Category Archives: Nachhaltigkeit

Terminhinweis: Telemedicus Sommerkonferenz: „Die Macht der Plattformen“ (03./04.09.2016/Berlin)

TelemedikusAm 3. und 4. September 2016 findet in Berlin die jährliche „Telemedicus Sommerkonferenz“ statt. Das Thema lautet „Die Macht der Plattformen“.

Unser öffentliches, privates und wirtschaftliches Leben wird immer mehr von Unternehmen und Organisationen beeinflusst, die uns verbinden und verknüpfen. Diese Unternehmen leisten Wichtiges für die Gesellschaft: Sie stellen die Marktplätze, Kommunikationswege, technische Standards oder Software, die wir als Informationsgesellschaft benötigen.

Andererseits entsteht dadurch aber auch “digitale Infrastruktur”, also Einrichtungen, die für das öffentliche Interesse enorm wichtig sind. Müssten solche Plattformen nicht stärker unter öffentlicher Kontrolle stehen? Oder andersherum: Darf man von privat geführten und wirtschaftlich ausgerichteten Unternehmen erwarten, dass sie eine öffentliche Aufgabe erfüllen? Von der Frage, ob Facebook und Twitter hetzerische Inhalte

löschen müssen, über die Netzsperren und Netzneutralitätsdebatte bis hin zur Datenschutzgrundverordnung und deren plattformspezifischen Regeln (z.B. dem Recht auf Datenportabilität) werden wir dem Thema ganzheitlich auf den Grund gehen. Wie bereits in den Vorjahren verknüpfen wir gehaltvolle Vorträge mit einer ungezwungenen Diskussion mit dem Publikum. Wir wollen das Thema in seinen gesellschaftlichen und aktuellen Bezügen darstellen, behalten dabei aber einen klaren wissenschaftlichen Fokus.

Die Konferenz wird organisiert von Telemedicus, einem juristischen Internetprojekt zum Recht der Informationsgesellschaft. Telemedicus ist ein Non-Profit-Projekt. Es wird getragen und herausgegeben vom Telemedicus e.V. Der Verein fördert satzungsgemäß den freien Austausch von Wissen über Rechtsfragen der Informationsgesellschaft auf juristischer und interdisziplinärer Ebene.

Xethix unterstützt diese Diskussion als Sponsor.

 

 

Energie- und Wasserversorger noch verhalten bei der Digitalisierung

Die Digitalisierung der Energie- und Wasserversorgung erreichte im Jahr 2015 mit 47 von 100 Indexpunkten einen durchschnittlichen Digitalisierungsgrad. Damit stehen diese Branchen beim Grad ihrer digitalen Transformation auf Platz 5 von insgesamt elf untersuchten Branchen. Bis 2020 wird der Wirtschaftsindex DIGITAL der Energie- und Wasserversorgung um zwölf auf dann 59 Punkte steigen. Auch wenn damit das Digitalisierungstempo deutlich zulegt, werden die Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung in 2020 erneut nur durchschnittlich digitalisiert sein.

Dies sind die Ergebnisse des Monitoring Report Wirtschaft DIGITAL 2015, den TNS Infratest und das ZEW im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellt haben. Insgesamt erreicht Deutschland beim Digitalisierungsgrad seiner gewerblichen Wirtschaft erst 49 von 100 möglichen Indexpunkten. Für 2020 prognostizieren die befragten Unternehmen einen verhaltenen Anstieg auf 56 Punkte. Die elf untersuchten Kernbranchen wurden in fünf Digitalisierungsdimensionen zwischen stark überdurchschnittlich bis stark unterdurchschnittlich digitalisiert aufgeteilt.

59 Prozent der dienstleistenden Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung halten den Einfluss der Digitalisierung auf ihren Geschäftserfolg 2015 für gering. 20 Prozent der befragten Unternehmen dagegen gehen von einer starken Einflussnahme aus. Bieten nur sieben Prozent der Versorgerunternehmen keine digitalen Produkte und Services digital an, so haben 26 Prozent bereits umfängliche digitalisierte Angebote in ihrem Portfolio. Zufrieden zeigen sich mit dem bisher erreichten Digitalisierungsgrad 84 Prozent der befragten Unternehmen.

Ein Drittel der befragten Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung gaben an, ihre Prozesse in geringem Umfang digitalisiert zu haben. 33 Prozent sagen, bereits mehr als 60 Prozent ihrer Geschäftsprozesse digitalisiert zu haben. Eine starke Einbettung der Digitalisierung in die Unternehmensstrategie haben 57 Prozent vollzogen. Dieser Wert steigt nach eigenen Aussagen bis 2020 auf 64 Prozent an.

Als vordringlichste Aufgabe der Politik sehen beide Branchen mit jeweils 93 Prozent die Förderung des Breitbandausbaus und der IT-Sicherheit.

Digitalisierungsprofile: Digitalisierung in der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland

TNS Infratest und ZEW haben im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im neuen Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2015 erstmals den Digitalisierungsgrad der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland nach insgesamt elf Branchen differenziert erhoben. Unter Digitalisierung verstehen wir die Nutzungsintensität von digitalen Technologien und Diensten, die Ausrichtung der Unternehmen auf die Digitalisierung und den Einfluss der Digitalisierung auf den Geschäftserfolg. Das Digitalisierungsprofil „Energie- und Wasserversorger“ sowie zehn weitere Digitalisierungsprofile können  heruntergeladen werden.

Studiensteckbrief: TNS Infratest führte vom 17. August bis 11. September 2015 eine repräsentative Befragung unter den deutschen Unternehmen zum Stand und zu den künftigen Perspektiven der Digitalisierung in Deutschland durch. Der Fragebogen wurde in enger Projektpartnerschaft gemeinsam mit dem ZEW, Mannheim, erarbeitet. Die Befragung ist für die gesamte gewerbliche Wirtschaft repräsentativ, das heißt für die folgenden elf Branchen: Maschinenbau, Fahrzeugbau, chemisch-pharmazeutische Industrie, sonstiges verarbeitendes Gewerbe, Informations- und Kommunikationswirtschaft, Energie- und Wasserversorgung, Handel, Bereich Verkehr und Logistik, Finanz- und Versicherungswirtschaft sowie für die wissensintensiven Dienstleister (wie z.B. Beratungen, Medien, Marktforschung) und die Gesundheitswirtschaft.

Deutschland will Vorreiter bei der intelligenten Straßenbeleuchtung werden

Intelligente StraßenlaterneFür die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft spielt die digitale Transformation der Kommunen eine wichtige Rolle. Nachhaltige Verkehrsüberwachung, energieeffiziente Beleuchtung und Ladestationen für Elektrofahrzeuge sind nur wenige Beispiele zukünftiger Leitmärkte. Städte und Kommunen haben die Chance, die notwendige Modernisierung der Straßenbeleuchtung zumeist mit LED-Leuchten zum Aufbau einer digitalen städtischen Infrastruktur zu nutzen.

Voraussetzung ist jedoch die Standardisierung der bisherigen simplen Lichtquelle zu einer integrierten multifunktionalen Infrastruktur. Dazu haben das Urban Software Institute ([ui!]) und DIN (Deutsches Institut für Normung e.V.) ein Industriekonsortium gebildet, das die Entwicklung einer DIN SPEC für die Spezifikation von integrierter multifunktionaler Straßenbeleuchtung ermöglicht. Das Konsortium nimmt heute auf der Metropolitan Solutions in Berlin seine Arbeit auf und wird nach sechs Monaten die Ergebnisse veröffentlichen.

Alleine in Europa müssen in den nächsten Jahren etwa zehn Millionen Straßenlaternen ausgetauscht oder instand gesetzt werden. Denn drei vor vier der über 60 Millionen Straßenleuchten sind mehr als 25 Jahre alt.

Die Genehmigung für die veralteten Glühbirnen läuft aus sie verschwenden Energie. Rund drei Milliarden Euro kosten die Kommunen diese veraltete Technik, was zwischen 25 und 50 Prozent der Energiekosten einer Kommune ausmacht. Die Modernisierung mit LED-Technologie eröffnet den Kommunen jetzt die Chance, über das Sparen von Energie und Kosten hinaus, eine einmalige digitale städtische Infrastruktur aufzubauen.

Aus Straßenbeleuchtung werden multifunktionale Masten: Ausgerüstet mit öffentlichem WLAN, Notruffunktionen, Sensorik zur Messung von Schadstoffen und CO2, Instrumenten der Verkehrsmessung und -steuerung bis hin zur Ladestation für Elektrofahrzeuge ermöglichen sie die Digitalisierung des städtischen Raums. Die anonymisierten Informationen können Bürger und Unternehmen für innovative Anwendungen nutzen. So können zum Beispiel Sicherheit und Komfort auf den Straßen erhöht, Energie intelligent genutzt und Daten zur Einhaltung von kritischen Schadstoffen gesammelt werden. „Der Austausch von Glühbirnen durch LEDs ist zu wenig. Mit digitalisierter Straßenbeleuchtung bauen wir die Smart City“, sagt Prof. Dr. Lutz Heuser, CEO des Urban Software Institutes.

 Bedarf einer Standardisierung

Bislang ist jedoch nicht festgelegt, was die Straßenlaterne von morgen leisten kann, welche Anforderungen an Qualität, Sicherheit oder Schnittstellenkompatibilität notwendig sind. Es gibt verschiedene einzelne Produkte, aber keine Rahmendaten für die Marktentwicklung. Kommunen, die investieren wollen, fehlt die rechtliche Sicherheit.

Das Marktpotenzial kann nur erschlossen werden, wenn die bislang autark agierenden Parteien wie Hersteller, Städteplaner, Kommunen, IT- und Beratungsfirmen sowie Lichttechniker zusammen arbeiten. Dies ist jetzt gelungen: [ui!] und DIN haben ein Konsortium gebildet, das eine „DIN SPEC“, einen ersten Standard für die Beschreibung der intelligenten Straßenbeleuchtung sowie ihrer einzelnen Funktionen, erarbeitet.

Ziel ist es, auf Basis eines standardisierten modularen Aufbaus eine Orientierungshilfe für Entscheider, Beschaffer und Planer bei der Gestaltung der digitalen Infrastruktur geben zu können. Einkäufer erhalten darüber hinaus Unterstützung bei der Spezifikation der zu installierenden Beleuchtungen. „Der Marktdurchbruch gelingt nur, wenn wir in Deutschland die intelligente Straßenbeleuchtung definieren und Qualität sichern, ergänzt Joachim Lonien, DIN. Mitglieder des Konsortiums repräsentieren in geradezu einzigartiger Weise das notwendige branchenübergreifende Wissen, das für eine solche Integrationsaufgabe unerlässlich ist.

Konsortialpartner –koordiniert von [ui!]

  • Betreiber von Stadtbeleuchtungsinfrastruktur: EnBW (mit Produktlinie SM!GHT); Alliander; RheinEnergie;
  • Lichtmanagement und Ladeinfrastruktur: Schréder (mit Produktlinie Shuffle); Trilux; Continental (mit Connected Car); eluminocity;
  • Kommunikation und Plattformen für Internet der Dinge: Deutsche Telekom; NXP (mit Connected Car & Security); Microsoft.

 Zukünftige Einnahmequelle für Kommunen

Während die Straßenlaternen heute ein hoher Kostenpunkt im kommunalen Haushalt sind, kann der digitalisierte Straßenmast eine Einnahmequelle für die Kommunen werden. Denn der Daten- und Informationsknotenpunkt liefert wertvolle Informationen, die von den Kommunen weiter verwertet oder Unternehmen für neue Geschäftsmodelle zur Verfügung gestellt werden kann. Viele der Daten sind dabei nicht neu, nur liegen sie heute unsortiert und ungenutzt bei den verschieden Verkehrs-, Umwelt oder Bauämtern verteilt. Kommunen, die heute ihre Straßenlaternen nur mit energiesparenden Leuchten ausrüsten, verpassen die Chance, die hohe Kosten und das aufwändige Austauschen zu nutzen und gleich zusätzliche Technologien einzubauen.

 DIN SPEC als Basis für europaweite Norm

Das schnelle Voranschreiten des DIN-Standardisierungsprozesses ist ganz im Sinne der Europäischen Kommission. Sie fordert die intelligente Straßenbeleuchtung als Beitrag zur Erreichung der europäischen Klimaziele 2020. Weitaus wichtiger ist es der Kommission aber noch, die Digitalisierung der kommunalen Infrastruktur im Rahmen von Smart-City-Projekten europaweit voranzutreiben. Direkt nach ihrer Veröffentlichung zum Ende des Jahres soll die neue DIN SPEC deshalb an die Europäische Kommission bzw. die europäischen Normungsorganisationen CEN/CENELEC herangetragen werden. Und so könnte aus einem nationalen bald ein europaweiter Standard werden, der die Vorreiterrolle der deutschen Wirtschaft beim Thema Smart Cities zusätzlich untermauert.

Hightech-Schuhsohle „Hero“ lädt Handy beim Gehen

Die auf Schuhe spezialisierte Firma Vibram  hat in Zusammenrabeit mit dem  Centro per MicroBioRobotica  eine Hightech-Schuhsohle namens „Hero“ entwickelt. Mithilfe der in vollem Namen bezeichneten „Harvesting of Energy in Rubber Outsole“ kann der Benutzer Strom für die Ladung von Smartphones und Tablets selbst erzeugen.

Informationen in Echtzeit

„Beim Gehen wandelt die als Zwischeneinlage konzipierte Sohle die dabei entstehende kinetische in elektrische Energie um“, ist von Vibram zu hören. Die Kapazität liegt bei einem Watt Gleichstrom, sodass etwa nach acht Stunden acht Wattstunden zur Verfügung stehen. Zum System gehört ein selbst gespeister elektronischer Chip, der via Bluetooth die Verbindung zu einem Android-Handy herstellt und Infos in Echtzeit liefert – so zum Beispiel Ladezustand des Akkus, die Zahl der getätigten Schritte, Geolokalisierung und Fußtemperatur.

Terminhinweis: Digitale Führungskompetenz (10.05.2016 / München)

Neue Technologien und Digitalisierung ermöglichen Unternehmen, aber auch jedem Einzelnen den Austausch von Wissen, Leistungen und Waren, die schnelle Kommunikation und Zusammenarbeit – und das grenzenlos und jederzeit. Social Networking, Big Data oder Industrie 4.0 sind Schlagworte, die im Zusammenhang mit der Digitalisierung regelmäßig fallen.

Ein grundlegendes Element haben sie gemein: Sie ermöglichen eine stärkere Vernetzung und Öffentlichkeit. Und das bedeutet für viele Unternehmen große Einschnitte. Durch elektronische Medien werden Entfernungen überbrückt und dadurch Führung auf Distanz zur Normalität. Aber auch das bekannte Verständnis von Führung wird durch die Änderungen der Digitalisierung infrage gestellt. Denn im digitalen Zeitalter ist Führung untrennbar mit Partizipation, Austausch, Offenheit, Flexibilität, Kollaboration und Vertrauen verbunden. Die alten Machtmuster und Hierarchiedenkweisen stoßen immer öfter an ihre Grenzen.

„Unternehmen müssen den Paradigmenwechsel schaffen. Nur so steigern sie ihre Produktivität und bleiben zukunftsfähig. Das gilt vor allem beim Thema Führung. Unternehmen müssen dafür sorgen, dass nicht nur das Top-, sondern vor allem das mittlere Management ein neues Verständnis seiner Rolle und der Verantwortlichkeiten entwickelt, damit es sich in die richtige Richtung bewegen kann“, sagt Claudia Schmidt, Geschäftsführerin der Mutaree GmbH

 Digital Leadership in der Arbeitswelt 2025

Am 10. Mai findet in München die T. Keynotes und interaktive Vorträge beschäftigen sich mit den Themenfeldern Strategie, Organisation, Technologie und Führung. Claudia Schmidt wird in ihrem Vortrag die Bedeutung der Digitalisierung für Kultur, Führung und Zusammenarbeit behandeln. Die neue Rolle der Führungskräfte wird dabei besonders im Mittelpunkt stehen: Welchen Mind-Set-Change müssen Führungskräfte vollziehen und was müssen sie in Zukunft können? Diese und weitere Fragen zu Digital Preparedness, Digital Leadership und Digital Collaboration werden im Anschluss in einem Kurzworkshop diskutiert.

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie hier.

Terminhinweis: Whistleblowing – Zivilcourage der Ingenieure? (20.01.2016/Steinfurt)

Dr. Petra Michel-Fabian von der FH Münster  (Foto: FH Münster/Fachbereich OEF)

Dr. Petra Michel-Fabian von der FH Münster (Foto: FH Münster/Fachbereich OEF)

Im Netz und von Menschenrechtlern wird er als Vorbild gefeiert, die US-Behörden dagegen sehen in ihm einen kriminellen Geheimnisverräter, der mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden muss: Edward Snowden, der Whistleblower. Ob Studierende der Elektrotechnik und Informatik wie Snowden handeln würden, hat Dr. Petra Michel-Fabian von der FH Münster in einem Seminar über Ethik mit den zukünftigen Ingenieuren diskutiert. In einer öffentlichen Veranstaltung am 20. Januar auf dem Steinfurter Campus präsentieren sie ihre Arbeitsergebnisse und diskutieren diese mit dem Publikum.

Snowden, der im Jahr 2013 die weltweiten Überwachungspraktiken des amerikanischen Militärgeheimdienstes NSA in die Öffentlichkeit brachte, hat seine Enthüllungen teuer bezahlt. Er wird per Haftbefehl gesucht, muss versteckt außerhalb seiner Heimat leben. Zu seiner Motivation erklärte er in Interviews, er habe erkannt, dass er Teil von etwas geworden sei, das der Gesellschafft mehr Schaden als Nutzen bringe.

Neben dem Whistleblowing thematisieren die Studenten in der Veranstaltung auch den virtuellen Krieg mit Drohnen, die autonom über Leben und Tod entscheiden. Außerdem geht es um die Frage, wo die Grenzen beim Einsatz von Robotern, die uns das Leben erleichtern sollen, zu setzen sind. Eine weitere Studentengruppe zeigt, dass Hacker auch „gut“ sein können. Sie stellen Verhaltensempfehlungen für diese Menschen vor, die aus der Motivation heraus, Schaden abzuwenden, in fremde Computersysteme eindringen.

„Die Studierenden erlangen an unserer Hochschule ein hohes technisches Know-how, das sie in der Praxis anwenden werden. Es ist deshalb wichtig, ihnen zusätzlich ein entsprechendes ethisches Know-why mitzugeben“, sagt Michel-Fabian. Man wolle die zukünftigen Ingenieure darauf vorbereiten, Verantwortung in der Gesellschaft wahrzunehmen.

Die Veranstaltung aus der Reihe „Kolloquium der Elektrotechnik und Informatik“ richtet sich an alle Interessierten. Sie findet statt am Mittwoch (20. Januar) von 16 bis 18 Uhr auf dem FH-Campus, Stegerwaldstraße 39 in Steinfurt, im Hörsaal D 144. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Unternehmer haften für Althandys: Digitale Sorglosigkeit kann teure Folgen haben

Jedes dritte Unternehmen stand laut dem IT-Branchenverband Bitkom in Deutschland bereits im Fadenkreuz von Cyberkriminalität. Der Schaden geht in die Milliarden. Datenlecks werden allerdings oftmals auch hausgemacht. Nicht nur wandern zahlreiche Notizen, Kopien und Akten in Papierform in den Müll, auch Smartphones und Tablet-PCs werden ausgetauscht ohne Datenvernichtung. Führend in der Disziplin Datenleck sind dabei kleinere und mittelständische Unternehmen: „Digitale Sorglosigkeit kann sehr teuer werden. Immer dann, wenn Daten von Kunden betroffen sind, tritt die Unternehmerhaftung ein. Und das kann einen Unternehmer die Existenz kosten“, warnt Dirk Ulrich. Sein Münchener Unternehmen Teqcycle Solutions hat gemeinsam mit der Deutschen Telekom einen Prozess entwickelt, der aussortierte Smartphones von Datenresten reinigt und weiterverwertet.

Bußgeld bis zu 50.000 Euro

Bei Verstößen gegen die Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes drohen den Unternehmen und Unternehmern Bußgelder bis zu 50.000 Euro. Schadenersatzansprüche von Kunden, deren Daten dabei betroffen wurden, oder Mitarbeitern sind hier noch nicht eingerechnet. „Ein Unternehmen haftet gegenüber einem geschädigten Dritten, sofern ein Verschulden nachzuweisen ist. Bei einem Altgerät, das im Elektroschrott entsorgt oder einem Mitarbeiter überlassen wurde und dann auf einem Flohmarkt oder auf einem Internet-Auktionsportal landet, tritt der Verursacher in die Haftung ein“, erklärt Dirk Ulrich. Einen wirklichen Prozess zur Datenlöschung hat nur ein knappes Viertel der Unternehmen, ergab eine Studie im Rahmen der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg.

Hierarchie schützt vor Strafe nicht

Ein Abtreten der Verantwortung im eigenen Unternehmen gilt im Übrigen nicht als Freibrief. Auch ein Entsorgungsauftrag an die IT-Abteilung ohne klare Prozessstruktur befreit nicht von der Haftung, die der Arbeitgeber im Normalfall trägt. Die Beweislast, ob ausschließlich ein Angestellter hier fahrlässig gehandelt hat, liegt bei dem Arbeitgeber. „Dies kann sich zur Zeitbombe entwickeln, vor allem, wenn Mitarbeiter relativ frei entscheiden dürfen, welche Daten auf dem mobilen Device sein können. Ein Prozess, der das Gerät komplett löscht, ist unbedingt nötig“, so Dirk Ulrich. Der Secure Take Back von Teqcycle ist von der DEKRA zertifiziert und in verschiedenen Varianten möglich – bis zur On-site-Löschung beim Kunden. Überschüsse aus der Weiterverwertung der Geräte – Verkauf oder Recycling nach der Löschung – fließen an die Kunden zurück.

Secure Take Back von Teqcycle deckt das gesamte Lifecycle-Management nach der Einsatzzeit von mobilen Endgeräten in Unternehmen, Institutionen und Behörden ab. Das Verfahren wurde als Standard gemeinsam mit der Deutschen Telekom entwickelt, der gesamte Rücknahmeprozess von der Abholung bis zur Weitervermarktung der Geräte ist dabei durch die DEKRA zertifiziert. Drei verschiedene Dienstleistungspakete stehen zur Verfügung: Kunden können die Geräte wahlweise in eigener Verpackung einsenden, oder Teqcycle stellt verplombte Versandcontainer zur Verfügung. Auf Wunsch findet die Datenlöschung auch direkt beim Kunden statt. Teqcycle arbeitet ausschließlich mit spezialisierten und zertifizierten Partnern in Deutschland. Mehrmals pro Jahr werden die Prozesse und beteiligten Instanzen in einem umfangreichen Audit überprüft, um die hochsichere Löschung für mobile Endgeräte zu gewährleisten.

Nielsen: Soziales Engagement, ja bitte! Doch Qualität und Leistung gehen vor

Die Mehrheit der Deutschen (52 Prozent) sind bereit, mehr Geld für Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen auszugeben, die sich für Gesellschaft und Umwelt engagieren. Nur 18 Prozent lehnen dies ab. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern liefert. In der Studie hat Nielsen in 60 Ländern weltweit untersucht, wie Nachhaltigkeit und soziales Engagement sich auf das Kaufverhalten von Verbrauchern auswirken.

„Die Bereitschaft, mehr für nachhaltige Produkte zu zahlen, ist bei den deutschen Verbrauchern im Vergleich zu unserer Studie von vor vier Jahren um ganze 20 Prozent gestiegen“, erläutert Ingo Schier, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nielsen Deutschland. „Diese Steigerung ist beachtlich und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig den Verbrauchern heute gesellschaftliche Verantwortung ist.“ 2011 lag der Anteil der Deutschen, die bereit waren, mehr für nachhaltige Produkte zu zahlen, noch bei 32 Prozent. 2013 war dieser Wert bereits um 5 Prozentpunkte gestiegen.

Qualität hat in Deutschland größten Einfluss auf den Kauf – Preis-Leistung bei Europäern vorn

Den größten Einfluss auf die Kaufentscheidung für Produkte des täglichen Bedarfs haben in Deutschland aber andere Faktoren. Entscheidend ist zunächst Qualität – sie belegt Platz Nummer eins (79%) im Ranking der Einflussfaktoren. Auf Platz zwei folgt ein gutes Preis-Leistungsverhältnis (78%). Den dritten Platz belegt das Vertrauen in eine Marke (61%). Rabatte oder Coupons beeinflussen die Kaufentscheidung zu 58 Prozent. Natürlichkeit und Frische eines Produktes folgen mit 57 Prozent auf Platz fünf. „Die Ergebnisse bestätigen, wie wichtig den Deutschen die Qualität beim Kauf von alltäglichen Produkten ist“, so Ingo Schier. „Im europäischen Durchschnitt steht dieser Faktor auf Platz zwei.“ Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis belegt bei den Europäern mit 67 Prozent den ersten Platz, Qualität folgt mit 63 Prozent.

Soziales Engagement auf den hinteren Plätzen

Faktoren, die auf das Engagement eines Unternehmens einzahlen, kommen bei den Deutschen auf den hinteren Plätzen. „Erst wenn die Basis-Anforderungen an ein Produkt erfüllt sind, zählen beim Verbraucher Punkte wie etwa Umweltfreundlichkeit oder das soziale Engagement der Hersteller“, sagt Ingo Schier. „Die Nachhaltigkeit von Produkten scheint für die Verbraucher weniger entscheidend für den Kauf eines Produktes zu sein.“

Stammt das Produkt von einem Unternehmen, das für sein soziales Engagement bekannt ist, wirkt sich dies zu 36 Prozent auf die Kaufentscheidung aus. Den gleichen Einfluss hat die Umweltfreundlichkeit eines Unternehmens mit ebenfalls 36 Prozent.

Bei der Verpackung lieber umweltfreundlich als praktisch

Umweltfreundliche Verpackungen sind bei den Deutschen sehr beliebt. Die Verbraucher geben an, dass sich eine umweltfreundliche Verpackung zu 40 Prozent auf ihre Kaufentscheidung auswirkt, während eine praktische Verpackung dies zu 36 Prozent tut. Ingo Schier: „Nachhaltigkeit ist ein weltweites Thema, das weiter an Dynamik gewinnen wird. Aus den Ergebnissen wird deutlich, dass Verbrauchern ihre Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt mehr und mehr bewusst wird. Das Gleiche erwarten sie auch von den Unternehmen.“

Den vollständigen internationalen Report können Sie kostenfrei anfordern.

Terminhinweis (5. 11.2015, maiExpo 2015 in Wien): „Auf dem Weg zum perfekten Kundenprofil – eine technische, ethische und rechtliche Betrachtung“

Mittlerweile werden Unternehmen vielfältige Möglichkeiten geboten, um aus dem stetig anwachsenden Volumen an Kundendaten neue Potentiale – und damit letztendlich Wettbewerbsvorteile – generieren zu können. Doch wie lässt sich hier tatsächlich eine Umsetzung realisieren, die sowohl für das Unternehmen als auch für den Kunden gewinnbringend ist? Und wie kann diese dann auch noch rechtskonform so gestaltet werden, um damit letztendlich noch einen echten USP zu kreieren? Auf diese und weitere spannende Fragen geben fünf Experten mit umfassender Kompetenz im Rahmen der Diskussion eine Antwort. maihiro lädt auch in diesem Jahr wieder zum Networking auf der „maiExpo“ in Wien ein.

Datum: 5. November 2015 ab 13 Uhr

Ort: Sky Stage im Wiener Tech-Gate, Donau-City-Str.1, 1220 Wien

Die Highlights in aller Kürze

  • „Mehr Kunden bitte! – wie Marketing & Vertrieb zusammenspielt“, Claus Zerenko
  • „Big Dating Teil 1 – CRM gestern = Customer Engagement heute“, Dominic Veit & Betim Cermenika (maihiro)
  • „Big Dating Teil 2 – wenn Commerce, Big Data & Algorithmen sich treffen“, Florian Dohmann
  • Podiumsdiskussion: „Auf dem Weg zum perfekten Kundenprofil – eine technische, ethische und rechtliche Betrachtung.“, Experten zu Datenschutz, Technologie und Geschäftsprozessen

Besonders der fachliche Austausch zwischen SAP, Branchenexperten und Kunden steht dieses Jahr wieder im Vordergrund der Veranstaltung: Neben dem abwechslungsreichen und informativen Mix aus Vorträgen und Diskussionen erwarten Sie am Abend kulinarische Highlights, zu denen auch die eigens kreierten „maiBurger“ zählen.

maihiro zeigt Ihnen, wie innovative Schritte auf dem Weg in die digitale Zukunft aussehen könnten.

Melden Sie sich kostenlos an, mit nur einem Klick.

TV-Tipp: Do Not Track – Die Zukunft der Online-Überwachung

Donottrack@BrettDo Not Track ist eine internationale Dokumentarfilmreihe über Online-Tracking und das Geschäft mit unseren Daten – mit einer außergewöhnlichen Umsetzung: Der Nutzer kann anhand seiner eigenen Daten sehen, wer ihn gerade im Internet überwacht und welche Folgen dies für ihn hat.

In sieben Episoden wurden seit dem 14. April Themen wie „Der Spion in der Tasche – Überwachung durch Handys“ oder „Big Data – die Welt der Algorithmen“ behandelt. Am 15. Juni werden in der letzten Episode die Nutzerdaten ausgewertet und darauf aufbauend eine Prognose erstellt, welche Auswirkungen die Online-Überwachung auf uns alle haben wird. Als Höhepunkt von Do Not Track veranstaltet das Bayerische Fernsehen einen eigenen Themenabend über Online-Tracking.

Über drei Millionen Seitenzugriffe, rund 650.000 Einzelbesuche und Zehntausende Nutzer, die für Do Not Track ihre Daten preisgegeben haben – das ist die vorläufige Bilanz der interaktiven Web-Serie Do Not Track. Zum Höhepunkt am 15. Juni werden alle Daten ausgewertet, und jeder registrierte Nutzer bekommt ein Persönlichkeits- und Klickprofil anhand dessen sich erahnen lässt, wie Online-Profiling funktioniert. Außerdem wird anhand der Daten aller Nutzer eine Prognose gewagt, wie die Zukunft des Online-Trackings aussehen wird. Werden die Datenhändler die totale Macht übernehmen oder wird die Datenüberwachung stärker reguliert? Do Not Track schärft das Bewusstsein, dass die Nutzer die Zukunft des Internets und damit des Online-Trackings mitbestimmen können.

Eine Kontinent-übergreifende Diskussion über die Zukunft des Internets

Seit Beginn der Web-Serie bietet Do Not Track neben den personalisierten Episoden täglich neue Artikel und Videos mit Anti-Tracking Tipps, aktuellen Forschungsergebnissen und neuen Entwicklungen im Bereich der Online-Überwachung. Daraus entstanden ein kleines Nachschlagwerk zum Thema Datenschutz und Raum für Diskussionen und Initiativen über die Zukunft des Internets.

Ein ganzer Fernseh-Abend über Online-Tracking

Zeitgleich zur Veröffentlichung der Datenauswertung widmet das Bayerische Fernsehen dem Thema Online-Überwachung einen eigenen Themenabend. Jetzt Mal Ehrlich zeigt mit Hilfe eines Tracking-Experten, was man über eine typische bayerische Familie in nur einem Tag herausfinden kann. Faszination Wissen testet, in welchem Maße uns Auto, Fernseher, Kühlschrank und Co. überwachen, und in der Nachtlinie spricht Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Dirk Heckmann über die Rettung der Privatheit und macht konkrete Lösungsvorschläge. Um 22:30 Uhr wird dann die 30-minütige TV-Doku Do Not Track ausgestrahlt, in der die Highlights der Web-Serie zusammengefasst sind.

Terminhinweis (11./12.06.2015/Potsdam): Öffentliche Konferenz für nationale Cyber-Sicherheit

Mit der zunehmenden Verunsicherung von Nutzern der Informations- und Kommunikationstechnik wird sich die dritte Potsdamer Konferenz für nationale Cyber-Sicherheit beschäftigen. Sie findet am 11. und 12. Juni am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) statt.

Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung werden auf der öffentlichen Veranstaltung unter anderem Themen wie das IT-Sicherheitsgesetz, die Digitale Agenda und Fragen der digitalen Souveränität diskutieren. Außerdem stehen zum Beispiel Aspekte wie IT-Sicherheit sowie Schutz von Industrie 4.0-Anlagen und kritischen Infrastrukturen auf dem Programm.

Neben NATO-Vizegeneralsekretär Jamie Shea und Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe aus dem Bundesinnenministerium stehen die Präsidenten von Europol, Bundeskriminalamt, Bundesamt für Verfassungsschutz und Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik auf der Referentenliste. Hochrangig vertreten sind auch das Auswärtige Amt, die Bundesministerien des Inneren und für Wirtschaft und Energie sowie diverse Fachverbände und Stiftungen.

Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily und ein Repräsentant von Google werden über „Cybersecurity zwischen bürgerlicher Freiheit und staatlicher Verantwortung“ sprechen. Aus der Wirtschaft sind ferner Unternehmen wie Check Point Software Technologies, Cisco, Computer Sciences Corporation (CSC) , Daimler, DB Systel, General Electric, Hewlett Packard, Huawei, KPMG, Nokia, Rohde & Schwarz, SAP und Vodafone vertreten.

Weitere Details zum Veranstaltungsprogramm gibt es online.

„Seit der letzten Potsdamer Sicherheits-Konferenz 2014 hat sich die Cybersicherheitslage nicht beruhigt. Eher das Gegenteil ist der Fall und die Nutzer werden zunehmend verunsichert“, stellt HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel fest. Auf dem neutralen Boden einer Wissenschaftseinrichtung wolle das Institut deshalb erneut Bezugsgruppen und Multiplikatoren mit Experten zusammenführen, um Möglichkeiten für gemeinsames Handeln und mehr Sicherheit zu analysieren, sagt Meinel. „Das in diesem Bereich fatale Silo-Denken gilt es zu überwinden“, fügt der Wissenschaftler hinzu, der am HPI auch das Fachgebiet Internet-Technologien und -Systeme leitet.

Am Ende des ersten Konferenztages werden das veranstaltende Hasso-Plattner-Institut und die Bundesdruckerei ihr gemeinsam neu gegründetes „Secure Identity Lab“ der Öffentlichkeit vorstellen. In dem Lab sollen innovative Lösungen erforscht werden, die den effizienten Umgang mit digitalen Identitäten absichern. Die werden zur sicheren Erkennung der Nutzer bei ihren Interaktionen in der digitalen Welt gebraucht und sollen nicht manipuliert, gefälscht oder für missbräuchliche Zwecke verwendet werden können. Das soll in der digitalen Welt Vertrauen und die Grundlage für sichere Beziehungen und Geschäftsprozesse schaffen.

Im Jahr zuvor hatte das HPI einen neuen Service präsentiert, der Internetnutzer auf den möglichen Diebstahl und die öffentliche Preisgabe ihrer Identitätsdaten hinweist. Das Institut bietet auch einen Sicherheits-Check im Internet an, der automatisch Auskunft gibt über erkennbare Schwachstellen eines anfragenden Rechners.

Terminhinweis (21.04.2015, München): Nachhaltigkeit konkret ins Leben holen

Ab April bietet „Street Philosophy“ in München eine neuartige Workshop‐Reihe an. Zu aktuellen und herausfordernden Themen werden in kleinen Gruppen und mit hochkarätigen Experten konkrete Lösungsansätze und Werkzeuge für die jeweiligen Fragestellungen erarbeitet – philosophisch fundiert und lebensnah in der Umsetzung.

Bereits seit 2013 gibt es „Street Philosophy“ als offenen philosophischen Salon in der Münchener Josef Bar, ein Konzept, für das sich die Gründerin Julia Kalmund in England inspirieren ließ: „In Deutschland wird Philosophie immer noch als elitär und lebensfremd wahrgenommen“, so Julia Kalmund. „Die Salon‐Kultur ist in England wesentlich verbreiteter ‐ und nicht mit Schwellenangst verbunden. Die Devise von `Street Philosophy´ heißt deshalb `Raus aus dem Elfenbeinturm´. Wir bieten Philosophie für jedermann und verstehen uns auch als Lebens‐ und Orientierungshilfe. Wir diskutieren über Fragen, die uns alle bewegen und suchen mit Hilfe der Philosophie gemeinsam nach Antworten.“

Mit den Workshops soll sich der Blick vom „Suchen“ auf das „Finden“ lenken. Für 2015 sind 6 Veranstaltungen geplant, u.a. zu Themen wie „Glück und Geld“, „Beruf und Berufung“ oder „Profit und Moral“. Den Auftakt der Veranstaltungsserie bildet am 21. April 2015 der Workshop „Nachhaltigkeit – endlich anfangen!“.

Dozentin ist die Wirtschaftspsychologin und Nachhaltigkeitsexpertin Dr. Alexandra Hildebrandt. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, Nachhaltigkeit aus dem Begriffshimmel auf die Erde zu holen und konkret zu zeigen, dass wir selbst die Veränderung sind, die wir uns in der Welt wünschen“, so Dr. Alexandra Hildebrandt. „Dazu braucht es entsprechende Formen der Vermittlung und Plattformen, die das Große und Kleine miteinander verbinden. Die Workshops von `Street Philosophy´ sind dafür ein hervorragender Ansatz. Die Teilnehmer erhalten hier nicht nur Einblicke in philosophische Grundlagen eines der wichtigsten Themen unserer Zeit, sondern auch Praxisbezüge und persönliche Handlungsempfehlungen.“

Der Workshop findet am 21. April von 18.30h bis ca. 22 Uhr in der Josef Bar statt, Anmeldungen bitte unter sabineriedel@themindshiftgroup.com. Die Kursgebühr beträgt Euro 69.‐.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link.

Weitere Informationen zur Dozentin finden Sie unter folgendem Link.

 

DHL: „Unternehmensverantwortung ist ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor“

Christof Ehrhart, Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung Deutsche Post DHL Group

Christof Ehrhart, Direktor Kommunikation und Unternehmensverantwortung Deutsche Post DHL

Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln bildet die Grundlage für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg von Deutsche Post DHL Group. Mit dem jährlich erscheinenden Bericht zur Unternehmensverantwortung will der Konzern konkrete Einblicke in seine Corporate-Responsibility-Aktivitäten sowie die im letzten Jahr erreichten Fortschritte gewähren.

Mit dem diesjährigen Titel „Einsichten“ unterstreicht Deutsche Post DHL Group ihr Ziel, die im Geschäft und im Austausch mit den relevanten Interessengruppen gewonnenen Erkenntnisse zu teilen. Der Bericht zur Unternehmensverantwortung zeigt die weltweiten Aktivitäten des Konzerns auf und erläutert die Neuerungen und Entwicklungen in den ökonomischen, sozialen und ökologischen Handlungsfeldern, in denen Deutsche Post DHL Group aktiv ist. Positiv zu bewerten sind insbesondere die Wiederaufnahme in die beiden „Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) World und Europe“ sowie die Höchstbewertung im „MSCI“, einen führenden Datenanbieter für Investoren. Ein wesentliches Element der Berichterstattung ist eine Materialitätsanalyse, die der Konzern 2013 anhand einer umfassenden Stakeholder-Befragung abgeleitet hat.

„Unternehmensverantwortung ist ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Wir wollen unser Geschäft verantwortungsvoll führen, nachhaltige Kundenlösungen entwickeln sowie unsere Kompetenzen für gesellschaftliche Belange nutzen“, sagt Christof Ehrhart, Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung Deutsche Post DHL Group. „Als Post- und Logistikkonzern vernetzen wir Menschen und erleichtern ihr Leben. Anlässlich unseres nunmehr elften Berichts zur Unternehmensverantwortung „Einsichten“ sollen all unsere Interessengruppen nachvollziehen können, was wir im letzten Jahr in den unterschiedlichen Bereichen geleistet und wo wir entscheidende Fortschritte gemacht haben.“

So verbesserte sich 2014 die CO2-Effizienz der Deutsche Post DHL Group um drei Indexpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf heute 23 Prozent. Das bedeutet, dass der Konzern seinem Ziel – der kontinuierlichen Verbesserung seiner CO2-Emissionsbilanz – wieder ein ganzes Stück näher gerückt ist. Deutsche Post DHL Group hat das ehrgeizige Ziel, bis 2020 seine CO2-Effizienz einschließlich der für den Konzern tätigen Subunternehmer um insgesamt 30 Prozent zu verbessern (im Vergleich zum Basisjahr 2007).

Im Bereich „Corporate Citizenship“ hat Deutsche Post DHL Group die Zahl der Partnerschaften mit den SOS-Kinderdörfern und der internationalen Bildungsinitiative „Teach For All“ auf insgesamt 11 Länder ausgebaut. Damit ist der Konzern heute in 32 Ländern aktiv, um die Bildungs- und Berufschancen von Kindern und Jugendlichen insbesondere aus sozial benachteiligten Verhältnissen zu verbessern. Die DHL-Expertenteams von „GoHelp“ waren im letzten Jahr an sieben Flughäfen mit Präventionstrainings (GARD) und zweimal mit der Katastrophenhilfe (DRT) in Chile und Panama im Einsatz.

Deutsche Post DHL Group konnte den Anteil der umweltfreundlichen Fahrzeuge weiter erhöhen und hat bis heute insgesamt 17.600 Effizienzmaßnahmen an rund 11.200 Fahrzeugen durchgeführt. Dies steht für eine Verbesserung von 12 Prozent der gesamten Fahrzeugflotte. Zusätzlich hat Deutsche Post DHL Group Ende 2014 die StreetScooter GmbH übernommen. Mit dem Kauf unterstreicht der Konzern seine Innovationsführerschaft im Bereich alternative Antriebe und stellt darüber hinaus den weiteren Ausbau der energieeffizienten Elektroflotte für die Zukunft sicher. Die Fahrzeuge nutzen dabei Energie aus regenerativen Quellen. Dieser Anteil hat sich im Berichtsjahr insgesamt für Liegenschaften, Anlagen und Elektrofahrzeuge weltweit auf über 61 Prozent der gesamten Stromversorgung bei Deutsche Post DHL Group erhöht.

Im Berichtsjahr stieg auch die Zahl der Auszubildenden: weltweit bot der Konzern jungen Menschen über 5.000 Ausbildungsplätze verschiedener Berufsbilder an. Allein in Deutschland haben Schulabgänger die Auswahl zwischen über 20 anerkannten Ausbildungsmöglichkeiten bei Deutsche Post DHL Group. Um die Vielfalt im Konzern nachhaltig zu verankern, nahm im Februar 2014 der „Diversity Council“ seine Arbeit auf. Hier geht es insbesondere darum, die zukünftige Ausrichtung auf Basis der Erklärung zu Vielfalt und Inklusion bei Deutsche Post DHL Group voranzutreiben. Mit einer Inklusionsquote von Mitarbeitern mit Behinderungen von 9,1 Prozent in Deutschland liegt Deutsche Post DHL Group heute schon deutlich über der vergleichbaren Quote der privaten Wirtschaft.

Darüber hinaus unterstützt der Konzern das gesellschaftliche Engagement der Mitarbeiter mit einem weltweiten Freiwilligentag (Global Volunteer Day), dem Living Responsibility Fund und fördert einen weiteren Fund „We help Each Other“, bei dem Mitarbeiter für Mitarbeiter spenden, die durch Naturkatastrophen in Not geraten sind. Mitarbeiterkinder profitieren außerdem von Stipendien im Programm UPstairs.

Terminhinweis (17.3.2015/CeBIT/Hannover): Jeremy Rifkin diskutiert seine Thesen zum „Untergang des Kapitalismus“

Jeremy-Rifkin

Jeremy Rifkin

Mit Jeremy Rifkin kommt einer der 150 einflussreichsten Intellektuellen der Welt auf die CeBIT Global Conferences.

In seinem aktuellen Werk „Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft“ beschreibt er eine Zukunft frei von Kapitalismus, die seiner Meinung nach gar nicht mehr so weit weg ist. Teilen ist das neue Besitzen – Häuser werden über Apps gesteuert, Autos fahren selbstständig und die intelligente Armbanduhr treibt uns an, wenn wir uns zu wenig bewegen. Die Share Economy und das Internet der Dinge sind in der Gesellschaft bereits angekommen und allgegenwärtig. Rifkins Theorie geht so weit, dass die Grenzkosten vieler Güter und Dienstleistungen nahezu gegen null gehen werden, was sie praktisch kostenlos macht.

Das Internet macht es möglich: Wir suchen und finden kostenlos, hören, sehen und lesen für wenige Cents und zahlen für unsere Kommunikation mit unseren Daten. Welche Auswirkungen die „Kostenlos-Kultur“ auf Wirtschaft und Gesellschaft hat, diskutiert Rifkin am Dienstag, 17. März, in Hannover auf den CeBIT Global Conferences in Halle 8.

Jeremy Rifkin gilt nicht nur als Visionär, sondern als einer der wichtigsten Gesellschaftstheoretiker und einflussreichsten Kulturkritiker der Welt. „Der Kapitalismus wird das Wirtschaftsleben nicht mehr allein dominieren. Vielmehr wird er ein mächtiger Partner des kollaborativen Gemeinguts sein, sodass wir eine große Menge unserer Produkte und Dienstleistungen nahezu kostenlos produzieren und teilen können“, betonte Rifkin in einem Interview Anfang Dezember mit Zeit online.

Terminhinweis (19.02.2015/Berlin) „Umgang mit digitalen Identitäten von Verstorbenen“

Was geschieht mit den Online-Daten Verstorbener? Diese technisch und rechtlich derzeit nicht abschließend geklärte Frage gewinnt in dem Maße an Bedeutung, in dem Identitäten, aber auch umfangreiche persönliche bzw. personenbezogene Daten, zunehmend digital hinterlegt sind. Für den Todesfall müssen klare Verfahrensregeln in Bezug auf den digitalen Nachlass bestehen. Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Bestatter e.V. widmet sich im Rahmen eines Informationstages den wichtigsten Aspekten.

Weitere Infos bei TeleTrusT.