Schlagwort-Archiv: Coporate Governance

Recruiting 2020 – ethische Kriterien werden wichtiger

Personalmarketing rückt immer mehr in den Fokus erfolgreicher Unternehmen. Nur mit qualifiziertem, motiviertem Personal kann die eigene Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit gesteigert werden, so die eigentlich nicht allzu innovative Erkenntnis. Fast kein namhaftes Unternehmen scheut aus diesem Grund den Aufwand, ausgefeilte Botschaften der Mitarbeiterwertschätzung und der Personalwerbung – oft als Teil eines aufwendig gestalteten „Employer Brandings“ – zu entwickeln und in den Arbeitsmarkt hinein zu kommunizieren, wobei dem Internet hier natürlich besondere Bedeutung eingeräumt wird.

Personalmarketing rückt immer mehr in den Fokus erfolgreicher Unternehmen. Nur mit qualifiziertem, motiviertem Personal kann die eigene Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit gesteigert werden, so die eigentlich nicht allzu innovative Erkenntnis. Fast kein namhaftes Unternehmen scheut aus diesem Grund den Aufwand, ausgefeilte Botschaften der Mitarbeiterwertschätzung und der Personalwerbung – oft als Teil eines aufwendig gestalteten „Employer Brandings“ – zu entwickeln und in den Arbeitsmarkt hinein zu kommunizieren, wobei dem Internet hier natürlich besondere Bedeutung eingeräumt wird. Continue reading

Studie: Aufsichtsräte im Wertewandel?

Laut der „Director360″-Studie von Deloitte, die 215 Aufsichtsräte aus zwölf Ländern befragte, trauen sich deutsche Aufsichtsräte im internationalen Vergleich besonders gut zu, potenzielle Risiken zu erkennen und zu beurteilen. Überdies sind sie sich ihres Wertbeitrags zur Unternehmensperformance bewusst – mehr als viele ihrer internationalen Pendants. Sie fühlen sich zudem sehr gut über Marktentwicklung, M&A-Perspektiven und Marktanteile der Unternehmen informiert. Auf der anderen Seite zeigt sich ein überdurchschnittlich hoher Prozentsatz unzufrieden mit dem Auswahlverfahren neuer Aufsichtsratsmitglieder. Gleiches gilt für die Nachfolgeplanung sowie für den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Nicht zuletzt findet ein hoher Prozentsatz, dass die Vorstandsvergütung nicht ausreichend transparent gestaltet ist.

Laut der „Director360″-Studie von Deloitte, die 215 Aufsichtsräte aus zwölf Ländern befragte, trauen sich deutsche Aufsichtsräte im internationalen Vergleich besonders gut zu, potenzielle Risiken Continue reading

Terminhinweis: 25. November: "CSR – Chance oder Illusion?"

Bereits zum 18. Mal lädt der Studiengang Betriebswirtschaft / Internationales Management“ (kurz: BIM) der Hochschule Bremen zum jährlichen BIM-Konvent ein. Unter dem Motto: „Corporate Social Responsibility“

Bereits zum 18. Mal lädt der Studiengang Betriebswirtschaft / Internationales Management“ (kurz: BIM) der Hochschule Bremen zum jährlichen BIM-Konvent ein. Unter dem Motto: „Corporate Social Responsibility“ Continue reading

Studie: Bedeutung von Compliance steigt bei KMUs

Der fünfte Band der Deloitte-Studienserie „Erfolgsfaktoren im Mittelstand“ widmet sich dem Thema „Compliance im Mittelstand“. Die Studie basiert auf der Befragung von 173 mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Für fast alle Unternehmen ist dabei Compliance für die nachhaltige Entwicklung ihres Unternehmens relevant – auch wenn die Gewichtung einzelner Aspekte bei manager- und inhabergeführten Unternehmen unterschiedlich ausfällt. … mehr

Continue reading

Gesellschaftliche Verantwortung: Vom Leitfaden zur Praxis

Gesellschaftliche Verantwortung – Social Responsibility oder Corporate Social Responsibility – ist ein seit Jahren heftig diskutiertes und nach wie vor aktuelles Thema. Im November 2010 ist dazu die mit großer Spannung erwartete Internationale Norm ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung“ erschienen. 400 Experten aus 99 Ländern und von 42 Organisationen wirkten an der Erstellung mit. Genau ein Jahr später hat Austrian Standards Institute die ONR 192500 „Gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen (CSR)“ veröffentlicht. „Damit ist es nun möglich“, so Dipl.-Ing. Dr. Karl Grün, Director Development und zuständiger Komitee-Manager, „die Grundsätze und Leitlinien der ISO 26000 in die Praxis umzusetzen, umfassend in das Management von Unternehmen und Organisationen zu integrieren und ihre Einhaltung auch gegenüber Dritten nachzuweisen.“

Gesellschaftliche Verantwortung – Social Responsibility oder Corporate Social Responsibility – ist ein seit Jahren heftig diskutiertes und nach wie vor aktuelles Thema. Im November 2010 ist dazu die mit großer Spannung erwartete Internationale Norm ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung“ erschienen. 400 Experten aus 99 Ländern und von 42 Organisationen wirkten an der Erstellung mit.

Genau ein Jahr später hat Austrian Standards Institute die ONR 192500 „Gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen (CSR)“ veröffentlicht. „Damit ist es nun möglich“, so Dipl.-Ing. Dr. Karl Grün, Director Development und zuständiger Komitee-Manager, „die Grundsätze und Leitlinien der ISO 26000 in die Praxis umzusetzen, umfassend in das Management von Unternehmen und Organisationen zu integrieren und ihre Einhaltung auch gegenüber Dritten nachzuweisen.“

Darin besteht auch der wesentliche Unterschied zu der bewusst als Leitfaden gehaltenen ISO 26000. Die ONR 192500 – sie liegt in Deutsch und Englisch vor – beschreibt nicht nur im Sinne eines Managementsystems den Prozess zur Integration und laufenden Weiterentwicklung gesellschaftlicher Verantwortung im Unternehmen, sondern definiert auch inhaltliche Anforderungen und Empfehlungen, die für eine Selbstdeklaration und/oder den Nachweis durch unabhängige Dritte (Zertifizierungsorganisation) verwendet werden können. ISO 26000 hingegen bietet dazu allgemeine Unterstützung bzw. Orientierung bei Einführung, Verwirklichung und Verbesserung.

Dass beide Dokumente in engem Zusammenhang stehen, zeigt sich daran, dass die Grundsätze aus der ISO 26000 in die ONR 192500 übernommen wurden, ebenso der Stakeholder-Ansatz und die Struktur der Kernthemen, wie Organisationsführung, Menschenrechte, Arbeitspraktiken, Umwelt, Menschenrechte, Konsumentenbelange sowie Einbindung und Entwicklung der Gemeinschaft. Wesentlich, so Grün, war auch die Berücksichtigung des künftigen ISO Guide 83, um Kompatibilität mit anderen Managementsystemen sicherzustellen.

Nicht nur in Österreich

Die Entwicklung eines speziellen normativen Dokuments zur nationalen Umsetzung der ISO 26000, das die Kernelemente für den Entwicklungsprozess und die Inhalte gesellschaftlich verantwortungsvollen Handelns festlegt – erste Schritte dazu wurden bereits Ende 2008 gesetzt -, ist kein österreichischer Alleingang. Ähnliche Dokumente wurden parallel in anderen europäischen Ländern geschaffen, so unter anderem in Frankreich, im Vereinigten Königreich, in den Niederlanden sowie in Spanien und Portugal. Zur Anwendung der ISO 26000 wurde inzwischen auch eine weltweite Umfrage durchgeführt, deren Ergebnisse noch im November 2011 bei der nächsten Tagung einer internationalen Arbeitsgruppe in Rio de Janeiro, Brasilien, behandelt werden. Eine systematische Überprüfung der Norm ist für 2013 vorgesehen.

Erste Zertifizierungen in Deutschland und Österreich

Inzwischen wird die neue ONR 192500 bereits aktiv in die Praxis umgesetzt und erste Unternehmen sind danach zertifiziert: In Deutschland die Harting Technologiegruppe durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen – DQS sowie als erstes österreichisches Unternehmen die Oberösterreichische Ferngas AG durch TÜV Süd Landesgesellschaft Österreich. Dr. Grün: „Dies zeigt die hohe Relevanz dieses normativen Dokuments, das dem Bedarf der Wirtschaft und ihrer Stakeholder an einer konkreten und praktischen Umsetzbarkeit und Nachweisbarkeit gesellschaftlich verantwortungsvollen Handelns entspricht.“

Diesen Stellenwert hat vor kurzem erst die Europäische Kommission in ihrer Mitteilung (KOM(2011) 681) „Eine neue EU-Strategie (2011-14) für die soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR)“ nachdrücklich betont. Darin heißt es unter anderem: „CSR bietet einen Wertekanon, auf dem eine von stärkerem Zusammenhalt geprägte Gesellschaft aufgebaut und die schrittweise Einführung einer nachhaltigen Wirtschaftsordnung gegründet werden kann.“

Beratung, Aus- und Weiterbildung

Um das Konzept gesellschaftlicher Verantwortung wirkungsvoll umsetzen zu können, wurde bei Austrian Standards Institute bereits 2009 eine spezielle Norm mit Anforderungen und Empfehlungen für Beratungsdienstleistungen zu diesem Thema erstellt, die sich sowohl an externe Consulter wie auch an interne Mitarbeiter wendet.

Info: http://www.as-plus.at/trainings

Continue reading

Corporate Governance entscheidet über Partnerwahl von Unternehmen

Corporate Governance, also die Einhaltung gesetzlicher und selbstverpflichtender Vorschriften, spielt im Kooperationsmanagement deutscher Unternehmen eine Schlüsselrolle. 81 Prozent der befragten Unternehmen sehen es als unverzichtbar an, dass die Regeln und Vorschriften eines Kooperationspartners mit dem eigenen Haus vereinbar sind. Jedes vierte Unternehmen verpflichtet Lieferanten und Kooperationspartner bereits zwingend, die speziell auf sie zugeschnittenen Richtlinien zu erfüllen. Das ist das Ergebnis des Managementkompass Corporate Governance von Steria Mummert Consulting.

Corporate Governance, also die Einhaltung gesetzlicher und selbstverpflichtender Vorschriften, spielt im Kooperationsmanagement deutscher Unternehmen eine Schlüsselrolle. 81 Prozent der befragten Unternehmen sehen es als unverzichtbar an, dass die Regeln und Vorschriften eines Kooperationspartners mit dem eigenen Haus vereinbar sind. Jedes vierte Unternehmen verpflichtet Lieferanten und Kooperationspartner bereits zwingend, die speziell auf sie zugeschnittenen Richtlinien zu erfüllen. Das ist das Ergebnis des Managementkompass Corporate Governance von Steria Mummert Consulting.

Insbesondere Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern haben sich die möglichst lückenlose Einhaltung der Regelwerke bei der Partnerwahl auf die Fahnen geschrieben. Unternehmen dieser Größe fordern von ihren Dienstleistern und Lieferanten zu 81 Prozent die Einhaltung spezieller Corporate-Governance-Richtlinien. Mit dieser Politik stößt die Mehrheit der Unternehmen auf große Akzeptanz. So geben 83 Prozent der Unternehmen in Konzerngröße an, die hauseigene Corporate Governance werde von den Dienstleistern und Lieferanten angenommen und unterstützt. Unabhängig von der Unternehmensgröße sind es 79 Prozent.

„Die Bedeutung von Corporate Governance bei der Partnerwahl ist ein Aspekt, hinter dem handfeste wirtschaftliche Interessen stehen. So gilt es beispielsweise, rufschädigende oder sanktionierte Kooperationen zu vermeiden“, sagt Martin Stolberg, Compliance-Experte von Steria Mummert Consulting. „Das Instrument für eine initiale und fortlaufenden Analyse ist ein sauberer Know-Your-Supplier-Prozess (KYS).“ Ein entsprechend professioneller Umgang wird bei der Partnerwahl der Unternehmen immer wichtiger. Denn knapp die Hälfte der befragten Fach- und Führungskräfte geben bereits an, die Corporate Governance spiele bei der Auswahl von kooperierenden Unternehmen, Verbänden und Hochschulen eine große Rolle.

Hintergrund
Der Managementkompass „Corporate Governance“ von Steria Mummert Consulting basiert auf einer Online-Befragung. Dazu wurden 350 Fach- und Führungskräfte großer und mittelständischer Unternehmen (ab 100 Mitarbeiter) verschiedener Branchen im Juli 2011 befragt.

Continue reading

Nachhaltigkeitsberichte: Weltweit bekennen im mehr Firmen Flagge

Immer mehr Unternehmen legen Rechenschaft über ihr  nachhaltiges Wirtschaften ab. So veröffentlichen bereits 95 Prozent der 250 größten Unternehmen der Welt regelmäßig einen Nachhaltigkeitsbericht; das sind 14 Prozentpunkte mehr als noch vor drei Jahren. Das zeigt der  internationale „Corporate Responsibility Survey 2011″ von KPMG, für den die 3.400 umsatzstärksten Unternehmen in 34 Ländern unter die Lupe genommen wurden. Die größten Fortschritte haben Unternehmen der Pharma-, Konsumgüter- und Baubranche gemacht; hier hat sich die Quote der Berichtersteller seit der letzten Analyse 2008 jeweils verdoppelt.

Immer mehr Unternehmen legen Rechenschaft über ihr  nachhaltiges Wirtschaften ab. So veröffentlichen bereits 95 Prozent der 250 größten Unternehmen der Welt regelmäßig einen Nachhaltigkeitsbericht; Continue reading

Studie: Corporate Governance – Herausforderung für Banken

79 Prozent der Kreditinstitute bewerten die Einhaltung gesetzlicher und selbstverpflichtender Vorschriften (Corporate Governance) als bedeutende Managementdisziplin für das eigene Institut. Als wichtigste Gründe werden neben dem Schutz eigener Mitarbeiter (87 Prozent), die Risikominimierung (83 Prozent) und der Reputationsschutz (83 Prozent) genannt. In der praktischen Umsetzung zeigt sich jedoch noch Verbesserungspotenzial. So wird die Compliance-Lagebewertung künftig noch fundierter sein müssen als heute üblich. Das ist das Ergebnis des Managementkompass Corporate Governance von Steria Mummert Consulting.

79 Prozent der Kreditinstitute bewerten die Einhaltung gesetzlicher und selbstverpflichtender Vorschriften (Corporate Governance) als bedeutende Managementdisziplin für das eigene Institut. Continue reading

EU-Grünbuch zur Unternehmensführung blendet deutsches Modell aus

Die EU-Kommission diskutiert über gute Unternehmensführung. Allerdings einseitig. Referenzmodell ist das angelsächsische System der Unternehmensorganisation. Das deutsche Modell – klare Trennung von operativem Geschäft und Unternehmenskontrolle, Arbeitnehmermitbestimmung in den Aufsichtsräten großer Unternehmen – kommt kaum vor.

Die EU-Kommission diskutiert über gute Unternehmensführung. Allerdings einseitig. Referenzmodell ist das angelsächsische System der Unternehmensorganisation. Das deutsche Modell – klare Trennung von operativem Geschäft und Unternehmenskontrolle, Arbeitnehmermitbestimmung in den Aufsichtsräten großer Unternehmen – kommt kaum vor. Continue reading

Terminhinweis: Neue Bilanzregeln für Konzerne?

Eine optimale Unternehmensführung und -überwachung ist ausschlaggebend für den Erfolg. „Corporate Governance und Risikokultur sind Kernelemente der Krisenverhütung“, erklärt Daniela Weber-Rey, Partnerin der Anwaltssozietät Clifford Chance und Mitglied der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance-Kodex. Weber-Rey spricht in ihrem Vortag auf der 12. Handelsblatt Jahrestagung „Konzernrechnungswesen 2011″ (14. und 15. September 2011, Düsseldorf) über Corporate Governance und diskutiert mit Prof. Dr. Klaus-Peter Naumann (Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland) sowie Alexandra Thein (Mitglied des Europäischen Parlaments) über die Auswirkungen der beiden Grünbücher.

Eine optimale Unternehmensführung und -überwachung ist ausschlaggebend für den Erfolg. „Corporate Governance und Risikokultur Continue reading

Die Bedeutung der Überwachung privilegierter IT-User steigt

Im Allgemeinen dienen Compliance-Maßnahmen dazu, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. In dem White Paper „Compliance is More Than Just Cost: Creating Value Beyond Compliance“ unterstreicht nun das ITK-Marktforschungsunternehmen IDC, dass Compliance-Maßnahmen Unternehmen auch dabei helfen können, Vertrauen aufzubauen und damit einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Vor allem wenn Monitoring-Maßnahmen auch privilegierte und “Super-User” (Admins) von IT-Systemen betreffen. Gesponsert wurde das White Paper vom Security-Spezialisten BalaBit.

Im Allgemeinen dienen Compliance-Maßnahmen dazu, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. In dem White Paper „Compliance is More Than Just Cost: Creating Value Beyond Compliance“ Continue reading

Software soll Unternehmen bei Compliance-Anforderungen helfen

Mitratech, Anbieter von CA-Anwendungen (Collaborative Accountability, kollaborative Verantwortung), welche das Rechtsfallmanagement, die elektronische Rechnungsstellung und die Automatisierung des GRC-Managements umfassen, gab die Eröffnung einer neuen Geschäftsstelle in London, England, bekannt. Das neue Londoner Büro wird europäischen Unternehmen helfen, ihren Ansatz für das Management rechtlicher, regulatorischer, betrieblicher und die Reputation bedrohender Risiken mithilfe einer vollständig integrierten Strategieplattform zu verstärken.

Mitratech, Anbieter von CA-Anwendungen (Collaborative Accountability, kollaborative Verantwortung), Continue reading

Studie: Wie akzeptiert ist der Deutschen Corporate Governance Kodex?

Analyse der Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Analysiert werden:

-das Verhalten von DAX- und MDAX-Unternehmen bezüglich. einzelner Empfehlungen,

– relevante Unterschiede in den Entsprechensquoten hinsichtlich verschiedener Unternehmenseigenschaften, wie Unternehmensgröße und Eigentümerstruktur,

– die von den Gesellschaften gegebenen Erläuterungen für Kodexabweichungen,

– die Reaktionszeiten der Gesellschaften auf die neueste Version des Kodex von 2010.

Bei den Entsprechensquoten erfüllen laut Studie die DAX-Gesellschaften 97 Prozent der „Soll-Empfehlungen“ des DCGK (MDAX: 96 Prozent). Eine Reihe von Unternehmen zeigt Entsprechensquoten von 100 Prozent; es gibt jedoch auch Gesellschaften mit deutlich weni¬ger als 90 Prozent. Abweichungen zeigen sich insbesondere in den Kapiteln 4 („Vorstand“) und 5 („Aufsichtsrat“). Die Kodexziffer 5.4.1 (Zusammensetzung des Aufsichtsrats) weist die höchste Abweichungsquote für DAX-Unternehmen auf. Ziffer 5.4.6 (Struktur und individuelle Veröffentlichung der Aufsichtsratsvergütung) zeigt die höchste Abweichungsquote für MDAX-Unternehmen.

Zwischen den beiden großen Indizes lassen sich zunehmend geringere Unterschiede erkennen. Unternehmen in Streubesitz weisen höhere Entsprechensgrade auf.

Nur wenige Unternehmen lehnen wesentliche Teile der „Soll-Empfehlungen“ ab. Abgelehnt werden insbesondere Empfehlungen zum Selbstbehalt bei der D + O-Versicherung des Aufsichtsrats, zur Vorstandsvergütung und zur Aufsichtsratszusammensetzung. Ein Großteil der Gesellschaften plant allerdings, die in 2010 nicht erfüllten Kodexempfehlungen zukünftig umzusetzen. Damit ist –  vorbehaltlich sanfter Anpassungen des Kodex in 2011 – mit steigenden Entsprechensgraden zu rechnen.

Die Reaktionszeit auf die Neuerungen im DCGK in 2010 ist eher lang: Eine aktualisierte Entsprechenserklärung erfolgt vom Großteil der Unternehmen erst nach mehr als sechs Monaten; eine Reihe von Unternehmen hat auch nach neun Monaten noch keine Anpassung vorgenommen.

Herausgeber:  Univ.-Prof. Dr. Marc Steffen Rapp und Univ.-Prof. Dr. Michael Wolff

Mehr Infos unter www.hhl.de/ccg

Analyse der Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Continue reading

Kodizes für Corporate Governance verstoßen teilweise gegen Gesetz

Mit Public Corporate Governance Kodizes (PCGKs) sollen öffentliche Unternehmen auf Grundsätze guter Unternehmensführung verpflichtet werden. Der Bund sowie einzelne Länder und Kommunen haben seit 2009 mehrere PCGK-Regelwerke für Unternehmen beschlossen, die vollständig oder mehrheitlich der öffentlichen Hand gehören und überwiegend Aufgaben der Daseinsvorsorge wahrnehmen.

Mit Public Corporate Governance Kodizes (PCGKs) sollen öffentliche Unternehmen auf Grundsätze guter Unternehmensführung verpflichtet werden. Der Bund sowie einzelne Länder und Kommunen haben seit 2009 mehrere PCGK-Regelwerke für Unternehmen beschlossen, die vollständig oder mehrheitlich der öffentlichen Hand gehören und überwiegend Aufgaben der Daseinsvorsorge wahrnehmen. Continue reading