„Gefahren für Kinder und Jugendliche durch Gaming“ – neuer Ratgeber zum Umgang mit Computerspielen

Wenn Kinder und Jugendliche in virtuelle Spiele-Welten eintauchen, bleiben Eltern oft ratlos zurück: welche Spiele sind pädagogisch wertvoll, welche gefährden zum Beispiel durch gewaltverherrlichende Inhalte die Entwicklung meines Kindes? Gerade Online-Games bergen häufig auch versteckte Kostenfallen und Datenschutzrisiken, die Eltern, Erzieher und Lehrer zu Recht verunsichern. Der Ratgeber erklärt die wichtigsten rechtlichen Grundlagen für Computer- und Videospiele und erklärt, wie sich das Sicherheitsrisiko minimieren lässt.

Nicht alle Video- und Computerspiele sind bedenklich, einige sind aus pädagogischer Sicht sogar sehr empfehlenswert, da sie den Spracherwerb, strategisches Denken oder Kreativität fördern. Damit Eltern, Erzieher und Lehrer besser beurteilen können, bei welchen Spielen Vorsicht geboten ist, gibt die Broschüre einen Überblick über die beliebtesten Gaming-Genres.

Die fünf wichtigsten Tipps für sicheres Gaming

1. Ungeeignet für Kinder und Jugendliche sind vor allem sogenannte „Ego-Shooter“, in denen die Figur die Aufgabe hat zu kämpfen, zu verletzen oder zu töten. Solche Spiele können besonders jüngere Kinder verstören. Hier heißt es „Finger weg!“ Die Alterskennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) von 0 bis 18 Jahren bilden hier eine gute Orientierungshilfe. Die Kennzeichnung findet sich vermehrt auch bei Online-Games.

2. Hände weg von Spielen, die von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert wurden. Auf dem Index stehen Games, die unsittliche, verrohend wirkende oder zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizende Inhalte enthalten. Ob ein Spiel auf dem Index steht, erfahren Sie auf der Webseite www.bundespruefstelle.de, oder über das Servicetelefon 0228-376631.

3. Überprüfen Sie bei Game-Abonnements die Nutzungsbedingungen und achten Sie auf versteckte Zusatzkosten. Auch Angebote, bei denen Spieler sich durch vermeintlich kleine Beträge eine bessere Ausstattung zusammenstellen können, sind oft Kostenfallen. Um den Überblick über die Kosten zu behalten, empfiehlt sich bei Kindern und Jugendlichen prinzipiell die Verwendung von Prepaid-Kreditkarten.

4. Erfordert ein Spiel eine Registrierung, achten Sie darauf, was mit den eingegebenen Daten passiert. Geben Sie in Registrierungsformularen so wenige Daten wie möglich ein. Prüfen Sie die Datenschutzerklärung, verwenden Sie sichere Passwörter (Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen) und geben Sie diese nicht an Dritte weiter.

5. Die Sicherheit der genutzten Hardware (PC, Tablet, Smartphone, etc.) sollten Sie durch ein aktuelles Virenschutzprogramm, die Einrichtung einer Firewall und das regelmäßige Installieren von Updates gewährleisten. Gerade bei jüngeren Kindern ist die Verwendung eines Jugendschutzfilters empfehlenswert.

Die handlichen Faltblätter sind kostenlos über das Ministerium und über die Initiative D21 zu beziehen oder können im Internet heruntergeladen werden.

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