Schlagwort-Archiv: Ethik

Schulbeginn: Kaufrausch durch Influencer

Social-Media-Influencer bringen Kinder dazu, ihre Eltern beim Einkaufen für den Schulanfang zu höheren Ausgaben zu überreden. Denn die Kleinen wollen die von Internet-Persönlichkeiten beworbenen Produkte, die oft aber sehr teuer sein können. Das ergibt eine Studie des US-Finanzberatungsunternehmens NerdWallet . Ein Bericht auf „Pressetext“. … mehr

 

Frauen pushen ihr Ego durch „Sexting“

Frauen senden eher Nacktbilder, damit Männer nicht das Interesse verlieren. Das Erlebnis wird zugleich als Gefühl der Selbstbestimmung sowie als Selbstentmachtung empfunden. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie von Forschern der Arizona State University  mit 1.000 Studenten. Frauen versenden viermal häufiger solche Bilder als Männer. Ein Bericht auf „Pressetext“. … mehr

 

Kritik von von Digitalcourage: „Schluss mit dem Sicherheitstheater!“

Mit der Kampagne „Schluss mit dem Sicherheitstheater!“ kritisiert Digitalcourage, dass Politikerinnen und Politiker Überwachungsgesetze mit „Sicherheit“ begründen. „Aus Sicherheitsgründen“ sei eine sinnentleerte Floskel.

Der Grundrechte- und Datenschutzverein Digitalcourage macht mit einer vielseitigen Kampagne darauf aufmerksam, dass der Verweis auf Sicherheitsgründe häufig missbraucht werde, um Überwachungsbefugnisse zu erweitern und Grundrechte einzuschränken. Digitalcourage wirft der Politik vor, dass Sicherheitsgründe in den meisten Fällen vorgeschoben würden und die damit begründeten Maßnahmen gar nicht zu einem Mehr an Sicherheit führten. Die Verantwortlichen erzeugten und nutzten unbestimmte Ängste, um der Bevölkerung repressive Politik zu verkaufen.

„Freiheit ist unser größter Sicherheitsgarant. Das Grundgesetz gibt uns aus gutem Grund viele Abwehrrechte gegen den Staat. Es ist unsinnig und gefährlich, diese Grundrechte für ein trügerisches Sicherheitsgefühl zu opfern“, sagt Leena Simon von Digitalcourage.

„Politiker die Überwachungsgesetze als Sicherheit darstellen vernachlässigen ihre Sorgfaltspflicht“, erklärt Kerstin Demuth von Digitalcourage. „Häufig werden Maßnahmen die Grundrechte achten und tatsächliche Sicherheit schaffen, gar nicht erst diskutiert.“

Wenn es wirklich um Sicherheit im praktischen Alltag der Menschen ginge, so Digitalcourage weiter, wären ganz andere Maßnahmen notwendig. Die Vorschläge reichen von bezahlbarem Wohnraum über mehr Beratungsangebote, den Kampf gegen den Klimawandel bis hin zum verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika. Digitalcourage schätzt, dass auf diese Weise etwa 80.000 Menschenleben im Jahr gerettet werden könnten.

Der Verein rügt, dass der Verweis auf Sicherheitsgründe in der Politik stets als Vorwand verwendet werde, um sinnlose autoritäre Maßnahmen durchzusetzen, sei es durch gefährliche Überwachungsgesetze oder Präventivhaft.

Mit Beispielen zeigt Digitalcourage, dass „Sicherheitsgründe“ als Vorwand für beinahe alles herangezogen werden können und ruft zum Selbstversuch auf: „Wir begründen jetzt eine Woche lang alles was wir tun mit ‚Sicherheit‘“, erklärt Leena Simon. „Aus Sicherheitsgründen sollten Sie das auch mal ausprobieren.“

 

Darum ist die eSIM eine Schlüsseltechnologie des Connected Car

eSIM-Technologie wird im autonomen Connected Car eine integrale Rolle spielen. (Bildquelle: metamorworks – stock.adobe.com)

eSIM-Technologie wird im autonomen Connected Car eine integrale Rolle spielen. (Bildquelle: metamorworks – stock.adobe.com)

Die eSIM-Technologie setzt sich in immer mehr Anwendungsbereichen durch. Ihr Grundprinzip: Geräte oder Maschinen, die eine Mobilfunkverbindung benötigen, werden mit fest verbauten SIM-Chips ausgestattet. Auf diese lassen sich die Profile der Netzbetreiber dann „over the air“ aufspielen. Eine Branche, die von dieser Technologie ganz besonders profitiert, ist die Automobilindustrie mit ihren zunehmend vernetzten Fahrzeugen. G+D Mobile Security zeigt auf, warum eSIM eine Schlüsseltechnologie für das Connected Car darstellt.

  1. Gesetzliche Vorgaben. Die Europäische Union macht seit 1. März 2018 das automatische Notrufsystem „eCall“, das zwingend eSIM benötigt, für alle Neuwagen in der EU zur Pflicht. Die Russische Föderation fordert mit „ERA GLONASS“ etwas ganz Ähnliches ab 2020. Länder wie Brasilien, China, Türkei, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben bereits Gesetze zur Telekommunikations-Regulierung erlassen oder bereiten derzeit Gesetze mit spezifischen lokalen Anforderungen vor. eSIM-Technologie wird die Fahrzeughersteller maßgeblich dabei unterstützen, auf veränderte Gesetzes- und Regulierungsvorhaben flexibel zu reagieren.
  2. Optimale 5G-Unterstützung. Der neue Mobilfunkstandard 5G wird dem autonom fahrenden Connected Car einen gehörigen Schub verleihen, da er spezielle Services für kritische Kommunikationsanforderungen bietet. Um ohne menschliches Eingreifen sicher ans Ziel zu kommen, werden den autonomen Fahrzeugen Mobilfunkverbindungen mit geringsten Latenzzeiten zur Verfügung stehen. Prognosen von Machina Research zufolge werden im Jahr 2023 rund eine halbe Milliarde vernetzte Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein. Beim Management dieser Vernetzung wird eSIM eine integrale Rolle spielen.
  3. Vereinfachte Logistik. Die eSIM-Technologie ermöglicht den Automobilherstellern, das korrekte Netzwerkprofil erst nach der Auslieferung der Autos direkt in ihrer Zielregion „over the air“ aufzuspielen. Zudem ist sichergestellt, dass die lokalen gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Die Logistikprozesse der Automobilhersteller vereinfachen sich dadurch erheblich. Mit der zunehmenden Verbreitung von 5G und vernetzten, autonom fahrenden Autos wird dieser Aspekt immer mehr an Bedeutung gewinnen.
  4. Höhere Zuverlässigkeit. Herkömmliche SIM-Karten, die in die dafür vorgesehenen Slots der Autos eingebracht werden müssen, sind dort rauen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Dazu zählen etwa extreme Temperaturen, Feuchtigkeit, Korrosion oder Vibrationen durch den Motor und unebene Strecken. Die SIM-Chips sind für diese Umweltbedingungen ausgelegt und fest in die Hardware integriert. Dadurch sind sie im Vergleich zur Steck-SIM deutlich zuverlässiger.
  5. Abgesicherte Konnektivität. SIM-Chips bieten die Möglichkeit, TLS-Zertifikate zu speichern und damit TLS-verschlüsselte Verbindungen nach außen aufzubauen – sei es zu anderen Fahrzeugen oder zu Services in der Cloud. Damit unterstützen sie die sichere gegenseitige Authentifizierung von Autos und Cloud-Diensten. So lässt sich etwa verhindern, dass Cyber-Kriminelle die Kontrolle über das Auto übernehmen und die Sicherheit des Fahrers und anderer Verkehrsteilnehmer gefährden.
  6. Verbesserte Nutzererfahrung. Mit klassischen SIM-Karten lässt sich lediglich ein einziger Mobilfunkvertrag nutzen. Konfigurierbare eSIM-Chips dagegen erlauben den wechselweisen Einsatz mehrerer Mobilfunkverträge der Fahrzeugbesitzer und Serviceanbieter. Dadurch können die Fahrzeuginsassen verschiedene Infotainment-Anwendungen zu den Konditionen ihrer Mobilfunkvertragspartner in Anspruch nehmen. Damit steigt die Zufriedenheit der Kunden und ihre Bindung an die Automobilhersteller wird verstärkt.
  7. Zukunftsfähige Plattform. Die Möglichkeiten des Connected Car sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Seine Entwicklung steht gerade erst am Anfang. Für die Zukunft sind – ebenfalls befeuert durch 5G – zahlreiche weitere Services etwa für Selbstdiagnosen, maßgeschneiderte Kfz-Versicherungen, Infotainment oder mobiles Bezahlen zu erwarten. Die eSIM-Technologie liefert dem Connected Car eine flexible Plattform, die nötige Konnektivität für jeden beliebigen Service bereitzustellen.

„Von künstlicher Intelligenz Ethik zu verlangen, ist Science Fiction“

Roboter treffen militärische Entscheidungen, künstliche Intelligenz bestimmt zunehmend unser Gesundheitssystem. Steuern wir auf eine „schöne, neue Welt“ zu? Nein, sagt der Medienprofessor Norbert Bolz. Maschinen können zwar besser rechnen als wir, aber sie können keine ethischen Entscheidungen treffen. Ein Beitrag in „Watson“. … mehr …

 

Künstliche Intelligenz: Moral ohne Bewusstsein

Bei all ihren wundersamen Fähigkeiten – eines fehlt der Künstlichen Intelligenz: Sie hat keine Gewissensbisse. Ob KI zu ethischen Entscheidungen fähig ist, darüber debattiert die Fachwelt heftig. Denn dahinter steckt die Frage: Was ist das überhaupt – Moral – und kann man das lernen? Ein Bericht in „Deutschlandfunk“. … mehr

 

US-Jugend postet zu viel unter Drogeneinfluss

Junge US-Amerikaner sind oft in sozialen Medien unterwegs, während sie unter Drogeneinfluss stehen. In diesem Zustand haben Postings potenziell schwere Folgen für die User und ihr soziales Umfeld, wie Forscher der New York University  zeigen. Vor allem Bilder, auf denen die Nutzer unter Drogeneinfluss zu sehen sind, können großen Schaden anrichten. „Solche Postings haben das Potenzial, Beschämung, Stress und Konflikte bei den Nutzern und den Menschen in ihrem sozialen Netzwerk auszulösen“, meint Studienautor Joseph Palamar. Ein Bericht in „Pressetext“. … mehr

 

TÜV Rheinland: Datenschutz und Ethik bei Digital Buildings

Nachbericht zu einer Veranstaltung des TÜV Rheinland Anfang August: Smarte Technik hält seit Jahren Einzug in Gebäude. Dabei steht in vernetzten Immobilien der Datenschutz an oberster Stelle. Seit Mai 2018 regelt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) den Schutz personenbezogener Daten vor Missbrauch, oft im Zusammenhang auch mit dem Schutz der Privatsphäre des Einzelnen.

Dabei schützt die DSGVO nicht nur private Nutzer, sondern generell alle Personen, von denen Daten erfasst werden. „Das gilt im gewerblichen Umfeld auch für die Bediener-Erkennung durch Logins, Aktivierung eines Einrichtungsmodus und Wartungsbetrieb, sobald technisch zugeordnet werden könnte, welche Person dies ausführt. Datenschutz ist daher auch für die Betreiber und Bewohner von sogenannten Digital Buildings ein zentrales Thema“, erläuterte Udo Scalla, Global Head Centre of Excellence IoT Privacy, der als Referent im Rahmen des Experten-Roundtable „Digital Buildings: Was ist da eigentlich „smart“ und rechnet sich“ am 08. August in Köln das Thema „Datenschutz und Ethik“ vorstellte.

Privacy by Design und Privacy bei Default

Neu mit Umsetzung der DSGVO sind die Forderungen nach „Privacy by Design“ und „Privacy by Default. Privacy by Design bedeutet „eingebauter Datenschutz“. Bereits bei der Entwicklung soll der Datenschutz berücksichtigt und nicht erst nachträglich aufgesetzt werden. „Datenschutzrisiken sollen von Anfang an vermieden werden.

In Bezug auf IoT-Geräte empfiehlt sich dabei eine Unterscheidung zwischen dem Gerät selbst und den mit dem Gerät verbundenen IoT-Services, zum Beispiel die Steuerung über eine App“, so TÜV Rheinland-Experte Scalla. Privacy by Default steht für datenschutzfreundliche Voreinstellungen. Das betrifft bei IoT-Geräten besonders die Registrierung, die der Nutzer durchführen soll, und insgesamt die App. Es dürfen keine Daten vom Nutzer abgefragt oder Einwilligungen verlangt werden, die nicht für den Service erforderlich sind. „Aus Privacy by Default und anderen gesetzlichen Regelungen leitet sich ab, dass das IoT-Gerät keine Sprache, beispielsweise zur Spracherkennung, und kein Bild übertragen darf, sofern es dem Nutzer nicht offensichtlich sein muss, dass diese Übertragung eine Kernfunktion des Gerätes ist“, so Scalla. „Unsere Praxis zeigt, dass es in fast allen diesen Punkten noch Nachholbedarf gibt.“

Datenschutz und Ethik

Das Spannungsverhältnis von Datenschutz und Ethik und wie es sich möglichst geringhalten lässt, steht im Mittelpunkt des Vortrags von TÜV Rheinland-Experte Udo Scalla. Weitere namhafte IoT-Experten referieren zu den einzelnen Veranstaltungspunkten und stehen für einen intensiven Austausch mit den Teilnehmern zur Verfügung.

Ethik als Wegweiser für Vertrauen in Künstliche Intelligenz

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im produzierenden Gewerbe birgt große Wertschöpfungspotenziale. Damit diese genutzt werden können, muss ein grundlegendes Vertrauen in die Technik bei Führungskräften und Arbeitnehmern vorhanden sein. Es erfordert eine ethische Auseinandersetzung mit dem Thema. Ein Bericht in „Maschinenmarkt“. … mehr …

 

#DigitalLife: Internet-Trolle werden Opfer ihrer Einsamkeit

Internet-Nutzer, die Cybermobbing betreiben und so zu Trollen werden, sind oft einsame Menschen. Das besagt eine Studie der japanischen Otemon Gakuin University  . Im Zusammenhang mit bestimmten psychologischen Eigenschaften wie Psychopathie erhöht Einsamkeit die Wahrscheinlichkeit, dass ein Internetnutzer zum Troll wird. Ein Bericht in „Pressetext“. … mehr

 

Tracking im Netz: Wie Sie beim Pornoschauen beobachtet werden

Eine Webseite ist nicht einfach eine Webseite. Sie ist oft auch eine Sammlung unsichtbarer Überwachungsinstrumente, die Daten über ihre Besucher an alle möglichen Unternehmen weitergeben. Dass dieses globale Wanzensystem auch nicht vor den intimsten Bereichen der Menschen Halt macht, zeigt jetzt eine Untersuchung von US-Wissenschaftlern. Sie haben analysiert, ob Nutzer beim Besuch von Pornoseiten sicher vor Tracking durch Werbeunternehmen sind – oder wenigstens hinreichend darüber aufgeklärt werden, dass ihre Daten erfasst und an Drittfirmen weitergegeben werden. Das Ergebnis ist ernüchternd. Ein Bericht in der „Süddeutschen“. … mehr