Saarbrücker Software schützt Smartphones vor ungewöhnlichen Datenzugriffen

Bei den vielen Apps, die sich heutzutage auf einem Smartphone tummeln, verliert man schnell den Überblick. Genau diesen behält eine neue Software, die Forscher von zwei Lehrstühlen der Universität Saarland zusammen mit einem IT-Unternehmen entwickelt haben. In einem automatischen Testverfahren wird zuerst erfasst, auf welche Daten eine Anwendung zugreift.

Diese Informationen gelten später als Grundlage für die Sicherheitskontrolle: Versucht das Programm andere Daten als üblich zu nutzen, schlägt die Software Alarm. Dafür wurde das Center for IT-Security, Privacy and Accountability (CISPA) mit dem bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2016 ausgezeichnet.

Andreas Zeller forscht als Professor für Softwaretechnik der Universität des Saarlandes.

Andreas Zeller forscht als Professor für Softwaretechnik der Universität des Saarlandes.

Andreas Zeller forscht als Professor für Softwaretechnik der Universität des Saarlandes am CISPA. Er kommentierte die Auszeichnung: „Wir sind stolz, ein ‚Ausgezeichneter Ort‘ im Land der Ideen zu sein, und freuen uns, mit unserem Projekt den Mehrwert gemeinschaftlichen Handelns herausstellen zu können.“

Für CISPA sei es die erste Auszeichnung dieser Art, so Zeller. Im Jahr 2011 richtete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) CISPA als eines von drei Kompetenzzentren für IT-Sicherheit ein. Inzwischen ist es zu einem Forschungsstandort mit internationaler Sichtbarkeit geworden. 33 Gruppen mit 210 Forschern arbeiten dort. Das BMBF unterstützt das Saarbrücker Kompetenzzentrum bereits in der zweiten Förderphase und finanziert es bis zum Jahr 2019 mit rund 16 Millionen Euro.

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank zeichnen im Rahmen des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2016 Ideen und Projekte aus, die die Potenziale von Nachbarschaft im Sinne von Gemeinschaft, Kooperation und Vernetzung nutzen und dadurch zur Bewältigung gegenwärtiger oder künftiger gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen.

Eine Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern wählte das Projekt gemeinsam mit einem fünfköpfigen Fachbeirat aus über 1.000 Bewerbungen aus. Am vergangenen Samstag überreichte Martin Zewe Ninja Marnau, Professor Andreas Zeller und dessem Doktoranden Konrad Jamrozik die Auszeichnung als „Ausgezeichneter Ort“ und betonte: „Boxmate zeigt eindrucksvoll, dass Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam ein Ziel erreichen können, wenn sie eng interdisziplinär zusammenarbeiten. Nicht nur hier im Saarland.“

 

 

 

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>