Schlagwort-Archiv: Coporate Governance

Forderung: Bundesregierung muss mehr Verantwortung im Internet übernehmen

 

Im Rahmen einer öffentlichen Anhörung zum Thema Internet Governance unterstrich der Vorstandsvorsitzende von eco, dem Verband der Deutschen Internetwirtschaft, Professor Michael Rotert, im Ausschuss „Digitale Agenda“ im Deutschen Bundestag besonders die folgenden drei Punkte:

1. Bundesregierung und EU müssen mehr Verantwortung für Internet Governance übernehmen.

„Durch die Ankündigung der USA, ihre Aufsichtsfunktion über die wichtige Internet Assigned Numbers Authority (IANA) aufgeben zu wollen, ergibt sich neuer Gestaltungsspielraum in der Internet Governance, den sowohl die Bundesregierung als auch die Europäische Union nutzen sollte.

Deutschland und Europa haben nun die Möglichkeit, aber auch die Verantwortung, künftig eine stärkere Rolle in der Internet Governance zu übernehmen. Die Bundesregierung sollte daher ihr Engagement auf internationaler Ebene ausbauen und die bisherigen Aktivitäten bei den relevanten Organisationen und Standardisierungsgremien fortführen und intensivieren. Das Engagement der Bundesregierung sollte sich dabei auch auf Fragen der zukünftigen Gestaltung des Internet, zur Vergabe neuer Top Level Domains und zur technischen Weiterentwicklung des Internet erstrecken.“

2. Multi Stakeholder Dialog muss ausgebaut und gestärkt werden.

„eco setzt sich bereits seit Jahren für eine Stärkung des Multistakeholder Dialogs zur Internet Governance ein und ist überzeugt, dass dieses Modell die beste Variante zur Entwicklung eines nachhaltigen und von breiter gesellschaftlicher Akzeptanz getragenen Internet Governance Systems ist. Die alleinige und ausschließliche Kontrolle der Internetverwaltung durch nationale Regierungen oder zwischenstaatliche Organisationen ist keine Alternative. Der Multi Stakeholder Ansatz muss daher ausgebaut und gestärkt werden. Dies setzt eine aktive Beteiligung und Partizipation aller Interessengruppen an dem Dialog über die zukünftige Ausgestaltung der Internet-Governance voraus.

3. Segmentierung gefährdet Funktionsweise des Internet

„Mit Besorgnis hat eco die in letzter Zeit abzeichnenden zunehmenden Tendenzen und Bestrebungen zur Etablierung neuer regionaler und nationaler Governance-Strukturen, die zu einer Segmentierung und Zersplitterung des Internet führen könnten, wahrgenommen. Die freie und offene sowie dezentrale Struktur des Internet ist eine Grundvoraussetzung für die gleichberechtigte, chancengleiche und demokratische Partizipation und Teilhabe Aller. Eine Segmentierung und Zersplitterung des Internet durch Aufgabe des any-to-any Prinzips würde nicht nur der globalen Struktur widersprechen, sondern könnte die weltweite Erreichbarkeit und Interoperabilität der Netzwerke, die technische, organisatorische, wettbewerbliche und wirtschaftliche Funktionsfähigkeit des Internet gefährden, sowie sich auch negativ auf seine Innovationsfähigkeit, den Wettbewerb, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und die Vielfalt auswirken.“

 

Der gesamte Fragenkatalog zur Anhörung und die entsprechende eco Stellungnahme ist online verfügbar.

 

Computer-Forensik: Analysen helfen als Waffe gegen Betrug, Bestechung und Korruption

Big-Data-Analysen werden immer wichtiger, um Schwachstellen in den Unternehmen systematisch aufzudecken und zu beseitigen: 74 Prozent der Firmen trauen den neuen Big-Data-Technologien eine Schlüsselrolle bei der Betrugsbekämpfung und -aufdeckung zu, ergab eine aktuelle EY-Studie. Trotz des Wissens um das Potenzial von Big Data verfügen bislang nur sieben Prozent der Unternehmen über geeignete Werkzeuge zur Auswertung von großen Datensätzen.

Und lediglich zwei Prozent nutzen bereits forensische Datenanalyseverfahren (FDA), um sicherheitsrelevante Informationen zu erfassen. Das hat die Studie „Big risks require big data thinking. Global Forensic Data Analytics Survey 2014” der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) ergeben. Dazu hat EY weltweit mehr als 450 Führungskräfte aus elf Ländern befragt.

„Das Thema Big Data gewinnt zunehmend an Bedeutung. Denn durch die Analyse großer Datenmengen können Organisationen Schwachstellen im System aufdecken und Sicherheitslücken schließen. Einige verwenden zwar schon FDA-Programme, doch die Mehrheit der Unternehmen nutzt deren Möglichkeiten der Compliance-Optimierung noch nicht. Bei der Entwicklung und Implementierung von FDA-Programmen müssen die Firmen vor allem darauf achten, dass sie von Anfang an ein multidisziplinäres Team aus Fachleuten mit den vielfältigen Kompetenzen bilden, die für die Durchführung forensischer Datenanalysen notwendig sind. Ganz wichtig ist, dass die FDA-Werkzeuge stets auf dem neusten Stand gehalten werden, um mit dem digitalen Wandel und den technischen Entwicklungen Schritt zu halten“, sagt Bodo Meseke, verantwortlicher Director für Forensische Datenanalyse.

Unternehmen erkennen die Vorteile von Big-Data-Analysen

Neue rechtliche Regelungen gegen Bestechung und Korruption fördern die Entwicklung effektiver Compliance-Programme: Für 87 Prozent der befragten Führungskräfte sind die aktuellen Compliance-Anforderungen ein gewichtiger Anlass, um FDA-Programme in ihrem Unternehmen zu etablieren und zu verwenden.

Drei Viertel der Unternehmen, die bereits solche modernen Analyse-Werkzeuge nutzen, tun dies, um Vermögensschädigungen aufzudecken oder Korruptions- und Bestechungsrisiken wirksam einzudämmen. Neue Möglichkeiten zur besseren Aufdeckung von Geldwäsche hat hingegen nur für ein Drittel der Firmen eine große Bedeutung, ergab die EY-Studie.

Forensische Datenanalysen machen Kontrollsysteme effektiver

Forensische Datenanalyseverfahren eröffnen neue Möglichkeiten, um sicherheitsrelevante Schwachstellen und Betrug in der Organisation aufzudecken: Neun von zehn Unternehmen geben an, dass eine verbesserte Risikobewertung der Hauptnutzen einer umfangreichen Datenanalyse ist. Genauso wichtig ist für sie der Vorteil, fehlerhafte Prozesse und Schwachstellen im Unternehmen aufzudecken, die ansonsten verborgen blieben.

„Eine systematische Auswertung großer Datenmengen ist für viele Stakeholder eines Unternehmens von Vorteil: Am meisten profitiert die interne Revision von diesen Analysen. Zu den weiteren Nutznießern gehören Mitglieder der Geschäftsleitung, des Vorstands und des Verwaltungsrats. Diese Organe teilen sich auch die Verantwortung für die Verwendung von FDA-Programmen“, sagt Bodo Meseke von EY.

Nur wenige Unternehmen setzen FDA-Programme wirksam ein

Bei der praktischen Anwendung neuer Instrumente zur Datenanalyse haben viele Organisationen noch großen Nachholbedarf: Während 69 Prozent der Firmen mit der Effizienz ihrer Anti-Betrugs-Software zufrieden sind, stimmen fast genauso viele zu, dass sie mehr tun müssen, um ihre derzeitigen Datenschutz-Programme weiter zu optimieren. Ebenfalls ausbaufähig ist aus Sicht der befragten Unternehmen das Bewusstsein der Führungsebene über die Vorteile der forensischen Datenanalyse.

„Die Anzahl der Datensätze, mit denen Unternehmen arbeiten, ist noch relativ gering. Dadurch versäumen sie wichtige Möglichkeiten, um schädlichen Fehlentwicklungen in der Organisation vorzubeugen und diese zu bekämpfen. Die Ursache für den großen Nachholbedarf in vielen Firmen: Sie nutzen ungeeignete oder veraltete FDA-Programme und können die vielfältigen Potenziale von Big Data deshalb nur unzureichend nutzen“, sagt Bodo Meseke von EY.

Mehr Ethik für Journalisten: Österreichs Medien entdecken Compliance

Mag. Klaus Putzer schreibt in „Compliance Praxis, dass die drei österreichischen Tageszeitungen „Der Standard“, „Die Presse“ und „Wirtschaftsblatt“ am 14. Juni 2013 mit einer gemeinsamen Compliance-Initiative an die Öffentlichkeit getreten sind. Im Internet wurden jeweils „Leitlinien“ (Standard) bzw. „Verhaltensregeln“ (Presse) veröffentlicht. Man wolle „in Sachen Ethik ein Signal an die Branche setzen“. … mehr … http://tinyurl.com/lcd2aag

Ein Einblick in Security Awareness – so können Mitarbeiter und Betriebsklima in Punkto Sicherheit beitragen

Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services, eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.

 

 

 

Im Prinzip ist das Thema ja nicht neu – Berichte über Industriespionage oder Wettbewerbsausspähung geistern bereits seit Längerem durch die Fach- und Publikumspresse. Auch der Verfassungsschutz auf Länderebene – etwa in NRW oder Baden-Württemberg – klärt bereits seit Jahren Unternehmen darüber auf, dass bestimmte Nationen gesetzlich verankert haben, wie der Fortschritt im eigenen Land vorangetrieben werden soll; beispielhaft sei hier das Gesetz der russischen Föderation genannt, das in Artikel 5 dies genau festlegt: „durch Beschaffung von wirtschaftlichen und wissenschaftlich-technischen Informationen durch die Organe der Auslandsaufklärung“. Doch richtig wachgerüttelt wurden Bürger und Unternehmen in Deutschland erst kürzlich durch den NSA-Vorfall. Mit einem Mal wird offensichtlich, wie leicht andere Staaten unbefugt an Know-how gelangen.

Dieses Wissen stellt insbesondere Unternehmen vor die Frage: Was ist zu tun? Security Awareness könnte hier die mögliche Antwort sein. Das heißt mit anderen Worten: alle Mitarbeiter in den Unternehmen werden dahingehend geschult, Sicherheitsgefahren besser zu erkennen und entsprechend reagieren zu können. Hierfür ist die Sensibilisierung aller Mitarbeiter notwendig, die idealerweise auf verschiedenen Ebenen stattfinden sollte. Denn Angriffe können ebenso mit technischen Maßnahmen als auch im zwischenmenschlichen Bereich stattfinden.

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Transparenzinitiative: GSK veröffentlicht alle Zuwendungen an Patientenorganisationen

GlaxoSmithKline (GSK) hat nunmehr im siebten Jahr auf seinen Internetseiten sämtliche Zuwendungen aus dem Vorjahr an Patientenorganisationen veröffentlicht. Im Jahr 2012 wurden insgesamt 36 Organisationen mit einer Gesamtsumme von rund 100.000 Euro unterstützt.

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The Role of Ethics in Data Governance

Security and privacy have always been at the core of data governance. Typically, company policies, processes, and procedures have been designed to comply with these regulations to avoid fines and in some cases jail time. Very internally focused.   However, companies now operate in a more external and connected fashion than ever before. Let’s consider this. Two stories in the news have recently exposed an aspect of data governance that muddies the water on our definition of data ownership and responsibility. After the tragedy at Sandy Hook Elementary School, the Journal News combined gun owner data with a map and released it to the public causing speculation and outcry that it provided criminals information to get the guns and put owners at risk. A more recent posting of a similar nature, an MIT graduate student creates an interactive map that lets you find individuals across the US and Canada to help people feel a part of something bigger. My first reaction was to think this was a better stalker tool than social media. Why is this game changing for data governance and why should you care? It begs us to ask, even if a regulation is not hanging over our head, what is the ethical use of data and what is the responsibility of businesses to use this data? …read more….www.information-management.com/blogs/the-role-of-ethics-in-data-governance-10023863-1.html

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Independent Research in Responsible Investment Survey 2012 Independent Research in Responsible Investment Survey 2012

Die IRRI-Studie hat zum Ziel, die Standards bei der Erbringung und  Nutzung von Researchinformationen in den Bereichen nachhaltige und verantwortungsbewusste Investments sowie Corporate Governance zu bewerten. Die Studie wird jährlich von den Gesellschaften Thomson Reuters Extel und SRI-Connect  durchgeführt.

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Buchtipp: Die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens

Ein Sammelband über Hintergründe, Schwerpunkte und Zukunftsperspektiven: Krombacher lässt seine Biertrinker den Regenwald retten, McDonalds macht sein neues Logo grün. Solche medienwirksame Maßnahmen sollen Konzerne in der Öffentlichkeit in ein besseres Licht rücken. Corporate Social Responsibility (CSR),

Ein Sammelband über Hintergründe, Schwerpunkte und Zukunftsperspektiven: Krombacher lässt seine Biertrinker den Regenwald retten, McDonalds macht sein neues Logo grün. Solche medienwirksame Maßnahmen sollen Konzerne in der Öffentlichkeit in ein besseres Licht rücken. Corporate Social Responsibility (CSR), Continue reading

Experten-Vereinigung hilft bei der Umsetzung des Corporate-Governance-Kodex

Nicht zuletzt der Corporate-Governance-Kodex schreibt Aufsichtsräten klar umrissene Aufgaben vor, durch das Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Unternehmen gefordert, einen Finanzexperten in ihren Reihen zu haben. Und im Mittelstand finden sich zunehmend fachkundige Beiräte, selbst wenn die Unternehmen ein solches Organ oft nicht zwangläufig benötigen.

Nicht zuletzt der Corporate-Governance-Kodex schreibt Aufsichtsräten klar umrissene Aufgaben vor, durch das Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) sind kapitalmarktorientierte Unternehmen gefordert, einen Finanzexperten in ihren Reihen zu haben. Und im Mittelstand finden sich zunehmend fachkundige Beiräte, selbst wenn die Unternehmen ein solches Organ oft nicht zwangläufig benötigen. Continue reading

Uni Witten/Herdecke: Neuer Studienschwerpunkt „Sustainability“

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Uni Witten/Herdecke bietet ihren Bachelor-Studierenden ab dem kommenden Wintersemester einen Studienschwerpunkt „Sustainability“ an. Die Themen reichen von Umweltökonomie und -management über Entwicklungsökonomik und internationale politische Ökonomie bis zu Corporate Social Responsibility Continue reading

Neue Studie zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Der Deutsche Corporate Governance Kodex ist kein betriebswirtschaftliches Allheilmittel. Dies ist ein Ergebnis der jetzt veröffentlichten sogenannten „Boardroom-Studie 2012“, einer der bisher umfassendsten empirischen Studien zur Corporate Governance in 110 deutschen börsennotierten Unternehmen, die Prof. Dr. Till Talaulicar von der Universität Erfurt im Auftrag der Personalberatung „Heads!“ untersucht hat. Die Studie zeigt: Viele weit geteilte Mutmaßungen zur Corporate Governance in deutschen Unternehmen lassen sich empirisch nicht bestätigen. Zwar erfährt der Deutsche Corporate Governance Kodex in den Unternehmen insgesamt eine sehr positive Resonanz. Im Rahmen der Untersuchung konnte jedoch kein positiver Zusammenhang zwischen der Zahl der befolgten Kodex-Empfehlungen und dem Unternehmenserfolg festgestellt werden. Es sei folglich unangebracht, vom erklärten Grad der Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex auf die Güte der Corporate Governance eines Unternehmens zu schließen.

Weitere Ergebnisse der Studie: Die Besetzung von Aufsichtsratsposten mit Frauen schreitet voran. 40 Prozent der im ersten Halbjahr 2011 neu bestellten Anteilseignervertreter seien Frauen. Dies belege die hohe Akzeptanz für die auch vom Kodex befürwortete Frauenförderung in Aufsichtsräten, erklärt Studienleiter Professor Talaulicar, der an der Universität Erfurt die Professur für Organisation und Management innehat. Im Übrigen sei, wie die Studie weiter zeige, auch die Besetzung des Aufsichtsratsvorsitzes durch ein ehemaliges Vorstandsmitglied nicht zwingend abträglich für die Performance des Unternehmens.

Talaulicar: „Die Diskussion um die Corporate Governance in deutschen Unternehmen war bisher von vielen Mutmaßungen geprägt. Nicht wenige der einschlägigen Standards zur Corporate Governance basieren auf empirisch kaum untersuchten Wirkungsbeziehungen, sondern folgen in erster Linie mehr oder weniger zwingenden Plausibilitätsüberlegungen. Mit der ‚Boardroom-Studie‘ gibt es nun eine solide Basis für die weitere Diskussion“.

Hintergrund

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ist ein von einer Regierungskommission der Bundesrepublik Deutschland erarbeitetes Regelwerk, das vor allem Vorschläge enthält, was eine gute Unternehmensführung ausmacht. Das Thema angemessene Unternehmensführung hat seit den 1990er-Jahren an Bedeutung gewonnen. Auch die Bundesregierung hat sich deshalb damit befasst und verschiedene Corporate-Governance-Gesetze verabschiedet. Im Mai 2000 hat die Bundesregierung eine Regierungskommission „Corporate Governance – Unternehmensführung − Unternehmenskontrolle − Modernisierung des Aktienrechts“ eingesetzt, die unter anderem empfohlen hat, einen „Code of Best Practice“ für deutsche Unternehmen zu entwickeln. Dafür wurde vom Bundesministerium der Justiz 2001 die „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gebildet. Es handelt sich um eine Selbstregulierungsmaßnahme der Wirtschaft. Die Kommission wird von der Wirtschaft selbst finanziert und ist unabhängig in ihren Entscheidungen.

Mehr Informationen bei Prof. Dr. Till Talaulicar, till.talaulicar(at)uni-erfurt.de

Der Deutsche Corporate Governance Kodex ist kein betriebswirtschaftliches Allheilmittel. Dies ist ein Ergebnis der jetzt veröffentlichten sogenannten „Boardroom-Studie 2012“, einer der bisher umfassendsten empirischen Studien zur Corporate Governance in 110 deutschen börsennotierten Unternehmen, die Prof. Dr. Till Talaulicar von der Universität Erfurt im Auftrag der Personalberatung „Heads!“ untersucht hat. Continue reading

Marlehn Thieme: Neue Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates

Marlehn Thieme ist neue Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Die Direktorin im Bereich CSR der Deutschen Bank ist Nachfolgerin von Hans-Peter Repnik, der dieses Amt kürzlich aus gesundheitlichen Gründen niederlegen musste. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Ratsmitglieder Olaf Tschimpke, den Präsidenten des Naturschutzbund Deutschland (NABU).

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Corporate Governance: Top-Thema für 2012

Die Frage nach der angemessenen Vergütung von professionellen Aufsichtsräten war Gegenstand der ThinkTank Veranstaltung von GermanBoardRoom zum Jahresauftakt 2012. Im Mittelpunkt des Dialogs stand die Frage, wie professionelle Arbeit im Aufsichtsrat zu vergüten sei. Analysiert und verglichen wurden die Vergütungsstrukturen im DAX30/ M-DAX Bereich mit dem S-DAX und dem nicht-börsennotierten Bereich. Während die Spitze im DAX30 bei ca. EUR 600.000 im Jahr liegt, erhalten Aufsichtsräte im S-DAX durchschnittlich nur 1/10 hiervon.

Die Frage nach der angemessenen Vergütung von professionellen Aufsichtsräten war Gegenstand der ThinkTank Veranstaltung von GermanBoardRoom zum Jahresauftakt 2012. 

Im Mittelpunkt des Dialogs stand die Frage, wie professionelle Arbeit im Aufsichtsrat zu vergüten sei. Analysiert und verglichen wurden die Vergütungsstrukturen im DAX30/ M-DAX Bereich mit dem S-DAX und dem nicht-börsennotierten Bereich. Während die Spitze im DAX30 bei ca. EUR 600.000 im Jahr liegt, erhalten Aufsichtsräte im S-DAX durchschnittlich nur 1/10 hiervon. Im nicht börsennotierten Bereich geben sich Aufsichtsräte auch schon mal mit einer Vergütung von EUR 5.000 im Jahr zufrieden. Und das ist nicht die Ausnahme, sondern eher schon die Regel. Wie bei dieser Vergütung ein eigenes fachliches BackOffice und regelmäßige Weiterbildung zu finanzieren ist, war den Teilnehmern der Runde schleierhaft. “Ein Aufsichtsrat, der – ungeachtet seiner wirtschaftlichen Unabhängigkeit – sein Wissen, Können und seine Erfahrung für ein Butterbrot zur Verfügung stellt, handelt nicht seriös und ist angreifbar”, spitzt Peter H. Dehnen, Geschäftsführender Gesellschafter von GermanBoardRoom und Moderator der ThinkTank -Runde, das Thema zu.

Aufgaben und Leistung als Bemessungsgrundlage für die Vergütung

Das Aufsichtsrats- und Beiratsmandat ist schon längst keine Frage der Ehre oder der Ge-fälligkeit mehr, sondern harte Arbeit mit hoher Verantwortung und hohem persönlichen Risiko. Mit der vom Aktiengesetz vorgegebenen Mindestzahl von vier Sitzungen im Jahr kommt heutzutage kein Aufsichtsrat mehr aus, wenn er seiner Pflicht zur Überwachung der Geschäftsführung gerecht werden will. Und ohne ein eigenes fachliches BackOffice, das die Professionalität und die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats unterstreicht, geht es nach übereinstimmender Meinung aller Teilnehmer heute nicht mehr. Aufsichtsräte, die ihr Mandat ernst nehmen, sind regelmäßig “am Ball”, informieren sich und diskutieren mit anderen Aufsichtsratsmitgliedern. Regelmäßige Telefonkonferenzen des Aufsichtsrates – neben den regulären 4-6 Sitzungen im Jahr – sind heute Standard.

Rechnet man alle diese Stunden zusammen und multipliziert diese mit einem marktüblichen Stundensatz für qualifizierte Know-How-Träger, zählt die Kosten für Weiterbildung und für das eigene fachliche BackOffice dazu, dann kommt man auf einen angemessenen Betrag. Die fixen Kosten relativieren sich bei mehreren Mandaten, die ein professioneller Aufsichtsrat durchaus leisten kann, wenn er die Tätigkeit als Aufsichtsrat als Hauptberuf ausübt. Natürlich ist der Größe, der Komplexität und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung zu tragen. Deswegen gibt es auch nicht ein Standard-Vergütungsmodell für Aufsichtsräte, sondern nur Standard-Bausteine, die maßgeschneidert für das jeweilige Unternehmen angepasst werden müssen.

Angemessene Aufsichtsratsvergütung als Hauptversammlungsthema

Die Entscheidung über die Angemessenheit und das richtige Modell der Aufsichtsratsvergütung liegt bei den Aktionären, d.h., bei der Hauptversammlung. Der Dialog zwischen Aktionären und Aufsichtsräten kommt jetzt langsam in Gang. Christoph Hirt, Director bei HERMES London, resümiert: ” Wir sind für den Dialog offen. Wir haben noch keinen Aufsichtsrat mit einem schlüssigen Vergütungsmodell unverrichteter Dinge weggeschickt”. Alle Teilnehmer des ThinkTanks waren sich einig: Den Dialog beginnen muss der Aufsichtsrat und die öffentliche Meinung muss “mitgenommen” werden, indem Aufsichtsräte über ihre tatsächliche Arbeitsbelastung mehr Transparenz herstellen. Das Thema gehört auf die Agenda der nächsten Hauptversammlung – zusammen mit der Frage nach der richtigen, d.h., professionellen Besetzung des Aufsichtsratsgremiums.

 GermanBoardRoom ist ein Full-Service Dienstleister für professionelle Aufsichtsräte mit Sitz in Düsseldorf, Aktivitäten im ganzen Bundesgebiet und internationalem Netzwerk. Die monatliche ThinkTank Veranstaltung ist neben den GBR.BoardLunch und GBR.NetWorking – Treffen die Plattform für professionelle Aufsichtsräte. Teilnahme nur für GBR.Member und GBR.Associates und deren Gäste.

 Info:  http://www.germanboardroom.de

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Anpassung des Österreichischen Corporate Governance Kodex

Aufgrund nationaler und internationaler Entwicklungen hat der Österreichische Arbeitskreis für Corporate Governance unter Vorsitz des Kapitalmarktbeauftragten Dr. Richard Schenz Änderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex beschlossen. Die geänderten C- und R-Regeln des Kodex gelten für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2011 beginnen. Die Änderungen können auf der Website des Arbeitskreises www.corporate-governance.at heruntergeladen werden. Schwerpunkte dieser Kodexrevision sind die Weiterentwicklung der Diversitätsregel sowie neue Regeln zur Verbesserung der Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Abschlussprüfer.

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Initiative Corporate Governance erweitert Vorstand

Die Initiative Corporate Governance (ICG) hat auf ihrer Mitgliederversammlung den Vorstand erweitert. Neu gewählt wurden Dr. Hans Volkert Volckens, Vorstandsmitglied bei der IVG, und Jörn Stobbe, Partner bei der Rechtsanwaltskanzlei Clifford Chance. Wiedergewählt wurde Dr. Wulf Meinel, Managing Director bei Carlyle Deutschland, in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der ICG. Die Erweiterung erfolgte perspektivisch, da die Vorstände Dr. Jürgen Hübner sowie Prof. Karl-Werner Schulte angekündigt hatten, aus Altersgründen nach ihrer derzeitigen Amtsperiode nach der Mitgliederversammlung 2012 aus dem Vorstand auszuscheiden.

Der Vorstand im Überblick

Vorsitzende: Bärbel Schomberg (Schomberg & Co.)

Stellvertretende Vorsitzende: Werner Knips (Heidrick & Struggles), Dr. Wulf Meinel (Carlyle Deutschland)

Beisitzer: Dr. Jürgen Hübner (Latham Watkins), Prof. Karl-Werner Schulte (IREBS), Jörn Stobbe (Clifford Chance) und Hans Volkert Volckens (IVG)

Die Initiative Corporate Governance (ICG) hat auf ihrer Mitgliederversammlung den Vorstand erweitert. Neu gewählt wurden Dr. Hans Volkert Volckens, Vorstandsmitglied bei der IVG, und Jörn Stobbe, Partner bei der Rechtsanwaltskanzlei Clifford Chance. Wiedergewählt wurde Dr. Wulf Meinel, Managing Director bei Carlyle Deutschland, in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der ICG.

Die Erweiterung erfolgte perspektivisch, da die Vorstände Dr. Jürgen Hübner sowie Prof. Karl-Werner Schulte angekündigt hatten, aus Altersgründen nach ihrer derzeitigen Amtsperiode nach der Mitgliederversammlung 2012 aus dem Vorstand auszuscheiden.

Der Vorstand im Überblick:

Vorsitzende: Bärbel Schomberg (Schomberg & Co.)

Stellvertretende Vorsitzende: Werner Knips (Heidrick & Struggles), Dr. Wulf Meinel (Carlyle Deutschland)

Beisitzer: Dr. Jürgen Hübner (Latham Watkins), Prof. Karl-Werner Schulte (IREBS), Jörn Stobbe (Clifford Chance) und Hans Volkert Volckens (IVG)