Category Archives: Digitale Medienkultur – xethix Diskurs

Buchtipp: CSR und Digitalisierung

CSR_DigitalisierungDieses Buch ist ein Kaleidoskop unserer Gesellschaft und Zeit. Es beschäftigt sich mit Herausforderungen, Chancen und Risiken der größten Transformation der Geschichte: der Digitalisierung. Vorgestellt werden bahnbrechende neue Methoden zur nachhaltigen Steuerung der digitalen Transformation, neue Denkstile sowie neue Formen interdisziplinärer Zusammenarbeit – etwa mit Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaftlern, Ökonomen, Informatikern, Psychologen, Philosophen und Vertretern der Kreativwirtschaft. Sie zeigen, dass Digitalisierung weder gefürchtet noch verehrt werden muss, denn es geht vor allem darum, ihre Rolle zu verstehen, um sie nachhaltig zu gestalten.

Das Buch erläutert die wichtigsten Begriffe zur Digitalisierung anhand konkreter Praxisbeispiele

▶ Nachweis, dass die digitale Kompetenz künftig eine Schlüsselqualifikation für Arbeit und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben sein wird

▶ Benennt gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen, die in Deutschland benötigt werden, um die dringend notwendige Digitalreife zu erlangen

▶ Gibt Unternehmen, Verbrauchern, Wissenschaftlern und Politik eine fundierte Orientierung bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen der digitalen Gesellschaft

Co-Autoren dieses Buches sind unter anderem Wolfgang Schäuble, Fredmund Malik, Timotheus Höttges, Henning Kagermannm, Viola Klein, Bert Rürup, Julia Klöckner, Christian Seifert, Tim Leberecht, Dieter Gorny, Christoph Keese, Valerie Niehaus und Dunja Koelwel, Mitbegründerin von xethix.

Die Herausgeber Dr. Alexandra Hildebrandt ist Publizistin, Bloggerin und Nachhaltigkeitsexpertin. Sie leitete die Gesellschaftspolitik bei Arcandor und war beim Deutschen Fußball-Bund Mitglied in der DFB-Kommission Nachhaltigkeit. Werner Landhäußer ist geschäftsführender Gesellschafter der Mader GmbH & Co. KG mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen.

Zum Buch:

  1. Aufl. 2017, Etwa 600 S.Druckausgabe, Softcover, Ladenpreis49,99 € (D)

Erhältlich bei in der Buchhandlung oder via ▶ springer.com/shop

 

Frohes Fest: Hacker und Spione als smarte Spielzeuge unterm Weihnachtsbaum

Weihnachtsmann8Jedes Jahr sind Eltern auf der Suche nach dem ultimativen, besonderen Geschenk. Und die Spielwarenindustrie bietet ihnen einen reichen Fundus. In den Spielwelten spiegelt sich natürlich auch die Welt der Erwachsenen wieder, mit Tablets, Lern-Computern und so genannten Smart Toys.

Diese Spiele, Puppen, Roboter oder Uhren sind allerdings nicht nur zum Spielen da. Viele sind über mehr oder weniger sichere Verbindungen ans Internet angeschlossen und öffnen allem möglichen Unfug Tür und Tor.

So werden Nutzerverhalten aufgezeichnet, Angebote gemacht, die weder kinder- noch jungendtauglich sind, oder sie dienen als Eintrittstor zum heimischen Netzwerk, um Daten und Informationen von anderen Geräten auszuspionieren. Schenkende tun also gut daran genau zu prüfen, ob sich das Spielzeug der Wahl nicht versehentlich und nur ein paar Stunden nach der Bescherung als Alptraum entpuppt. Doch damit nicht genug. Selbst Eltern engagieren sich als Geheimdienstamateure.

Diverse internetgebundene Spielzeuge verfügen über Funktionalitäten, wie die metergenaue Lokalisierung des Kindes oder die Aufnahmemöglichkeit alle Umgebungsgeräusche, die zu Rechtsverstößen führen können. Im Helikopter-Modus nutzen Eltern diese Möglichkeit beispielsweise, um die Gespräche ihres Nachwuchses mit den Lehrern abzuhören. Da wird die Kinder-Smart-Watch ganz schnell zum neuesten 007-Gadget von Q oder die knuddelige Püppi zur Mata Hari.

Smartwatches für Kinder in Deutschland verboten

Die deutsche Bundesnetzagentur hat deswegen kürzlich bestimmte Smartwatches, die sich an Kinder zwischen 5 und 12 Jahren richten, verboten. Die Uhren verfügen über eine SIM-Karte und eingeschränkte Telefonfunktionen, die über eine App gesteuert werden können. Der App-Besitzer kann bestimmen, dass die Uhr eine beliebige Telefonnummer anruft. So kann er unbemerkt die Gespräche des Uhrenträgers und dessen Umfeld abhören.

Wie man die Einstellung der Eltern, ihre Kinder zu bewachen, moralisch bewertet, steht auf einem anderen Blatt, aber diese Abhörfunktion verstößt in Deutschland gegen geltendes Recht. Bei Zuwiderhandlung droht ein sattes Bußgeld. Besonders prekär: die Sicherheitslücken in einigen Modellen erlauben es neben den Eltern auch Fremden, die Kontrolle über die Geräte zu erlangen.

Sie können damit das Kind abhören, mit ihm hinter dem Rücken der Eltern kommunizieren und sogar mit der Kamera der Uhr Bilder vom Kind aufnehmen. Smartwatches ereilt mit dem Verbot das gleiche Schicksal wie das der internetfähigen Puppe „My Friend Cayla“. Deren Einfuhr und Besitz sind in Deutschland bereits seit Februar 2017 verboten. „My Friend Cayla“ war mit einer Kamera und einem Chip für künstliche Intelligenz ausgestattet, um die Emotionen von Kindern zu interpretieren. Ein Spielzeug, das der deutsche Datenschutz als „illegaler Spionageapparat“ erklärte.

Was bedeutet das nun für den Gabentisch?

Bei den verbotenen Spielzeugen ist es eindeutig: Finger weg, selbst wenn man diese noch über „dunkle“ Kanäle erwerben könnte. Doch leider bilden die aus dem Verkehr gezogenen Smart Watches und Spielzeuge nur die Spitze des Eisbergs. Daher lieber Abstand nehmen von smartem Spielzeug, so lange man nicht ganz genau weiß, was das Gerät kann, wer darauf zugreifen darf und wie man es ausstellt. Der Markt verfügt über eine so große Fülle an Spielzeugen, dass eine passende, kindgerechte, sichere und legale Alternative schnell gefunden ist. Im Zweifel ist schnell im Internet recherchiert, ob das Spielzeug für alle beteiligten taugt und sicher ist. Übrigens: vor klassischem Brettspiel, Büchern oder den unkaputtbaren Bausteinchen aus Dänemark braucht sich niemand zu fürchten. Für das Wohl der Kinder, den Familienfrieden und die Rechte anderer.

Michael Veit, IT-Sicherheitsexperte bei Sophos, gibt folgende Tipps für smarte Weihnachtsgeschenke:

·       Gesunder Menschenverstand hilft. Wenn schon onlinefähiges Spielzeug, dann mit ausgewiesener Sicherheit. Im Zweifelsfall kann diese über eine kleine Recherche im Internet geklärt werden.

·       Man sollte Spielzeuge nicht mit sensiblen Accounts verbinden. Es gab bereits einige Fälle in denen die Verkettung von mehreren Accounts zu unschönen Überraschungen oder Tränen geführt haben. Ein Kontrollverlust wie beispielsweise bei Bestellungen ist schnell geschehen.

·       Die neuesten Weihnachts-Gadgets benötigen zwar Internet, jedoch nicht den Zugang zu sensiblen Daten. Sie in das Gastnetz einzubinden reicht in den meisten Fällen aus und verhindert den unkontrollierten Zugriff auf private Daten.

·       Achten Sie auf ihre internetfähigen Geräte. Diese Geräte sind durch Cyberkriminelle verwundbar. Bevor Sie also ihr neues Gerät in Betrieb und in Ihr Netz nehmen, ändern Sie zunächst Ihr Passwort.

·       À propos Passwort – seien Sie umsichtig im Umgang mit Ihren Passwörtern. Verwenden Sie unterschiedliche Passwörter für unterschiedliche Accounts und kreieren Sie Passwörter, die schwer zu erraten sind und Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen enthalten.

·       Jegliche Software, auch die der Spielzeuge oder Smart Watches, sollte auf dem neuesten Stand sein und damit bestmögliche Sicherheit bieten.

Digital Experience: Es wird persönlich

BloomReach_Connect_Amsterdam_w1200_h630Das Motto der diesjährigen BloomReach Connect „Let’s get personal“ trifft genau den Puls der Zeit: Personalisierung ist derzeit eines der brisantesten Themen der Digitalbranche. Mehr als 20 Redner beleuchteten den aktuellen Stand sowie die zukünftige Entwicklung von Digital Experience Plattformen und gewährten Einblicke in die Welt rund um Machine Learning und Co.

Die Erwartungen wachsen: Die guten digitalen Erfahrungen, die Kunden mit Unternehmen – egal, ob beruflich oder privat – machen, wünschen sie sich auch im geschäftlichen Umfeld.

Dabei sind Bequemlichkeit und die Möglichkeit, relevante Informationen einfach und schnell zu finden, besonders wichtig. „Die Schlüssel zu Kundengewinnung und -bindung sind allerdings nicht der Preis oder das Produkt, sondern eine gelungene Experience“, erklärte BloomReach CEO Raj de Datta in seiner Eröffnungs-Keynote. Er warf außerdem die Frage auf, was überhaupt eine gelungene Experience ist.

Eines steht fest: Statische Websites sind nicht mehr gefragt. Aufgrund der rasanten Geschwindigkeit in der Website-Entwicklung ist es für Unternehmen absolut notwendig, sich den aktuellen Trends anzupassen. Um Kunden langfristig zu binden, sollten sie die Customer Experience und die Personalisierung in den Fokus ihrer digitalen Aktivitäten rücken. Damit Unternehmen den Kunden genau kennenlernen und einschätzen können, benötigen sie eine intelligente Digital Experience Plattform, die die gesammelten Nutzer-Daten miteinander verknüpft.

Das versetzt Unternehmen in die Lage, ihren Kunden in Echtzeit genau die Informationen anzuzeigen, die sie suchen. Dass Unternehmen die Relevanz von Big Data erkannt haben, zeigt sich daran, dass sich die Investitionen in Künstliche Intelligenz verdreifacht haben.

Brücken schlagen

Gartner Analyst Mike Lowndes erläuterte zu Beginn seines Vortrags die rasanten Entwicklungssprünge in der Website-Programmierung. Noch vor wenigen Jahren war die Website-Erstellung sehr mühselig: Es gab unterschiedliche Systeme zur Erstellung der Website, der mobilen Variante und einzelner Landing Pages, mit der Folge von Daten-Silos.

Abhilfe schafften Content-Management-Systeme (CMS), die die Website-Erstellung und -Pflege für jedermann ermöglichen. Die neuste Entwicklung in diesem Bereich markieren Digital Experience Plattformen (DXP), auch als User Experience oder Customer Experience Plattform bekannt. Sowohl bei CMS als auch bei DXP ist der Site-Content in einer Datenbank von seiner Struktur (Template) separiert.

Der Unterschied: Während CMS den Content in den Mittelpunkt rücken, stehen bei DXPs die Nutzer im Zentrum. Denn DX-Plattformen verfügen über einen Feedback-Loop: Auf Basis der User-Interaktionen können die Plattformen sofort reagieren und personalisierte Inhalte in Echtzeit zur Verfügung stellen.

Lowndes stellte aber zudem fest, dass nicht etwa die Technologien die Herausforderung sind, sondern die Menschen: Sie zeigen sich gegenüber Neuem verschlossen und halten an ineffizienten Prozessen und veralteten IT-Infrastrukturen fest. Vor diesem Hintergrund besteht die technologische Herausforderung darin, Daten wechselseitig auszutauschen. Doch da Systeme wie CRM, PIM oder DAM oftmals keine Schnittstellen haben, ist genau das nicht möglich – mit der Folge von abweichenden Daten an verschiedenen Touchpoints. Damit ist eine durchgängige Customer Journey nicht gegeben, was wiederum in einer schlechten Customer Experience resultiert.

Da Unternehmen ihre Bestandssysteme nicht einfach durch neue ersetzen können, schlägt die Stunde der Digital Experience Plattformen: Sie sorgen für die nötige Verbindung zwischen den siloartigen Systemen. DXPs sind radikal offen, wodurch sich sämtliche Daten miteinander verknüpfen lassen – zugunsten einer durchgängigen Customer Experience. Digital Experience Plattformen sind keine Einzellösungen, sondern ein komplexes Ökosystem. Gartner hat die zunehmende Bedeutung von DX-Plattformen erkannt: In Kürze erscheint der neue Magic Quadrant für DXPs.

Sind Mensch und Maschine Rivalen oder Kompagnons?

Thimon De Jong, Director bei Whetston, begann seinen Vortrag mit einem Beispiel aus der Praxis und verwies auf den digitalen Footprint von Menschen, den jeder hinterlässt. Sein Beispiel entstammt aus dem Personalwesen. Im Rahmen der Digitalisierung hat sich hier einiges getan: Standard-Bewerbungen mit Lebenslauf und Anschreiben sind ad acta gelegt, vielerorts sind stattdessen professionell aufbereitete Xing- oder LinkedIn-Profil gefragt.

Gefällt dem Recruiter das Profil, hat der Bewerber zunächst ein telefonisches Interview zu absolvieren – allerdings nicht mit einem Personaler, sondern via Telefon mit einer Künstlichen Intelligenz (KI), die Reaktionen entschlüsselt. Ist der Bewerber nervös? Reagiert er auf die Fragen souverän und flexibel?

Bei Unilever, so De Jong, haben sich HR-Prozesse durch KI um den Faktor vier beschleunigt. Während Menschen Fehler machen und Personen zumeist nach dem Bauchgefühl einstellen, entscheidet der Algorithmus zuverlässiger. Eines steht fest: Schon heute kennen uns Maschinen mindestens genauso gut wie Freunde oder die Familie, in einigen Jahren werden die Algorithmen sogar besser sein. Das mag auf den ersten Blick beängstigend wirken, doch laut De Jong ist dieser Weg genau richtig.

Verhalten weicht von Meinung ab

Für ihn gibt es allerdings ein „Attention-Behaviour-Gap“: Fast alle im Auditorium hoben die Hand, als er die Frage nach der Relevanz der eigenen Privatsphäre stellte. Doch wenn auf dem Smartphone eine Abfrage erscheint, ob eine App Daten sammeln darf, bestätigen diese Aufforderung viele, ohne sie kritisch zu hinterfragen.

Insbesondere im B2B-Umfeld kann sich dies für Unternehmen als äußerst nützlich erweisen, denn Geschäftskunden stellen ihre Daten gerne zur Verfügung, wollen aber nicht, dass Unternehmen diese weitergeben. Es ist also nicht nur eine Frage der Privatsphäre, sondern die Datensammelwut ist auch aus moralischer und ethischer Perspektive eine nähere Betrachtung wert. De Jong plädiert für die Etablierung einer KI-Ethics-Unit in Unternehmen, die sich mit der Frage beschäftigt, wie mit den gesammelten Daten umzugehen ist. Denn es ist eine Wandlung von „We know you“ zu „You know me“ zu beobachten – weshalb auch der moralisch korrekte Umgang mit Nutzer-Daten immens wichtig ist.

Smartphone wird zu digitalem Butler

Dass digitale Devices immer mehr Einzug in unser Leben halten, zeigen aktuelle Studien. Die Smartphone-Abstinenz ist mit einem Entzug von Kokain vergleichbar. Smartphones avancieren zu einem digitalen Butler, der zuhört und die Nutzer mit Informationen versorgt.

Doch nichtsdestotrotz gibt es eine gewisse Skepsis gegenüber KI, denn obwohl Maschinen weniger Fehler machen als Menschen, mögen wir sie nicht. Das Problem liegt in der Schuldfrage: Bei einem vom Menschen verursachten Fehler ist sie klar zu beantworten, doch wer trägt die Schuld, wenn die Maschine einen Fehler macht?

„Die Maschine muss vermenschlicht werden, um der algorithmischen Aversion entgegenzuwirken“, stellte De Jong fest. Als er am Abschluss seines Vortrags gefragt wird, ob Maschinen jemals die volle Intelligenz von Menschen erreichen können, bemerkte er „Maximal 90 Prozent davon.“ Sein Fazit lautete daher: „Die Menschheit ist sicher.“

Vertrauen schaffen

Doch wie ist es um die Sicherheit unserer Daten bestellt? Laut Tim Walters, Principal Strategist und Privacy Lead bei The Content Advisory, ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die im Mai 2018 in Kraft tritt, ein Geschenk der Zukunft und – wie es vielleicht viele Unternehmen sehen – keinesfalls eine Bürde.

„Es handelt sich dabei um eine Revolution und keine Evolution“, erklärte Walters. Die Richtlinie beschreibt ganz detailliert, was zukünftig mit Daten geschehen darf: Im Zentrum steht, dass Nutzer die Kontrolle über ihre Daten behalten, was zur Folge hat, dass Unternehmen deren Zustimmung einholen müssen, bevor sie Daten speichern und weiterverwenden dürfen – und das bereits vor dem Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung. Alle EU-Bürger sind durch die DSGVO geschützt – allerdings nur, wenn sie sich in der EU aufhalten. Walters gab zu bedenken, dass Menschen ihre Daten nicht gerne teilen und deshalb überall und jederzeit die Kontrolle darüber behalten müssen. Die Richtlinie schreibt zusätzlich vor, dass bisher gesammelte Daten nur dann weiterverwendet werden dürfen, wenn sie DSGVO-konform gesammelt wurden. Im Rahmen der Digitalisierung ist eines daher besonders wichtig: Vertrauen. Doch wegen seiner Fragilität sollte die Notwendigkeit, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen, ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Nur diejenigen Unternehmen, die erkennen, dass das Individuum in den Fokus zu stellen ist, werden zukünftig erfolgreich sein. Walters stellte daher fest: „Es bedarf eines Permission-Marketings. Schaffen Sie Vertrauen, indem Sie vertrauenswürdig sind.“

Die Realität sieht etwas anders aus

In einigen Vorträgen und Podiumsdiskussionen konnten sich auch BloomReach-Kunden äußern. Es lässt sich konstatieren, dass sie den Hype um Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Co. zwar bemerken, die Umsetzung ist ihrer Meinung nach aber in vielen Unternehmen noch Zukunftsmusik.

Um Strategien festzulegen, ist nach wie vor der Mensch erforderlich. Die Maschine hilft lediglich bei der Umsetzung. KI wird den Aufwand mindern und mehr Freiraum schaffen für kreative und strategische Aufgaben. Die aktuell größte Herausforderung besteht laut den BloomReach-Anwendern darin, den Kunden genau zu kennen und für ihn relevante Erfahrungen – etwa durch eine 1:1 Personalisierung – zu schaffen.

Die niederländische Polizei etwa setzt auf direkte Bürgerkommunikation: Auf ihrer Website können die Bürger ihr Fahrrad als gestohlen melden oder erfahren, wo sich die nächste Polizeidienststelle befindet. 2.500 Nachbar-Twitter-Cops, 300 Facebook-Accounts, 100 Special-Team-Accounts sowie 61.000 Touchpoints bzw. Nachrichten pro Woche verdeutlichen, dass die Bürger den Service gut annehmen und gerne mit Polizisten über die Social Media in Kontakt treten. Andere Kunden bestätigten diese Entwicklung: Disney, Conrad Electronics und Weleda hielten fest, dass es absolut notwendig ist, den Kunden in den Fokus der Unternehmensstrategie zu stellen – mit einer durchgängigen Customer Journey und einer gelungenen Customer Experience. Nur so können sie Kunden langfristig binden und sich von der Konkurrenz positiv abheben.

Einen visuellen Eindruck von der BloomReach Connect gibt es unter: https://www.youtube.com/watch?v=bMfNqGGpbE0.

Digitalcourage veröffentlicht jeden Tag im Advent Tipps zur digitalen Selbstverteidigung

Digital_AdventkalenderWie kann ich E-Mails verschlüsseln? Welche Suchmaschine respektiert meine Privatsphäre? Welche Rechte habe ich gegenüber denen, die meine Daten erheben und analysieren? Diese und viele weitere Fragen beantwortet der Adventskalender von Digitalcourage. Ab dem 1. Dezember öffnet sich jeden Tag ein neues Türchen mit leicht verständlichen und  praktischen Informationen zu empfohlenen E-Mail-Providern, sicherem Datentransfer, praxistauglicher und wirksamer Verschlüsselung, überwachungsfreiem Surfen und vielem mehr.

Mit dem Adventskalender zur Digitalen Selbstverteidigung lernen Menschen, wie sie ihre Privatsphäre schützen können und wie sie die Kontrolle über ihre Daten und Geräte behalten.

Zum Adventskalender mit 24 Tipps zur digitalen Selbstverteidigung

Großteil der Kinder erkennt Fake News nicht

Fast die Hälfte der jungen Menschen im Alter von acht bis 16 Jahren findet Nachrichten wichtig. Doch nur ein Drittel meint, Fake News erkennen zu können, während ein weiteres Drittel eben das ausschließt. Zu diesem Ergebnis kommen australische Forscher. Demnach vertrauen Kinder und Jugendliche vor allem „sehr“ den News, die sie von ihren Eltern erfahren. Nur 23 Prozent schenken Nachrichtenmedien derart hohes Vertrauen. Sowohl die Befragung als auch ihre Ergebnisse zeigen Ähnlichkeiten zu einer US-Studie vom März 2017, schreibt „Pressetext“…

Digital Natives – Anspruchsvoll und unglücklich

Prof. Gerald Lembke ist einer der Digital-Pioniere in Deutschland – und als Entrepreneur der ersten Stunde mit der geschäftlichen Nutzung des ‚World Wide Web’ seit den Anfangstagen vertraut.

Prof. Gerald Lembke ist einer der Digital-Pioniere in Deutschland – und als Entrepreneur der ersten Stunde mit der geschäftlichen Nutzung des ‚World Wide Web’ seit den Anfangstagen vertraut.

Prof. Gerald Lemke nähert sich dem Thema in einem Essay: Die „Digital Natives“ scheinen die Könige auf dem Arbeitsmarkt zu sein. Sie werden nachgefragt und bestimmen Verhandlungen in Unternehmen. Sie können zwar mobile Computer für Chats und Mails sicher bedienen, doch für Beruf und Leben erfolgversprechende Fähigkeiten sind – vergleichbar mit anderen Generationen – immer weniger ausgeprägt: Soziales Verhalten, Handlungskompetenz, strukturiertes und logisches Denken nehmen ab. Status, Macht und Geld verlieren ihre handlungsmotivierende Bedeutung (siehe hier). Unternehmen stehen vor einem Mythos. Ein Aufhellungsversuch. …mehr

 

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Bezahlen mit dem Smartphone wird im Nahverkehr immer beliebter. Aber ist es auch sicher? (Foto: Gabi Zachmann/KIT)

Bezahlen mit dem Smartphone wird im Nahverkehr immer beliebter. Aber ist es auch sicher? (Foto: Gabi Zachmann/KIT)

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Bonussysteme als Datenschleudern

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder erstaunt: „Den wenigsten Nutzern ist nach meiner Beobachtung klar, dass sie mit der Teilnahme an solchen Bonus- oder Zahlungssystemen detailgetreu offenlegen wie und was sie konsumieren oder welche Wege sie zurücklegen.“ Denn um eine Manipulation der Konten durch unehrliche Nutzer vorzubeugen, werden die Kundendaten und Kontostände bei Zahlungs- und Bonussystemen.

Der Kunde wird bei jedem Zahlungsvorgang identifiziert und die Details seiner Transaktion der zentralen Datenbank mitgeteilt. Dieser wiederholte Identifikationsvorgang führt zu einer Datenspur, die durch den Anbieter oder durch Dritte missbraucht werden könnte.

Mit dem scheinbaren Widerspruch von Privatsphäre und Sicherheit wollte sich der Kryptographie-Experte nicht abfinden und hat nun gemeinsam mit Gunnar Hartung und Matthias Nagel vom KIT sowie Max Hoffmann von der Ruhr-Universität Bochum die Grundlagen einer „elektronischen Geldbörse“ vorgestellt, die anonym funktioniert, gleichzeitig aber Missbrauch verhindert.

Protokoll „black-box accumulation plus“ (BBA+)

Das von ihnen entwickelte Protokoll „black-box accumulation plus“ (BBA+) verlagert dabei alle notwendigen Kontoinformationen auf die verwendete Karte oder das Smartphone und garantiert mithilfe kryptographischer Methoden deren Vertraulichkeit. Gleichzeitig bietet BBA+ aber auch Sicherheitsgarantien für den Betreiber des Bonus- oder Zahlungssystems: Das Protokoll garantiert den korrekten Kontostand und ist mathematisch zudem so konstruiert, dass die Identität eines Nutzers aufgedeckt wird, sobald versucht wird, mit einem manipulierten Konto zu bezahlen.

Das neue Protokoll „BBA+“macht  elektronisches  Bezahlen sicher und  vertraulich  (Foto: Gabi Zachmann/  KIT)

Das neue Protokoll
„BBA+“macht
elektronisches
Bezahlen sicher und
vertraulich
(Foto: Gabi Zachmann/
KIT)

Das neue Protokoll ist die Weiterentwicklung eines anonymen Bonuskartensystems, das ebenfalls von der KIT-Forschungsgruppe entwickelt wurde. Allerdings war es dabei notwendig beim Sammeln und Einlösen von Punkten eine Internetverbindung zu gewährleisten, um einen Missbrauch zu verhindern.

„Unser neues Protokoll garantiert nun die Privatsphäre und Sicherheit der Kunden auch im Offline-Betrieb“, sagt Andy Rupp. „Das ist wichtig für die Alltagstauglichkeit eines Zahlungssystems. Denken Sie etwa an ein U-Bahn Drehkreuz oder an Mautbrücken, dort besteht vielleicht gar keine oder nur eine zu langsame Internetverbindung.“ Alltagstauglich wird das neue Protokoll auch durch dessen eindrucksvolle Effizienz: Bei ersten Testläufen konnten die Forscher Zahlungen in etwa einer Sekunde abwickeln.

 

Buchtipp: Das Recht, kein Cyborg zu sein

Technik und Mensch0_Der Bundestagswahlkampf geht in seine entscheidende Phase, doch die großen Zukunftsthemen werden kaum verhandelt. Der Punkt Digitalisierung taucht in Debatten nur selten auf, und wenn, dann nur als Schlagwort, mit dem sich Politiker profilieren wollen. Umso erfrischender ist es, dass die Publizistik sich der Frage annimmt. Der Zukunftsforscher Gerd Leonhard hat ein sehr kluges Buch („Technology vs. Humanity: Unsere Zukunft zwischen Mensch und Maschine“), geschrieben, das kürzlich auf Deutsch erschienen ist, berichtet „Spektrum“. …mehr…

 

 

 

 

Terminhinweis: MPE-Special am 17.11.2017 in München – denn Vernetzung geht über das Netz hinaus

 

Monika Freifrau von Pölnitz-Egloffstein (MPE) vernetzt - online wie offline.

Monika Freifrau von Pölnitz-Egloffstein (MPE) vernetzt – online wie offline. (Johanna Link (Foto), Pia Léonie Knoll (Produktion), Julia Weidner (Redakteurin Mode), Sabine Oberhuber (Make-up/Styling)

Am 17. November 2017 ist es wieder soweit – Monika Freifrau von Pölnitz von und zu Egloffstein (MPE) vernetzt beim MPE-Special Vorstände, Firmeninhaber, Geschäftsführer und ähnliche Entscheider.

Wilhelm-Peter und Alexander Ihle ((v.l.n.r.) werden auf dem nächsten MPE Event Business-Insights geben.

Wilhelm-Peter und Alexander Ihle ((v.l.n.r.) werden auf dem nächsten MPE Event Business-Insights geben.

Im Mittelpunkt des Event-Formates „MPE-Special“ steht ein Top-Speaker. Dazu gibt es Verköstigung und einen persönlichen Austausch – in schönen Räumlichkeiten.

Professor Randolf Rodenstock - ein gern gesehener gast auf den MPE Events.

Professor Randolf Rodenstock – ein gern gesehener Gast auf den MPE Events.

Dieses Mal dürfen die Teilnehmer auf einen Vortrag von Wilhelm-Peter Ihle, dem erfolgreichen Jungunternehmer der Landbäckerei Ihle gespannt sein. Er spricht über sein Unternehmen in 4. Generation. Durch die über 20 Jahre lange Freundschaft zwischen der bekannten Networkerin Monika Freifrau von Pölnitz-Egloffstein und Wilhelm-Peter Ihle kam es zu dieser idealen Möglichkeit.

„Denn gerade der persönliche Kontakt ist mir wichtig, auch und ganz besonders in Zeiten des Internets“, sagte die Veranstalterin zu xethix. „Ihle hat sich so sehr vergrößert – und ich schätze die Familie Ihle ganz besonders, so dass ich mir sicher bin, dass dies ein mitreißender Abend mit einem anregenden Austausch wird.“

Dr. mult. Erich Lejeune  zeigte auf einem MPE Event, wie Begeisterung und Emotionen Berge versetzen können, auch und gerade beruflich.

Dr. mult. Erich Lejeune zeigte auf einem MPE Event, wie Begeisterung und Emotionen Berge versetzen können, auch und gerade beruflich.

Immer mehr Sponsoren kommen auf Monika Freifrau von Pölnitz-Egloffstein zu, da auch sie die MPE-Events als wertvolle Plattform sehen. Die Rechtsanwaltskanzlei Wirsing Hass Zoller und die pmOne AG sind unter anderem die Unterstützer des diesjährigen MPE-Special.  Rückblickend auf die vergangenen vier Jahre MPE-Special war ein jeder Vortrag ein besonderes Highlight.

  • Den Einstieg machte Professor Randolf Rodenstock, mit welchem Monika Freifrau von Pölnitz-Egloffstein seit einigen Jahren schon gemeinsam im Vorstand des Naturkundemuseums Bayern – jetzt mit dem Namen BIOTOPIA – ist.
  • Es folgte Dr. mult. Erich Lejeune, mit welchem Monika Freifrau von Pölnitz-Egloffstein vor über zwei Jahren den exklusiven Personality Talk bei muenchen-tv führte.
  • So auch die Politik – der langjährige Kontakt der Organisatorin zu Dr. Günther Beckstein, Bayerischer Ministerpräsident a.D. kam zu einem Vortrag Ende letzten Jahres.
  • Meist fand MPE-Special bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank in München statt, da auch hier ein persönlicher Draht zu dem Direktor der Bank, Stefan Seyler, seit einigen Jahren besteht.
Dr. Günther Beckstein, Bayerischer Ministerpräsident a.D, gab Einblicke in politische Hintergrund-Diskussionen.

Dr. Günther Beckstein, Bayerischer Ministerpräsident a.D, gab Einblicke in politische Hintergrund-Diskussionen.

Bereits heute sind wir auf die weiteren Top-Speaker der MPE-Special Veranstaltungen in den nächsten Jahren gespannt.

Mehr zu den MPE-Events – www.mpe-poelnitz-egloffstein.com oder info@mpe-poelnitz-egloffstein.com

Expertise zur politischen Meinungsbildung und der Bedeutung von Facebook vorgelegt

Dfacebook-logo-1ie Bedeutung sogenannter Intermediäre wie Facebook für die Meinungsbildung (Stichworte: Echokammern, Filterblasen) wird überschätzt.

Einer neuen Expertise zufolge ist Facebook für die meisten Nutzer eine Nachrichtenquelle unter vielen, aber nicht die alleinige Informationsquelle. Die populäre Befürchtung, dass sich die Menschen in Filterblasen bewegten und etwa mit Blick auf die Bundestagswahl nur eingeschränkt informiert seien, muss demnach aus wissenschaftlicher Sicht relativiert werden.

„Ganz meine Meinung? Informationsintermediäre und Meinungsbildung“

Die von der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) vorgelegte Expertise „Ganz meine Meinung? Informationsintermediäre und Meinungsbildung“ geht der tatsächlichen Bedeutung der Informationsintermediäre für die Meinungsbildung nach, die empirisch bislang wenig untersucht ist. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob und wie wirkungsvoll insbesondere Facebook die Themenwahrnehmung und die Meinungsvermittlung bei politischen Themen beeinflusst.

Mögliche Effekte durch sogenannte personalisierte Nachrichtenquellen

Prof. Dr. Birgit Stark vom Institut für Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz betont, dass die Voraussetzungen für Filterblasen nicht gegeben seien. Gemeint sind damit mögliche Effekte durch sogenannte personalisierte Nachrichtenquellen, beispielsweise im Facebook-Newsfeed. Derzeit seien verhältnismäßig wenige personalisierte und noch viele klassische und somit ausgewogene Quellen zu beobachten, aus denen sich Nutzerinnen und Nutzer informieren. „Wenn sich aber das Verhältnis von personalisierter und klassischer Nachrichtenquelle umkehrt, wenn sich also die Bedeutung klassischer Medien als Informationsquelle verringert, kann sich das auf die Meinungsbildung auswirken“, betont Stark.

Auf den einzelnen Stufen des Meinungsbildungsprozesses zeigten sich ganz spezifische Wirkungseffekte. So könne sich nicht nur die Wahrnehmung gesellschaftlich relevanter Themen, sondern auch die Wahrnehmung des Meinungsklimas verändern. “Das wahrgenommene Themenspektrum wird nicht per se von Facebook eingeengt. Facebook kann aber die Wichtigkeit von Themen verändern“, erläutert die Sprecherin des Forschungsschwerpunkts Medienkonvergenz an der JGU.

Ein signifikanter Effekt für Facebook sei beim wahrgenommenen Meinungsklima zu beobachten. Hier könne es zu einer Gefahr für die Meinungsbildung kommen, wenn gesellschaftliche Randgruppen – unterstützt durch Social Bots oder Fake News – Diskussionen manipulieren, indem sie beispielsweise bestimmte Themen pushen oder gezielt durch Kommentare emotional polarisieren. Die Studie belegt zudem weitere Einflussfaktoren auf die Meinungsbildung, darunter Persönlichkeitseigenschaften wie die Persönlichkeitsstärke oder das eigene politische Interesse und nichtmediale Informationsquellen wie das persönliche Gespräch.

LfM-Direktor Tobias Schmid betont die Rolle der Medienaufsicht: „Es ist gut, dass für Nutzer in der politischen Mitte die Bedeutung von Echokammern überschaubar gering ist. Wir müssen aber auch die politischen Ränder und Extreme im Blick behalten. Die Medienanstalten setzen sich weiter dafür ein, dass sich Menschen ihre Meinungen auf Basis von Tatsachen bilden können und nicht auf Basis manipulierter Nachrichten.“

Die Ergebnisse der Studie „Ganz meine Meinung? Informationsintermediäre und Meinungsbildung – Eine Mehrmethodenstudie am Beispiel von Facebook“ wurden in einem Mehrmethodenmix aus Nutzerbefragung, Datentracking der Internetnutzung sowie in Online-Gruppendiskussionen ermittelt. Erste Teilresultate wurden bereits auf einer Tagung der Medienanstalten Anfang März 2017 in Berlin vorgestellt.

 

Der Einfluss von Algorithmen auf die Meinungsbildung

Im Jahr der Bundestagswahl gibt die Gesellschaft für Informatik e.V. ein Sonderheft des Informatik Spektrums zum Einfluss von Algorithmen auf die öffentliche Meinungsbildung heraus. Die Publikation ist bis zur Bundestagswahl kostenlos im Internet verfügbar.

Am 24. September wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Die Diskussion darüber, welchen Einfluss Algorithmen in sozialen Netzwerken und Suchmaschinen auf die Meinungsbildung haben, reißt nicht ab. Phänomene wie Fake News, Filterblasen, Echokammern, Hassrede, Radikalisierung im Internet und die Beeinflussung der öffentlichen Meinung in der digitalen Sphäre werden intensiv diskutiert und beeinflussen den Wahlkampf. Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat nun ein Sonderheft des Informatik Spektrums zum Einfluss von Algorithmen auf die öffentliche Meinungsbildung herausgegeben.

Defizit an verständlichen Informationen

Prof. Dr. Oliver Deussen, Sprecher des GI-Fachbereichs Graphische Datenverarbeitung von der Universität Konstanz und Mit-Herausgeber des Heftes: „Es besteht ein großes Defizit an verständlichen Informationen zu diesem Thema. Auch eine Bewertung der Möglichkeiten der Einflussnahme von Algorithmen auf die Meinungsbildung aus Expertensicht fehlt bisher. Die Debatte um die Nominierung der Präsidentschaftskandidaten in den USA und der Wahlkampf um die Präsidentschaft mit Hilfe von Big-Data-Analysen und sozialen Medien hat dabei eine neue Phase in der Diskussion eingeläutet. Mit diesem Sonderheft wollen wir als Informatiker unseren Beitrag zur aktuellen Debatte leisten und die unterschiedlichen Phänomene aus wissenschaftlicher Sicht einordnen.“

Prof. Dr. Katharina Anna Zweig, GI-Junior Fellow von der TU Kaiserslautern und ebenfalls Mit-Herausgeberin: „Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, wie Algorithmen die öffentliche Meinung beeinflussen könnten: Erstens könnten die Entwicklerinnen und Entwickler bei den großen Plattformen sie gezielt manipulativ gestalten – auch wenn es dafür momentan keinen Anhaltspunkt gibt. Zweitens wird immer wieder diskutiert, dass die Mischung aus menschlichen Nutzern und algorithmischen Systemen zur Abschottung von Gruppen mit bestimmten politischen Meinungen führt – hier ist die Sachlage unklar. Unstrittig ist der dritte Punkt: Algorithmen können von außen manipuliert werden, um Nachrichten nach oben zu pushen. Als Gesellschaft müssen wir die Möglichkeit haben, alle drei Phänomene zu untersuchen und im Zweifelsfall auch zu unterbinden.“ Ein erster Schritt einer umfangreichen Untersuchung ist das von Katharina Anna Zweig mitgegründete „Datenspende“-Projekt von Algorithm Watch.

Informatik-Spektrum Spezial: „Algorithmen und Meinungsbildung“

Im Spezialheft „Algorithmen und Meinungsbildung“ beleuchten acht Beiträge auf kompakte Weise verschiedene Teilaspekte der Diskussion. Nach einem einführenden Artikel der Herausgeber zusammen mit Tobias Krafft behandeln Orestis Papakyriakopoulos, Morteza Shahrezaye, Andree Thieltges, Juan Carlos Medina Serrano und Simon Hegelich das Thema Microtargeting – die gezielte Ansprache von Personen und Gruppen – und die Frage, ob diese Technik auch in Deutschland eingesetzt werden kann.

Tobias Krafft und Katharina Zweig untersuchen in ihrem Beitrag, ob und wie weit die US-Wahl tatsächlich durch soziale Medien beeinflusst wurde. Im Auftragsartikel von Anna Catherin Loll, einer freien Journalistin, werden die wichtigsten netzpolitischen Akteure in Deutschland beschrieben. Die Rolle von Informationsintermediären wie Facebook oder Google News und ihre mögliche Regulierung beleuchtet Wolfgang Schulz und Kevin Dankert.

Uwe Conrad, Direktor der Landesmedienanstalt des Saarlandes, erläutert im Interview, wie man die Medienvielfalt auch im Internet sichern kann. Danach zeigen Jan-Hinrik Schmidt, Sascha Hölig, Lisa Merten und Uwe Hasebrink vom Hans-Bredow-Institut in Hamburg in ihrem Beitrag über Mediennutzung, wie sehr sich Deutschland von den USA in seiner Mediennutzung unterscheidet.

Schließlich geht es um die Frage, was Informatikerinnen und Informatiker in dieser Situation tun können: Dazu wurde ein Artikel von Nicholas Diakopoulos zur Rechenschaftspflicht für algorithmische Entscheidungen aus dem Englischen übersetzt und zusammengefasst. Dieser Beitrag analysiert, wer für die Entscheidungen großer Softwaresysteme verantwortlich gemacht werden sollte und skizziert eine künftige Kultur der Rechenschaftspflicht. Schließlich diskutieren Agata Królikowski und Jens-Martin Loebel aus dem GI-Fachbereich Informatik und Gesellschaft verschiedene Arten von Fake-News. Sie zeigen, wie schwierig eine Bewertung an dieser Stelle ist.

Die Ausgabe des Informatik-Spektrum ist bis zur Bundestagswahl frei im Internet verfügbar und kann hier heruntergeladen werden: https://link.springer.com/journal/287/40/4/page/1.

3 Tipps, die die Zusammenarbeit verbessern und fördern

Bildquelle: Shortel

Bildquelle: Shortel

Digitalisierung, verteilte Standorte, mobile Worker, Vertrauensarbeitszeit im Homeoffice uvm. verändern die Art und Weise der Zusammenarbeit. Immer häufiger entstehen neue Business-Ökosysteme als ökonomische Communitys auf Basis interagierender Unternehmen und Individuen, die Produkte für Kunden herstellen.

Laut aktueller Gartner-Studie gehören diesen bereits mehr als jedes zweite Unternehmen an. Global agierende Akteure arbeiten darin vernetzt zusammen, tauschen Informationen aus und erstellen so neuartige Produkte und Dienstleistungen. 3 Tipps von SER zeigen Ihnen, wie Unternehmen die neue Art der Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams fördern.

 Tipp 1: Schaffen Sie eine sichere Informationsbasis

Wer von effizienter Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette profitieren möchte, benötigt eine gemeinsame Informationsbasis in einer sicheren Arbeitsumgebung. Produktion und Information müssen in Einklang gebracht werden. Der Informationszugang sollte für alle Beteiligten orts- und zeitunabhängig möglich sein, am besten über alle Endgeräte und Browser hinweg, jedoch ohne auf Kosten der Sicherheit zu gehen!

Wer jetzt an Filesharing-Lösungen aus der Cloud denkt, liegt falsch. Denn hier unterliegen die Informationen oft nicht der Hoheit des eigenen Unternehmens und bieten Einfallstore für Cyberangriffe und Co.

Vielmehr eignen sich geschützte virtuelle Projekträume als Alternative, in denen Projektmitglieder Informationen sicher austauschen. Damit schaffen Unternehmen die Voraussetzung, dass alle relevanten Informationen in ihrer aktuellen Form genau in dem Projektkontext bereitstehen, in dem sie benötigt werden.

Tipp 2: Binden Sie externe Projektteilnehmer in Ihre Prozesse ein

Effiziente Teamarbeit endet nicht an Abteilungs- oder Unternehmensgrenzen. Vielmehr erfordert sie, dass sich Partner oder Dienstleister mit ihrem Know-how in wichtige Projekte einbringen. So zum Beispiel im Rahmen von Anlagenbauprojekten, in denen sie relevante Freigaben für Bauzeichnungen geben, oder wichtige Gutachten oder Materialprüfungsdokumente vor Baubeginn bereitstellen. Mit virtuellen Projekträumen lassen sich externe Akteure einfach und sicher in jene Projektprozesse integrieren. Wichtig dabei ist ein sicheres Berechtigungskonzept, mit dem Unternehmen steuern können, wer Zugang in die geschützten virtuellen Räume erhält und wer welche Informationen – auch temporär – einsehen und bearbeiten darf.

Tipp 3: Sorgen Sie für reibungslose Abläufe

Projekterfolg definiert sich u.a. dadurch, dass Teams ihre Projekte im dafür anberaumten Zeitraum abschließen. Das gelingt nicht, wenn Prozesse ins Stocken geraten und Entscheidungen z.B. aufgrund fehlender bzw. veralteter Informationslage fallen.

Mit virtuellen Projekträumen schließen Unternehmen diese Szenarien von vorneherein aus. Projektmitglieder arbeiten stets mit aktuellen Informationen. Sie können sich automatisiert über Vorgänge, neu hinzugekommen oder geänderte Dokumente, erreichte Meilensteine, wichtige Fristen und Termine benachrichtigen lassen. So bleiben sie innerhalb des Projekts immer „up to date“ und können die nächsten Projektschritte ohne Verzögerung in die Wege leiten.

Begrenzte Online-Zeit schützt Kinder im Web nicht

Kindern den Zugang zu Internet und sozialen Medien zu begrenzen, ist keine sinnvolle Schutzmaßnahme. Das zeigt eine Analyse von Experten des britischen Education Policy Institute (EPI)  . Denn letztlich entwickeln Kinder nur online die nötigen Kompetenzen, um mit Online-Bedrohungen umzugehen. Zudem ist Social-Media-Nutzung zumindest in Maßen eigentlich eher von Vorteil für die emotionale Gesundheit junger Menschen – auch, weil sie online leicht Hilfe suchen können, berichtet „Pressetext“. … mehr

 

 

 

 

 

 

Social Media: Die Mär vom Dialog

WP_001268Dialog ist alles. Oder? Mit dem explosiven Erfolg von Online-Netzwerken überschlug sich die Kommunikationsbranche mit gewagten Prognosen. Vom neuen Zeitalter des Dialogs war die Rede. Von Partizipation und Kundengesprächen auf Augenhöhe. Aber wird dieser Anspruch heute wirklich gelebt? Ist es überhaupt sinnvoll, alle Schalter auf Dialog zu stellen?

komm.passion hat nachgehakt und in einer explorativen Studie die Sprache professioneller Facebook-Seiten untersucht. Das Ergebnis dieser – zugegeben subjektiven – Auswahl: Wenn überhaupt, spielt Dialog eine Nebenrolle. Aber das muss kein Defizit sein.

Wenig erforscht

Social Media haben die digitale Welt verändert. Sie ist schneller, interaktiver und mobiler als je zuvor. Allein Facebook hat in Deutschland 30 Millionen aktive Nutzer. Drei Viertel loggen sich jeden Tag ein. Sie veröffentlichen, teilen und kommentieren Inhalte, äußern sich zu relevanten wie banalen Themen. Die professionelle Kommunikation muss Schritt halten: Sie beobachtet und macht sich sichtbar, sie agiert und reagiert.

Die wissenschaftliche Forschung zur Unternehmenskommunikation im Social Web steht noch am Anfang. Vor allem die sprachlichen Aspekte sind bislang kaum beleuchtet. Deshalb haben komm.passion-CEO Prof. Dr. Alexander Güttler und Andreas Brüser, Berater bei komm.passion und Doktorand an der Universität Münster, gefragt: Was macht professionelles Sprechen im Social Web aus? Und: Steht der offene Austausch mit Usern wirklich an erster Stelle? Die komplette Studie erscheint im Springer-Handbuch „Sprache in den Public Relations“, herausgegeben von Cathrin Christoph und Annika Schach.

Impuls statt Dialog

„Branchen-Websites und Praxis-Ratgeber sprechen oft vom ‚König Dialog‘“, sagt Andreas Brüser. „Das wollten wir mit unserer Forschung hinterfragen und an der Realität prüfen.“ Dazu hat komm.passion exemplarisch die Facebook-Auftritte von EDEKA, Volkswagen und Amazon analysiert.

Mit einem klaren Ergebnis: „Die Seiten funktionieren nicht als Dialogplattformen, sondern als Impulsstrecken, die immer wieder Anlass zur Beschäftigung mit dem Unternehmen, den Produkten und Angeboten bieten“, sagt Alexander Güttler. „Vom oft geforderten Primat der Pull-Kommunikation kann hier nicht die Rede sein.“

Die Studie analysiert die Sprache von 238 Facebook-Posts aus dem vierten Quartal 2016 (Volkswagen: 103, Amazon: 66, EDEKA: 68). Als Vergleichsfolie dienen 197 Pressemitteilungen der Unternehmen aus demselben Zeitraum (Volkswagen: 62, Amazon: 71, EDEKA: 64). Im Fokus stehen unter anderem die Textthemen- und Nachrichtenwertanalyse sowie die Frage nach der Textstilistik.

Produkte und Marketing-Themen

Bei der Themenwahl gibt es klare Schwerpunkte und Unterschiede zwischen der Facebook- und Pressekommunikation. In einem von zwei Volkswagen-Posts geht es um Produktthemen wie etwa technische Eigenschaften oder andere Kaufaspekte. Amazon bewirbt in drei von vier Posts Handelsangebote und Marketingaktionen. Auch EDEKA legt den Fokus auf Marketing-Themen, wobei Dialog und Kontakt hier eine etwas größere Rolle spielen.

 

(Bild: komm.passion)

(Bild: komm.Passion)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei den Pressetexten rücken News zum Unternehmen bei Volkswagen und vor allem EDEKA stärker in den Blick. Zudem sprechen alle Unternehmen hier eher über CSR (Corporate Social Responsibility) als auf Facebook. Dialog und Kontakt spielen hingegen überhaupt keine Rolle. Sowohl bei Volkswagen als auch Amazon stimmen die Top-Themenkategorien auf Facebook und in der Pressearbeit überein.

„Bereits die Themenanalyse lässt vermuten, dass Facebook für die untersuchten Unternehmen vor allem ein verlängerter Werbe- und Push-Kanal ist“, sagt Andreas Brüser. „In der Pressearbeit geht es bei Volkswagen und EDEKA eher um klassische PR-Themen, während Amazon auch hier häufig pure Marketinginhalte bringt.“

Kaum Nachrichtenwert

Nachrichtenfaktoren, also journalistische Auswahlkriterien für News wie Aktualität, Status und Nähe, spielen bei den Facebook-Texten eine viel geringere Rolle als in der Pressearbeit. Während drei von vier VW-Pressemitteilungen einen Nachrichtenwert haben, ist das nur bei einem von zehn Posts der Fall.

Bei Amazon und EDEKA ist das Verhältnis ähnlich, wobei EDEKA-Pressetexte etwas öfter News Value bieten. Das Unternehmen legt viel Wert auf regionale Informationen, was sicher der genossenschaftlichen Struktur geschuldet ist. „Das Fehlen des Nachrichtenwerts auf Facebook könnte als Signal verstanden werden, dass hier Dialog wichtiger ist als die Übermittlung von Informationen“, sagt Alexander Güttler. „Dass dies aber nicht so ist, zeigt die Analyse der Textstile.“

 

(Bild: komm.passion)

(Bild: komm.passion)

 Ratgeber scheitern an der Realität

Die sprachwissenschaftliche PR-Forschung unterscheidet nach Dr. Annika Schach, Professorin für angewandte Public Relations an der Hochschule Hannover, zwischen vier Textstilen:

  • Informativ (sachlich, beschreibend) – Beispiel Nachricht
  • Imageprägend (argumentativ, werbesprachlich) – Beispiel Imagebroschüre
  • Dialogorientiert (fragend, auffordernd) – Beispiel Diskussionsfrage
  • Obligativ (selbstverpflichtend) – Beispiel Code of Conduct

Die gängige Ratgeberliteratur zum „richtigen“ oder „erfolgreichen“ Schreiben empfiehlt zwei Texttypen: den dialogorientierten Social-Media-Text, der zum offenen Austausch mit Usern anregt, und die sachlich-beschreibende Pressemitteilung, die sich an journalistischen Standards orientiert. Glaubt man den Websites und Büchern, müssten die untersuchten Facebook-Posts also dem dialogorientierten Stil folgen und die Pressetexte dem informativen. Aber in der Praxis sieht das anders aus.

Fast zwei Drittel der Posts von Volkswagen und Amazon sind rein imageprägend, orientieren sich also an der Werbesprache. Bei EDEKA ist der Anteil kleiner. Dabei legt das Unternehmen mehr Wert auf Information als auf Dialog. Nur zwei von fünf Posts von Volkswagen und EDEKA sowie einer von fünf Amazon-Texten sind rein dialogorientiert. In einigen Fällen kombinieren die Posts auch imageprägende und dialogorientierte Aspekte.

Ein Beispiel ist dieser Volkswagen-Text vom 22. November 2016, der als Teaser auf eine neue Produkt-Website verlinkt. Er verbindet eine klassische Push-Sendung mit der Aufforderung zur kommunikativen Reaktion:

„Nicht mehr wegzudenken – der neue Golf mit Facelift. Wie gefällt er euch? #vwgolf #volkswagen. Mehr dazu: golf.volkswagen.com/de/de/index.html= soc-qb.“

 

 Pressetexte im Marketingsprech

Auch die Pressemitteilungen weichen zum Teil stark vom sachlich-informativen Idealtyp der Ratgeberliteratur ab. Während bei Volkswagen noch knapp über die Hälfte der Texte rein informativ sind, trifft das nur auf 45 Prozent der Amazon- und 39 Prozent der EDEKA-Pressemitteilungen zu. Neben der Kombination von informativen und imageprägenden Elementen spielt gerade bei EDEKA der rein imageprägende Stil mit 34 Prozent eine wichtige Rolle. Ein Beispiel dafür ist der folgende Auszug aus einem Pressetext vom 25. Oktober 2016, der mit vielen Hochwertwörtern arbeitet:

„Meisterliche Leistung: Beim bundesweiten Wettbewerb um „Deutschlands beste Wurst-Theke 2016“ geht EDEKA Schwaiberger in der Neuburger Straße 104 in Passau als Sieger hervor. […] Zahlreiche Spezialitäten, konsequente Kundenorientierung und erstklassig geschultes Fachpersonal überzeugten die Kunden und Experten-Jury um Sternekoch Johann Lafer gleichermaßen. Sie wählten den Markt aus Passau in der gestrigen Finalrunde auf der Stromburg zur Nummer eins unter den zehn besten Wursttheken.“

Mehr Dialog gleich mehr Erfolg?

„Wir sind in den Social Media auf viel Produkt- und Marketingkommunikation gestoßen, auf geplante Impulsketten und immer wieder fröhlich inszenierte Dialog- und Pseudodialog-Aktionen“, sagt Alexander Güttler. Ist das nun gut oder schlecht? Das lasse sich so nicht beantworten. Denn es brauche zum einen mehr Daten und zum anderen sei nicht klar, wie die Botschaften bei den Rezipienten wirklich angekommen sind – beides Themen für weitere Untersuchungen.

Die Ergebnisse der Studie fasst der komm.passion-Chef so zusammen: „Wir haben es mit Unternehmen zu tun, die erfolgreich Produkte und Images verkaufen. Da ist es nicht verwunderlich, dass wir dies auch in der Social-Media-Kommunikation finden. In Expertendiskussionen hören wir immer wieder, dass das Internet erwachsen wird und dabei auch schlichtweg ‚normal‘.

Vermutlich haben wir in der Analyse ein weiteres Indiz dafür gefunden, was mit ‚normal‘ gemeint ist. Was nicht heißen soll, dass bei der Inszenierung von Themen und Dialogen sowie bei der Einbindung von Rezipienten in die Weiterentwicklung von Produkten und Unternehmen nicht noch Luft nach oben ist.“

Lern-Apps machen Kinder nicht klüger

Die meisten Bildungs-Apps für Kinder haben einen zu geringen Lerneffekt, wie eine neue Studie der Swinburne University zeigt. Laut Studienleiterin Kate Highfield sind viele Faktoren an den Apps zu verbessern: „Viele Applikationen haben einen zu einfachen Inhalt, deshalb wiederholen Kinder nur das, was sie schon wissen, anstatt Neues zu erlernen.“ Das berichtet „Pressetext“. … mehr