Category Archives: Studien

Nachhaltigkeit schlägt Preis?

Im Lebensmitteleinzelhandel und insbesondere unter den Discountern herrscht seit einiger Zeit ein reger Preiskampf. Obgleich die Preissensibilität der Konsumenten stark ausgeprägt ist, scheinen sie dennoch bereit, für eine höhere Qualität bspw. in Form einer nachhaltigen Produktion auch einen höheren Preis zu bezahlen. Dies zeigt zumindest eine aktuelle Konsumentenbefragung des E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) in Zusammenarbeit mit der Internet-Plattform www.stayfair.de. Ein Vergleich des Themas Nachhaltigkeit mit anderen kaufrelevanten Aspekten bestärkt die Relevanz des Themas. Lediglich die Qualität von Waren und Dienstleistungen wird von den befragten Konsumenten wichtiger eingestuft als eine nachhaltige Produktion. Marke, Gütesiegel, Nutzungskomfort und selbst der Preis werden als zweit- beziehungsweise drittrangig angesehen.

Im Lebensmitteleinzelhandel und insbesondere unter den Discountern herrscht seit einiger Zeit ein reger Preiskampf. Obgleich die Preissensibilität der Konsumenten stark ausgeprägt ist, scheinen sie dennoch bereit, für eine höhere Qualität bspw. in Form einer nachhaltigen Produktion auch einen höheren Preis zu bezahlen. Dies zeigt zumindest eine aktuelle Konsumentenbefragung des E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) in Zusammenarbeit mit der Internet-Plattform www.stayfair.de. Ein Vergleich des Themas Nachhaltigkeit mit anderen kaufrelevanten Aspekten bestärkt die Relevanz des Themas. Lediglich die Qualität von Waren und Dienstleistungen wird von den befragten Konsumenten wichtiger eingestuft als eine nachhaltige Produktion. Marke, Gütesiegel, Nutzungskomfort und selbst der Preis werden als zweit- beziehungsweise drittrangig angesehen.

Die Untersuchung zeigt, dass neben den Aspekten Qualität und Preis auch die nachhaltige Herstellung der Produkte eine entscheidende Rolle bei der Kaufentscheidung spielt und in der aktuellen Studie sogar wichtiger eingestuft wird als der Preis. So gab knapp die Hälfte der Befragten an, dass sie bereit seien, für nachhaltige Waren und Dienstleistungen einen höheren Preis zu bezahlen. „Dieses Ergebnis ist natürlich mit Vorsicht zu interpretieren“, so Dipl.-Kff. Aline Eckstein, Projektmanagerin des ECC Handel. „Es macht jedoch deutlich, dass die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten positiv mit den verfügbaren Informationen korreliert ist.“ Eine warengruppenspezifische Betrachtung bestätigt diese Theorie. So besteht die höchste Zahlungsbereitschaft bei nachhaltig hergestellten Lebensmitteln und Textilien, die häufig entsprechend gekennzeichnet sind, während das Thema Nachhaltigkeit in den Kategorien Möbel, Gastronomie und Touristik bisher nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Die Konsumenten wollen sichergehen, dass das betreffende Produkt wirklich den verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit genügt, die von ökologischen über soziale bis zu ökonomischen Aspekten reichen. Derzeit ist es für Konsumenten noch nahezu unmöglich, nachhaltig produzierte Produkte und nachhaltig arbeitende Handelsunternehmen eindeutig zu identifizieren.

Info: http://www.ecc-handel.de

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Nachhaltigkeit gewinnt trotz Wirtschaftskrise an Bedeutung

Das Leitbild der Nachhaltigkeit ist in der deutschen Wirtschaft fest verankert: Rund 62 Prozent der Unternehmen haben ihr Nachhaltigkeitsengagement trotz Krise nicht reduziert. In jedem dritten Unternehmen ist die Bedeutung sogar gestiegen. Dennoch gelingt es der Mehrzahl der befragten Unternehmen noch nicht, über ihre Nachhaltigkeitsstrategie auch Wettbewerbsvorteile am Markt zu realisieren. Zu diesem Ergebnis kommt das „Corporate Sustainability Barometer“, das vom Centre für Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg in Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) erstellt wurde. An der Befragung, die im Zeitraum November 2009 bis Februar 2010 durchgeführt wurde, beteiligten sich 112 Unternehmen aller Branchen mit Sitz in Deutschland.

„Die Umfrageergebnisse belegen, dass Nachhaltigkeit kein Modetrend ist, sondern die Unternehmensführung grundlegend verändert“, betont Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Nachhaltigkeitsmanagement, und Leiter des Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana. „Bislang ist das Nachhaltigkeitsmanagement allerdings noch zu defensiv und innen orientiert. Die meisten Unternehmen lassen damit Chancen zur Positionierung am Markt und zum Wachstum ungenutzt“, ergänzt Michael Werner, verantwortlicher Partner des Kompetenzbereichs Sustainability Services von PwC. Konkret nutzen bislang weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen Nachhaltigkeit zur Realisierung von Wettbewerbsvorteilen, beispielsweise durch gezielte Vermarktung ökologisch und/oder sozial vorteilhafter Produkte und Dienstleistungen.

Nachhaltigkeit soll sich rechnen – Effizienz im Fokus

Auch wenn die Unternehmen das Marktpotenzial nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen nur selten ausschöpfen, engagieren sie sich in erster Linie bei Nachhaltigkeitsthemen, die einen unmittelbaren ökonomischen Nutzen erkennen lassen. So haben die Steigerung der Energieeffizienz, Abfall- und Abwassermanagement und die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern bei der Mehrzahl der Befragten höchste Priorität.

Handlungsbedarf: Biodiversität und Menschenrechte

Bislang finden Themen wenig Beachtung, die auf den ersten Blick keine direkte Anbindung an das Kerngeschäft aufweisen: „Für den Erhalt von Biodiversität oder den Ausschluss von Kinder- und Zwangsarbeit setzen sich rund ein Drittel der Befragten ein. Dabei führt eine Vernachlässigung dieser Themen bereits heute zu Ressourcenengpässen, steigenden Preisen und Reputationsschäden, die teilweise erhebliche finanzielle Auswirkungen haben“, erläutert Michael Werner.

Finanzen und Controlling zu wenig einbezogen

Ein wesentliches Integrationsdefizit zeigt sich bei den Bereichen Finanzen und Controlling: Während Geschäftsführung, Unternehmenskommunikation und CR-Abteilungen nach Einschätzung der Befragten stark in das Nachhaltigkeitsmanagement involviert sind, trifft dies auf Rechnungswesen, Finanzen und Controlling nicht zu. „Diese Bereiche liefern dem Management entscheidungs- und erfolgsrelevante Informationen. Hier verpassen Unternehmen die Chance, etablierte Informations- und Steuerungsansätze zu nutzen und damit nachhaltigkeitsrelevante Fakten mit Finanzinformationen zu verknüpfen“, so Prof. Dr. Stefan Schaltegger.

Erfolgskontrolle kommt zu kurz

Durch die Außenseiterrolle von Rechnungswesen und Controlling fühlen sich nur wenige Unternehmen über die Wirkungen ihres Nachhaltigkeitsmanagements informiert oder messen, inwiefern Nachhaltigkeit geschäftsrelevant ist. Weniger als die Hälfte evaluieren die Auswirkungen ihres ökologischen und sozialen Engagements auf Faktoren wie Effizienz oder Reputation hin, nur gut ein Drittel (34,8 Prozent) den Einfluss auf die Innovationstätigkeit.

Mehr Infos unter www.pricewaterhousecoopers.com

Das Leitbild der Nachhaltigkeit ist in der deutschen Wirtschaft fest verankert: Rund 62 Prozent der Unternehmen haben ihr Nachhaltigkeitsengagement trotz Krise nicht reduziert.

In jedem dritten Unternehmen ist die Bedeutung sogar gestiegen. Dennoch gelingt es der Mehrzahl der befragten Unternehmen noch nicht, über ihre Nachhaltigkeitsstrategie auch Wettbewerbsvorteile am Markt zu realisieren. Zu diesem Ergebnis kommt das „Corporate Sustainability Barometer“, das vom Centre für Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg in Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) erstellt wurde. An der Befragung, die im Zeitraum November 2009 bis Februar 2010 durchgeführt wurde, beteiligten sich 112 Unternehmen aller Branchen mit Sitz in Deutschland.

 „Die Umfrageergebnisse belegen, dass Nachhaltigkeit kein Modetrend ist, sondern die Unternehmensführung grundlegend verändert“, betont Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Nachhaltigkeitsmanagement, und Leiter des Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana. „Bislang ist das Nachhaltigkeitsmanagement allerdings noch zu defensiv und innen orientiert. Die meisten Unternehmen lassen damit Chancen zur Positionierung am Markt und zum Wachstum ungenutzt“, ergänzt Michael Werner, verantwortlicher Partner des Kompetenzbereichs Sustainability Services von PwC. Konkret nutzen bislang weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen Nachhaltigkeit zur Realisierung von Wettbewerbsvorteilen, beispielsweise durch gezielte Vermarktung ökologisch und/oder sozial vorteilhafter Produkte und Dienstleistungen.

 Nachhaltigkeit soll sich rechnen – Effizienz im Fokus

Auch wenn die Unternehmen das Marktpotenzial nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen nur selten ausschöpfen, engagieren sie sich in erster Linie bei Nachhaltigkeitsthemen, die einen unmittelbaren ökonomischen Nutzen erkennen lassen. So haben die Steigerung der Energieeffizienz, Abfall- und Abwassermanagement und die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern bei der Mehrzahl der Befragten höchste Priorität.

Handlungsbedarf: Biodiversität und Menschenrechte

Bislang finden Themen wenig Beachtung, die auf den ersten Blick keine direkte Anbindung an das Kerngeschäft aufweisen: „Für den Erhalt von Biodiversität oder den Ausschluss von Kinder- und Zwangsarbeit setzen sich rund ein Drittel der Befragten ein. Dabei führt eine Vernachlässigung dieser Themen bereits heute zu Ressourcenengpässen, steigenden Preisen und Reputationsschäden, die teilweise erhebliche finanzielle Auswirkungen haben“, erläutert Michael Werner.

Finanzen und Controlling zu wenig einbezogen

Ein wesentliches Integrationsdefizit zeigt sich bei den Bereichen Finanzen und Controlling: Während Geschäftsführung, Unternehmenskommunikation und CR-Abteilungen nach Einschätzung der Befragten stark in das Nachhaltigkeitsmanagement involviert sind, trifft dies auf Rechnungswesen, Finanzen und Controlling nicht zu. „Diese Bereiche liefern dem Management entscheidungs- und erfolgsrelevante Informationen. Hier verpassen Unternehmen die Chance, etablierte Informations- und Steuerungsansätze zu nutzen und damit nachhaltigkeitsrelevante Fakten mit Finanzinformationen zu verknüpfen“, so Prof. Dr. Stefan Schaltegger.

Erfolgskontrolle kommt zu kurz

Durch die Außenseiterrolle von Rechnungswesen und Controlling fühlen sich nur wenige Unternehmen über die Wirkungen ihres Nachhaltigkeitsmanagements informiert oder messen, inwiefern Nachhaltigkeit geschäftsrelevant ist. Weniger als die Hälfte evaluieren die Auswirkungen ihres ökologischen und sozialen Engagements auf Faktoren wie Effizienz oder Reputation hin, nur gut ein Drittel (34,8 Prozent) den Einfluss auf die Innovationstätigkeit.

Info: http://www.pricewaterhousecoopers.com