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Alexa Health Skills – Die neue Kassenleistung für Generation Y?

(Bildquelle: Amazon)

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Sprachsteuerung entwickelt sich stark zu einem ernstzunehmenden Markttrend; der weltweite Umsatz von digitalen Sprachassistenten lag 2017 bei 689 Millionen US-Dollar. Besonders jüngere Generationen sind hierbei attraktive Zielgruppen.

Einige deutsche Krankenversicherungen reagieren bereits auf diesen Trend, indem sie Alexa Health Skills offerieren. Health Skills sind Gesundheits-Applikationen auf dem Sprachassistenten Amazon Alexa und durch die Spracheingabe noch intuitiver bedienbar, als andere digitale Services. MS&C hat in einer Studie untersucht, welche Skills die 18- bis 35-Jährigen (Generation Y) als digitale Kassenleistung besonders attraktiv finden.

Generation Y präferiert einfache Organisations- und individuelle Gesundheits-Skills

Die 33 untersuchten Use Cases wurden nach Präferenz geordnet und die Analyse dieses Rankings ergab vier Kategorien: einfache Organisations-Skills (z.B. Erinnerung an einen Arzttermin), individuelle Gesundheits-Skills (z.B. Ernährungstipps) und öffentlich zugängliche Informations-Skills (z.B. Pollenflug-Informationen) sowie komplexe administrative Skills, die hohe Konsequenzen für Versicherte nach sich ziehen können (z.B. Buchung einer Zusatzleistung).

Zwischen 43 Prozent und 70 Prozent der Befragten würden einfache Organisations-Skills auf jeden Fall oder wahrscheinlich nutzen. Diese Skills repräsentieren das Obere Drittel der 33 Use Cases geclustert nach Präferenz. Das mittlere Drittel umfasst individuelle Gesundheits-Skills, die 32 Prozent bis 42 Prozent auf jeden Fall oder wahrscheinlich nutzen würden. Hingegen würden nur 8 Prozent bis 30 Prozent öffentlich zugängliche Informations-Skills oder komplexe administrative Skills auf jeden Fall oder wahrscheinlich nutzen.

Auf Grund dessen empfiehlt es sich für Krankenkassen mit einfachen Skills im Bereich Organisation und Gesundheit einzusteigen um dann weitere Möglichkeiten durch Markttests auszuloten.

 Datenschutz ist eine zentrale Herausforderung im Angebot von Health Skills

Ein Grund der Präferenz von einfachen Skills kann durch eine mögliche Informationseinschränkung begründet sein: 43 Prozent befürchten nur Informationen zu erhalten, die im Interesse ihrer Krankenkasse sind. Außerdem haben 39 Prozent Angst, dass ihre Gesundheitsdaten an Dritte weitergegeben werden.

Diesen Herausforderungen stehen Vorteile wie örtliche und zeitliche Ungebundenheit (45 Prozent), Zentralität der Kassenleistungen (39 Prozent) sowie Transparenz und Zugänglichkeit der Dienste (36 Prozent) gegenüber. Krankenkassen können diese Vorteile für sich ausschöpfen, wenn sie Health Skills als Kassenleistung für Generation Y anbieten, jedoch sollten sie dabei auch klar den Umgang von Personendaten und die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien kommunizieren, um den bestehenden Herausforderungen zu begegnen.

Generation Y ist bereit, für Health Skills mindestens 5 € pro Monat zu bezahlen

Über diese Vorteile hinaus können Krankenkassen auch mit einer moderaten Zahlungsbereitschaft rechnen. Die MS&C Studie untersuchte insgesamt vier mögliche Digitaltarife, um das Angebot von Health Skills zu monetarisieren. 48 Prozent wären bereit durchschnittlich 5,79 € pro Monat für einen Basic Tarif + Alexa (Basic Health Skills Paket mit z.B. allgemeinen Fitnessübungen und mentaler Fitness; zusätzlich ein Alexa Gerät) zu bezahlen.

Des Weiteren würden 35 Prozent durchschnittlich 17,33 € pro Monat für einen Premium Tarif + Alexa (Basic Health Skills Paket und Premium Health Skills Paket mit z.B. Online-Video-Arztsprechstunden und individuellen Informationen zur Behandlung; zusätzlich ein Alexa Gerät) ausgeben. Hieraus ließen sich zwei zentrale Schlüsse ziehen: Der Anteil der zahlungswilligen Kunden für Basic ist höher als für Premium und bietet somit das Potenzia, die meisten Kundenkontaktpunkte zu knüpfen.

Außerdem steigt die Zahlungsbereitschaft der Kunden bei jeweils Basic und Premium, wenn ein Alexa Gerät dabei ist. Diese ersten Zahlen zeigen, dass das Angebot von Health Skills als digitale Kassenleistung monetarisierbar ist – daher empfiehlt es sich für Krankenkassen, eine passende Tarifgestaltung zu entwickeln.

Krankenkassen können das Potenzial von Sprachtechnologien noch weiter ausschöpfen

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Krankenkassen mit Sprachassistenten wie Amazon Alexa auf eine relevante Marktnachfrage treffen. Dieser Nachfrage entsprechend können Krankenkassen weitere Vorteile durch das Angebot von Health Skills generieren. Durch das Angebot von Health Skills und der Positionierung entlang der gesamten Versicherten-Journey, kann sich die Krankenkasse von Wettbewerbern differenzieren und durch vermehrte Kundenkontaktpunkte die Kundenbindung stärken.

Weiterhin können interne Administrations-Kosten durch Verschlankung von internen Prozessen und Entlastung von Servicepersonal, wie z.B. Ärzten, gesenkt werden. Zuletzt bieten Angebote auf Sprachassistenten die Möglichkeit neue Kundeneinblicke zu erlangen und diese für Cross- und Upselling Aktivitäten zu nutzen.

Die vollständige Publikation „Alexa Health Skills – Die neue Kassenleistung für Generation Y?“ ist kostenlos online verfügbar unter https://goo.gl/441SDZ

 

 

Wo kommt mein Frühstücksei her? Dank digitaler Technologien erfahren Verbraucher, wo ihre Lebensmittel erzeugt werden

WP_001268Ei, Steak oder der Käse auf der Tiefkühlpizza: Konsumenten verlangen Informationen über die Herkunft der Lebensmittel auf ihrem Teller. Digitale Technologien ermöglichen es Erzeugern, den Konsumenten transparent Auskunft über die Wertschöpfungskette zu geben. So würden drei von zehn Verbrauchern (30 Prozent) auf jeden Fall einen QR-Code nutzen, mit dem sie erkennen können, welche Düngemittel, Herbizide oder Medikamente bei der Produktion ihrer Lebensmittel eingesetzt wurden.

Weitere 40 Prozent könnten sich vorstellen, solch einen digitalen Service zu nutzen. Sechs von zehn Verbrauchern (62 Prozent) hätten Interesse daran, ihre Lebensmittel auf digitalem Weg bis zum Erzeuger zurückzuverfolgen: 26 Prozent würden sofort von solch einer Möglichkeit Gebrauch machen, ein weiteres Drittel (36 Prozent) könnte sich das vorstellen. Mehr als jeder fünfte Verbraucher (21 Prozent) würde gerne über einen Bildschirm von zu Hause oder im Supermarkt direkt in den Stall schauen können, in dem beispielsweise sein Ei oder seine Milch produziert werden.

Weitere 37 Prozent können sich immerhin vorstellen, diese Möglichkeit zu nutzen. „Die Digitalisierung stößt in der Landwirtschaft einen tiefgreifenden Wandel an. Pflanzenbau und Tierhaltung müssen mithilfe digitaler Technologien so weiterentwickelt werden, dass das Tierwohl gesteigert und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert werden“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die Landwirtschaft 4.0 eröffnet völlig neue Möglichkeiten, Umwelt- und Tierschutz sowie Wirtschaftlichkeit besser miteinander zu verbinden – und auch den Verbraucher wieder näher an das Produkt zu bringen.“

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Auch der Austausch zwischen Erzeuger und Konsument kann durch digitale Technologien gefördert werden. So möchte mehr als jeder fünfte Verbraucher (21 Prozent) Nahrungsmittel gerne online bewerten können, um so sein Feedback direkt an den Erzeuger zu übermitteln. Weitere 31 Prozent könnten sich das vorstellen. 18 Prozent würden Produktempfehlungen schätzen, die ihnen der landwirtschaftliche Erzeuger auf Basis vorangegangener Einkäufe gibt, beispielsweise über Einblendungen im Online-Hofladen oder per Newsletter. 29 Prozent könnten sich vorstellen, dieses Angebot zu nutzen.

„Mit digitalen Technologien kommt der Verbraucher wieder näher ans Produkt und den Produzenten. Das kommt letztlich der ganzen Landwirtschaft zugute“, sagt Rohleder. „Wenn Wirtschaftlichkeit und Umwelt in einer gesunden Balance zueinander stehen, wird das Vertrauen der Verbraucher gestärkt.“

KI-Tool von Google sagt den Tod zuverlässig vorher

Google-Ingenieure haben ein neues KI-Tool entwickelt, mit dem sich eigenen Angaben nach genau vorhersagen lässt, ob ein ins Krankenhaus eingelieferter Patient innerhalb der nächsten 24 Stunden stirbt. Der neue Algorithmus nimmt die verfügbaren Daten verschiedener Krankenhäuser und Ärzte auf und führt damit selbst Berechnungen durch, schreibt „Pressetext“….mehr

 

 

Krankenhäuser zwischen Ethik und Effizienz: KI in der digitalen Medizin braucht natürliche Verantwortung

Die digitale Transformation erfasst alle Bereiche des Lebens – auch die Medizin. Doch wie soll sich eine digitalisierte Medizin im Spannungsverhältnis zwischen KI/AI und Ethik verhalten? Ein Beitrag in der „Computerwoche“ … mehr

 

Künstliche Intelligenz könnte Alzheimerkranken bald im Alltag assistieren

Die Assistenzprofessorin Deborah Sheets von der Universität Victoria sucht derzeit Freiwillige für ihre Studie, in der untersucht wird, wie KI-Software, zum Beispiel Amazons Alexa, Menschen mit Gedächtnisverlust und Demenzkranken im Alltag helfen kann. Auch der Aspekt Smart Home fällt in ihre Untersuchung, denn so würden sich Gefahrenquellen wie Strom und Herd steuern lassen. Das berichtet „Pressetext“. „Ich bin wirklich begeistert von den Möglichkeiten für Menschen mit Demenz. Für jemanden mit Demenz ist eine Stimme eine wichtige Stütze“, erklärt Sheets. Smarte Sprachassistenten sind mittlerweile in viele Haushalte eingezogen und erleichtern den Bewohnern in vielerlei Hinsicht den Alltag. …mehr

 

 

Digitalisierte Pflege: Trost vom Roboter

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt stetig und bereits jetzt bestehen Engpässe im Personal. Anreiz genug für den Einsatz von sogenannten Pflegerobotern. Diese können nicht nur einfache motorische Aufgaben übernehmen, sondern kommen auch als Therapiemittel zum Einsatz, berichtet „Politik Digital“. … mehr

 

 

Autonome Maschinen in der Medizin: Chancen und ethische Grenzen

Ein Beitrag im „Ärzteblatt“: Autonome Systeme bergen ein erhebliches Potenzial für die Gesellschaft. Wie die Gesellschaft dies verantwortlich und unter Wahrung ethischer Standards beim Treffen von Entscheidungen nutzen kann, diskutierte der Deutsche Ethikrat jetzt auf seiner Jahrestagung. …mehr

 

Wie sich Krankenhäuser vor WannaCry & Co. schützen können

imagesDie weltweite Angriffsserie der Erpresser-Malware WannaCry hat Unternehmen, Behörden und Anwender gleichermaßen erschüttert. Innerhalb weniger Stunden und Tage infizierte der gefährliche Trojaner mehr als 200.000 Computer in rund 150 Ländern, verschlüsselte wichtige Daten und forderte Lösegeld. Krankenhäuser des britischen Gesundheitssystems National Health Service (NHS) wurden dabei mit am schwersten getroffen. Einmal mehr wird deutlich, dass die IT-Sicherheit in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen der aktuellen Bedrohungslage nicht mehr gewachsen ist.

Eine Sicherheitslücke in Microsoft-Windows und ein verpasstes Sicherheitsupdate wurden rund 45 Kliniken in England und Schottland unlängst zum Verhängnis: Sie infizierten sich mit dem gefährlichen WannaCry-Trojaner und mussten sich daraufhin für viele Stunden von einem normalen Verwaltungs- und Behandlungsablauf verabschieden.

Etliche Erkrankte – darunter auch Krebspatienten –, deren Daten nicht zur Verfügung standen, mussten unbehandelt nach Hause geschickt oder in andere Kliniken umgeleitet werden.

Veraltete Infrastrukturen und verspätete Updates

Dass keine Krankenhäuser im deutschsprachigen Raum von der Ransomware-Welle betroffen waren – zumindest wurden keine Angriffe öffentlich bekannt – ist dabei wohl nur Zufall. Denn auch hierzulande ist es um die IT-Sicherheit im Gesundheitswesen alles andere als gut bestellt. Nimmt man die Krankenhaus-IT einmal genauer unter die Lupe, stößt man in vielen Kliniken auf veraltete Netzwerke, Soft- und Hardware.

Auch in deutschen Kliniken laufen viele PCs aber auch lebenswichtige Medizingeräte noch auf Windows XP, für das es schon lange Zeit keinen offiziellen Support mehr gibt. Der Großteil der Updates wird von den Verantwortlichen, wenn überhaupt, verspätet oder unvollständig ausgeführt. Die Gründe für diese Vernachlässigung sind dabei vielfältig. Fehlendes Budget für neue Software, Security-Experten oder Mitarbeiterschulungen dürften hier jedoch ausschlaggebend sein.

Zur Verteidigung der Krankenhäuser ist jedoch zu sagen: Das zeitnahe Einspielen von Updates ist für Kliniken wie für viele andere Unternehmen und Behörden nicht immer so einfach wie man gerne annehmen möchte und geht mit Abwägungen einher. Was ist, wenn die Softwareaktualisierung Probleme bereitet und es zu Konflikten innerhalb des Systems kommt, die einen kompletten System-Ausfall nach sich ziehen?

Auch dies kann letztlich den Arbeits- und Verwaltungsbetrieb oder aber die lebenswichtige Intensivpflege eines Patienten beeinträchtigen. Kein Wunder also, dass Updates verschoben werden und IT-Verantwortliche notgedrungen hinnehmen, dass sich Sicherheitslücken einschleichen.

Dabei ist diese Fahrlässigkeit in zweifacher Hinsicht fatal: Denn einerseits zählen Gesundheitseinrichtungen zu den kritischen Infrastrukturen des Landes, d.h. zu den Einrichtungen, deren Ausfall Versorgungsengpässe und Störungen der Sicherheit nach sich ziehen. Andererseits sind Gesundheitseinrichtungen für Cyberkriminelle auch ein besonders attraktives Ziel, da sie Unmengen an sensiblen personenbezogenen Daten speichern. Immerhin werden im Dark Web gestohlene Patientendaten mittlerweile höher gehandelt als gestohlene Kreditkarteninformationen. Eine angemessene IT-Sicherheit auf aktuellstem Stand ist für Krankenhäuser und Kliniken also mehr als wichtig.

Endpunktschutz: Nur verhaltensbasierte Lösungen schützen wirklich

Eine Nachlässigkeit, die man IT-Verantwortlichen in Krankenhäusern jedoch nicht verzeihen kann, ist der Einsatz unzureichenden Endpunktschutzes. Noch heute verlassen sich viele Gesundheitseinrichtungen bei der Abwehr von Schadsoftware auf herkömmliche Antivirus-Lösungen, die schadhafte Dateien, URLs oder IP-Adressen mit Hilfe eines signaturbasierten Ansatzes aufspüren und bei der Identifizierung von hochentwickelten und verschleierten Angriffen daher versagen müssen.

Erst im Januar dieses Jahres offenbarte eine Befragung von SentinelOne, dass 30 Prozent der britischen NHS-Einrichtungen bereits Opfer eines Ransomware-Angriffs wurden und das, obwohl fast alle befragten Krankenhäuser Antivirus-Software installiert haben, um ihre Endgeräte vor Malware zu schützen. Dass herkömmliche Sicherheitstechnologien im Kampf gegen bösartige Malware-Formen ohnmächtig sind, steht also außer Frage, nicht aber, warum die IT-Verantwortlichen diese Unzulänglichkeit  hinnehmen und damit Angriffe wie WannaCry Tür und Tor öffnen, anstatt zu handeln.

Tatsache ist: Bereits heute existieren Endpoint Protection-Lösungen, die den signaturbasieren Ansatz hinter sich lassen und bei der Erkennung von Schadcode neue, effektivere Wege gehen. Endpunktschutz der nächsten Generation nutzt innovative Technologien wie maschinelles Lernen und dynamische Verhaltensanalysen, die Einblick in den Modus Operandi der Malware gewähren, ihr Vorgehen aufdecken und schädliche Manipulationen verhindern. Da diese Lösungen in der Lage sind, schadhaften Code anhand seines Laufzeitverhaltens zu erkennen, können auch völlig neuartige und bisher unbekannte Varianten identifiziert werden. Die WannaCry-Angreifer hätten keine Chance gehabt!

Sicherheit hat im Gesundheitswesen in vielerlei Hinsicht oberste Priorität. Bei der Umsetzung einer adäquaten IT-Sicherheit hapert es jedoch nach wie vor. Vor allem aus rechtlicher Sicht begeben sich Kliniken und ihre Geschäftsführer damit jedoch auf dünnes Eis, denn Bundesdatenschutzgesetz, BSI-Gesetz, NIS-Richtlinie und die nahende EU-Datenschutzgrundverordnung stellen an Betreiber kritischer Infrastrukturen mittlerweile hohe Anforderungen.

Um Datenrechtsverletzungen und damit verbundenen Bußgeldern vorzubeugen, müssen Krankenhäuser für eine ausreichende technische Ausstattung sorgen und die entsprechenden organisatorischen Maßnahmen schaffen, um Cyberangriffe bestmöglich abzuwehren und im Krisenfall schnell und rechtssicher agieren zu können.

 Autor: Rainer M. Richter, CEE, SentinelOne

 

 

 

Gütesiegel für Psychotherapie-Angebote im Internet verabschiedet

Beitrag in „Gesundheitsstadt-Berlin“: Im Internet tummeln sich immer mehr Psychotherapie-Angebote. Viele davon können nützlich sein, doch nicht alle erfüllen die notwendigen Qualitätsrichtlinien. Auf der Delegiertenkonferenz des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen wurde nun die Einführung eines Qualitätssiegels für psychologische Angebote im Internet verabschiedet. … mehr

 

#eHealth: Von Daten und Nebenwirkungen

Gesundheitsdaten sind künftig die Währung im Gesundheitswesen. Wer sie hat, entscheidet über Therapie und Bezahlung, resummiert ein Beitrag auf „Heise.de“: Es ist Samstag, meine Tochter, nicht einmal ein Jahr alt, hat hohes Fieber. Sie hat sich erbrochen. In die Notaufnahme? Tausende Betroffene stehen Tag für Tag vor einer ähnlichen Frage. Dieses Mal rufe ich einen neuen telemedizinischen Dienst in Deutschland an, die TeleClinic. Angeblich ermöglicht der Service, zwischen 6 und 23 Uhr binnen 30 Minuten über Videotelefonie mit einem Arzt zu sprechen – auch am Wochenende. Für die ersten dreißig Tage ist das gratis. Danach zahlen alle Patienten, außer die Mitglieder der Barmenia sowie der Brandenburgischen BKK und der BKK Werra-Meissner, 30 Euro je Arztgespräch. … mehr

 

30 Prozent der Bundesbürger würden ihre Gesundheit einem Roboter anvertrauen

Mehr als jeder dritte Bundesbürger würde bei einem ihm unbekannten Arzt eine Video-Sprechstunde besuchen. Fast ebenso viele zeigen sich sogar grundsätzlich offen für die medizinische Behandlung durch einen Roboter. Gleichzeitig legen 90 Prozent der Deutschen aber weiterhin großen Wert auf das ausführliche Gespräch und den persönlichen Vor-Ort-Besuch bei einem Arzt. Das sind Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage der Schwenninger Krankenkasse, für die 1.000 Bundesbürger befragt wurden. … mehr

 

Ernährung – das Topthema bei Google

Wie viel sollte ich pro Tag trinken? Darf ich nach 18 Uhr noch Kohlenhydrate zu mir nehmen? Und den Eiweiß-Shake besser vor oder nach dem Sport? Wenn die Deutschen zu Gesundheitsthemen im Netz recherchieren, geht es meist um Ernährungsfragen. 70 Prozent geben an, sich dazu am häufigsten im Internet zu informieren.

Das zeigt eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Befragten ab 14 Jahren. Auf dem zweiten Platz liegen Krankheitssymptome, 67 Prozent aller Befragten recherchieren dazu im Netz. Auch Informationen zu Fitness- und Sportthemen (58 Prozent), alternativen Behandlungsmethoden (45 Prozent) und allem rund um das Thema Vorsorge (45 Prozent) holen sich die Verbraucher im Netz, genauso wie Informationen zu Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen (32 Prozent) und Ärzten (25 Prozent).

Gesundheitsrecherche im Netz

„Die Gesundheitsrecherche im Netz ist für viele heute selbstverständlich. Man findet so beispielsweise früher einen passenden Doktor und kann gegenüber dem Arzt selbstbewusster auftreten“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Die Netzrecherche könne außerdem den Erfolg von Therapien steigern. „Wenn ein Patient etwa versteht, wie ihm ein bestimmtes Medikament hilft und warum es auf nüchternen Magen eingenommen werden soll, verbessert das die Therapietreue.“

Zwei Drittel der Befragten (61 Prozent) sagen, dass sie durch die Internetrecherche zu Gesundheitsthemen wertvolle Tipps erhalten. Knapp jeder Zweite (48 Prozent) meint, dass das Internet dabei hilft, souveräner gegenüber dem Arzt aufzutreten. Jeder Dritte (32 Prozent) versteht dadurch seinen Arzt besser. Allerdings sagen auch 38 Prozent, dass es ihnen schwer fällt, bei der Fülle an Informationen die seriösen von den unseriösen Quellen zu unterscheiden.

Die Fülle und die stark schwankende Qualität der Informationen können leicht überfordern

13 Prozent meinen, dass die Netzrecherche schon einmal dazu geführt hat, dass sie sich häufiger als früher Sorgen um ihren Gesundheitszustand machen. Nur für sechs Prozent kann die Internetrecherche den Arztbesuch ersetzen. „Bei der Gesundheitsrecherche im Netz müssen einige Hinweise beachtet werden. Die Fülle und die stark schwankende Qualität der Informationen können leicht überfordern. Wichtig ist, sich immer des Absenders, des Ziels und der Aktualität der Informationen zu vergewissern“, so Rohleder. Auch Ausgewogenheit und Aktualität spielten eine wichtige Rolle.

Zehn Tipps zur Gesundheitsrecherche im Netz gibt der Bitkom hier.