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Fake-News: Digitale Medienkompetenz statt Wahrheitsministerium

Gezielte Desinformation ist nicht erst seit dem Internet-Zeitalter eine Herausforderung. Trotzdem wird als Gegenmaßnahme zurzeit über die Einführung eines „Abwehrzentrums gegen Desinformation“ diskutiert. „Fake-News sind ein Problem, was sich nicht mit einem Wahrheitsministerium im Orwellschen Sinne lösen lässt. Wie bei vielen Phänomenen, die durch das Internet deutlicher an die Oberfläche treten, begegnet man ihnen am besten mit gesundem Menschenverstand – unterstützt durch digitale Medienkompetenz“, sagt Harald A. Summa, Geschäftsführer von eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.

„Meine Großmutter hat immer gesagt, was in der Zeitung steht, stimmt! Nach diesem Motto betrachten viele Nutzer auch die Posts in sozialen Netzwerken“, erläutert Thomas Müller, Leiter Unternehmenskommunikation bei eco, den vermeintlichen Erfolg von Fake-News. „Dabei sollten wir lernen, wie im täglichen Leben zwischen einem Gerücht und einer echten Meldung zu unterscheiden. Oft genügt schon ein genauer Blick und das eigene Bauchgefühl, um eine Fake-News als solche zu entlarven“, ist Müller überzeugt.

Fünf praktische Tipps zum Umgang mit Fake-News

  1. Kritisch prüfen:

Jeder Leser kennt das Gefühl: Kann das wirklich wahr sein? Entweder klingt die Schlagzeile zu schön, um wahr zu sein oder hört sich so absurd an, dass unsere Skepsis Alarm schlägt. Beides ist ein gutes, erstes Indiz für eine Fake-News.

  1. Absender kontrollieren:

Einen wichtigen Rückschluss auf den Wahrheitsgehalt einer Meldung gibt der Absender. Wer hat die Nachricht als Erster gemeldet? Und wie seriös ist diese Quelle?

  1. Originalquelle ansehen:

Oft werden Meldungen in sozialen Netzwerken mit falschen Überschriften geteilt. Ein Blick in die Originalquelle gibt Aufschluss darüber, ob der Text hält, was der Titel verspricht. Außerdem lohnt eine Betrachtung der weiteren Nachrichten auf der Seite, um das Medium einzuordnen.

  1. Impressum checken:

Kommt Ihnen die Quelle nicht bekannt vor, sehen Sie sich das Impressum genauer an: Wer steckt hinter den Texten? Gibt es darüber keine befriedigende Antwort, sollte die Meldung auf keinen Fall weiter geteilt werden.

  1. Gegenprobe Suchmaschine:

Fake-News lassen sich auch daran erkennen, dass niemand sich sonst dieser Meldung annimmt. Die Nachrichten-Bereiche der Suchmaschinen geben Auskunft darüber, ob seriöse Medien ebenfalls die Nachricht aufgreifen oder sie nur wild auf zweifelhaften Seiten verbreitet wird. Zusätzlich gibt es mit hoaxsearch.com eine eigene Suchmaschine für Fakes.

Fake-News melden

Entlarvt man eine Nachricht als Desinformation, sollte man sie bei Initiativen wie Mimikama melden. Handelt es sich gar um rechtswidrige oder jugendgefährdende Inhalte, bietet die eco Beschwerdestelle eine Anlaufstelle, die nach juristischer Prüfung dafür sorgt, dass diese aus dem Internet entfernt werden.Maske_weiss

Wie mobile Agenten in die Privatsphäre von Benutzern eindringen

AVG_NetzspionageMit der zunehmenden Einführung von BYOD im Arbeitsalltag stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Datensicherheit, Privatsphäre und Benutzerfreundlichkeit miteinander in Einklang zu bringen. Um die mit dem Unternehmensnetzwerk verbundenen Mobilgeräte zu überwachen, setzen zahlreiche Firmen auf Mobile Device Management (MDM)-Lösungen.

Dies erfordert die Installation eines Software-Agenten auf dem privaten Endgerät der Mitarbeiter. In der Regel sind sich die Mitarbeiter darüber bewusst, dass sie durch die Aktivierung der Software auf ihren persönlichen Geräten ein gewisses Maß an Kontrolle über ihre Daten an ihren Arbeitgeber abgeben.

Wie ein Experiment von Bitglass allerdings zeigt, hat die allgemein vorherrschende Vorstellung, sowohl auf Seiten der Mitarbeiter als auch der Arbeitgeber, mit der Realität wenig zu tun. Vor allem mit Blick auf die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die im Mai 2018 in Kraft treten wird und Nutzern mehr Rechte zur Wahrung ihrer Privatsphäre einräumt, lassen die Ergebnisse aufhorchen.

Das Experiment

In einem einwöchigen Experiment testete ein IT-Forschungsteam von Bitglass, inwieweit MDM dazu genutzt werden kann, Smartphones und Tablets von Mitarbeitern ohne ihr Wissen zu überwachen und zu steuern. Jeder, der an der Studie teilnahm, gab dem Team die Erlaubnis, MDM-Zertifikate per Push an ihre Geräte zu übertragen.

Eine Praxis, die üblicherweise für die Datenübertragung über das Firmennetzwerk über ein Virtual Private Network (VPN) oder einen globalen Proxy verwendet wird. In nur sieben Tagen sammelte die MDM-Software eine Reihe von Informationen über die Interessen, Aktivitäten, Identitäten und Beziehungen der Mitarbeiter. Während des Experiments gelang es den Versuchsleitern, auf folgende Informationen zuzugreifen:

Surfverhalten

Mit dem Routing des Datenverkehrs über einen globalen Proxy war es möglich, das Surfverhalten von Mitarbeitern zu erfassen. Der Zugriff auf ihren Browserverlauf gewährte Einblick in sämtliche Vorgänge, von der Amazon-Produktsuche über vertrauliche Anfragen bei Gesundheitsdienstleistern bis hin zu politischen Interessen und Mitgliedschaften.

SSL-verschlüsselte Daten

Darüber hinaus gelang es den IT-Experten, mittels eines globalen Proxy in Verbindung mit einem vertrauenswürdigen Zertifikat, die SSL-Verschlüsselung zu deaktivieren. Durch die unverschlüsselte Umleitung von SSL-Datenverkehr erhielt das Forschungsteam Zugang zu den persönlichen E-Mail-Postfächern von Benutzern, ihren Konten bei sozialen Netzwerken und Bankdaten. Mit anderen Worten: Alle sicheren  Anmeldedaten wurden offengelegt, da Benutzernamen und  Kennwörter, die zur Kontoanmeldung verwendet werden, als Klartext an den Server der Versuchsleiter übermittelt wurden.

E-Mailverkehr

Die Fähigkeit zur Überwachung aus- und eingehender privater Kommunikation mittels MDM war auch bei Apps von Drittanbietern möglich – und sogar auf iOS, was die vorherrschende Meinung, dass App-Sandboxing den Einblick von Arbeitgebern in das Benutzerverhalten einschränke, wohl widerlegt. Mit Hilfe von Apps wie Gmail und Messenger gelang es sogar, versendete persönliche Mitteilungen abzufangen und eine Liste aller auf dem Gerät eines Mitarbeiters installierten Apps zu erstellen.

Aufenthaltsorte

Die meisten Teilnehmer des Experiments waren sich darüber bewusst, dass Administratoren verwalteter Geräte problemlos deren Standort ermitteln können, sofern GPS aktiviert ist. Wenigen war jedoch klar, inwieweit dies für das Erstellen eines Bewegungsprofils missbraucht werden kann. Das Forschungsteam ging noch einen Schritt weiter und sorgte dafür, dass GPS ohne Benachrichtigung des Benutzers im Hintergrund aktiv blieb. Dies ging nicht nur deutlich zu Lasten der Akkuleistung, sondern gab anhand des Standorts auch Auskunft über die Freizeitgewohnheiten der Teilnehmer. Dadurch konnte das Forschungsteam nachvollziehen, wo die Mitarbeiter ihre Freizeit verbrachten, wie häufig sie einkaufen gingen und vieles mehr.

Geräteeinstellungen

Vor allem das im Rahmen von MDM mögliche Zurücksetzen der Geräteeinstellungen, bereitet Mitarbeitern Sorgen, da viele von ihnen private Kontakte, Notizen, Fotos und andere Daten auf ihren persönlichen Geräten speichern. Dem Forschungsteam gelang es im Experiment, mittels MDM die Backup-Funktion so einzuschränken, dass eine Wiederherstellung von Diensten wie iCloud unmöglich wurde und den Betroffenen so gut wie keine Möglichkeit zur Wiedergewinnung verlorener Daten blieb.

Benutzerzugriff

Das Forschungsteam war zudem in der Lage, in zentrale Sicherungs- und Sperrfunktionen einzugreifen und so den Benutzerzugriff auf die Kamera, Apps wie FaceTime und grundlegende Aktionen wie Kopieren und Einfügen einzuschränken.

Angesichts des bevorstehenden Inkrafttretens der DSGVO im Mai 2018 ist es für europäische Unternehmen ratsam, die Sicherheit ihrer BYOD-Konzepte – beziehungsweise deren Potential für Sicherheitslücken – einer Prüfung zu unterziehen. Sie müssen sicherstellen, dass Mitarbeiterdaten nur in dem laut Datenschutzvereinbarung deklarierten Ausmaß verarbeitet und gespeichert werden. Gleichzeitig muss die Art der Datenverarbeitung gewährleisten, dass Mitarbeiter ihre Einwilligung dazu widerrufen können, und die bereits gesammelten Daten nicht an Dritte übermittelt sowie im Fall eines Widerspruchs gelöscht werden können.

Für den Fall, dass Mitarbeiter auf Grund von Datenschutzbedenken die Installation von MDM-Lösungen ablehnen, sollten Unternehmen bei der mobilen Sicherheit auch andere Ansätze in Betracht ziehen. Agentenlose BYOD-Softwarelösungen beispielsweise ermöglichen ein verbessertes Anwendungserlebnis, da keinerlei Einschränkungen in den Geräte- und Anwendungsfunktionen vorgenommen werden. Gleichzeitig ist die vollständige Übersicht und Kontrolle über Geschäftsdaten sichergestellt, ohne in die Privatsphäre der Endbenutzer einzugreifen, womit die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen gewährleistet ist.

Autor: Eduard Meelhuysen ist Vice President Sales EMEA von Bitglass, einem weltweit tätigem Anbieter einer  Cloud-Access-Security-Broker-Lösung sowie von agentenloser Mobilsicherheit mit Sitz im Silicon Valley. Die Lösungen des Unternehmens ermöglichen durchgängige Datensicherheit, von der Cloud zu dem Gerät. Bitglass wird finanziell von hochrangigen Investoren unterstützt und wurde 2013 von einer Gruppe von Branchenveteranen gegründet, die in der Vergangenheit zahlreiche Innovationen eingeführt und umgesetzt haben.

 

Arvato Financial Solutions unterstützt Flüchtlingsprojekt der Malteser

Spendenübergabe an die Malteser - v.l. Katrin Heim (Malteser Werke), Manuela Roßbach (Geschäftsführerin Aktion Deutschland Hilft), Kai Kalchthaler (Executive Vice President Arvato Financial Solutions), Sebastian Schilgen (Geschäftsführer Malteser Werke), Frank Kebsch (CEO Arvato Financial Solutions)

Spendenübergabe an die Malteser – v.l. Katrin Heim (Malteser Werke), Manuela Roßbach (Geschäftsführerin Aktion Deutschland Hilft), Kai Kalchthaler (Executive Vice President Arvato Financial Solutions), Sebastian Schilgen (Geschäftsführer Malteser Werke), Frank Kebsch (CEO Arvato Financial Solutions)

Arvato Financial Solutions spendete im Rahmen seiner Weihnachtsaktion einen Betrag von 30.000 Euro an das Projekt WERTvoller Raum der Malteser Werke. Im Rahmen der Bündnisorganisation ‚Aktion Deutschland Hilft‘ richtet sich das Malteser-Projekt an Flüchtlinge, die in den Gemeinschaftsunterkünften des Landes betreut werden und ist damit eingebettet in ein Gesamtkonzept vorintegrativer Bildungsmaßnahmen.

In den Flüchtlingsunterkünften herrscht eine große Heterogenität an Menschen, die mit unterschiedlichen Wertvorstellungen nach Deutschland gekommen sind. Insbesondere das Herkunftsland, die Religion und der Bildungsgrad sind Kriterien für die Formierung persönlicher Wert- und Glaubenssätze. Ziel des Bildungsangebots WERTvoller RAUM der Malteser ist daher die Auseinandersetzung mit Werten und Normen in Deutschland.

Erwartungen, Vorstellungen und Bedürfnisse deutscher Kultur

Es handelt sich um ein niederschwelliges und regelmäßiges Angebot, das die Flüchtlinge bereits in den ersten Monaten nach ihrer Ankunft erreicht. Im Rahmen von fünf Modulen werden ihnen die Erwartungen, Vorstellungen und Bedürfnisse deutscher Kultur erläutert. Die Themenfelder fokussieren dabei unter anderem auf Geschichte & Politik, Religion, Sprache & Kleidung, Rollenverständnis & Verhalten im öffentlichen Raum, Arbeitswelt & Umgang mit Behörden sowie Freizeit & Sport. Das Angebot soll bewirken, dass Flüchtlingen das notwendige Kulturwissen vermittelt wird, um sich in die deutsche Gesellschaft integrieren können.

Der CEO von Arvato Financial Solutions Frank Kebsch bekräftigt das Engagement des Unternehmens mit den Worten: „Als international tätiges Unternehmen, bei dem die Mehrheit der Mitarbeiter in 21 Ländern außerhalb Deutschlands tätig ist, liegt uns Toleranz sehr am Herzen. Daher haben wir ein Projekt gewählt, das die frühzeitige Integration der Geflüchteten im Fokus hat. Denn Integration und Bildung sind der Schlüssel für ein gelungenes Zusammenleben.“

Kai Kalchthaler, Executive Vice President Arvato Financial Solutions Deutschland, ergänzt: „Uns war es dabei wichtig, dass wir neben unseren vielfältigen lokalen Aktionen ein nachhaltiges deutschlandweites Projekt finden, das auf kontinuierliche Hilfe setzt. Ob es um die praktischen Fragen des Alltags geht, um Behördengänge oder die Arbeitssuche – mit ihrer Arbeit ebnen die Malteser die ersten Wege.“

Den Einzelnen und seine Bedürfnisse im Blick haben

Sebastian Schilgen, Geschäftsführer der Malteser Werke, erläutert den Ansatz der Hilfsorganisation: „Bei der Betreuung der Flüchtlinge legen wir großen Wert darauf, stets den Einzelnen und seine Bedürfnisse im Blick zu haben. Mit dem Projekt WERTvoller Raum lernen die Flüchtlinge, die Erwartungen und Vorstellungen deutscher Kultur kennen und integrieren dieses Wissen in ihren Alltag. Das ist der erste Schritt für eine gelungene Integration.“

Nach der Testphase in der zentralen Unterbringungseinrichtung in Wickede-Wimbern wird das Angebot 2017 in den bundesweit elf Betreuungseinrichtungen der Malteser verankert. Anhand von Teilnehmerlisten und qualitativen Einzelinterviews misst und dokumentiert die Hilfsorganisation die Wirkung des Projektes. Voraussichtlich werden ca. 1.500 Menschen von dem Angebot profitieren. Das Angebot ist komplett durch Spenden finanziert.

Aktion Deutschland Hilft ist ein Zusammenschluss deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen und Notsituationen im Ausland gemeinsam schnelle und effektive Hilfe leisten. Zunehmend müssen Hilfsorganisationen ihre Hilfe koordinieren: mit Partnern, Regierungen und internationalen Institutionen – aber auch untereinander. Die Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft bringen ihre fachlichen Kompetenzen und Erfahrungen zusammen, um bedarfsgerecht und effizient Hilfsprojekte zu realisieren. In diesem Fall bieten die Malteser Werke mit dem Bildungsangebot WERTvoller Raum Flüchtlingen eine Auseinandersetzung mit den Werten und Normen in Deutschland.

Mehr Informationen unter www.aktion-deutschland-hilft.de und www.malteserwerke.de

 

 

Der mutigen Gesellschaft gehört die Welt!

Robert Goegele schreibt im Blog von „Avanade“: Robotik und künstliche Intelligenz sind auf dem Vormarsch. Innerhalb von nur wenigen Monaten sind etwa „Bots“ zum großen Thema geworden. Vielfach ist dabei – sicher auch zurecht – von den Gefahren zu lesen. Die Fallstricke gilt es fraglos zu beachten. Gleichzeitig brauchen wir mehr gesellschaftliche Begeisterung für technologische Neuerungen, ganz besonders im deutschsprachigen Raum. Es muss ein Ruck zu mehr Mut, Innovationsfreude und technologischer Offenheit durchs Land gehen. … mehr

 

„Die Fundamente der Informationsgesellschaft sind auf Sand gebaut“

Der ehemalige Chef der CIA tingelt gerade durch die amerikanischen Fernsehsendungen, um für sein neues Buch zu werben, ist in der „FAZ“ zu lesen. Michael Hayden war nicht nur Direktor der CIA, sondern auch der NSA. Nun will es die Nachrichtenlage, dass er in jeder Sendung statt zu seinem Buch zu den beiden aktuellen Geheimdienst-Politskandalen befragt wird, mit denen die amerikanische Öffentlichkeit ringt: Die Behauptung des amtierendes amerikanischen Präsidenten, dass er im Trump Tower abgehört worden wäre… mehr ….

 

Cyberpunk-Zukunftsvisionen: Die Angstmacher lagen ziemlich richtig

Autoren und Filmemacher des Cyberpunk-Genres entwarfen in den Achtzigerjahren düstere Dystopien – und waren bemerkenswert weitsichtig. Viele ihrer Zukunftsszenarien bewahrheiten sich, berichtet der „Spiegel“. Der Mensch optimiert sich selbst durch Hightech-Implantate, während die Staaten, in denen er lebt, kaputtgehen – und im chronischen Regenschauer flackert das Neonlicht: Solche düsteren Zukunftsvisionen beschreibt das Genre des Cyberpunk. … mehr

 

Das Gesicht der Digitalisierung: Unternehmen müssen auf neue Rollen setzen

Socrates_Louvre_Dunja_2005Die Digitalisierung ermöglicht Innovationen, Services und neue Geschäftsmodelle – so entstehen enorme Chancen. Deshalb ist es in Zeiten der digitalen Transformation für Unternehmen unabdingbar, sich über aktuelle und neue Technologien zu informieren. Insbesondere der Mittelstand muss sich mehr mit der Thematik auseinandersetzen und sich einen Überblick über die Techniken, die die Digitalisierung unterstützen und vorantreiben, und deren Potenziale verschaffen.

Unternehmen benötigen deshalb eine Neuausrichtung ihrer Geschäftsstrategie. „Um in der Organisation die Voraussetzungen für die zielführende Platzierung der Digitalisierungsthemen zu gewährleisten und das Thema nachhaltig zu verankern, erfordert es eine zeitnahe Investition von Seiten der Unternehmen“, erläutert Dr. Consuela Utsch, Geschäftsführerin von Acuroc. „Auch den Mitarbeitern verlangt die digitale Transformation eine schnelle Anpassung an neu entstehende Rollen ab“

 

An Wertschöpfungsketten anknüpfen

Digitalisierung ist heute sowohl in der Geschäftsführung als auch im IT-Management das alles bestimmende und zukunftsweisende Thema. Die Führungsebenen in Unternehmen müssen sich über die sich wandelnde Welt ebenso bewusst werden wie bezüglich der sich verändernden Konsumenten und ihrer Wertschöpfungsketten, um dann die richtigen Schritte einzuleiten. „Sobald ein Unternehmen die Digitalisierung anstrebt, benötigt es neue Rollen.

Dazu zählen unter anderem der „Data Scientist“ und der „Data Compliance Officer“, insbesondere aber der „Chief Digital Officer“, kurz CDO. Sind die Dringlichkeit erkannt und erste Initiativen gestartet, stellt sich im Unternehmen die Frage, wie diese Maßnahmen am besten strukturiert und koordiniert weiter geführt werden können. Hierfür ist die Rolle des „Chief Digital Officer“ unverzichtbar, denn diese verantwortet die strategische Transformation und koordiniert und forciert gleichzeitig die Vernetzung zwischen Fachbereichen und IT.

Zudem sollte der CDO als Motivator im Unternehmen wirken und mit dem CIO auf Augenhöhe zusammenarbeiten“, empfiehlt Dr. Consuela Utsch. „Während der CIO den IT-Betrieb mit seinen Anforderungen verantwortet, treibt der CDO neue Geschäftsmodelle und deren Realisierung unter Einbeziehung der Mitarbeiter voran“, so die Geschäftsführerin weiter. Gleich zu Beginn der Tätigkeit muss der Chief Digital Officer eine digitale Veränderungslandkarte und eine Strategie entwickeln, um so die Koordination digitaler Aktivitäten zum Wandel des unternehmensweiten Geschäfts zu lenken.

 

Kompetenzen und Fähigkeiten

Für die erfolgreiche Integration der Rolle des Chief Digital Officers im Unternehmen benötigt dieses zunächst einmal eine passend ausgewählte Person mit den entsprechenden Kompetenzen und Fähigkeiten. Hierzu zählen neben weitreichenden Kenntnissen der Geschäftsprozesse sowie der Kundenanforderungen auch der Aufbau eines guten internen und externen Netzwerks und entsprechendes Know-how über die Branche sowie deren Anforderungen. Erfahrungen im Änderungsmanagement sind ebenso notwendig wie Innovationskraft und der Mut, disruptive Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Agilität, Kreativität und das Infragestellen der aktuellen Situation durch intensive Auseinandersetzung mit der Frage „Was ist, wenn dieses Geschäftsmodell morgen kippt?“ zeichnen den erfolgreichen Chief Digital Officer neben strategischem Denken aus. Der Kandidat sollte außerdem die Koordination digitaler Aktivitäten unter Einbindung externer Key-Player beherrschen und eine hohe Kommunikationsfähigkeit besitzen. Abgerundet werden die Kompetenzen durch einen qualifizierten Umgang mit unterschiedlichen Hierarchieleveln und Persönlichkeitsstrukturen.

Der Chief Digital Officer ist somit das „Gesicht der Digitalisierung“ im Unternehmen. „Der Job benötigt zudem vor allem Businessverständnis und Überzeugungskraft. Insbesondere der Schritt, langjährige Prozesse neu zu beleuchten und in Frage zu stellen, stellt eine große Herausforderung dar“, erklärt Dr. Consuela Utsch. „Es kann eben auch passieren, dass ein Unternehmen sich hierfür vollständig neu strukturieren muss. Deshalb fehlen in vielen Vorständen häufig noch diese Führungskräfte.“

#Freundesverrat: Wie gut sind Daten Ihrer Freunde bei Ihnen aufgehoben?

Wie halten Sie es eigentlich mit den Daten Ihrer Freunde, Bekannten und Verwandten? Sind diese bei Ihnen gut aufgehoben? Das frägt sich „Klartext“. Wie wir alle wissen, ziehen Details aus unserem Privatleben die Internet-Datenkraken an, wie der Honig die Bären. Aber es sind nicht nur unsere eigenen Profile, auch die Daten all unserer Familienmitglieder, Freunde und Bekanntschaften – gespeichert in unseren elektronischen Adressbüchern – wecken Begehrlichkeiten. … mehr

 

Das Google-Ich – wie definiert us die Suchmaschine?

Wer bin ich? Und wer sind Sie? Google gibt bereitwillig Auskunft, auch ohne uns zu kennen. So wird der Mensch nicht mehr in Worten, sondern in Zahlen erzählt, meint „Lobes Digitalfabrik“. Auf die Frage, wann er das letzte Mal sich selbst gegoogelt habe, antwortete der damalige Google-Chef Eric Schmidt in einem Interview mit dem „Spiegel“ am 7. Juni 2014: „Das mache ich nie. Ich lebe lieber selbstbestimmt, als dass ich mich von anderen definieren lasse.“ Das Zitat sprach Bände. Das ist ungefähr so, als würde der Vorsitzende eines Automobilbauers sagen, er würde kein Auto kaufen, weil die Abgase giftig für die Umwelt seien. … mehr

 

Roboter handeln nicht ethisch, schärfen aber den Blick auf ethische Fragen

Auf der diesjährigen ICAART-Konferenz verhandelten Wissenschaftler das große Thema „Ethik und KI“. Dabei führten sie überraschende Experimente ins Feld und fragten unter anderem, ob Roboter ethische Rahmen stecken oder Drohnen an sich böse sein können, berichtet „heise.de“… mehr

 

Schweigepflicht für das digitale Sparschwein

„Sammeln Sie Bonus-Punkte“? Diese Frage gehört mittlerweile zum Einkaufsalltag. Mehr als 80 Prozent der deutschen Haushalte beteiligen sich an Bonusprogrammen. Sie laufen Gefahr, sensible Informationen über sich preiszugeben, wenn ein solches System missbraucht wird. Die Arbeitsgruppe Kryptographie und Sicherheit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt deswegen ein digitales Bonus- und Bezahlsystem, das einerseits die Anonymität der Kunden sicherstellt, andererseits den Betreibern die gewünschten Mehrwerte bieten soll.

 Das kann man alles aus den Daten lesen…

„Nur die wenigsten Verbraucher machen sich Gedanken darüber, was man aus ihren Daten alles ablesen kann“, erklärt Andy Rupp, Experte für Kryptographie am KIT. In heutigen Systemen kann jeder Einkauf und jedes Produkt mit den persönlichen Angaben verknüpft werden, welche die Kunden bei der Registrierung hinterlassen. Selbst ohne die explizite Angabe von Kundendaten, besteht ein hohes Risiko der Verknüpfung von Einkäufen und Kundenidentität.

Damit entstehen Bewegungs- und Personenprofile, die Rückschlüsse zulassen nicht nur auf das Kaufverhalten der Menschen, sondern etwa auch auf ihren Gesundheitszustand oder ihre persönlichen Vorlieben.

In heutigen Systemen führt das Endgerät des Kunden – eine Smartcard oder ein Smartphone – zum Punktesammeln praktisch keine Berechnungen aus. Es sendet nur eine Identifikationsnummer, mit der sich die neuen Bonuspunkte im Back-End des Betreibers einem Kundenkonto zuordnen lassen.

Rupp und sein Forschungskollege Tibor Jager von der Universität Paderborn wollen diese Endgeräte intelligenter machen: Die Geräte speichern selbst den Punktestand und führen gemeinsam mit dem Betreiber kryptographische Algorithmen aus. Diese erlauben es, Punkte sicher und unter dem Schutz der Privatsphäre zu addieren oder zu subtrahieren. „Das Ganze funktioniert wie ein digitales Sparschwein, dessen Sicherheitseigenschaften mathematisch nachweisbar sind“, sagt Rupp. Niemand außer dem Kunden erfährt woher die Bonuspunkte stammen und wie viele er in den einzelnen Geschäften sammelt.

„Mit unserer Forschung wollen wir die Bürger für die Bedeutung von Privacy in der digitalen Welt sensibilisieren“, betonen Rupp und sein Team. Das digitale Sparschwein könnte unter anderem auch bei sogenannten Stored-Value-Cards – Geldkarten, die zum Beispiel der ÖPNV einsetzt – zur Anwendung kommen.

Ein weiteres, in naher Zukunft relevantes Szenario ist das Vehicle-to-Grid-System (V2G). Bei V2G speisen Elektroautos in Zeiten, in denen zu wenig Energie zur Verfügung steht, Strom ins öffentliche Netz ein. Hierfür registrieren Server auf Parkplätzen die Zahl der Elektroautos und ihre jeweilige Kapazität und koordinieren die Einspeisung mit dem aktuellen Bedarf. Die Besitzer der Fahrzeuge erhalten dafür eine monetäre Entschädigung. In beiden Anwendungsfällen soll das neue System die Berechnung von Bewegungsprofilen verhindern.

Ein Prototyp läuft mit Kernfunktionalitäten bereits auf dem Smartphone. Das Forschungsteam will ihn jetzt zum einen für den Einsatz auf Smartcards optimieren und zum anderen seine Funktionalität für unterschiedliche Applikationen weiter ausbauen. Ein wichtiges Feature wäre zum Beispiel Bonuskartensysteme zu ermöglichen, die die Privatsphäre wahren. Betreiber könnten dann gezielt Statistiken berechnen, ohne kundenbezogene Daten zu erhalten.

 Mehr zur Forschung: http://crypto.iti.kit.edu/index.php?id=

Selfapy: Online-Therapie gegen Depressionen

SelfapySechs Monate lang hat das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) eine unabhängige Studie zur Wirksamkeit des Interventionsansatzes des Berliner Start-Ups Selfapy durchgeführt, welches als Deutschlands erstes durch Psychologen begleitetes Online-Programm Hilfe bei Depressionen bietet.

Die Untersuchungsergebnisse des Hamburger Klinikums bestätigen, was zahlreiche internationale Erhebungen bei ähnlichen Angeboten aus den USA und Skandinavien bereits belegten: Das Online Therapie Programm Selfapy kann zur Behandlung von Depressionen die Krankheitssymptome schnell und signifikant reduzieren.

Betroffene, die seit geraumer Zeit vergeblich auf einen Therapieplatz hoffen und händeringend nach überzeugenden Alternativen suchen, kann dies zuversichtlich stimmen. Dank des wissenschaftlichen Belegs für seine Wirksamkeit hat Selfapy nun die Chance, als präventive Übergangslösung die Versorgungssituation für Millionen Betroffene in Deutschland maßgeblich zu revolutionieren.

Menschen mit Depressionen anonyme Hilfe  bieten

Mit der Vision, Menschen mit Depressionen schnelle und anonyme Hilfe zu bieten, gründeten die beiden Psychologinnen Nora Blum und Kati Bermbach Anfang 2016 ihr Start-Up Selfapy. Der Hintergrund damals wie heute: Deutschlandweit leiden rund 20 Millionen Menschen an einer psychischen Erkrankung und müssen im Schnitt drei bis sechs Monate auf einen Therapieplatz warten.

„Ein unerträglicher Zustand. Für viele Betroffene ist es eine große Überwindung, sich professioneller Hilfe zu stellen und wenn sie es einmal geschafft haben, werden sie vertröstet“, sagt Kati Bermbach. Gemeinsam mit ihrer Freundin Nora Blum gründete sie deshalb ein durch Psychologen begleitetes Online-Therapie-Programm, welches auf den Grundsätzen der kognitiven Verhaltenstherapie beruht. Der Erfolg des Unternehmens zeigte sich schnell in Zahlen:

„Mehr als 1.000 Betroffenen konnten wir seit der Gründung mit unserem Online-Therapie-Programm bereits helfen. Durchschnittlich zeigt sich eine Verbesserung der Symptome um 35%. Damit kann unser Online Programm im Netz mit der traditionellen Psychotherapie mithalten.“

Eine Annahme, die es zu testen galt und die das UKE in Hamburg nun wissenschaftlich belegt hat. Die Studie, die von Leiter Prof. Dr. Steffen Moritz und seiner Mitarbeiterin Johanna Schröder durchgeführt wurde, erstreckte sich über 6 Monate. Neun Wochen dauerte die Behandlung durch Selfapys Online Programm: „So lange dauern unsere Online Kurse in der Regel. In dieser Zeit durchlaufen die Betroffenen, basierend auf Erkenntnissen der kognitiven Verhaltenstherapie, verschiedene Übungen und Module. Dazu gehören beispielsweise Trainings zur Selbsterkenntnis, Tagesstruktur oder den sozialen Kontakten. Unsere Psychologen begleiten die Nutzer in diesem Zeitraum per Telefon, Chat oder via Skype mit wöchentlichen Gesprächen“, erklärt Bermbach, ehemalige Mitarbeiterin der Charité in Berlin.

An der klinischen Studie des UKE haben insgesamt 103 Probanden mit depressiven Störungen teilgenommen, die sich in drei Versuchsgruppen unterteilten: Eine Warteliste-Kontrollgruppe, eine Gruppe, die Selfapys Online Kurs ohne die psychologischen Gespräche nutzte und eine Gruppe die das Selfapy Programm erhielt – Online Kurse in Kombination mit wöchentlichen Psychologen-Gesprächen per Telefon oder Chat.

Verglichen wurde dabei Selfapys durch Psychologen begleitetes Online Programm mir der Warteliste-Kontrollgruppe. Hierzu wurde vor und nach der Interventionsperiode von 9 Wochen mit Hilfe standardisierter Fragebögen getestet, ob und inwieweit die Nutzung des Selfapy Programms Krankheitssymptome mindert. Das Ergebnis: Bei einer äußerst geringen Abbrecherquote von nur sieben Prozent zeigte sich eine signifikante Symptom-Reduktion bei gleichzeitiger Erhöhung des Selbstwertgefühls und einer Minderung von Pessimismus und Interessenverlust. „Dank dieser starken Werte kann man nun offiziell sagen, dass unser Angebot wirksam ist. Auch auf die geringe Abbrecherquote sind wir besonders stolz. Sie ist auf unseren persönlichen Kursansatz zurückzuführen, da Nutzer bei uns rund um die Uhr von einem persönlichen Psychologen betreut werden – das unterscheidet uns von vielen anderen Online-Programmen“, erklärt Bermbach.

Das positive Studienergebnis räumt auch letzte Skepsis und Zweifel derjenigen aus, die Online Therapie Programme als unwirksam abstempeln. „Wir kennen diese Bedenken und freuen uns, diese nun mit einer klinischen Studie widerlegen zu können. Online Therapie Programme können zudem sehr hilfreich sein, denn die Hemmschwelle, im Jetzt und Hier mit einer Online-Therapie zu beginnen, ist deutlich niedriger als bei einer traditionellen Psychotherapie. Hinzu kommt, dass wir diejenigen mit unserem Programm abholen, die Angst vor Stigmatisierung haben und aus Schamgefühl keinen Psychotherapeuten aufsuchen wollen“, kommentiert Kati Bermbach.

Dennoch ist die Online-Therapie nicht für jeden gleichermaßen geschaffen. Stark Depressive oder sogar suizidgefährdete Menschen sollten sich direkt an ein professionelles Versorgungsnetz wenden und einen Arzt oder Psychotherapeuten aufsuchen. „Nichtsdestotrotz kann unser Programm eine präventive Lösung sein und verhindern, dass es überhaupt erst zu Suizidgedanken kommt“, erklärt Psychologin Bermbach. „Besonders bei leichten bis mittelschweren Depressionen – sei es vor einer Psychotherapie, begleitend zu einer medikamentösen Behandlung oder im Nachsorgestadium – ist Selfapys Online-Therapie eine wirksame Übergangslösung“, so Bermbach.

Für die Zukunft verfolgt das junge Start-Up bereits weitere, ambitionierte Pläne. Geplant ist eine Studie mit der Charité in Berlin, bei der geprüft wird, inwieweit sportliche Aktivitäten, explizit das Laufen, den positiven Nutzen von Selfapys Online Therapie weiter steigern. Schon jetzt hat das junge Team eine Laufgruppe ins Leben gerufen, der sich Betroffene und Angehörige jeden Mittwoch anschließen können, um ihre Sorgen hinter sich zu lassen.

Über Selfapy

Selfapy ist ein durch Psychologen begleitetes Online-Selbsthilfeportal gegen Depression und Angst, und wurde 2016 von Kati Bermbach, Nora Blum und Farina Schurzfeld in Berlin gegründet. Die Geschäftsidee: Die Versorgungssituation für Millionen Deutsche, die einmal oder mehrfach im Leben von einer Depression betroffen sind, deutlich zu verbessern. In Deutschland leiden 20 Millionen Menschen an einer psychischen Erkrankung wie Burnout, Depression oder Angst. Oftmals müssen Betroffene bis zu sechs Monate auf eine Behandlung warten. Auch die Scham ist immer noch ein Thema, nur jeder Zweite wagt den Schritt nach Außen und sucht sich Hilfe. Bei Selfapy erhalten Betroffene sofort und anonym Hilfe durch Online Kurse und wöchentliche Telefonate mit Psychologen. „Psychische Gesundheit sollte weder vom Geldbeutel, der Versorgungssituation noch Scham und Stigma abhängen“, sagt Kati Bermbach.