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Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK): Mixed Generations – demographischer Wandel als Erfolgsfaktor

Das international tätige Forschungs- und Beratungsinstitut Great Place to Work hat den im Rahmen des Arbeitgeberwettbewerbs „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ gestifteten Sonderpreis „Demographiebewusstes Personalmanagement“ verliehen.

Die Kölner Experten für Arbeitsplatzkultur kürten gemeinsam mit dem Projektpartner ‚Das Demographie Netzwerk e. V.‘ (ddn) die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) als Preisträger, die durch einen umfassenden und systematischen Ansatz den Herausforderungen des demographischen Wandels erfolgreich entgegentritt.

„Die Auszeichnung würdigt das besondere Engagement des Unternehmens und steht für den Einsatz von gezielten Maßnahmen und Instrumenten im Bereich Aus- und Weiterbildung und Wissensmanagement sowie eine besondere Berücksichtigung der Gesundheitsförderung“, so Frank Hauser, Geschäftsführer von Great Place to Work Deutschland, zur Begründung der Preisvergabe.

Die Siemens-Betriebskrankenkasse als Vorbild für demographiebewusstes Personalmanagement

Die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) setzt als Versicherungsunternehmen darauf, gute Beziehungen zu Kunden zu erhalten. Aber auch nach innen, also hinsichtlich der Unternehmenskultur, zeigt sich eine besondere, auf Mitarbeitende orientierte Qualität. Wie der Titel des Sonderpreises bereits impliziert, verfügt die SBK über ein ausgereiftes, demographiebewusstes Personalmanagement, welches diesbezügliche Aspekte gezielt berücksichtigt und gegebenenfalls fördert. Dass die SBK dabei auf einem guten Weg ist, zeigt sich nicht zuletzt in den guten Platzierungen im Wettbewerb «Deutschlands Beste Arbeitgeber 2016» in dem die Betriebskrankenkasse in der Größenklasse ‚501 – 2000 Mitarbeitende‘ den siebten Platz belegte.

Erster Schritt hin zu einem demographiebewussten Personalmanagement war für die SBK eine entsprechende Analyse im gesamten Unternehmen und die Auswertung von soziodemographischen Personalkennzahlen, gefolgt von der Vorstellung und Diskussion mit Führungskräften aller Ebenen. Dabei stand das Bewusstseinsschaffen für die Herausforderungen des demographischen Wandels im Vordergrund.

 Vielfältige Maßnahmen als Antwort auf demographische Herausforderungen

Heute setzt die SBK auf zahlreiche Maßnahmen, die einen wertvollen Beitrag zur langfristigen Demographiefestigkeit des Unternehmens leisten.

So legt der Versicherer z. B. hinsichtlich der Weiterentwicklung der Personalstruktur Wert auf heterogene Teams, die hinsichtlich Alter, Geschlecht und Generationen Vielfalt aufweisen. Dank der Zusammenfassung von verschiedenen Perspektiven, Erfahrungen und Kompetenzen in einer dezentralen, sich selbststeuernden Unternehmensstruktur, profitieren so alle Mitarbeitenden voneinander. Gegenseitige und gezielte Entwicklungsunterstützung, insbesondere von jungen Führungskräften, bieten Generationen-Patenschaften und das Generationen-Mentoring.

Darüber hinaus erfolgt eine stetige Einbindung verschiedener Generationsgruppen, z. B. bei Prozessveränderungen und Applikationsentwicklungen. „Ein Auszubildender kann sich bei digitalen Prozessen eventuell schneller einarbeiten. Andererseits wird er von unseren Erfahrungsträgern viel über gelebte Kundenberatung von Mensch zu Mensch lernen. Wir setzen deshalb gezielt auf diesen Austausch über Alters- und Wissensgrenzen hinweg, etwa durch unsere Azubi-Patenschaften, das Mentoring-Programm für junge Führungskräfte und Diskussionen in unserem internen Wiki“, so Dr. Gertrud Demmler, Vorstand der SBK, zum Erfolgstreiber ‘Mix der Generationen‘.

Das Beispiel der SBK macht deutlich, dass der demographische Wandel nicht, wie so häufig, als negative Entwicklung eingestuft werden muss, sondern Chancen bietet. Daraus resultierend erwächst ein maßgeblicher Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens und dessen langfristiger Zukunftsfähigkeit.

Über Great Place to Work

Great Place to Work ist ein international tätiges Forschungs- und Beratungsnetzwerk, das Unternehmen in rund 50 Ländern weltweit bei der Entwicklung einer attraktiven und leistungsstarken Unternehmenskultur unterstützt. Der Fokus liegt dabei auf der Schaffung eines hohen Maßes an Vertrauen, Stolz und Teamgeist in der Zusammenarbeit und der Gestaltung unterstützender und förderlicher Maßnahmen des Personalmanagements.

Neben unternehmensspezifischen Analyse- und Beratungsangeboten ermittelt das Institut im Rahmen überregionaler, regionaler und branchenspezifischer Benchmark-Untersuchungen in Zusammenarbeit mit namhaften Partnern aus Wirtschaft, Verbänden und Medien regelmäßig sehr gute Arbeitgeber und stellt diese der Öffentlichkeit vor. Das deutsche Great Place to Work Institut wurde 2002 gegründet und beschäftigt am Standort Köln derzeit 80 Mitarbeiter.

 Über Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn)

Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn) bündelt die Expertise von über 350 Unternehmen, Kommunen und Institutionen mit einer Personalverantwortung für über zwei Millionen Beschäftigte. Als Kompetenznetzwerk und Wertegemeinschaft setzt sich ddn für generationengerechte Arbeitsplätze und eine zukunftssichere Personalplanung in neuen Arbeitswelten ein.

 

 

Internet Economy Foundation (IE.F) und Roland Berger: Digitale Plattformen als Wachstums- und Innovationstreiber

internet-foundationDigitale Plattformen und ihre Geschäftsmodelle erobern Branche um Branche, Region um Region, Markt um Markt. Ohne Plattformen läuft heute im Internet nichts mehr und auch die „Old Economy“ ist zunehmend auf ihre Fähigkeiten angewiesen. Kommerzielle Nutzer benötigen sie als Intermediär zu ihren Kunden. Privatnutzer brauchen sie, um Informationen abzurufen, Inhalte zu beziehen oder miteinander zu kommunizieren.

Digitale Plattformen bündeln und vermitteln fast alle Interaktionen der Internetökonomie und der vernetzten Gesellschaft; sie sind wichtige Innovations-, Produktivitäts- und Wachstumstreiber, von deren Wertschöpfung viele Marktteilnehmer und ganze Volkswirtschaften profitieren. Aktuell stellen digitale Plattformen sechs der zehn wertvollsten Unternehmen der Welt und vier der fünf stärksten Marken. Bei Kennzahlen wie Umsatzwachstum oder Börsenwertzuwachs haben sie die großen Industrieunternehmen längst überflügelt.

Doch an diesem Erfolgsmodell hat Europa zurzeit kaum Anteil; der Kontinent vergibt so wichtige Geschäftschancen, die das europäische Wirtschaftswachstum ankurbeln könnten. Um dies zu ändern und europäischen Digitalanbietern und Start-ups mehr Gewicht zu verschaffen, haben die Experten von Internet Economy Foundation (IE.F) und Roland Berger in ihrer Studie „Fair Play in der digitalen Welt – Wie Europa für Plattformen den richtigen Rahmen setzt“ das Thema einer intensiven Analyse unterzogen und einen Zehn-Punkte-Plan mit Handlungsempfehlungen für die Politik entwickelt.

Europas Anteil an der Plattformökonomie ist marginal

„Weniger als fünf Prozent des weltweiten Börsenwerts digitaler Plattformen entfallen heute auf europäische Unternehmen“, sagt Prof. Dr. Friedbert Pflüger, Vorsitzender der IE.F. Dagegen vereinen alleine Plattformbetreiber aus der Bay Area (Silicon Valley und Umgebung) über 50 Prozent der Marktkapitalisierung auf sich; und auch asiatische Anbieter wachsen rasant. „Europa spielt in der Plattformökonomie derzeit fast nur als Absatzmarkt und Entwicklungsstandort für die US-dominierten App Stores und Softwareschmieden eine Rolle“, sagt Pflüger. „Von der Wertschöpfung und dem Effekt auf die gesamte Volkswirtschaft kommt dagegen viel zu wenig hier an.“

Das liegt auch an ungleichen Voraussetzungen wie einem starken Regulierungsgefälle, unter denen digitale Start-ups global operieren. So nehmen aktuell gerade an den zentralen Schaltstellen amerikanische Plattformen dominierende Wettbewerbspositionen ein.

Die Internetwirtschaft braucht faire Spielregeln

„Damit auch Europa von den positiven gesamtwirtschaftlichen Effekten digitaler Plattformen profitieren kann, brauchen wir mehr Wettbewerb und faire Chancen für alle Marktteilnehmer, egal ob Weltkonzern oder Start-up“, sagt Philipp Leutiger, Partner von Roland Berger. „Gerade junge Wachstumsunternehmen benötigen einerseits einen fruchtbaren Boden, auf dem sie entstehen und gedeihen können. Andererseits sind klare, faire und durchsetzbare Spielregeln erforderlich, damit sich die innovativsten Anbieter am Markt etablieren können.“

Die Experten von IE.F und Roland Berger fordern daher eine für neue Wettbewerber offene Internetwirtschaft, die sich durch Innovationsstärke, hohe Wertschöpfung, fairen Wettbewerb, vertrauensvollen Umgang mit Daten und verantwortlich handelnde Unternehmen auszeichnet. Eine eigenständige Plattformökonomie kann ihren Analysen zufolge die Wirtschaftsdynamik in Europa nachhaltig unterstützen. Dabei müsse die Maxime gelten: So viel Markt wie möglich, so viele Regeln wie nötig.

„Zuallererst müssen die bestehenden Wettbewerbsregeln konsequent durchgesetzt werden. Damit lässt sich schon viel erreichen“, sagt der IE.F-Vorsitzende Pflüger. „In einigen besonders sensiblen Bereichen sollten die Bestimmungen aber auch erweitert und an die Anforderungen und Gesetzmäßigkeiten der Plattformökonomie angepasst werden.“ Zu diesen sensiblen Bereichen gehören etwa Plattformen, die eine digitale Infrastruktur bereitstellen und somit systemrelevant sind – zu nennen sind hier in erster Linie App Stores und Universalanbieter, die zentrale Internetdienste in einem geschlossenen System bündeln.

„Integrierte Plattformen und Ökosysteme sind eine Art Zollstation für sämtliche digitale Geschäftsmodelle“, sagt Leutiger. „Daher ist eine Monopolstellung hier besonders gefährlich, denn sie verschafft einzelnen Anbietern die Möglichkeit, neuen Wettbewerbern den Zugang zu erschweren oder gänzlich zu verwehren.“

Zehn-Punkte-Programm für mehr Wachstum und Wettbewerb

Das „Zehn-Punkte-Programm für eine vitale europäische Plattformökonomie“, in dem die Experten von IE.F und Roland Berger ihre Handlungsempfehlungen für die nationale und europäische Politik detailliert beschreiben, umfasst daher folgende Forderungen:

  1. Schaffung eines echten digitalen Binnenmarkts
  2. Aufhebung der Regulierungsasymmetrie
  3. Anpassung der kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht
  4. Entwicklung neuer Kriterien für die Fusionskontrolle
  5. Verbesserung der Datenportabilität
  6. Konsequente Entbündelung vertikaler Dienste
  7. Sicherstellung einer Plattformneutralität
  8. Gründung einer Europäischen Digitalagentur
  9. Bildung transnationaler Allianzen
  10. Finanzierung und Förderung innovativer Start-ups

„Eine wettbewerbsstarke, innovative Internetwirtschaft in einem digitalen Binnenmarkt kann Europas schwächelnden Volkswirtschaften den nötigen Schub geben“, sagt Roland Berger-Experte Philipp Leutiger. „Deshalb müssen wir jetzt schnell die notwendigen Voraussetzungen schaffen, damit wir im internationalen Rennen nicht abgehängt werden.“

Die Studie können Sie herunterladen.

Studie: Soziales Engagement zahlt sich für Unternehmen aus

CSR-Report_2016Kaufen auch Sie lieber Produkte von Unternehmen, die soziales Engagement für Umwelt und Gesellschaft nicht nur versprechen, sondern vorleben? Einer aktuellen repräsentativen Umfrage zufolge ändern die Deutschen bewusst ihr Konsumverhalten, um verantwortungsvolles Handeln von Unternehmen zu würdigen.

Das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. hat im April 2016 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.017 Verbraucher zwischen 18 und 69 Jahren zu verantwortungsvollem Unternehmertum und Corporate Social Responsibility (CSR) online befragt. Dabei wurden unterschiedliche Aspekte wie Erwartungen von Verbrauchern an CSR-Aktivitäten von Unternehmen sowie die Auswirkungen solcher Maßnahmen auf das Kaufverhalten untersucht.

Die Studie identifiziert unterschiedliche Konsumententypen, denen Unternehmen mit einem passenden CSR-Portfolio begegnen müssen, um Glaubwürdigkeit und Unternehmenserfolg beeinflussen zu können.

Nahezu 88 Prozent der Befragten finden bei der Beurteilung eines Unternehmens soziales Engagement wichtig. Konsumenten belohnen verantwortungsvolles Handeln von Unternehmen mit einer erhöhten Zahlungsbereitschaft: So geben 76 Prozent der Studienteilnehmer an, für ein identisches Produkt einen höheren Preis zu zahlen, wenn es von einem sozial engagierten Unternehmen hergestellt wurde.

Bei fast allen Befragten wirkt sich verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln darauf aus, wie gut oder schlecht sie ein Unternehmen finden. Je nachdem, ob und inwiefern soziales Engagement den Befragten wichtig ist, können sie als CSR-Enthusiasten, -Befürworter, -Interessenten oder -Ablehner identifiziert werden. Die Studie deckt auf, dass Unternehmen bei der Planung und Kommunikation ihrer Maßnahmen diese sehr verschiedenen Gruppen berücksichtigen sollten, um einen hohen wirtschaftlichen Nutzen hinsichtlich Absatz und Image zu erzielen.

Daneben deckt die Studie auf, wie Unternehmensspenden den größtmöglichen Nutzen für ein Unternehmen erzielen können. Dabei wird deutlich, dass je nachdem, ob eine positive Außenwahrnehmung der Spende oder eine verstärkte Kundenbindung Ziel der Aktion ist, unterschiedliche Spendenpartner vorzuziehen sind. Konkret kann bestimmt werden, welche Spendenorganisation für ein Unternehmen und das jeweilige Spendenziel am geeignetsten ist.

Die vollständige Studie „Corporate Social Responsibility Monitor 2016“ gibt es online.

AVG: Das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz und Updates prägen das Online-Leben

In nicht allzu ferner Zukunft übernehmen autonome Systeme eine Vielzahl von Aufgaben. Während Menschen von zahlreichen alltäglichen Aufgaben entlastet werden, besteht zugleich die Befürchtung, dass wir mit dieser Entwicklung auch an Autonomie verlieren könnten. (Copyright: Daimler und Benz Stiftung/Oestergaard)betroffenen wissenschaftlichen Disziplinen beleuchtet, wie autonome Systeme unser Leben und auch unser Selbstverständnis verändern werden. (Copyright: Daimler und Benz Stiftung/Oestergaard).

In nicht allzu ferner Zukunft übernehmen autonome Systeme eine Vielzahl von Aufgaben. Während Menschen von zahlreichen alltäglichen Aufgaben entlastet werden, besteht zugleich die Befürchtung, dass wir mit dieser Entwicklung auch an Autonomie verlieren könnten. (Copyright: Daimler und Benz Stiftung/Oestergaard)betroffenen wissenschaftlichen Disziplinen beleuchtet, wie autonome Systeme unser Leben und auch unser Selbstverständnis verändern werden. (Copyright: Daimler und Benz Stiftung/Oestergaard).

Der IT-Security Anbieter AVG über Trends und Prognosen für 2016, die Online-Unternehmen zum Handeln zwingen und direkte Auswirkungen auf Verbraucher haben:

Trend 1: Mehr Online-Sicherheit dank künstlicher Intelligenz

Nicht nur auf den Straßen zeigt künstliche Intelligenz in Form von selbstfahrenden Autos, wie Software-Systeme für Sicherheit sorgen können. Auch beim Thema Online-Sicherheit wird künstliche Intelligenz 2016 großgeschrieben. So lernen etwa Antiviren-Programme mithilfe von ausgefeilten, neuronalen Lern- und Cloud-Techniken Malware früher und häufiger zu erkennen. Auch weitere Programme mit künstlicher Intelligenz werden 2016 für alle zugänglich – so wie es bereits kürzlich mit Googles Open Source Projekt Tensorflow geschehen ist. Die Hoffnung: Mithilfe dieser intelligenten Lösungen Cyber-Kriminelle schneller fassen und Gefahren effektiver eindämmen.

Passwort-Studie_2015_Grafik

Umfrage von Bilendi im Auftrag von Web.de (2015)

 Trend 2: Passwörter bleiben unersetzlich

Passwörter sind ein Konzept, dass uns noch viele Jahre privat und beruflich erhalten bleiben wird. Ihr großer Vorteil: sie sind kostenlos, während jede Alternative kostenpflichtig ist. Es gibt jedoch einige Alternativen, bei denen sich ein Blick lohnt. Zum Beispiel kündigte Yahoo 2015 eine Lösung an, die mobile Geräte statt Passwörter zur Zugangsberechtigung verwendet. Auch Google hat bereits ein sogenanntes Smart Lock System vorgestellt, dass die Gegenwart anderer Geräte nutzt um ein Smartphone zu entsperren. Passwörter werden allerdings auch 2016 ihre Schwächen behalten – wie wiederverwendete Kennwörter oder nicht sichere Verwahrung.

Die Hoffnung: Immer mehr Benutzer und Unternehmen werden sich der Schwachstellen bewusst und setzen beispielsweise auf Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Identifizierung über Fingerabdruck.

 Trend 3: Die dunkle Seite des Internet der Dinge

Den neusten mit dem Internet verbundenen Wasserkocher per Smartphone anzuschalten ohne vom Sofa aufzustehen mag amüsant sein, aber ist es auch nötig? Denn dieser Wasserkocher kann gleichzeitig auch eine potentielle Sicherheitsschwachstelle sein und zum Beispiel das geheime WLAN-Passwort preisgeben. Und das ist nur eines von vielen Beispielen.

Jedes ungeschützte Gerät, –Smart TV und Smart Stereo, Lichtsysteme und Sicherheitssysteme, neue smarte Kühlschränke und selbst fahrende Autos – alles, was mit einem Netzwerk verbunden ist kann gehackt werden. Cyber-Kriminelle versuchen Passwörter und persönliche Daten abzugreifen, wo immer sie können.

Die Gefahren der Internet of Things (IoT)-Welt werden immer größer, je stärker diese Branche wächst. Die meisten Menschen, die Computer oder mobile Geräte benutzen, verwenden automatische Updates. Aber kaum einer denkt daran, smarte Haushaltgeräte sicherheitstechnisch auf den neusten Stand zu bringen und in einigen Fällen ist ein Update auch gar nicht möglich. Trotzdem müssen wir diese Geräte als „versteckte Computer“ betrachten, die genauso gesichert werden müssen, wie PCs oder Smartphones. Gerade viele Hersteller von smarten Geräten sind sich dieser Gefahr noch nicht bewusst.

Doch nicht nur für private Haushalte können IoT-Geräte zur Gefahr werden: Auch im Unternehmen kann es so zu Sicherheitslücken kommen. Denn kaum ein Arbeitnehmer denkt daran, den Kauf eines smarten Wasserkochers mit der IT-Abteilung abzusprechen. Die Forderung: Wir brauchen 2016 eine neue Denkweise im Umgang mit smarten Geräten.

 Trend 4: Update, Upgrade oder stirb

Das Update und der Upgrade von Software auf Endgeräten, Gadgets und elektronischer Ausrüstung waren noch nie so wichtig wie 2016 – es kann in Einzelfällen sogar lebensnotwendig werden. Zwar haben Hersteller von selbstfahrenden Fahrzeugen wie Google bereits den Ereignissen vorgegriffen und gesagt, dass sie für Verkehrsverstöße und mögliche Unfälle ihrer Fahrzeuge haften werden. Aber das ist nur ein schwacher Trost für Insassen, die zu Schaden kommen, weil sie oder der beteiligte Unfallpartner vergessen haben, das neuste Software-Update zu installieren.

In dem Maß wie intelligente Software unser Leben in vorher unvorstellbarer Weise beeinflusst, kann diese auch eine Entscheidung treffen, die unser Leben auch physisch beeinflusst. Gerade deswegen ist es wichtig, dass intelligente Software genauso wie andere Geräte regelmäßig aktualisiert wird. Das kann über Leben und Tod entscheiden – vielleicht noch nicht 2016 aber auf jeden Fall in den kommenden Jahren.  Das Fazit: Updates waren noch nie so wichtig wie 2016.

Kommentar Hornetsecurity: Verschlüsselungsverbote sind unsinnig

Kommunikation_verschlüsseltDa sind wir wieder soweit: Trotz aller Beteuerungen aus dem Innenministerium, man wolle Verschlüsselung stärken, wird einmal mehr der Versuch unternommen, genau das Gegenteil zu tun. Der Grund laut Bundesinnenminister De Maizière: „Terroristen sind manchmal technologisch weiter als die Sicherheitsbehörden“.

Ein Scherz? Nein, das ist durchaus ernst gemeint. Terroristen bedienen sich zur Kommunikation offenbar moderner Messenger-Dienste und diese sind zunehmend so verschlüsselt, dass den Sicherheitsbehörden Zugriffe auf die Inhalte unmöglich sind. Die Betreiber der Dienste sehen sich angesichts der genutzten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung außerstande, Behörden den Zugriff auf die übertragenen Daten zu ermöglichen. Ein Glück, möchte man sagen, denn der Sinn starker Ende-zu-Ende-Verschlüsselung liegt ja genau darin, dass Kommunikation und Daten von Benutzern so geschützt wird, dass selbst Betreiber der Dienste auf die Daten nicht zugreifen können.

Die Innenminister von Deutschland und Frankreich allerdings wollen das ändern: Kurznachrichtendienste sollen die Sicherheitsbehörden zukünftig bei ihren Ermittlungen unterstützen. Sie sollen  zukünftig gezwungen werden können, Nachrichten ggf. auch zu entschlüsseln. Ohne die Verschlüsselung zu schwächen, wird das nicht gehen.

Würde die Verschlüsselung aber z.B. durch den Einbau von Hintertüren oder die Hinterlegung von Nachschlüsseln so geschwächt, dass Behörden der Zugriff auf Daten möglich würde, hätte das ungewollte Konsequenzen:

  1. Technisch ja erklärtermaßen bewanderte Terroristen nutzen andere Wege, um gesichert zu kommunizieren. Die Schwächung der Verschlüsselung würde also ihr eigentliches Ziel verfehlen, nämlich die Verfolgung von Terroristen und die Abwehr von Terrorakten durch Ausspähen von Kommunikation.
  2. Der Rest der Bevölkerung kann leichter abgehört werden – nicht nur von Sicherheitsbehörden, sondern insbesondere auch von den Betreibern der Dienste und allen, die – berechtigt oder unberechtigt – Zugriff auf deren Systeme haben. Bei allen Verfahren, die Verschlüsselung schwächen, stellt sich nämlich die Frage, wie denn verhindert werden soll, dass Unberechtigte die Schwächung für ihre Zwecke nutzen. Ein Nachschlüssel müsste z.B. bei Behörden nicht nur eines Landes hinterlegt sein, sondern bei Behörden aller potentiell beteiligten Länder. Schon in Bezug auf Terrorabwehr wäre das problematisch – was ist z.B. mit den Ländern, die in Verdacht stehen, Terroristen zu unterstützen? Die Liste dieser Länder ist ziemlich lang – und von Land zu Land durchaus nicht einheitlich.

Diese und weitere Fragen sind unlösbar und das weiß man auch schon seit mindestens zwanzig Jahren. In den Neunziger Jahren wurde der Versuch, starke Verschlüsselung zu verbieten und nur schwache Verschlüsselung zuzulassen, aus diesem Grund letztlich aufgegeben.

Warum dieser Unsinn auch nach Jahrzehnten immer wieder auch nur diskutiert wird, ist deshalb vollkommen unverständlich. Vielleicht liegt es ja an mangelndem Verständnis der technischen Hintergründe. Es ist deshalb eine gute Nachricht, dass unsere Sicherheitsbehörden verstärkt Mitarbeiter mit Kompetenzen im Bereich Cybersecurity anwerben. Der Bedarf ist offensichtlich.

Autor: Cloud-Security-Provider Hornetsecurity schützt die IT-Infrastruktur, Kommunikation und Daten von Unternehmen und Organisationen jeglicher Größenordnung. Seine Dienste erbringt der Sicherheits-Spezialist aus Hannover nach deutschem Datenschutzrecht über redundante, gesicherte Rechenzentren, für deutsche Kunden in Deutschland.

 

Deutsche Post DHL Group fördert ehrenamtliche Tätigkeiten

dpdhl-goteach-refugees2Anlässlich des Weltflüchtlingstags 2016 zog Deutsche Post DHL Group eine Zwischenbilanz seiner Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe in Deutschland. Diese konzentrieren sich darauf, das gesellschaftliche Engagement der Mitarbeiter zu stärken, Flüchtlingen eine berufliche Orientierung zu ermöglichen sowie Bund, Länder und Kommunen zu unterstützen, etwa durch Liegenschaften für Flüchtlingsunterkünfte oder die Bereitstellung von Personal für Verwaltungsaufgaben.

In den ersten neun Monaten nach Start der Initiative, die gemeinsam mit den Partnern SOS Kinderdorf, Teach First Deutschland, Stiftung Lesen und Aktion Deutschland Hilft vorangetrieben wird, wurden 100 Koordinatoren in den Niederlassungen des Konzerns aktiv, die als Ansprechpartner für Flüchtlinge und Hilfsorganisationen fungieren. Mehr als 13.000 Mitarbeiter von Deutsche Post DHL Group engagierten sich bereits in über 650 Projekten, unter anderem durch die Organisation von Sachspenden, Unterstützung bei Spracherwerb und Behördengängen oder in der Gestaltung von Freizeitaktivitäten.

Bisher konnten im Konzern über 150 Praktika an Flüchtlinge vermittelt werden, die perspektivisch zu Ausbildung und Arbeit führen sollen; rund 50 Flüchtlinge wurden bereits auf konkrete Arbeitsplätze eingestellt. Etwa 26.000 qm Liegenschaften wurden inzwischen den Kommunen überlassen, etwa um Notunterkünfte oder Kleiderkammern einzurichten. Im Rahmen der Personalüberlassung wurden über 100 Mitarbeiter an Ministerien und Verwaltungen vermittelt, der Einsatz weiterer Kräfte ist in Vorbereitung. Darüber hinaus werden Verwaltungen auch im Rahmen der ehrenamtlichen Arbeit unterstützt.

In Anerkennung der umfangreichen Aktivitäten erhielt der Konzern im Juni 2016 den renommierten ‚World Post and Parcel‘-Award in der Kategorie „Corporate Social Responsibility“ und wurde bereits im Frühjahr des Jahres mit dem Deutschen CSR Preis ausgezeichnet.

„Das Leitbild unserer Unternehmensstrategie ist ‚Menschen verbinden, Leben verbessern‘ – als Post- und Logistikkonzern ebenso wie im Ehrenamt. Es erfüllt uns mit großem Stolz, dass sich bereits über 13.000 Mitarbeiter neben ihren anspruchsvollen Tätigkeiten im Beruf in der Flüchtlingshilfe in Deutschland engagieren und unser Leitbild so spürbar mit Leben füllen,“ sagt Christof Ehrhart, Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung Deutsche Post DHL Group.

Deutsche Post DHL Group verfügt seit Jahren über eine etablierte Infrastruktur zur Förderung ehrenamtlichen Engagements im Konzern. Eine wichtige Initiative ist der jährliche Global Volunteer Day, an dem 2015 mehr als 78.000 Mitarbeiter weltweit mit eigenen Projekten teilnahmen und über 260.000 Stunden in mehr als 2.000 Projekten investierten. Zudem unterhält der Konzern den „Living Responsibility Fund“, mit dem ehrenamtliche Aktivitäten der Mitarbeiter vom Konzern finanziell gefördert werden. Ein interner Hilfsfond, „We help each other“, speist sich zudem aus Spenden von Mitarbeitern für Mitarbeiter, die durch Naturkatastrophen in Not geraten sind.

Zudem engagiert sich der Konzern im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften in der Förderung von Bildungs- und Berufschancen sowie der Prävention und im Management von Naturkatastrophen. Die Wirksamkeit öffentlich-privater Partnerschaften im humanitären Bereich stellte der Konzern in dem jüngst gemeinsam mit den Vereinten Nationen veröffentlichten Bericht ‚Combining Capabilities‘ heraus. Der Report zeigt anhand von Erfolgsbeispielen auf, wie derartige Partnerschaften in der Praxis funktionieren, welche Hindernisse sie überwinden müssen und was ihren langfristigen Erfolg ausmacht.

Der Bericht ‚Combining Capabilities‘ steht zum Download unter www.dpdhl.com/de/ppp.

 

 

 

Meinem Arzt vertraue ich blind. Und sonst? Interview mit Peter Schaar – Deutschlands bekanntester Datenschützer

Peter Schaar

Peter Schaar

Wussten Sie, dass die Deutschen zwar wissen, dass das Auto und das Haus vernetzt werden, trotzdem aber mit dem Begriff „Internet der Dinge“ nichts anfangen können? Und, dass sie finden, dass ihre Daten eigentlich nur bei ihrem Hausarzt sicher sind?

Peter Schaar mahnt an, dass es bei einer völlig ungebremsten Digitalisierung, „die gesellschaftlichen Werten nicht Rechnung trägt, zu sehr negativen Konsequenzen kommen kann.“ Wir müssten die Uhr nicht zurückdrehen in die analoge Zeit, aber die Digitalisierung müsse gezähmt werden. Das bedeute, dass „Daten, die nicht personalisiert sein müssen, eben auch nicht personalisiert werden“. Damit die Deutschen zukünftig mehr Vertrauen haben können, als nur zu ihrem Hausarzt.

Für die Initiative zur digitalen Verantwortung hat Thomas Kremer mit Peter Schaar gesprochen. Sehen Sie das Video-Interview im Telekom-Blog.

 

Retarus unterzeichnet „Charta der digitalen Vernetzung“

 Martin Hager ist CEO der Retarus Group

Martin Hager ist CEO der Retarus Group

Retarus gehört ab sofort zu den Unterzeichnern der „Charta der digitalen Vernetzung“. Damit unterstreicht der globale Messaging-Dienstleister sein Bekenntnis zu einer verantwortungsvollen Gestaltung der Digitalisierung. Bei der Charta handelt es sich um eine freiwillige Unternehmerinitiative, die im Zuge des „Nationalen IT-Gipfels“ der Bundesregierung initiiert wurde. Anlässlich der Charta-Unterzeichnung hob Retarus Geschäftsführer Martin Hager die zentrale Bedeutung funktionierender Kommunikationsprozesse für die digitale Transformation hervor.

Mit der „Charta der digitalen Vernetzung“ unterstreichen Unternehmen den Gestaltungs- und Umsetzungsanspruch des digitalen Standorts Deutschland. Die Erklärung dient als gemeinsame Basis für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Organisationen und öffentlichen Auftraggebern.

„Charta der digitalen Vernetzung“

„Das Ziel von Retarus ist seit jeher die perfekte Vernetzung der digitalen Wirtschaft. Denn egal ob Industrie 4.0 oder das ‚Internet der Dinge‘: Ohne funktionierende Kommunikationsprozesse kann Digitalisierung nicht gelingen“, betont Martin Hager, CEO der Retarus Group und Mitglied des Bitkom Hauptvorstands. „Wir sehen uns als Informationslogistiker, der es Unternehmen und deren Mitarbeitern ermöglicht, die kommunikativen Herausforderungen des digitalen Wandels zu meistern. Die ‚Charta der digitalen Vernetzung‘ bringt genau dies zum Ausdruck. Daher war die Unterstützung der Initiative für uns eine Selbstverständlichkeit.“

Die Charta-Unterzeichner bekennen sich dazu, ihren Beitrag für eine zukunftsgerechte digitale Transformation Deutschlands zu leisten. Die zehn Grundsätze der Charta beziehen sich im Wesentlichen auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung sowie auf den vertrauensvollen Umgang mit Daten. Zudem betonen die Unterstützer die Bedeutung einer diskriminierungsfreien Teilhabe sowie die Förderung von Bildung und Qualifikation. Ziel der Charta ist ein gemeinsamer Dialog von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

Zu den Unterstützern der Initiative zählen neben Retarus zahlreiche namhafte deutsche und internationale Unternehmen, Verbände und wissenschaftliche Institutionen. Dies sind unter anderem die Deutsche Telekom, adidas, die Deutsche Bahn, Robert Bosch, RWE, Cisco Systems, Ericsson, GE, Intel Deutschland, ORACLE, Vodafone, der Digitalverband Bitkom, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz sowie das Hasso-Plattner-Institut.

Motivation für die Generation „Allways-On“

Monika Frfr. v. Pölnitz-Egloffstein und Dr. mult. h.c. Erich Lejeune auf dem mittlerweile seit 20 Jahren bestehenden "MPE Specil" Networking-Event.

Monika Freifrau v. u. zu Pölnitz-Egloffstein und Dr. mult. h.c. Erich Lejeune auf dem mittlerweile seit 20 Jahren bestehenden „MPE SPECIAL“ Networking-Event.

Die Digitalisierung verändert nicht nur Produkte und Geschäftsmodelle, sie führt auch zu tiefgreifenden Veränderungen in der Organisation der Unternehmen. In jeweils rund drei Vierteln der Unternehmen beschleunigt die Digitalisierung die Kommunikation mit Kunden (79 Prozent) oder intern unter den eigenen Mitarbeitern (75 Prozent). Zwei Drittel stellen fest, dass ihre Organisation flexibler geworden ist (63 Prozent), mehr als jedes zweite Unternehmen sieht eine höhere Effizienz (55 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Geschäftsführern und Vorständen von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Digitale Überforderung

Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite? Viele „Onliner“, also Social Media-Bereich Tätige im weiteren Sinne, arbeiten an sieben Tagen in der Woche, sind 24 Stunden am Tag erreichbar. Es fällt ihnen schwer, den Laptop abzuschalten und das Smartphone wegzulegen.

Bei vielen ist es auch zu so etwas wie eine Ersatzbefriedigung geworden, denn in dieser schönen Scheinwelt kriegt man oftmals etwas, an dem es einem im „echten“ Leben mangelt: Aufmerksamkeit und Nähe. Das kann ein Gewinn sein, aber es kann auch dazu führen, dass man weiter vereinsamt. Denn was der Mensch unbedingt braucht, ist Bewegung, Berührung und wahre Nähe.

Dazu kommt, dass viele auch die Erwartungen von Kollegen, Familie, Freunde überfordern. Man will für Kollegen, Familie, Freunde da sein, aber die Frage, was jeder wirklich will und was gut tut – und für wen wir was machen, wird selten gestellt. Leicht gerät man in einen Strudel von wahrer Pflichterfüllung, bis sich viele leer und einsam fühlen.

Ein Dilemma, das mit der zunehmenden Vernetzung sicher weiter zunehmen wird. Eine für alle gültige Lösung gibt es sicherlich nicht, aber Erich Lejeune, ein deutscher Unternehmer, der zudem als Motivationscoach und Fernsehmoderator tätig ist, hat für sich eine Antwort gefunden, die er auch mit anderen teilt.

„Motivation ist eine Lebenswissenschaft“

Motivation ist für Erich Lejeune nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern auch eine Lebenswissenschaft. Der von ihm 2012 gestiftete weltweit erste Lehrstuhl für Philosophie und Motivation an der von den Jesuiten unterhaltenen Hochschule für Philosophie (HfPh) in München untermauert das mit Forschungsergebnissen.

So geht in seiner interdisziplinären Ausrichtung der Erich-Lejeune-Lehrstuhl für Philosophie und Motivation stets von der ganz grundlegenden Frage aus: „Was treibt uns wirklich an?“ Unter Rückgriff auf philosophische Handlungstheorie und Philosophie des Geistes werden Grundlagen bestimmt, angereichert aus Erkenntnissen anderer Wissenschaftsdisziplinen wie etwa der Psychologie. Dem Austausch mit anderen Forschungsbereichen, beispielsweise in interdisziplinären Tagungen, wird dabei ebenso große Bedeutung beigemessen wie der Relevanzprüfung der Forschungsergebnisse im Austausch mit Öffentlichkeit und Wirtschaft.

Ein Besuch dieser Veranstaltungen ist dabei ein erstaunliches Ereignis, denn Erich Lejeune lebt, was er zu vermitteln sucht und kaum ein Besucher kann sich diesem Elan entziehen: Anfangs nur interessiert zuhörend, lässt sich bei fast allen Teilnehmern mit der Zeit ein sehr zuversichtliches Lächeln entdecken – zuletzt geschehen beispielsweise bei „MPE SPECIAL“, einem besonderem gezieltem Networking-Event für Vorstände, Firmeninhaber, Geschäftsführer und ähnliche Entscheider, das die engagierte Organisatorin  Monika Freifrau v. u. zu Pölnitz-Egloffstein mittlerweile seit 20 Jahren in München durchführt.

Und was rät nun Erich Lejeune der Generation Allways-On, um nicht in die Burnout-Falle durch ständige Erreichbarkeit zu tappen? Zu Ehrlichkeit zu sich selbst: „Nur eine Tätigkeit, die ganz im Einklang mit dem eigenen Gewissen und der eigenen Person als Ganzes steht, hält uns gesund“, so Erich Lejeune: „Denn Arbeit, die wir nur erledigen, erledigt auf Dauer uns selbst“. 

 

Ethik Society zeichnet Dr. Thomas Wendel von tw.con. aus

 Dr. Thomas Wendel

Dr. Thomas Wendel

Der Personalberater und internationale Rekrutierungsexperte Dr. Thomas Wendel wurde jüngst für sein ethisches Handeln und die Prinzipien ehrbaren Kaufmannstums ausgezeichnet und in die Ethik Society aufgenommen. Er darf sich künftig als „Member der Ethik Society“ ausweisen und gehört somit zum Kreis derer, die sich im Rahmen der Ethik Society politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich und persönlich mit den Themen Integrität, Ethik und nachhaltigem Wirtschaften beschäftigen.

Neben dem Wissenstransfer und Austausch mit den anderen Akteuren in der Ethik Society, die sich ebenfalls ethischen Business-Grundsätzen verpflichtet fühlen, möchte Wendel so auch zu einer politischen Debatte rund um dieses wichtige Thema beitragen und sowohl regional und national als auch international mit dafür sorgen, dass ethische Grundsätze im Business mehr Gewicht bekommen.

„Personalberatung muss Rücksicht auf menschliche Bedürfnisse nehmen. Wer sein eigenes Land verlässt, um in einem anderen Land zu arbeiten, muss mehr vorfinden als Formulare und Regelwerke. Interkulturelles Management und ein ausgewogener Abgleich der Interessen des neuen Arbeitgebers und des Bewerbers ist nicht nur eine Frage des gewünschten Erfolges, sondern auch eine des Anstands“, sagt Thomas Wendel, dessen Personalberatung tw.con. vor allem Ärzte, Ingenieure und IT-Experten aus Osteuropa an deutsche Unternehmen vermittelt. Dabei wolle er ganz persönlich und mit seinem Unternehmen Vorreiter sein. Deswegen wirke er gerne und mit Stolz in der Ethik Society mit.

„Wir freuen uns, dass wir Dr. Thomas Wendel als wegweisende Unternehmerpersönlichkeit als Member der Ethik Society haben gewinnen und auszeichnen können“, erklärt Jürgen Linsenmaier, Initiator der Ethik Society. Mit ihm habe die Gemeinschaft einen wichtigen Partner gewonnen, der glaubhaft für Ethik einstehe und der mit seinem Gewicht viel für die Ethik Society, ethisches Wirtschaften im Allgemeinen und die Entwicklung allgemeiner ethischer Grundsätze im Besonderen bewirken könne.

„Das Thema Ethik ist in vielen Chefetagen und Unternehmerköpfen angekommen“, sagt Jürgen Linsenmaier, der als Vortragsredner und Marketingprofi immer wieder Unternehmen rund um die Themen Reputation, Renommee und Integrität berät und begleitet. Er ist der Ideengeber für die Ethik Society, mit der er „eine lebendige Plattform des Austauschs und der Begegnung“ geschaffen hat.

„Ethisches Handeln in Unternehmen ist eine ganzheitliche Aufgabe. Es geht um weit mehr als um Marketing und definierte Werte. Ethik zeigt sich auch und vor allem im schonenden Umgang mit Ressourcen, in der Führung von Mitarbeitern, in der Qualität der Produkte und der Lieferkette sowie in der eigentlichen Leistungserbringung“, verdeutlicht der mehrfache Buchautor Linsenmaier. Ethik betreffe alle Bereiche eines Unternehmens und könne nicht verordnet werden. Ethik müsse gelebt werden. Um das zu erreichen, biete die Ethik Society praktische Unterstützung.

 

 

 

Die NATO unterzeichnet Cybersicherheitspartnerschaft mit Fortinet

Nato Cyber IndustryIm Rahmen der NATO Industry Cyber Partnership (NICP) haben Fortinet und die NATO Communications and Information (NCI) Agency eine Partnerschaft geschlossen. Die NCI Agency ist für den Betrieb und den Schutz der Netzwerke der NATO zuständig.

„Weltweit sieht sich die NATO mit zahlreichen Cybersicherheitsbedrohungen konfrontiert. Diese könnten drastische Auswirkungen auf die nationalen Konjunkturentwicklungen sowie die Bürger haben“, sagt Koen Gijsbers, General Manager der NCI Agency. „Um das zu vermeiden, setzt die NCI Agency auf das frühzeitige Teilen von Informationen hinsichtlich Bedrohungen und Schwachstellen mit führenden Herstellern wie Fortinet“.

„Öffentliche und private Unternehmen sowie ganz normale Menschen werden immer wieder von Cyberkriminellen angegriffen. Faktoren wie zunehmende Bedrohungen, eine immer größer werdende Angriffsfläche sowie die steigende Anzahl von eingesetzten Geräten sorgen dafür, dass es immer schwieriger wird, uns effektiv zu schützen“, sagt Michael Xie, Founder, President and Chief Technology Officer, Fortinet. „Wenn mehr Unternehmen proaktiv nützliche Intelligenz miteinander teilen würden, könnten wir komplexe Bedrohungen besser bekämpfen und den neuesten Risiken entgegenwirken. Die Folge wäre Sicherheit ohne Kompromisse – heute und in der Zukunft.“

Gegenseitiger Datenaustausch

Das Abkommen mit Fortinet fördert den gegenseitigen Datenaustausch vor allem hinsichtlich Informationen zu Cyberbedrohungen. Dieser Datenaustausch ist eine wirksame, effiziente Methode zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen Cyberattacken und zur Verringerung der Anfälligkeit für einen Angriff. Zu den Zielen der Initiative zählen:

  • Verbesserung der Cyberabwehr der NATO
  • Förderung der Teilnahme von Branchenorganisationen an multinationalen „Smart Defense“ Projekten
  • Verbesserung des Austauschs von Expertise, Informationen und Erfahrungen im Umgang mit der ständigen Bedrohung eines Cyberangriffs
  • Sensibilisierung für und besseres Verständnis von Cyberrisiken
  • Nutzung von Entwicklungen im Privatsektor zur Fähigkeitsentwicklung
  • Effiziente und ausreichende Unterstützung im Fall einer Cyberattacke

Waag Society : Was man über das Fairphone 2 wissen sollte

Das Fairphone in Version 1

Das Fairphone in Version 1

Die gemeinnützige Organisation Waag Society in Amsterdam rief 2010 auf Initiative ihres damaligen geschäftsführenden Vorstands Bas van Abel Fairphone als Kampagne ins Leben.

2013 gründete er mit Unterstützung der Waag Society Fairphone als soziales Unternehmen. Ziel war es, ein Smartphone aus konfliktfreien Materialien unter fairen Arbeitsbedingungen herzustellen. Via Crowdfunding wurden 5000 Menschen gesucht, die das Gerät für 235 Euro kaufen wollten. Schließlich wurden es 25.000.

Die erste Auslieferung erfolgte von Dezember 2013 bis Januar 2014. Das erste Fairphone www.fairphone.de zielte darauf ab, die Wirtschaft von innen zu verändern und „Verbraucher auf die durch die Gewinnung von Elektromaterialien finanzierten Kriege im Kongo aufmerksam zu machen“ (Quelle: memolife).

Das Fairphone liefert Denkanstöße

Auch wenn es damals viel Verbesserungspotenzial und Kritik gab (z.B. für ein wirklich faires Gerät müsse man die ganze Welt verändern), so lieferte Fairphone zumindest wichtige Denkanstöße: „Anstatt die Idee überhaupt nicht umzusetzen“, wurden und werden Teillösungen gesucht, „bis eine bessere Alternative vorhanden ist“, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Thorsten Reiter.

Die Fairphone B.V. ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht mit eingetragenem Sitz in Amsterdam, die sich dafür einsetzt, dass so viele Bauteile wie möglich aus fair gehandelten Rohstoffen und dem Recycling (Urban Mining) gewonnen werden. Darüber hinaus wird versucht, konfliktfreie Materialien zu beziehen, deren Kauf keine Bürgerkriege finanziert.

Es ist keine Lobby-Organisation und keine NGO, was der Gesellschaft in der EU Stärke verschafft, aber anderen gegenüber auch schwach macht. So war es beispielsweise in Indonesien schwer, weil sie von NGOs (als Hersteller eines kommerziellen Produkts) und Unternehmen mit Skepsis betrachtet wurde.

Fairphone achtet nicht nur auf umweltfreundliche Materialien bei der Produktion, sondern unterstützt auch soziale Projekte (z. B. ein Recycling-Projekt in Ghana) und setzt sich für faire Arbeitsbedingungen ein.

Auch Apple gibt seinen Zulieferern klare Regeln vor, doch entsprechen sie „nicht mehr als internationalen Mindeststandards“ (Frank Wiebe). Im Mai 2011 berichtete „Spiegel Online“ über zahlreiche Selbstmorde in der in Taiwan gegründeten Firma Foxconn, die viele Fabriken auf dem chinesischen Festland unterhält. Hier werden nicht nur iPods zusammengeschraubt, sondern es wird auch im Auftrag anderer großer Elektronikfirmen produziert. Der Spiegel berichtete von unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Überstunden weit über dem gesetzlichen Limit.

Es wird daran gearbeitet, Zinn und Tantal aus dem Kongo konfliktfrei zu erhalten, zusätzlich gibt es ein Projekt mit fair gehandeltem Gold. Natürlich bedeutet konfliktfrei  nicht auch fair gehandelt. „Es gibt Kinderarbeit in den Minen, wenig Arbeitsschutz, niedrige Löhne“, sagte van Abel im April 2014 der Zeitschrift enorm.

Das lässt sich nur ändern, wenn man vor Ort arbeitet. „Die chinesischen Fabrikarbeiter erhalten für die Herstellung des Geräts einen Extralohn (pro Smartphone 5 US-Dollar). Über dessen Verwendung entscheiden die Arbeiter selbst.“ (Quelle: memolife)

Was das Fairphone 2 leistet

Vom ersten zum zweiten Fairphone, das im November 2015 auf den Markt kam, gab es zahlreiche Verbesserungen. Dennoch ist das Fairphone 2 nicht perfekt. Allerdings gibt es derzeit auch nichts, „was besser wäre“, bestätigt Johanna Sydow, Referentin für Ressourcenpolitik und IT-Branche bei germanwatch.org. Die Kunden sind nicht enttäuscht, weil sie wissen, was sie kaufen.

Claudia Silber, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei der memo AG, die das Fairphone 2 seit kurzem über ihren Onlineshop memolife anbietet, verweist darauf, dass sie durchaus auch kleine technische Defizite dafür in Kauf nehmen, dass sie ein nachhaltiges und fair produziertes Smartphone erhalten.  Für den Preis (528,36 €) würde es eindeutig viel bessere Geräte geben, heißt es in einer Kundenbewertung (19.02.2016):

„Allerdings halte ich es für richtig, den Produzenten einen fairen Preis zu zahlen, kritische Materialien zu meiden und das Smartphone modular aufzubauen. Ich hoffe, diese Idee setzt sich entgegen dem Trend der Wegwerfgesellschaft durch, letzteres können wir uns nämlich auf Dauer nicht leisten!“

Das Produkt passt zur Philosophie der memo AG und entspricht den strengen Kriterien, die es erfüllen muss, um ins Sortiment aufgenommen zu werden. „Unser Anspruch ist es, Produkte ins Sortiment aufzunehmen, die sich durch ihre nachhaltigen Eigenschaften auszeichnen“, so Claudia Silber. „Mit dem Fairphone zeigt der holländische Hersteller, dass es auch anders geht und nicht auf Kosten anderer Menschen, die unter unserem üppigen Lebensstil leiden müssen. Der Weg für nachhaltige und faire Mobiltelefone ist damit gemacht und hoffentlich ein Vorbild für alle anderen Anbieter.“

Von einer Nachhaltigkeitscommunity wird das Fairphone 2 besser bewertet als Apple iPhone und Samsung Galaxy.

Es besteht aus gerade einmal sieben Teilen, die sich durch neun Schrauben einfach und schnell zerlegen lassen: Backcover, Akku, Core-Modul/Logicboard, Display-Modul, Audio-Modul, Kamera-Modul und Mikrofon/USB-Modul.

Damit sich weiterer Elektromüll vermeiden lässt, wird es ohne Ladegerät und Ladekabel geliefert (die meisten Anwender „besitzen die entsprechenden Ladevorrichtungen bereits und benötigen kein zusätzliches Zubehör)

Einige Fakten und Zahlen

  1. Das Gerät ist mit Abmessungen von 143 x 73 x 11 und 168 Gramm kein Leichtgewicht
  2. Das Fairphone 2 kann zwei Micro-SIM-Karten (1,2) und eine Micro-SD-Speicherkarte aufnehmen.
  3. Das Einsetzen von SIM- und Speicherkarten verläuft problemlos.
  4. Es hat 2 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte Speicher (mehr Speicher können in Form von SDHC-Karten ausgerüstet werden).
  5. Der Lithium-Ionen-Akku ist mit einer Kapazität von 2420 mAh ist wechselbar.
  6. Es hat ein mehrfarbiges LED, das auch anzeigt, wenn der Akku geladen wurde.
  7. Das Betriebssystem ist eine leicht modifizierte Version („Fairphone Onion 1.0“) von Android 5.1 Lollipop. Fairphone verspricht regelmäßige Updates für Android 5.
  8. Der Kunststoffrahmen dient beim Fairphone als „Bumper“(kein externe Schutzhülle erforderlich).
  9. Das Display (5 Zoll) bietet bei einer Auflösung von 1920×1080 Pixel mehr als viele Einstiegs- und Mittelklasse-Smartphones.
  10. Der Touchscreen reagierte bei Testern „butterweich“, wenngleich häufig bemängelt wird, dass die Knöpfe auf der Gehäuseaußenseite aufgrund der Bauweise keinen besonders angenehmen Druckpunkt haben.
  11. Beim Rückteil hat der Kunde beim Bestellen die Wahl zwischen verschiedenen Farbtönen.
  12. Die Kamera fotografiert mit 8 MPixeln (1/3,2-Zoll-Sensor mit f2.2). Die Qualität ist für die Tester in Ordnung, allerdings löst die Frontkamera nur mit 2 MPixel auf.
  13. Als Prozessor dient ein Snapdragon 801 mit vier Kernen, der mit 2,26 GHz betrieben wird.
  14. Das installierte „Mail“ ist Google-frei und kann mit jedem normalen E-Mail-Konto umgehen. Statt eines Google-Suchfeldes können alternative Suchmaschine installiert werden.
  15. Die verlängerte Nutzungsdauer des Geräts soll auch die Umweltbilanz verbessern.

Das Fairphone trägt dazu bei, Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Prozesse breiten Bevölkerungsschichten näherzubringen. Denn alles ist transparent und (be)greifbar – im Gegensatz zum Ansatz einiger Unternehmen, die noch immer auf die Devise setzen: „Je weniger der Kunde weiß, desto besser.“ Hier hat der Murks dann meistens Methode, weil Produkte absichtlich mit Sollbruchstellen so konstruiert werden, dass ihre Lebensdauer auf einen kurzen Erstnutzerzyklus reduziert ist.

Dr. Alexandra Hildebrandt

Dr. Alexandra Hildebrandt, Nachhaltigkeitsexpertin und Wirtschaftspsychologin

Autor: Dr. Alexandra Hildebrandt (im Bild)

 

 

 

 

 

 

 Mehr Infos:

Frank Wiebe: Wie fair sind Apple & Co. Orell Füssli Verlag, Zürich 2013.

Thorsten Reiter: Revolution dank Innovation. Mit Corporate Entrepreneurship zurück an die Spitze! Campus Verlag GmbH, Frankfurt a. M. 2016.

Siber Systems: Spezial-Apps für den digitalen Nachlass sind überflüssig

images-6Zur Zeit wittern einige Internet-Dienstleister das große Geschäft mit dem digitalen Nachlass. Vor allem in den USA werden Apps wie Everest, SafeBeyond oder Cake angeboten, mit denen sich der digitale Nachlass regeln lässt. Es ist damit zu rechnen, dass diese Dienstleistungen auch auf dem deutschen Markt auftauchen werden.

Wer allerdings einen Passwortmanager wie RoboForm, KeyPass oder OnePassword zur Verwaltung seiner Zugangsdaten einsetzt, kann sich den Aufwand sparen. „Dann reicht es, das Masterpasswort an einem sicheren Ort zu hinterlegen und eine oder mehrere Vertrauensperson zu benennen, die Zugang dazu bekommen sollen”, erklärt die Düsseldorfer Fachanwältin für Familienrecht Jutta Eickelkamp. „Die Hinterbliebenen können dann in Ruhe die Online-Accounts prüfen. Daten wie Bilder und Dokumente lassen sich herunterladen und sichern. Anschließend wird der Account aufgelöst.” Langwierige juristische Auseinandersetzungen mit Anbietern wie Facebook oder Google bleiben den Angehörigen erspart.

Für den Fall, dass auch der Computer nicht mehr zugänglich sein sollte, können die Zugangsdaten auch mit der mobilen Variante RoboForm2GO auf einem USB-Stick gespeichert werden. Da das Programm direkt auf dem USB-Laufwerk ausgeführt wird, lässt es sich auf jedem beliebigen Computer benutzen.

Ob das Master-Passwort und der USB-Stick in der Schreibtischschublade, beim Steuerberater oder gar bei einem Notar hinterlegt werden, muss jeder für sich entscheiden. Auf jeden Fall ist ein Passwortmanager wie RoboForm im Gegensatz zu den Nachlass-Apps schon zu Lebzeiten ausgesprochen nützlich. Er entlastet das Gedächtnis und sorgt für mehr Sicherheit bei Online-Diensten. Damit lässt sich nämlich die Empfehlung in die Tat umsetzen, für jeden Dienst ein anderes Passwort zu verwenden. Daran hält sich sonst erfahrungsgemäß kaum jemand.

BSI: Kriterien zur Beurteilung der Informationssicherheit von Cloud-Diensten

bsi_bund_logoIm Rahmen der CeBIT hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einen Anforderungskatalog zur Beurteilung der Informationssicherheit von Cloud-Diensten veröffentlicht. Basierend auf eigenen Erkenntnissen und anerkannten Standards zur IT-Sicherheit sind die Anforderungen in Basis-Anforderungen und höherwertige Anforderungen unterteilt, um unterschiedliche Sicherheitsbedürfnisse zu adressieren. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Transparenz der Cloud-Diensterbringung gelegt.

Zur Überprüfung der Sicherheit einer Cloud-Lösung wird neben der Umsetzung von Sicherheitsanforderungen auch die Offenlegung von Umfeldparametern gefordert. In den Umfeldparametern werden Datenlokation, Diensterbringung, Gerichtsstandort, Zertifizierungen sowie Ermittlungs- und Offenbarungspflichten gegenüber staatlichen Stellen nachgewiesen und für den Nutzer verständlich dargestellt. Dies unterstützt den Cloud-Kunden in seiner Entscheidungsfindung für oder gegen den Einsatz eines Cloud-Dienstes.

Der Anforderungskatalog bietet Cloud-Anbietern die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Compliance- oder Wirtschaftsprüfung schnell und mit geringem Mehraufwand die Erfüllung der Anforderungen testieren zu lassen. Der Nachweis, dass ein Cloud-Anbieter die Anforderungen des Katalogs einhält und die Aussagen zur Transparenz korrekt sind, wird durch einen SOC2-Bericht erbracht. Dieser basiert auf dem international anerkannten Testierungsregime der ISAE 3000, das von Wirtschaftsprüfern verwendet wird.

Der neue Anforderungskatalog steht auf der Webseite des BSI zum Download zur Verfügung.

Startnext: Crowdfunding-Plattform unterstützt Flüchtlingskinder

Tor_GlückWährend sich die Politik in der Flüchtlingsfrage streitet, sind private Initiativen, wie das Straßenfussballprojekt „buntkicktgut“ schon einen Schritt weiter: Sie packen das Thema Integration einfach an – und das verdient höchste Anerkennung.

Diese großartige Arbeit benötigt regelmäßige finanzielle Unterstützung. Und genau an dieser Stelle kommen Startnext, eine Crowdfunding-Plattform für kreative und nachhaltige Projekte,  mit „Tor ins Glück“ ins Spiel: Startnext will ein Fußball-Tippspiel im Internet aufbauen, das die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung über Jahre aufrechterhalten wird.

Das ist gut für buntkicktgut und noch viel besser für die Kinder und Jugendlichen.

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!