Smart Home wird Realität: Die Erwartungen der Nutzer

(Bildquelle: Bluetooth SIG))

(Bildquelle: Bluetooth SIG))

Smart Home-Geräte werden innerhalb der kommenden fünf Jahre zum Massenphänomen – davon ist die Hälfte der befragten Verbraucher (gesamt: 46 Prozent – Deutschland: 48 Prozent) einer aktuellen Studie der Bluetooth Special Interest Group (SIG) überzeugt.

Die Studie basiert auf einer Online-Befragung unter Konsumenten in Deutschland, Großbritannien und den USA zum intelligenten Heim. Die Ergebnisse zeigen eine große Begeisterung für Smart Home-Implementierungen sowie deren Verbreitungspotential. Während nur 6 Prozent aller Befragten (Deutschland: 4 Prozent) glauben, dass die Ära des intelligenten Heims bereits begonnen hat, denken zwei Drittel, dass wir im nächsten Jahrzehnt in automatisierten Heimen leben werden (Deutschland: 69 Prozent). Das große Interesse der Konsumenten in solche Geräte wird verstärkt durch die hohen Erwartungen an Einfachheit und Kosteneffektivität.

Die Verbraucher haben aufgeführt, was ihrer Meinung nach Smart Home-Lösungen für eine allgemeine Verbreitung benötigen. An erster Stelle stehen bei mehr als der Hälfte eine einfache Bedienung (gesamt: 54 Prozent – Deutschland: 57 Prozent) sowie eine einfache Einrichtung des Geräts (gesamt: 41 Prozent –  Deutschland: 40 Prozent). Preis und Sicherheit wurden ebenfalls häufig genannt. 42 Prozent der Konsumenten glauben, dass sowohl Datensicherheit (Deutschland: 45 Prozent) als auch konkurrenzfähige Preise (Deutschland: 33 Prozent) Smart Home-Geräte deutlich attraktiver machen. Derzeit haben aber 67 Prozent der Verbraucher (Deutschland: 63 Prozent) Bedenken, dass einige Smart Home Devices ihre Daten angreifbar machen könnten.

„Die Studie belegt, dass die Nachfrage der Konsumenten nach Smart Home Devices existiert und dass sie Produkte möchten, die einfach funktionieren“, sagt Mark Powell, Executive Director der Bluetooth SIG. „Hersteller mit Smart Home-Produkten, die einfach, kostengünstig und sicher sind, werden die Gewinner in diesem Segment sein.”

In den vergangenen Jahren gab es einen enormen Hype um Geräte wie intelligente Waschmaschinen und Küchengeräte. Die Studie zeigt, dass sich dieser Hype noch nicht in echte Nachfrage der Verbraucher umgesetzt hat. Stattdessen sind die beliebtesten Geräte sehr komfortable Lösungen zur Kontrolle der Umgebung. Dazu gehören intelligente Heizungen/Thermostate (gesamt: 45 Prozent – Deutschland: 53 Prozent), intelligente Beleuchtung (gesamt: 34 Prozent – Deutschland: 42 Prozent) sowie intelligente Sicherheits- und Überwachungssysteme (gesamt: 33 Prozent – Deutschland: 31 Prozent).

Die Ergebnisse zeigen auch eine Vorliebe für Smart Home-Lösungen, die konkrete Vorteile bringen. Zum Beispiel sagen 66 Prozent der befragten Konsumenten, dass die Kontrolle der Heizung und Beleuchtung aus der Ferne ihnen beim Energiesparen helfen und die Stromrechnung senken könnte (Deutschland: 70 Prozent). 73 Prozent möchten Nachrichten auf ihrem Smartphone erhalten, wenn das Sicherheitssystem eine Bedrohung erkennt (Deutschland: 74 Prozent).

„Es ist deutlich zu erkennen, dass es einen Wunsch nach dieser Art von Lösungen gibt und dass ihre weite Verbreitung die Nutzung von allgemein verfügbaren Vernetzungstechnologien erfordert“, folgert Powell. „Wie wir bereits in anderen Bereichen gesehen haben, können Nischentechnologien einfach nicht die Einfachheit, Interoperabilität und Sicherheit bieten, die Konsumenten fordern.

Die Bluetooth Smart-Technologie ermöglicht dies mit einer enormen Installationsbasis in Smartphones, Tablets und PCs sowie einem einfachen Koppelungsprozess und AES-128-Bit-Verschlüsselung für höchste Sicherheit. Bluetooth ebnet bereits den Weg für Hersteller, die von Konsumenten gewünschten Produkte zu bieten. Diese Hersteller können auch darauf vertrauen, dass Bluetooth Smart eine Entwicklungsumgebung besitzt, die eine einfache Markteinführung dieser Produkte ermöglicht.“

Wichtige Ergebnisse im Überblick

6 Prozent glauben, dass Smart Home Devices bereits ein Massenphänomen sind, also die meisten Menschen ein solches Gerät besitzen oder dies als normal betrachten (Deutschland: 4 Prozent)

46 Prozent glauben, Smart Home Devices werden innerhalb der nächsten fünf Jahre zu einem Massenphänomen (Deutschland: 48 Prozent)

66 Prozent glauben, Smart Home Devices werden innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einem Massenphänomen (Deutschland: 69 Prozent)

Die wichtigsten Faktoren bei der Kaufentscheidung für ein Smart Home Device sind

Es sollte einfach zu nutzen sein – 54 Prozent (Deutschland: 57 Prozent)

Es sollte einen konkurrenzfähigen Preis haben – 42 Prozent (Deutschland: 33 Prozent)

Es sollte die Daten sicher halten – 42 Prozent (Deutschland: 45 Prozent)

Es sollte sich einfach installieren lassen – 41 Prozent (Deutschland: 40 Prozent)

Es sollte sich einfach und schnell mit einem Smartphone, Tablet oder PC verbinden lassen – 28 Prozent (Deutschland: 31 Prozent)

73 Prozent wären frustriert, wenn die Installation des Smart Home-Geräts zu lange dauert (Deutschland: 65 Prozent)

67 Prozent fürchten, dass einige Smart Home Devices die Daten nicht sicher halten könnten (Deutschland: 63 Prozent)

Folgende drei Gerätetypen finden Verbraucher am attraktivsten

Intelligente Heizungen/Thermostate – 45 Prozent (Deutschland: 53 Prozent)

Intelligente Leuchten/Glühbirnen – 34 Prozent (Deutschland: 42 Prozent)

Intelligente Sicherheits- und Überwachungsgeräte – 33 Prozent (Deutschland: 31 Prozent)

66 Prozent möchten gerne ihre Heimsysteme so programmieren können, dass diese automatisch Aktionen durchführen wie das Ausschalten von Licht, wenn sie aus dem Zimmer gehen, oder das Anschalten der Heizung, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen (Deutschland: 66 Prozent)

73 Prozent würden gerne Nachrichten auf ihrem Smartphone erhalten, wenn das Sicherheitssystem eine Bedrohung erkennt (Deutschland: 73 Prozent)

Die Studienergebnisse basieren auf einer Online-Umfrage von mehr als 4.000 Konsumenten aus Deutschland, Großbritannien und den USA im Januar 2015. Die Resultate für Deutschland basieren auf einer Online-Umfrage von 1.000 deutschen Verbrauchern im Januar 2015.

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