Schlagwort-Archiv: Ethik

Digitalisierung: Sechs Todsünden und ein Paradoxon

Auf dem G20 Jungunternehmergipfel in Berlin hielt Matthias Horx einen Vortrag über digitale Trends und die Zukunft der Unternehmen. Dabei ging der Zukunftsforscher auch auf die Rolle der Digitalisierung ein. Im Mittelpunkt: Sechs digitale Todsünden und ein Paradoxon, berichtet „BasicThinking“. … mehr ….

 

 

 

Geheimer WhatsApp Store entdeckt

Autor Christian Erxleben schreibt in „BasicThinking“: Facebook, WhatsApp und die Refinanzierung des Milliarden-Investments: Das ist ein Thema, das Facebook-Chef Mark Zuckerberg  forciert – wenn auch mit weniger Nachdruck, um keine Nutzer zu vergraulen. Ein neuer Ansatz könnte ein kürzlich entdeckter WhatsApp Store sein. … mehr …

 

Digitalcourage: Autonomes Fahren muss ohne Grundrechtsverletzungen möglich sein

Die Autoindustrie liefert sich ein Wettrennen um den Markteintritt mit alltagstauglichen autonomen Fahrzeugen. Digitalcourage warnt vor „Schutzranzen“ und anderen Umfelderkennungstechnologien, die auf Überwachung basieren.

Autonomes Fahren wird kommen. Dabei muss natürlich die Verkehrssicherheit gewährleistet sein. Digitalcourage warnt vor Konzepten wie „Schutzranzen“, die auf die Überwachung anderer Verkehrsteilnehmer setzen und fordert von der beteiligten Industrie, Wege zu finden, die nicht die Grundrechte aller Menschen verletzen.

„Selbstfahrende Fahrzeuge können uns bereichern, aber nur, wenn dabei unsere Grundrechte respektiert werden,“ meint Kerstin Demuth von Digitalcourage. „Die Industrie muss nach Lösungen forschen, die Verkehrssicherheit gewährleisten und gleichzeitig ohne Überwachung auskommen.“

Digitalcourage hat im Januar 2018 aufgedeckt, dass „Schutzranzen“-GPS-Tracker an Kinder in öffentlichen Grundschulen verteilt werden sollen. Der Geschäftsführer des Startups Coodriver, von dem das Produkt stammt, räumte inzwischen gegenüber Heise Online ein, dass die Technik als Werkzeug für selbstfahrende Fahrzeuge verwendet werden sollte. Digitalcourage fordert mit einem offenen Brief die Einstellung des Projekts „Schutzranzen“. Nachdem das Projekt nach Kritik der Datenschutzbeauftragten und des Landesschulamtes Niedersachsen in Wolfsburg gestoppt wurde, hält die Stadt Ludwigsburg weiter an den Konzept fest. Digitalcourage mahnt an, Fortschritt ohne Überwachung voranzutreiben.

„Wirtschaft, Politik, Bürgerinnen und Bürger müssen jetzt an die Technikfolgen von morgen denken“, warnt Friedemann Ebelt von Digitalcourage. „Überwachung darf keine Bedingung für Sicherheit im Straßenverkehr werden. Die Ethikkommission zum automatisierten Fahren warnte bereits vor drohender Totalüberwachung. Jetzt müssen Entscheidungen her, damit wir uns in Zukunft frei und unbeobachtet bewegen können.“

Drei von zehn Deutschen daten online

Das Date für den Valentinstag oder gleich die ganz große Liebe: Drei von zehn Internetnutzern (29 Prozent; 2017: 26 Prozent) überlassen den spontanen Flirt oder die Suche nach einem Partner nicht länger dem Zufall und gehen ins Internet.

Die Suche nach der großen Liebe darf auch ruhig etwas kosten.

Kostenpflichtige Angebote wie Parship, eDarling oder ElitePartner haben 49 Prozent aller Nutzer schon mal in Anspruch genommen, weitere 28 Prozent können sich dies vorstellen. Insbesondere teilweise kostenlose Online-Flirt-Dienste wie Tinder, Grindr oder Lovoo werden immer beliebter: 35 Prozent nutzen sie bereits. Das sind 7 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. Weitere 16 Prozent können es sich vorstellen, solche Dienste zu nutzen.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom im Vorfeld des Valentinstages. Single-Foren in sozialen Netzwerken wie örtliche Facebook-Gruppen verwenden 25 Prozent. Danach folgen Single-Reisebörsen wie travelark.de, urlaubspartner.net und singlereisen.net mit 16 Prozent.

„Wie viele andere Bereiche unseres Lebens und Alltags beeinflusst die Digitalisierung auch die Art und Weise wie wir flirten und neue Partner kennenlernen. Online-Dating ist in Zeiten von „always on“ ein ganz normaler Weg bei der Partnersuche“, sagt Bitkom-Expertin Julia Miosga. „Die hohen Werte bei der potenziellen Nutzung zeigen, dass das Potenzial der Online-Dating-Dienste noch nicht erschöpft ist und immer mehr Menschen ihre Vorurteile gegenüber der Partnersuche im Web verlieren.“

Quer durch alle Altersklassen nutzt die überwältigende Mehrheit (94 Prozent) Online-Dating-Dienste, um einen festen Partner kennenzulernen. Das sagen 91 Prozent der Männer und 96 Prozent der Frauen. Weitere 4 Prozent geben an, auf der Suche nach Flirts zu sein. „Der Reiz des Online-Datings liegt darin, schnell und unkompliziert eine große Auswahl interessanter neuer Bekanntschaften zu machen, idealerweise sogar direkt in der näheren Umgebung“, sagt Miosga.

Im Schnitt geben die Nutzer von Online-Dating-Diensten dafür rund 38 Euro pro Monat dafür aus. Sechs von zehn Usern (59 Prozent) sind außerdem gleich bei mehreren Diensten angemeldet: So nutzen 28 Prozent lediglich einen Dienst, 34 Prozent sind bei zwei Dating-Diensten angemeldet, drei Dating-Portale nutzen 14 Prozent, vier und mehr 11 Prozent.

 Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.009 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, darunter 829 Internetnutzer und 244 Nutzer von Online-Dating-Diensten. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Welche der folgenden Möglichkeiten, im Internet einen Partner kennenzulernen, haben Sie bereits genutzt oder können Sie sich vorstellen zu nutzen?“, „Wie viel zahlen Sie oder haben Sie pro Monat für Online-Dating-Dienste, also Dating-, Flirt- und Seitensprung-Portale, gezahlt?“, „Warum nutzen Sie Online-Dating-Dienste?“ und „Bei wie vielen Online-Dating-Diensten, also Dating-, Flirt- und Seitensprung-Portalen, sind oder waren Sie angemeldet?“.

 

Twitter verrät die Zukunftsvisionen seiner Nutzer

Wie weit ein Twitter-Nutzer in seinen Tweets in die Zukunft sieht, zeigt zuverlässig an, wie er sich in seinem Leben verhalten wird. User, die dazu neigen, weiter in die Zukunft zu denken, werden ihr Geld eher investieren und gefährliche Risiken im Alltag vermeiden. Das zeigt eine aktuelle Studie der Emory University , berichtet „Pressetext“. ..mehr

 

 

 

Fakebook“: Hollywood-Star Jim Carrey verkauft alle Facebook-Aktien, löscht seine Seite – und fordert Aktionäre auf, das Gleiche zu tun

Der Gegenwind für Facebook wird immer schärfer, berichtet „Meedia“: In den Chor der Kritiker des Social Networks, der nahezu täglich an Lautstärke gewinnt, reiht sich eine weitere prominente Stimme ein. Hollywood-Star Jim Carrey („Die Maske“) erklärte auf Twitter, dass er aus Protest seine Facebook-Seite schließen und alle Aktien des drittwertvollsten Internetkonzerns der Welt veräußern wolle. Der Grund: Weil Facebook von der russischen Einflussnahme auf die US-Wahl 2016 in Form von Werbeeinnahmen noch profitiert habe. …mehr

 

 

Vom Bitcoin Boom profitieren auch Cyberkriminelle

(Bildquelle: DigitalShadows)

(Bildquelle: DigitalShadows)

Der Run auf Kryptowährungen wie Bitcoin, Monero, Zcash und Ethereum wirft auch für Cyberkriminelle reichlich Gewinn ab. Nach einem aktuellen Report von Digital Shadows steigt die Anzahl an Services und Tools, die es Hackern ermöglicht, den Boom um die digitalen Währung auf illegalem Weg auszunutzen.

Mit mehr als 1.442 im Netz verfügbaren Kryptowährungen und wöchentlich neuen „alternativen Münzen“ (Altcoins) wächst das potentielle Betätigungsfeld für Cyberkriminelle rasant. Dabei profitieren sie von fehlenden Kontrollmechanismen, Sicherheitsproblemen und der Anonymität im Netz. Zu den beliebtesten Betrugsmaschen zählen Krypto Jacking, Mining Fraud und Account-Übernahmen durch Phising oder Credential Stuffing.

Attacken auf Kryptowährungsbörsen

Auch direkte Attacken auf Kryptowährungsbörsen (ICOs, Initial Coin Offerings) nehmen zu. Die japanische Kryptowährungsbörse Coincheck gab erst kürzlich einen Diebstahl ihrer Kryptowährung NEM im Wert von knapp 429 Millionen Euro bekannt. Von den Angreifern fehlt bislang jede Spur, die Art des Angriffs ließ sich nicht nachverfolgen.

„Kryptowährungen sind der Goldrausch unserer Zeit, wobei sich die unregulierte und weitgehend unsichere Welt der digitalen Währungen mit dem Wilden Westen vergleichen lässt“, erklärt Rick Holland, VP Strategy, Digital Shadows, einem Experten für Cyberbedrohuungen. „Käufer und Händler von Kryptowährungen sollten sich der Risiken bewusst sein und die Taktiken, Techniken und Prozeduren (TTPs) kennen. Es gilt, in allen Phasen des Transaktionszyklus wachsam sein.“

(Bildquelle: DigitalShadows)

(Bildquelle: DigitalShadows)

Zu den gebräuchlichsten Angriffsmethoden auf Kryptowährungen zählen

Crypto Mining durch Crypto Jacking

Beim Crypto Jacking zapfen Cyberkriminelle heimlich über Internet-Browser, Browsererweiterungen und mobile Apps die Rechnerleistung ab, um Kryptowährungen zu schürfen. Digital Shadows entdeckte eine neue Software namens „Crypto Jacker“, die Coinhive, Authedmine und Crypto-Loot in einem WordPress-Plugin (cj-plugin) kombiniert (einschließlich SEO-Funktionalitäten). Seit November 2017 ermöglicht es die Software für nur 29 Dollar, beliebte Webseiten zu klonen, um sie für Spam-Kampagnen zu nutzen.

 Angriff auf Tauschbörsen

Ähnlich wie bei klassischen Bankkonten greifen Cyberkriminelle die Benutzerkonten von Umtausch-Services an. Dabei nutzen sie Credential Stuffing oder Phising, um an Zugangsdaten zu gelangen, die anschließend zum Verkauf angeboten werden. Im Januar 2018 identifzierte Digital Shadows allein auf einem kriminellen Forum im Dark Web sensible Daten von mehr als 100 Benutzerkunden.

 Falsche Initial Coin Offerings (ICOs) und Kryptowährungen

Neben Angriffe auf legitime Tauschbörsen und Händler, finden sich im Netz auch falsche Dienstleister, die fiktive Kryptowährungen anbieten, um an das Geld hoffnungsvoller Anleger zu gelangen. In einem Job-Portal boomt der Stellenmarkt für Freischaffende, die in der Lage sind, Webseiten bekannter Tauschbörsen zu klonen oder neue Kryptowährungen zu entwickeln.

Kursmanipulation von Kryptowährungen

Sogenannte “Pump-and-Dump”-Services nutzen Social Media-Kanäle und Foren, um den Preis weniger bekannter Kryptowährungen durch falsche oder irreführende Posts künstlich in die Höhe zu schrauben. Sobald ein Höchstpreis erreicht ist, werden die Kryptowährungen abgestoßen. Im beliebten Messenger Discord beobachtete Digital Shadows allein im Januar 2018 mehr als 20 Chat-Kanäle zu diesem Thema.

Wie schlau ist die künstliche Intelligenz?

Ein Beitrag in der „Süddeutschen“: Es sollte das ultimative Experiment werden, nur deshalb hatte Nathan, der Chef eines Suchmaschinenkonzerns, seinen jungen Angestellten Caleb in seine Villa eingeladen. Nathan stellt Caleb die attraktive Ava vor, einen Roboter, die ihm im sogenannten Turing-Test spielend leicht menschliche Fähigkeiten nachweist. Aber das genügt Nathan nicht. Er möchte herausfinden, ob Caleb sich in Ava verlieben kann, wohl wissend, dass sie eine Maschine ist. Tatsächlich tut er das und hilft ihr sogar zu fliehen. Auf der Flucht aber tötet Ava Nathan und sperrt Coleb in einen Raum, aus dem es kein Entrinnen gibt. Beide hatten ihre kalte Intelligenz unterschätzt. … mehr

 

Aktion „Bezahlen Sie mit Ihren Daten!“ am Europäischen Datenschutztag 2018

Unter dem Motto „Bezahlen Sie mit Ihren Daten!“ will das Museum für Kommunikation Nürnberg am Sonntag (28.01.18) die Besucher über den Umgang mit persönlichen Daten im Internet informieren. Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. unterstützt den Aktionstag gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht und dem DB Museum.

„Täglich werden die Verbraucher beim Online-Einkauf oder in den Sozialen Netzwerken verführt, persönliche Daten wie Alter und Adressen im Tausch für Rabatte oder kostenlose Angebote preiszugeben,“ sagte BvD-Vorstand Rudi Kramer. „Für einen eigenverantwortlichen Umgang mit personenbezogenen Daten fehlt oft das Bewusstsein. Damit geben die Verbraucher aber eigene Rechte preis“, warnte Kramer.

Am Aktionstag können die Besucher von 10 bis 15 Uhr selbst ausprobieren, wie es um ihre Datensensibilität bestellt ist. Fachleute der Bayerischen Datenschutzaufsicht, des BvD und von der Deutschen Bahn AG stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Zudem bietet das Museum Sonderführungen zum Datenschutz in der Geschichte der Kommunikation an. Auch die EU-Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO), die die Rechte der Betroffenen ab 25. Mai 2018 neu regelt, wird Thema sein.

Am Dienstag (23.01.2018) setzte das Kommunikationsmuseum in Kooperation mit dem BvD und dem BayLDA die Vortrags-Reihe „Daten-Dienstag“ fort. Der Nürnberger Kriminalhauptkommissar Stefan Malek spricht über die Anwerbetechniken Rechtsextremer im Internet. Am 6. Februar klärt der Unternehmer Ernst Schulten über Tracking im Internet auf.

 

Perspektiven auf die Blockchain: „Menschliche Beziehungen spielen keine Rolle mehr“

Im zweiten Teil der Interview-Serie auf „Netzpolitik.org“ zu Blockchains spricht der Verwaltungswissenschaftler Klaus Lenk über die Grenzen von Smart Contracts, zunehmende Mittel der Verhaltenskontrolle und neue Herrschaftsformen durch informationstechnische Systeme. In der Blockchain sieht er ein Instrument, das uns bei unbedachter Nutzung die Bewegungsfreiheit nehmen und die Menschenwürde verletzen kann. … mehr

 

 

Verlorenes Vertrauen – das Problem von Facebook, Twitter & Co.

Über Fake News haben wir letztes Jahr hier im Blog viel gesprochen. Plattformanbieter wie Facebook und Twitter sind das Problem nur halbherzig angegangen. Das rächt sich nun …ist auf dem Blog von Christian Buggisch zu lesen . Diese halbzerzigen Versuche in Deutschland bestanden unter anderen darin, dass Facebook (17.000 Mitarbeiter, 27 Milliarden Dollar Umsatz) das Recherchebüro Correktiv (eine handvoll Journalisten) damit beauftragte, Fake News auf Facebook aufzuspüren. Langsame, weil manuelle Recherche durch ein paar Menschen im Kampf gegen Fake News – das ist tatsächlich ein schlechter Witz. … mehr