Start der Kampagne „Misch dich ein – für ein #NetzohneHass“

netzohnehass_headerbild03Über 80 Organisationen und Einzelpersonen aus Friedensbewegung, Politik und Medienpädagogik rufen dazu auf, Hetze und Hassangriffen im Netz ab sofort mit Zivilcourage zu begegnen. Angegriffene Menschen sollen gestärkt und den Angreifenden gewaltfrei Grenzen gesetzt werden.

„Wir wollen das Internet wieder zu einem Ort der freien Rede machen“, erklärt Björn Kunter, Projektleiter bei LOVE-Storm – Gemeinsam gegen Hass im Netz. LOVE-Storm koordiniert die Kampagne gemeinsam mit dem Internetaktivisten Ali Can, der Berghof Foundation, den Internationalen Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), dem Courage Office und Liebe wen Du willst e.V.

Bis zum 15. November 2019 sollen tausende Menschen die Erklärung auf https://weact.campact.de/p/netzohnehass unterschreiben und sich verpflichten, Hass im Netz zukünftig mit Zivilcourage zu begegnen.

Über die Homepage www.netzohnehass.de erhalten alle Unterzeichnenden Tipps, Trainings und Unterstützung, damit sie im Ernstfall auch wirklich eingreifen.

„Nach dem Mord an Walter Lübcke, der monatelang (fast) unwidersprochen im Netz angefeindet wurde, können wir nicht einfach zur Tagesordnung zurückgehen“, sagt Björn Kunter. „Wir dürfen die Angegriffenen nicht länger alleine lassen.“

Drei von vier Menschen in Deutschland befürchten, dass die Vielfalt im Internet durch Hasskommentare eingeschränkt wird. Dieses Ergebnis einer repräsentativen Studie des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) zeigt: Das Problem ist erkannt. Doch in der konkreten Situation schauen noch zu viele weg, wenn sie Hassangriffe bemerken, anstelle sich einzumischen. So wird das Netz zur Echokammer, in dem sich Menschen, wie der mutmaßliche Mörder Walter Lübckes immer weiter radikalisieren.

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