Category Archives: Unternehmen der Woche

Deutsche Post DHL Group fördert ehrenamtliche Tätigkeiten

dpdhl-goteach-refugees2Anlässlich des Weltflüchtlingstags 2016 zog Deutsche Post DHL Group eine Zwischenbilanz seiner Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe in Deutschland. Diese konzentrieren sich darauf, das gesellschaftliche Engagement der Mitarbeiter zu stärken, Flüchtlingen eine berufliche Orientierung zu ermöglichen sowie Bund, Länder und Kommunen zu unterstützen, etwa durch Liegenschaften für Flüchtlingsunterkünfte oder die Bereitstellung von Personal für Verwaltungsaufgaben.

In den ersten neun Monaten nach Start der Initiative, die gemeinsam mit den Partnern SOS Kinderdorf, Teach First Deutschland, Stiftung Lesen und Aktion Deutschland Hilft vorangetrieben wird, wurden 100 Koordinatoren in den Niederlassungen des Konzerns aktiv, die als Ansprechpartner für Flüchtlinge und Hilfsorganisationen fungieren. Mehr als 13.000 Mitarbeiter von Deutsche Post DHL Group engagierten sich bereits in über 650 Projekten, unter anderem durch die Organisation von Sachspenden, Unterstützung bei Spracherwerb und Behördengängen oder in der Gestaltung von Freizeitaktivitäten.

Bisher konnten im Konzern über 150 Praktika an Flüchtlinge vermittelt werden, die perspektivisch zu Ausbildung und Arbeit führen sollen; rund 50 Flüchtlinge wurden bereits auf konkrete Arbeitsplätze eingestellt. Etwa 26.000 qm Liegenschaften wurden inzwischen den Kommunen überlassen, etwa um Notunterkünfte oder Kleiderkammern einzurichten. Im Rahmen der Personalüberlassung wurden über 100 Mitarbeiter an Ministerien und Verwaltungen vermittelt, der Einsatz weiterer Kräfte ist in Vorbereitung. Darüber hinaus werden Verwaltungen auch im Rahmen der ehrenamtlichen Arbeit unterstützt.

In Anerkennung der umfangreichen Aktivitäten erhielt der Konzern im Juni 2016 den renommierten ‚World Post and Parcel‘-Award in der Kategorie „Corporate Social Responsibility“ und wurde bereits im Frühjahr des Jahres mit dem Deutschen CSR Preis ausgezeichnet.

„Das Leitbild unserer Unternehmensstrategie ist ‚Menschen verbinden, Leben verbessern‘ – als Post- und Logistikkonzern ebenso wie im Ehrenamt. Es erfüllt uns mit großem Stolz, dass sich bereits über 13.000 Mitarbeiter neben ihren anspruchsvollen Tätigkeiten im Beruf in der Flüchtlingshilfe in Deutschland engagieren und unser Leitbild so spürbar mit Leben füllen,“ sagt Christof Ehrhart, Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung Deutsche Post DHL Group.

Deutsche Post DHL Group verfügt seit Jahren über eine etablierte Infrastruktur zur Förderung ehrenamtlichen Engagements im Konzern. Eine wichtige Initiative ist der jährliche Global Volunteer Day, an dem 2015 mehr als 78.000 Mitarbeiter weltweit mit eigenen Projekten teilnahmen und über 260.000 Stunden in mehr als 2.000 Projekten investierten. Zudem unterhält der Konzern den „Living Responsibility Fund“, mit dem ehrenamtliche Aktivitäten der Mitarbeiter vom Konzern finanziell gefördert werden. Ein interner Hilfsfond, „We help each other“, speist sich zudem aus Spenden von Mitarbeitern für Mitarbeiter, die durch Naturkatastrophen in Not geraten sind.

Zudem engagiert sich der Konzern im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften in der Förderung von Bildungs- und Berufschancen sowie der Prävention und im Management von Naturkatastrophen. Die Wirksamkeit öffentlich-privater Partnerschaften im humanitären Bereich stellte der Konzern in dem jüngst gemeinsam mit den Vereinten Nationen veröffentlichten Bericht ‚Combining Capabilities‘ heraus. Der Report zeigt anhand von Erfolgsbeispielen auf, wie derartige Partnerschaften in der Praxis funktionieren, welche Hindernisse sie überwinden müssen und was ihren langfristigen Erfolg ausmacht.

Der Bericht ‚Combining Capabilities‘ steht zum Download unter www.dpdhl.com/de/ppp.

 

 

 

Meinem Arzt vertraue ich blind. Und sonst? Interview mit Peter Schaar – Deutschlands bekanntester Datenschützer

Peter Schaar

Peter Schaar

Wussten Sie, dass die Deutschen zwar wissen, dass das Auto und das Haus vernetzt werden, trotzdem aber mit dem Begriff „Internet der Dinge“ nichts anfangen können? Und, dass sie finden, dass ihre Daten eigentlich nur bei ihrem Hausarzt sicher sind?

Peter Schaar mahnt an, dass es bei einer völlig ungebremsten Digitalisierung, „die gesellschaftlichen Werten nicht Rechnung trägt, zu sehr negativen Konsequenzen kommen kann.“ Wir müssten die Uhr nicht zurückdrehen in die analoge Zeit, aber die Digitalisierung müsse gezähmt werden. Das bedeute, dass „Daten, die nicht personalisiert sein müssen, eben auch nicht personalisiert werden“. Damit die Deutschen zukünftig mehr Vertrauen haben können, als nur zu ihrem Hausarzt.

Für die Initiative zur digitalen Verantwortung hat Thomas Kremer mit Peter Schaar gesprochen. Sehen Sie das Video-Interview im Telekom-Blog.

 

Retarus unterzeichnet „Charta der digitalen Vernetzung“

 Martin Hager ist CEO der Retarus Group

Martin Hager ist CEO der Retarus Group

Retarus gehört ab sofort zu den Unterzeichnern der „Charta der digitalen Vernetzung“. Damit unterstreicht der globale Messaging-Dienstleister sein Bekenntnis zu einer verantwortungsvollen Gestaltung der Digitalisierung. Bei der Charta handelt es sich um eine freiwillige Unternehmerinitiative, die im Zuge des „Nationalen IT-Gipfels“ der Bundesregierung initiiert wurde. Anlässlich der Charta-Unterzeichnung hob Retarus Geschäftsführer Martin Hager die zentrale Bedeutung funktionierender Kommunikationsprozesse für die digitale Transformation hervor.

Mit der „Charta der digitalen Vernetzung“ unterstreichen Unternehmen den Gestaltungs- und Umsetzungsanspruch des digitalen Standorts Deutschland. Die Erklärung dient als gemeinsame Basis für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Organisationen und öffentlichen Auftraggebern.

„Charta der digitalen Vernetzung“

„Das Ziel von Retarus ist seit jeher die perfekte Vernetzung der digitalen Wirtschaft. Denn egal ob Industrie 4.0 oder das ‚Internet der Dinge‘: Ohne funktionierende Kommunikationsprozesse kann Digitalisierung nicht gelingen“, betont Martin Hager, CEO der Retarus Group und Mitglied des Bitkom Hauptvorstands. „Wir sehen uns als Informationslogistiker, der es Unternehmen und deren Mitarbeitern ermöglicht, die kommunikativen Herausforderungen des digitalen Wandels zu meistern. Die ‚Charta der digitalen Vernetzung‘ bringt genau dies zum Ausdruck. Daher war die Unterstützung der Initiative für uns eine Selbstverständlichkeit.“

Die Charta-Unterzeichner bekennen sich dazu, ihren Beitrag für eine zukunftsgerechte digitale Transformation Deutschlands zu leisten. Die zehn Grundsätze der Charta beziehen sich im Wesentlichen auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung sowie auf den vertrauensvollen Umgang mit Daten. Zudem betonen die Unterstützer die Bedeutung einer diskriminierungsfreien Teilhabe sowie die Förderung von Bildung und Qualifikation. Ziel der Charta ist ein gemeinsamer Dialog von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

Zu den Unterstützern der Initiative zählen neben Retarus zahlreiche namhafte deutsche und internationale Unternehmen, Verbände und wissenschaftliche Institutionen. Dies sind unter anderem die Deutsche Telekom, adidas, die Deutsche Bahn, Robert Bosch, RWE, Cisco Systems, Ericsson, GE, Intel Deutschland, ORACLE, Vodafone, der Digitalverband Bitkom, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz sowie das Hasso-Plattner-Institut.

Motivation für die Generation „Allways-On“

Monika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein und Dr. mult. h.c. Erich Lejeune auf dem mittlerweile seit 20 Jahren bestehenden "MPE Specil" Networking-Event.

Monika Freifrau v. u. zu Pölnitz-Egloffstein und Dr. mult. h.c. Erich Lejeune auf dem mittlerweile seit 20 Jahren bestehenden „MPE SPECIAL“ Networking-Event.

Die Digitalisierung verändert nicht nur Produkte und Geschäftsmodelle, sie führt auch zu tiefgreifenden Veränderungen in der Organisation der Unternehmen. In jeweils rund drei Vierteln der Unternehmen beschleunigt die Digitalisierung die Kommunikation mit Kunden (79 Prozent) oder intern unter den eigenen Mitarbeitern (75 Prozent). Zwei Drittel stellen fest, dass ihre Organisation flexibler geworden ist (63 Prozent), mehr als jedes zweite Unternehmen sieht eine höhere Effizienz (55 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Geschäftsführern und Vorständen von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Digitale Überforderung

Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite? Viele „Onliner“, also Social Media-Bereich Tätige im weiteren Sinne, arbeiten an sieben Tagen in der Woche, sind 24 Stunden am Tag erreichbar. Es fällt ihnen schwer, den Laptop abzuschalten und das Smartphone wegzulegen.

Bei vielen ist es auch zu so etwas wie eine Ersatzbefriedigung geworden, denn in dieser schönen Scheinwelt kriegt man oftmals etwas, an dem es einem im „echten“ Leben mangelt: Aufmerksamkeit und Nähe. Das kann ein Gewinn sein, aber es kann auch dazu führen, dass man weiter vereinsamt. Denn was der Mensch unbedingt braucht, ist Bewegung, Berührung und wahre Nähe.

Dazu kommt, dass viele auch die Erwartungen von Kollegen, Familie, Freunde überfordern. Man will für Kollegen, Familie, Freunde da sein, aber die Frage, was jeder wirklich will und was gut tut – und für wen wir was machen, wird selten gestellt. Leicht gerät man in einen Strudel von wahrer Pflichterfüllung, bis sich viele leer und einsam fühlen.

Ein Dilemma, das mit der zunehmenden Vernetzung sicher weiter zunehmen wird. Eine für alle gültige Lösung gibt es sicherlich nicht, aber Erich Lejeune, ein deutscher Unternehmer, der zudem als Motivationscoach und Fernsehmoderator tätig ist, hat für sich eine Antwort gefunden, die er auch mit anderen teilt.

„Motivation ist eine Lebenswissenschaft“

Motivation ist für Erich Lejeune nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern auch eine Lebenswissenschaft. Der von ihm 2012 gestiftete weltweit erste Lehrstuhl für Philosophie und Motivation an der von den Jesuiten unterhaltenen Hochschule für Philosophie (HfPh) in München untermauert das mit Forschungsergebnissen.

So geht in seiner interdisziplinären Ausrichtung der Erich-Lejeune-Lehrstuhl für Philosophie und Motivation stets von der ganz grundlegenden Frage aus: „Was treibt uns wirklich an?“ Unter Rückgriff auf philosophische Handlungstheorie und Philosophie des Geistes werden Grundlagen bestimmt, angereichert aus Erkenntnissen anderer Wissenschaftsdisziplinen wie etwa der Psychologie. Dem Austausch mit anderen Forschungsbereichen, beispielsweise in interdisziplinären Tagungen, wird dabei ebenso große Bedeutung beigemessen wie der Relevanzprüfung der Forschungsergebnisse im Austausch mit Öffentlichkeit und Wirtschaft.

Ein Besuch dieser Veranstaltungen ist dabei ein erstaunliches Ereignis, denn Erich Lejeune lebt, was er zu vermitteln sucht und kaum ein Besucher kann sich diesem Elan entziehen: Anfangs nur interessiert zuhörend, lässt sich bei fast allen Teilnehmern mit der Zeit ein sehr zuversichtliches Lächeln entdecken – zuletzt geschehen beispielsweise bei „MPE SPECIAL“, einem besonderem gezieltem Networking-Event für Vorstände, Firmeninhaber, Geschäftsführer und ähnliche Entscheider, das die engagierte Organisatorin  Monika Freifrau v. u. zu Pölnitz-Egloffstein mittlerweile seit 20 Jahren in München durchführt.

Und was rät nun Erich Lejeune der Generation Allways-On, um nicht in die Burnout-Falle durch ständige Erreichbarkeit zu tappen? Zu Ehrlichkeit zu sich selbst: „Nur eine Tätigkeit, die ganz im Einklang mit dem eigenen Gewissen und der eigenen Person als Ganzes steht, hält uns gesund“, so Erich Lejeune: „Denn Arbeit, die wir nur erledigen, erledigt auf Dauer uns selbst“. 

 

Ethik Society zeichnet Dr. Thomas Wendel von tw.con. aus

 Dr. Thomas Wendel

Dr. Thomas Wendel

Der Personalberater und internationale Rekrutierungsexperte Dr. Thomas Wendel wurde jüngst für sein ethisches Handeln und die Prinzipien ehrbaren Kaufmannstums ausgezeichnet und in die Ethik Society aufgenommen. Er darf sich künftig als „Member der Ethik Society“ ausweisen und gehört somit zum Kreis derer, die sich im Rahmen der Ethik Society politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich und persönlich mit den Themen Integrität, Ethik und nachhaltigem Wirtschaften beschäftigen.

Neben dem Wissenstransfer und Austausch mit den anderen Akteuren in der Ethik Society, die sich ebenfalls ethischen Business-Grundsätzen verpflichtet fühlen, möchte Wendel so auch zu einer politischen Debatte rund um dieses wichtige Thema beitragen und sowohl regional und national als auch international mit dafür sorgen, dass ethische Grundsätze im Business mehr Gewicht bekommen.

„Personalberatung muss Rücksicht auf menschliche Bedürfnisse nehmen. Wer sein eigenes Land verlässt, um in einem anderen Land zu arbeiten, muss mehr vorfinden als Formulare und Regelwerke. Interkulturelles Management und ein ausgewogener Abgleich der Interessen des neuen Arbeitgebers und des Bewerbers ist nicht nur eine Frage des gewünschten Erfolges, sondern auch eine des Anstands“, sagt Thomas Wendel, dessen Personalberatung tw.con. vor allem Ärzte, Ingenieure und IT-Experten aus Osteuropa an deutsche Unternehmen vermittelt. Dabei wolle er ganz persönlich und mit seinem Unternehmen Vorreiter sein. Deswegen wirke er gerne und mit Stolz in der Ethik Society mit.

„Wir freuen uns, dass wir Dr. Thomas Wendel als wegweisende Unternehmerpersönlichkeit als Member der Ethik Society haben gewinnen und auszeichnen können“, erklärt Jürgen Linsenmaier, Initiator der Ethik Society. Mit ihm habe die Gemeinschaft einen wichtigen Partner gewonnen, der glaubhaft für Ethik einstehe und der mit seinem Gewicht viel für die Ethik Society, ethisches Wirtschaften im Allgemeinen und die Entwicklung allgemeiner ethischer Grundsätze im Besonderen bewirken könne.

„Das Thema Ethik ist in vielen Chefetagen und Unternehmerköpfen angekommen“, sagt Jürgen Linsenmaier, der als Vortragsredner und Marketingprofi immer wieder Unternehmen rund um die Themen Reputation, Renommee und Integrität berät und begleitet. Er ist der Ideengeber für die Ethik Society, mit der er „eine lebendige Plattform des Austauschs und der Begegnung“ geschaffen hat.

„Ethisches Handeln in Unternehmen ist eine ganzheitliche Aufgabe. Es geht um weit mehr als um Marketing und definierte Werte. Ethik zeigt sich auch und vor allem im schonenden Umgang mit Ressourcen, in der Führung von Mitarbeitern, in der Qualität der Produkte und der Lieferkette sowie in der eigentlichen Leistungserbringung“, verdeutlicht der mehrfache Buchautor Linsenmaier. Ethik betreffe alle Bereiche eines Unternehmens und könne nicht verordnet werden. Ethik müsse gelebt werden. Um das zu erreichen, biete die Ethik Society praktische Unterstützung.

 

 

 

Die NATO unterzeichnet Cybersicherheitspartnerschaft mit Fortinet

Nato Cyber IndustryIm Rahmen der NATO Industry Cyber Partnership (NICP) haben Fortinet und die NATO Communications and Information (NCI) Agency eine Partnerschaft geschlossen. Die NCI Agency ist für den Betrieb und den Schutz der Netzwerke der NATO zuständig.

„Weltweit sieht sich die NATO mit zahlreichen Cybersicherheitsbedrohungen konfrontiert. Diese könnten drastische Auswirkungen auf die nationalen Konjunkturentwicklungen sowie die Bürger haben“, sagt Koen Gijsbers, General Manager der NCI Agency. „Um das zu vermeiden, setzt die NCI Agency auf das frühzeitige Teilen von Informationen hinsichtlich Bedrohungen und Schwachstellen mit führenden Herstellern wie Fortinet“.

„Öffentliche und private Unternehmen sowie ganz normale Menschen werden immer wieder von Cyberkriminellen angegriffen. Faktoren wie zunehmende Bedrohungen, eine immer größer werdende Angriffsfläche sowie die steigende Anzahl von eingesetzten Geräten sorgen dafür, dass es immer schwieriger wird, uns effektiv zu schützen“, sagt Michael Xie, Founder, President and Chief Technology Officer, Fortinet. „Wenn mehr Unternehmen proaktiv nützliche Intelligenz miteinander teilen würden, könnten wir komplexe Bedrohungen besser bekämpfen und den neuesten Risiken entgegenwirken. Die Folge wäre Sicherheit ohne Kompromisse – heute und in der Zukunft.“

Gegenseitiger Datenaustausch

Das Abkommen mit Fortinet fördert den gegenseitigen Datenaustausch vor allem hinsichtlich Informationen zu Cyberbedrohungen. Dieser Datenaustausch ist eine wirksame, effiziente Methode zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen Cyberattacken und zur Verringerung der Anfälligkeit für einen Angriff. Zu den Zielen der Initiative zählen:

  • Verbesserung der Cyberabwehr der NATO
  • Förderung der Teilnahme von Branchenorganisationen an multinationalen „Smart Defense“ Projekten
  • Verbesserung des Austauschs von Expertise, Informationen und Erfahrungen im Umgang mit der ständigen Bedrohung eines Cyberangriffs
  • Sensibilisierung für und besseres Verständnis von Cyberrisiken
  • Nutzung von Entwicklungen im Privatsektor zur Fähigkeitsentwicklung
  • Effiziente und ausreichende Unterstützung im Fall einer Cyberattacke

Waag Society : Was man über das Fairphone 2 wissen sollte

Das Fairphone in Version 1

Das Fairphone in Version 1

Die gemeinnützige Organisation Waag Society in Amsterdam rief 2010 auf Initiative ihres damaligen geschäftsführenden Vorstands Bas van Abel Fairphone als Kampagne ins Leben.

2013 gründete er mit Unterstützung der Waag Society Fairphone als soziales Unternehmen. Ziel war es, ein Smartphone aus konfliktfreien Materialien unter fairen Arbeitsbedingungen herzustellen. Via Crowdfunding wurden 5000 Menschen gesucht, die das Gerät für 235 Euro kaufen wollten. Schließlich wurden es 25.000.

Die erste Auslieferung erfolgte von Dezember 2013 bis Januar 2014. Das erste Fairphone www.fairphone.de zielte darauf ab, die Wirtschaft von innen zu verändern und „Verbraucher auf die durch die Gewinnung von Elektromaterialien finanzierten Kriege im Kongo aufmerksam zu machen“ (Quelle: memolife).

Das Fairphone liefert Denkanstöße

Auch wenn es damals viel Verbesserungspotenzial und Kritik gab (z.B. für ein wirklich faires Gerät müsse man die ganze Welt verändern), so lieferte Fairphone zumindest wichtige Denkanstöße: „Anstatt die Idee überhaupt nicht umzusetzen“, wurden und werden Teillösungen gesucht, „bis eine bessere Alternative vorhanden ist“, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Thorsten Reiter.

Die Fairphone B.V. ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht mit eingetragenem Sitz in Amsterdam, die sich dafür einsetzt, dass so viele Bauteile wie möglich aus fair gehandelten Rohstoffen und dem Recycling (Urban Mining) gewonnen werden. Darüber hinaus wird versucht, konfliktfreie Materialien zu beziehen, deren Kauf keine Bürgerkriege finanziert.

Es ist keine Lobby-Organisation und keine NGO, was der Gesellschaft in der EU Stärke verschafft, aber anderen gegenüber auch schwach macht. So war es beispielsweise in Indonesien schwer, weil sie von NGOs (als Hersteller eines kommerziellen Produkts) und Unternehmen mit Skepsis betrachtet wurde.

Fairphone achtet nicht nur auf umweltfreundliche Materialien bei der Produktion, sondern unterstützt auch soziale Projekte (z. B. ein Recycling-Projekt in Ghana) und setzt sich für faire Arbeitsbedingungen ein.

Auch Apple gibt seinen Zulieferern klare Regeln vor, doch entsprechen sie „nicht mehr als internationalen Mindeststandards“ (Frank Wiebe). Im Mai 2011 berichtete „Spiegel Online“ über zahlreiche Selbstmorde in der in Taiwan gegründeten Firma Foxconn, die viele Fabriken auf dem chinesischen Festland unterhält. Hier werden nicht nur iPods zusammengeschraubt, sondern es wird auch im Auftrag anderer großer Elektronikfirmen produziert. Der Spiegel berichtete von unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Überstunden weit über dem gesetzlichen Limit.

Es wird daran gearbeitet, Zinn und Tantal aus dem Kongo konfliktfrei zu erhalten, zusätzlich gibt es ein Projekt mit fair gehandeltem Gold. Natürlich bedeutet konfliktfrei  nicht auch fair gehandelt. „Es gibt Kinderarbeit in den Minen, wenig Arbeitsschutz, niedrige Löhne“, sagte van Abel im April 2014 der Zeitschrift enorm.

Das lässt sich nur ändern, wenn man vor Ort arbeitet. „Die chinesischen Fabrikarbeiter erhalten für die Herstellung des Geräts einen Extralohn (pro Smartphone 5 US-Dollar). Über dessen Verwendung entscheiden die Arbeiter selbst.“ (Quelle: memolife)

Was das Fairphone 2 leistet

Vom ersten zum zweiten Fairphone, das im November 2015 auf den Markt kam, gab es zahlreiche Verbesserungen. Dennoch ist das Fairphone 2 nicht perfekt. Allerdings gibt es derzeit auch nichts, „was besser wäre“, bestätigt Johanna Sydow, Referentin für Ressourcenpolitik und IT-Branche bei germanwatch.org. Die Kunden sind nicht enttäuscht, weil sie wissen, was sie kaufen.

Claudia Silber, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei der memo AG, die das Fairphone 2 seit kurzem über ihren Onlineshop memolife anbietet, verweist darauf, dass sie durchaus auch kleine technische Defizite dafür in Kauf nehmen, dass sie ein nachhaltiges und fair produziertes Smartphone erhalten.  Für den Preis (528,36 €) würde es eindeutig viel bessere Geräte geben, heißt es in einer Kundenbewertung (19.02.2016):

„Allerdings halte ich es für richtig, den Produzenten einen fairen Preis zu zahlen, kritische Materialien zu meiden und das Smartphone modular aufzubauen. Ich hoffe, diese Idee setzt sich entgegen dem Trend der Wegwerfgesellschaft durch, letzteres können wir uns nämlich auf Dauer nicht leisten!“

Das Produkt passt zur Philosophie der memo AG und entspricht den strengen Kriterien, die es erfüllen muss, um ins Sortiment aufgenommen zu werden. „Unser Anspruch ist es, Produkte ins Sortiment aufzunehmen, die sich durch ihre nachhaltigen Eigenschaften auszeichnen“, so Claudia Silber. „Mit dem Fairphone zeigt der holländische Hersteller, dass es auch anders geht und nicht auf Kosten anderer Menschen, die unter unserem üppigen Lebensstil leiden müssen. Der Weg für nachhaltige und faire Mobiltelefone ist damit gemacht und hoffentlich ein Vorbild für alle anderen Anbieter.“

Von einer Nachhaltigkeitscommunity wird das Fairphone 2 besser bewertet als Apple iPhone und Samsung Galaxy.

Es besteht aus gerade einmal sieben Teilen, die sich durch neun Schrauben einfach und schnell zerlegen lassen: Backcover, Akku, Core-Modul/Logicboard, Display-Modul, Audio-Modul, Kamera-Modul und Mikrofon/USB-Modul.

Damit sich weiterer Elektromüll vermeiden lässt, wird es ohne Ladegerät und Ladekabel geliefert (die meisten Anwender „besitzen die entsprechenden Ladevorrichtungen bereits und benötigen kein zusätzliches Zubehör)

Einige Fakten und Zahlen

  1. Das Gerät ist mit Abmessungen von 143 x 73 x 11 und 168 Gramm kein Leichtgewicht
  2. Das Fairphone 2 kann zwei Micro-SIM-Karten (1,2) und eine Micro-SD-Speicherkarte aufnehmen.
  3. Das Einsetzen von SIM- und Speicherkarten verläuft problemlos.
  4. Es hat 2 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte Speicher (mehr Speicher können in Form von SDHC-Karten ausgerüstet werden).
  5. Der Lithium-Ionen-Akku ist mit einer Kapazität von 2420 mAh ist wechselbar.
  6. Es hat ein mehrfarbiges LED, das auch anzeigt, wenn der Akku geladen wurde.
  7. Das Betriebssystem ist eine leicht modifizierte Version („Fairphone Onion 1.0“) von Android 5.1 Lollipop. Fairphone verspricht regelmäßige Updates für Android 5.
  8. Der Kunststoffrahmen dient beim Fairphone als „Bumper“(kein externe Schutzhülle erforderlich).
  9. Das Display (5 Zoll) bietet bei einer Auflösung von 1920×1080 Pixel mehr als viele Einstiegs- und Mittelklasse-Smartphones.
  10. Der Touchscreen reagierte bei Testern „butterweich“, wenngleich häufig bemängelt wird, dass die Knöpfe auf der Gehäuseaußenseite aufgrund der Bauweise keinen besonders angenehmen Druckpunkt haben.
  11. Beim Rückteil hat der Kunde beim Bestellen die Wahl zwischen verschiedenen Farbtönen.
  12. Die Kamera fotografiert mit 8 MPixeln (1/3,2-Zoll-Sensor mit f2.2). Die Qualität ist für die Tester in Ordnung, allerdings löst die Frontkamera nur mit 2 MPixel auf.
  13. Als Prozessor dient ein Snapdragon 801 mit vier Kernen, der mit 2,26 GHz betrieben wird.
  14. Das installierte „Mail“ ist Google-frei und kann mit jedem normalen E-Mail-Konto umgehen. Statt eines Google-Suchfeldes können alternative Suchmaschine installiert werden.
  15. Die verlängerte Nutzungsdauer des Geräts soll auch die Umweltbilanz verbessern.

Das Fairphone trägt dazu bei, Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Prozesse breiten Bevölkerungsschichten näherzubringen. Denn alles ist transparent und (be)greifbar – im Gegensatz zum Ansatz einiger Unternehmen, die noch immer auf die Devise setzen: „Je weniger der Kunde weiß, desto besser.“ Hier hat der Murks dann meistens Methode, weil Produkte absichtlich mit Sollbruchstellen so konstruiert werden, dass ihre Lebensdauer auf einen kurzen Erstnutzerzyklus reduziert ist.

Dr. Alexandra Hildebrandt

Dr. Alexandra Hildebrandt, Nachhaltigkeitsexpertin und Wirtschaftspsychologin

Autor: Dr. Alexandra Hildebrandt (im Bild)

 

 

 

 

 

 

 Mehr Infos:

Frank Wiebe: Wie fair sind Apple & Co. Orell Füssli Verlag, Zürich 2013.

Thorsten Reiter: Revolution dank Innovation. Mit Corporate Entrepreneurship zurück an die Spitze! Campus Verlag GmbH, Frankfurt a. M. 2016.

Siber Systems: Spezial-Apps für den digitalen Nachlass sind überflüssig

images-6Zur Zeit wittern einige Internet-Dienstleister das große Geschäft mit dem digitalen Nachlass. Vor allem in den USA werden Apps wie Everest, SafeBeyond oder Cake angeboten, mit denen sich der digitale Nachlass regeln lässt. Es ist damit zu rechnen, dass diese Dienstleistungen auch auf dem deutschen Markt auftauchen werden.

Wer allerdings einen Passwortmanager wie RoboForm, KeyPass oder OnePassword zur Verwaltung seiner Zugangsdaten einsetzt, kann sich den Aufwand sparen. „Dann reicht es, das Masterpasswort an einem sicheren Ort zu hinterlegen und eine oder mehrere Vertrauensperson zu benennen, die Zugang dazu bekommen sollen”, erklärt die Düsseldorfer Fachanwältin für Familienrecht Jutta Eickelkamp. „Die Hinterbliebenen können dann in Ruhe die Online-Accounts prüfen. Daten wie Bilder und Dokumente lassen sich herunterladen und sichern. Anschließend wird der Account aufgelöst.” Langwierige juristische Auseinandersetzungen mit Anbietern wie Facebook oder Google bleiben den Angehörigen erspart.

Für den Fall, dass auch der Computer nicht mehr zugänglich sein sollte, können die Zugangsdaten auch mit der mobilen Variante RoboForm2GO auf einem USB-Stick gespeichert werden. Da das Programm direkt auf dem USB-Laufwerk ausgeführt wird, lässt es sich auf jedem beliebigen Computer benutzen.

Ob das Master-Passwort und der USB-Stick in der Schreibtischschublade, beim Steuerberater oder gar bei einem Notar hinterlegt werden, muss jeder für sich entscheiden. Auf jeden Fall ist ein Passwortmanager wie RoboForm im Gegensatz zu den Nachlass-Apps schon zu Lebzeiten ausgesprochen nützlich. Er entlastet das Gedächtnis und sorgt für mehr Sicherheit bei Online-Diensten. Damit lässt sich nämlich die Empfehlung in die Tat umsetzen, für jeden Dienst ein anderes Passwort zu verwenden. Daran hält sich sonst erfahrungsgemäß kaum jemand.

BSI: Kriterien zur Beurteilung der Informationssicherheit von Cloud-Diensten

bsi_bund_logoIm Rahmen der CeBIT hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einen Anforderungskatalog zur Beurteilung der Informationssicherheit von Cloud-Diensten veröffentlicht. Basierend auf eigenen Erkenntnissen und anerkannten Standards zur IT-Sicherheit sind die Anforderungen in Basis-Anforderungen und höherwertige Anforderungen unterteilt, um unterschiedliche Sicherheitsbedürfnisse zu adressieren. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Transparenz der Cloud-Diensterbringung gelegt.

Zur Überprüfung der Sicherheit einer Cloud-Lösung wird neben der Umsetzung von Sicherheitsanforderungen auch die Offenlegung von Umfeldparametern gefordert. In den Umfeldparametern werden Datenlokation, Diensterbringung, Gerichtsstandort, Zertifizierungen sowie Ermittlungs- und Offenbarungspflichten gegenüber staatlichen Stellen nachgewiesen und für den Nutzer verständlich dargestellt. Dies unterstützt den Cloud-Kunden in seiner Entscheidungsfindung für oder gegen den Einsatz eines Cloud-Dienstes.

Der Anforderungskatalog bietet Cloud-Anbietern die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Compliance- oder Wirtschaftsprüfung schnell und mit geringem Mehraufwand die Erfüllung der Anforderungen testieren zu lassen. Der Nachweis, dass ein Cloud-Anbieter die Anforderungen des Katalogs einhält und die Aussagen zur Transparenz korrekt sind, wird durch einen SOC2-Bericht erbracht. Dieser basiert auf dem international anerkannten Testierungsregime der ISAE 3000, das von Wirtschaftsprüfern verwendet wird.

Der neue Anforderungskatalog steht auf der Webseite des BSI zum Download zur Verfügung.

Startnext: Crowdfunding-Plattform unterstützt Flüchtlingskinder

Tor_GlückWährend sich die Politik in der Flüchtlingsfrage streitet, sind private Initiativen, wie das Straßenfussballprojekt „buntkicktgut“ schon einen Schritt weiter: Sie packen das Thema Integration einfach an – und das verdient höchste Anerkennung.

Diese großartige Arbeit benötigt regelmäßige finanzielle Unterstützung. Und genau an dieser Stelle kommen Startnext, eine Crowdfunding-Plattform für kreative und nachhaltige Projekte,  mit „Tor ins Glück“ ins Spiel: Startnext will ein Fußball-Tippspiel im Internet aufbauen, das die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung über Jahre aufrechterhalten wird.

Das ist gut für buntkicktgut und noch viel besser für die Kinder und Jugendlichen.

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!

 

Xethix Diskurs: Die nächste Veranstaltung „Vernetzung 4.0 im Mittelstand“ (Cebit/Hannover, 15.03.2016)

Die Vernetzung von Geschäftsprozessen findet im Mittelstand bereits seit Jahren statt. Doch jetzt gilt daraus neue Potentiale zu erkennen, um die nächste Stufe der Effizienz zu erreichen. Dies erfordert ein Umdenken bei den Unternehmen und hierbei gilt es schnell zu handeln, denn im globalen Markt gibt es genügend Player, die an dem Erfolg von etablierten Unternehmen partizipieren wollen. Zum Beispiel durch den Aufbau übergreifender digitaler Plattformen, die dazu geeignet sind, den Zugang sowie die Prozesse eines kompletten Geschäftsmodells zu kontrollieren.

Experten sind sich bereits darüber einig, dass dadurch die ökonomischen Spielregeln grundlegend verändert werden, insbesondere auch im Hinblick auf die Wertschöpfungsprozesse. Ob dabei letztendlich jeder Teilnehmer profitieren kann ist momentan völlig offen – von daher ist dies eine Problemstellung mit der sich die Industrie – und hier vor allem den Maschinen- und Anlagenbau – auseinandersetzen muss, denn hier bahnt sich im Prinzip der vermutlich größte Plattform-Markt an: Das „industrielle Internet der Dinge“, sprich die großflächige Vernetzung der Industrie.

Mit dem Kolloquium „Vernetzung 4.0“ greift der Campus Mittelstand 2016 einige der drängenden Fragen zu diesem Thema auf. In Vorträgen und einem Panel erörtert die Moderatorin des Kolloquium Ulla Coester, Autorin des eBook „Industrie 4.0 für den Mittelstand“ mit Fachleuten aus Forschung beispielsweise Prof. Lutz Becker, Hochschule Fresenius Köln und Praxis wie etwa Burkhard Röhrig, Vorstandsvorsitzender des VDMA Fachverband Software oder Walter Waldhier, Vice President, IoT Sales and Business Development in EMEA, PTC hierzu relevante Aspekte; so auch rechtliche, die Bernd Fuhlert, Vorstand Revolvermänner sowie Freier Dozent (FOM) für Datenschutz und IT-Sicherheit  erläutert.

Ort & Zeit: 15.03 von 15.45 bis 17.30, Halle 5, Campus Mittelstand, Stand D36 und Live-Übertragung via Google Hangout

 

 

 

 

 

 

Kommentar Bitdefender: Sorge um den Datenschutz in der Cloud und im Internet der Dinge

Liviu Arsene, Senior E-Threat Analyst bei Bitdefender

Liviu Arsene, Senior E-Threat Analyst bei Bitdefender

Nicht erst seit dem Bekanntwerden der großen Abhörskandale auf Regierungsebene hat das Thema Datenschutz im Internet massiv an Bedeutung gewonnen. Praktisch jeder Anbieter von Internetdienstleistungen sammelt mittlerweile automatisch Nutzerdaten, deren Auswertung die jeweiligen Produkte verbessern soll.

Da abseits der reinen Nutzungsdaten aber auch immer mehr private Informationen ihren Weg ins Netz finden – egal ob über soziale Netzwerke, IoT-Geräte oder andere Mechanismen – sind Fälle von Datenmissbrauch, Identitätsdiebstahl und sogar finanziellen Verlusten zu einem ganz realen Problem geworden.

 Betrug, Datenklau, Cyber-Angriffe – alles ist möglich

Das Internet hat zweifellos die Art und Weise verändert, in der Menschen weltweit miteinander interagieren. Doch neben all den damit verbundenen Vorteilen brachte es auch neue Formen der Bedrohung mit sich, die theoretisch wie praktisch jeden Nutzer betreffen können. Denn durch die Nutzung von Onlinebanking oder sozialen Netzwerken überall auf der Welt können Anwender auch überall Opfer von Cyberkriminalität werden.

Betrug, Datenklau, Cyber-Angriffe und andere Internetstraftaten können jeden betreffen, der in irgendeiner Weise mit dem Internet verbunden ist. Das kann heutzutage sowohl per PC, als auch über Tablet oder Smartphone der Fall sein. Wer sich also bisweilen fragt, was ihm im Internet schon Schlimmes passieren kann, dem sei eine ganz einfache Antwort gegeben: Alles nur irgendwie vorstellbare!

Selbst nicht ordnungsgemäß gesicherte Babyphones und IP-Kameras stellen bereits ein Risiko dar, da sie – im Falle eines erfolgreichen Hacks aus der Ferne – Fremden direkten Einblick in die eigene Privatwohnung ermöglichen.

Cloud-Dienste und IoT-Geräte sind somit unlängst zu einer Ware geworden, die von Nutzern, Unternehmen und Cyberkriminellen gleichermaßen dazu verwendet wird, um Daten zu sammeln, Systemschwachstellen zu entblößen oder letztlich auch Cyberangriffe durchzuführen.

 Eine gesunde Portion Vorsicht hilft

Nicht wenige begründete Ängste entstammen der zunehmenden Verbreitung von internetfähigen Geräten, die permanent persönliche Daten erfassen und in die Cloud übertragen. Während die potenziellen Vorteile dieser Geräte – gerade im Gesundheitsbereich – auf der Hand liegen, gibt es auch diverse Risiken.

Das wahrscheinlich größte Problem ist, dass es noch keine etablierten Standards für die Prozessverarbeitung der so genannten Internet of Things-Geräte gibt. Somit ist auch nicht geregelt, in welcher Weise diese mit ihren Daten umgehen und, was sehr viel schwerer wiegt, welche Sicherheitskonzepte Anwendung finden. Ein wenig Umsicht beim Kauf ist also angeraten, denn die Konzepte der Hersteller bezüglich der Datenverarbeitung und -auswertung variieren mitunter stark.

Das Wissen darüber, wie etwa das Smartband seine Daten überträgt und wer auf der Empfängerseite sitzt, könnte dann auch zum Verständnis beitragen, warum man an anderer Stelle plötzlich fitnessbezogene Werbung angezeigt bekommt. Während die Cloud also zweifellos eine ganze Reihe an Vorteilen im Bezug auf Kosten, Leistung und Verfügbarkeit bietet, verbleibt dennoch die Unsicherheit, welche persönlichen Daten am Ende wirklich übertragen werden, wer darauf Zugriff hat und zu welchem Zweck.

 Sind die Bedrohungen überbewertet?

Diese Frage lässt sich schnell beantworten, wenn nur einmal eine kurze Onlinesuche nach den jüngsten Datenschutzpannen bei bekannten Cloud-Infrastrukturen und -Anbietern oder Internet of Things-Anbietern durchgeführt wird. Allein die Daten-Leaks rund um die Kontaktplattform Ashley Madison und das US-amerikanische Office of Personnel Management betrafen Millionen von Nutzern, die plötzlich ihre realen Namen, Email-Adressen und Sozialversicherungsnummern öffentlich im Internet wiederfanden. Diese und weitere Fälle bezeugen aber auch, dass persönliche Daten noch nie zuvor einen so hohen Stellenwert hatten – sowohl für den Einzelnen, der sie nun aktiv schützen muss, als auch für Fremde, die sich damit einen Vorteil erwirtschaften können.

Die Sicherheit einer Cloud oder anderer internetfähiger Geräte sollte also nie zu hoch eingeschätzt werden, denn allzu sorgloser Umgang kann schwerwiegende Auswirkungen auf den Datenschutz haben. Und es liegt in der Verantwortung aller – Anbieter wie auch Nutzer – dafür zu sorgen, dass nichts dem Zufall überlassen wird.

 Autor: Liviu Arsene, Senior E-Threat Analyst bei Bitdefender

 

TH Köln: Digitalisierung von Sozialer Arbeit, Pflege und Gesundheit

TH KölnDie TH Köln hat einen neuen Forschungsschwerpunkt: Die Digitalisierung von Sozialer Arbeit, Pflege und Gesundheit. „Der Forschungsschwerpunkt will dazu beitragen, dass die bereits vorhandenen technischen Möglichkeiten in den sozialen Arbeitsfeldern besser genutzt werden als bisher“, sagte der Initiator und Leiter des Forschungsschwerpunktes, Prof. Dr. Udo Seelmeyer, während der Auftaktveranstaltung vor rund 50 Fach- und Leitungskräften aus Verbänden, von öffentlichen und freien Trägern sowie Organisationen der Sozialwirtschaft und IT-Branche. „Dabei berücksichtigen wir stets die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Zehn Professorinnen und Professoren der TH Köln aus Fachrichtungen wie Sozial-, Medien- und Wirtschaftswissenschaften, Ethik, Recht, Informatik und Design arbeiten dafür beim DiTeS zusammen.“ … mehr

 

Kommentar Varonis: Mitarbeiter können auf mehr Daten zugreifen als sie benötigen“

David Gibson ist Vice President of Strategy an Market Development bei Varonis.
David Gibson ist Vice President of Strategy an Market Development bei Varonis.

 

Erst jüngst, nämlich während des Super Bowl 50, ist es Hackern gelungen Datensätze von 29.000 beim Heimatschutz-Ministerium (DHS) oder dem FBI beschäftigten Personen zu erbeuten und zu veröffentlichen. Darunter nicht nur Namen und Telefonnummern, sondern zum Teil auch Aufgabenbeschreibungen:

Das Drehbuch ist schon fast ein Klischée: Phishing-Angriff auf einen Angestellten oder Bediensteten, Anmeldedaten stehlen, lokale Festplatte und Laufwerke abscannen, potenziell interessante Dokumente herunterladen.

Und dann das Ganze wieder von vorn. Unternehmen müssen sich mehr und mehr auf solche Arten von Angriffen einstellen und dagegen wappnen. Mitarbeiter haben ganz natürlich Zugang zu wichtigen Daten, um ihren Job machen zu können. Nur ein einziger erfolgreich verlaufender Angriff auf nur einen einzigen Mitarbeiter, bedeutet aber, dass nun auch der Hacker auf genau diese Informationen zugreifen kann. Und auf je mehr Daten ein Mitarbeiter zugreifen kann, desto höher ist das potenzielle Risiko.

Es ist kein großes Geheimnis, dass Mitarbeiter größtenteils auf sehr viel mehr Daten zugreifen können als sie benötigen um ihren Job gut zu machen. Selbst zusätzliche Präventionsmaßnahmen lassen sich nicht selten mit ein bisschen Social Engineering umgehen. Unternehmen und Behörden müssen anfangen genauer hinzusehen, wer, wann und wie auf ihre Daten zugreift – unabhängig davon ob es sich dabei um Personen oder Systeme handelt. Auch in diesem aktuellen Fall sieht es ganz danach aus als habe es unübliche Zugriffe auf Dateien und E-Mails gegeben, die man über gute Analytiken hätte erkennen können, bevor es zu spät ist.“

Autor: David Gibson, VP of Strategy an Market Development, Varonis

Auf SmartHome folgt SmartCare – mobilcom-debitel steigt in den E-Health-Markt ein

Smart Care - Fitness (Bildquelle: mobilcom-debitel 2016)

Smart Care – Fitness (Bildquelle: mobilcom-debitel 2016)

mobilcom-debitel will ein neues Kapitel im Digital Lifestyle eröffnen. Im Feld „SmartCare“ dreht sich alles um das gesunde Leben durch digitale Unterstützung. Hier beginnt ab sofort der Aufbau eines eigenen SmartCare Portfolios in drei Bereichen: Schutz, Wohlbefinden und Fitness. In der neuen Produktkategorie werden die weitreichenden Erfahrungen mit SmartHome, digitalen Diensten und Wearables von mobilcom-debitel zusammengeführt. Zunächst wird das Angebot online unter www.md.de/smartcare zur Verfügung gestellt und folgend in ausgewählten Shops.

Neben SmartHome und digitalem Entertainment gilt der E-Health-Sektor als eines der stärksten Wachstumsfelder der digitalen Wirtschaft. Bis 2017 wird in diesem Markt in Deutschland laut Statista jährlich ein Anstieg von 20 Prozent auf knapp drei Milliarden Euro erwartet. Weltweit soll bis 2017 ein Volumen von über 20 Milliarden US-Dollar im digitalen Gesundheitswesen erreicht sein. E-Health umfasst dabei ein sehr breites Feld; von der Telemedizin bis zum Senioren- oder Kinderschutz.

Die Telemedizin beschreibt dabei die digitale Kommunikation zwischen Patienten und Ärzten. mobilcom-debitel positioniert sich hingegen mit SmartCare mit innovativen digitalen Produkten nahe am Konsumenten. mobilcom-debitel nutzt dabei die langjährige Digital-Lifestyle-Erfahrung mit digitalen Diensten und Angeboten aus den Bereichen SmartHome und Wearables.

Das neue SmartCare Portfolio

Durch die Aufteilung in die Bereiche Schutz, Wohlbefinden und Fitness deckt mobilcom-debitel verschiedene Zielgruppen im Kernmarktanteil der 30- bis 50-Jährigen und deren Angehörigen ab.

Smart Care - Schutz (Bildquelle: mobilcom-debitel 2016)

Smart Care – Schutz (Bildquelle: mobilcom-debitel 2016)

Die Produkte in der Kategorie SmartCare Schutz fokussieren den Kinderschutz und die Sicherheit im Alter. Mobile Tracker signalisieren, dass beispielsweise die Kinder sicher zu Hause angekommen sind, und der Notfallknopf stellt rasch Kontakt zu einem professionellen Sicherheitsdienst her, sei es bei einem Sturz oder in anderen Notsituationen.

SmartCare Wohlbefinden unterstützt die Nutzer bei einem seelisch und geistig gesunden Lebensstil mit Apps fürs Entspannen und mit Produkten für gesunden Schlaf. Auch das Thema Einsamkeit im Alter greift SmartCare mit einem familiengerechten Tablet auf, welches einfache Kommunikation via WhatsApp, Skype oder anderen digitalen Diensten für die ganze Familie ermöglicht.

Als dritte Kategorie setzt SmartCare Fitness bei mentaler und körperlichen Fitness an – mit verschiedenen Wearables, digitalen Fitnesskursen und virtuellen Mentaltrainern für bessere Konzentrations- und Erinnerungsleistung.

Ralf Gmelin, Leiter Corporate Development der freenet Group.

Ralf Gmelin, Leiter Corporate Development der freenet Group.

„Der Einstieg in den E-Health-Markt mit SmartCare ist eine konsequente Fortsetzung unserer Digital-Lifestyle-Strategie“, sagt Ralf Gmelin, Leiter Corporate Development und zuständig für neue Geschäftsfelder bei der freenet Group. „In der Ausarbeitung des neuen Feldes sind unsere Erfahrungen aus den Bereichen SmartHome, digitale Dienste und Wearables von immensem Wert. Mit den neuen Produkten positionieren wir uns frühzeitig in einem der großen digitalen Wachstumsfelder.“