Retten Green IT und Green Services unsere Umwelt?

Die Bundesregierung hatte sich im November 2008 das Zielt gesetzt, den Energieverbrauch bis zum Jahr 2013 um 40 Prozent zu senken, den die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) verursacht. Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert deshalb innovative IKT-Projekte im Rahmen des Umweltinnovationsprogrammes (UIP). Schließlich rechne man mit einem CO2-Einsparpotential von mehr als 200 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2020.

Die Bundesregierung hatte sich im November 2008 das Zielt gesetzt, den Energieverbrauch bis zum Jahr 2013 um 40 Prozent zu senken, den die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) verursacht.

Bislang führte eine höhere Wirtschaftsleistung automatisch zu höherem Energieverbrauch – Ökologie und Ökonomie standen sich unversöhnlich gegenüber. Doch mittlerweile ließe sich der Energieverbrauch vom Wirtschaftswachstum entkoppeln, und die IKT-Industrie spiele bei diesem Paradigmenwechsel eine wichtige Rolle, bestätigt auch der Green-IT-Guide des Bundesverbands für Informationswirtschaft (Bitkom). Man müsse drei Dinge angehen: die Produkte energie- und materialeffizient gestalten und bei den Anwendern einen Bewusstseinswandel fördern, damit sie mit Geräten verantwortlich umgehen. Denn der Trend zur Digitalisierung der Gesellschaft wiege schwerer als die Energieeffizienz der Einzelgeräte. Häufig würden etwa Netzteile stundenlang in der Steckdose belassen, obwohl das Handy längst aufgeladen ist.

Unternehmen müssten sich zunächst Klarheit darüber verschaffen, wie hoch der Energieverbrauch in den einzelnen Bereichen tatsächlich ist, bevor sie ihn reduzieren können, erklärt Silvio Weeren, Unternehmensbeauftragter für Produkt- und Umweltschutz bei IBM, im Gespräch mit dem Online-Medium Business&IT. Administratoren könnten mittlerweile mit Tools den aktuellen Energieverbrauch einzelner Server und Servergruppen messen. „Erst danach können Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, wie zum Beispiel durch neue Server-Technologien, ergriffen werden“.

Auch so genannte Green-Services erfreuen sich in der Wirtschaft zunehmender Beliebtheit. Das Fraunhofer IAO Institut versteht darunter Dienstleistungen, die ökologisch und sozial nachhaltig sind. Im Reparaturservice etwa sei es etwa nicht immer der Königsweg, ein defektes Maschinenbauteil durch ein neues zu ersetzen, wie Robert Keller, Director Business Services bei Bizerba, erklärt: „Wir ersetzen oftmals defekte Komponenten durch reparierte Bauteile – der Kunde erhält dafür einen Preisnachlass und technisch stehen diese Teile neuen in nichts nach“. Das Unternehmen optimiere mit diesem Green-Service die Ökobilanz, wie Keller mit einem Rechenbeispiel verdeutlicht: „Nehmen wir an, das Unternehmen hat in den 90ern 100.000 Stück eines Waagentyps verkauft. Dann sind unterm Strich 180.000 Komponenten im Umlauf, die wir aufarbeiten und weiter verwenden können. Einfach gegen Neuteile ersetzt, hätte sich eine Elektroschrott-Kette von rund 40 Kilometern Länge ergeben.

Das Fraunhofer Institut befragte 81 Unternehmen in der aktuellen Studie „Green Services“ zum Thema. Etwas mehr als die Hälfte der technischen Dienstleister, 55 Prozent, bieten Green Services bereits an und setzen auf Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Ressourcenschonung. Die andere Hälfte teilt sich wiederum in zwei etwa gleich große Teile: 56 Prozent der technischen Dienstleister, die Green Services noch nicht anbieten, planen dies auch in Zukunft nicht zu tun.

Autor: Klartext Online, info@klartextonline.deDas Bundesumweltministerium (BMU) fördert deshalb innovative IKT-Projekte im Rahmen des Umweltinnovationsprogrammes (UIP). Schließlich rechne man mit einem CO2-Einsparpotential von mehr als 200 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2020.

Bislang führte eine höhere Wirtschaftsleistung automatisch zu höherem Energieverbrauch – Ökologie und Ökonomie standen sich unversöhnlich gegenüber. Doch mittlerweile ließe sich der Energieverbrauch vom Wirtschaftswachstum entkoppeln, und die IKT-Industrie spiele bei diesem Paradigmenwechsel eine wichtige Rolle, bestätigt auch der Green-IT-Guide des Bundesverbands für Informationswirtschaft (BITKOM). Man müsse drei Dinge angehen: die Produkte energie- und materialeffizient gestalten und bei den Anwendern einen Bewusstseinswandel fördern, damit sie mit Geräten verantwortlich umgehen. Denn der Trend zur Digitalisierung der Gesellschaft wiege schwerer als die Energieeffizienz der Einzelgeräte. Häufig würden etwa Netzteile stundenlang in der Steckdose belassen, obwohl das Handy längst aufgeladen ist.

Unternehmen müssten sich zunächst Klarheit darüber verschaffen, wie hoch der Energieverbrauch in den einzelnen Bereichen tatsächlich ist, bevor sie ihn reduzieren können, erklärt Silvio Weeren, Unternehmensbeauftragter für Produkt- und Umweltschutz bei IBM, im Gespräch mit dem Online-Medium Business&IT. Administratoren könnten mittlerweile mit Tools den aktuellen Energieverbrauch einzelner Server und Servergruppen messen. „Erst danach können Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, wie zum Beispiel durch neue Server-Technologien, ergriffen werden“.

Auch so genannte Green-Services erfreuen sich in der Wirtschaft zunehmender Beliebtheit. Das Fraunhofer IAO Institut versteht darunter Dienstleistungen, die ökologisch und sozial nachhaltig sind. Im Reparaturservice etwa sei es etwa nicht immer der Königsweg, ein defektes Maschinenbauteil durch ein neues zu ersetzen, wie Robert Keller, Director Business Services bei Bizerba, erklärt: „Wir ersetzen oftmals defekte Komponenten durch reparierte Bauteile – der Kunde erhält dafür einen Preisnachlass und technisch stehen diese Teile neuen in nichts nach“. Das Unternehmen optimiere mit diesem Green-Service die Ökobilanz, wie Keller mit einem Rechenbeispiel verdeutlicht: „Nehmen wir an, das Unternehmen hat in den 90ern 100.000 Stück eines Waagentyps verkauft. Dann sind unterm Strich 180.000 Komponenten im Umlauf, die wir aufarbeiten und weiter verwenden können. Einfach gegen Neuteile ersetzt, hätte sich eine Elektroschrott-Kette von rund 40 Kilometern Länge ergeben.

Das Fraunhofer Institut befragte 81 Unternehmen in der aktuellen Studie „Green Services“ zum Thema. Etwas mehr als die Hälfte der technischen Dienstleister, 55 Prozent, bieten Green Services bereits an und setzen auf Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Ressourcenschonung. Die andere Hälfte teilt sich wiederum in zwei etwa gleich große Teile: 56 Prozent der technischen Dienstleister, die Green Services noch nicht anbieten, planen dies auch in Zukunft nicht zu tun.

(Autor: Klartext Online, info@klartextonline.de)

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