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Vertrauensfrage: Wie viel Datensicherheit kann Gerätekontrolle bieten?

blitzeIn der zunehmend digitalisierten und vernetzten Wirtschaft sind flexible Arbeitsmodelle längst ein fester Bestandteil. Der zeitlich und örtlich unbegrenzte Zugriff auf Unternehmensdaten und -anwendungen vereinfacht Unternehmensprozesse und gibt den Mitarbeitern mehr Gestaltungsspielraum in der Organisation ihrer Arbeitsabläufe. Um dabei die Sicherheit von Unternehmensdaten zu gewährleisten, bestimmt seit Jahren das Konzept der „trusted devices“ – vertrauenswürdigen Geräte – die Sicherheitsstrategie von Unternehmen.

Organisationen weltweit, darunter Regierungsbehörden und Banken, operieren auf Basis dieses Ansatzes. Jedoch gerät dieser im Zeitalter fortschreitender Digitalisierung und Mobilität zunehmend an seine Grenzen.

Sichere Geräte = sichere Daten?

Einfach ausgedrückt gilt die Einstufung „vertrauenswürdig“ für Geräte, die den Unternehmen bekannt sind, die bestimmte Sicherheitsanforderungen erfüllen und über die die Unternehmens-IT ein gewisses Maß an Kontrolle hat. Typischerweise sind diese Geräte mit einem Software-Agenten ausgestattet, der den Datenverkehr an das Unternehmensnetzwerk weiterleitet, so dass grundlegende Sicherheitsüberprüfungen wie ein Zugangscode und ein Check des aktuellen Betriebssystems durchgeführt werden können.

Sobald diese Prüfungen erfolgt sind, erhält ein vertrauenswürdiges Gerät in der Regel uneingeschränkten Netzwerkzugriff, so dass der Benutzer alle Informationen abrufen kann, die er benötigt, um aus der Ferne arbeiten zu können. In der Regel bedeutet dies, dass ein VPN-Tunnel zum Firmennetzwerk geöffnet wird, der den Nutzern einen ungehinderten Dienstzugang ermöglicht.

Unter IT-Managern haben sich vor allem die Apple-Geräte den Ruf erworben, einfacher zu verwalten und auf Grund der abgeschlossenen Plattform sicherer zu sein. Zwar sind die heutigen Mobilplattformen meist viel sicherer als Legacy-Lösungen, doch alle – auch Apple – sind weiterhin anfällig für Datenverlust, beispielsweise durch gezielte Cyber-Angriffe oder direkt durch Verlust oder Diebstahl des Geräts.

Um angesichts derartiger Risiken die Datensicherheit gewährleisten zu können, setzen Unternehmen auf eine verstärkte Kontrolle der Mobilgeräte. Im Zuge dessen kommen Mobile Device Management (MDM)- oder Mobile Application Management (MAM)-Lösungen zum Einsatz. Diese installieren Agenten auf den Mobilgeräten und ermöglichen der IT-Abteilung die umfassende Kontrolle derselben. Alle Aktivitäten werden dann durch das Unternehmensnetzwerk geleitet, Kontrollfunktionen wie Kennwortschutz, Fernlöschung von Daten sowie Beschränkungen bei unsicheren Netzwerkverbindungen werden von der IT-Abteilung über eine zentrale Plattform ausgeübt. So ist diese in der Lage, die Unternehmensdaten im Blick zu behalten und notfalls schnell reagieren zu können.

Vertrauen ist gut – doch ist Kontrolle wirklich besser?

Autor: Mike Schuricht ist VP Product Management bei Bitglass, einem weltweit tätigem Anbieter einer Cloud-Access-Security-Broker-Lösung sowie von agentenloser Mobilsicherheit mit Sitz im Silicon Valley. Die Lösungen des Unternehmens ermöglichen durchgängige Datensicherheit, von der Cloud zu dem Gerät.

Autor: Mike Schuricht ist VP Product Management bei Bitglass, einem weltweit tätigem Anbieter einer Cloud-Access-Security-Broker-Lösung sowie von agentenloser Mobilsicherheit mit Sitz im Silicon Valley. Die Lösungen des Unternehmens ermöglichen durchgängige Datensicherheit, von der Cloud zu dem Gerät.

Was eine weitreichende Kontrolle über die Unternehmensdaten bietet, bringt langfristig jedoch auch Schwierigkeiten mit sich: Sowohl die Einrichtung als auch die Pflege von MDM/MAM-Software ist mit einigem logistischen Aufwand verbunden. Je nach Unternehmensgröße müssen IT-Teams die Software auf ein paar Dutzend bis hin zu mehreren tausend Geräten verwalten und sicherstellen, dass die Agenten regelmäßig aktualisiert werden und alles korrekt funktioniert.

Paradoxerweise führt die umfassende Kontrolle wiederum zu einem Vertrauensverlust – und zwar auf Seiten der Mitarbeiter. Durch die mobilen Agenten sind für das Unternehmen theoretisch sämtliche Aktivitäten der Mitarbeiter nachvollziehbar. Dies ist besonders heikel, wenn Mitarbeiter ihre privaten Geräte für die berufliche Nutzung zur Verfügung stellen. Private Bankgeschäfte, Aktivitäten in sozialen Netzwerken und jede Menge persönlicher Informationen werden neben Unternehmensdaten ebenfalls per Proxy über das Unternehmensnetzwerk übertragen.

Derartige Fälle werfen zudem auch Fragen des innerbetrieblichen Datenschutzes auf. Die meisten Mitarbeiter sind nicht glücklich darüber, dass die Unternehmens-IT Einblick in ihre Daten erhält. Eine von Bitglass durchgeführte Umfrage ergab, dass nur 44 Prozent der befragten Angestellten mit MDM- oder MAM-Software auf ihrem privaten Telefon einverstanden wären. In derselben Umfrage gaben mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten an, dass sie grundsätzlich bereit wären, ihre privaten Mobilgeräte auch für die berufliche Nutzung bereitzustellen, sofern ihr Arbeitgeber die Möglichkeit hätte, Unternehmensdaten zu schützen, ohne die Fähigkeit zu besitzen, ihre persönlichen Daten einzusehen, zu ändern oder zu löschen.

Auf den Punkt gebracht bedeutet dies: Die Unternehmen erhöhen mit MDM-Lösungen die Kontrolle und sichern sich weitreichende Zugriffsrechte, um Geräte nach ihren Maßstäben „vertrauenswürdig“ zu machen. Dies erfolgt jedoch auf Kosten des Vertrauens der Mitarbeiter, und unter Umständen auch zu Lasten der Sicherheit, sofern sie die Kontrollmechanismen durch MDM umgehen sollten.

Vertrauenskrise? Auf ins Datenzeitalter

Es zeichnet sich ab, dass es für Unternehmen langfristig eine Herausforderung darstellen wird, Vertrauen, Gerätekontrolle und Datensicherheit optimal miteinander in Einklang zu bringen. Gleichzeitig gewinnt mit der fortschreitenden Digitalisierung die Rolle von Daten immer mehr an Bedeutung. Als Anzeichen dieses sich vollziehenden Wandels können nicht zuletzt die großen Datendiebstähle in jüngster Vergangenheit sowie eine verstärkt auf Datenschutz abzielende Gesetzgebung angesehen werden.

Dabei sei erwähnt, dass in der IT die Sicherung von Geräten zum Schutz der darauf befindlichen Daten lange Zeit der einzig sinnvolle Ansatz war. Jedoch wird zunehmend deutlich, dass vertrauenswürdige Geräte nur schwer mit dem Begriff “sicher” gleich gesetzt werden können. Kein Gerät ist vor Datenverlust gefeit. Für Unternehmen ist es daher an der Zeit, Daten in den Mittelpunkt ihrer IT-Sicherheitsstrategie zu rücken und ausgehend davon entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

„EU-Internetforum“: Viele Inhalte zu „Extremismus“ werden mit Künstlicher Intelligenz aufgespürt

Zum dritten Mal hat die EU-Kommission das „EU-Internetforum“ veranstaltet. Firmen wie Google, Facebook und Twitter sollen bei der Entfernung von Internetinhalten kooperieren. Obwohl bereits immer mehr Postings und Accounts vorauseilend gelöscht werden, droht der EU-Sicherheitskommissar mit einer gesetzlichen Regelung, berichtet „Netzpolitik“. …mehr ….

 

 

 

Maschinen, Menschen, Demagogen – Warum Kommunikation bei digitaler Transformation eine Schlüsselrolle einnimmt

DemagogenWasser ist nass, in Amsterdam fallen gelegentlich Fahrräder um und die Welt wird immer digitaler. Auf den ersten Blick lohnt es die Mühe nicht, der Artikelflut zur digitalen Transformation einen weiteren Strauß an Binsenweisheiten hinzuzufügen. Was technisch machbar ist, ist immer schon gemacht worden – vorausgesetzt, es bringt Gewinn – und die Digitalisierung macht hier keine Ausnahme. Sieht man sich die Gemengelage allerdings nicht wie üblich mit der Lupe, sondern aus dem Hubschrauber an, so wird das Thema wieder erheblich spannender.

Aus dieser Perspektive geht es nicht mehr um die Frage, ob die übernächste Generation von Smartphones bereits implantiert ist, wer für die Parkschäden eines autonom fahrenden Tesla haftet oder wie lange sich Kommunikationsagenturen noch mit dem Layout von gedruckten Broschüren herumschlagen dürfen. Hier geht es vielmehr um die Frage, ob beispielsweise Donald Trump ein Kollateralschäden der Digitalisierung ist, wie eine Gesellschaft aussehen kann, in der Arbeit nur noch für eine Minderheit zur Verfügung steht, und welchen neuen Verantwortungen die Kommunikationsbranche dabei entgegensieht, die bisher noch nicht im Fokus der Diskussion standen.

All he can do for money is drive

Übernimmt man den angelsächsischen Brauch, die Welt in eine Domäne blauer und eine Domäne weißer Kragen zweizuteilen, so schrumpft der Bedarf in der Blaumann-Abteilung schon seit langer Zeit dramatisch.

Bereits 1784 mechanisiert beispielsweise Edmund Cartwright den Webstuhl und stellt damit Heerscharen von Facharbeitern frei. Wenig später konnten auch die beiden armen Kerle entlassen werden, die noch an der Kurbel des Geräts schwitzten, denn diese Aufgabe übernahm eine Dampfmaschine. Nach mehr als zwei Jahrhunderten energischer Innovation spielt manuelle Arbeit in den Industrieländern mittlerweile kaum noch eine Rolle.

Überall dort, wo sich Automatisierung rechnet, ist sie umgesetzt. Was weiterhin besser von Menschen erledigt werden kann, ist in Schwellenländer ausgelagert, in denen die Löhne niedrig und die Arbeitstage lang sind. In der Heimat bleibt geringqualifizierten Arbeitssuchenden wenig mehr als die Option, Lastwagen zu fahren. Genau hieraus, bei den desperaten Verlierern des industriellen Wandels, rekrutiert sich schon heute ein großer Teil der Trump-Fans, Brexit-Befürworter und AfD-Wähler – auch wenn dies natürlich eine polemische Verkürzung ist.

Es kommt allerdings noch schlimmer. Mit dem Übergang von der Roboterisierung des Fließbandes zur intelligenten Digitalisierung ganzer Wertschöpfungsketten nimmt die Transformation weiter Tempo auf. Dass unsere Lastwagen auf dem Weg von A nach B schon sehr bald auf die Chauffeurdienste übergewichtiger Country-Fans verzichten können, ist dabei nur ein Randphänomen.

Viel dramatischer ist, dass eine beinahe menschenleere „Dark Factory“ schon in naher Zukunft ebenso gut in Baden-Württemberg wie in Burkina Faso stehen kann. Die Industrieländer werden wieder als Produktionsstandorte attraktiv. Gut ausgebildete Maschinensteuerer finden sich hier sogar besser. Unvermeidliche Konsequenz bilden Ströme von Flüchtlingen aus Asien und Afrika, deren Ausmaß die Bilder von 2015/16 um ein Vielfaches übertreffen wird.

„Alexa, den Jahresabschluss für 2020 bitte“

Bisher wird das triste Los des Prekariats von den Bewohnern der Teppichetagen noch aus gelassener Distanz betrachtet. Damit wird allerdings bald Schluss sein. Weitgehend unbemerkt kommt die Digitalisierung aus den Startlöchern, um auch in der Domäne der weißen Kragen gründlich aufzuräumen.

Neuronale Netzwerke sind inzwischen so leistungsfähig, dass sie bei einer Vielzahl von Aufgabenstellungen menschlicher Intelligenz nicht nur ebenbürtig, sondern sogar überlegen sind. Längst geht es nicht mehr um dumpfe Rechenleistung, wie etwa bei den Schachcomputern der Vergangenheit, sondern um echtes Lernen, mit dem selbst hochkomplexe, intuitive Aufgaben gemeistert werden.

Die Künstlichen Intelligenzen (KI) entwickeln dabei eine verblüffende, wenn nicht sogar beängstigende Selbstständigkeit. Um herauszufinden, dass wir Zweibeiner Gefallen an Katzenvideos auf YouTube finden, benötigt ein neuronales Netzwerk keine Unterstützung und bastelt sich die Algorithmen zum Erkennen der Tierchen gleich nebenbei mit. Dass so etwas auch nach hinten losgehen kann, lernte Microsoft im Jahr 2016, als sein autonomer Twitter-Chatbot „Tay“ binnen weniger Stunden zum Nazi mutierte und abgeschaltet werden musste.

Die Übernahme der Weltherrschaft durch den Computer steht noch nicht auf der Tagesordnung, selbst wenn kluge Leute wie Stephen Hawking und Elon Musk sich ernsthafte Sorgen in dieser Richtung machen. Doch was unterhalb dieser Schwelle abläuft, ist schon bemerkenswert genug. Mittlerweile gehören KI in Gestalt gehorsamer Assistentinnen fast schon zum Alltag, sei es bei der Navigation im Auto, bei der Suche nach dem passenden Restaurant oder der Thermostateinstellung im smarten Eigenheim.

Dass genau diese dienstbaren Geister derweil unsere Kreditanträge ablehnen und sich um unsere Jobs bewerben, wird gerne übersehen. Dabei liegt es auf der Hand, dass die Bewertung von Kreditrisiken als algorithmusbasierter Vorgang aus der Hand des Sachbearbeiters genommen und einem Computer übertragen wird.

Je schneller Entscheidungen getroffen werden müssen, je größer die zu durchforstenden Datenberge sind, umso unausweichlicher wird der Einsatz von KI, sei es beim Arbitragehandel an den internationalen Börsen oder der Beglückung potentieller Kunden durch individualisierte Werbung. Genau hier beginnt dann auch der Abbau ehemals felsenfest in menschlicher Hand befindlicher Arbeitsplätze.

Vom Versicherungsvertreter über den Bankangestellten bis zum Buchhalter wanken die Bastionen administrativer Jobs, und selbst Rechtsanwälten und Journalisten wird bereits heute die Feder von der KI aus der Hand genommen. Vielleicht ist ja sogar dieses Dossier schon von einer KI geschrieben, merken würde es beim aktuellen Stand der Technik kaum noch jemand. Kein Wunder, dass in einer Studie zu den Digitalisierungsrisiken Service- und Vertriebsmitarbeiter sowie Büroangestellte die größten Segmente auf der Verliererseite ausmachen.

Nach den Arbeitern geraten nun also auch die Angestellten ins Räderwerk der Digitalisierung. Damit aber wird Arbeit endgültig zur Mangelware in der sozialen Realität. Die entscheidende Frage in Literatur und Film lautet daher schon lange nicht mehr, wozu wir Maschinen benötigen, sondern wozu die Maschinen uns noch brauchen (so sie denn je ein Bewusstsein entwickeln …).

Politik jenseits der Arbeitsgesellschaft

Das Problem der digitalen Transformation trifft eine Welt, die ohnehin schon aus den Fugen geraten zu sein scheint. Es bleibt schleierhaft, wie die ökologischen Herausforderungen eines Planeten mit bald acht Milliarden Bewohnern bewältigt werden können. Zudem gelingt es den Staaten in einer zunehmend globalisierten Wirtschaft immer weniger, ihren Anteil der Wertschöpfung in Form von Steuern abzuschöpfen.

Ein Großteil der faktischen Macht hat sich von den demokratisch legitimierten Institutionen in die Hände einer kleinen Elite von Konzernen und Individuen verlagert, die von der Politik nur noch sehr partiell kontrolliert werden. Dieser Bündelung schwer greifbarer Macht entgegengesetzt entwickelt sich die wachsende Komplexität ökonomischer und sozialer Systeme in ausufernden Bürokratien, deren oberste Maxime die Selbsterhaltung ist. Auf beiden Ebenen regieren gleichermaßen die keynesianischen Götter „Geiz“, „Wucher“ und „Misstrauen“ – Eigennutz geht vor Gemeinwohl.

In einem solchen Kontext geht die Einkommensschere fast zwangsläufig immer weiter auf, Produktivitätsgewinne kommen nicht mehr beim Bürger an, sondern landen beim Shareholder oder versickern im Labyrinth bürokratischer Verteilungsnetzwerke. Wird dieses Phänomen durch die Verknappung von Arbeit noch verstärkt, sind die gesellschaftlichen Folgen unabsehbar. Schon jetzt wird die rapide Veränderung der politischen Landschaft entscheidend von dieser Dynamik getrieben.

Die Verlierer des gesellschaftlichen Umbaus befinden sich in Phase eins ihrer Trauerarbeit – „Verleugnung“ – und laufen Rattenfängern nach, welche ihnen die Paradiese der Vergangenheit zurückbringen wollen. Die bislang dominierenden Volksparteien, insbesondere die klassischen Arbeiterparteien, stehen mit ihren Kernpositionen dagegen auf verlorenem Posten. Punkten können sie nur noch, wenn sie sich über ihre extremen Flügel ebenfalls auf populistisches Gelände vorwagen.

Ob dabei nun das konservative Paradies der 1950er-Jahre versprochen wird, wie bei Trump, Farage und Gauland, oder das sozialdemokratische Paradies der 1970er, wie bei Sanders und Corbyn, ist dabei gleich trügerisch. Denn beides ist gleichermaßen romantisch rückwärtsgewandt und zeigt nur, dass Wünschen häufig stärker ist als Denken.

Wirkliche Lösungen setzten vielmehr ein radikales Umdenken in zentralen politischen und gesellschaftlichen Fragen voraus, das vermutlich quer zu allen traditionellen Links-/Rechts-Unterscheidungen verlaufen wird. Jenseits der Arbeitsgesellschaft muss der Begriff der „Arbeit“ völlig neu definiert werden und – vielleicht noch entscheidender – der Begriff der „Arbeitslosigkeit“ entstigmatisiert werden.

Wenn Arbeitssuchende zur Mehrheit werden, ist es keine Option mehr, sie als „Sozialschmarotzer“ zu diffamieren. Logische Konsequenz ist das bedingungslose Grundeinkommen, auch wenn dabei die Zahnbürstenzähler des Sozialamts ebenfalls in die Arbeitslosigkeit rutschen. Achtung, das meint natürlich keine Hauruckverfahren, sondern eine schrittweise Anpassung an sich absehbar verändernde Realitäten.

Parallel muss das Konzept der Steuern, sprich die Beteiligung des Staates an der Wertschöpfung, ebenfalls auf ein neues, für eine globalisierte und digitalisierte Welt taugliches Niveau gehoben werden. Hier mag eine Maschinensteuer den notwendigen Steuerzuwachs für das Grundeinkommen bringen. Es wäre nicht überraschend, wenn genau diese Vorschläge von populistischen Regierungen als erste verwirklicht werden, damit sie nach dem Scheitern ihrer Rückwärtsutopien tatsächlich etwas für ihre Klientel tun können. Ärgerlich nur, dass hier internationale Zusammenarbeit besonders wichtig ist, um nicht weltweiten Fluchtbewegungen von Geld und Produktion Vorschub zu leisten.

Erfolgsfaktor Kommunikation

Die Kommunikationsbranche ist bei der digitalen Transformation natürlich mit im Boot – vielleicht sogar in einer zentraleren Rolle, als ihr bisher bewusst ist. Zunächst einmal ist es eine triviale Notwendigkeit, mit den rasch aufeinanderfolgenden Phasen der Digitalisierung Schritt zu halten. Verkauft und überzeugt wird längst überwiegend online – und dort immer stärker mit dem Fokus auf mobilen Plattformen und Social Media.

Von Prof. Dr. Alexander Güttler, CEO der Unternehmens- und Kommunikationsberatung komm.passion

Von Prof. Dr. Alexander Güttler, CEO der Unternehmens- und Kommunikationsberatung komm.passion

Was auf dem Handy nicht stattfindet, findet oft gar nicht mehr statt. Wer hier noch nicht vollständig angekommen ist, hat reichlich Gelegenheit, sich in geeigneten Seminaren fit zu machen und seine Kapazitäten entsprechend umzubauen. Wichtiger als die Anpassung althergebrachter Strategien an neue Medien ist es allerdings, die neuen Chancen einer grundlegend veränderten Kommunikationslandschaft zu nutzen.

Big Data ermöglicht einen präzisen Blick auf Einstellungen und Verhalten der Zielgruppen und bahnt damit den Weg zu ebenso präzisen Kommunikationsmaßnahmen. Wie erfolgreich diese Strategie ist, zeigt der Siegeszug von Labour bei den letzten Wahlen in Großbritannien, bei denen differenzierte Mailings punktgenau auf die Sorgen und Nöte im jeweiligen Wahlbezirk abgestimmt waren.

Bei der nächsten Einstellungsrunde sollten Agenturen also eher auf ihre IT als auf ihre Personalabteilung hören und eine KI ganz oben auf die Liste setzen. Mit PAS (Pragmatic Analytic Services) kann man heute seine Fans im Internet in jeder Ausprägung kennenlernen und mit entsprechend differenzierten Themen bespielen. Hierzu muss keiner mehr nach Cambridge fahren.

Der digitale Wandel ist aber nicht nur eine „technische“ Herausforderung für professionelle Kommunikatoren – er ist auch eine ihrer wichtigsten inhaltlichen Aufgaben.

Veränderung – und hier vor allem der digital getriebene Change – wird zu einem Dauerthema. Mitarbeitern, die sich gerade ermattet vom letzten Umbauprojekt („Fit for Future 23/d“) zurücklehnen und den Status quo genießen wollen, muss nahegebracht werden, dass der Wandel nie mehr aufhört.

Entsprechend hoch ist der Unterstützungsbedarf bei der schlagkräftigen Kommunikation neuer Unternehmenspositionierung nach außen und der Begleitung von Umbauprozessen in der internen Kommunikation. Gleiches gilt für Kampagnen auf gesellschaftlicher Ebene. Veränderung muss immer bergauf durchgesetzt werden, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Wenn die Inhalte dann auch noch komplex und potentiell bedrohlich sind, ist die Vermittlung eine Aufgabe für Profis. Viel zu oft sind bittere Pillen mit argumentativem Zuckerguss kaschiert oder noch banaler als „alternativlos“ durchgeprügelt worden. Die Quittung ist eine breite Rebellion gegen die Eliten und ihre Rhetorik. Unabhängig von ihrer inhaltlichen Qualität werden daher zukünftig nur noch Ansätze Erfolg haben, die von qualifizierten Kommunikatoren auf einen breitentauglichen Komplexitätsgrad reduziert werden. Und ja, das bedeutet sicher auch Verdichtung, Emotionalisierung und gute Dramaturgien. Vertrauen entsteht nicht rational.

Um ihre Zukunft muss sich die Kommunikationsbranche also keine Sorgen machen. Wer gute Lösungsvorschläge für unsere drängendsten Probleme hat, braucht eine noch bessere Agentur, um sie einer überforderten und widerstrebenden Gesellschaft schmackhaft zu machen. Erheblich mehr Anlass zum Grübeln bietet die Frage, wie weit die Branche der Versuchung nachgeben darf, sich als „Rent a Goebbels“ mit Kampagnen für dubioseste Auftraggeber eine goldene Nase zu verdienen.

Aktuelle Wahlkämpfe und Referenden zeigen, wie schnell eine politikmüde Bevölkerung auf verlockend schlichte Demagogie hereinfällt und wie erfolgreich Meinungssteuerung in der Grauzone von Social Media ist. Kommunikatoren sind zukünftig die Schlüsselfiguren des Wandels. Sie sollten also gründlich darüber nachdenken, ob sie sich vor jeden Karren spannen lassen oder ob sie sich aktiv für ein eigenes Zukunftsmodell demokratischer Gesellschaften einsetzen. Das fordert normative Diskussionen und eine immer wieder neue Ethikdiskussion – gerade in Zeiten, in denen verdeckt agierende Bots oder „Fake News“ nicht immer leicht zu dekuvrieren sind.

Ein wichtiger Treiber dieser Diskussion könnte sicher auch der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) sein. Gut und hilfreich, dass dieser sich in seiner Organisationsstruktur erst kürzlich stärker fokussiert und damit an Handlungsfähigkeit deutlich gewonnen hat. Diskurs kommt auf uns zu – in den Organisationen wie auf gesamtgesellschaftlicher und damit politischer Ebene. Und wie auch die aktuellen politischen Tangram-Spiele zeigen, eines ist Politik sicherlich nicht mehr: langweilig.

 

 

Die Splunk-Vorhersagen für 2018: Künstliche Intelligenz gewinnt an Bedeutung

KI: IT neu erfinden

Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen werden den IT-Betrieb immens vereinfachen. Möglich wird das, weil sich damit Prozesse und Aufgaben erweitern und automatisieren lassen. Das Problem bisher: Die IT ist im Laufe der Jahre zu komplex geworden. Betreiber suchen dringend nach Technologien, mit denen sich die Arbeit effizienter gestalten lässt. Viel geredet wird dabei über selbstfahrende Autos.

Auch Maschinen, die gegen Go-Weltmeister gewinnen, stehen im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Für Unternehmen sind die greifbaren Auswirkungen von KI bereits im täglichen IT-Betrieb erkennbar. Diese Entwicklung führt dazu, dass vorhersagende Analysesysteme manuelle Tätigkeiten ersetzen werden. Zum Einsatz kommt dabei intelligente Automatisierung. Mit Hilfe von Daten und KI werden IT-Abteilungen ihre Automationsprozesse weiter optimieren und dafür auf Self-Service- und Self-Recovery-Fähigkeiten setzen. Auch lassen sich zukünftige Kosten prognostizieren und die Kapitalrendite optimieren.

Gartner hat diesen Trend erkannt und den Begriff „Artificial Intelligence for IT Operations“ (AIOps) geprägt. Das Potenzial dieser Technologie besteht darin, dass Anwender Erkenntnisse zu Fragen erhalten, die sie im Vorhinein nicht zu stellen gewusst hätten.

AIOps lernt aus vergangenen Aktionen und Fehlerbehebungen, um Ausfälle vorherzusagen und Problemlösungen zu automatisieren. Dies erfordert Einblicke in den Konfigurationszustand von Maschinen sowie ein Verständnis für vergangene Aktionen und Wechselwirkungen. AIOps erweitert den Ansatz von IT Operations Analytics (ITOA). Artificial Intelligence for IT Ops wendet Erkenntnisse automatisch an und stellt damit sicher, dass hochleistungsfähige IT-Umgebungen proaktiv Entscheidungen treffen, die das Wohlergehen des Unternehmens fördern.

Autor: Rick Fitz, SVP und GM IT Markets, Splunk)

IoT: Das Risiko ist real

In Fragen der Sicherheit birgt das Internet of Things (IoT) ein erhebliches Risiko. Anwender benutzen immer mehr „vernetzte Dinge“ im täglichen Leben. Diese Entwicklung treibt zwar neue Innovationen voran, schafft aber gleichzeitig ein Minenfeld in puncto Sicherheit. 2018 kommt deshalb die Sicherheit für das Internet of Things auf den Prüfstand.

Das Cyber-Sicherheitsrisiko wird exponentiell zunehmen, da Menschen, Applikationen und deren Prozesse sowie Unternehmen weiterhin jeden Teil unseres täglichen Lebens und unserer Wirtschaft miteinander verbinden. Jedes vernetzte Objekt öffnet neue Türen in die Privatsphäre, in Unternehmensbereiche sowie in die öffentliche Sicherheit. Allerdings offenbaren sich dadurch auch neue Schwachstellen, die Hacker ausnutzen können.

In Zukunft lassen sich Angriffe nicht nur von öffentlichen Netzen, sondern auch von privaten Geräten wie einem Smartphone oder einem Smart Home orchestrieren. Zwar bleibt die IoT-Revolution spannend. Doch müssen Verbraucher und Unternehmen 2018 auch über die Kompromisse nachdenken. Besonders gilt das für Firmen, bei denen ein Verstoß zu einem schwerwiegenden Vertrauensverlust der Verbraucher führt. Gartner prognostiziert, dass bis 2020 mehr als 25 Prozent der identifizierten Angriffe in Unternehmen IoT-Umgebungen betreffen werden. Währenddessen entfallen jedoch weniger als zehn Prozent der IT-Sicherheitsbudgets auf diesen Bereich. Über diese Diskrepanz sollten Entscheider gründlich nachdenken.

(Autor: Erick Dean, Product Director, IoT, Splunk)

Maschinelles Lernen und IoT

Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz stellen für das IoT eine enorme Chance dar. Die zunehmende Kommerzialisierung und Skalierung von Sensorgeräten wird eine Reihe an neuen intelligenten Wirtschaftszweigen hervorbringen und sich erheblich auf bestehende Branchen auswirken. Die Fähigkeit, eine Maschinenreparatur vorauszusagen, eine selbstoptimierende Produktion sowie Nachfrage-orientierte Dienste sind nur einige Anwendungsbeispiele.

Da die bestehende Netzwerkinfrastruktur wahrscheinlich für „vernetzte Dinge“ zum Einsatz kommt, fallen die Investitionen in Analysetechnologie höher aus. Unternehmen werden neue Wege finden, um die riesigen Mengen an intelligenten, gerätegenerierten Daten sinnvoll zu nutzen. Industrielles Asset Management, Flottenmanagement im Transportwesen, Bestands-Management und die Sicherheit staatlicher Infrastruktur und Einrichtungen werden die stärksten Treiber für das IoT-Wachstum im Jahr 2018 sein.

(Autor: Erick Dean, Product Director, IoT, Splunk)

Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML)

Das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. IT-Systeme lernen immer mehr. Konkret heißt das: KI und ML haben eine große Zukunft vor sich.

End-to-End-KI: Es ist unnötig, ein Modell zu entwickeln, das nur Stoppschilder erkennt, und ein anderes, das nur zwischen Fußgängern und Fahrzeugen unterscheiden kann. Stattdessen entstehen durchgängige KI-Lösungen (End-to-End). Sie basieren auf maschinellen Lernmodellen, die den kompletten Systemzustand erfassen und präzise Aktionen ausgeben. Zum Beispiel: Nach rechts abbiegen, Gas geben, bremsen!

Automatische Konfiguration: Künftig werden Anwender immer öfter Zugang zu Tools haben, die ihnen die harte Arbeit abnehmen. Von der Architektur über die Validierung bis hin zur Schulung lässt sich durchgängiges maschinelles Lernen ohne menschliches Zutun bereitstellen.

Vorab trainierte Modelle: Bibliotheken an vorgeschulten und Open-Source-Machine-Learning-Modellen werden als wiederverwendbare Komponenten für eine Vielzahl von Anwendungsfällen einsetzbar sein. Beispielsweise ließe sich eine vorab trainierte Variante von einem Telekommunikationsunternehmen verwenden, um Kundenabwanderungen zu erkennen und vorherzusagen. Viele Mobilfunkanbieter verwenden einen ähnlichen Satz an Datenpunkten: Dazu gehören beispielsweise die Art des Abrechnungsplans, die Anzahl der Kundendienstanrufe oder die Sprach- und Datennutzung, kombiniert mit Kundeninformationen. Sobald ein vorab trainiertes Modell für diese Art von Daten erstellt wurde, ließe es sich für andere Anbieter bereitstellen. Es würde dadurch einen branchenweiten Mehrwert bieten.

(Autor: Toufic Boubez, VP of Engineering, Splunk)

Tracking the Trackers: 80 Prozent aller Webseiten greifen Daten ab

Auf acht von zehn Websites werden Nutzer durch dritte Unternehmen ausgespäht. Die meisten Seiten setzen gleich mehrere Internet-Tracker ein, schreibt Autor Michale Kroker im Blog der „WiWo“. Das Thema Internet-Sicherheit umfasst längst nicht mehr Viren, Trojaner oder sogenannte Spyware – also von Hackern auf Rechner oder Smartphones von Privatnutzern geschleuste Software, die dort Passwörter sowie andere sensiblen Daten ausspähen und an die Bösewichte übertragen. … mehr

 

 

So werden sich 2018 Mensch und Maschine näherkommen

2018Angetrieben von Technologien wie Künstlicher Intelligenz, Virtual und Augmented Reality und dem Internet of Things wird die Vertiefung der Kooperation von Mensch und Maschine die Digitalisierung von Unternehmen entscheidend vorantreiben. Folgende Trends werden nach Ansicht von Dell Technologies das nächste Jahr prägen beziehungsweise 2018 ihren Anfang nehmen:

1. Unternehmen lassen KI für sich denken.

In den nächsten Jahren werden Unternehmen zunehmend die Möglichkeit nutzen, Künstliche Intelligenz (KI) für sich denken zu lassen. Sie hinterlegen in den KI-Systemen die Parameter für die Klassifizierung von gewünschten Geschäftsergebnissen, definieren die Regeln für ihr geschäftliches Handeln und legen das Rahmenwerk dafür fest, was eine angemessene Entlohnung für ihr Handeln darstellt. Sind diese Regelwerke einmal hinterlegt, können die KI-Systeme angetrieben von Daten nahezu in Echtzeit neue Geschäftschancen aufzeigen.

2. Der „IQ“ von Objekten steigt exorbitant.

Rechenleistung und die Vernetzung von Gegenständen über das Internet of Things werden immer kostengünstiger. Die Einbettung von Intelligenz in Objekte wird deshalb 2018 gigantische Fortschritte machen. Die Daten der vernetzten Geräte in Kombination mit den verfügbaren großen Rechenleistungen und Künstlicher Intelligenz wird es Unternehmen ermöglichen, die physischen und menschlichen Ressourcen automatisiert zu orchestrieren. Die Mitarbeiter werden zu „Dirigenten“ ihrer digitalen Umgebungen und smarte Objekte fungieren als ihre Verlängerung.

3. AR-Headsets werden zur gängigen Kopfbedeckung.

Ihren wirtschaftlichen Nutzen hat die Augmented Reality (AR) bereits unter Beweis gestellt. Schon heute nutzen viele Teams aus Konstrukteuren, Ingenieuren oder Architekten AR-Headsets. Sei es, um neue Bauten zu visualisieren, ihre Tätigkeiten auf Basis einer einheitlichen Sicht auf ihre Entwicklungen abzustimmen oder um neue Mitarbeiter auch dann „on the job“ anzuweisen, wenn der zuständige Ausbilder gerade nicht vor Ort sein kann. Künftig wird AR der Standardweg sein, um die Effizienz von Mitarbeitern zu maximieren und die „Schwarmintelligenz“ der Belegschaft zu nutzen.

4. Die Kundenbeziehungen werden tief wie nie.

Im nächsten Jahr werden Unternehmen ihre Kunden mit Hilfe von Predictive Analytics, Machine Learning (ML) und Künstlicher Intelligenz noch besser verstehen und damit ihre Customer-First-Strategien optimieren können. Der Kundenservice wird dabei die Verbindung von Mensch und Maschine perfektionieren. Es werden nicht Chatbots der ersten Generation und vorgefertigte Nachrichten sein, die Kundenanliegen im Service bearbeiten, sondern Teams aus Menschen und intelligenten virtuellen Agenten.

5. Der „Bias Check“ wird die neue Rechtschreibprüfung.

Im Laufe des nächsten Jahrzehnts werden Technologien wie KI und Virtual Reality (VR) es Verantwortlichen ermöglichen, Informationen ohne Vorurteile zu bewerten und Entscheidungen völlig unvoreingenommen zu treffen. Kurzfristig wird KI in Bewerbungs- und Beförderungsverfahren zum Einsatz kommen, um bewusste oder unbewusste Vorurteile zum Vorschein zu bringen. VR wird zunehmend als Tool für Vorstellungsgespräche genutzt werden, um die Identität von Bewerbern mit Hilfe von Avataren zu verschleiern. „Bias Checks“ – also „Vorurteilsprüfungen“ – könnten künftig zum Standardprozedere in Entscheidungsprozessen werden, so wie es die Rechtschreibprüfung heute bei der Texterstellung ist.

6. Die Mega-Cloud steht vor der Tür.

2018 wird eine überwältigende Mehrheit der Unternehmen einen Multi-Cloud-Ansatz verfolgen und die unterschiedlichen Cloud-Modelle miteinander kombinieren. Um die damit einhergehenden Cloud-Silos zu überwinden, wird der nächste Schritt die Mega-Cloud sein. Sie wird die unterschiedlichen Public und Private Clouds der Unternehmen so miteinander verweben, dass sie sich wie ein einziges ganzheitliches System verhalten. Mit Hilfe von KI und ML wird sich diese IT-Umgebung übergreifend automatisieren und konsistent auswerten lassen.

7. IT-Security wird wichtiger denn je.

In der zunehmend vernetzten Welt müssen sich Unternehmen bei der IT-Security mehr denn je auf Drittparteien verlassen können. Sie sind nicht länger einzelne Instanzen, sondern Teile eines größeren Ganzen. Schon kleinste Fehler in irgendeinem der angeschlossenen Teilsysteme können sich zu fatalen Ausfällen im kompletten Ökosystem potenzieren. Vor allem für multinationale Konzerne wird es deshalb 2018 ein Muss, der Implementierung von Sicherheitstechnologien oberste Priorität zu geben. Weiter befeuert wird diese Entwicklung durch neue Regularien wie der Datenschutzgrundverordnung der EU.

8. E-Sport wird zum Mainstream.

Nicht zuletzt angetrieben durch Virtual Reality wird das Phänomen E-Sport für Unternehmen der Medien- und Unterhaltungsbranche 2018 endgültig zur festen Größe. Abermillionen weiterer Spieler und Zuschauer werden auf den Zug aufspringen und den E-Sport im nächsten Jahr zum Mainstream machen. Dieses Phänomen steht stellvertretend für einen größeren Trend: Selbst ureigene physische Tätigkeiten wie Sport werden digitalisiert. In Zukunft wird jedes Geschäft ein technologisches Geschäft sein und die Freizeit der Menschen wird von vernetzten Erlebnissen geprägt.

„Menschen leben und arbeiten schon seit Jahrhunderten mit Maschinen“, sagt Dinko Eror, Senior Vice President and Managing Director, Dell EMC Deutschland. „2018 wird diese Beziehung aber eine ganz neue Ebene erreichen: Mensch und Maschine werden stärker miteinander verflochten sein als jemals zuvor. Das wird alles verändern – von der Art und Weise, wie wir Geschäfte machen bis hin zur Gestaltung von Freizeit und Entertainment.“

 

 

Google Translate schickt Frauen an den Herd

Das Übersetzungs-Tool Google Translate http://translate.google.com ist sexistisch. Mehrere User haben sich via Twitter darüber beschwert, dass Google bei der Übersetzung von Phrasen aus geschlechtsneutralen Sprachen wie dem Türkischen und dem Finnischen ins Englische gewissen Berufsbezeichnungen wie zum Beispiel Arzt, Ingenieur oder Leiter männliche Pronomen zuordnet. Hingegen werden Jobs wie Köchin, Nanny sowie Krankenschwester mit weiblichen Fürwörtern assoziiert, berichtet „Pressetext“ … mehr

 

 

Arbeitswelten: Die Zukunft der Arbeit – Sind Sie dabei?

Das Millennium Project und die Bertelsmann Stiftung haben gemeinsam die Ergebnisse einer internationalen Expertenbefragung zur Zukunft der Arbeit veröffentlicht. Die Befragung zeigt einige Veränderungen in der Arbeitswelt, auf die sich Unternehmen einstellen sollte, ist auf „Marconomy“ zu lesen. … mehr

 

 

Vernetztes Kinderspielzeug: Risiken steigen, Gefahrenbewusstsein nicht


weihnachtsgeschenk

Bereits zum dritten Mal  veröffentlicht McAfee pünktlich zur Vorweihnachtszeit die Ergebnisse des „Most Hackable Holiday Gifts”-Reports. Wie im Vorjahr zeigt die Studie auf, welche als Geschenk beliebte Technikprodukte sich am leichtesten hacken lassen und gibt Einblick in Verbraucherumfragewerte rund um das Thema vernetzte Technikgeschenke und Cyber-Sicherheit.

Am gefährdetsten sind nach wie vor Laptop & Co., wobei es auch Drohnen und vernetztes Kinderspielzeug auf die Liste geschafft hat. Beunruhigend dabei ist, dass vernetzte Spielzeuge auf 90 Prozent der Weihnachtswunschlisten von Kindern stehen, die nötigen Sicherheitsmaßnahmen jedoch nicht so hoch auf der Prioritätenliste wären.

Sicherheitsrisiken bewusst machen

„Mehr denn je sind sich Verbraucher bewusst, dass vernetzte Geräte wie Laptops, Smartphones und Tablets einem hohen Sicherheitsrisiko ausgesetzt sind und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen vorgenommen werden müssen, um die eigenen Daten erfolgreich zu schützen“, kommentiert Alexander Salvador, Director Retail EMEA bei McAfee. „Gleichzeitig besteht jedoch weiterhin eine Diskrepanz zwischen dem Bewusstsein der Verbraucher und der Bereitschaft, tatsächlich die erforderlichen Schritte vorzunehmen, um potenzielle Sicherheitsrisiken zu minimieren. Dieser Trend kann gravierende Folgen haben, besonders wenn es sich dabei um vernetztes Kinderspielzeug handelt.“

Hohe Gefahr bei digital vernetztem Kinderspielzeug

Vernetztes Kinderspielzeug hat es dieses Jahr auf Platz vier der Most Hackable Gifts geschafft – und gleichzeitig ganz weit oben auf die Wunschliste der Kinder. Ganze 89 Prozent aller in Deutschland befragten Eltern gaben an, dass ihr Kind sich schon mal ein „Connected Device” als Spielzeug gewünscht hat. In der Altersgruppe 31 – 40 gaben dementsprechend 20 Prozent aller Befragten an, dieses Jahr ein solches Gerät als Weihnachtsgeschenk kaufen zu wollen. Trotzdem wissen rund 35 Prozent der befragten Eltern nicht, was ein „Connected Device“ überhaupt ist.

Die meisten Kinder bekommen bereits schon im Alter von 7 – 9 ihr erstes digital vernetztes Technikgerät – ein Alter, in dem viele von ihnen noch zu jung sind, um verantwortlich mit den eigenen generierten Daten umzugehen. Knapp 70 Prozent aller Eltern informieren sich auch umfangreich über die Gefahren der gekauften Geräte und 75 Prozent klären Kinder im Gespräch darüber auf. Jedoch installieren lediglich 29 Prozent der Befragten entsprechende Security-Apps um sicherzustellen, dass das Spielzeug ausreichend geschützt ist.

Niedrige Bereitschaft trotz hohem Bewusstsein

Dieses Phänomen gibt es nicht nur bei Eltern: Insgesamt sind 72 Prozent aller deutschen Befragten der Überzeugung, dass Smartphones, Tablets und Laptops nur dann gefahrlos benutzt werden können, nachdem die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt wurden. Auch bei Smart-TV Geräten (47 Prozent aller Befragten) und vernetzten Heimgeräten wie z.B. Bluetooth-Lautsprechern (55 Prozent aller Befragten) erkennen Verbraucher größtenteils das Risiko, gehackt zu werden.

Trotz alledem ergibt sich aus der Studie, dass nur 51 Prozent aller Befragten die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen wirklich durchführen, bevor sie mit einem neuen Gerät online gehen. Hierbei gibt es zwischen den einzelnen Altersstufen überraschende Unterschiede. Während 61 Prozent aller Befragten der Altersgruppe 51 – 55 angeben die nötigen Sicherheitsapplikationen zu installieren, sind es nur 41 Prozent der Altersgruppe 21 – 30. Die ältere Generation, die nicht mit dem Internet groß geworden ist, ist also viel vorsichtiger als diejenigen, die ein Leben ohne das WorldWideWeb kaum noch kennen.

Die Top-5 „Most-Hackable-Gifts” 2017

  1. Laptops/Smartphones/Tablets

Wie letztes Jahr stehen auch 2017 wieder die klassischen Geräte an der Spitze der Liste. Besonders anfällig sind Laptop & Co. für Malware und Ransomware.

  1. Drohnen

Auf Platz zwei haben es dieses Jahr Drohnen geschafft. Diese können nicht nur während dem Fliegen gehackt werden, sondern können auch benutzt werden um persönliche Daten zu stehlen.

  1. Digitale Assistenten

Digitale Assistenten sind die Must-Have Geräte in 2017. Sie sind besonders anfällig für Cyber-Angriffe, da sie noch relativ neu auf dem Markt sind noch über keine ausgereifte Sicherheitsstruktur verfügen. Hacker wissen dies auszunutzen.

  1. Vernetzte Kinderspielzeuge

Wie wichtig Cyber-Sicherheit ist, ist oft noch nicht ganz bei den Herstellern vernetzter Kinderspielzeuge angekommen. Von daher ist es besonders ratsam hier selbstständig die erforderlichen Sicherheits-Maßnahmen durchzuführen.

  1. Vernetzte Haushaltsgeräte

Vernetzte Haushaltsgeräte sind zwar nicht das interessanteste Ziel von Hackern, aber sie speichern persönliche Details über das eigene Heim und stellen dadurch durchaus ein potenzielles Angriffsziel dar.

Über die Umfrage

Im Auftrag von McAfee befragte MSI-ACI im September und Oktober 2017 1.206 Erwachsene im Alter von 18 bis 55, knapp 400 davon in Deutschland. Zusätzlich wurde eine Umfrage spezifisch zum Thema Kinder und vernetzte Technikgeräte durchgeführt.

Verfassungsschutz-Chef setzt Facebook unter Druck

Mit ungewöhnlich scharfen Worten hat Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen Konzerne aus dem Silicon Valley attackiert. Er bezeichnete die Plattformen als „fünfte Macht“ neben den Staatsgewalten und der freien Presse und warf ihnen vor, durch verantwortungsloses Handeln die Demokratie zu gefährden, berichtet die „Süddeutsche“. …mehr …

 

Warum wir keine Angst vor Cyborgs haben sollten

Die SZ präsentiert in Kooperation mit Bayerischem Rundfunk, Arte und ORF die Doku-Reihe „Homo Digitalis“. In dieser Woche geht es um die Zukunft des Menschen. Wer hat Angst vorm neuen Menschen? Vor gefühllosen Mensch-Maschinen, die terminatorgleich die Welt erobern? Vor Cyborgs mit implantierten Chips, Cyborgs, die glauben, Neurotechnologie wie Schnittstellen zwischen Hirn und Computer könne dem Menschen mehr mitgeben als die Evolution (oder Gott)? … mehr ….

 

Großteil der Kinder erkennt Fake News nicht

Fast die Hälfte der jungen Menschen im Alter von acht bis 16 Jahren findet Nachrichten wichtig. Doch nur ein Drittel meint, Fake News erkennen zu können, während ein weiteres Drittel eben das ausschließt. Zu diesem Ergebnis kommen australische Forscher. Demnach vertrauen Kinder und Jugendliche vor allem „sehr“ den News, die sie von ihren Eltern erfahren. Nur 23 Prozent schenken Nachrichtenmedien derart hohes Vertrauen. Sowohl die Befragung als auch ihre Ergebnisse zeigen Ähnlichkeiten zu einer US-Studie vom März 2017, schreibt „Pressetext“…