Motivation für die Generation „Allways-On“

Monika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein und Dr. mult. h.c. Erich Lejeune auf dem mittlerweile seit 20 Jahren bestehenden "MPE Specil" Networking-Event.

Monika Freifrau v. u. zu Pölnitz-Egloffstein und Dr. mult. h.c. Erich Lejeune auf dem mittlerweile seit 20 Jahren bestehenden „MPE SPECIAL“ Networking-Event.

Die Digitalisierung verändert nicht nur Produkte und Geschäftsmodelle, sie führt auch zu tiefgreifenden Veränderungen in der Organisation der Unternehmen. In jeweils rund drei Vierteln der Unternehmen beschleunigt die Digitalisierung die Kommunikation mit Kunden (79 Prozent) oder intern unter den eigenen Mitarbeitern (75 Prozent). Zwei Drittel stellen fest, dass ihre Organisation flexibler geworden ist (63 Prozent), mehr als jedes zweite Unternehmen sieht eine höhere Effizienz (55 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Geschäftsführern und Vorständen von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Digitale Überforderung

Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite? Viele „Onliner“, also Social Media-Bereich Tätige im weiteren Sinne, arbeiten an sieben Tagen in der Woche, sind 24 Stunden am Tag erreichbar. Es fällt ihnen schwer, den Laptop abzuschalten und das Smartphone wegzulegen.

Bei vielen ist es auch zu so etwas wie eine Ersatzbefriedigung geworden, denn in dieser schönen Scheinwelt kriegt man oftmals etwas, an dem es einem im „echten“ Leben mangelt: Aufmerksamkeit und Nähe. Das kann ein Gewinn sein, aber es kann auch dazu führen, dass man weiter vereinsamt. Denn was der Mensch unbedingt braucht, ist Bewegung, Berührung und wahre Nähe.

Dazu kommt, dass viele auch die Erwartungen von Kollegen, Familie, Freunde überfordern. Man will für Kollegen, Familie, Freunde da sein, aber die Frage, was jeder wirklich will und was gut tut – und für wen wir was machen, wird selten gestellt. Leicht gerät man in einen Strudel von wahrer Pflichterfüllung, bis sich viele leer und einsam fühlen.

Ein Dilemma, das mit der zunehmenden Vernetzung sicher weiter zunehmen wird. Eine für alle gültige Lösung gibt es sicherlich nicht, aber Erich Lejeune, ein deutscher Unternehmer, der zudem als Motivationscoach und Fernsehmoderator tätig ist, hat für sich eine Antwort gefunden, die er auch mit anderen teilt.

„Motivation ist eine Lebenswissenschaft“

Motivation ist für Erich Lejeune nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern auch eine Lebenswissenschaft. Der von ihm 2012 gestiftete weltweit erste Lehrstuhl für Philosophie und Motivation an der von den Jesuiten unterhaltenen Hochschule für Philosophie (HfPh) in München untermauert das mit Forschungsergebnissen.

So geht in seiner interdisziplinären Ausrichtung der Erich-Lejeune-Lehrstuhl für Philosophie und Motivation stets von der ganz grundlegenden Frage aus: „Was treibt uns wirklich an?“ Unter Rückgriff auf philosophische Handlungstheorie und Philosophie des Geistes werden Grundlagen bestimmt, angereichert aus Erkenntnissen anderer Wissenschaftsdisziplinen wie etwa der Psychologie. Dem Austausch mit anderen Forschungsbereichen, beispielsweise in interdisziplinären Tagungen, wird dabei ebenso große Bedeutung beigemessen wie der Relevanzprüfung der Forschungsergebnisse im Austausch mit Öffentlichkeit und Wirtschaft.

Ein Besuch dieser Veranstaltungen ist dabei ein erstaunliches Ereignis, denn Erich Lejeune lebt, was er zu vermitteln sucht und kaum ein Besucher kann sich diesem Elan entziehen: Anfangs nur interessiert zuhörend, lässt sich bei fast allen Teilnehmern mit der Zeit ein sehr zuversichtliches Lächeln entdecken – zuletzt geschehen beispielsweise bei „MPE SPECIAL“, einem besonderem gezieltem Networking-Event für Vorstände, Firmeninhaber, Geschäftsführer und ähnliche Entscheider, das die engagierte Organisatorin  Monika Freifrau v. u. zu Pölnitz-Egloffstein mittlerweile seit 20 Jahren in München durchführt.

Und was rät nun Erich Lejeune der Generation Allways-On, um nicht in die Burnout-Falle durch ständige Erreichbarkeit zu tappen? Zu Ehrlichkeit zu sich selbst: „Nur eine Tätigkeit, die ganz im Einklang mit dem eigenen Gewissen und der eigenen Person als Ganzes steht, hält uns gesund“, so Erich Lejeune: „Denn Arbeit, die wir nur erledigen, erledigt auf Dauer uns selbst“. 

 

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