Schlagwort-Archiv: E-Health

Neue App stellt Diabetes Typ 2 zuverlässig fest

Eine von Forschern der UCSF Medical Centers  entwickelte Smartphone-App stellt Diabetes Typ 2 fest. Die Anwendung nutzt hierzu eine Methode, die sich Photoplethysmografie nennt. Dabei wird die Herzfrequenz mittels Licht und Kamera eines Devices ermittelt. Das Verfahren basiert auf einer kostengünstigen optischen Technologie, bei der Smartphone-Licht und Kamera auf eine Fingerspitze fokussiert werden, schreibt „Pressetext“. … mehr

 

Digitale Gesundheitsdienste: Merck bildet Allianz mit Tencent

Der Darmstädter Pharmakonzern Merck will mit dem chinesischen Unternehmen Tencent bei der Nutzung Künstlicher Intelligenz zur Entwicklung digitaler Gesundheitsdienste in China zusammenarbeiten. Dazu unterzeichneten die beiden Unternehmen am Mittwoch eine strategische Vereinbarung, berichtet  die „Faz“. … mehr

 

Trends in der Gesundheitswirtschaft: KI entwickelt sich zum Megatrend im eHealth

Ein Beitrag in eGovernment-Computing“: Auch wenn in Deutschland die Digitalisierung im Gesundheitswesen nur langsam Fahrt aufnimmt, kann sich die Branche den Kräften der digitalen Revolution doch nicht entziehen. Das macht eine Studie von Rochus Mummert erneut deutlich. Die Autoren wollten wissen, welche Trends das Gesundheitswesen in diesem Jahr dominieren werden. … mehr …

 

E-Health führt ein Nischendasein

Ein Beitrag im „Ärzteblatt“: Das Thema E-Health führt in Deutschland noch ein Nischendasein. Nur eine kleine Minderheit machte bereits persönlich Erfahrungen damit, wie eine Analyse des Meinungs­forschungs­instituts Kantar TNS für den D21-Digital-Index zeigt. Kantar TNS führte dafür rund 20.400 Interviews, mehr als 2.000 davon mit vertiefenden Fragen. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert und von weiteren Partnern unterstützt. … mehr …

 

 

Künstliche Intelligenz in der Medizin: Wenn „Dr. Algorithmus“ assistiert

Ein Beitrag in „RP online“: Der Wettstreit zwischen Mensch und Computer erreicht immer neue Gebiete. Bei Schach, Go oder bei Poker hat die künstliche Intelligenz längst bewiesen, dass sie komplizierte Spiele zu lernen vermag und selbst gegen die amtierenden Weltmeister gewonnen. Der Heidelberger Wissenschaftler Holger Hänßle berichtet jetzt über einen Wettbewerb ganz anderer Art. Diesmal traten erfahrene Hautärzte gegen einen von Hänßle geschulten Rechner an. Sie sollten Fotos von auffälligen Leberflecken anschauen und eine Prognose abgeben, ob sich daraus der gefährliche Hautkrebs entwickeln wird. … mehr …

 

Mental-Health: Psychoanalyse im Internet

Moderne Medien beeinflussen sowohl soziale Beziehungen als auch den Bereich der psychischen Gesundheit auf vielfältige Art und Weise. Im Internet existiert bereits ein breites Spektrum klinisch-psychologischer Angebote inklusive psychodynamisch ausgerichteter Interventionen, von Präventions- und Selbsthilfeangeboten über Onlineberatung und Onlinepsychotherapie bis hin zu rehabilitativen Maßnahmen. Auch die psychoanalytische Theorie und Praxis steht unter dem Einfluss dieser Entwicklungen, sodass unterschiedliche Schnittstellen des Internets mit der Psychoanalyse, ist im „Ärzteblatt“ zu lesen. … mehr

 

Katholische Krankenhäuser fordern Expertenkommission zur Digitalisierung

Ein Beitrag im „Bibliomedmanager“: Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (kkvd) appelliert an den Gesetzgeber, zeitnah geeignete Rahmenbedingungen für die Digitalisierung im Krankenhaus zu schaffen. Bislang würden der Ausbau und die Nutzungsmöglichkeiten neuer Technologien von der Politik zu zögerlich betrieben, kritisierte der kkvd-Vorsitzende Theo Paul heute anlässlich der Mitgliederversammlung in Köln. „Wichtig ist jetzt die Einrichtung einer Expertenkommission auf Bundesebene, die es sich zum Ziel macht, die Anforderungen unterschiedlicher Akteure aus dem Gesundheitswesen einheitlich und schnittstellenkonform zusammenzuführen“, erklärte Paul. Er forderte die Politik in einer Mitteilung zudem auf, die Entwicklungskosten der Krankenhäuser im Zuge der Digitalisierung zu finanzieren. … mehr

 

Digitalgipfel Gesundheit berät zu Cyberchondrie

Fast jeder hat es schon mal gemacht: Da zwickt’s im rechten Oberarm oder gefühlt wird die Brust ganz eng – und schon wird „Dr. Google“ – also eine Suchmaschine – gefragt, welche Krankheit das wohl sein könnte. Es gibt aber auch Menschen, die genau dieses Befragen des Webs krank macht. Der Fachbegriff für dieses Phänomen lautet: Cyberchondrie. Ein Bericht in „NDR.de“. … mehr

 

Angriffe auf Krankenhäuser über E-Mails: Das Problem ist Teil der Lösung

AskulapKnapp eineinhalb Wochen musste das Klinikum Fürstenfeldbruck ohne seine 450 Computer auskommen und war auch nicht per E-Mail, sondern nur noch telefonisch erreichbar. Ursache ist wohl ein E-Mail-Trojaner, der über einen Anhang ins System eingedrungen ist. Inzwischen ermittelt die Zentralstelle Cybercrime Bayern, und das Klinikum hat alle Bankkonten sperren lassen.

Wie in anderen bekannt gewordenen Fällen auch spielen E-Mails eine zentrale Rolle, sie sind nach wie vor das Haupteinfallstor für Schad-Software aller Art. Das ist Teil des Problems und kann Teil der Lösung sein – wenn Einrichtungen, Unternehmen und Behörden die Art ihrer Kommunikation ändern. Der Vorfall zeigt, dass die Sensibilisierung von Mitarbeitern für das Thema Cyber-Sicherheit unabdingbar ist, aber nicht isoliert betrachtet werden sollte.

Schadsoftware in E-Mails

Berichten zufolge fiel der erste Rechner des Krankenhauses aus, vermutlich nachdem ein E-Mail-Anhang mit einer darin versteckten Schadsoftware geöffnet wurde, danach hätten immer mehr Abteilungen Probleme gemeldet. Zwar ist die Versorgung der Patienten nach Angaben der Klinikleitung gewährleistet, allerdings hatte sich das einzige Krankenhaus in dem westlich von München gelegenen Landkreis von der Rettungsleitstelle abgemeldet, damit Ambulanzen nur noch lebensgefährlich verletzte Menschen dorthin brachten.

Horrorszenario: Komplettausfall einer Klinik-IT

Es ist zu vermuten, dass dahinter eine Infektion mit der Schad-Software Emotet steckt: Die auf Passwort-Diebstahl und Onlinebanking-Betrug spezialisierte Malware wird derzeit verstärkt in Rechnungen per E-Mail verbreitet. Egal ob gefälschte Rechnungen oder Bewerbungen – die Kriminellen versuchen immer, den Empfänger einer E-Mail dazu zu bringen, einen Dateianhang zu öffnen und auszuführen oder Links zu infizierten Webseiten anzuklicken.

Überhaupt spielt E-Mail hier eine zentrale Rolle: Sie hat sich speziell im Unternehmensumfeld seit vielen Jahren als Hauptkommunikationsmittel etabliert, ist einfach zu bedienen und universell verfügbar – und andererseits seit langem ein bevorzugtes Angriffsziel von Kriminellen, Hackern und Wirtschaftsspionen. Wie auch das aktuelle Beispiel zeigt, lauern die Gefahren in der Art, wie Mitarbeiter kommunizieren. Daher kommt es für IT-Verantwortliche darauf an, die Angriffsfläche zu verringern.

KRITIS: Ein kritischer Blick auf Kommunikationsprozesse ist nötig

Bisheriger „Höhepunkt“ ähnlicher Fälle war die „WannaCry“-Attacke im Mai 2017, bei der mehr als 300.000 Rechner in rund 150 Ländern infiziert worden waren. Getroffen hatte es Unternehmen in der Logistik, der Telekommunikation und dem Gesundheitswesen: In Großbritannien kam es beispielsweise zu erheblichen Störungen in der medizinischen Versorgung, während hierzulande Anzeigetafeln und Fahrkartenautomaten auf Bahnhöfen ausfielen.

Ein Jahr vorher machte das Lukas-Krankenhaus im nordrhein-westfälischen Neuss Schlagzeilen, als ein Erpressungstrojaner alle IT-Systeme lahmlegte. Drastischer hätte uns die Verwundbarkeit der digitalen Infrastruktur wohl kaum vor Augen geführt werden können. Wie eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger ergab, wurden knapp zwei Drittel der deutschen Krankenhäuser (64 Prozent) schon einmal Opfer eines Hacker-Angriffs. Es ist auffällig, dass sehr oft Systeme in so genannten „kritischen Infrastrukturen (KRITIS)“ infiziert wurden. Dazu zählen die großen Krankenhäuser, die in schwerwiegenden Fällen der Meldepflicht unterliegen.

Doch gerade hier tun sich die Betroffenen schwer, die immer wieder erhobenen Forderungen nach dem sofortigen Aktualisieren von Software umzusetzen. Vielmehr ist ein Perspektivenwechsel nötig – weg von der IT und hin zu den in vielen Unternehmen und Behörden vorherrschenden Kommunikationsprozessen.

Wie Einrichtungen, Behörden und Unternehmen die Angriffsfläche verringern können

Der aktuelle Vorfall zeigt erneut, dass die Sensibilisierung von Mitarbeitern für das Thema Cyber-Sicherheit in Form von regelmäßigen Schulungen unabdingbar ist, aber nicht isoliert betrachtet werden sollte.

Neben Informationen, die Angreifer aus den sozialen Medien ziehen, sind auch jene aus unverschlüsselten E-Mails ein Risiko. Und selbst bei verschlüsselten E-Mails (S/MIME und PGP) ist noch im Klartext ersichtlich, wer mit wem über welches Thema kommuniziert – über die Betreffzeile. Dies kann ausreichen, um einem der beiden Kommunikationsteilnehmer weitere Informationen zu entlocken, was für die Vorbereitung eines Social-Engineering-Angriffs genügen kann.

Hier bieten spezielle Software-Lösungen Schutz, mit deren Hilfe IT-Verantwortliche die Angriffsfläche von E-Mails verringern und so Kriminellen die Arbeit erheblich erschweren können. Eine spezielle Authentifizierung sowie das verschlüsselte Übertragen der Inhalte machen dann das Mitlesen von E-Mail-Korrespondenz unmöglich. Wenn auch die Betreffzeile verschlüsselt ist, können Angreifer nicht erkennen, wer mit wem worüber spricht und daraus Rückschlüsse für Social-Engineering-Angriffe ziehen. Zusätzlich wird es so äußerst schwer, Schad-Software einzuschleusen – eine Man-in-the-Middle-Attacke auf dem Weg einer Nachricht von A nach B, bei der die Zahlungsinformationen des eigentlichen Empfängers durch die der Kriminellen ersetzt werden, ist nahezu unmöglich.

Matthias Kess ist CTO der befine Solutions AG mit Sitz in Freiburg im Breisgau.

Matthias Kess ist CTO der befine Solutions AG mit Sitz in Freiburg im Breisgau.

Autor: Matthias Kess ist CTO der befine Solutions AG mit Sitz in Freiburg im Breisgau, die Kommunikationslösungen für Unternehmen entwickelt und vertreibt. Die inhabergeführte befine Solutions AG entwickelt und vertreibt Softwarelösungen für Unternehmen, die damit ihre Prozesse unterstützen, optimieren und überwachen können. Hauptsitz und Entwicklungsstandort des im Jahr 2000 gegründeten Unternehmens mit über 50 Mitarbeitern ist Freiburg im Breisgau. Vertriebsstandorte gibt es in Großbritannien sowie den Niederlanden, eine Tochtergesellschaft in den USA.