Studie: „Baby-Boomer“ fühlen sich im Internet zu hause

AVG_BabyboomerDie Generation der „Baby-Boomer“ sieht sich technisch fit – mehr als drei Viertel (77 Prozent Deutschland, 76 Prozent weltweit) der über 50-Jährigen bezeichnen sich als durchschnittlichen Nutzer wenn es um Smartphone, Tablet und PC geht. Dies zeigt die aktuelle Studie von AVG, dem Online-Security-Anbieter für rund 188 Millionen aktive Nutzer.

Demnach sehen sich nur 15 Prozent der befragten Deutschen als Anfänger. 8 Prozent in Deutschland und weltweit bezeichnen sich sogar als Technologie-Experten. Im Rahmen der internationalen Studie befragte AVG fast 6.000 Menschen über 50 Jahren zu ihrer Gewohnheiten bei der Technologie-Nutzung. Die Umfrage ist Teil der fortlaufenden Digital Diaries Studien von AVG.

Laut AVG-Studie nutzen mehr als die Hälfte der über 50-Jährigen (Deutschland 55 Prozent, weltweit 53 Prozent) ein Smartphone und 62 Prozent (weltweit 67 Prozent) der Deutschen besitzen ein Handy. Dagegen verwenden immer noch über zwei Drittel der Befragten in Deutschland (67 Prozent, weltweit 68 Prozent) einen klassischen Desktop PC und fast drei Viertel (72 Prozent, weltweit 69 Prozent) einen Laptop. Was die Tablet-Nutzung angeht, sind deutsche Anwender über 50 deutlich konservativer: Mit nur 34 Prozent liegen sie deutlich im internationalen Vergleich (weltweit 43 Prozent) zurück.

Mit der Technik Schritt halten? Familie und Freunde fragen!

Nur vier Prozent der befragten Deutschen finden es schwierig oder unmöglich, sich über Technologie-Trends und die aktuelle IT auf dem Laufenden zu halten – dies sind weniger als die Hälfte der weltweit (neun Prozent) Befragten. Jeweils ein Drittel in Deutschland (30 Prozent) und weltweit (31 Prozent) finden dies dagegen einfach oder sehr einfach.

Um sich über die neuesten Geräte, Online-Dienste oder Apps auf dem Laufenden zu halten, wenden sich die über 50-Jährigen laut Studie an Familie und Freunde: Gut ein Drittel (35 Prozent Deutschland, 39 Prozent weltweit) fragen ihre Kinder, 13 Prozent ihre Enkel und der Großteil spricht mit Freunden (39 Prozent Deutschland, 44 Prozent weltweit).

Ähnlich viele informieren sich in Zeitungen und Magazinen (34 Prozent Deutschland, 35 Prozent weltweit) und immerhin noch rund ein Viertel wendet sich an das Unternehmen selbst, bei dem man kaufen möchte (21 Prozent Deutschland, 25 Prozent weltweit). Die Bedienungsanleitung zu lesen ist dagegen in Deutschland verpönt: Während weltweit 35 Prozent angaben, diese zu Rate zu ziehen, tun das in Deutschland nur 27 Prozent – damit ist Deutschland Schlusslicht.

Kunden über 50 fühlen sich von IT-Unternehmen falsch behandelt

Über zwei Fünftel der über 50-Jährigen findet, dass Technologie-Unternehmen sie nicht ernst nehmen und von oben herab behandeln. In Deutschland sind es mit 52 Prozent sogar mehr als die Hälfte und damit in der Umfrage fast die meisten. 43 Prozent der in Deutschland Befragten sind der Meinung, Technologie-Unternehmen behandelten sie als technisch unwissend oder als bräuchten sie besonders einfach zu bedienende Geräte.

Damit rangiert Deutschland im internationalen Vergleich auf dem letzten Platz: Weltweit empfinden dies über die Hälfte der Befragten (53 Prozent). Besonders in Deutschland fühlen sich Kunden über 50 von oben herab behandelt, wenn sie um Hilfe baten (Deutschland 51 Prozent, weltweit 39 Prozent).

 

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