Die 4. industrielle Revolution: Automatisierung verändert die Art und Weise wie Menschen arbeiten

Roboter können dem Menschen ähneln. Wie weit kann und soll die Unterstützung durch Roboter in der modernen Arbeitswelt reichen?  (Bildquelle: "obs/Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/Uwe Voelkner / Fotoagentur FOX")

Roboter können dem Menschen ähneln. Wie weit kann und soll die Unterstützung durch Roboter in der modernen Arbeitswelt reichen? (Bildquelle: „obs/Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/Uwe Voelkner / Fotoagentur FOX“)

Man muss kein kein Freund von Science-Fiction sein um zu erkennen, dass mittlerweile viele unserer alltäglichen Aufgaben von Maschinen erledigt werden. Roboter arbeiten viele Aufgaben oft schneller und genauer als Menschen ab und Software und Algorithmen entscheiden schon heute oft den Rest. Selbst Skeptiker dieser Entwicklung müssen zugeben, dass sich diese Entwicklung immer weiter beschleunigt und viele Experten sprechen bereits offen von der „Vierten Industriellen Revolution“.

Unternehmen setzen auf Automatisierung um Effizienz zu erhöhen

Der wichtigste Grund zu Automatisierung ist eine höhere Effizienz – und damit vornehmlich ein wirtschaftlicher Grund. Viele Menschen denken beim Thema Automatisierung zuerst an Roboter und komplett automatisierte Fertigungsbänder, die am Ende komplett gefertigte Produkte ausspucken.

Oder an Logistikroboter, die Waren automatisiert und ohne Zutun von Menschen zeitgenau von einem Ort zum anderen bewegen können. Dies ist jedoch nur ein Teil der Automatisierung. In unserer Daten-getriebenen Welt werden auch viele Datenprozesse im Hintergrund automatisiert, was nicht minder wichtig ist als der physische Teil der Automatisierung. Prinzipiell geht es um die Automation von Prozessen mit sich wiederholendem Muster.

Ob es darum geht zwei Metallteile zu verschweißen, Pakete von A nach B zu bringen oder Daten automatisch zu verarbeiten ist im Prinzip egal. Einen wichtigen Bestandteil der Automatisierung in Unternehmen stellt die Automatisierung der Datenprozesse dar, die innerhalb des Datawarehouse geschehen.

Amazon beispielsweise ist Vorreiter beim Einsatz neuer Technologien und setzt schon länger Roboter zum Bewegen von Waren in seinen Lagern ein. Darüber hinaus testet der Technologieriese seit Beginn dieses Jahres in seinen fast personalfreien Amazon-Go-Supermärkten in Seattle die Genauigkeit seiner Algorithmen, die durch jahrelange Verfolgung des Kundenverhaltens weiterentwickelt wurden, um genau vorherzusagen, was die Kunden wollen und wie viel sie dafür bezahlen würden.

All dies sind Automatisierungsprojekte, die zu einem Großteil auf Daten fußen, die in automatisierten Prozessen verarbeitet wurden. Es ist zu erwarten, dass der Handelsriese aus Seattle diese neue Technologie zu einem großen Wettbewerbsvorteil ausbauen wird um nicht nur im Onlinehandel, sondern auch im Einzelhandel eine Macht zu werden.

Es gibt unter Experten keine wirkliche Debatte darüber, ob die Automatisierung weiter zunehmen wird. Und da Automatisierung die Effizienz in machen Bereichen verfünffachen kann, steht außer Frage, dass Unternehmen automatisieren müssen um gegenüber ihren Wettbewerbern nicht ins Hintertreffen zu geraten. Dies gilt in gleichem Maße für das produzierende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor.

Auswirkungen der Automatisierung auf den Arbeitsmarkt

Fraglos hat die Automatisierung auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Amazon behauptet jedoch, dass es Arbeitsplätze schafft und nicht vernichtet. Wo wiederholbare Arbeitsaufgaben mit übermäßigem Zeitaufwand und damit Ineffizienz verbunden sind, werden diese Aufgaben zu perfekten Kandidaten für die Automatisierung. Tatsächlich hat eine kürzlich in Indien durchgeführte Umfrage von Willis Towers Watson ergeben, dass 60 Prozent der Arbeitgeber glauben, dass die Nutzung der Automatisierung zu mehr menschlichen Fähigkeiten und der Schaffung neuer Arbeitsplätze führen würde und nicht zu einer Entwicklung reiner Arbeitersubstitution.

Unternehmen müssen auf Automatisierung setzen

Unternehmen werden durch die Automatisierung sich wiederholender Muster agiler und können ihre Produkte schneller liefern. Gleichzeitig erhöht die Automatiserung auch die Qualität vieler Ergebnisse und führt zu einem höheren Maß an Konsistenz. Schließlich können häufige Änderungen der Geschäftsanforderungen leichter berücksichtigt werden. Auch können sich die Entwickler durch die Automatisierung sich wiederholender Aufgaben detaillierter auf das Design eines Prozesses konzentrieren, um mehr aus den bestehenden Ressourcen herauszuholen.

Die Automatisierung ist gekommen um zu bleiben und Unternehmen sind de facto gezwungen sich mit dem Thema zu beschäftigen. Eine Kernaufgabe eines jeden Unternehmens wird dabei die Automatisierung ihrer Datenprozess sein. Unternehmen, die sich mit dem Themenkomplex beschäftigen, sollten mit der Automatisierung ihres Datawarehouse beginnen, da fast alle anderen Prozesse in modernen Unternehmen auf Daten aufbauen.

Autor: Rob Mellor, Vice President & General Manager EMEA bei WhereScape. WhereScape ist Pionier der Automatisierung von Data Warehouses und hilft IT-Unternehmen aller Größenordnungen die Automatisierung zu nutzen, um Dateninfrastrukturen schneller zu entwerfen, zu entwickeln, zu implementieren und zu betreiben. 

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