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„Gefällt mir“-Button von Facebook auf Unternehmensseiten verstößt gegen Datenschutz

facebook-logo-thumbs-upDie Verwendung des „Gefällt mir„-Buttons von Facebook auf der Internetseite von Unternehmen verstößt gegen den Datenschutz in Deutschland. Grund ist, dass Facebook über den bereitgestellten Button nicht nur dann Informationen über Nutzer erhält, wenn sie darauf klicken. Vielmehr wird auch ohne einen Klick auf „Gefällt mir“ festgestellt, dass der Verbraucher die Seite besucht hat.

Die Besucher werden allerdings weder darüber informiert, noch können sie der Datenweitergabe widersprechen. Dies ist datenschutzrechtlich nicht zulässig, hat das Landgericht Düsseldorf entschieden (Az.: 12 O 151/15). Damit setzte sich die Verbraucherzentrale NRW gegen Fashion ID (Peek & Cloppenburg) durch. Das Unternehmen muss die Buttons daher entfernen. Die Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ist noch nicht rechtskräftig.

„Unternehmen haben Sorge dafür zu tragen, dass die Nutzer ihres Internetangebots nicht ungewollt als Datenlieferanten für Dritte herhalten müssen. Die Konstruktion des Facebook-Buttons lässt eine rechtlich zulässige Nutzung nicht zu. Die Unternehmen sollten Druck auf das soziale Netzwerk ausüben, die „Gefällt mir“-Funktion an geltendes Recht anzupassen“, erklärt der IT- und Wettbewerbsrechtsexperte Dr. Sebastian Meyer von BRANDI Rechtsanwälte in Bielefeld, der die Verbraucherzentrale in dem Verfahren vertritt.

Das Urteil hat grundsätzliche Bedeutung für die datenschutzrechtliche Bewertung der „Gefällt mir“-Funktion. Seitens der Verbraucherzentrale NRW sind bundesweit noch weitere Verfahren anhängig bzw. Abmahnungen erfolgt, u.a. gegen HRS, Nivea (Beiersdorf), Payback, CTS Eventim und KIK. Beiersdorf (Nivea) hat im Zuge der Abmahnung durch die Wettbewerbszentrale die Nutzung der Funktion beendet. KiK verwendet mittlerweile eine andere technische Lösung, bei der keine automatische Übermittlung von Daten erfolgt.

„Für Unternehmen, die nicht auf die Verknüpfung mit Facebook verzichten wollen, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder wird eine technische Barriere zwischengeschaltet, die eine Verbindung zu Facebook erst bei der Nutzung der Schaltfläche „Gefällt mir“ aufbaut. Oder jeder Nutzer wird mittels eines Banners vorab informiert und muss der Weitergabe der Daten an Facebook zustimmen – ähnlich wie bei der Nutzung von Cookies. Das werden die Unternehmen ihren Kunden und Interessenten aber kaum zumuten wollen“, betont Meyer.

 

 

Facebook darf Klarnamen fordern, sagt ein deutsches Gericht

images-2Keine Chance für „Phil Lip“, „Jose Phine“ und „Michi R-Punkt“. Das Verwaltungsgericht in Hamburg hält die Klarnamenpflicht auf Facebook für zulässig, berichten die „e-commerce-news“. Facebook trägt einen Sieg vor einem deutschen Gericht davon: Das soziale Netzwerk darf von Nutzern in Deutschland vorerst weiterhin verlangen, sich mit Klarnamen anzumelden. Das hat das Verwaltungsgericht Hamburg entschieden und sich dabei gegen die Anordnung des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar gerichtet. … mehr

 

Wie das Kartellamt Facebook verändern könnte

Autor Daniel Moßbrucker von „NDR.de“ berichtet: Das Bundeskartellamt will prüfen, ob Facebook seine Marktmacht dazu missbraucht, die eigenen Nutzer auszubeuten. Das gab die Behörde in einer Pressemitteilung überraschend bekannt. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass Facebook eine marktbeherrschende Stellung habe und durch Datenschutzvergehen gegen Kartellrecht verstoße. „Ich gehe davon aus, dass das Kartellamt in seinem Verfahren einen Marktmissbrauch feststellen wird“, sagt die Hamburger Juristin Sophie Knebel…. mehr

 

Facebook stellt Bevölkerungskarte der Erde vor

Netzwerkgigant Facebook fertigt derzeit eine Bevölkerungskarte der Erde an, die bis zu zehnmal genauer ist als bereits bestehende Informationen aus Satellitenbildern. In der Zusammenarbeit mit der Columbia University soll die aus riesigen Datenmassen erstellte Karte einen wichtigen Teil zur globalen Bereitstellung von Ressourcen beitragen, ist es auf „Pressetext“ zu lesen. … mehr

 

Streit mit FBI um iPhone-Entschlüsselung: Facebook und Twitter unterstützen Apple

Soll Apple dem FBI helfen, das iPhone des Attentäters von San Bernadino zu knacken? Das Unternehmen sagt eindeutig Nein – und ist mit dieser Haltung nicht alleine. Nach Google und Whatsapp haben sich nun auch Facebook und Twitter an die Seite von Apple gestellt, berichtet „Spiegel.de“. Damit hat sich eine kleine aber sehr einflussreiche Gruppe aus dem Silicon Valley formiert. … mehr...

 

Algorithmen: Facebook fängt den Nutzer in seiner eigenen Weltanschauung ein

Das soziale Netzwerk optimiert mal wieder seinen Algorithmus – und wirft damit ethische Fragen auf, meint Autor Johannes Boie in der „Süddeutschen“: Etwa ein Siebtel der Weltbevölkerung verwendet Facebook täglich. Der Erfolg verpflichtet zur Verantwortung, würde man meinen. Facebook teilt diese Wahrnehmung, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht: noch mehr Nutzer, noch mehr Umsätze, noch mehr Wachstum, die Gesetze des Marktes kennen keine Obergrenze. … mehr

 

Neuer Apotheken-Infokanal auf Facebook: „Fakes don’t care. But we do.“

„Fakes don’t care“, die Facebookseite zu gefälschten Medikamenten, will Österreichs größter Apotheken-Infokanal im Social Media-Bereich werden, berichtet „Pressetext“. Die Facebookseite „Fakes don’t care“, eine Initiative des Österreichischen Apothekerverbandes und der Online-Plattform APOdirekt, klärte acht Monate lang über die kriminellen Machenschaften von Arzneimittelfälschern auf und darüber, wie gefährlich Fake-Medikamente für die Gesundheit sein können. … mehr

Friss oder stirb: Über den Unsinn des AGB-Widerspruchs auf Facebook

Autor Tobias Gillen schreibt in „BasicThinking“: Alle Jahre wieder gehen bei Facebook die „Ich widerspreche den neuen AGB“-Postings rund. Das zeigt auch, dass es nach wie vor großen Aufklärungsbedarf in dieser Sache gibt. Kleiner Spoiler: Diese Postings bringen genau nichts. … mehr

 

EU will Facebook-Führerschein ab 16 Jahren

Ein neues Gesetz der Europäischen Union könnte Kinder unter 16 Jahren bald den Zugang zu sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Co verwehren, berichtet „Pressetext“. Mit diesem Schritt würde sich das Gesetz über die eigenen Nutzungsbedingungen hinwegsetzen und Eltern einen wichtigeren Stellenwert beimessen. …mehr

 

What Mark Zuckerberg’s Leadership Means For Millennials

Article by Ashley Stahl in „Forbes“: Facebook CEO Mark Zuckerberg and his wife Priscilla Chan recently pledged to donate 99 percent of their Facebook shares to charitable causes over the course of their lives. The news came via an open letter published on Facebook that the couple wrote to their newborn daughter, Max. The couple hopes that the donation—worth about $45 billion—will help make the world a better place for their daughter. … more

Das Stresslevel von Teenagern steigt, je mehr Facebook-Freunde sie haben

Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper schreibt in „Wired“: Kanadische Forscher haben eine Verbindung zwischen Stress und der Nutzung von Facebook hergestellt: Teenager mit mehr als 300 Facebook-Freunden leiden demnach unter einem erhöhten Stresslevel, weil sie verstärkt das Hormon Cortisol ausschütten. … mehr