Das Gesicht der Digitalisierung: Unternehmen müssen auf neue Rollen setzen

Socrates_Louvre_Dunja_2005Die Digitalisierung ermöglicht Innovationen, Services und neue Geschäftsmodelle – so entstehen enorme Chancen. Deshalb ist es in Zeiten der digitalen Transformation für Unternehmen unabdingbar, sich über aktuelle und neue Technologien zu informieren. Insbesondere der Mittelstand muss sich mehr mit der Thematik auseinandersetzen und sich einen Überblick über die Techniken, die die Digitalisierung unterstützen und vorantreiben, und deren Potenziale verschaffen.

Unternehmen benötigen deshalb eine Neuausrichtung ihrer Geschäftsstrategie. „Um in der Organisation die Voraussetzungen für die zielführende Platzierung der Digitalisierungsthemen zu gewährleisten und das Thema nachhaltig zu verankern, erfordert es eine zeitnahe Investition von Seiten der Unternehmen“, erläutert Dr. Consuela Utsch, Geschäftsführerin von Acuroc. „Auch den Mitarbeitern verlangt die digitale Transformation eine schnelle Anpassung an neu entstehende Rollen ab“

 

An Wertschöpfungsketten anknüpfen

Digitalisierung ist heute sowohl in der Geschäftsführung als auch im IT-Management das alles bestimmende und zukunftsweisende Thema. Die Führungsebenen in Unternehmen müssen sich über die sich wandelnde Welt ebenso bewusst werden wie bezüglich der sich verändernden Konsumenten und ihrer Wertschöpfungsketten, um dann die richtigen Schritte einzuleiten. „Sobald ein Unternehmen die Digitalisierung anstrebt, benötigt es neue Rollen.

Dazu zählen unter anderem der „Data Scientist“ und der „Data Compliance Officer“, insbesondere aber der „Chief Digital Officer“, kurz CDO. Sind die Dringlichkeit erkannt und erste Initiativen gestartet, stellt sich im Unternehmen die Frage, wie diese Maßnahmen am besten strukturiert und koordiniert weiter geführt werden können. Hierfür ist die Rolle des „Chief Digital Officer“ unverzichtbar, denn diese verantwortet die strategische Transformation und koordiniert und forciert gleichzeitig die Vernetzung zwischen Fachbereichen und IT.

Zudem sollte der CDO als Motivator im Unternehmen wirken und mit dem CIO auf Augenhöhe zusammenarbeiten“, empfiehlt Dr. Consuela Utsch. „Während der CIO den IT-Betrieb mit seinen Anforderungen verantwortet, treibt der CDO neue Geschäftsmodelle und deren Realisierung unter Einbeziehung der Mitarbeiter voran“, so die Geschäftsführerin weiter. Gleich zu Beginn der Tätigkeit muss der Chief Digital Officer eine digitale Veränderungslandkarte und eine Strategie entwickeln, um so die Koordination digitaler Aktivitäten zum Wandel des unternehmensweiten Geschäfts zu lenken.

 

Kompetenzen und Fähigkeiten

Für die erfolgreiche Integration der Rolle des Chief Digital Officers im Unternehmen benötigt dieses zunächst einmal eine passend ausgewählte Person mit den entsprechenden Kompetenzen und Fähigkeiten. Hierzu zählen neben weitreichenden Kenntnissen der Geschäftsprozesse sowie der Kundenanforderungen auch der Aufbau eines guten internen und externen Netzwerks und entsprechendes Know-how über die Branche sowie deren Anforderungen. Erfahrungen im Änderungsmanagement sind ebenso notwendig wie Innovationskraft und der Mut, disruptive Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Agilität, Kreativität und das Infragestellen der aktuellen Situation durch intensive Auseinandersetzung mit der Frage „Was ist, wenn dieses Geschäftsmodell morgen kippt?“ zeichnen den erfolgreichen Chief Digital Officer neben strategischem Denken aus. Der Kandidat sollte außerdem die Koordination digitaler Aktivitäten unter Einbindung externer Key-Player beherrschen und eine hohe Kommunikationsfähigkeit besitzen. Abgerundet werden die Kompetenzen durch einen qualifizierten Umgang mit unterschiedlichen Hierarchieleveln und Persönlichkeitsstrukturen.

Der Chief Digital Officer ist somit das „Gesicht der Digitalisierung“ im Unternehmen. „Der Job benötigt zudem vor allem Businessverständnis und Überzeugungskraft. Insbesondere der Schritt, langjährige Prozesse neu zu beleuchten und in Frage zu stellen, stellt eine große Herausforderung dar“, erklärt Dr. Consuela Utsch. „Es kann eben auch passieren, dass ein Unternehmen sich hierfür vollständig neu strukturieren muss. Deshalb fehlen in vielen Vorständen häufig noch diese Führungskräfte.“

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