„Offene“ Bildung schafft neue Impulse und Sicherheit

Wilhelminum_MünchenGerade in Deutschland ist Bildung eines der kritischen Themen sowohl in der Politik als auch in der Gesellschaft. Bildung, vor allem für Jung aber auch für Alt, ist das wichtigste Instrument, um eine ausgewogene und funktionierende Gesellschaft zu erhalten und gleichzeitig den wirtschaftlichen Erfolg in Deutschland, Europa und weltweit zu garantieren. Doch was theoretisch als selbstverständlich klingt, zeigt sich in der Realität als schwierig und es besteht Handlungsbedarf. Uneinheitliche Länderpolitik, schlechte Vorbereitung der Lehranstalten und Lehrenden, mangelnde moderne Infrastrukturen und Technologien sowie ein nahezu monopolistischer Besitz an Wissen und Lehrinhalten lassen unser Bildungssystem kranken.

Mit der „Initiative Bildung 2020“ hat es sich die Arbeitsgruppe „WG Education“ der Open Source Business (OSB) Alliance zur Aufgabe gemacht, die Bildung in Deutschland maßgeblich zu modernisieren. Zeitgemäße Bildungsplattformen auf Basis offener Standards sind das wichtige Ziel der Initiative wobei es einerseits um den freien Zugang von Wissen geht, andererseits aber auch um geeignete Technologien für ein freies Lernen, die jedermann uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus gilt es auch Bildungsprofis wie Lehrer und Dozenten an zukunftsfähige Bildungskonzepte und Lehrmittel heranzuführen. Allen Bemühungen liegt die nationale Bildungskompetenz zugrunde, die es ermöglicht, egal an welchem Ort in Deutschland dieselben Chancen bei gleicher und hoher Bildungsqualität zu bekommen.

OBS

„Im OECD-Bildungsvergleich liegt Deutschland nur auf Platz 26. Heute wird Bildung zu einem hohen Maß von Unternehmen und Interessensgruppen beherrscht, die ausschließlich kommerzielle Interessen verfolgen und damit die Freiheit der Bildung gefährden. Wir haben festgestellt, dass in den Schulen große Unsicherheit exisitiert, welche Lösungen auf Basis offener Systeme und Standards eingesetzt werden sollen, können und dürfen. Die „Initiative Bildung 2020“ hat sich daher zum Ziel gesetzt, digitale Ansätze für freie Bildung auch in weiten Kreisen der Lehrenden und Lernenden bekannt zu machen“, erklärt Henriette Baumann, Sprecherin der Working Group Education der OSB Alliance.

Konsens für offenen Bildungsansatz

Um eine maßgebliche Verbesserung in der Bildung zu erreichen hat die OSB Alliance gemeinsam mit edu-sharing und der Deutschen Digitalen Bibliothek eine Veranstaltung zum Thema „Bildung 2020“ ins Leben gerufen, die genau diese Themen diskutiert. Am 9. und 10. November 2015 setzten sich erstmals hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und weiteren Interessensgruppen gemeinsam mit der OSB Alliance in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt zusammen, um im Anschluss klare Handlungsempfehlungen zu geben. Auf dem Workshop diskutierten Bildungsprofis mit viel Gestaltungswillen und Kreativität neue Bildungskonzepte auf Basis offener Prinzipien. Eine Bildungs-Cloud, die Didaktik in der Cloud, digitale Bibliotheken sowie benötigte Technologien für eine offene digitale Bildung waren Top-Themen des Workshops.

„Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und die Bereitschaft aller Beteiligten, unser Bildungssystem zu modernisieren, ist groß. Der erste Schritt ist getan. Jetzt gilt es einen Paradigmenwechsel mit konkreten Ergebnissen in das Bildungssystem zu integrieren. Die nächste Konkretisierung sollte in der Weitergabe der Expertise an den nationalen IT-Gipfel und die Integration in die digitale Agenda bestehen“, kommentiert Tina Buhr, stellvertretende Sprecherin der Working Group, „Auf unserem Education Day, der im April 2016 in Esslingen stattfindet, werden wir die nächsten Ergebnisse präsentieren.“

 Offene Bildung braucht breite Unterstützung

Open Source Business AllianceBereits am 18. November 2015 wird die OSB Alliance das Thema der „Open“ Bildung in einem eigenen Workshop auf dem 2. Offenen IT-Gipfel der Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion erneut thematisieren. Tina Buhr wird gemeinsam mit Prof. Dr. René Peinl den offenen Zugang zu Bildung und die Chancen durch dieses offene Bildungskonzept darstellen und für noch mehr Akzeptanz und Unterstützung durch die Politik werben.

Das nächste Highlight der Initiative findet im Dezember 2015 auf der OSB Alliance-Veranstaltung OPEN! 2015 statt. In einem der vier Panels – darunter auch Open Source, Open Data, Open Geschäftsmodelle – werden Open Educational Resources mit weiteren hochrangigen Persönlichkeiten aus Bildung und Politik diskutiert, um die Offenheit der Bildung voran zu treiben und möglichst schnell im deutschen Bildungssystem zu installieren.

„Wir müssen die Bildung aktiv mitgestalten. Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass ein ehemals gutes Bildungssystem in die Jahre gekommen ist und den Anforderungen – darunter beispielsweise auch die Integration der Flüchtlingskinder in unser Schulwesen – nicht mehr genügt. Darum werden wir mit unserer „Initiative Bildung 2020“ weiterhin intensiv mit der Politik, Meinungsführern und Fachleuten zusammenarbeiten, um Kindern die besten Chancen für deren Zukunft zu ermöglichen. Lehrer, Eltern und Schüler bestätigen uns in hohem Maße, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Tina Buhr.

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