Schlagwort-Archiv: Digitalisierung

Wie mobile Agenten in die Privatsphäre von Benutzern eindringen

AVG_NetzspionageMit der zunehmenden Einführung von BYOD im Arbeitsalltag stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Datensicherheit, Privatsphäre und Benutzerfreundlichkeit miteinander in Einklang zu bringen. Um die mit dem Unternehmensnetzwerk verbundenen Mobilgeräte zu überwachen, setzen zahlreiche Firmen auf Mobile Device Management (MDM)-Lösungen.

Dies erfordert die Installation eines Software-Agenten auf dem privaten Endgerät der Mitarbeiter. In der Regel sind sich die Mitarbeiter darüber bewusst, dass sie durch die Aktivierung der Software auf ihren persönlichen Geräten ein gewisses Maß an Kontrolle über ihre Daten an ihren Arbeitgeber abgeben.

Wie ein Experiment von Bitglass allerdings zeigt, hat die allgemein vorherrschende Vorstellung, sowohl auf Seiten der Mitarbeiter als auch der Arbeitgeber, mit der Realität wenig zu tun. Vor allem mit Blick auf die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die im Mai 2018 in Kraft treten wird und Nutzern mehr Rechte zur Wahrung ihrer Privatsphäre einräumt, lassen die Ergebnisse aufhorchen.

Das Experiment

In einem einwöchigen Experiment testete ein IT-Forschungsteam von Bitglass, inwieweit MDM dazu genutzt werden kann, Smartphones und Tablets von Mitarbeitern ohne ihr Wissen zu überwachen und zu steuern. Jeder, der an der Studie teilnahm, gab dem Team die Erlaubnis, MDM-Zertifikate per Push an ihre Geräte zu übertragen.

Eine Praxis, die üblicherweise für die Datenübertragung über das Firmennetzwerk über ein Virtual Private Network (VPN) oder einen globalen Proxy verwendet wird. In nur sieben Tagen sammelte die MDM-Software eine Reihe von Informationen über die Interessen, Aktivitäten, Identitäten und Beziehungen der Mitarbeiter. Während des Experiments gelang es den Versuchsleitern, auf folgende Informationen zuzugreifen:

Surfverhalten

Mit dem Routing des Datenverkehrs über einen globalen Proxy war es möglich, das Surfverhalten von Mitarbeitern zu erfassen. Der Zugriff auf ihren Browserverlauf gewährte Einblick in sämtliche Vorgänge, von der Amazon-Produktsuche über vertrauliche Anfragen bei Gesundheitsdienstleistern bis hin zu politischen Interessen und Mitgliedschaften.

SSL-verschlüsselte Daten

Darüber hinaus gelang es den IT-Experten, mittels eines globalen Proxy in Verbindung mit einem vertrauenswürdigen Zertifikat, die SSL-Verschlüsselung zu deaktivieren. Durch die unverschlüsselte Umleitung von SSL-Datenverkehr erhielt das Forschungsteam Zugang zu den persönlichen E-Mail-Postfächern von Benutzern, ihren Konten bei sozialen Netzwerken und Bankdaten. Mit anderen Worten: Alle sicheren  Anmeldedaten wurden offengelegt, da Benutzernamen und  Kennwörter, die zur Kontoanmeldung verwendet werden, als Klartext an den Server der Versuchsleiter übermittelt wurden.

E-Mailverkehr

Die Fähigkeit zur Überwachung aus- und eingehender privater Kommunikation mittels MDM war auch bei Apps von Drittanbietern möglich – und sogar auf iOS, was die vorherrschende Meinung, dass App-Sandboxing den Einblick von Arbeitgebern in das Benutzerverhalten einschränke, wohl widerlegt. Mit Hilfe von Apps wie Gmail und Messenger gelang es sogar, versendete persönliche Mitteilungen abzufangen und eine Liste aller auf dem Gerät eines Mitarbeiters installierten Apps zu erstellen.

Aufenthaltsorte

Die meisten Teilnehmer des Experiments waren sich darüber bewusst, dass Administratoren verwalteter Geräte problemlos deren Standort ermitteln können, sofern GPS aktiviert ist. Wenigen war jedoch klar, inwieweit dies für das Erstellen eines Bewegungsprofils missbraucht werden kann. Das Forschungsteam ging noch einen Schritt weiter und sorgte dafür, dass GPS ohne Benachrichtigung des Benutzers im Hintergrund aktiv blieb. Dies ging nicht nur deutlich zu Lasten der Akkuleistung, sondern gab anhand des Standorts auch Auskunft über die Freizeitgewohnheiten der Teilnehmer. Dadurch konnte das Forschungsteam nachvollziehen, wo die Mitarbeiter ihre Freizeit verbrachten, wie häufig sie einkaufen gingen und vieles mehr.

Geräteeinstellungen

Vor allem das im Rahmen von MDM mögliche Zurücksetzen der Geräteeinstellungen, bereitet Mitarbeitern Sorgen, da viele von ihnen private Kontakte, Notizen, Fotos und andere Daten auf ihren persönlichen Geräten speichern. Dem Forschungsteam gelang es im Experiment, mittels MDM die Backup-Funktion so einzuschränken, dass eine Wiederherstellung von Diensten wie iCloud unmöglich wurde und den Betroffenen so gut wie keine Möglichkeit zur Wiedergewinnung verlorener Daten blieb.

Benutzerzugriff

Das Forschungsteam war zudem in der Lage, in zentrale Sicherungs- und Sperrfunktionen einzugreifen und so den Benutzerzugriff auf die Kamera, Apps wie FaceTime und grundlegende Aktionen wie Kopieren und Einfügen einzuschränken.

Angesichts des bevorstehenden Inkrafttretens der DSGVO im Mai 2018 ist es für europäische Unternehmen ratsam, die Sicherheit ihrer BYOD-Konzepte – beziehungsweise deren Potential für Sicherheitslücken – einer Prüfung zu unterziehen. Sie müssen sicherstellen, dass Mitarbeiterdaten nur in dem laut Datenschutzvereinbarung deklarierten Ausmaß verarbeitet und gespeichert werden. Gleichzeitig muss die Art der Datenverarbeitung gewährleisten, dass Mitarbeiter ihre Einwilligung dazu widerrufen können, und die bereits gesammelten Daten nicht an Dritte übermittelt sowie im Fall eines Widerspruchs gelöscht werden können.

Für den Fall, dass Mitarbeiter auf Grund von Datenschutzbedenken die Installation von MDM-Lösungen ablehnen, sollten Unternehmen bei der mobilen Sicherheit auch andere Ansätze in Betracht ziehen. Agentenlose BYOD-Softwarelösungen beispielsweise ermöglichen ein verbessertes Anwendungserlebnis, da keinerlei Einschränkungen in den Geräte- und Anwendungsfunktionen vorgenommen werden. Gleichzeitig ist die vollständige Übersicht und Kontrolle über Geschäftsdaten sichergestellt, ohne in die Privatsphäre der Endbenutzer einzugreifen, womit die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen gewährleistet ist.

Autor: Eduard Meelhuysen ist Vice President Sales EMEA von Bitglass, einem weltweit tätigem Anbieter einer  Cloud-Access-Security-Broker-Lösung sowie von agentenloser Mobilsicherheit mit Sitz im Silicon Valley. Die Lösungen des Unternehmens ermöglichen durchgängige Datensicherheit, von der Cloud zu dem Gerät. Bitglass wird finanziell von hochrangigen Investoren unterstützt und wurde 2013 von einer Gruppe von Branchenveteranen gegründet, die in der Vergangenheit zahlreiche Innovationen eingeführt und umgesetzt haben.

 

Arvato Financial Solutions unterstützt Flüchtlingsprojekt der Malteser

Spendenübergabe an die Malteser - v.l. Katrin Heim (Malteser Werke), Manuela Roßbach (Geschäftsführerin Aktion Deutschland Hilft), Kai Kalchthaler (Executive Vice President Arvato Financial Solutions), Sebastian Schilgen (Geschäftsführer Malteser Werke), Frank Kebsch (CEO Arvato Financial Solutions)

Spendenübergabe an die Malteser – v.l. Katrin Heim (Malteser Werke), Manuela Roßbach (Geschäftsführerin Aktion Deutschland Hilft), Kai Kalchthaler (Executive Vice President Arvato Financial Solutions), Sebastian Schilgen (Geschäftsführer Malteser Werke), Frank Kebsch (CEO Arvato Financial Solutions)

Arvato Financial Solutions spendete im Rahmen seiner Weihnachtsaktion einen Betrag von 30.000 Euro an das Projekt WERTvoller Raum der Malteser Werke. Im Rahmen der Bündnisorganisation ‚Aktion Deutschland Hilft‘ richtet sich das Malteser-Projekt an Flüchtlinge, die in den Gemeinschaftsunterkünften des Landes betreut werden und ist damit eingebettet in ein Gesamtkonzept vorintegrativer Bildungsmaßnahmen.

In den Flüchtlingsunterkünften herrscht eine große Heterogenität an Menschen, die mit unterschiedlichen Wertvorstellungen nach Deutschland gekommen sind. Insbesondere das Herkunftsland, die Religion und der Bildungsgrad sind Kriterien für die Formierung persönlicher Wert- und Glaubenssätze. Ziel des Bildungsangebots WERTvoller RAUM der Malteser ist daher die Auseinandersetzung mit Werten und Normen in Deutschland.

Erwartungen, Vorstellungen und Bedürfnisse deutscher Kultur

Es handelt sich um ein niederschwelliges und regelmäßiges Angebot, das die Flüchtlinge bereits in den ersten Monaten nach ihrer Ankunft erreicht. Im Rahmen von fünf Modulen werden ihnen die Erwartungen, Vorstellungen und Bedürfnisse deutscher Kultur erläutert. Die Themenfelder fokussieren dabei unter anderem auf Geschichte & Politik, Religion, Sprache & Kleidung, Rollenverständnis & Verhalten im öffentlichen Raum, Arbeitswelt & Umgang mit Behörden sowie Freizeit & Sport. Das Angebot soll bewirken, dass Flüchtlingen das notwendige Kulturwissen vermittelt wird, um sich in die deutsche Gesellschaft integrieren können.

Der CEO von Arvato Financial Solutions Frank Kebsch bekräftigt das Engagement des Unternehmens mit den Worten: „Als international tätiges Unternehmen, bei dem die Mehrheit der Mitarbeiter in 21 Ländern außerhalb Deutschlands tätig ist, liegt uns Toleranz sehr am Herzen. Daher haben wir ein Projekt gewählt, das die frühzeitige Integration der Geflüchteten im Fokus hat. Denn Integration und Bildung sind der Schlüssel für ein gelungenes Zusammenleben.“

Kai Kalchthaler, Executive Vice President Arvato Financial Solutions Deutschland, ergänzt: „Uns war es dabei wichtig, dass wir neben unseren vielfältigen lokalen Aktionen ein nachhaltiges deutschlandweites Projekt finden, das auf kontinuierliche Hilfe setzt. Ob es um die praktischen Fragen des Alltags geht, um Behördengänge oder die Arbeitssuche – mit ihrer Arbeit ebnen die Malteser die ersten Wege.“

Den Einzelnen und seine Bedürfnisse im Blick haben

Sebastian Schilgen, Geschäftsführer der Malteser Werke, erläutert den Ansatz der Hilfsorganisation: „Bei der Betreuung der Flüchtlinge legen wir großen Wert darauf, stets den Einzelnen und seine Bedürfnisse im Blick zu haben. Mit dem Projekt WERTvoller Raum lernen die Flüchtlinge, die Erwartungen und Vorstellungen deutscher Kultur kennen und integrieren dieses Wissen in ihren Alltag. Das ist der erste Schritt für eine gelungene Integration.“

Nach der Testphase in der zentralen Unterbringungseinrichtung in Wickede-Wimbern wird das Angebot 2017 in den bundesweit elf Betreuungseinrichtungen der Malteser verankert. Anhand von Teilnehmerlisten und qualitativen Einzelinterviews misst und dokumentiert die Hilfsorganisation die Wirkung des Projektes. Voraussichtlich werden ca. 1.500 Menschen von dem Angebot profitieren. Das Angebot ist komplett durch Spenden finanziert.

Aktion Deutschland Hilft ist ein Zusammenschluss deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen und Notsituationen im Ausland gemeinsam schnelle und effektive Hilfe leisten. Zunehmend müssen Hilfsorganisationen ihre Hilfe koordinieren: mit Partnern, Regierungen und internationalen Institutionen – aber auch untereinander. Die Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft bringen ihre fachlichen Kompetenzen und Erfahrungen zusammen, um bedarfsgerecht und effizient Hilfsprojekte zu realisieren. In diesem Fall bieten die Malteser Werke mit dem Bildungsangebot WERTvoller Raum Flüchtlingen eine Auseinandersetzung mit den Werten und Normen in Deutschland.

Mehr Informationen unter www.aktion-deutschland-hilft.de und www.malteserwerke.de

 

 

Reporateg: Mein Leben als moderner digitaler Wissensarbeiter

Der moderne Wissensarbeiter soll das Ideal des digitalen Arbeitens verkörpern. Flexibel einsetzbar und von überall auf der Welt arbeitsfähig – sofern unbeschränkt Internet und Energy-Drinks verfügbar sind. Er benötigt kein Büro mehr, was seinem Arbeitgeber auch noch dessen Unterhalt spart, und bringt seine Arbeitsgeräte im besten Fall gleich selber mit. Für Gründer und Startups funktioniert das super. Aber ist der moderne Wissensarbeiter auch als Mitarbeiter im etablierten Unternehmen ein Gewinn? Ein Beitrag auf „digitalisierung-jetzt.de“. … mehr

 

Digitalisierung sorgt für mehr Wohlstand und Wachstum

Neue Kunden, steigende Umsätze, wachsender Wohlstand: Sowohl die Wirtschaft als auch die Verbraucher sehen aktuell deutlich mehr Chancen als Risiken durch die digitale Transformation. Die Mehrheit der Bürger erwartet, dass der Wohlstand in Deutschland durch die Digitalisierung zunehmen wird. 56 Prozent gehen von einem Wachstum aus, nur 33 Prozent rechnen mit einem abnehmenden Wohlstand.

Digitalisierung – eine Chance für die Wirtschaft

Gleichzeitig sagen fast zwei Drittel der Deutschen ab 14 Jahre (63 Prozent), dass die Digitalisierung für die deutsche Wirtschaft eine Chance ist, 33 Prozent sehen sie als Gefahr. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.010 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die auf der CeBIT in Hannover vorgestellt wurde.

„In den vergangenen Monaten wurde viel über echte oder vermeintliche Schattenseiten der Digitalisierung diskutiert – von intelligenten Robotern, die uns die Arbeit wegnehmen, bis zu Fake News, die die Demokratie gefährden. Die Bundesbürger lassen sich davon offenbar nicht verrückt machen und sind mit Blick auf die Digitalisierung überaus zuversichtlich“, sagte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks.

So sagen 86 Prozent der Befragten, die Digitalisierung sei notwendig, damit Deutschland in bedeutenden Branchen wie dem Maschinen- oder dem Automobilbau seine starke Stellung auf dem Weltmarkt verteidigen könne. Und 80 Prozent sind der Meinung, wenn sich Unternehmen der Digitalisierung verweigerten, würden sie untergehen. „In Deutschland haben aktuell so viele Menschen Arbeit wie nie zuvor. Und zwar nicht trotz, sondern wegen der Digitalisierung“, sagte Dirks.

Ängste vor den Auswirkungen der Digitalisierung

Der Umfrage zufolge werden die Ängste vor den Auswirkungen der Digitalisierung geringer, je konkreter sie für die Befragten zu fassen sind. So geben 56 Prozent der Bundesbürger an, die Digitalisierung gefährde Arbeitsplätze in Deutschland, aber nur 11 Prozent der Erwerbstätigen sehen ihren eigenen Arbeitsplatz bedroht. Und fast jeder zweite Deutsche (45 Prozent) glaubt, dass die Digitalisierung die Existenz von Unternehmen in Deutschland bedroht – aber nur jeder vierte Erwerbstätige (26 Prozent) sorgt sich in dieser Hinsicht um seinen eigenen Arbeitgeber.

Gleichzeitig sagt fast jeder zweite Erwerbstätige, dass ihm die Digitalisierung berufliche Perspektiven eröffnet (46 Prozent) und Wachstum für das Unternehmen ermöglicht, in dem er arbeitet (51 Prozent). Eine Mehrheit der Bundesbürger (56 Prozent) wünscht sich daher, das Tempo der Digitalisierung in Deutschland zu erhöhen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu erhalten. Unter den 14- bis 29-Jährigen sagen das sogar zwei Drittel (65 Prozent).

Unternehmen sehen die Digitalisierung positiv

Aber nicht nur die Bürger, auch die Unternehmen sehen die Digitalisierung positiv. 9 von 10 Geschäftsführern und Vorständen (90 Prozent) in Unternehmen ab 20 Mitarbeitern sagen, dass die Digitalisierung für das eigene Unternehmen eher Chancen biete, nur 7 Prozent sehen sie vor allem als Risiko. Damit hat sich die digitalisierungsfreundliche Stimmung verglichen mit dem Vorjahr noch einmal leicht gesteigert (88 bzw. 10 Prozent).

Gleichzeitig haben sich deutlich mehr Unternehmen mit der Digitalisierung beschäftigt. Eine eigene Digital-Strategie gibt es inzwischen in drei Viertel der Unternehmen (76 Prozent), vor zwei Jahren lag der Anteil erst bei 63 Prozent. Entsprechend gelassen gehen die Unternehmen inzwischen mit der Digitalisierung um. Nur noch jeder Zweite (55 Prozent) hält die Digitalisierung für eine große Herausforderung für das eigene Unternehmen, vor zwei Jahren waren es noch 70 Prozent gewesen. Und nur noch jeder neunte Befragte (11 Prozent) glaubt, dass die Digitalisierung die Existenz des eigenen Unternehmens gefährdet.

Vor zwei Jahren lag der Anteil mit 19 Prozent noch fast doppelt so hoch. „Die Digitalisierung ist in den Unternehmen angekommen und wird praktisch angegangen“, sagte Dirks. „Sie wird nicht mehr als außerordentliche Herausforderung wahrgenommen, sondern als eine unternehmerische Aufgabe wie andere auch.“

Jedes zweite Unternehmen (55 Prozent) hat infolge der Digitalisierung bestehende Produkte oder Dienstleistungen angepasst, 4 von 10 (39 Prozent) haben neue entwickelt und auf den Markt gebracht. Offenbar mit Erfolg: 45 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie durch die Digitalisierung neue Kunden gewinnen konnten. Vor einem Jahr sagten dies erst 38 Prozent. „Die Unternehmen machen sich die Digitalisierung zu Nutze – mit Erfolg“, sagte Dirks.

Mangel an Fachkräften und Mitarbeitern mit Digitalkompetenz

Eine zentrale Herausforderung bleibt für die Unternehmen der Mangel an Fachkräften und Mitarbeitern mit Digitalkompetenz. So sagen 9 von 10 Befragten (87 Prozent), dass der Bedarf an IT-Fachkräften künftig steigen wird. Gleichzeitig geben schon heute 54 Prozent an, dass sie Probleme haben, genügend IT-Spezialisten zu finden. Und 8 von 10 Befragten (79 Prozent), sagen, dass sie mehr Mitarbeiter mit Digitalkompetenz benötigen, ähnlich viele (77 Prozent) bieten entsprechende Weiterbildungen für ihre Mitarbeiter an.

„Bildung ist der Schlüssel für die digitale Transformation, für künftiges Wachstum und für Wohlstand – und für die Teilhabe jedes Einzelnen an der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft“, sagte Dirks. „Die deutsche Wirtschaft hat für die Gestaltung der digitalen Transformation eine gute Ausgangsposition. Aber das wird kein Selbstläufer. Gerade im Wahljahr gilt es, die richtigen Weichen zu stellen.“

Mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst fordert Bitkom, die Bildungslandschaft zu digitalisieren und die Weiterbildung im Berufsalltag zu fördern. Dirks: „Alle Bildungseinrichtungen im Schul-, Hochschul-, Aus- und Weiterbildungsbereich müssen ihre Lehrpläne auf digitale Bildung ausrichten. Deutschland muss zum Vorreiter der digitalen Bildung werden.“ Zudem müsse es gelingen, eine in weltweitem Maßstab wettbewerbsfähige digitale Basisinfrastruktur zu schaffen.

„Diese digitale Infrastruktur muss von Gigabitnetzen bis zu digitalen Infrastrukturen für Energie, Verkehr, Gesundheit und Verwaltung reichen. So können wir hierzulande Vorreiter beim autonomen Fahren und etwa der digitalen Medizin und Gesundheitsversorgung werden“, sagte Dirks. Im Mittelpunkt der Digitalpolitik müsse zugleich stehen, Wirtschaft und Verbraucher vor Hackern und anderen digitalen Angreifern zu schützen und die Privatsphäre der Bürger zu garantieren, ohne die gesellschaftlich notwendige Nutzung wertvoller Daten zu verhindern.

Datenpolitik muss das Recht des Einzelnen auf Datenschutz wirksam wahren

„Eine moderne Datenpolitik muss das Recht des Einzelnen auf Datenschutz wirksam wahren und gleichzeitig nützliche und innovative Anwendungen ermöglichen“, so Dirks. „Die richtige Balance müssen wir im Datenschutz erst noch finden.“ Schließlich müsse es gelingen, Deutschland zum Knotenpunkt der digitalen Transformation zu machen. Dabei gehe es nicht allein um eine Stärkung der Digitalbranche, sondern um eine Digitalisierung der deutschen Leitindustrien.

„Wir sind dabei, in Deutschland sogenannte Hubs der digitalen Transformation aufzubauen. Sie bringen Start-ups, Global Player, Mittelstand und Forschung zusammen“, sagte Dirks. „Digitalisierung ist kein Naturereignis, vor dem wir uns verstecken müssen. Digitalisierung ist eine Gestaltungsaufgabe. Unsere neue Umfrage zeigt: Die Wirtschaft hat sie angenommen.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben sind zwei Umfragen, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden zum einen 504 Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft. Zum anderen wurden 1.010 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, diese Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtbevölkerung.

Der mutigen Gesellschaft gehört die Welt!

Robert Goegele schreibt im Blog von „Avanade“: Robotik und künstliche Intelligenz sind auf dem Vormarsch. Innerhalb von nur wenigen Monaten sind etwa „Bots“ zum großen Thema geworden. Vielfach ist dabei – sicher auch zurecht – von den Gefahren zu lesen. Die Fallstricke gilt es fraglos zu beachten. Gleichzeitig brauchen wir mehr gesellschaftliche Begeisterung für technologische Neuerungen, ganz besonders im deutschsprachigen Raum. Es muss ein Ruck zu mehr Mut, Innovationsfreude und technologischer Offenheit durchs Land gehen. … mehr

 

Wilhelmshavener Polizei gelingt Schlag gegen international tätige Cybercrime-Betrüger

Ende Februar hat das Team Cybercrime der Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland Wohn- und Geschäftsräume im Raum Wilhelmshaven durchsucht und dabei zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen sowie umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Die beiden Verdächtigen haben mutmaßlich für eine international operierende Tätergruppe gearbeitet, die sich als Microsoft Mitarbeiter ausgibt und per Telefon kostenpflichtige Support-Dienstleistungen für mit Schadsoftware infizierte Windows-Rechner anbietet.

Internationale Kriminellenbande gibt sich als Microsoft-Mitarbeiter aus

Diese Betrugsmasche ist seit Monaten bekannt, allerdings handelten die jetzt verdächtigten Personen anders, wie die Polizei Wilhelmshaven in einer Pressemitteilung bekannt gab. Demnach wurden Rechner von Anwendern gesperrt, die Webseiten von unseriösen Quellen, oftmals mit pornografischem Inhalt, aufgerufen haben. Auf dem Sperrbildschirm erschien eine 0800-Telefonnummer, unter der angeblich Hilfe zu erwarten sei.

Hinter der Nummer boten angebliche Microsoft-Mitarbeiter kostenpflichtige Dienstleistungen an, um das System wieder freizuschalten. Die Polizei Wilhelmshaven ermittelt gegen die beiden Verdächtigen wegen banden- und gewerbsmäßig begangener Computersabotage sowie Erpressung. Das zuständige Amtsgericht Osnabrück hat Haftbefehle erlassen, die nach richterlicher Anhörung der Festgenommenen aber außer Vollzug gesetzt wurden. Die Ermittler werden nun Kontakt zu den Geschädigten aufnehmen und klären, welchen Tatbeitrag die Festgenommenen tatsächlich geleistet haben.

Microsoft arbeitet mit einer eigenen Digital Crimes Unit

Microsoft hat die Strafverfolgungsbehörden bei den Ermittlungsarbeiten mit seiner Digital Crimes Unit unterstützt, mit der das Unternehmen auf der Basis modernster Analysemethoden eigene Untersuchungen gegen Cyber-Kriminalität durchführt. Die Unit besteht aus Anwälten, Forensikern und Ingenieuren. Das Unternehmen hat im Zusammenhang mit den Ermittlungen des Wilhelmshavener Team Cybercrime einen eigenen Strafantrag gestellt und der Osnabrücker Staatsanwaltschaft Erkenntnisse aus seinen Ermittlungen in USA, England, Deutschland, Indien und Australien zur Verfügung gestellt.

„Wir begrüßen das engagierte Vorgehen der Behörden gegen Callcenter, die unter falscher Identität Computernutzer einschüchtern und in eine Betrugsmasche verwickeln“, sagt Joachim Rosenögger, Ermittler bei der Digital Crimes Unit von Microsoft: „Das Vorgehen der Behörden in Wilhelmshaven zeigt, dass solche Banden zur Rechenschaft gezogen werden und sich nicht hinter einem internationalen Geflecht von Firmen verstecken können. Microsoft wird bei weiteren Fällen außerhalb Deutschlands auch selbst den Strafverfolgungsdruck auf diese Gruppen weiter erhöhen.“

Microsoft weist darauf hin, dass es in Kombination mit der in Wilhelmshaven aufgeflogenen Masche weitere Betrugsversuche gibt. Dabei wird Verbrauchern, die bereits Opfer der Betrüger geworden sind, die Rückzahlung der von ihnen bezahlten Gebühren für den Fall in Aussicht gestellt, dass ein noch fehlender Betrag eingezahlt wird. Bei diesen erneuten Betrügereien entstehen mitunter Schäden im vier- bis fünfstelligen Bereich.

Microsoft rät Anwendern dazu, telefonische Betrugsversuche umgehend zu beenden und auf keinen Fall Fremdsoftware für ihr Endgerät zu erwerben oder zu installieren. Stattdessen sollten Betroffene die Polizei aufsuchen und den Betrugsversuch dort anzeigen. Verbraucher können der Microsoft Digital Crimes Unit über eine spezielle Webseite Scam-Versuche melden: www.microsoft.com/reportascam. Bitte informieren Sie Ihre Leser über diese Kontaktmöglichkeit.

Mehrheit der Bürger wollen keine Behördenmitteilungen per Mail

Da läuft etwas schief: Die Mehrheit der Bevölkerung sieht die Tendenz, dass Unternehmen und Behörden ihren Kunden und Bürgern wichtige Dokumente und Informationen per Mail zuschicken oder in Online-Postfächern hinterlegen, deutlich negativ. Bei einer vom Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit (DIVSI) beauftragten und vom Institut dimap durchgeführten repräsentativen Umfrage beurteilen 54 Prozent der Befragten diesen Trend als eher schlecht. … mehr

 

„Die Fundamente der Informationsgesellschaft sind auf Sand gebaut“

Der ehemalige Chef der CIA tingelt gerade durch die amerikanischen Fernsehsendungen, um für sein neues Buch zu werben, ist in der „FAZ“ zu lesen. Michael Hayden war nicht nur Direktor der CIA, sondern auch der NSA. Nun will es die Nachrichtenlage, dass er in jeder Sendung statt zu seinem Buch zu den beiden aktuellen Geheimdienst-Politskandalen befragt wird, mit denen die amerikanische Öffentlichkeit ringt: Die Behauptung des amtierendes amerikanischen Präsidenten, dass er im Trump Tower abgehört worden wäre… mehr ….

 

Cyberpunk-Zukunftsvisionen: Die Angstmacher lagen ziemlich richtig

Autoren und Filmemacher des Cyberpunk-Genres entwarfen in den Achtzigerjahren düstere Dystopien – und waren bemerkenswert weitsichtig. Viele ihrer Zukunftsszenarien bewahrheiten sich, berichtet der „Spiegel“. Der Mensch optimiert sich selbst durch Hightech-Implantate, während die Staaten, in denen er lebt, kaputtgehen – und im chronischen Regenschauer flackert das Neonlicht: Solche düsteren Zukunftsvisionen beschreibt das Genre des Cyberpunk. … mehr

 

Das Gesicht der Digitalisierung: Unternehmen müssen auf neue Rollen setzen

Socrates_Louvre_Dunja_2005Die Digitalisierung ermöglicht Innovationen, Services und neue Geschäftsmodelle – so entstehen enorme Chancen. Deshalb ist es in Zeiten der digitalen Transformation für Unternehmen unabdingbar, sich über aktuelle und neue Technologien zu informieren. Insbesondere der Mittelstand muss sich mehr mit der Thematik auseinandersetzen und sich einen Überblick über die Techniken, die die Digitalisierung unterstützen und vorantreiben, und deren Potenziale verschaffen.

Unternehmen benötigen deshalb eine Neuausrichtung ihrer Geschäftsstrategie. „Um in der Organisation die Voraussetzungen für die zielführende Platzierung der Digitalisierungsthemen zu gewährleisten und das Thema nachhaltig zu verankern, erfordert es eine zeitnahe Investition von Seiten der Unternehmen“, erläutert Dr. Consuela Utsch, Geschäftsführerin von Acuroc. „Auch den Mitarbeitern verlangt die digitale Transformation eine schnelle Anpassung an neu entstehende Rollen ab“

 

An Wertschöpfungsketten anknüpfen

Digitalisierung ist heute sowohl in der Geschäftsführung als auch im IT-Management das alles bestimmende und zukunftsweisende Thema. Die Führungsebenen in Unternehmen müssen sich über die sich wandelnde Welt ebenso bewusst werden wie bezüglich der sich verändernden Konsumenten und ihrer Wertschöpfungsketten, um dann die richtigen Schritte einzuleiten. „Sobald ein Unternehmen die Digitalisierung anstrebt, benötigt es neue Rollen.

Dazu zählen unter anderem der „Data Scientist“ und der „Data Compliance Officer“, insbesondere aber der „Chief Digital Officer“, kurz CDO. Sind die Dringlichkeit erkannt und erste Initiativen gestartet, stellt sich im Unternehmen die Frage, wie diese Maßnahmen am besten strukturiert und koordiniert weiter geführt werden können. Hierfür ist die Rolle des „Chief Digital Officer“ unverzichtbar, denn diese verantwortet die strategische Transformation und koordiniert und forciert gleichzeitig die Vernetzung zwischen Fachbereichen und IT.

Zudem sollte der CDO als Motivator im Unternehmen wirken und mit dem CIO auf Augenhöhe zusammenarbeiten“, empfiehlt Dr. Consuela Utsch. „Während der CIO den IT-Betrieb mit seinen Anforderungen verantwortet, treibt der CDO neue Geschäftsmodelle und deren Realisierung unter Einbeziehung der Mitarbeiter voran“, so die Geschäftsführerin weiter. Gleich zu Beginn der Tätigkeit muss der Chief Digital Officer eine digitale Veränderungslandkarte und eine Strategie entwickeln, um so die Koordination digitaler Aktivitäten zum Wandel des unternehmensweiten Geschäfts zu lenken.

 

Kompetenzen und Fähigkeiten

Für die erfolgreiche Integration der Rolle des Chief Digital Officers im Unternehmen benötigt dieses zunächst einmal eine passend ausgewählte Person mit den entsprechenden Kompetenzen und Fähigkeiten. Hierzu zählen neben weitreichenden Kenntnissen der Geschäftsprozesse sowie der Kundenanforderungen auch der Aufbau eines guten internen und externen Netzwerks und entsprechendes Know-how über die Branche sowie deren Anforderungen. Erfahrungen im Änderungsmanagement sind ebenso notwendig wie Innovationskraft und der Mut, disruptive Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Agilität, Kreativität und das Infragestellen der aktuellen Situation durch intensive Auseinandersetzung mit der Frage „Was ist, wenn dieses Geschäftsmodell morgen kippt?“ zeichnen den erfolgreichen Chief Digital Officer neben strategischem Denken aus. Der Kandidat sollte außerdem die Koordination digitaler Aktivitäten unter Einbindung externer Key-Player beherrschen und eine hohe Kommunikationsfähigkeit besitzen. Abgerundet werden die Kompetenzen durch einen qualifizierten Umgang mit unterschiedlichen Hierarchieleveln und Persönlichkeitsstrukturen.

Der Chief Digital Officer ist somit das „Gesicht der Digitalisierung“ im Unternehmen. „Der Job benötigt zudem vor allem Businessverständnis und Überzeugungskraft. Insbesondere der Schritt, langjährige Prozesse neu zu beleuchten und in Frage zu stellen, stellt eine große Herausforderung dar“, erklärt Dr. Consuela Utsch. „Es kann eben auch passieren, dass ein Unternehmen sich hierfür vollständig neu strukturieren muss. Deshalb fehlen in vielen Vorständen häufig noch diese Führungskräfte.“

Umfrage: Deutsche rechnen mit starkem Wandel der Arbeitswelt

Drei Viertel der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland glauben, dass sich unsere Arbeitswelt bis zum Jahr 2030 spürbar verändern wird. Das geht aus dem ZukunftsMonitor hervor, einer repräsentativen Umfrage, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beim Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid in Auftrag gegeben hat.

Die Umfrage zeigt auch, dass die Menschen in Deutschland mit gemischten Gefühlen auf die Zukunft der Arbeit blicken. So erwarten 58 Prozent der Befragten, dass durch die bevorstehenden Veränderungen Jobs verloren gehen. 84 Prozent der Befragten denken, dass durch die Digitalisierung der Unterschied zwischen hohen und niedrigen Gehältern weiter zunimmt. Gleichzeitig können sich 73 Prozent vorstellen, dass in Zukunft die Technik hilft, Menschen mit Beeinträchtigungen besser an der Arbeitswelt teilhaben zu lassen. Außerdem gewinnt das lebenslange Lernen für die Befragten an Bedeutung: Neun von zehn sehen es als unerlässlich für beruflichen Erfolg an, sich fortwährend weiterzubilden.

 „Wir stehen vor einer großen Transformation“

„Wir stehen vor einer großen Transformation. Wir merken bereits jeden Tag, wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt ebenso wie unseren privaten Alltag verändert. Der ZukunftsMonitor zeigt, dass Bürgerinnen und Bürger ein gutes Gespür für diese Veränderungen haben. Sie fragen sich aber auch, was der digitale Wandel für sie persönlich und ihre berufliche Entwicklung bedeutet“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

„Deutschland hat die besten Voraussetzungen, die Möglichkeiten der Digitalisierung für sich zu nutzen und den Wandel vorteilhaft zu gestalten. Über Chancen und Risiken wollen wir mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Deswegen machen wir die Zukunft der Arbeit auch zum Thema des Wissenschaftsjahres 2018 und diskutieren darüber beim BMBF-Bürgerdialog ZukunftsForum.“

Arbeit wird in den Augen der Befragten zunehmend mobil: Laut der Umfrage rechnen 58 Prozent damit, dass der Großteil der arbeitenden Bevölkerung im Jahr 2030 von zu Hause oder einem anderen Ort aus ihrem Job nachgehen. 80 Prozent können sich vorstellen, dass ein Großteil der Routine-Aufgaben dann nicht mehr von Menschen, sondern von Maschinen und Programmen erledigt werden. Beim Einfluss der Digitalisierung auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind die Meinungen geteilter, 52 Prozent erwarten positive Effekte, 41 Prozent glauben nicht daran.

Das BMBF fördert verschiedene Projekte auf dem Weg zur vierten industriellen Revolution.

Für die Forschungsagenda Industrie 4.0 hat es Vorschläge von Experten aufgegriffen und Fördermittel in Höhe von über 470 Millionen Euro bewilligt und eingeplant. Soziale und technologische Innovationen mit Pilotcharakter am Arbeitsplatz und in den Betrieben fördert das BMBF vor allem mit seinem Programm „Zukunft der Arbeit“. Das Programm wird kofinanziert durch Mittel des Europäischen Sozialfond (ESF); diese eingerechnet fördert das BMBF die Arbeitsforschung mit rund 150 Millionen Euro von 2016 bis 2020. Mit „Berufsbildung 4.0″ fördert das BMBF verschiedene Maßnahmen zur frühzeitigen Ausrichtung der beruflichen Aus- und Weiterbildung auf die Digitalisierung der Wirtschaft.

„Wissen schaffen – Denken und Arbeiten in der Welt von morgen“ ist Thema des vierten BMBF-Bürgerdialogs. Seit Sommer 2015 führt das BMBF zu verschiedenen Zukunftsthemen jeweils eine repräsentative Befragung („ZukunftsMonitor“), einen Workshop mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Experten aus der Wissenschaft („ZukunftsTag“) sowie einen Bürgerdialog mit der Hausleitung des Ministeriums („ZukunftsNacht“) durch. Die nächste „ZukunftsNacht“ mit Bundesforschungsministerin Wanka findet am 29. März in Berlin statt. Die Ergebnisse des Bürgerdialogs berücksichtigt das BMBF bei der Entwicklung langfristiger Innovationsstrategien sowie in der Forschungs- und Projektförderung.

Der aktuelle ZukunftsMonitor beruht auf mehr als 1.000 persönlichen Interviews, die das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid im Januar im Auftrag des BMBF durchgeführt hat.

xethix-Diskurs: Schutz der Integrität von journalistisch-redaktionellen Telemedienangeboten

Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services, eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.

Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services, eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.

Zum Gesetzesvorschlag „Schutz der Integrität von journalistisch-redaktionellen Telemedienangeboten“ des Zeitungsverlegerverbandes NRW sagt Markus Schaffrin, Sicherheitsexperte und Leiter Mitglieder Services im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. :

„Adblocker erhitzen die Gemüter. Das Abwägen zwischen der Unabhängigkeit der Medienunternehmen, die auf werbefinanzierte Modelle angewiesen sind und der individuellen Selbstbestimmung der Leser ist herausfordernd. In dieser Diskussion darf die Politik aber nicht die Sicherheit der Internetnutzer vergessen, denn Kriminelle spielen über Werbeanzeigen Schadsoftware aus, das sogenannte Malvertising, und infizieren die Computer nichtsahnender Nutzer mit Schadcode. Malvertising ist nach der E-Mail der zweithäufigste Weg zur Verbreitung von Schadsoftware und verursacht jährlich hohe Schäden. Ein Verbot sollte daher sehr gründlich abgewogen werden.“

Weitere Informationen zu Adblockern und Hilfestellungen zum Thema IT-Sicherheit finden Sie unter: https://blog.botfrei.de/

Das Google-Ich – wie definiert us die Suchmaschine?

Wer bin ich? Und wer sind Sie? Google gibt bereitwillig Auskunft, auch ohne uns zu kennen. So wird der Mensch nicht mehr in Worten, sondern in Zahlen erzählt, meint „Lobes Digitalfabrik“. Auf die Frage, wann er das letzte Mal sich selbst gegoogelt habe, antwortete der damalige Google-Chef Eric Schmidt in einem Interview mit dem „Spiegel“ am 7. Juni 2014: „Das mache ich nie. Ich lebe lieber selbstbestimmt, als dass ich mich von anderen definieren lasse.“ Das Zitat sprach Bände. Das ist ungefähr so, als würde der Vorsitzende eines Automobilbauers sagen, er würde kein Auto kaufen, weil die Abgase giftig für die Umwelt seien. … mehr