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Studie zu Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt

Der Digitalverband Bitkom hat den ausführlichen Studienbericht zur Untersuchung „Jung und vernetzt – Kinder und Jugendliche in der digitalen Gesellschaft“ veröffentlicht. Grundlage ist eine repräsentative Umfrage unter Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 18 Jahren im Auftrag des Bitkom.

In der umfassenden Befragung geht es unter anderem um Nutzung und Besitz von Geräten wie Smartphones, Computern oder Tablets, die Mediennutzung mit Schwerpunkt auf digitalen Spielen und um das Kommunikationsverhalten von Kindern und Jugendlichen. Dabei wurden auch negative Erfahrungen wie Cybermobbing berücksichtigt und die Rolle der Eltern beim Umgang mit digitalen Medien abgefragt.

Darüber hinaus gibt Bitkom konkrete Hinweise, wie Erwachsene ihre Kinder in den unterschiedlichen Altersgruppen auf dem Weg in die digitale Welt sinnvoll begleiten und unterstützen können.

Neben den zum Teil bereits im vergangenen Jahr veröffentlichten Daten enthält der Studienbericht zahlreiche weitere Detailergebnisse mit Aussagen zu den verschiedenen Altersgruppen und Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen. Die zentralen Ergebnisse im Überblick:

  • In der Altersgruppe von 10 bis 11 Jahren sind mit einem Anteil von 94 Prozent nahezu alle Kinder online und verbringen im Schnitt 22 Minuten pro Tag im Internet. Bei Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren sind es mit 115 Minuten schon fast zwei Stunden.
  • Im Alter von 12 bis 13 Jahren gehören Smartphones mit einer Verbreitung von 84 Prozent zur Standardausstattung.
  • Für ältere Jugendliche ist das Smartphone das wichtigste Zugangsgerät zum Internet: 89 Prozent der 16- bis 18-Jährigen gehen damit online. Auf Platz zwei liegen Notebooks mit 69 Prozent, gefolgt von stationären Computern mit 52 Prozent und Tablet Computern mit 26 Prozent.
  • Die Nutzung sozialer Netzwerke beginnt mit 10 bis 11 Jahren. In dieser Gruppe sind 10 Prozent der jungen Internetnutzer in sozialen Netzwerken aktiv. Unter den 12- bis 13-Jährigen sind es 42 Prozent, bei den 14- bis 15-Jährigen 65 Prozent und bei den 16- bis 18-Jährigen 85 Prozent.
  • Im Ranking der beliebtesten sozialen Netzwerke liegt WhatsApp bei den 10- bis 18-Jährigen mit einer Nutzungsrate von 72 Prozent vor Facebook (56 Prozent), Skype (46 Prozent) und Google+ (19 Prozent).
  • 60 Prozent der aktiven Nutzer sozialer Netzwerke im Alter von 10 bis 18 Jahren haben die technischen Einstellungen zur Privatsphäre verändert. Unter den 10- bis 11-Jährigen haben 23 Prozent die Einstellungen verändert, unter den 12- bis 13-Jährigen 48 Prozent und den 16- bis 18-Jährigen 79 Prozent.
  • 94 Prozent der 10- bis 18-jährigen Nutzer von Smartphones oder Handys versenden Kurznachrichten, entweder als SMS oder über Online-Dienste wie WhatsApp, iMessage oder Hangout. Damit sind Kurznachrichten inzwischen sogar wichtiger als Telefonate.
  • Jeder siebte Jugendliche (14 Prozent) im Alter von 10 bis 18 Jahren ist im Internet gemobbt worden.
  • 93 Prozent der 10- bis 18-Jährigen spielen Computer- und Videospiele – im Schnitt 104 Minuten pro Tag. Während Jungen durchschnittlich 122 Minuten pro Tag spielen, sind es bei den Mädchen nur 82 Minuten.

Die Studie „Jung und vernetzt – Kinder und Jugendliche in der digitalen Gesellschaft“ ist im Internet kostenlos abrufbar,

Rückblick 2014: „Snowden-Effekt“ und App-Boom

Die Bilanz des Medienjahres 2014 hat ein eher ambivalentes Gesicht: Während vor allem jüngere Zielgruppen weiterhin in Richtung Internet abwanderten und mit dem Selfie-Wahn ein neues Hype-Phänomen erzeugten, setzte bei der Mehrheit der Nutzer doch ein ernstzunehmender Umdenkprozess ein, berichtet das Newsportal „Pressetext“. … mehr

Zwischen Vernetzen und Teilen: Generation Y prägt das Auto der Zukunft

Die Zahl der Neuwagenverkäufe bewegt sich in einigen Schlüsselmärkten auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie während der wirtschaftlichen Krisenjahre 2007 und 2008. Diese Entwicklung wird hauptsächlich von einer immer älter werdenden Bevölkerung bestimmt. Automobilhersteller brauchen deshalb neue Konzepte, um in Zukunft mehr Altersgruppen vom Neuwagenkauf zu überzeugen.

Eine der zentralen Verbrauchergruppen, die Generation Y (zwischen 1980 und Mitte der 1990er geboren), ist auf dem Neuwagen-Markt bislang noch nicht sehr aktiv. GfK-Analysen deuten jedoch darauf hin, dass die Vorlieben dieser sehr technikaffinen Altersgruppe entscheidenden Einfluss auf zukünftige Entwicklungen im Bereich vernetzter Automobile und damit auf die Branche insgesamt haben werden.

Welche Eigenschaften vernetzte Fahrzeuge in Bezug auf Entertainment, Sicherheit, Gewohnheiten etc. haben müssen, um bestimmte Altersgruppen anzusprechen, zeigt eine aktuelle GfK-Studie. Dafür wurden Teilnehmer in sechs Ländern befragt.

In Deutschland, Großbritannien und den USA finden 46 Prozent der Fahrer bis 34 Jahre die Idee eines integrierten Entertainment-Systems im Auto „sehr“ oder „in höchstem Maße“ ansprechend. Bei Fahrern, die 45 Jahre und älter sind, zeigen hingegen nur 20 Prozent diese Begeisterung. In den sich entwickelnden Automobilmärkten Brasilien, Russland und China ist die Zustimmung über beide Altersgruppen hinweg insgesamt höher. Sie liegt bei 55 Prozent bei den Befragten bis 34 Jahre und bei 33 Prozent bei der Altersgruppe 45 Jahre und älter.

Fokus auf die Generation Y

Zum oberen Ende der Generation Y gehören die 25- bis 34-Jährigen. Sie nutzen ihr Auto stärker als andere Altersgruppen. In den entwickelten Märkten verbringen sie laut GfK-Studie im Durchschnitt fünf Stunden in der Woche hinter dem Lenkrad. Befragte ab 45 Jahre nutzen ihr Auto hingegen im Durchschnitt 4,6 Stunden in der Woche. In den sich entwickelnden Märkten sind das 6,1 Stunden bei den Jüngeren im Vergleich zu 5,6 Stunden bei den Älteren.

Die Generation Y möchte außerdem bestimmte Gefühle während des Fahrens erleben, die vernetzte Fahrzeuge ihnen problemlos bieten können. In Deutschland, Großbritannien und den USA möchten sich 20 Prozent der Fahrer bis 34 Jahre stolz fühlen, wenn sie mit ihrem Auto unterwegs sind. Bei den Fahrern ab 45 Jahren trifft  das nur bei 10 Prozent zu. Rund 13 Prozent der jüngeren Verbraucher bis 34 Jahre möchten begeistert sein, wenn sie hinter dem Steuer ihres Wagens sitzen. Dieses Gefühl wollen 7 Prozent der Altersgruppe 45 Jahre und älter erleben. Eine ähnliche Verteilung ist auch in Brasilien, Russland und China zu beobachten. Jeweils ein Viertel der Befragten beider Altersgruppen möchte sich während des Fahrens stolz fühlen. Begeistert wollen hingegen 18 Prozent der Fahrer bis 34 Jahre und 17 Prozent der Verbraucher ab 45 Jahre sein.

Die GfK-Studie zeigt außerdem, dass drei Viertel der jüngeren Fahrer in den entwickelten Ländern glauben, ihr Auto wahrscheinlich auch in fünf Jahren noch zu nutzen. In den sich entwickelnden Ländern gaben das sogar 79 Prozent der Verbraucher an.

„All diese Faktoren machen die Generation Y zu einer attraktiven Zielgruppe für vernetzte Fahrzeuge“, kommentiert Frank Härtl, Leiter des Bereichs Automobilmarktforschung bei GfK. „Hinzu kommt, dass diese Generation nun das Alter erreicht, in dem Konsumenten dazu tendieren, einen Neuwagen zu kaufen. Die Branche muss deshalb versuchen, vernetzte Fahrzeuge für die Generation Y auch außerhalb des direkten Beschaffungszyklus er-fahrbar zu machen. Nur dann kann diese Altersgruppe entdecken, dass sie Emotionen wie Begeisterung und Stolz auch in diesen Autos erleben können.“

Vernetzte Autos für die Generation Y erfahrbar machen

Die GfK-Studie zeigt, dass Autofahrer der Generation Y besonders offen für alternative Modelle wie Car-Sharing-Dienste oder sogenannte Pay-as-you-go Autovermietungen (zum Beispiel Zipcar) sind. Wenn es um die Wahl zwischen einem eigenen oder einem gemieteten Auto geht, würden 34 Prozent der deutschen, britischen und amerikanischen Fahrer bis 34 Jahre wahrscheinlich oder definitiv einen Pay-as-you-go-service in Anspruch nehmen. Von den Befragten ab 35 Jahre wären dazu nur 19 Prozent bereit. In Brasilien, Russland und China sind die Anteile sogar noch höher. Hier würden 40 Prozent der brasilianischen, 44 Prozent der russischen und 64 Prozent der chinesischen Fahrer bis 35 Jahre auf diese Alternative um-steigen.

„Wenn vernetzte Fahrzeuge in den Fuhrpark der Car-Sharing-Anbieter integriert werden, kann die Branche jüngeren Fahrern die Möglichkeit bieten, diese Technologie für sich zu entdecken und die neue Erfahrung lieben zu lernen“, ergänzt Frank Härtl. „Aktuelle Car-Sharing-Dienste erfordern eine gewisse Interaktion mit der Technologie, wie zum Beispiel Online-Buchungen oder die Lokalisierung und das Aufsperren der Fahrzeuge über Apps. Die Verbraucher der Generation Y kennen und nutzen solche Funktionen bereits in ihrem Alltag, deshalb gehören auch vernetzte Fahr-zeuge für sie zur natürlichen Entwicklung. Mit diesem ersten ‚Fuß in der Tür‘ hätte die Branche ein aktives Publikum, dass die künftige Nachfrage bestimmen wird.“

Über die Studie

Im Rahmen der Studie führte GfK 6.000 Online-Interviews mit Verbrauchern durch, die 16 Jahre oder älter sind, einen Führerschein besitzen und in einem der sechs betrachteten Märkte (Brasilien, Russland, China, Deutschland, Großbritannien, USA) leben. Die Studie wurde bis zum November 2014 abgeschlossen.

Lästern, Geheimnisse und Furcht vor Mobbing: Flucht in die anonyme Grauzone Soziale Medien

AVG_Social_12_2014Zwei Drittel der Jugendlichen (63 Prozent, Deutschland 61 Prozent) nutzen Soziale Medien unter anderem, damit ihre Eltern nicht sehen können, worüber sie sprechen. Dies zeigt die aktuelle Studie von AVG, einem Online Security Anbieter für rund 188 Millionen aktive Nutzer. Hinzu kommt die Angst vor Mobbing, wie über die Hälfte (58 Prozent, Deutschland 51 Prozent) der Befragten angab. Trotzdem nutzen fast genauso viele Facebook & Co. für Lästereien, Gehässigkeiten und persönliche Informationen, die sie im realen Leben so nicht teilen würden. Weltweit tun dies 53 Prozent, in Deutschland 61 Prozent.

 Nur ein Fünftel der deutschen Teenager nutzen Klarnamen

Im Rahmen der internationalen Studie befragte AVG 4.000 Teenager im Alter zwischen elf und 16 Jahren zu den Themen Online-Privatsphäre und -Verhalten. Danach nutzen nur 21 Prozent der deutschen Teenager ihren Klarnamen in Social Media Kanälen, in Großbritannien dagegen knapp die Hälfte der Befragen (49 Prozent, Durchschnitt 38 Prozent). Rund ein Fünftel (19 Prozent) aller Teenager spricht online über sehr persönliche Dinge. Gleichzeitig gibt ein Viertel (28 Prozent) der Jugendlichen an, bereits ein Familienmitglied darauf angesprochen zu haben, dass diese zu viele Informationen online preisgeben. Deutschland ist hier Spitzenreiter mit 38 Prozent. Auf der anderen Seite glaubt jedoch über die Hälfte (56 Prozent, Deutschland 52 Prozent), dass es eigentlich sehr einfach ist, die Privatsphäre online zu schützen.

Panik bei Freundschaftsanfragen der Eltern? Weit gefehlt!

Wer glaubt, dass Jugendliche in Sozialen Medien nur untereinander kommunizieren, der irrt. Besonders in den USA tauschen sich viele Teenager mit ihren Eltern über Facebook aus: 52 Prozent der dort Befragten sagten, dass sie mit ihrer Mutter über Facebook sprechen, 37 Prozent mit dem Vater. Dagegen sind es in Deutschland nur knapp ein Drittel (30 Prozent), die mit ihrer Mutter und 21 Prozent, die mit ihrem Vater über den Kanal kommunizieren.

Dennoch scheint die Zurückhaltung extrem private Dinge Online mit der Familie auszutauschen hoch. Laut der Studie besprechen Jugendliche auch weiterhin sehr persönliche Dinge in der Familie lieber von Angesicht zu Angesicht. 95 Prozent (Deutschland 96 Prozent) der befragten Teenager bestätigten dies. Via Telefon tauschen noch 13 Prozent (Deutschland 10 Prozent) persönliche Details aus. Schlusslicht bilden die Sozialen Netzwerke mit 3 Prozent, in Deutschland sogar nur 2 Prozent.

 Über die Studie

AVG befragte in seiner neuesten Ausgabe der bekannten Digital-Diaries-Studie 3.999 Jugendliche im Alter zwischen elf und 16 Jahren in Australien, Brasilien, Kanada, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Neuseeland, Großbritannien und den USA. Die Online-Befragung fand im September 2014 über den Markforschungsspezialist Research Now statt.

Spionage in der eigenen Familie: Studie zur Online-Privatsphäre von Teenagern zwischen elf und 16 Jahren

AVG_Privacy_Nov_2014Ein Viertel (24 Prozent) der deutschen Eltern kontrollieren die Smartphones und Tablets ihrer Kinder ohne Erlaubnis. Dies zeigt die aktuelle Studie von AVG, einem Online Security Anbieter. Im Rahmen der internationalen Studie befragte AVG 4.000 Teenager im Alter zwischen elf und 16 Jahren zu den Themen Online-Privatsphäre und -Verhalten. Laut dieser respektieren die Eltern in anderen Ländern die Privatsphäre ihrer Kinder noch weniger: Knapp zwei Fünftel (38 Prozent) der befragten Teenager bestätigten die Fremdeinsicht durch Familienmitglieder. International gaben insgesamt 18 Prozent (Deutschland 15 Prozent) der Jugendlich an, dass ihre Familie dabei sogar private Informationen entdeckte, die sie eigentlich niemanden sehen lassen wollten.

Offene Türen: 70 Prozent der Eltern kennen die Passwörter der mobilen Geräte

Hier scheinen auch Passwörter nicht zu helfen: Obwohl fast vier Fünftel (79 Prozent) der befragten deutschen Jugendlichen ihr Mobilgerät mit einem Passwort schützen, wissen knapp zwei Drittel (59 Prozent), dass ihre Eltern diese zum Teil oder ganz kennen. Weltweit gaben knapp drei Viertel der Teenager an, ein Passwort zu nutzen während 70 Prozent zugaben, dass sie auch ihren Eltern bekannt seien. Auch wenn es um das eigene Zimmer geht, vertraut die Mehrheit der insgesamt befragten Jugendlichen der Familie: Nur zwölf Prozent gaben an, dass sie ein Schloss an der Tür haben. In Deutschland sind es mit neun Prozent sogar noch weniger.

Hausaufgaben wichtiger als Internet-Kontrolle

Dennoch kommt bei Eltern die Kontrolle darüber, was ihre Kinder online tun, an zweiter Stelle. Während in Deutschland knapp zwei Drittel (61 Prozent) der Jugendlichen angeben, dass ihre Eltern die Hausaufgaben kontrollieren, sind es weltweit sogar drei Viertel. Im Gegensatz dazu kümmert sich nur knapp die Hälfte (Deutschland 51 Prozent, weltweit 48 Prozent) darum, wie viel Zeit ihre Kinder online verbringen. Tony Anscombe, Senior Security Evangelist bei AVG Technologies meint dazu: „Ich bin selbst Vater eines Teenagers und als Elternteil der digital native Generation müssen wir die Verantwortung für die sozialen Einflüsse neuer Technologien auf unsere Kinder übernehmen. Hier gilt es, einen Standard für Vertrauen und Abwägen für richtiges Handeln im Internet zu setzen – durch unser eigenes Verhalten und indem wir sie anleiten.“

Eltern verbieten Facebook & Co.

Laut den befragten Jugendlichen bleibt Facebook weiterhin das weitverbreitetste Soziale Netzwerk, gefolgt von Instagram und Twitter. Unbekannte, anonyme Seiten, die in der letzten Zeit durch Sicherheitsbedrohungen von sich reden machten, wurden dagegen weniger genutzt. Dennoch wussten mehr als die Hälfte (Deutschland 52 Prozent, weltweit 54 Prozent) der Teenager von Freunden, dass sie überhaupt nicht in Sozialen Netzwerken unterwegs sind. Hier war in erster Linie ein Verbot der Eltern der Grund. 50 Prozent der Verbote beziehen sich auf Facebook – weltweit sogar 61 Prozent. Aber auch der Schutz der Privatsphäre ist bei Jugendlichen selbst ein Thema: 15 Prozent der deutschen Teenager äußerten Bedenken darüber, dass ihre persönlichen Daten eingesehen werden könnten – und sind damit in der Umfrage Spitzenreiter (Durchschnitt neun Prozent).

Über die Studie

AVG befragte in seiner neuesten Ausgabe der bekannten Digital-Diaries-Studie 3.999 Jugendliche im Alter zwischen elf und 16 Jahren in Australien, Brasilien, Kanada, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Neuseeland, Großbritannien und den USA. Die Online-Befragung fand im September 2014 über den Markforschungsspezialist Research Now statt.

Studie: Jugendliche schützen ihre Daten in sozialen Netzwerken

Jugendliche Nutzer sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram gehen mehrheitlich verantwortungsvoll und kompetent mit dem Thema Datenschutz um. Das zeigen aktuelle Umfrageergebnisse des Hightech-Verbands Bitkom. Danach haben 60 Prozent der aktiven Nutzer sozialer Netzwerke im Alter von 10 bis 18 Jahren die technischen Einstellungen zur Privatsphäre verändert.

Dabei steigt die Datenschutzkompetenz mit dem Alter an. Unter den 10- bis 12-Jährigen haben erst 28 Prozent die Privatsphäre-Einstellungen verändert, unter den 13- bis 15-Jährigen 60 Prozent und unter den 16- bis 18-Jährigen schließlich 79 Prozent. „Jugendliche kennen sich sehr gut mit sozialen Netzwerken aus und nutzen ihre Kenntnisse, um den Datenschutz ihren persönlichen Bedürfnissen anzupassen“, sagt Susanne Dehmel, Bitkom-Geschäftsleiterin für Sicherheit und Datenschutz. So können die Nutzer zum Beispiel festlegen, wer welche Informationen sehen darf. Dehmel: „Jugendliche sollten sich aber klar darüber sein, dass sie sich in sozialen Netzwerken in einem öffentlichen Raum befinden und entsprechend bewusst mit persönlichen Informationen umgehen.“

Laut Umfrage stellen die meisten Jugendlichen ein, für wen ihr persönliches Profil sichtbar ist. 84 Prozent der 10- bis 18-Jährigen, die Einstellungen in einem sozialen Netzwerk verändern, nutzen diese Funktion. 78 Prozent stellen ein, für wen bestimmte Veröffentlichungen (Postings) sichtbar sind. 60 Prozent verändern die Vorgaben, welche Nutzer auf dem eigenen Profil bzw. der eigenen Seite etwas veröffentlichen dürfen. 56 Prozent legen fest, wer sie kontaktieren darf und 54 Prozent, für welche anderen Nutzer sie zu finden sind.

Ein weiterer Indikator für den Umgang mit der Privatsphäre im Internet sind persönliche Angaben. 62 Prozent der befragten Nutzer sozialer Netzwerke im Alter von 10 bis 18 Jahren sind in den Online-Diensten mit einem Spitznamen (Nickname) unterwegs. Das trägt dazu bei, die eigene Privatsphäre zu schützen. Gleichzeitig benutzen 55 Prozent ihren vollen Vor- und Nachnamen. 53 Prozent geben ihr Geburtsdatum an. Bei den 10- bis 12-Jährigen ist das allerdings erst bei einem Viertel der Fall (16 bis 18 Jahre: 67 Prozent). 52 Prozent der 10- bis 18-Jährigen veröffentlichen ein Porträtfoto. Mädchen posten mit einem Anteil von 58 Prozent deutlich häufiger Porträtfotos als Jungen mit 46 Prozent. Auch hier steigt der Anteil mit dem Alter an. Bei den 10- bis 12-Jährigen sind es 27 Prozent und bei den 16- bis 18-Jährigen 69 Prozent.

Hinweis zur Methodik: Im Rahmen der Studie „Kinder und Jugend 3.0“ sind im Auftrag des Bitkom 962 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren befragt worden (10 bis 18 Jahre: 688). Die Umfrage ist repräsentativ. Für die Durchführung waren Bitkom Research und das Marktforschungsinstitut Forsa verantwortlich.

D21-Digital-Index: Pikante Details und erhellende Einsichten aus Internet-Deutschland

Autor Martin Weigert schreibt auf dem Portal „Netzwertig.com“: 33.000 Menschen in Deutschland wurden für den D21-Digital-Index zu ihrem Internetverhalten befragt. Der Ergebnisbericht liefert abgesehen von einigen erwartungsgemäßen Resultaten auch überraschende Erkenntnisse und – für manche – unangenehme Wahrheiten. … mehr … http://tinyurl.com/kte7q6k

Studie: Jeder Dritte Jugendliche in Deutschland bereut Online-Posts

AVJ_Jugendliche_Nov_2014Ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland bereut Beiträge, die sie in der Vergangenheit online gepostet haben. Dies zeigt die aktuelle Studie von AVG, einem Online Security Anbieter für rund 182 Millionen aktive Nutzer. Demnach haben weitere 32 Prozent der Teenager bereits Dritte darum gebeten, gepostete Inhalte, die sie direkt betreffen, wieder zu entfernen. Der Grund: Jeweils 47 Prozent der befragten Jungen und Mädchen im Alter zwischen elf und 16 Jahren hat der Post nicht mehr gefallen oder er war ihnen zu persönlich.

19 Prozent der Jugendlichen haben Fremde gebeten, eben solche Posts zu löschen; sieben Prozent richteten ihre Bitte an die eigene Mutter. Hier bildet Deutschland das Schlusslicht: Im internationalen Vergleich haben mehr als doppelt so viele Jugendliche (18 Prozent) ihre Mutter bereits gebeten, einen Post aus dem Netz zu nehmen. Immerhin noch neun Prozent der deutschen Teenager wurden umgekehrt bereits von jemand anderem aufgefordert, Bilder und Posts, die sie online eingestellt haben, wieder zu entfernen. Insgesamt finden jedoch nur acht Prozent der jungen Leute, dass sie online zu viele Informationen über sich selbst verbreiten.

Deutschlands Jugend ist Schlusslicht: Knapp die Hälfte der deutschen Teenager versteht nicht, was Online-Privatsphäre bedeutet

Im Rahmen der internationalen Studie befragte AVG 4.000 Teenager im Alter zwischen elf und 16 Jahren zu den Themen Online-Privatsphäre und -Verhalten. Obwohl 79 Prozent der Jugendlichen in Deutschland ihre Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook so angepasst haben, dass andere sie nicht so leicht finden können, verstehen laut Studienergebnissen nur 57 Prozent überhaupt, was Online-Privatsphäre bedeutet. Damit belegt Deutschland den letzten Platz im internationalen Vergleich. Hinzu kommt, dass nur 13 Prozent der deutschen Teenager alle ihre Facebook-Kontakte auch wirklich persönlich kennen. Auch hier bilden sie das Schlusslicht.

„Nur weil Teenager heute mit Laptops und Smartphones aufwachsen, gehen wir automatisch davon aus, dass sie wissen, wie man sich selbst online schützt und korrekt verhält. Die Realität sieht anders aus: Wir alle – auch Jugendliche – nehmen neue Technologien ohne groß nachzufragen an. Das führt zu einer konstanten Aushöhlung unserer Privatsphäre im Internet“, warnt Tony Anscombe, Senior Security Evangelist bei AVG Technologies.

Über die Studie

AVG befragte in seiner neuesten Ausgabe der bekannten Digital-Diaries-Studie 3.999 Jugendliche im Alter zwischen elf und 16 Jahren in Australien, Brasilien, Kanada, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Neuseeland, Großbritannien und den USA. Die Online-Befragung fand im September 2014 über den Markforschungsspezialist Research Now statt.

Jugendliche im Web: Positive Erfahrungen überwiegen

Jugendliche_ErfahrungenDie überwiegende Mehrheit (58 Prozent) der Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren hat nach eigenen Angaben noch keinerlei negative Erfahrungen im Internet gemacht. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom im Rahmen der Studie „Kinder und Jugend 3.0“ hervor. „Die meisten Jugendlichen machen weit überwiegend positive Erfahrungen bei der Nutzung des Internet. Sie sollten aber die größten Gefahren kennen und wissen, wie sie im Fall der Fälle reagieren können“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der befragten Jugendlichen geben an, dass sie ihr Wissen dank des Internets verbessern konnten. Ein Drittel (33 Prozent) stimmt der Aussage zu, dass sie durch das Internet ihre Leistungen in der Schule bzw. in der Ausbildung verbessert haben. Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) hat über das Internet neue Freunde gefunden.

Nach den Ergebnissen der Umfrage hat immerhin ein gutes Drittel (35 Prozent) der 10- bis 18-Jährigen auch schlechte Erfahrungen im Internet gemacht. Der Anteil steigt mit dem Alter und der Nutzungsintensität. Unter den 10- bis 12-Jährigen haben erst 23 Prozent negative Erfahrungen im Web gemacht, unter den 13- bis 15-Jährigen ist es fast ein Drittel (32 Prozent) Prozent und unter den 16- bis 18-Jährigen bereits die Hälfte (50 Prozent). Ein häufig auftauchendes Phänomen ist Cybermobbing: So wurden 14 Prozent der Jugendlichen im Internet schon einmal gemobbt oder beleidigt, wie der Bitkom kürzlich berichtete.

Neben persönlichen Attacken können im Web auch verstörende Inhalte negativen Einfluss auf die Gemütslage und die Entwicklung junger Menschen haben. Laut Umfrage haben ebenfalls 14 Prozent der Jugendlichen von 10 bis 18 Jahren im Internet Dinge gesehen, die ihnen Angst gemacht haben. Dazu zählen zum Beispiel explizite Darstellungen von Gewalt oder Pornografie.

Unter den 10- bis 15-Jährigen sind es 11 Prozent und unter den 16- bis 18-Jährigen 18 Prozent. „Verstörende Inhalte sind im Internet jederzeit verfügbar. Schutzprogramme können das Aufrufen bedenklicher Inhalte verhindern oder den Zugang zumindest sehr deutlich erschweren“, sagt Rohleder. „Ab einem gewissen Alter greifen keine Verbote mehr. Jugendliche müssen lernen, eigenverantwortlich zu entscheiden, was sie sehen wollen und was nicht. Die Fähigkeit zum bewussten Abschalten muss in der Schule und von den Eltern vermittelt werden.“

Ein weiteres Problem sind sexuelle Übergriffe: 4 Prozent der 10- bis 18-Jährigen geben an, dass sie im Internet von Gleichaltrigen sexuell belästigt wurden (16 bis 18 Jahre: 7 Prozent). Weitere 3 Prozent sagen, dass sie von Erwachsenen sexuell belästigt wurden (16 bis 18 Jahre: 4 Prozent). Mädchen sind mit einem Anteil von 4 Prozent deutlich häufiger betroffen als Jungen mit nur 1 Prozent. Insgesamt summieren sich die Fälle sexueller Belästigung im Internet damit auf mehrere Hunderttausend.

Die Studie zeigt, dass sich die meisten Jugendlichen anderen Personen anvertrauen, wenn sie negativen Erfahrungen im Internet gemacht haben. 58 Prozent der Betroffenen haben mit ihren Eltern gesprochen und 50 Prozent mit Freunden. 17 Prozent haben einen entsprechenden Vorfall den Betreibern eines Online-Dienstes gemeldet. 14 Prozent sagen, dass sie sich selbst verteidigt haben. Dagegen haben nur 8 Prozent der betroffenen Jugendlichen mit Lehrern gesprochen. „Dass sich Kinder und Jugendliche erwachsenen Bezugspersonen anvertrauen, ist der wichtigste Schritt im Umgang mit negativen Erfahrungen“, betont Rohleder. „Dafür müssen Eltern und Lehrer mögliche Gefahren thematisieren und den Kindern vermitteln, dass sie jederzeit ansprechbar sind.“

Hinweis zur Methodik: Im Rahmen der Studie „Kinder und Jugend 3.0“ sind im Auftrag des Bitkom 962 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren befragt worden (10 bis 18 Jahre: 688). Die Umfrage ist repräsentativ. Für die Durchführung waren Bitkom Research und das Marktforschungsinstitut Forsa verantwortlich.

Eine Übersicht mit den wichtigsten Hinweisen für Eltern und weiterführenden Links hat der Bitkom hier zusammengestellt.

Facebook, WhatsApp, Snapchat: Junge Mädchen regieren das Internet

Eine Kolumne von Sascha Lobo auf „Spiegel“ online: Sie chatten, posten, verschicken Emojis – und entscheiden so, welche neuen Features sich durchsetzen und welche nicht. Milliardenschwere Unternehmen folgen deshalb dem Takt dieser einen Zielgruppe: Mädchen zwischen 13 und 20 Jahren. … mehr … http://tinyurl.com/p4t2qjh