Schlagwort-Archiv: Corporate Responsibility

Die Wirtschaft hat die Zeichen der „gläsernen Zeit“ erkannt – doch das Handeln sieht oft anders aus

Beitrag von Wolfgang Freitag in „Die Presse“ Online: Ist ja erfreulich, wenn sich Unternehmen verpflichten, „zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung beizutragen“ oder „die lokale Gesellschaft sowie ihre Lebensqualität“ zu verbessern. Aber wer mag schon daran glauben, dass sie es ernst meinen? „Management by Ethics“: über Wege aus der Vertrauenskrise. … mehr … http://tinyurl.com/k9nl474

Die Diktatur der guten Gesinnung

IT-Unternehmen IntelliAd sponsort soziale Projekte, u.a. in Namibia

Unsere Urenkel werden uns nicht danach beurteilen, wie viele kollektive Opfer wir für sie erbracht, sondern danach, welchen Freiraum für Kreativität und individuelle Entfaltung wir ihnen gesichert haben.  Noch bis in die 1840er Jahre entführten Skidi-Pawnee-Indianer junge Mädchen von Nachbarstämmen und schlachteten sie auf einem kunstvoll errichteten Schafott. Dieses Opfer war notwendig, um die Fruchtbarkeit der Felder für die Zukunft zu sichern.

Der Glaube, man könne die Zukunft durch ein Opfer in der Gegenwart günstig beeinflussen, war (und ist) in vielen Kulturen verbreitet. Die Verbindung zur Zukunft wird dabei von angesehenen Spezialisten hergestellt. Sie nennen sich Seher, Schamanen, Astrologen, Priester – oder Wissenschaftler.

Im Zuge der Aufklärung übernahm die Wissenschaft immer häufiger das Geschäft der Zukunftsprognose. Basierend auf ihren Vorhersagen definierten die einflussreichsten Personen der Gesellschaft die Opfer, die für das Glück der zukünftigen Generationen erbracht werden mussten. Und die waren nötig, denn Ende des 19. Jahrhunderts stand nach übereinstimmender Meinung der maßgeblichen Experten der Niedergang der Menschheit oder doch zumindest bestimmter Teile davon (eigene Rasse oder Kultur) unmittelbar bevor.

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TextAnywhere: „CSR kann auch im Kleinen funktionieren!“

Man kennt großartiges CSR-Engagement von Firmen wie Microsoft. Im Grunde tun wir bei TextAnywhere dasselbe wie die Großen, nur eben in dem für uns entsprechenden Maße. Für die Umsetzung unseres philanthropischen Unternehmensansatzes haben wir ebenfalls eine Stiftung gegründet – die TextAnywhere Foundation.  Am Ende jedes Geschäftsjahres geht ein Prozent unseres Vorsteuergewinns über die TextAynwhere Foundation an gemeinnützige Organisationen. Die Stiftung unterstützt damit etwa das in London angesiedelte Evelina Children’s Hospital. Außerdem ermutigt die Stiftung unsere Mitarbeiter dazu, drei bezahlte Arbeitstage pro Jahr für freiwillige, gemeinnützige Arbeit in ihrer Gemeinde zu verwenden – was zirka einem Prozent der Arbeitszeit entspricht.

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Haufe-umantis: Die „Weisheit der Vielen“ als Führungskonzept?

Der Trend des Teilens macht auch vor Unternehmen nicht halt: Prozesse werden vernetzter, Mitarbeiter und Manager tauschen vermehrt Wissen, Kontakte und Ressourcen untereinander aus. Das Human Resources Management spielt dabei eine besondere Rolle: Denn als strategische Funktion übernimmt HR zunehmend die Aufgabe, für einen wertschöpfenden Einsatz von Wissen und Kompetenzen zu sorgen und die produktive Zusammenarbeit der Mitarbeiter zu ermöglichen.

Wie weit allerdings können wir mit dem Teilen gehen? Wie wäre es, wenn nicht nur Informationen für die tägliche Arbeit, sondern beispielsweise auch Entscheidungsbefugnisse geteilt werden? Und noch etwas weiter gesponnen: Wie wäre es, wenn alle Mitarbeiter nicht nur fachliche, sondern auch personalpolitische Entscheidungen wie etwa Beförderungen oder Bonuszahlungen treffen können?

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Cyber-Mobbing: Kollegen sind bessere Ansprechpartner als der Chef

Der falsche Umgang mit Sozialen Netzwerken wirkt sich auch auf die Privatsphäre am Arbeitsplatz aus. Cyber-Bullying, also Schikane oder Mobbing via Social Media, nehmen zu. Laut aktueller Digital Diaries-Studie von IT-Security Anbieter AVG wurde in Deutschland bereits jeder Zwanzigste durch Bilder und Videos bloßgestellt, die bei der Arbeit aufgenommen und hochgeladen wurden. Auch Lästereien und Beleidigungen sind im Arbeitsalltag an der Tagesordnung.

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Transparenzinitiative: GSK veröffentlicht alle Zuwendungen an Patientenorganisationen

GlaxoSmithKline (GSK) hat nunmehr im siebten Jahr auf seinen Internetseiten sämtliche Zuwendungen aus dem Vorjahr an Patientenorganisationen veröffentlicht. Im Jahr 2012 wurden insgesamt 36 Organisationen mit einer Gesamtsumme von rund 100.000 Euro unterstützt.

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Immer wieder: Unternehmen haben Nachholbedarf beim Datenschutz

Der Datenschutz ist in vielen Unternehmen noch unzureichend: 41 Prozent der Firmen schätzen ihren Datenschutz lediglich als mäßig entwickelt ein; und nur sieben Prozent bewerten ihren Datenschutz als gut. Das ergab die Studie „Global Information Security Survey: Fighting to Close the Gap“ der Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Gleichzeitig plant jedoch nur knapp ein Viertel der Studienteilnehmer künftig mehr in den Datenschutz zu investieren.

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Revival der Ethik am Arbeitsplatz: Umfrage zeigt loyale Arbeitnehmer

Loyalität am Arbeitsplatz –was wie ein traditioneller Wert anmutet, ist bedeutsamer denn je. Laut einer aktuellen Umfrage der Online-Jobbörse kalaydo.de „Wie loyal sind Sie im Job“ halten 83 Prozent der über 1.300 Befragten Loyalität für wichtig. Immerhin 58 Prozent geben an, auch tatsächlich loyal zu sein, wobei diese Haltung für 41 Prozent auf das eigene Team und für 37 Prozent auf das Unternehmen bezogen ist – nur 15 Prozent beziehen
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Indian female social entrepreneur honored with CSR Woman Leader 2012 Award

The Institute of Public Enterprise (IPE), Hyderabad is a non-profit educational society and honors outstanding female personalities for their social engagements with the  CSR Woman Leader 2012 Award. IPE is the premier Business School at Hyderabad and is recognized as a „Centre of Excellence“ by the Indian Council of Social Science Research (ICSSR), Ministry of Human Resource Development, Government of India, New Delhi for doctoral studies.

One of this years awards went to Harsha Mukherjee, founder of Ekjaa, an organization in the social sector to provide a ‘donate and lend’ model all on one platform in the social

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Studie: Wertekultur in Unternehmen ist oft nur Schall und Rauch

Nur jeder zweite Beschäftigte in Deutschland weiß, für welche Werte sein Unternehmen steht. Zwar schreiben Firmenchefs sich gern Schlagwörter wie Kundenorientierung, Fairness, Bescheidenheit oder Pflichterfüllung auf die Fahnen. Aber 50 Prozent der Mitarbeiter und leitenden Angestellten wissen und merken davon nichts. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Leadership im Topmanagement deutscher Unternehmen“, für die Rochus Mummert Mitarbeiter und Führungskräfte großer und mittelständischer Firmen befragt hat.
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Willkommen in der Weltbotschaft: Der technologische Fortschritt macht uns alle zu Diplomaten

Beitrag des Online-Debatten-Magazins „The European“ vom 28.10.2012: Auch im 22. Jahrhundert wird es Botschafter geben. Auch im 22. Jahrhundert werden sie sich in Räumen voller Flaggen treffen und eingespielten formalen Abläufen folgen. So geht es seit Jahrhunderten schon. Es gibt Konstanten.
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Wie weit lässt sich Ethik zertifizieren?Wie weit lässt sich Ethik zertifizieren?

Nach fünfjährigem Prozess wurde im September 2010 die ISO-Norm 26000 „Guidance on Social Responsibility“ verabschiedet. Die nicht zertifizierungsfähige Norm stellt eine Leitlinie dar, um das Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung zu schärfen und eine einheitliche Terminologie zu fördern. Der Leitfaden bindet bereits vorhandene Ansätze für ökologische und soziale Verantwortung (ILO-Kernarbeitsnormen, GRI (Global Reporting Initiative), Global Compact etc.) ein und enthält viele Beispiele guter CSR-Praxis (Best Practices.

Der Weg zur ISO 26000

Im März 2005 hatte dazu die ISO-Arbeitsgruppe “Social Responsibility” mit einer ersten Sitzung in Brasilien ihre Arbeit aufgenommen. Mit der Annahme wurde das weltweite Abstimmungsergebnis über die ISO-Norm zur Social Responsibility festgestellt: 66 Ländern stimmten für die Norm, fünf Länder stimmten dagegen (darunter die USA), elf Länder enthielten sich ihrer Stimme (darunter Deutschland und Österreich).
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Bundesregierung schreibt CSR-Preis ausBundesregierung schreibt CSR-Preis aus

Unternehmen, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial und ökologisch verantwortlich handeln, sind Zielgruppe des neu ausgelobten „CSR-Preis der Bundesregierung“. Die Auszeichnung soll jährlich an Unternehmen in vier Größenklassen vergeben werden – an kleine, mittlere, große und größte Firmen. Bedingung ist ein Firmensitz in Deutschland. Die Bewerbungsfrist läuft vom 8. Oktober bis zum 23. November 2012.

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