Schlagwort-Archiv: Ethik

Facebooks fragwürdige Definition von vertrauenswürdigen Quellen

Facebook arbeitet weiter kräftig an seiner Umgestaltung. Das soziale Netzwerk hat nun in Form von zwei Postings verkündet, wie in Zukunft vertrauenswürdige Quellen identifiziert werden. Das Interessante dabei: Facebook entzieht sich beinahe jeder Verantwortung, ist auf „Basicthinking“ zu lesen. … mehr

 

 

Fabasoft unterstützt Datenschutz-NGO von Max Schrems

Max Schrems und Helmut Fallmann, Vorstandsmitglied von Fabasoft (Fotograf: Milena Krobath)

Max Schrems und Helmut Fallmann, Vorstandsmitglied von Fabasoft (Fotograf: Milena Krobath)

Der österreichische Datenschutzaktivist Max Schrems gründet aktuell eine NGO, die es sich zum Ziel gesetzt hat, europäische Datenschutzgesetze durchzusetzen, indem sie Verbraucherschutzfälle vor Gericht bringt. Mittels Crowdfunding sollen für NOYB („None of Your Business“) bis Ende Januar 250.000 Euro gesammelt werden. Max Schrems erklärtes Ziel für sein Europäisches Zentrum für Digitale Rechte: „Europa bekommt das beste Datenschutzgesetz der Welt. Die neuen Regeln sind ein großer Schritt vorwärts. Jetzt müssen sie auch in der Praxis umgesetzt werden.“

Datenschutz ist Kernkompetenz von Fabasoft

Fabasoft unterstützt Schrems in seinem Anliegen mit der gemäß den NOYB-Statuten höchstmöglichen Summe, denn das Thema „Datenschutz“ zählt zu den Kernkompetenzen des Unternehmens.  „Über die Kooperation mit Max Schrems beziehungsweise die Unterstützung von ‚None of Your Business‘ unterstreichen wir noch einmal diesen Fokus,“ sagt Helmut Fallmann, Vorstandsmitglied von Fabasoft. Über 500 Einzelpersonen greifen NOYB bereits unter die Arme, außerdem versprachen Mozilla, die Stadt Wien und der Betreiber der Suchmaschine StartPage.com Finanzierungen.

Max Schrems wurde bekannt für seine aufsehenerregenden Klagen gegen den Social Media-Giganten Facebook. Obwohl Europa strenge Datenschutzgesetze hat, wird die Praxis vom „Big Business“ seiner Meinung nach bisher anders gelebt, sprich: Das Recht der Menschen auf Privatsphäre ignoriert. NOYB will Datenschutzgesetze gemeinsam durchsetzen, indem die Bestimmungen der im Mai 2018 in Kraft tretenden EU-Datenschutz-Grundverordnung genutzt werden. Sein Finanzierungsziel will Schrems unbedingt erreichen, denn: „Ohne eine solide Basis macht der Kampf gegen globale Großunternehmen keinen Sinn. Entweder ganz oder gar nicht!“

Der Utopische Salon: Wir wollen etwas bewegen

Digitalisierung ist überall und verändert rasant, wie wir kommunizieren und interagieren, wie wir wahrnehmen und denken, wie wir arbeiten, wie wir leben. Die gesellschaftlichen Auswirkungen sind enorm, das bestreitet niemand. Und dennoch setzen wir uns viel zu wenig damit auseinander, was Digitalisierung eigentlich bedeutet, und wohin sie uns führt. Viele Menschen haben das vage Gefühl, dass da einfach irgendetwas mit ihnen passiert, worauf sie keinen Einfluss haben.

 Schreckensszenarien gibt es bereits genug

Damit wollen wir uns nicht abfinden. Wir können und wollen nicht auf jemanden warten, der uns das Denken abnimmt. Nicht auf die Politik und auch nicht auf ein Wunder. Wir brauchen heute eine breite gesellschaftliche Debatte zu diesen Themen, eine kritisch-rationale Auseinandersetzung, aber auch Kreativität und Spaß beim anders Denken. Schreckensszenarien gibt es bereits genug, was uns fehlt ist die Idee eines Zielbilds, eben eine Utopie. Was, wenn wir in 200 Jahren wiedergeboren würden – in welche Welt sollte das sein? Brave New World, Minority Report, Blade Runner? Das ist doch alles Fiction!? Zugegebenermaßen ja – aber die Welt von morgen wird nun einmal erschaffen durch die Phantasien von heute.

Der Utopische Salon

Darum haben wir den Utopischen Salon gegründet. Er hat eine „klassische“ Seite in der Tradition der philosophischen und literarischen Salons des 19. und 20. Jahrhunderts, in denen leidenschaftlich diskutiert wurde. Unser erstes Treffen fand am 04. Dezember in Frankfurt statt. Wir, das sind in diesem Fall Chris Boos, Ulla Coester, Tom Dapp, Katarina Klatt, Edeltraud Leibrock und Jürgen Stahl. Und der Utopische Salon hat eine „virtuelle“ Seite, den Blog-Salon. Egal ob klassisch oder virtuell – immer geht es um den Austausch, offen und ohne Denkhürden. Der Utopische Salon will Fragen stellen, Denkanstöße geben und Menschen motivieren, sich über diese Themen auszutauschen. So wollen wir gemeinsam etwas bewegen.

Initiiert wurde der Utopische Salon von Dr. Edeltraud Leibrock. Als Naturwissenschaftlerin (Physik, Biologie) und Tech-Pionier (mit 16 begann sie zu programmieren) ist sie überzeugt davon, dass Neues immer dann entsteht, wenn unterschiedliche Welten, Menschen und Kulturen aufeinandertreffen, sich austauschen und ergänzen: erst verschiedene Perspektiven ergeben das gesamte Bild. Seit vielen Jahren bringt sie in Beratung und Management Innovation und Transformation in IT- und technologiegetriebenen Organisationen und Prozessen voran.

Schätze aus Elektroschrott: Dell startet Recycling-Programm für Gold

Bildquelle: Dell

Bildquelle: Dell

Dell hat ein branchenweites Pilotprojekt für das Recycling von Gold aus alten Elektronikgeräten vorgestellt. Ab diesem Frühjahr wird dieses Gold unter anderem in Motherboards des Latitude 5285 2-in-1 enthalten sein und im nächsten Jahr zudem für die Herstellung von Millionen weiterer neuer Motherboards genutzt.

Dell erweitert damit sein Kreislauf-Programm für Kunststoffe und Edelmetalle.   Derzeit werden nur 12,5 Prozent des entstehenden Elektroschrotts bei der Herstellung neuer Produkte wiederverwendet.

Allein in den USA werden jedes Jahr Gold und Silber im Wert von 60 Millionen Dollar aus nicht mehr benötigten Telefonen weggeworfen. Dies zeigt, welches Potenzial das Recycling dieser Materialien hat. Die Wiederverwendung von Gold aus gebrauchten Geräten hat nicht nur wirtschaftliche, sondern vor allem auch ökologische Vorteile, indem Schäden für Gesundheit und Umwelt, die üblicherweise mit dem Abbau von Gold verbunden sind, vermieden werden.

In einem umweltschonenden Prozess zerlegt der Dell-Umweltpartner Wistron GreenTech gebrauchte Elektronik in seine einzelnen Komponenten. Das in Motherboards verbaute Gold wird im Rahmen einer Kreislauf-Lieferkette recycelt und in neuen Motherboards oder anderen Produkten wiederverwendet. Laut einer Studie von Trucost , einem britischen Analysten für Umweltrisiken, wird hierdurch die Umweltbelastung im Vergleich zur traditionellen Goldgewinnung um 99 Prozent verringert.

Bildquelle: dell

Bildquelle: dell

Außerdem kündigen Dell und die Schauspielerin, Unternehmerin und Aktivistin Nikki Reed eine Zusammenarbeit zur Unterstützung von Design mit nachhaltigen Materialien an. Die Circular Collection von Bayou with Love und Dell ist eine neue, limitierte Schmuckkollektion aus Gold, das aus Dells Recycling-Programm gewonnen wurde. Die Kollektion, die auf der diesjährigen Consumer Electronics Show vorgestellt wurde, umfasst 14- und 18-karätige Ringe, Ohrringe und Manschettenknöpfe.

„Dell ist stolz darauf, in seiner gesamten Lieferkette nachhaltigere Prozesse zu entwickeln“, erklärt Jeff Clarke, Dell Vice Chairman. „Innovativer Materialeinsatz, beispielsweise bei Kunststoff, Kohlefaser und jetzt Gold, wird für uns immer wichtiger. In einer Tonne Motherboards ist bis zu 800 Mal mehr Gold vorhanden als in einer Tonne Erz. Das macht die enorme Bedeutung solcher Anstrengungen sehr deutlich. Um die drängenden Umweltprobleme zu lösen, müssen wir über den Tellerrand hinausschauen und innovative Lösungen realisieren.

Die Kollektion von Nikki Reed ist ein sehr anschauliches Beispiel für die Möglichkeiten nachhaltigen Produzierens.“  Schon seit über einem Jahrzehnt arbeitet Dell an der Verwendung von nachhaltigen Materialien in Produkten und Verpackungen. Seit 2012 hat Dell mehr als 22.000 Tonnen Material aus Altgeräten in neuen Produkten recycelt. Im Rahmen des „Legacy of Good“-Programms hat Dell zugesichert, bis 2020 45.000 Tonnen an recycelten Materialien in seinen Produkten wiederzuverwerten. Die Zusammenarbeit mit Nikki Reed zählt zu den innovativen Projekten, Möglichkeiten einer Wertschöpfung aus Abfall zu entwickeln.

#Digitalethik: „Wir dürfen Werte nicht an der digitalen Garderobe abgeben“

Ein Beitrag von Alexander Birken, Vorstand der Otto Group. Auf XING: Das Vertrauen der Deutschen in Unternehmen ist derzeit auf einem Tiefpunkt. Vielen Menschen bereitet die Zukunft einer digitalisierten Lebenswelt Sorgen. Vor allem mithilfe von Transparenz kann Vertrauen wiederhergestellt werden….mehr

 

 

 

Unser Ethik-Hype — oder die Obszönität des Zeigefingers

Ein Beitrag in der „FAZ“: Bis vor zehn oder fünfzehn Jahren hat mich das Wort bloß an eine Tonlage in der Philosophie erinnert, mit der ich nichts zu tun haben wollte — und an den lebenslang unüberhörbaren, aber manchmal auch fast beschwingten unterfränkischen Ton in der Sprache meines Vaters, der sonntagmorgens gerne von der “ärztlichen Edik” redete, ohne sich damit jene Aufmerksamkeit in der Familie zu verschaffen, die ihm so fehlte. …mehr

 

Alexa, kannst du auch Ethik?

Ein Beitrag im „Focus“: In der Ära von Bitcoins, Alexa, Internetapotheken und Drohnen kann man schon einmal ins Grübeln kommen. Innovationen und Veränderungen prägen den Alltag – aber so mancher trägt auch eine gehörige Portion Skepsis vor den vielen digitalen Einflüssen mit sich herum. Zurecht? Wie gehen wir Menschen also verantwortungsvoll mit unseren neuen Technologien um? Und wo darf das Ganze nicht hinführen? Antworten und Gedanken zu solchen ethischen Fragen präsentieren Masterstudierende des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik an der FH Münster bei einer öffentlichen Veranstaltungsreihe in Steinfurt. … mehr …

 

Digitalisierte Pflege: Trost vom Roboter

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt stetig und bereits jetzt bestehen Engpässe im Personal. Anreiz genug für den Einsatz von sogenannten Pflegerobotern. Diese können nicht nur einfache motorische Aufgaben übernehmen, sondern kommen auch als Therapiemittel zum Einsatz, berichtet „Politik Digital“. … mehr

 

 

Ethische Fragen bei Künstlicher Intelligenz: Mit welchen Herausforderungen müssen wir umgehen?

Die französische nationale Datenschutzbehörde CNIL legt nach einer mehrmonatigen Diskussion einen Bericht über Software und maschinelle Entscheidungen vor, der sich mit ethischen Fragen auseinandersetzt. Was muss angesichts von uns umgebender Künstlicher Intelligenz neu verhandelt werden, wenn Entscheidungen an Computerprogramme delegiert werden? Das frägt sich „Netzpolitik.org“. …mehr

 

 

Buchtipp: CSR und Digitalisierung

CSR_DigitalisierungDieses Buch ist ein Kaleidoskop unserer Gesellschaft und Zeit. Es beschäftigt sich mit Herausforderungen, Chancen und Risiken der größten Transformation der Geschichte: der Digitalisierung. Vorgestellt werden bahnbrechende neue Methoden zur nachhaltigen Steuerung der digitalen Transformation, neue Denkstile sowie neue Formen interdisziplinärer Zusammenarbeit – etwa mit Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaftlern, Ökonomen, Informatikern, Psychologen, Philosophen und Vertretern der Kreativwirtschaft. Sie zeigen, dass Digitalisierung weder gefürchtet noch verehrt werden muss, denn es geht vor allem darum, ihre Rolle zu verstehen, um sie nachhaltig zu gestalten.

Das Buch erläutert die wichtigsten Begriffe zur Digitalisierung anhand konkreter Praxisbeispiele

▶ Nachweis, dass die digitale Kompetenz künftig eine Schlüsselqualifikation für Arbeit und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben sein wird

▶ Benennt gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen, die in Deutschland benötigt werden, um die dringend notwendige Digitalreife zu erlangen

▶ Gibt Unternehmen, Verbrauchern, Wissenschaftlern und Politik eine fundierte Orientierung bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen der digitalen Gesellschaft

Co-Autoren dieses Buches sind unter anderem Wolfgang Schäuble, Fredmund Malik, Timotheus Höttges, Henning Kagermannm, Viola Klein, Bert Rürup, Julia Klöckner, Christian Seifert, Tim Leberecht, Dieter Gorny, Christoph Keese, Valerie Niehaus und Dunja Koelwel, Mitbegründerin von xethix.

Die Herausgeber Dr. Alexandra Hildebrandt ist Publizistin, Bloggerin und Nachhaltigkeitsexpertin. Sie leitete die Gesellschaftspolitik bei Arcandor und war beim Deutschen Fußball-Bund Mitglied in der DFB-Kommission Nachhaltigkeit. Werner Landhäußer ist geschäftsführender Gesellschafter der Mader GmbH & Co. KG mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen.

Zum Buch:

  1. Aufl. 2017, Etwa 600 S.Druckausgabe, Softcover, Ladenpreis49,99 € (D)

Erhältlich bei in der Buchhandlung oder via ▶ springer.com/shop

 

Frohes Fest: Hacker und Spione als smarte Spielzeuge unterm Weihnachtsbaum

Weihnachtsmann8Jedes Jahr sind Eltern auf der Suche nach dem ultimativen, besonderen Geschenk. Und die Spielwarenindustrie bietet ihnen einen reichen Fundus. In den Spielwelten spiegelt sich natürlich auch die Welt der Erwachsenen wieder, mit Tablets, Lern-Computern und so genannten Smart Toys.

Diese Spiele, Puppen, Roboter oder Uhren sind allerdings nicht nur zum Spielen da. Viele sind über mehr oder weniger sichere Verbindungen ans Internet angeschlossen und öffnen allem möglichen Unfug Tür und Tor.

So werden Nutzerverhalten aufgezeichnet, Angebote gemacht, die weder kinder- noch jungendtauglich sind, oder sie dienen als Eintrittstor zum heimischen Netzwerk, um Daten und Informationen von anderen Geräten auszuspionieren. Schenkende tun also gut daran genau zu prüfen, ob sich das Spielzeug der Wahl nicht versehentlich und nur ein paar Stunden nach der Bescherung als Alptraum entpuppt. Doch damit nicht genug. Selbst Eltern engagieren sich als Geheimdienstamateure.

Diverse internetgebundene Spielzeuge verfügen über Funktionalitäten, wie die metergenaue Lokalisierung des Kindes oder die Aufnahmemöglichkeit alle Umgebungsgeräusche, die zu Rechtsverstößen führen können. Im Helikopter-Modus nutzen Eltern diese Möglichkeit beispielsweise, um die Gespräche ihres Nachwuchses mit den Lehrern abzuhören. Da wird die Kinder-Smart-Watch ganz schnell zum neuesten 007-Gadget von Q oder die knuddelige Püppi zur Mata Hari.

Smartwatches für Kinder in Deutschland verboten

Die deutsche Bundesnetzagentur hat deswegen kürzlich bestimmte Smartwatches, die sich an Kinder zwischen 5 und 12 Jahren richten, verboten. Die Uhren verfügen über eine SIM-Karte und eingeschränkte Telefonfunktionen, die über eine App gesteuert werden können. Der App-Besitzer kann bestimmen, dass die Uhr eine beliebige Telefonnummer anruft. So kann er unbemerkt die Gespräche des Uhrenträgers und dessen Umfeld abhören.

Wie man die Einstellung der Eltern, ihre Kinder zu bewachen, moralisch bewertet, steht auf einem anderen Blatt, aber diese Abhörfunktion verstößt in Deutschland gegen geltendes Recht. Bei Zuwiderhandlung droht ein sattes Bußgeld. Besonders prekär: die Sicherheitslücken in einigen Modellen erlauben es neben den Eltern auch Fremden, die Kontrolle über die Geräte zu erlangen.

Sie können damit das Kind abhören, mit ihm hinter dem Rücken der Eltern kommunizieren und sogar mit der Kamera der Uhr Bilder vom Kind aufnehmen. Smartwatches ereilt mit dem Verbot das gleiche Schicksal wie das der internetfähigen Puppe „My Friend Cayla“. Deren Einfuhr und Besitz sind in Deutschland bereits seit Februar 2017 verboten. „My Friend Cayla“ war mit einer Kamera und einem Chip für künstliche Intelligenz ausgestattet, um die Emotionen von Kindern zu interpretieren. Ein Spielzeug, das der deutsche Datenschutz als „illegaler Spionageapparat“ erklärte.

Was bedeutet das nun für den Gabentisch?

Bei den verbotenen Spielzeugen ist es eindeutig: Finger weg, selbst wenn man diese noch über „dunkle“ Kanäle erwerben könnte. Doch leider bilden die aus dem Verkehr gezogenen Smart Watches und Spielzeuge nur die Spitze des Eisbergs. Daher lieber Abstand nehmen von smartem Spielzeug, so lange man nicht ganz genau weiß, was das Gerät kann, wer darauf zugreifen darf und wie man es ausstellt. Der Markt verfügt über eine so große Fülle an Spielzeugen, dass eine passende, kindgerechte, sichere und legale Alternative schnell gefunden ist. Im Zweifel ist schnell im Internet recherchiert, ob das Spielzeug für alle beteiligten taugt und sicher ist. Übrigens: vor klassischem Brettspiel, Büchern oder den unkaputtbaren Bausteinchen aus Dänemark braucht sich niemand zu fürchten. Für das Wohl der Kinder, den Familienfrieden und die Rechte anderer.

Michael Veit, IT-Sicherheitsexperte bei Sophos, gibt folgende Tipps für smarte Weihnachtsgeschenke:

·       Gesunder Menschenverstand hilft. Wenn schon onlinefähiges Spielzeug, dann mit ausgewiesener Sicherheit. Im Zweifelsfall kann diese über eine kleine Recherche im Internet geklärt werden.

·       Man sollte Spielzeuge nicht mit sensiblen Accounts verbinden. Es gab bereits einige Fälle in denen die Verkettung von mehreren Accounts zu unschönen Überraschungen oder Tränen geführt haben. Ein Kontrollverlust wie beispielsweise bei Bestellungen ist schnell geschehen.

·       Die neuesten Weihnachts-Gadgets benötigen zwar Internet, jedoch nicht den Zugang zu sensiblen Daten. Sie in das Gastnetz einzubinden reicht in den meisten Fällen aus und verhindert den unkontrollierten Zugriff auf private Daten.

·       Achten Sie auf ihre internetfähigen Geräte. Diese Geräte sind durch Cyberkriminelle verwundbar. Bevor Sie also ihr neues Gerät in Betrieb und in Ihr Netz nehmen, ändern Sie zunächst Ihr Passwort.

·       À propos Passwort – seien Sie umsichtig im Umgang mit Ihren Passwörtern. Verwenden Sie unterschiedliche Passwörter für unterschiedliche Accounts und kreieren Sie Passwörter, die schwer zu erraten sind und Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen enthalten.

·       Jegliche Software, auch die der Spielzeuge oder Smart Watches, sollte auf dem neuesten Stand sein und damit bestmögliche Sicherheit bieten.

Dell und Lonely Whale starten Vereinigung zur Müll-Bekämpfung in den Weltmeeren

ocean-plastics_1Dell und Lonely Whale haben unter dem Namen NextWave eine gemeinsame Open-Source-basierte Initiative gegründet. Sie bringt führende Technologie- und Konsumunternehmen zusammen, um die erste kommerzielle Lieferkette für Kunststoffteile aus den Ozeanen zu entwickeln und damit die Verschmutzung der Meere zu reduzieren.

Zu den Mitgliedern gehören General Motors, Trek Bicycle, Interface, Van de Sant, Humanscale, Bureo und Herman Miller. Unterstützung erhält die Vereinigung zudem von der UNO-Agentur UN Environment, dem 5Gyres Institute, der Zoological Society of London und dem New Materials Institute.

Acht Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in den Ozeanen

Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass 2010 schätzungsweise acht Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in die Ozeane gelangten. Wenn sich der Trend fortsetzt, werden es bis 2025 mehr als 150 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren sein. Dieser stellt nicht nur eine Bedrohung für lebenswichtige Ökosysteme des Meeres, für Fischzuchtanlagen und Korallenriffe dar, sondern hat auch negative Auswirkungen auf Gesundheit und Lebenserwartung von Meerestieren und Menschen.

Die Mitglieder von NextWave übernehmen gemeinsam die Verantwortung für die Entwicklung eines nachhaltigen Modells, das die Verschmutzung der Ozeane durch Plastik messbar reduziert und zugleich wirtschaftliche und soziale Vorteile für eine Reihe von Interessengruppen schafft. Darüber hinaus wird die Initiative sicherstellen, dass die daraus entstehende Lieferkette die erforderliche Infrastruktur und Unterstützung erhält, um die Anforderungen auch hinsichtlich weltweit anerkannter Sozial- und Umweltstandards zu erfüllen und der Überprüfung durch unabhängige Instanzen standzuhalten.

Einberufen wird die Vereinigung von The Lonely Whale, einer NGO, die sich mit Schul- und Verbraucherkampagnen für die Rettung der Meere einsetzt. NextWave wird Wissenschaftler und Aktivisten, die sich mit Meeresverschmutzung und dem Ökosystem der Meere befassen, aktiv einbeziehen, um ein nachhaltiges Modell zu entwickeln, das die Bedürfnisse der Umwelt und der Anwohner von Küstenregionen berücksichtigt. Die Initiative wird von UN Environment unterstützt; außerdem sind Partner aus der Privatwirtschaft eingeladen, sich für die Kampagne „Saubere Meere“ zu engagieren.

NextWave geht davon aus, dass sie zusammen innerhalb von fünf Jahren mehr als 1,3 Millionen Kilogramm Plastik umleiten können – das entspricht 66 Millionen Wasserflaschen, die nicht in die Weltmeere gelangen.

Die Mitgliedsunternehmen sind außerdem übereingekommen, die Kunststoffnutzung in ihren Betrieben und Lieferketten zu reduzieren. Neben der Vermeidung von Kunststoffen, die in die Meere gelangen könnten, ist es wichtig sicherzustellen, dass jedes Unternehmen seinen eigenen „Plastic Footprint“ bewertet und die Nutzung von Einweg- und nicht recycelbaren Kunststoffen beendet oder signifikant reduziert.

Die Initiative geht auf die engen Beziehungen zwischen Dell und Lonely Whale zurück.

Im Jahr 2015 hat sich Dell mit Adrian Grenier, dem Gründer von Lonely Whale, zusammengeschlossen, um Unternehmen und Verbraucher über die Gefahren von Kunststoffen in den Weltmeeren zu informieren. Dell hat im Februar 2017 ein erstes Pilotprojekt dazu gestartet und die Clean Seas Initiative des UN-Umweltprogramms unterstützt. Diese hat dazu geführt, dass über 33 Länder Maßnahmen zur Verringerung des Meeresmülls ergriffen haben. Im Juni 2017 sprachen Dell und Lonely Whale auf der 2017 UN Ocean Conference, wo Dell sich für die UN SDG Goal 14, die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, verpflichtete.

ocean-plastics_2„Die Zusammenarbeit von Unternehmen ist ein ganz wichtiger Aspekt, wenn wir den Plastikmüll in den Ozeanen reduzieren wollen“, erklärt Doris Albiez, Senior Vice President & General Manager Dell EMC Deutschland. „Wir freuen uns daher, mit Führungskräften aus verschiedenen Branchen zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Ziel zu verwirklichen, neuartige Lösungen zu entwickeln, die aus dem Abfall Mehrwert schaffen können.“

„Die Ozeane stehen vor einer Plastikpandemie, daher ist es entscheidend, dass Unternehmen Verantwortung für ihre Lieferketten übernehmen und dass die Verbraucher sich darüber im Klaren sind, dass ihre täglichen Entscheidungen ein bleibendes Erbe hinterlassen können“, sagt Erik Solheim, Executive Director, United Nations Environment. „Wir begrüßen es, dass Dell und Lonely Whale diese Arbeitsgruppe organisieren und leiten, und wir hoffen, dass sie ein Katalysator für Innovationen sein wird, die nur durch Zusammenarbeit erreicht werden können.

Mehr Infos: Video: Dell Ocean Plastics (https://www.youtube.com/watch?v=hgieHvpD4EM)