wurde schon oft berichtet, dass Facebook, Google und Co. Daten verkaufen um sich daran zu bereichern. An wen werden sie verkauft? Zum einen an die Werbeindustrie, Krankenkassen, Versicherungen, Hacker und zum anderen an die Regierungen wie NSA, BND usw.

Zusammengefasst: Hinter Ihren Daten sind eigentlich alle her, die gerne wissen wollen wie Sie leben, was Sie tun und wie man Sie abzocken und an Ihnen Geld verdienen kann.

 Was wird damit gemacht?

Die Daten werden für Werbezwecke zur Verfügung gestellt. Werbende zahlen dafür Geld, Ihre Wünsche zu erfahren, um Ihnen dann für Sie angepasste Werbung anzubieten. Doch das ist bei weitem nicht alles. Es gibt „verdeckte“ Studien, die Ihre Daten sammeln und auswerten, um Sie schlussendlich in eine Kategorie einzustufen wie zum Beispiel: Umgang mit der Gesundheit, Verhalten im Strassenverkehr, Steuersünder, Weinliebhaber, Gegner einer politischen Richtung, usw., damit die Regierung oder andere Organe vorbereitet sind, wenn es um gewisse Entscheidungen geht.

Hier geht es nicht darum, Ihnen Werbung anzubieten, sondern Ihre private Meinung auszuwerten, etwa anhand Ihrer Likes in den Diensten wie Facebook, Instagram, Twitter oder Nachrichten aus WhatsApp. Dadurch erkennt man, was Sie mögen oder nicht mögen, ob Sie Christ oder Moslem sind, ob Sie für oder gegen Homosexualität sind oder wie Ihre Einstellung zur Umwelt ist.

Zusammengefasst: Anhand Ihres digitalen Lebens werden Sie ausgewertet und in eine PRO oder KONTRA Schublade aussortiert.

 Welche negativen Folgen kann ich als Benutzer in Zukunft haben?

Ihre Daten werden für Werbezwecke genutzt, um Ihnen nach Ihren Vorlieben Werbeanzeigen zu verkaufen. Doch das ist nicht alles. Die Daten werden für Auswertungen genutzt, z.B. um anhand von Analysen Ihren psychischen Zustand auszuwerten, ob Sie stabil oder instabil sind. Ob Sie finanzielle Schwierigkeiten haben oder haben werden. Sind Sie für einen Diebstahl risikogefährdet eingestuft? Sie werden beurteilt, bevor Sie in eine Richtung denken.

Man möchte Sie in diesem Sinne manipulieren, denken Sie an Fake News!  Möglicherweise interessiert es Sie heute wenig, doch wissen Sie was Sie persönlich in 20 oder 30 Jahren erwartet? Wie sich die Politik in dieser Zeit verändert? Denken Sie an den zweiten Weltkrieg! War es nicht in dieser Zeit gesetzlich erlaubt Juden zu unterdrücken? Sie könnten also nach Ihren Vorlieben oder Nöten bewertet oder sogar diskriminiert werden.

Zusammengefasst: Denken Sie nicht nur daran, wer Sie heute sind und was Sie heute interessiert, sondern wer Sie in der Zukunft sein werden oder wie sich die Welt in der Zukunft verändern könnte, so dass Sie damit nicht einer Meinung sind.

Mit 30.000 Followern ist man ein Promi

Jeder Social-Media-Nutzer, der 30.000 Follower oder mehr hat, ist eine Berühmtheit. So hat es zumindest die britische Werbeaufsicht Advertising Standards Authority (ASA) bestimmt. Die ASA hat die Grenze von 30.000 Followern auf Plattformen wie Instagram oder Twitter als Benchmark bestimmt, ab wann für einen Social-Media-Nutzer andere Regeln gelten, was Werbung anbelangt. Eine Influencerin wurde aufgrund dieser neuen Definition von der ASA gerügt, berichtet „Pressetext“. … mehr

 

Alipay: Beauty-Filter für Gesichts-Bezahlen

Alipay , der Bezahldienst des chinesischen Online-Handelsgiganten Alibaba, setzt bei seinem Bezahlsystem mit Gesichtserkennung „Smile to Pay“ jetzt auf Beauty-Filter. Diese werden derzeit in ganz China auf entsprechenden Bezahlterminals im Handel umgesetzt. Damit will der Konzern Usern die Nutzung des Systems versüßen. Denn einer Umfrage zufolge waren über 60 Prozent der Ansicht, dass die Kameras des Bezahlsystems sie relativ hässlich aussehen lassen, berichtet „Pressetext“. … mehr

 

Digitale Assistenten: Datentransparenz und gute Erziehung als Schlüssel zum KI-Erfolg

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Digitale Sprachassistenten sind beliebt: Über ein Viertel (27,3 Prozent) der Deutschen nutzt bereits digitale Helfer wie Google Assistant, Amazon Alexa, Siri oder Cortana. 5,7 Prozent der Deutschen haben ihre smarten Lautsprecher dabei sogar mehrmals täglich im Einsatz – so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.

Digitale Sprachassistenten unterstützen uns in allen Lebenssituationen immer stärker und werden darin auch immer besser – ob zuhause, im Auto oder im Job“, sagte Dr. Bettina Horster, Leiterin der Kompetenzgruppe IoT im eco Verband und Vorstand VIVAI Software auf den IoT Business Trends, dem jährlichen Get-together der IoT-Branche in Düsseldorf. Das riesige Entwicklungspotenzial für Unternehmen und Gesellschaft könne sich aber langfristig nur entfalten, wenn die Anbieter ihre Hausaufgaben machten, so Horster, dazu zählten beispielsweise auch die Umsetzung hoher Datenschutz- und Sicherheits-Standards.

Datenschutz als wichtigste Grundvoraussetzung für alle Services rund um Sprachassistenten

Tatsächlich ist die Angst vor dem Missbrauch der eigenen Daten für die Deutschen im Moment noch das wichtigste Argument (41,9 Prozent), um auf digitale Sprachassistenten zu verzichten. Bedenken haben viele Menschen auch bezüglich eines möglichen Missbrauchs der Sprachassistenten durch Dritte (12,5 Prozent) sowie eine mögliche Überwachung und staatliche Strafverfolgung (11,1 Prozent). „Wenn es den Anbietern gelingt, mit nachweislich hohen Sicherheitsstandards die Bedenken der Menschen auszuräumen, dann werden auf der Basis digitaler Sprachassistenten auch zahlreiche neue Services für Unternehmen entstehen“, sagt Horster. „Digitale Sprachassistenten werden die Zusammenarbeit im Unternehmen, jedoch auch mit Kunden und Partnern nachhaltig verbessern.“

Dr. Bettina Horster, Leiterin der Kompetenzgruppe IoT im eco Verband und Vorstand VIVAI Software.

Dr. Bettina Horster, Leiterin der Kompetenzgruppe IoT im eco Verband und Vorstand VIVAI Software.

Die Anbieter und Betreiber von Systemen der künstlichen Intelligenz seien hier gefragt, die Arbeitsweise ihrer Dienste und Produkte nachvollziehbar zu kommunizieren. Anwendern und Betroffenen muss verständlich gemacht werden, wie eine künstliche Intelligenz arbeitet, warum die Systeme eine Empfehlung oder Entscheidung in einer bestimmten Situation und Form treffen und welche Daten verarbeitet und gegebenenfalls generiert werden. Nur so sei sichergestellt, dass künstlich intelligente Services breite gesamtgesellschaftliche Akzeptanz finden können. Eine Forderung, die der eco Verband der Internetwirtschaft auch bereits in den Leitlinien zum Umgang mit künstlicher Intelligenz aufgestellt hat.

Sprachassistenten können mehr

Bislang setzen die Menschen digitale Sprachassistenten jedoch noch hauptsächlich dafür ein, um Informationen im Netz zu finden (32,4 Prozent). Auch um Musik zu hören, im Auto zu navigieren oder sich an Termine erinnern zu lassen, sind virtuelle Assistenten gefragt. Tatsächlich können die Geräte heute aber schon viel mehr wie etwa Anwendungen in der Pflege zeigen: Dort helfen sie älteren Menschen dabei, länger in den eigenen vier Wänden zu leben – ein Ziel der Initiative Smart Service Power. Auch im Auto sorgen Sprachassistenten für mehr Komfort, in dem sich Funktionen per Stimme steuern lassen.

Eine zukünftige KI-Einsatzmöglichkeit in der mittelständischen Wirtschaft beschrieb Andreas Weiss, Geschäftsbereichsleiter Digitale Geschäftsmodelle im eco Verband: Das Projekt Service-Meister soll mit intelligenten Algorithmen dafür sorgen, dass sich Anlagen einfacher warten und verfügbar halten lassen. Dazu entwickelt Service-Meister eine offene Plattform, die das Expertenwissen von Wartungs- und Servicetechnikern skalierbar machen soll.

KI braucht menschliche Intelligenz für ihre nächsten Entwicklungsschritte

Welche weiteren Entwicklungsschritte zukünftig wahrscheinlich sind, das skizzierte Prof. De Kai Wu von den Universitäten in Hong Kong und Berkeley. „KI-Anwendungen von heute sind nicht mehr nur regelbasiert, sie setzen stattdessen auf maschinelles Lernen und neuronale Netze“, sagt der führende Computerlinguist. Da KI-Algorithmen vor allem von uns lernten, seien sie von menschlicher Erziehung abhängig. Denn: „Wir alle sind die Trainingsdaten“, sagt Prof. De Kai Wu. „Unser Verhalten beeinflusst, wie sich eine KI entwickelt. Zu einem nachhaltigen und lebenswerten Planeten gehört daher auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit Technologien und Werkzeugen, wie sie uns die KI-Ära ermöglichen wird.“

Weitere Informationen: Zentrale Herausforderungen und Lösungen künstlicher Intelligenz diskutiert eco mit den Vordenkern und Impulsgebern aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft sowie Betreibern digitaler Infrastrukturen und Dienste beim eco Kongress FAST.

 

 

„Behörden müssen ihre Rolle definieren und aktiv gestalten“

Wie es um die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung steht, welche Herausforderungen die Berater haben und welche Fragen beim Onlinezugangsgesetz zu klären sind, erläutert Marc Reinhardt, Leiter Public Sector bei Capgemini Deutschland bei „Springer Professional“. … mehr

 

Die digitale Zukunft heißt „Society 5.0“

Industrie 4.0 war gestern, die weitere Entwicklung in Richtung Society 5.0 ist nicht aufzuhalten, ist NTT Security (Germany) überzeugt. Das neue Gesellschaftsmodell Society 5.0 ist technologiebasiert, auf den Menschen fokussiert und umfasst eine Vielzahl „smarter“ Anwendungsszenarien. Ein Beitrag in „it-daily“. …mehr …

 

Wenn Cyberkriminelle die Seiten wechseln: Der Einsatz von Ethical Hackers

swirl-optical-illusion-300x203Unternehmen stehen ständig vor der Herausforderung, mit der wachsenden Bedrohungslandschaft Schritt zu halten. Eine Möglichkeit, um Sicherheitslücken in Systemen frühzeitig zu identifizieren, ist der Einsatz sogenannter Ethical Hackers. Zu ihren Aufgabengebieten gehören etwa Penetrationstests von Netzwerken, Rechnern, webbasierten Anwendungen und anderen Systemen, um potenzielle Bedrohungen aufzudecken. Oft handelt es sich bei diesen Mitarbeitern um Hacker, die ihre Fähigkeiten in der Vergangenheit für illegale Aktivitäten wie etwa Einbruch in Unternehmenssysteme und -netzwerke genutzt haben. Geläuterte Cyberkriminelle bieten damit einen umfangreichen Erfahrungsschatz sowie neue Denkansätze und können Lösungen vorschlagen, die nicht gleich auf der Hand liegen.

Bug-Bounty-Programme: Kopfgeldjagd auf Softwarefehler

Ein gutes Beispiel für das Einsatzspektrum von ethischen Hackern sind sogenannte Bug-Bounty-Programme. Mit diesen setzen Unternehmen quasi ein Kopfgeld auf Schwachstellen aus. Damit bieten sie Hackern finanzielle Anreize, um Fehler in einem bereitgestellten Softwareprodukt zu identifizieren und zu melden. Unternehmen können dadurch zeitnah reagieren und Schwachstellen beheben, bevor sie öffentlich bekannt werden. Die Sicherheitslücken Meltdown und Spectre sind gute Beispiele für Schwachstellen, die in einer großen Anzahl von Systemen gefunden und rechtzeitig gepatcht wurden, bevor sie umfangreich missbraucht werden konnten. Hätten böswillige Angreifer diese Lücken entdeckt, wären die Auswirkungen sehr weitreichend gewesen.

Mögliche Probleme beim Einsatz von Ethical Hackers

Wenn Unternehmen zulassen, dass Hacker versuchen, in ihre Systeme einzudringen, birgt das natürlich auch Risiken. Denn im Erfolgsfall muss darauf vertraut werden, dass der Hacker unternehmensloyal handelt. Ein probates Mittel dafür sind deshalb Bug-Bounty-Programme, da sie den Aufwand des Hackers von vornherein monetarisieren. Sobald eine Schwachstelle gefunden und bestätigt wurde, wird der Hacker für seinen Aufwand bezahlt. So gibt es nur einen begrenzten Anreiz, Daten zu stehlen oder den Exploit weiterzuverkaufen.

Wichtig ist: Die Geschäftsbeziehung zwischen Bug-Bounty-Plattform und Hacker basiert auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt. Es gibt Fälle, bei denen sich Hacker nicht an die Regeln und Einschränkungen des Bug-Bounty-Programms gehalten haben. Dies kann rechtliche Konsequenzen durch das Unternehmen nach sich ziehen.

Ebenso sind einige Unternehmen und Bug-Bounty-Plattformen bekannt dafür, Hacker nicht zu bezahlen, obwohl die gemeldete Schwachstelle bestätigt wurde. Solch ein Verhalten schädigt das Vertrauen der Ethical-Hacker-Community enorm und kann sogar dazu führen, dass das Unternehmen und die Plattform auf eine Liste mit Zielen für böswillige Angriffe gesetzt werden.

Bedenken beim Einsatz ehemalig krimineller Hacker

Es gibt potenziell immer Personen, die Hacking nur wegen des Nervenkitzels betreiben. Deren Fähigkeiten können jedoch durch legale, herausfordernde Aufgaben positiv umgeleitet werden. Natürlich mag die Frage aufkommen, wie man sich sicher sein kann, dass ein ehemaliger Krimineller nicht wieder straffällig wird, doch dies ist kein spezifisches Problem der Cyberbranche. Wichtig ist, ein Umfeld zu schaffen, bei dem technische Herausforderung, Lern- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie entsprechende Vergütung gut ausgelotet sind.

Überwiegen diese Vorteile, lohnt sich das Risiko einer Straftat nicht.

Auch ist es wichtig, dass die Gesetzeslage mit der Technologieentwicklung Schritt hält, damit strafrechtliche Konsequenzen gut bekannt sind und genügend Abschreckung bieten. Cyber-Straftaten werden oft immer noch nachgiebiger geahndet als andere Delikte mit vergleichbarem finanziellem Schaden. Ein Grund, weshalb organisierte Banden immer mehr in die Online-Welt abwandern.

 Von Kontrolle zu Freiheit: Zusammenarbeit von Unternehmen und Hackern

Es sollten auf beiden Seiten sehr klare Vereinbarungen getroffen werden, die die Möglichkeit bieten, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Beispielsweise können Unternehmen zu Beginn Zeit und Ort für die Nutzung internetfähiger Geräte begrenzen, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Ethische Hacker sollten Vorgaben und Abmachungen klar einhalten.

Gleiches gilt für das Unternehmen. Werden Vereinbarung durch das Unternehmen nicht erfüllt, ist dies genauso schädlich für die Beziehung. Hat sich das gegenseitige Vertrauen schließlich bestätigt, sollten ehemalig straffällig gewordene Hacker wie jeder andere Mitarbeiter behandelt werden und die Verantwortung und Rolle erhalten, die ihnen gebührt. Dauerhafte Stigmatisierung erhöht erwiesenermaßen die Wahrscheinlichkeit einer Rückfälligkeit. Der Glaube an eine Rehabilitation ist ein wichtiger Bestandteil für ihr Gelingen.

Autor: Naaman Hart ist  Managed Services Security Engineer bei Digital Guardian. Digital Guardian bietet branchenweit eine bedrohungserkennende Datensicherungsplattform, die speziell entwickelt wurde, um Datendiebstahl sowohl durch interne als auch durch externe Angriffe zu verhindern. Die Digital Guardian-Plattform kann für das gesamte Unternehmensnetzwerk, traditionelle und mobile Endgeräte sowie Cloudanwendungen eingesetzt werden. 

 

Ethikrat lehnt Gesichtserkennung für Bodycams ab

Der weltgrößte Hersteller von Körper-Kameras für die Polizei, Axon  , lehnt den Einsatz von Gesichtserkennungs-Software ab. Das Unternehmen beruft sich auf den Bericht eines unabhängigen Ethikrates, der unter anderem für das Thema Künstliche Intelligenz zuständig ist. Danach arbeitet die Technologie noch nicht zuverlässig genug und könne die Privatsphäre von Bürgern gefährden, berichtet „Pressetext“. … mehr

 

Eine private Währungsunion? Digitalwährung Libra: Konkurrenz für Euro und Dollar

geldEin Beitrag von Markus Demary, Senior Economist für Geldpolitik und Finanzmarktökonomik beim Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln: Facebook plant, eine private Digitalwährung namens Libra einzuführen. Zwar konkurriert sie nicht mit der Digitalwährung Bitcoin – allerdings kann Libra sich zu einer Gefahr für Euro und Dollar entwickeln. Wenn Facebook-Mitglieder die neue Währung nutzen, könnte eine globale private Währungsunion entstehen, die nicht mehr unter der Aufsicht europäischer Finanzaufsichtsbehörden stehen würde.

Blockchhain als Grundlage

Libra beruht ähnlich wie Bitcoin auf der Blockchain-Technologie, eine kryptographisch verschlüsselte Datenbank. Sie ermöglicht jedem Teilnehmer des Netzwerks, eine eigene aktuelle Kopie der Blockchain auf seinem Computer zu speichern, dadurch gibt es keinen zentralen Verwalter der Datenbank. Stattdessen können Computer und Rechenzentren, sogenannte Miner, sich an einem Wettbewerb um die schnellste Validierung der Blockchain beteiligen – damit kommt Libra ganz ohne Banken aus. Das Problem: Es ist fraglich, wer für die Geldwäschekontrolle im Libra-Netzwerk zuständig sein wird, wenn Libra nicht unter der Aufsicht von europäischen Finanzaufsichtsbehörden stehen würde.

Wie groß der Libra-Siegeszug sein wird, ist fraglich: Bitcoin hat sich bisher nicht flächendeckend durchsetzen können. Die Bitcoin-Nutzer bilden vielmehr eine kleine und geschlossene Community, die Wert auf Anonymität und Datenschutz legt. Facebook-Nutzer wiederum repräsentieren die Mehrheit der Bevölkerung, für sie ist Anonymität und Datenschutz vergleichsweise weniger wichtig. Libra hat deshalb auf Basis des riesigen Facebook-Mitgliedernetzwerks das Potenzial, zu einer globalen Digitalwährung für den Mainstream zu werden.

Wechselkursrisiken begrenzen

Libra könnte auch für international tätige Unternehmen interessant sein, da sie mit Hilfe der Digitalwährung ihre Wechselkursrisiken begrenzen können – schließlich stellt die Teilnahme an Libra eine private globale Währungsunion dar. Innerhalb von Libras Netzwerk besteht kein Wechselkursrisiko mehr, das fällt nur noch bei Transaktionen von Libra gegen Euro oder Dollar an.

Ob sich Libra gegen Euro und Dollar durchsetzen wird, hängt von drei Faktoren ab: Sicherheit, Datenschutz und Anzahl der Nutzer. Elektronische Zahlungen in Euro mit Hilfe von Lastschrift oder Kreditkarte sind sehr sicher, der Datenschutz ist bekannt – beides ist bei der Nutzung von Libra noch fraglich. Bei der Anzahl der Nutzer dagegen hat Libra immerhin gewisse Chancen, den Konkurrenzkampf gegenüber Euro und Dollar zu gewinnen. Deshalb muss die Politik die Weiterentwicklung der europäischen Zahlungsinfrastuktur unterstützen und die internationale Rolle des Euro stärken.

 

Rachepornos: Opfer sollen anonym werden

Die Opfer von Rachepornos, von denen Nacktbilder oder -fotos ohne Einverständnis im Netz verbreitet werden, könnten in Großbritannien bald einen besonderen rechtlichen Schutz genießen. Nach Vorschlag der Law Commission  , die derzeit eine groß angelegte Prüfung geltender Gesetze zum Thema Online-Missbrauch durchführt, soll Betroffenen etwa automatisch Anonymität gewährt werden – eine Regelung, die gegenwärtig bereits bei herkömmlichen Sexualdelikten angewendet wird, berichtet „Pressetext“. … mehr …