Das unaufhaltbare Wachstum der Kryptowährungen

KryptowährungenDie digitale Revolution der letzten zwei Jahrzehnte bietet der Menschheit noch nie dagewesene Möglichkeiten, Vorteile wachsender Kommunikation, Informationen und Handels zu genießen. Jedoch blieben die Zahlungsmöglichkeiten, mit welchen für Produkte und Dienstleistungen gezahlt wurde, in einer traditionellen Methode verwurzelt. Transaktionen werden nach wie vor über streng-kontrollierte Finanzsysteme bereitgestellt.

Dessen ungeachtet wurden in der Vergangenheit einige Kryptowährungen entwickelt, welche diese ursprüngliche Art von wirtschaftlichen Transaktionen in der digitalen Welt, revolutionieren könnten.

Was sind Kryptowährungen?

Eine Kryptowährung ist eine Währungsart wie jede andere, die dazu genutzt werden kann, Produkte und Dienstleistungen über den elektronischen Weg zu kaufen. Auch wenn es diese Währung nicht in Form von Münzen und Banknoten gibt, kann sie ebenso wie eine traditionelle Währung gehandelt werden.

Eine große Besonderheit der Kryptowährung ist, dass Sie von einer Software entwickelt, aufbewahrt und verbreitet wird. Diese Software kann nicht nur von einem zentralen Bankinstitut, sondern von jedem, genutzt werden. Das bedeutet, dass Kryptowährungen nicht von Unternehmen oder Regierungen kontrolliert werden, sondern dezentral verwaltet werden und somit die wirtschaftlichen Wettbewerbsbedingungen verändern können.

Da Kryptowährungen digital von Menschen in einem verknüpften Netzwerk entwickelt werden, sind sie nicht länger den großen Bankinstitutionen ausgeliefert und ermöglichen den Nutzern dadurch, finanzielle Transaktionen basierend auf neuen Bedingungen zu tätigen. Kryptowährungen sind in der Regel mit einem Algorithmus versehen, welcher verhindert, dass unendliche Beträge des virtuellen Geldes entwickelt werden können. Einer Inflation wird somit vorgebeugt.

Zudem enthalten viele der virtuellen Währungen Transaktionssätze, welche fest in die Währung eingebaut sind und eine transparente und nachvollziehbare Zahlungsaktivität ermöglichen – ohne die Privatsphäre und wirtschaftliche Anonymität in Mitleidenschaft zu ziehen.

 Wie sind die Kryptowährungen entstanden?

Die erste verbreitete Kryptowährung war Bitcoin, welche im Jahr 2008 / 2009 entwickelt wurde. Sie wurde von dem Softwarehersteller Satoshi Nakamoto bereitgestellt, der die Währung mit einer mathematischen Rechenanweisung entworfen hat. Die Idee entstand durch den Wunsch nach einer Währung, die unabhängig von jeglichen zentralen Regulatoren funktioniert und elektronisch übermittelt werden kann, ohne dass dadurch Bearbeitungsgebühren anfallen.

Die Software die Bitcoins produzierte, war frei verfügbar und wurde schnell von vielen Menschen genutzt. Verlockend an Bitcoins war vor allem, dass schnell, ohne Kosten und Backgroundchecks ein Konto eröffnet werden konnte.

Da die Kosten wesentlich geringer waren und sind, als die von Kreditkartenunternehmen, wurde die Kryptowährung schnell von einer Vielzahl angesehener Unternehmen, wie Microsoft, Expedia und Greenpeace als Zahlungsmethode angeboten. Auf Grund der schnellen und günstigen Abwicklung, hat die virtuelle Währung eine Vielzahl finanzieller Onlineaktivitäten ermöglicht. Zum Beispiel behauptet Kiara Watson, Pressesprecherin von Spielcasino.net, dass die Nutzung von Bitcoins in Zukunft zu zusätzlichen Ein- und Auszahlungsoptionen bei vielen online Spiel- und sozialen Spielseiten führen wird.

 Die Vorteile der virtuellen Währung

Der größte Vorteil der virtuellen Währung ist das dezentrale Prinzip. Dadurch sind Kryptowährungen vor zentralen Behörden geschützt, welche die Währung zu ihrem Vorteil anpassen und so eine Reihe finanzieller Unglücke hervorrufen könnten.

Ein weiterer Vorteil ist die Leichtigkeit mit welcher ein Konto eröffnet werden kann. Es ist kostenfrei und benötigt keine langen Backgroundchecks. Außerdem erlauben Kryptowährungen dem Nutzer vollständig anonym zu bleiben, während die Nutzung von Blockchain Technologien bedeutet, dass jede Transaktion verzeichnet wird, was das Verantwortungsbewusstsein für jede getätigte finanzielle Aktivität erhöht.

Zudem werden mit Kryptowährungen Transaktionen ermöglicht, die nahezu kostenfrei sind. Jeder kann in Echtzeit, überall auf der Welt und mit wenigen gesetzgebenden Hindernissen, Produkte und Dienstleistungen erwerben.

Gefahren von Kryptowährungen

Jedoch, gibt es auch eine Kehrseite: die Nutzung von Kryptowährungen kann potentiell zu einer Erleichterung von kriminellen Handlungen führen.  Beispielsweise wurden in der Vergangenheit Fälle von Geldwäsche aufgedeckt, was das Risiko von Kryptowährungen ins Bewusstsein ruft.

Technische Störungen und Hacking beeinflussen derzeit noch die flächendeckende Verbreitung der virtuellen Währung. Diese Hindernisse gilt es zu überwinden, bevor die Währung von der Mehrheit akzeptiert wird.

Zukunft von Kryptowährungen

80 Kryptowährungen tummeln sich derzeit auf dem Markt, welche versuchen Hightech-Lösungen für das digitale Finanzdilemma zu liefern. Diesen Monat gab es einen Zeitungsartikel zur Entwicklung der Kryptowährung der russischen Firma Qiwi, welcher noch genauer erklärt mit welcher Leichtigkeit virtuelle Währungen entwickelt werden können.

In Bezug auf die zukünftige Entwicklung von Kryptowährungen, gibt es geteilte Meinungen. Es gibt Stimmen, welche auf die Ausgleichstendenz der virtuellen Währung hinweisen, besonders in Entwicklungsländern. Diese Länder, genährt durch das Gefühl, dass das derzeitige globale Wirtschaftssystem zugunsten der Erstweltländer fungiert, könnten in der Zukunft die Katalysatoren eines Währungsumbruchs werden.

Das Wachstum von text-basierten Währungen, wie zum Beispiel M-Pesa in Afrika, zeigt wie gut virtuelle Währungen sich an die lokale Nachfrage der Gemeinschaft anpassen.  Wenn dieses Model zu einem logischen Schluss gebracht würde, ist es möglich, dass eine Nation in Mitten einer Finanzkrise die Währung einfach in ein Model wie zum Beispiel Bitcoin ändern kann. Da Bitcoin nicht an eine spezielle Währung gebunden ist, würde sich die Währung schnell an die Produkte und Dienstleistungen der jeweiligen Nation anbinden.

Eine andere Möglichkeit könnte sein, dass sich Bitcoin als digitales Zahlungsmittel komplett durchsetzt und die derzeitigen Protagonisten, wie zum Beispie Paypal, komplett vom Markt verdrängt.

Eine solche Vermarktung von Bitcoins spaltet allerding dessen Anhänger. So bleibt abzuwarten, wie und ob sich die virtuelle Währung weiter etabliert. Anarchistische Ableger, wie zum Beispiel Dark Wallet, gibt es mitlerweile ebenso, und verspricht den Nutzern komplette Anonymität und Transfers ohne jegliche Aufzeichnungen. Hier lässt sich das enorme Potential und die Freiheit erkennen, mit welcher Menschen (theoretisch) bald digitale Geschäfte abwickeln könnten.

 Autor: Connor Kirk, Waterhead. Kirk ist ein Theoretischer Chemiker, Informatiker und Junior Autor und spezialisiert auf Gesellschaftsbeeinflussende wissenschaftliche und technische Themen.

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