Die Besten sterben 2016 – und leben online weiter

Grabstein_NordfriedhofDas Jahr 2016 ist noch nicht einmal zur Hälfte um, doch beim Abschied von Berühmtheiten und Prominenten geht es Schlag auf Schlag: David Bowie, Michel Tournier, Roger Willemsen, Umberto Eco, Peter Lustig, Hans-Dietrich „Genschman“ Genscher, Prince, Muhammad Ali – und jüngst Götz „Schimanski“ George – um nur die in Deutschland wohl berühmtesten zu nennen. Natürlich flammt das Interesse an ihnen anlässlich ihres Dahinscheidens noch einmal besonders stark auf, ganz allgemein im Internet und im Besonderen in Usenet-Diskussionen.

Im Trend sind Usenet-Gruppen, in denen sich Interessierte über viele der verstorbenen Promis austauschen. Der Vorteil des Usenet ist nämlich, dass es multimedial ist. Außer einer Vielzahl von „Schwarzen Brettern“, in denen öffentlich Nachrichten zu Allem und Jedem ausgetauscht werden, gibt es zahlreiche so genannte Binary-Gruppen.

Das Usenet erinnert an eine riesige Bibliothek aus Text, Bild und allem denkbaren Anschauungsmaterial, das sich als Datei speichern lässt. Aktuell und lebendig, wie es ist, bietet es sich an, der großen Medienstars zu gedenken, die 2016 von uns gegangen sind. Auch der Vorgang des öffentlichen Gedenkens ist inzwischen multimedial, also binär: Wie man an YouTube, WhatsApp und Facebook sieht, reichen reine Textnachrichten heute vielen nicht mehr aus, um sich online auszutauschen.

110.000 Newsgroups zu jedem Thema

Mit dem Usenet existiert parallel zum Internet eine weitere Onlinewelt. Hier sind Inhalte nicht auf Websites, sondern auf mehr als 100.000 Newsgroups unterteilt, die Mailinglisten ähneln. Frei von Trollen ist auch das Usenet nicht, denn es unterliegt ja keiner Zensur. Aber die allgemeine Meinungsfreiheit bringt nicht nur Äußerungen von Trollen, sondern auch viele ernsthafte, interessante Diskussionsbeiträge an die Öffentlichkeit, etwa in Newsgroups wie de.soc.politik.misc, at.gesellschaft.politik und de.talk.tagesgeschehen.

Neben den klassischen Diskussionsforen haben dort Millionen von Menschen aus aller Welt Foren-ähnliche Dateisammlungen zu unüberschaubar vielen Themen aufgebaut. Unter diesen 25.000 Terabyte Daten findet sich für jeden Geschmack etwas, natürlich auch Skurriles und höchst Individuelles.

Usenet: Vielfalt in jedem Sinn

Zudem mussten viele Menschen in Web-Foren und Online-Medien schon erleben, dass ihre Meinung in der Zensur der jeweiligen Redakteure oder Admins hängenblieb. Das Usenet ist ein riesiger Freiraum zum Austauschen von Meinungen, Gerüchten, spannenden Fakten und Dateien aller Art. Auf Facebook und Instagram hingegen droht alternativen Meinungen soziale Kontrolle. Potenzielle Arbeitgeber, Flirts, eventuell sogar Staaten, für die man ein Visum beantragt, können nachschauen, was man zu diversen Themen meint. Es kann große Probleme verursachen, wenn man sich zu humorvoll, unbedacht oder ohne besonderen Weitblick öffentlich geäußert hat.

Im Usenet ist diese Gefahr bei Weitem geringer, denn das Usenet hat keine zentrale Struktur und unterliegt keinerlei zentraler Kontrolle. Im Usenet sind seit 1979 Experten unterschiedlicher Professionen in Usenet-Newsgroups weltweit vernetzt und tauschten sich aus. Das gleiche Medium nutzen aber heute auch Laien, die besonders interessiert an bestimmten Themen sind. Dazu Christian Schütze, Chef des Usenet-Providers UseNeXT: „Das Usenet wird ja nicht auf einer bestimmten Serverfarm einer Firma verwaltet oder gespeichert, wie Facebook oder ein Webforum, sondern weltweit verteilt von einer unbekannten Zahl von Menschen, die mitmachen und live partizipieren. Zensur ist praktisch nicht möglich.“

 Zum Mitdiskutieren braucht man einen Usenet-Provider

Wer im Usenet alles sehen und selbst schreiben will, der ist mit einem spezialisierten Usenet-Provider wie UseNeXT und einem Newsreader-Programm als Zugangs-Software allerdings besser bedient. Denn nur wenige Internet-Provider gewähren neben dem Zugang zu Web und E-Mail auch einen vollständigen Zugang zum Usenet. Bei der Auswahl eines Usenet-Anbieters ist zu beachten, dass die Vorhaltedauer (Retention) der Dateien ausreichend groß ist. Da inzwischen aber viele Services eine kostenlose Testphase anbieten, fällt es nicht schwer, den passenden Dienst zu finden. UseNeXT bietet beispielsweise eine Retention Time von 2705 Tagen an, das sind mehr als 88 Monate oder über sieben Jahre.

Spaß macht das Usenet-Stöbern vor allem mit einem Client, der über eine Suchfunktion verfügt, RAR-Dateien selbst entpackt und Inhalte automatisch herunterlädt wie Tangysoft oder Newsbin. Wer das Usenet mit dem seit zehn Jahren erprobten Dienst UseNeXT kennenlernen will, dem bietet UseNeXT seinen Usenet-Zugang 14 Tage gratis zum Testen an, inklusive 300GB kostenlosem Traffic.

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