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Nielsen: Wer Gutes tut, steht besser da

Ingo Schier ist Geschäftsführer von Nielsen Deutschland

Ingo Schier ist Geschäftsführer von Nielsen Deutschland

Soziales Engagement von Unternehmen beeinflusst immer mehr Menschen in Deutschland in ihren Entscheidungen. Dies zeigt unsere jüngste globale Nielsen-Studie zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR). Der Einfluss wirkt sich dabei auf verschiedene Aspekte aus.

Geändertes Kaufverhalten

Zum einen motiviert soziales Engagement von Unternehmen Käufer dazu, für Produkte und Dienstleistungen dieser Unternehmen mehr Geld zu zahlen. Unsere Studie belegt, dass es nicht nur ein frommer Wunsch ist: Jeder Dritte (34 Prozent der Befragten) gibt an, in den vergangenen sechs Monaten mindestens ein Produkt aus diesem Grund gekauft zu haben. Insgesamt 40 Prozent der Befragten können sich zumindest vorstellen, für Produkte CSR-affiner Unternehmen tiefer in die Tasche zu greifen.

CSR stärkt Arbeitgeberimage

Zum zweiten zahlt CSR eines Unternehmens auch auf dessen Attraktivität als Arbeitgeber ein. Fast die Hälfte (43 Prozent) der befragten Deutschen möchte lieber für ein Unternehmen arbeiten, dass sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben hat. Dieses Motiv wird umso stärker, je jünger der Arbeitnehmer ist. Angehörige der Generationen X und Y, also die heute 20 bis 49-Jährigen, wählen ihren Job doppelt so häufig nach diesem Kriterium aus wie Zugehörige der sogenannten Baby-Bomer-Generation.

Einfluss von CSR auf Konsumentenentscheidungen nimmt stetig zu

Dass die positive Reaktion auf CSR nicht nur eine Augenblickslaune ist, zeigt der Vergleich mit vorangegangenen Studienergebnissen von Nielsen. 2011 stimmten 32 Prozent der befragten Deutschen zu, eine höhere Summe für Produkte von sozial engagierten Unternehmen zahlen zu wollen, 2013 waren es schon 37 Prozent, 2014 nun 40 Prozent. Dieser Trend lässt sich übrigens global feststellen, wobei besonders die Generation Y hier eine Vorreiterrolle einnimmt. Die Marktforschung betrachtet diese Gruppe seit einiger Zeit sehr genau. Ihre Angehörigen sind anspruchsvoll, kritisch, bestens ausgebildet und informiert und fordern mehr privaten Freiraum und Entfaltungsmöglichkeiten als frühere Generationen. Viele sind bereit, ihr Handeln nach ethischen Grundsätzen auszurichten und stellen diese Ansprüche auch an Unternehmen, von denen sie Produkte kaufen oder bei denen sie ihrer Arbeit nachgehen.

Über die Nielsen Global Survey

Die Nielsen Global Survey zum Thema Corporate Social Responsibility wurde vom 17. Februar bis 7. März durchgeführt. Dabei hat Nielsen mehr als 30.000 regelmäßige Internetnutzer in 60 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Weitere Informationen zu Nielsen finden Sie im Internet.

Autor: Ingo Schier hat im Dezember 2012 als Geschäftsführer die Führung von Nielsen Deutschland übernommen. Seine langjährigen und umfangreichen Erfahrungen sammelte er in leitenden Positionen der FMCG-Branche sowie im Consulting-Bereich.

Studie: Soziales Engagement zahlt auf das Arbeitgeberimage ein

Die Arbeit ist egal, Hauptsache, das Geld stimmt – diese Aussage mag auf frühere Generationen von Arbeitnehmern zugetroffen haben. Junge Jobsuchende, insbesondere die Angehörigen der sogenannten Generation Y, achten dagegen immer stärker darauf, bei welchen Unternehmen sie ihre Karriere verfolgen. Besonders wichtig ist ihnen bei der Wahl des Arbeitgebers, ob sich ein Unternehmen sozial engagiert.

Dies ist das Ergebnis einer Studie von Nielsen, einem Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern. So gab bei der weltweiten Studie zum Thema „Corporate Social Responsibility“ fast die Hälfte (43 Prozent) der befragten Deutschen an, dass sie lieber für ein Unternehmen arbeiten möchte, das sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben hat. Dabei zeigt sich ganz klar, dass dieses Motiv umso stärker ist, je jünger der Arbeitnehmer ist. Angehörige der Generationen X und Y, also die heute 20- bis 49-Jährigen, wählen ihren Job doppelt so häufig nach diesem Kriterium aus wie Zugehörige der sogenannten Baby-Boomer-Generation.

Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland, hält diese Erkenntnis vor allem aus einem Grund für so bedeutsam: „Gerade in Deutschland macht sich der Fachkräftemangel immer stärker bemerkbar. Vor allem in technischen Berufen kämpfen die Unternehmen um qualifizierte Bewerber. CSR-Engagement kann also ein Punkt sein, sich als guter Arbeitgeber zu positionieren.“ Weltweit gesehen sind die jungen Berufsanfänger sogar noch stärker darauf fixiert, für Unternehmen mit sozialem Engagement zu arbeiten: Mehr als die Hälfte derjenigen, die bei der Jobwahl auf dieses Kriterium achten, sind unter 34 Jahre alt.

Allerdings zählt nicht jedes soziale Projekt, das ein Unternehmen in Angriff nimmt, auch sofort auf das Arbeitgeberimage ein. „Hier unterscheiden die Arbeitssuchenden sehr genau, ob CSR-Freundlichkeit ein bloßes Lippenbekenntnis oder ernst gemeint ist“, sagt Schier. Er macht drei Punkte aus, die ein positives Arbeitgeberimage unterstützen:

  1. Nachhaltige und langfristige Projekte, die zum Unternehmen passen. Bewerber merken schnell, ob eine Aktion eine werbewirksame Eintagsfliege oder ein echtes, tiefer gehendes Engagement mit Herz ist. Passende Projekte erzielen Glaubwürdigkeit.
  2. Tue Gutes und sprich darüber – und zwar intern wie extern. Eigene Mitarbeiter sind die beste Werbung für ihren Arbeitgeber. Das können sie aber nur sein, wenn sie wissen, welche Vorzüge ihr Arbeitgeber hat und welche positiven CSR-Projekte er verfolgt.
  3. Echte Nachhaltigkeit darf sich nicht auf ein Projekt beschränken. Das Unternehmen muss dieses Ziel in sein gesamtes Handeln implementieren. Zum Beispiel sollte ein Unternehmen nicht Projekte gegen das Abholzen von Regenwäldern unterstützen, gleichzeitig aber im digitalen Zeitalter von Bewerbern noch mehrfach ausgedruckte Bewerbungsunterlagen verlangen.

Den vollständigen internationalen Report zur Studie können Sie kostenfrei über folgenden Link downloaden.

Allways on: Bedeutet das eine Retribalisierung im Internet?

indigenViele Menschen brauchen die Onlineverbindung zur Welt und zur Nachrichtenlage mittlerweile als tägliches Rüstzeug. „Bei nicht wenigen Menschen läuft während des gesamten Arbeitstages das Internet im Hintergrund – jederzeit bereit, auf Wissen zuzugreifen, Auskunft zu geben, Zerstreuung zu bieten und Kontakte herzustellen. Das Internet ist ein beruflicher und sozialer Interaktionsraum“, schreibt Sabria David im Fehlzeiten-Report 2013.

Das Ganze eineindeutig mit Internet-Sucht gleichzusetzen, wie es der Neuro-Bedenkenträger Manfred Spitzer bei jeder sich bietenden Gelegenheit zelebriert, greift dabei zu kurz. Der digitale Alarmismus schadet dem Verständnis für digitales Leben und digitale Arbeit. Den Hauptimpuls des Netzgeschehens sieht David in der Möglichkeit, Distanzen zu überwinden. Der Medientheoretiker Marshall McLuhan prägte mit einem Ausflug zum Philosophen und Wissenschaftstheoretiker Karl Popper den Begriff der Retribalisierung. Nach dem Gutenberg-Zeitalter der distanzierten Schriftkultur erleben wir nun die tribalen Elemente einer oralen Kultur, die das unmittelbare Miteinandersein wiederbelebt. Also unser berühmtes Netz-Lagerfeuer, was wir etwa in Bloggercamp.tv kultivieren. Es gibt aber auch Schattenseiten. David spricht vom Revierstress und der Revier-Verteidigung. Das spielt sich vor allem im beruflichen Umfeld und in Unternehmen ab, die noch eine ausgeprägte Präsenzkultur von ihren Mitarbeitern verlangen.

Arbeitnehmer überwachen ihr Interaktionsfeld

Arbeitnehmer sind konditioniert, ihr Interaktionsfeld zu bewachen, die Kollegen im Auge zu behalten, die Nähe zu Vorgesetzten zu suchen und möglichst spät das Büro zu verlassen. Anwesenheit wird gleichgesetzt mit Engagement und Einsatzbereitschaft. Überträgt man eine solche Präsenzkultur in das digitale Zeitalter, steigt nach Erkenntnissen von David der Druck exponentiell. „Während bisher selbe nach langen Überstunden irgendwann einmal das Revier bestellt war, hat sich das berufliche Revier nun mittels digitaler Möglichkeiten in ungeahntem Maße ausgedehnt: zeitlich auf 24 Stunden an sieben Tage der Woche. Diese Kombination aus Präsenzkultur und digitaler Verfügbarkeit ist eine für Arbeitnehmer höchst riskante und belastende Konstellation“, erläutert David.

Es fehlen im Büro-Alltag die natürlichen Rückzugsräume und Filter, um Beruf und Privatleben voneinander zu trennen. Sich entziehen zu können und verpassen zu lernen sind nach Ansicht von David die zentralen Lektionen, die es im Umgang mit digitalen Medien zu erlernen gilt. Aber das reicht bei weitem nicht aus. Gefordert ist vor allem das Personalmanagement, den digitalen Revierstress zu minimieren und die Personalentwicklung an die technologischen Entwicklungen anzupassen. Mitarbeiter dürfen sich medial nicht verausgaben und müssen in der Lage sein, fokussiert zu arbeiten.

Keine Konzepte gegen digitalen Stress am Arbeitsplatz

In der Arbeitsorganisation von Unternehmen und Behörden passiert bislang allerdings wenig: In Deutschland kann man die Rückständigkeit als vernetzte Ökonomie an der Kompetenz von Personalmanagern relativ simpel überprüfen. Alle großen Institutionen sind in irgendeiner Weise im Netz aktiv. „Aber 64 Prozent der deutschen Mitarbeiter in Personalabteilungen schauen nicht ins Internet“, sagt Professor Peter Wippermann vom Hamburger Trendbüro. Den Lippenbekenntnissen nach außen folgen keine Taten nach innen. Ein Befund, den ich in meinen Kontakten zur Wirtschaft fast täglich erlebe. Technisch sei die Reise relativ klar vorgezeichnet, sagt Wippermann. Es gebe in den Organisationen große Widerstände, die allerdings öffentlich nicht zugegeben werden: „Man verteidigt ein System der arbeitsteiligen Industriekultur mit einer Kommunikation, die Top-Down verteilt wird und nicht interaktiv ist. So lange wir noch von Neuen Medien und den Herausforderungen des Internets sprechen, wird es noch weitere 20 Jahre dauern, bis sich unsere Kultur umgestellt hat.”

Zwei Jahrzehnte darf es allerdings nicht mehr dauern, um den Revierstress im digitalen Arbeitsleben abzubauen. Schon in den vergangenen zehn Jahren verzeichnete die AOK einen Anstieg der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen um zwei Drittel. Umso löblicher ist eine Initiative von TÜV-Rheinland und dem Bonner Slow Media-Institut, die neue Bewertungsverfahren für digitalen Arbeitsschutz entwickelt haben. Das Verfahren ist Bestandteil des Prüfzeichens „Ausgezeichneter Arbeitgeber“ von TÜV Rheinland.

Neben einem obligatorischen Grundmodul können Unternehmen zusätzlich ihren digitalen Arbeitsschutz prüfen lassen. So sollte es klare und dokumentierte Regelungen zur Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit geben, die eine Work-Life-Balance fördern. Ein Unternehmen kann festlegen, dass die Erreichbarkeit via Handy oder E-Mails außerhalb der Arbeitszeit und an Wochenenden untersagt wird, für welche Fälle es Ausnahmeregelungen gibt und wie ein entsprechender Zeitausgleich für die betroffenen Personen aussieht.

In systematischer Weise werden Mitarbeiter-, Team- und Führungsebene in ein Unternehmenskonzept eingebunden. „Für den Erfolg des digitalen Arbeitsschutzes ist es wichtig, dass diese drei Ebenen kooperieren. Das ermöglicht eine langfristige positive Veränderung, denn ein leistungsstarkes, verantwortliches mediales Umfeld wirkt sich positiv auf Unternehmenskultur und Produktivität aus“, sagt David vom Slow Media-Institut. Arbeitnehmer achten zusehends auf weichen Faktoren. „Unternehmen, die hier aktiv sind, verbessern ihre Chancen, Mitarbeiter und besonders Fachkräfte zu finden“, so Arne Spiegelhoff, Projektleiter bei TÜV Rheinland.

Arbeitsautonomie stärkt die Zufriedenheit

Etwas weiter bei den Work-Life-Balance-Konzepten sind Dienstleister, die die Autonomie in dezentralen Arbeitsumgebungen vorantreiben.“Mit Standort-Unabhängigkeit erschließen wir genau jene Talente für das Service-Geschäft, auf die man mit stationären Konzepten bislang keinen Zugriff hatte”, weiß Thomas Dehler vom Berliner Dienstleister Value5. In einer Mitarbeiterumfrage von Value5 werden die Vorteile von dezentraler Arbeit deutlich. So reagiert das soziale Umfeld mit 71 Prozent positiv und unterstützt die Homeoffice-Mitarbeiter in ihrer Entscheidung, von zu Hause aus zu arbeiten.

20 Prozent äußerten sich zurückhaltend, 4 Prozent neutral und nur 2 Prozent ablehnend. „94 Prozent unserer Homeoffice-Mitarbeiter wollen mittlerweile vollständig zu Hause arbeiten. 6 Prozent plädieren für einen Wechsel zwischen betrieblicher und privater Arbeitsstätte. Entsprechend hoch ist der Zufriedenheitswert mit 4,38 bei einer Skala von 1 bis 5 (1 steht für „schlecht“, 5 für „sehr gut“).

Interessant sind die Gründe, die nach Auffassung der Mitarbeiter für dezentrale Arbeit sprechen: Es sei die beste Form, um Familie und Arbeit in Balance zu halten: „Genau so wollte ich immer arbeiten. Kein Stress und keine Krankheitsausfälle.“ Ein anderer Mitarbeiter gibt zu Protokoll, dass die Homeoffice-Tätigkeit nach einem schweren Verkehrsunfall die erste Möglichkeit war, über eine Initiativbewerbung wieder arbeiten zu können: „Und mir geht es sehr gut dabei.“

Weitere Stimmen: Zuhause sei der beste Platz zum Arbeiten ohne Mobilitätsaufwand. Das Alter spielte bei der Bewerbung keine Rolle. Es sei die optimale Beschäftigungsform: „So etwas wollte ich schon immer tun. Ich kann Familie und Arbeit in Einklang bringen.“ Flurfunk und Mobbing fallen weg, Konkurrenzdenken gegenüber Kolleginnen und Kollegen bleibt aus, Zeitdiebe wie Rushhour und ewige Parkplatzsuche bestimmen nicht mehr den Tagesablauf. Selbst bei einer Organisation mit festem Standort ergeben sich nach Erfahrungen von Value5-Geschäftsführer Thomas Dehler die Vorteile der Flexibilisierung, weil Mitarbeiter nicht jeden Tag ins Büro müssen – man kann zwischen privater und betrieblicher Arbeitsstätte wechseln. Gleiches gilt beim Angebot von freiberuflichen und festangestellten Mitarbeitern – auch hier werden die Teams in hybrider Form gebildet.

Abschied von den Präsenzerwartungen des Managements

Der Fluch der ständigen Erreichbarkeit sowie die unzureichende Abgrenzung von Beruf und Freizeit trifft also vor allem die Mitarbeiter mit einer antiquierten Präsenzerwartung von Vorgesetzten, die Anwesenheit mit Arbeit gleichsetzen. Arbeitsplätze, die über die Computerwolke gesteuert werden, könnten das Revierstress-Szenario reduzieren. Dann bringen die neuen Technologien wieder alte Tugenden hervor, wie es Marshall McLuhan in seiner Tetrade beschrieben hat.

Wer sich ausführlicher mit dem Thema beschäftigen möchte, sollte an Bord der MS Wissenschaft gehen. Dort kann man das Konzept des Slow Media-Instituts für digitalen Arbeitsschutz ausführlich studieren. Wo das umgebaute Frachtschiff vor Anker geht, erfährt man hier: http://www.ms-wissenschaft.de

Autor: Gunnar Sohn, Redaktion www.ne-na.de

Bessere Work-Life-Balance – Unternehmen unterbindet zu viel E-Mail-Nutzung

Der Serverhersteller Thomas-Krenn gibt bekannt, dass er den Zugriff auf betriebliche E-Mails außerhalb der Arbeitszeit zukünftig einschränkt. So will das Unternehmen gewährleisten, dass sich die Mitarbeiter in ihrer freien Zeit erholen können.

„Einige Kollegen lesen und bearbeiten ihre E-Mails auch dann, wenn sie nicht mehr im Büro sind, also nach Feierabend und am Wochenende. Natürlich freuen wir uns über so viel Engagement, aber um konzentriert arbeiten zu können, ist es wichtig, ausgeruht zu sein. Und das geht eben nur, wenn man die Arbeit im Büro lässt und sich abends und an seinen freien Tagen entspannt“, erklärt Dr. David Hoeflmayr, CEO Thomas-Krenn, diese neue Regelung. Zwischen 19 und 6 Uhr ist es den rund 140 Mitarbeitern deshalb nicht mehr möglich, E-Mails zu bearbeiten oder zu versenden. Auch an den Wochenenden, an Feiertagen und im Urlaub ist der Zugang zum dienstlichen Postfach gesperrt.

„Diese Regelung dient allein dazu, der Belegschaft während der arbeitsfreien Zeit die Möglichkeit zur Erholung zu geben, auf die Kommunikation mit unseren Kunden hat das jedoch keine Auswirkung. Alle Mitarbeiter haben unter der Woche ganztags Zugriff auf ihre E-Mails, sie sind – mit Ausnahme der sehr frühen Morgenstunden und nach Feierabend – uneingeschränkt erreichbar und können E-Mails gewohnt schnell bearbeiten.

Auch im Urlaub hat jeder Kollege eine qualifizierte Vertretung, die dringende Anfragen bearbeitet“, so Hoeflmayr weiter.

Compuware : „Ehrenamtliche Tätigkeiten und soziales Engagement der Mitarbeiter sind Eckpfeiler unserer Unternehmenskultur“

Denise Starr, Compuware Chief Administrative Officer.

Denise Starr, Compuware Chief Administrative Officer.

Nachhaltigkeit steht bei Compuware in allen Bereichen des Unternehmens und in verschiedenen Communities weit oben auf der Agenda. Von Fitness- und Gesundheitsprogrammen, technologischer Weiterbildung und der Förderung der kulturellen Vielfalt innerhalb des Compuware-Konzerns profitieren so nicht nur Mitarbeiter, sondern in der Folge auch die Aktionäre, Kunden und Partner des Unternehmens. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten und soziales Engagement unserer Mitarbeiter sind seit jeher Eckpfeiler der Compuware-Unternehmenskultur und wir freuen uns, sich Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen für einen guten Zweck engagieren.

Eines der Felder, in denen Freiwilligenarbeit eine große Rolle spielt, ist die Zusammenarbeit mit Schülern und Studierenden. Compuware-Experten vermitteln regelmäßig ihre Erfahrungen an den technologisch interessierten Nachwuchs und ergänzen mit einer Reihe von Programmen die pädagogischen Lehrpläne in Schulen und Studieneinrichtungen in den USA. Der tiefe Praxiseinblick gibt Schülern und Studenten ein klares Bild dessen, welche Perspektiven sie im IT-Umfeld erwarten und gibt ihnen Sicherheit bei der Jobsuche.

Dazu wurde vor einigen Jahren „Compuware Tech Trek“ ins Leben gerufen – ein Programm, das Kinder und Jugendliche für die Welt der Technik begeistern und einen Grundstein für die weitere Entwicklung legen soll. So hatten im Jahr 2013 mehr als 250 Teilnehmer im Alter von 11 bis 14 Jahren Gelegenheit, sich bei Experten im Compuware-Headquarter in Detroit über Technologie zu informieren und sich bei Mitmach-Aktionen, wie dem Gestalten einer eigenen Webseite, auszuprobieren. Diesem Konzept folgen auch lokale Aktionen, wie der Girls Day in Deutschland, bei dem Mädchen einen Einblick in technikorientierte Berufe erhalten und Interesse für Informationstechnologie und mobile Anwendungen zu wecken.

Neben diesen Bildungsprogrammen ist auch die Zusammenarbeit mit Non-Profit-Organisationen ein wichtiges Anliegen für Compuware. So engagieren sich Compuware-Mitarbeiter rund um den Globus und widmen jährlich Zeit und Geld für soziale Projekte, wie Thames Valley Hospice, Ung Cancer, Ronald McDonald House und United Way. Dabei ist, neben Geldspenden, vor allem die Hilfe vor Ort ein wichtiges Mittel der Unterstützung. So halfen Compuware-Mitarbeiter bei der Ronald McDonald Kinderhilfe in Amsterdam beim Hausputz und bei der Gartenarbeit mit. Dadurch leistet Compuware weltweit einen wichtiger Beitrag zur Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie zur Stärkung der gegenseitigen Achtung und Chancengleichheit.

Autor: Denise Starr, Compuware Chief Administrative Officer. In dieser Funktion sorgt sie dafür, den effektiven und effizienten Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Dazu gehört die Verantwortung für sämtliche Gebäude und Immobilien des Unternehmens sowie Einkauf und verwaltungstechnischer Support, wie auch Lizenzmanagement, Produktdistribution und Kundendienst-Hotline. Denise Starr ist seit 1989 für Compuware tätig und engagiert sich außerdem aktiv in verschiedenen gemeinnützigen Gremien.

Weitere Informationen zum sozialen Engagement von Compuware finden Sie auf unserer Webseite: www.compuware.com/about/community-involvement.html

 

 

Haltung zeigen: Was Compliance mit Tugendhaftigkeit zu tun hat

Dr. Rebekka Reinhard  @Copyright Peter Lindbergh

Dr. Rebekka Reinhard
@Copyright Peter Lindbergh

Ohne Ethik keine Compliance – so sehen es viele moderne Unternehmen. Unternehmensspezifische „Codes of Ethics“ strotzen nur so vor normativen Begriffen wie Integrität, Mut, Zuverlässigkeit, Fairness und Verantwortung. Was aber solche Tugenden im Wirtschafts- und Unternehmenskontext jeweils bedeuten (sollten) und wie man sie überhaupt umsetzen kann, bleibt grundsätzlich rätselhaft. Was ist eigentlich genau mit „Fairness“ gemeint? Wenn „Integrität“ für gewisse moralische Prinzipien stehen soll, wie lassen sich diese dann mit gewissen außermoralischen ökonomischen Interessen vereinbaren? Oder ist „Integrität“ einfach eine Metapher für legitime und legitimierbare geschäftliche Absichten?

Wie immer sich die tatsächliche oder vermeintliche Tugendhaftigkeit der Repräsentanten von Unternehmen und Großkonzernen konkret manifestiert – dass sie mit der für jeden wirtschaftlichen Erfolg entscheidenden utilitaristischen Ethik verträglich sein muss, ist immer Bedingung.

Für den Utilitarismus sind moralisch gute Handlungen grundsätzlich solche, die das subjektive Glück einer größtmöglichen Anzahl von Menschen maximieren bzw. deren Folgen für alle optimal sind. Die auf den Utilitaristen John Stuart Mill zurückgehende Idee des individuellen Nutzenstrebens als Prinzip der Förderung des Gemeinwohls ist zentral für die moderne Ökonomik und Wirtschaftsethik. Unter den Bedingungen des Wettbewerbs könne „das Motiv für Moral nur das individuelle Vorteilsstreben sein“, meint etwa der Philosoph und Ökonom Karl Homann, der Moral als eine in ein komplexes Anreizsystem eingegliederte „Ressource“ versteht, welches das marktwirtschaftliche Verhalten des einzelnen Akteurs zum Wohle aller zu steuern verspricht.

Wenn man davon ausgeht, dass der Mensch im Kapitalismus bei sämtlichen Vorhaben einen Kosten-Nutzen-Vergleich anstellt, um sich anschließend für die am meisten nutzenversprechende Option zu entscheiden, muss man nicht mehr – wie einst Aristoteles – zwischen poiesis (dem ergebnisorientierten herstellenden Tun) und praxis (dem miteinander umgehenden Handeln, dessen Ziel im Tun selbst liegt) unterscheiden. Denn dann ist alles poiesis. Wenn aber jede einzelne Handlung vom Ergebnis her unter Optimierungsaspekten betrachtet wird; wenn Integrität, Fairness, Vertrauen oder Mut nichts anderes als Investitionen sind, die dem doppelten Zweck der Reputationssicherung und Gewinnsteigerung eines Unternehmens dienen, hat man es entweder mit einer vormoralischen oder einer amoralischen „Moral“ zu tun.

Ethik-Codes und Compliance-Richtlinien können eine selbst gewählte ethische Einstellung nicht ersetzen, so wenig wie das Müssen das Wollen ersetzen kann. Wenn Unternehmensethik, Führungsethik und Corporate Compliance mehr sein sollen als Imagepflege, muss klar sein: Tugendhaftes Handeln im echten Sinne ist nur möglich, wenn es von einem guten Willen unterlegt ist, der, wie Immanuel Kant in seiner „Kritik der praktischen Vernunft“ ausführt, sich selbst ein Gesetz gibt. Gutsein ist eine Frage der Haltung – nicht der Anreize.

Autorin: Dr. Rebekka Reinhard promovierte 2001 über amerikanische und französische Gegenwartsphilosophie. Seit 2005 ist sie als philosophische Beraterin in eigener Praxis tätig sowie im Klinikum für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2007 umfasst ihr Label „philosophy works!“ auch Vorträge und Workshops für Unternehmen sowie Einzelberatungen für Führungskräfte.

2009 erschien Rebekka Reinhards Spiegel-Bestseller Die Sinn-Diät. 2010 folgte Odysseus oder die Kunst des Irrens, 2011 Würde Platon Prada tragen?, 2013 SCHÖN!

 Kontakt: www.philosophyworks.de

 

Information Security Forums (ISF): „Informationssicherheit betrifft jedermann“

Steve Durbin, Managing Director Information Security Forum

Steve Durbin, Managing Director Information Security Forum

Wenn geschäftskritische Daten wie zuletzt zum Beispiel bei eBay in fremde Hände gelangen oder verloren gehen, kann das schwerwiegende Folgen haben. Im schlimmsten Fall können die Existenz des Unternehmens und somit viele Arbeitsplätze bedroht sein. Unternehmen und ihre Mitarbeiter müssen deswegen sehr sensibel mit ihren Informationen und Daten umgehen. Voraussetzung dafür ist, dass die Themen Informationssicherheit und Risikomanagement fest in den Unternehmensabläufen verankert sind, regelmäßig thematisiert werden und sich alle Mitarbeiter im Unternehmen aktiv an der Umsetzung einer dementsprechenden IT-Sicherheitsstrategie beteiligen.

Denn sogar äußerst komplexe Schadprogramme wie Flame oder Stuxnet wurden über einfachste Übertragungswege – zum Beispiel USB-Sticks – gepaart mit Fahrlässigkeit in fremde Netzwerke geschleust. Informationssicherheit erfordert daher permanente Aufmerksamkeit – und zwar von allen im Unternehmen. In zu vielen Betrieben herrscht jedoch fälschlicherweise immer noch die Ansicht, dass Informationssicherheit allein eine IT-Aufgabe ist, und es ausreicht, sich auf Sicherheitstechnik wie Firewalls, Virenscanner oder Backups zu verlassen. Um den nachhaltigen Schutz kritischer Informationen zu gewährleisten, muss jeder einzelne Mitarbeiter seinen Beitrag leisten und sich seiner Verantwortung bewusst sein.

Aufgabe der Sicherheits- bzw. Datenschutzbeauftragten der Unternehmen ist es deshalb, die Mitarbeiter regelmäßig über die Gefahren aufzuklären, sie von der existenziellen Notwendigkeit eines verantwortungsbewussten Umgangs mit geschäftskritischen Informationen zu überzeugen und sie für potentielle Angriffe zu sensibilisieren. Durch Hinweise auf aktuelle Zwischenfälle bei anderen Unternehmen oder anhand von Best Practice-Beispielen lernen die Mitarbeiter dann, welche Aspekte sie beim Umgang mit geschäftskritischen Daten beachten müssen, wie die Folgen im Falle eines Angriffs aussehen und vor allem wie sie sich richtig verhalten können. Wichtig dabei ist, dass das Thema IT-Sicherheit auch abseits von spektakulären Vorfällen nicht in Vergessenheit gerät.

100-prozentiger Schutz wird trotzdem leider nie möglich sein. Es gibt immer nur einen Status Quo auf Basis der aktuellen Bedrohungslage. Patentrezepte, um sich vor – vielleicht heute noch unbekannten – Angriffsmöglichkeiten zu schützen, existieren nicht. Allerdings können Unternehmen und ihre Mitarbeiter mit dem richtigen Verhalten die Risiken für ihre geschäftskritischen Informationen minimieren und ihre Widerstandsfähigkeit für den Fall einer Attacke oder eines Zwischenfalls erhöhen.

Autor: Steve Durbin ist Managing Director des Information Security Forums (ISF). Das ISF ist eine der weltweit größten Organisationen im Bereich Informations- und Cybersicherheit sowie Risikomanagement und richtet sich an Unternehmen und Konzerne jeder Größe aus allen Branchen. Für seine Mitgliedsunternehmen bildet das ISF ein Netzwerk, in dem sie sich vertrauensvoll zu aktuellen Problemen und Herausforderungen rund um Informations- und Datensicherheit austauschen können. Außerdem beschäftigt das ISF eigene Analysten und bietet Best-Practice-Methoden, Workshops, Meetings und Foren sowie individuelle Tools.

Studie: Soziales Engagement lässt bei Unternehmen die Kassen klingeln

Je billiger desto besser – egal, woher das Produkt kommt: Diese Devise zählt längst nicht mehr bei den deutschen Verbrauchern. Im Gegenteil: 40 Prozent der Käufer hierzulande sind bereit, tiefer in die Tasche zu greifen und höhere Preise für Produkte zu bezahlen, wenn Händler oder Produzenten sich nachweislich für soziale Belange oder Umweltschutz engagieren – Tendenz steigend. Und mehr noch: Dies bleibt nicht nur ein frommer Wunsch, sondern jeder Dritte (34 Prozent der Befragten) gibt an, in den vergangenen sechs Monaten mindestens ein Produkt aus diesem Grund gekauft zu haben. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Nielsen, einem führenden Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern. In der weltweiten Studie hat Nielsen untersucht, wie sich soziales Engagement (englisch: Corporate Social Responsibility, CSR) von Unternehmen auf die Verbraucher auswirkt. Fazit: immer positiver.

Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland, sieht für diesen Trend verschiedene Faktoren. „Medien decken immer wieder in ihren Berichten die teilweise unmenschlichen Produktionsbedingungen in manchen Ländern auf. Dazu kommen Skandalmeldungen bei der Produktion von Nahrungsmitteln. Das wirkt sich auf das Kaufverhalten aus und die Verbraucher schauen genau, bei wem sie kaufen und inwiefern die Unternehmen ihrem sozialen Anspruch gerecht werden.“

Dazu zählt, dass das Unternehmen beispielsweise faire Bedingungen für die eigenen Mitarbeiter schafft, darüber hinaus aber etwa karitative Projekte fördert, sich für Kultur und Bildung engagiert oder sich für Umweltschutz einsetzt. Mehr noch: Es geht oft auch um die Grundhaltung des Unternehmens, um vernünftiges Wirtschaften und schonenden Umgang mit Ressourcen. So gab jeder vierte befragte Deutsche (27 Prozent) an, bei der Auswahl eines Produktes auf eine umweltfreundliche Verpackung zu achten.

Ein weiterer Grund für die steigende Sensibilität der Verbraucher für das soziale Engagement der Unternehmen sei der relative Wohlstand der Deutschen in Verbindung mit dem Wunsch, dem Leben einen Sinn zu geben. Ingo Schier: „Viele Deutsche können es sich leisten, mit kritischem Blick einkaufen zu gehen und dabei auch mehr für ein bestimmtes Produkt auszugeben. Das gibt dem Verbraucher ein gutes Gefühl, weil er sozusagen das Angenehme, nämlich das Einkaufen, mit etwas Nützlichem verbunden hat, indem er dem Unternehmen mit seinem Geld ermöglicht, Gutes zu tun.“

Engagement muss glaubwürdig sein

Die nachweisliche Bereitschaft der Verbraucher, mehr Geld für Produkte sozial engagierter Firmen auszugeben, sei ein klares Signal an Unternehmen, dass CSR-Engagement für die Kundenbindung eine Rolle spielen kann, so Ingo Schier: „Wichtig ist, dass das Engagement glaubwürdig ist und zum jeweiligen Unternehmen passt.“ Die Deutschen jedenfalls sind laut Studie an Hilfsprojekten für weltweiten Zugang zu einer Grundbildung, zur globalen Versorgung mit Trinkwasser sowie zum Kampf gegen Hunger und extreme Armut besonders interessiert.

Deutsche geben lieber Geld, als selber aktiv zu werden

Die Bereitschaft, für Produkte engagierter Firmen extra zu zahlen, steigt seit einigen Jahren kontinuierlich, wie vorangegangene Studien zum gleichen Thema von Nielsen belegen. 2011 stimmten 32 Prozent der befragten Deutschen zu, eine höhere Summe für Produkte von Unternehmen zahlen zu wollen, die der Gesellschaft etwas zurückgeben, 2013 waren es schon 37 Prozent, 2014 nun 40 Prozent. Eigene soziale Projekte verfolgen allerdings nur 31 Prozent der Befragten, ergab die Studie von Nielsen. Darunter fasst die Studie sowohl alle Befragten, die ehrenamtlich tätig sind als auch solche, die regelmäßig Geld für soziale Zwecke spenden.

Über die Nielsen Global Survey

Die Nielsen Global Survey zum Thema Corporate Social Responsibility wurde vom 17. Februar bis 7. März 2014 durchgeführt. Dabei hat Nielsen mehr als 30.000 regelmäßige Internetnutzer in 60 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale Abweichung von ±0,6 Prozent. Diese Nielsen Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben.

Studie: Deutsche Unternehmen gehen leichtsinnig mit dem eigenem Wissen um

Im Rahmen einer Umfrage, für die das Markforschungsinstitut mifm im Auftrag der Firma Haufe 300 Geschäftsführer sowie Mitarbeiter mit und ohne Personalverantwortung in deutschen Unternehmen befragte, beklagen sich 27 Prozent der Mitarbeiter darüber, dass sie in ihrem Job keinen Zugang zu relevantem Wissen haben. Auf der anderen Seite bestätigen 87 Prozent der befragten Firmen, dass Mitarbeiter und deren Know-how ihr wichtigster Erfolgsfaktor seien. Speziell darauf angesprochen, weshalb Wissen, das sie für ihre Arbeit benötigen, nicht immer direkt zur Verfügung stehe, erklärten:

  • 71 Prozent, dass das Wissen zwar da sei, man aber nicht wisse, wo es abgelegt sei,
  •  71 Prozent, dass die Suche einfach zu kompliziert sei,
  • 65 Prozent, dass die Prozesse zum Ablegen des Wissen fehlten,
  •  43 Prozent, dass die Tools zum Ablegen des Wissens fehlten.

Suche nach Unternehmenswissen – zu schwierig und zu teuer

Die Ergebnisse der Umfrage decken sich mit den Ergebnissen früherer Untersuchungen. Bereits 2004 veröffentlichte IDC die Ergebnisse einer Studie zum Thema Informationssuche im Unternehmen. Nach dieser Studie verbrachten bereits damals „Wissensarbeiter 15 bis 35 Prozent ihrer Arbeitszeit mit dem Suchen nach internen Informationen. Nur etwa 21 Prozent gaben an, dass sie die Informationen, die sie benötigten, auch fanden und 40 Prozent berichteten, dass sie die Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigen, nicht im Firmenintranet finden.“ 2012 berechnete McKinsey die Zeit pro Woche, die Wissensarbeiter mit dem Schreiben interner E-Mails und dem Suchen nach internen Informationen verbringen, auf 28 Stunden!

Die Lösung – das Unternehmens-Google?

Wir „googlen“ heute alle. Immerhin hat es der Begriff mittlerweile sogar in den Duden geschafft. Und wenn wir googlen, freuen wir uns über so nützliche Funktionen wie die Ergänzungsfunktion bei der Sucheingabe, die Funktion, dass Google Tippfehler erkennt und uns Alternativvorschläge anderer Suchender unterbreitet. Wir erwarten, dass uns stets die möglichst relevantesten Suchergebnisse angezeigt werden – und zwar über unterschiedliche Formate hinweg (Text, Bilder, Videos, etc.). Dass dabei sogar unser eigenes Profil wie Standort oder bisherige Suchvorgänge berücksichtigt werden, ist ein weiterer Vorteil.

Leider bieten nur wenige Unternehmen ihren Mitarbeitern einen vergleichbaren Komfort als „Unternehmens-Google“ mit ähnlichen Funktionen an. Dies führt in der Folge häufig zu einem immensen Zeitaufwand der Mitarbeiter für das Suchen nach Informationen – mit dem meistens ernüchternden Ergebnis, dass man das, was man gesucht hat, nicht findet. Damit gehen steigender Frustrationsgrad und Unzufriedenheit einher, denn täglich wird durch die Mitarbeiter „benchmarked“, mit Google, Bing und Co.

Dabei ist es heute technisch möglich, eine vergleichbare unternehmensinterne Such-maschine zu implementieren. Auch hier kann die Relevanz als Kriterium für die Position in den Suchergebnissen bestimmt werden. Ein Relevanzkriterium kann dabei – ähnlich wie dies mittlerweile bei Google der Fall ist – wiederum die Bewertung des Inhalts durch die Mitarbeiter (in Form von „Stars“, „Likes“ oder „Followern“) sein. Die Mitarbeiter erhalten damit die Möglichkeit, wie im Internet üblich, selbst an der Bewertung der Inhalte mitzuwirken und damit indirekt die Relevanz der Information für das Unternehmen zu bestimmen. Darauf aufbauend lassen sich auch Suchgeschwindigkeit und Suchergeb¬nisse optimieren. Darüber hinaus bieten moderne Systeme für die Unternehmenssuche die ebenfalls aus Google und Bing bekannte Möglichkeit, formatübergreifend, also nicht nur nach Dokumenten, sondern auch nach E-Mails, Aufgaben, Listeninhalten, Projekten, usw. zu suchen.

Und da einen Controller andere Informationen interessieren als eine Projektassistentin, ermöglichen moderne Systeme eine regelbasierte Suchtref-feranzeige (Facettensuche) mit Verfeinerungsoptionen („Refinement“), die unter anderem auch die Position oder Tätigkeit des Mitarbeiters im Unternehmen berücksichtigt und die Relevanz der Suchergebnisse zu steuern hilft.

Wie so ein Unternehmens-Google in der Realität aussehen kann und welche Herausforderungen an das Wissensmanagement in modernen Unternehmen mit einem zentralen System zum Wissensmanagement und zur Unternehmenskommunikation sonst noch gemeistert werden können, wurde in einem Whitepaper zusammengetragen, dass kostenlos auf der AppSphere Webseite zur Verfügung steht.

Terminhinweis: (26.05.2014/Bonn): Chancen für die Kundenansprache durch Unternehmensverantwortung (CSR)

Die IHK Bonn/Rhein-Sieg lädt zu einer kostenfreien Informationsveranstaltung für Berater und Unternehmen mit dem Titel „Chancen für die Kundenansprache durch Unternehmensverantwortung (CSR), Nachhaltigkeit und geförderte Potentialberatung“ ein. Sie findet am Montag, 26. Mai, 19 Uhr, im Sitzungssaal der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Bonner Talweg 17, 53113 Bonn, statt.

CSR als Zukunftsthema 

Zielgruppe sind insbesondere Unternehmensberater, PR-Agenturen, Kommunikationsberater und Coaches. Nicht erst seit den letzten Finanz- und Wirtschaftskrisen ist klar: Kunden, Mitarbeiter und Gesellschaft erwarten zunehmend sozial, kulturell und ökologisch verantwortliches Wirtschaften von Unternehmen. Damit entwickelt sich das professionelle Management und die Kommunikation von Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility, kurz CSR) und Nachhaltigkeit für KMU und Großunternehmen zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor – einschließlich eines erhöhten Beratungsbedarfes. Für Berater bieten diese Themen deshalb eine Vielzahl von neuen und kreativen Ansätzen, um bestehende Kundenverbindungen auszubauen und neue Kontakte aufzubauen.

Möglichkeiten für Berater

Der Infoabend soll deshalb für alle Neueinsteiger in das Thema eine Einführung in das Themenfeld CSR bieten und aufzeigen, welche Themen die höchste Relevanz und Zukunftschancen für Unternehmen bieten und wie Unternehmensberater, aber auch PR- und Kommunikationsberater diese Ansätze nutzen können, um neue Beratungsangebote zu entwickeln oder bewährte Ansätze auszubauen. Mit den Förderinstrumenten ?Potentialberatung? und ?Bildungsscheck? bietet das Arbeitsministerium NRW klein- und mittelständischen Unternehmen Beraterkostenzuschüsse für bestimmte Handlungsbereiche an bzw. anteilige Finanzierungen von Weiterbildungsmaßnahmen. Aus den CSR Themen kann das Handlungsfeld Arbeitsplatz (Gestaltung vor Arbeitsorganisation, Personalentwicklung, Vereinbarkeit Familie und Beruf usw.) damit unterstützend analysiert und beraten werden. Wir zeigen Ihnen wie das möglich ist?.

Nähere Informationen und Anmeldung unter www.ihk-bonn.de

Terminhinweis: 10. Deutsches CSR-Forum stellt Nachhaltigkeit ins Zentrum

Am Mittwoch, dem 7. Mai öffnet das „10. Deutsche CSR Forum – Internationales Forum für Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit“ in Ludwigsburg bei Stuttgart seine Tore. An zwei Tagen erörtern Top-Manager aus Handel und Industrie die aktuellsten Fragen der Nachhaltigkeit und suchen gemeinsam nach Wegen für die Zukunft. Erstmals findet zeitgleich das „Deutsche Compliance Forum“ statt. Continue reading

Technologieanbieter Kennametal: Das dritte Jahr in Folge als eines der ethischsten Unternehmen der Welt ausgezeichnet

Das US-Unternehmen Kennametal darf bekannt geben, dass es das dritte Jahr in Folge vom Ethisphere Institute zu einem der weltweit ethischsten Unternehmen ernannt wurde. Dieses Institut ist eine führende unabhängige Organisation, die sich der Förderung und Anerkennung der Best Practices im Bereich der Unternehmensethik verschrieben hat.
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Mehr Ethik für Journalisten: Österreichs Medien entdecken Compliance

Mag. Klaus Putzer schreibt in „Compliance Praxis, dass die drei österreichischen Tageszeitungen „Der Standard“, „Die Presse“ und „Wirtschaftsblatt“ am 14. Juni 2013 mit einer gemeinsamen Compliance-Initiative an die Öffentlichkeit getreten sind. Im Internet wurden jeweils „Leitlinien“ (Standard) bzw. „Verhaltensregeln“ (Presse) veröffentlicht. Man wolle „in Sachen Ethik ein Signal an die Branche setzen“. … mehr … http://tinyurl.com/lcd2aag

Ein Einblick in Security Awareness – so können Mitarbeiter und Betriebsklima in Punkto Sicherheit beitragen

Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services, eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.

 

 

 

Im Prinzip ist das Thema ja nicht neu – Berichte über Industriespionage oder Wettbewerbsausspähung geistern bereits seit Längerem durch die Fach- und Publikumspresse. Auch der Verfassungsschutz auf Länderebene – etwa in NRW oder Baden-Württemberg – klärt bereits seit Jahren Unternehmen darüber auf, dass bestimmte Nationen gesetzlich verankert haben, wie der Fortschritt im eigenen Land vorangetrieben werden soll; beispielhaft sei hier das Gesetz der russischen Föderation genannt, das in Artikel 5 dies genau festlegt: „durch Beschaffung von wirtschaftlichen und wissenschaftlich-technischen Informationen durch die Organe der Auslandsaufklärung“. Doch richtig wachgerüttelt wurden Bürger und Unternehmen in Deutschland erst kürzlich durch den NSA-Vorfall. Mit einem Mal wird offensichtlich, wie leicht andere Staaten unbefugt an Know-how gelangen.

Dieses Wissen stellt insbesondere Unternehmen vor die Frage: Was ist zu tun? Security Awareness könnte hier die mögliche Antwort sein. Das heißt mit anderen Worten: alle Mitarbeiter in den Unternehmen werden dahingehend geschult, Sicherheitsgefahren besser zu erkennen und entsprechend reagieren zu können. Hierfür ist die Sensibilisierung aller Mitarbeiter notwendig, die idealerweise auf verschiedenen Ebenen stattfinden sollte. Denn Angriffe können ebenso mit technischen Maßnahmen als auch im zwischenmenschlichen Bereich stattfinden.

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Interview: „Diversity ist für Unternehmen ein Erfolgsfaktor“

Die Initiatorin der Karrieremesse women&work, Melanie Vogel spricht im Interview über den Innovationsfaktor Diversity: Frauen liefern ein enormes Potenzial an Ideen, Kreativität und Innovationskraft und tragen entscheidend zur Wertschöpfung in den Unternehmen bei. Die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und eines jeden Unternehmens hängen nicht nur von den Frauen ab – aber Frauen spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, das gesamte Innovationspotenzial einer Gesellschaft zu nutzen, denn das ist zur Hälfte weiblich.

Frau Vogel, Sie vertreten die These, Diversity-Management und Innovationskraft seien zwei Seiten einer Medaille. Können Sie diese These kurz erläutern?

Immer noch sind die meisten Unternehmen hierzulande sehr Deutsch geprägt, es gibt nach wie vor zu wenige Frauen in Top-Führungsebenen und auch in der Durchmischung der Generationen haben Unternehmen Aufholbedarf. In dem globalen Umfeld, in dem wir agieren, kann Eindimensionalität sehr schnell zum Wettbewerbsnachteil werden, denn homogene Kulturen sind naturgemäß nicht in der Lage, sich an den Bedürfnissen der gesamten Bevölkerung zu orientieren. Um neue Ideen generieren, Prozesse optimieren oder Servicedienstleistungen implementieren zu können, benötigen Teams verschiedene Sichtweisen auf unterschiedliche Frage- und Problemstellungen. Eine vielfältige Belegschaft bietet einen großen Reichtum an Lebenseinstellungen, Kenntnissen und Erfahrungen. Dementsprechend groß ist das (innovative) Potenzial, das eine Firma entfalten kann.

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