Category Archives: Digitale Medienkultur – xethix Diskurs

Buchtipp: Ethik im Zeitalter der Digitalisierung

SpiekermannIn ihrem mehr als lesenswerten Buch legt die renommierte Wirtschaftsinformatikerin Sarah Spiekermann die Richtlinien für eine wohlverstandene „digitale Ethik“ in Theorie und Praxis auf allen Ebenen unserer immer stärker digital vernetzten Welt vor. Jenseits aller Kontroll- und Überwachungsprogramme totalitärer Herrschaftsansprüche und jenseits aller „transhumanistischer Designerphantasmen“ als „Ideologien der Lieblosigkeit“ stellt die Autorin stets den Menschen in den Mittelpunkt – und nicht die Maschinen. Ein möglicher aus dem Ruder gelaufener Digitalisierungsprozess, wo am Ende die Maschinen die Menschheit beherrschen würden, dürfe nicht Wirklichkeit werden.

Info: Sachbuch, Digitale Ethik, Von Sarah Spiekermann, Droemer: 2019, 304 S., 20,60 Euro.

Auslaufmodell im digitalen Zeitalter? Der Homo analogicus

Längst hat die Digitalisierung den Alltag vieler Menschen fest im Griff: Es wird gegoogelt, in sozialen Medien kommuniziert und aus Mediatheken heruntergeladen. Etwa 80 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren besitzen ein Smartphone, Tendenz steigend. Kann man in solch einer Welt überhaupt noch analog leben? Ein Beitrag in „Deutschlandfunkkultur“… mehr …

 

Umfrage: Deutsche Verbraucher sehen Künstliche Intelligenz eher positiv

KI 1Der persönliche Assistent im Auto, der automatisierte Anlageberater oder der Supermarkt ohne Kasse: Würden Sie so einen Service oder so ein Produkt nutzen? Dieser Frage ist der IT-Dienstleister adesso nachgegangen. Das Ergebnis: Die Mehrheit der deutschen Verbraucher sieht in Künstlicher Intelligenz zahlreiche Chancen, um den Alltag zu erleichtern.

Sprachassistenten in Smartphones, Navigationssysteme in Autos oder die Gesichtserkennung von Foto- und Video-Apps: Immer mehr Menschen nutzen bereits Künstliche Intelligenz (KI), ohne sich groß darüber den Kopf zu zerbrechen. Der IT-Dienstleister adesso wollte nun wissen, wie deutsche Verbraucher zum Thema KI stehen. Die Umfrage unter 1.000 Endkunden zeigt: Für 83 Prozent steht fest, dass KI und Roboter in der Zukunft viele lästige Aufgaben übernehmen und das Leben erleichtern können. 61 Prozent glauben sogar, dass KI ihnen künftig Vorteile bringen wird; nur eine Minderheit von 29 Prozent hat bei dem Thema Bedenken.

Was unseren Alltag betrifft: Hier glauben 63 Prozent der Befragten, dass selbstfahrende Autos auf unseren Straßen bald Normalität sein werden. Genauso hoch ist die Zustimmungsrate beim persönlichen, KI-basierten Fahrzeug-Assistenten, der beispielsweise die Massagefunktion des Sitzes startet, die Lichtstimmung verändert und Musik sowie Temperatur im Auto auf das eigene Wohlbefinden abstimmt.

KI-Technologien im Gesundheitswesen

Für KI-Technologien im Gesundheitswesen ist jeder Zweite offen. Bilddiagnostische Verfahren mittels KI zum frühzeitigen Erkennen von Tumoren oder dem Auswerten von Röntgenaufnahmen würden 51 Prozent vertrauen. 38 Prozent der befragten Verbraucher würden den „virtuellen Arzt und Gesundheitscoach am Handgelenk“ nutzen. Mit solch einem System – wie etwa der Apple Watch – werden relevante Gesundheitsrisiken berechnet, Verhaltensempfehlungen und individuelle Gesundheitstipps gegeben, auf die Gefahr möglicher Notfälle und nützliche Check-ups hingewiesen.

Zustimmung in Finanzfragen

Geringer fällt die Zustimmung in Finanzfragen aus: Einen virtuellen Vermögensverwalter auf KI-Basis, der im Rahmen des vorab festgelegten Risikoniveaus selbstständig Anlageentscheidungen trifft, würden 30 Prozent der Befragten beauftragen. Immerhin 46 Prozent  können sich vorstellen, ihre Kontoführung dem „Mitarbeiter KI“ zu überlassen.

Für einen intelligenten Supermarkt können sich in der adesso-Umfrage wiederum 57 Prozent begeistern. Jeden Artikel, den der Verbraucher in seinen Einkaufskorb legt, erkennt ein im Supermarkt installiertes Kamerasystem dank KI-gestützter Bilderkennungssoftware. Der Kunde kann den Laden mit seinen Waren ohne Kassenvorgang verlassen. Die Bezahlung erfolgt automatisch durch Belastung des Kundenkontos mit dem Rechnungsbetrag, den Kassenzettel gibt es digital per App.

„KI-Anwendungen haben einen Reifegrad erreicht, der sie für den praktischen Einsatz interessant macht“, erklärt Volker Gruhn, Aufsichtsratsvorsitzender und Gründer adesso. „Es ist jetzt an der Zeit, die Entwicklungen in der Breite auszurollen. Die Stimmung ist günstig dafür: Verbraucher stehen dem Thema KI mehrheitlich positiv gegenüber, wie unsere Umfrage ergeben hat.“

adesso hat gemeinsam mit dem Kölner Marktforschungsinstitut Heute und Morgen im Januar und Februar 2019 eine Umfrage zum Thema KI durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 1.000 Endverbraucher unterschiedlichster Altersgruppen in Deutschland sowie 329 Entscheider in Unternehmen befragt. Teil 2 der Studienergebnisse (Unternehmensseite) wird adesso in Kürze ebenfalls vorstellen.

Die Studie ist kostenfrei per Download erhältlich.

„Das Passwort als Sicherheitsverfahren ist abgelöst“

passwort-02Seit der Einführung des Welt-Passwort-Tages im Jahr 2013 hat sich die digitale Umgebung verändert. Die Herausforderungen sind gewachsen, die Methoden bei Manipulation oder Diebstahl von Identitäten sind raffinierter geworden. Deshalb trifft ein Benutzer beim Login auf immer mehr Passwortregeln: Mindestlänge, Sonderzeichen, Zahlen- und Buchstabenkombinationen, Versalien – und so fort. Aber auch die noch so perfekte Kennwortrichtlinie hat ihre Tücken.

Erstens bietet selbst ein komplexes und langes Passwort keinen hundertprozentigen Schutz. Denn als aktive User-Eingabe über Tastatur oder Touchscreen kann die Information von versierten Hackern mitgelesen, aufgefangen und abgegriffen werden. Wer nur ein Passwort für verschiedene Seiten verwendet, gibt Hackern damit schnell einen „Generalschlüssel“ für mehrere Accounts in die Hand.

Zweitens leidet die Benutzerfreundlichkeit unter strengen Passwortrichtlinien. Je länger und komplexer ein Kennwort, umso schwieriger ist es, sich dieses zu merken. Und umso länger dauert der Eingabeprozess. Hier können immerhin Passwort-Manager gute Dienste leisten – diese sollten ohnehin längst zum digitalen Leben gehören! Tun sie aber vielfach nicht.

Wie also umgehen mit dem Spagat aus möglichst sicherem Access und komfortabler Anwender-Erfahrung? Im Prinzip, indem wir uns vom Passwort als ausschließlicher Authentifizierungsmethode verabschieden – und konsequent auf Multi-Faktor-Szenarien bei der Authentifizierung setzen.

Von einfachen TAN-Überweisungen, die immerhin ein zweites Gerät integrieren, bis hin zu sensiblen biometrischen Verfahren ist bereits viel realisiert – und wird doch noch zu wenig genutzt. Groß angelegte Cyber-Angriffe, die auf die Schwachstelle Passwort zielen und immer wieder Entsetzen verbreiten (wie etwa bei Politikern und Promis Anfang dieses Jahres), beweisen das.

Multi-Faktor-Authentifizierungen (MFA), die etwa Fingerabdruck- oder Iris-Scans zum Verifizieren von Zahlungen über Online-Kanäle verlangen, sind hier weiter und deutlich manipulationssicherer – wobei der Schutz der personenbezogenen Daten natürlich oberstes Gebot ist, sowohl für MFA-Anbieter selbst, wie auch für digitale Dienste, die ihre User durch MFA absichern. Dass Passwörter in einem mehrstufigen Identifikationsprozess vorkommen, muss nicht falsch sein. Aber bitte nicht mehr (und vor allem nicht nur!) in der überholten Standard-Kombination „Username plus Passwort“.

Kurz: Das Bewusstsein für den Schutz digitaler Identitäten kann zwar getrost weiter durch einen Jahrestag geschärft werden. Doch greift ein Welt-Passwort-Tag eigentlich zu kurz. Ein „Welt-MFA-Tag“ wäre inzwischen sinnvoller.“

Autor: Pascal Jacober, Ping Identity.

 

Buchtipp: Darknet – nur in falschen Händen eine Gefahr

DarknetDas Darknet ist nur gefährlich, wenn es die falschen Leute verwenden. Es gibt auch gute Anwendungen dafür. Zu dem Schluss kommt Cornelius Granig bei der Präsentation seines neuen Buches „Darknet: Die Welt im Schatten der Computerkriminalität“. Es sei unmöglich, das Darknet zu überwachen. Außerdem habe es keinen Sinn, es zu verbieten oder abzuschalten, weil Kriminelle dann bloß in andere Bereiche ausweichen würden. Es gebe allerdings Anwendungen, die einen guten Zweck haben: Bei verschlüsselten, anonymen Kanälen können beispielsweise Straftaten in Unternehmen gemeldet werden, ist auf „Pressetext“ zu lesen….mehr

Info: ISBN 978-3-406-71383-5

Buchtipp: Digitale Ethik (Sarah Spiekermann)

SpiekermannIn ihrem gesellschaftskritischen Sachbuch entwickelt Sarah Spiekermann eine Ethik für die Technologien der Zukunft – und zugleich ein Plädoyer für Freiheit und Selbstbestimmung im Zeitalter der Digitalisierung

Apps, die unaufgefordert Informationen zuschicken; Autos, die von Google-Rechnern gesteuert werden; Sprachassistenten, die Bestellungen für uns vornehmen – immer mehr Menschen fragen: Was macht die Digitalisierung mit mir und meinem Leben?

Sarah Spiekermann kritisiert, dass wir zu passiven Empfängern einer entmündigenden Technik degradiert werden.

Sie fordert deshalb ein radikales Umdenken: Wir brauchen eine Technik, die uns dient, statt uns zu beherrschen. Die Digitalisierung darf nicht länger vom Gewinnstreben der IT-Konzerne getrieben sein, sondern muss Werte wie Freundschaft, Privatheit und Freiheit verwirklichen helfen. Denn nur so werden wir unser Menschsein in einer digitalisierten Lebenswelt sichern können: „Wir müssen versuchen, den Wert zu entdecken, der mit Technik geschaffen werden kann. Und das ist nicht Geld, nicht Effizienz, nicht Gewinnmaximierung. Sondern Zufriedenheit, Freundschaft und Wissen.“

In ihrem Sachbuch „Digitale Ethik“ entwirft die Expertin für ethische Technikentwicklung ein Werte-System für das Zeitalter der Digitalisierung, das auf traditionellen Werten aufbaut.

Sarah Spiekermann, Jahrgang 1973, ist Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftsuniversität Wien. Ihre berufliche Karriere begann in Unternehmen des Silicon Valley. Diese Erfahrungen ließen sie zu einer Expertin der IT-Branche werden. Heute beschäftigt sie sich mit ethischen Fragen der Digitalisierung. Sarah Spiekermann ist eine vielgefragte Keynote-Speakerin. Sie hat viele Jahre lang in Gremien der EU-Kommission und der OECD gearbeitet und entwickelt heute mit dem weltweit größten Ingenieursverband IEEE den ersten Ethikstandard für Technikentwicklung.

Terminhinweis: Offline-Networking für die Medienwelt im Filmstadt Atelier (09.04.2019 / München)

Unbenannt-1Seit 1996 gibt es bereits die MPE-Events – darunter die Veranstaltungen Update, Art-Circle, Gourmet, Single-Connect, Manager-Circle, Media-Connect, Visit und Social. Im Jahr 2017 startete Monika Freifrau von Pölnitz von und zu Egloffstein (MPE) ihre jährlich stattfindende Eventreihe „MPE-Visit“. Dieser Event ist das Kennenlernen und Erleben eines Unternehmens, einer Location oder eines Resorts. Die Location steht bei diesem MPE-Event im Mittelpunkt. Personen aus der Politik, Wirtschaft, Medizin, Medien, Kunst, Kultur und der Gesellschaft nehmen daran teil.

 Am Dienstag, 9. April 2019 findet MPE-Visit im Filmstadt Atelier auf dem  Bavaria Filmgelände in München statt

_MG_8150_sDas Filmstadt Atelier zeigt dabei exklusives und teils unveröffentlichtes Bildmaterial, Original-Requisiten sowie Kostüme aus den Archiven und dem Fundus der Bavaria Film. Die Geschichte des Unternehmens und des Studiogeländes in Geiselgasteig bei München werden so erlebbar gemacht. Interaktive Angebote und Augmented Reality bieten die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und in die Welt der Filmprofis einzutauchen.

Monika Freifrau von Pölnitz-Egloffstein.

Monika Freifrau von Pölnitz-Egloffstein.

Persönliches Networking von Monika Freifrau von Pölnitz-Egloffstein, dazu ein Flying Buffet von Event Caterer Tafelgold und Wein von Funtime Wine runden dieses Event im April ab.

Unterstützer des MPE-Visit 2019 sind die Bavaria Filmstadt, Zisska & Lacher Buch- und Kunstauktionshaus, Funtime Wine, Immomedia Immobilien, Nixdorf Kapital und Event Caterer Tafelgold.

Mehr zum MPE-Visit: www.mpe-poelnitz-egloffstein.com, info@mpe-poelnitz-egloffstein.com

 

 

 

 

Buchtipp: Analyse zu „Shareconomy“

ShareconomyStefan Heng, Professor für Digitale Medien an der Dualen Hochschule Mannheim, hebt in seiner soeben bei Springer Professional veröffentlichten Analyse zur Sharing Economy hervor:

  • Die Apologeten der Sharing Economy sprechen davon, dass ein völlig neues Zeitalter des Wirtschaftens bevorstünde. Sie beschreiben dies mit den Begriffen Nachhaltigkeitswirtschaft, Null-Grenzkosten-Gesellschaft, Ko-Konsum oder konstruktiver Kapitalismus. Obgleich sich etliche dieser Vorhersagen nicht realisieren werden, kann von dieser Entwicklung dennoch ein wesentlicher Impuls hin zu mehr sozialer und ökologischer Verantwortung ausgehen, als bislang in neoliberalen Wirtschaften gelebt.
  • Tatsächlich zeigen die heute bereits realen Sharing-Modelle, wie die Angebote vieler Branchen wesentlich effizienter erbracht werden können als in den althergebrachten Strukturen. Demgegenüber stehen aber auch große Risiken bei Datenschutz, Arbeitsbedingungen und gesellschaftlicher Divergenz.
  • Dabei tummeln sich in der Sharing Economy keinesfalls allein „Gutmenschen“ mit vorbehaltlos sozialer Motivation. Stattdessen gilt auch hier ein Profitstreben als Triebfeder. Obgleich in der Sharing Economy nun doch nicht alles grundsätzlich neu ist, sollte uns diese Erkenntnis keinesfalls dazu verleiten, völlig resigniert alle entstehenden Ideen pauschal zu verdammen. Stattdessen erdet die Profitorientierung die Sharing-Modelle und sorgt dafür, dass die enormen Potenziale überhaupt realisiert werden können.
  • Dies kann allerdings lediglich dann passieren, wenn es neben einer leistungsfähigen Infrastruktur, deren Ausbau in Deutschland mit der Digitalen Agenda bislang nur schleppend vorankam, auch einen passenden Rechtsrahmen gibt. Dieser Rechtsrahmen muss dann über Datenschutzgrundverordnung und ePrivacy-Verordnung hinaus, einen guten Kompromiss zwischen Innovationsförderung, Geschäftsinteressen und Schutz gesellschaftlicher Werte darstellen.

Mehr dazu in der Analyse „Sharing Economy“ in SpringerProfessional.

 

Buchtipp: Der Würfel

würfelKünstliche Intelligenz ist bereits in vielen Bereichen präsent. In seinem Debütroman spitzt Bijan Moini diese Entwicklung zu und entwirft die Vision einer durchdigitalisierten Welt, in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft von einem perfekten Algorithmus gelenkt werden, genannt „Der Würfel“.

Atrium Verlag, Hamburg, gebunden, 412 Seiten, 22 EUR, ISBN: 978-3-85535-059-9, auch als E-Book erhältlich, Erscheinungstermin: 28. Februar 2019.

auskunft.de – eine Alternative zu Google?

auskunft.de und seine Investoren (v.l.n.r.): Fabian Brüssel (auskunft.de), Christina Hartmann (krick.com), Annette Röser-Letizky (Röser Medienhaus) und Patrick Hünemohr (Greven Medien) nach dem Go-Live der App auskunft.de

auskunft.de und seine Investoren (v.l.n.r.): Fabian Brüssel (auskunft.de), Christina Hartmann (krick.com), Annette Röser-Letizky (Röser Medienhaus) und Patrick Hünemohr (Greven Medien) nach dem Go-Live der App auskunft.de

Daten gegen Geld, so der  Ansatz, den die regionale Suchmaschine auskunft.de mit ihrer neuen App verfolgt. Suchmaschinen brauchen Daten, um ihr Angebot attraktiver zu machen. „Das gilt für alle, also auch für Google & Co“, stellt Fabian Brüssel, Geschäftsführer von Alpha9 Marketing , fest. Im Gegensatz zu den genannten Suchmaschinen kommuniziert auskunft.de dies ganz offen und entlohnt vor allen Dingen seine User für ihre Daten, die sie in der neuen App hinterlassen können, aber nicht müssen.

Diese neue App wurde am 11. Februar im Beisein von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, der Öffentlichkeit präsentiert und zur Nutzung freigegeben. Neben dem Minister waren die Investoren, die hinter auskunft.de stehen, Greven Medien, das Röser Medienhaus sowie krick.com bei der feierlichen Vorstellung dabei. Für alle drei ist auskunft.de der Schritt klassisches Mediengeschäft und digitale Angebote stärker zu verzahnen.

Die Nutzung der App ist einfach und erfolgt intuitiv.

Einmal angemeldet hat man seinen persönlichen Account, über den man sich identifiziert. Nutzer können mittels App Informationen über Anbieter und Kauferlebnis hochladen. Diese sind dann von anderen Nutzern einsehbar und dienen der Orientierung, wie man dies bereits von anderen Portalen kennt. „Auch nicht angemeldete User können Inhalte hochladen. Diese Informationen werden dann jedoch als anonym gekennzeichnet. So kann jeder Nutzer selbst beurteilen, wie glaubwürdig solch anonyme Informationen sind“, erläutert Fabian Brüssel, der mit seinem Team die regionale Suchmaschine auskunft.de entwickelt und betreibt.

Grundsätzlich ist für die regionale Suchmaschine ein ehrlicher Umgang mit Kundendaten von zentraler Bedeutung. „So werden nur die Daten der angemeldeten Nutzer registriert, von allen anderen Nutzern werden keine Daten erfasst. Sie suchen anonym und bleiben das für uns auch“, erläutert Brüssel, dem die Einhaltung deutscher Datenschutzbestimmungen sehr wichtig ist.

Bewertungen und Fotos der eingeloggten Benutzer haben aus Sicht der Betreiber von auskunft.de ein anderes Gewicht, als anonyme Informationen. Und da Fairness für auskunft.de sehr wichtig ist, will man die Suchmaschine dahingehend weiterentwickeln, dass die Bewertungen mit der Häufigkeit der Kundenbesuche in Verbindung gebracht werden sollen. „Die Bewertung eines Stammkunden hat sicherlich ein ganz anderes Gewicht, als die eines einmaligen Kunden, denn schließlich kann jeder mal einen schlechten Tag haben“, schmunzelt Brüssel.

Das Besondere der App, die Entlohnung für die hinterlassenen Daten erfolgt in Stellar-Lumen, einer Kryptowährung, die gegen Euro getauscht werden kann. Jeder angemeldete Nutzer bekommt eine eigene Geldbörse, in der er seine Entlohnung ansparen kann und über die er frei verfügen kann. Aktuell besteht neben der Möglichkeit, die Kryptowährung gegen Euro einzutauschen, die Möglichkeit an den kinderherzen – Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e. V. zu spenden. Eine unkomplizierte und risikolose Möglichkeit, den Umgang mit Kryptowährung zu testen, finden die Macher von auskunft.de.

„Warum eine Kryptowährung?“

Auf die Frage nach dem „Warum eine Kryptowährung?“ gibt es bei auskunft.de eine klare Antwort: „Vertrauen, Schnelligkeit und Kostengründe gaben den Ausschlag. Mit keinem anderen Abrechnungssystem lassen sich Kleinstbeträge von A nach B transferieren. Und wir wollten unbedingt eine dezentrale Währung, die nicht einfach nach Lust und Laune entwertet werden kann, wie wir dies in der Vergangenheit bei zahlreichen Bonuspunktesystemen erlebt haben“, so Brüssel.

Mittelfristiges Ziel von auskunft.de ist es, als regionale Suchmaschine einen Beitrag zur engeren Vernetzung des digitalen und stationären Angebotes als Mehrwert für klein- und mittelständische Anbieter zu schaffen. Auf auskunft.de sieht man nach dem Einloggen auf den ersten Blick, welche Anbieter im Umkreis des Standortes zu finden sind und lernt bislang unbekannte Alternativen kennen. Die Anbieter selbst sind mit einem Klick zu finden, ohne dass sie sich selbst um eine Aktualisierung ihrer Daten kümmern müssen, denn das macht auskunft.de mittels hauseigener entwickelter Crawling-Technologie automatisch.

Brüssel ist sich sicher, dass eine regionale Suchmaschine wie auskunft.de sehr hilfreich sein kann, um die Attraktivität vieler Innenstädte wieder zu erhöhen.

eco Verband fordert diskursiven Ansatz zu Fragen digitaler Ethik

Verständnis-Ethik-260x300Die Digitalisierung schreitet voran. Der Einsatz von Algorithmen und künstlicher Intelligenz sowie der Umgang mit Daten birgt große Potenziale, beispielsweise im Bereich des Internet der Dinge. Gleichzeitig stellen sich aber auch zahlreiche ethische und rechtliche Fragen.

„Wir nehmen diese Fragestellungen als Verband sehr ernst und sind der Auffassung, dass ethische Normen, Handlungsleitlinien und letztlich rechtliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung und den Einsatz digitaler Technologien nicht einfach von staatlicher Seite festgelegt werden sollten, sondern im engen Schulterschluss zwischen Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft entwickelt werden müssen“, sagte eco Vorstandvorsitzender Oliver J. Süme  im Rahmen des eco Neujahrsempfangs in Berlin. Deutschland brauche einen diskursiven Ansatz zu Fragen digitaler Ethik.

Einen ersten Beitrag zu diesem Diskurs möchte der Verband mit seinem „Kompendium Digitale Ethik“ leisten, das aktuelle Expertenmeinungen und Fachbeiträge zu verschiedenen Fragen im Zusammenhang mit digitaler Ethik, beispielsweise in den Fokusthemen Staat & Rahmenbedingungen, Arbeit, IT Sicherheit oder Bildung enthält.

Neuer Bundesdatenschutzbeauftragter Kelber: Das Thema Datenschutz positiv besetzen

Oliver Süme ist Vorstandsvorsitzender von eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

Oliver Süme ist Vorstandsvorsitzender von eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

Ulrich Kelber, neuer Bundesbeauftragter für den Datenschutz und Informationsfreiheit, begrüßt dieses Dialogangebot der Internetwirtschaft und bedauert gleichzeitig, dass der Datenschutz in letzter Zeit immer wieder als Wirtschaftshemmnis dargestellt wurde: „Die informationelle Selbstbestimmung und der Datenschutz werden in einer zunehmend vernetzten und digitalisierten Welt immer wichtiger. Wir alle – also Aufsichtsbehörden, Unternehmen, Bürger und der Staat – müssen für einen positiv besetzten Datenschutz-Begriff kämpfen und diesen auch authentisch leben“, sagt Kelber. „Datenschutz ist kein Hemmschuh für Innovationen. Er fördert diese sogar, wenn die Nutzer Vertrauen in die Sicherheit neuer Technologien haben. Wenn Wirtschaft und Politik dies im Blick haben, könnten datenschutzfreundliche Produkte und Dienstleistungen aus Deutschland zu einem weltweiten Benchmark werden.“

Internetunternehmen übernehmen Verantwortung: Selbstregulierung funktioniert

eco hebt hervor, dass zahlreiche Unternehmen bereits Verantwortung für ethische Herausforderungen im Zusammenhang mit der digitalen Transformation übernehmen und beispielsweise im Rahmen von Selbstverpflichtungsinitiativen erfolgreich zur Einhaltung ethischer Normen beitragen. Ein prominentes Beispiel ist hier die eco Beschwerdestelle zur Bekämpfung unerwünschter und illegaler Internetinhalte.

Die Notwendigkeit neuer Gesetze zur Durchsetzung ethischer Standards im Bereich Digitalisierung sieht Süme hingegen nur in wenigen Einzelfällen: „Das Internet ist schon heute kein rechtsfreier Raum – obwohl Kritiker dies immer wieder gerne verkünden. Gerade in Deutschland haben wir für viele Konfliktfälle in der digitalen Welt bereits entsprechende Gesetzgebung aus der analogen Welt, die hier nur angewendet werden muss. Ich bin daher davon überzeugt: Wir brauchen keine Flut neuer rechtlicher Rahmenbedingungen und Regulierungen, sondern müssen unsere bestehende Rechtskultur einfach auf die neuen Technologien anpassen und anwenden.“

Das eco Kompendium Digitale Ethik finden Sie hier online.

Amazon Interview zu Alexa Hacking, Datenschutz und Ethik

(Bildquelle: Amazon)

(Bildquelle: Amazon)

Ein Beitrag in „Home&Smart“: Mit dem Einzug von Alexa in die deutschen Privathaushalte hat sich Amazons Sprachassistentin binnen eines Jahres vom Geek-Objekt zum digitalen Superstar entwickelt. Vom TV bis zur Ratgeberzeitschrift – es gibt kaum ein Medienformat, das sich noch nicht mit Amazons intelligenten Echo-Lautsprecher und Alexa beschäftigt hat. Doch was verbirgt sich wirklich hinter dem Lautsprecher-Chassis eines Echos? Im Tiefen-Interview hat sich der deutsche „Alexa Vater“, Alexa-Manager Dr. Philipp Berger den kritischen Fragen der homeandsmart-Redaktion gestellt und verraten, wieviel Spionin oder Engel in Alexa steckt. Dabei musste der Country Manager Amazon Alexa Rede und Antwort stehen, zu den Themen Sprachaufzeichnung, Analyse von Emotionen und Nebengeräuschen, Hacking sowie Ethik und Datenschutz. … mehr …

 

Ein Ausblick auf 2019: Warum der europäische Datenschutz zum Exportschlager werden könnte

Matthias Kess ist CTO der befine Solutions AG mit Sitz in Freiburg im Breisgau.

Matthias Kess ist CTO der befine Solutions AG mit Sitz in Freiburg im Breisgau.

Matthias Kess, CTO der auf Kommunikationslösungen spezialisierten befine Solutions, mit Vorhersagen für das kommende Jahr :  Aus astrologischer Sicht steht das Jahr 2019 ganz im Zeichen des Planeten Merkur, aus politischer Sicht werden Themen wie der Brexit die Agenda bestimmen. Und in der IT? Schon alleine wegen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung war 2018 ein bedeutendes Jahr.

Im Zusammenhang damit wird 2019 von einigen Geldbußen die Rede sein. Vor dem Hintergrund der in diesem Jahr bekannt gewordenen Sicherheitsvorfälle hat Apple-CEO Tim Cook vor Kurzem die DS-GVO ausdrücklich gelobt, während die ersten US-Bundesstaaten bereits neue strenge Gesetze erlassen haben. Der Datenschutz nach Vorbild der DS-GVO wird 2019 zum Exportschlager.

Es war kein Geringerer als Tim Cook, der vor wenigen Wochen die DS-GVO als Basis für einen weltumspannenden Datenschutz lobte. Der Weg zu einem besseren Datenschutz sei wie eine Reise, sagte der Apple-Chef – und auch die längste Reise beginnt bekanntermaßen mit dem ersten Schritt, möchte man hinzufügen. Einen langen Weg noch vor sich haben da die Vereinigten Staaten, die beim Schutz der Privatsphäre schon geradezu traditionell hinter Europa herhinken.

Doch nun kommt Bewegung in die Sache, Politik und Unternehmen in den USA sind aufmerksam geworden und suchen nach Lösungen. Nach europäischem Vorbild haben die US-Bundesstaaten Kalifornien und Vermont bereits neue Datenschutzgesetze erlassen. Ich nehme an, dass die Bundesebene in den USA nachziehen wird – und dass diese Datenschutzgesetze die IT-Branche und ihre Kunden nachhaltig beeinflussen werden.

Als die DS-GVO im Mai endgültig in Kraft trat, endete eine zweijährige Übergangszeit – und damit die Schonfrist für Unternehmen und Behörden. Von Geldbußen, die wegen vermeidbarer Datenverstöße verhängt werden, wird 2019 einiges zu hören sein.

Präzedenzfall geschaffen

Ein Präzedenzfall wurde mit Artikel 25 der DS-GVO bereits geschaffen. Hier sind die Rahmenbedingungen formuliert, wie Unternehmen Datenschutz durch Technikgestaltung und Voreinstellungen („Privacy-by-Design“ und „Privacy-by-Default“) umsetzen müssen. Diese Grundsätze erfordern es, Daten, wo immer es möglich ist, anonymisiert beziehungsweise pseudonymisiert zu erheben und verschlüsselt zu verarbeiten. Keine leichte Aufgabe…

Während die DS-GVO in vielen Fällen bewusst vage vom „Stand der Technik“ spricht, so auch in Artikel 32 („Sicherheit der Verarbeitung“), fordert sie dort explizit die „Verschlüsselung personenbezogener Daten“. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass Unternehmen nur noch über verschlüsselte E-Mails kommunizieren dürfen. Wohl aber, dass Faktoren wie der Schutzbedarf der Daten zu berücksichtigen sind. Die Verordnung bezieht sich ausschließlich auf personenbezogene Daten, aber auch andere vertrauliche Daten sollten diesen Schutz erfahren.

Die E-Mail ist tot, lange lebe die E-Mail

Und dennoch haben Forscher in diesem Jahr geraten, vorerst auf Verschlüsselung in E-Mail-Clients zu verzichten. Sie hatten die Verschlüsselung von E-Mail-Systemen ausgehebelt und Details über Sicherheitslücken in den beiden Verschlüsselungsverfahren PGP und S/MIME veröffentlicht. Unter bestimmten Bedingungen lassen sich E-Mails entschlüsseln, auch nachträglich.

Die Folgerung der Forscher – E-Mail sei kein sicheres Kommunikationsmedium – ist nichts Neues. Was zugleich die gute und die schlechte Nachricht ist. Im Prinzip entspricht eine E-Mail einer Postkarte: Sie ist günstig und schnell zuzustellen, ihr Inhalt ist aber für jeden lesbar und auch modifizierbar, der sie transportiert. Was auf dem Transportweg der einzelnen E-Mails passiert, welche Stationen beteiligt sind, bleibt den Anwendern verborgen. Auf Verschlüsselung in E-Mail-Clients zu verzichten, wäre also in etwa so, als ob man grundsätzlich seine Haustüre offenstehen lässt, weil es ohnehin zu viele Einbruchsdelikte zu beklagen gibt. Auch 2019 werden wir also nicht das Ende der E-Mail-Verschlüsselung erleben, warum auch?

Die Chefmasche bleibt „attraktiv“

Ziel der „Business E-Mail Compromise“ (auch „Chefmasche“, „Chefbetrug“ oder „CEO Fraud“) genannten Methode ist es, ein Unternehmen – genauer gesagt: einen Mitarbeiter – so hereinzulegen, dass Geld auf das Konto der Angreifer fließt. Dafür nutzen die Cyber-Kriminellen ganz gezielt die „Schwachstelle Mensch“ aus: Sie schlüpfen in die Rolle eines Vorgesetzten oder wichtigen Kollegen und senden Social-Engineering-Mails direkt an ihr vorher identifiziertes Opfer, um es zur Überweisung zu veranlassen.

Mehrere Aspekte machen die Chefmasche für Angreifer so „attraktiv“. Sie lässt sich relativ unkompliziert handhaben und ist mit vergleichsweise geringen Kosten verbunden, weil eine aufwändige Infrastruktur nicht nötig ist. Zwar können die Kriminellen nicht wie bei herkömmlichen Online-Betrugsfällen nach dem Gießkannenprinzip vorgehen, sondern müssen zuerst den besten Weg auskundschaften, um eine für das Opfer glaubhafte E-Mail überhaupt erstellen zu können – aber das lässt sich häufig schon mit einer ausgeklügelten Suchabfrage in sozialen Medien bewerkstelligen.

Zumal den höheren Vorabinvestitionen auch größere Gewinne gegenüberstehen: Das FBI, das diese Angriffsart seit Oktober 2013 beobachtet, beziffert den weltweit seitdem entstandenen Schaden auf über zwölf Milliarden US-Dollar – das ist noch einmal mehr als eine Verdopplung über die vergangenen eineinhalb Jahre. Und schließlich sind die Angriffe sehr schwer zu entdecken, weil die E-Mails ja eben keinen Schadcode enthalten, bei dem IT-Sicherheitslösungen Alarm schlagen könnten.

Sind Unternehmen all dem schutzlos ausgeliefert? Keinesfalls. Voraussetzung ist, dass sie die Art ändern, in der die Anwender kommunizieren. Die bisher bekannt gewordenen Vorfälle – bis hin zur aktuellen Warnung des BSI im Fall „Emotet“ – zeigen, dass die Sensibilisierung von Mitarbeitern für das Thema Cyber-Sicherheit in Form von regelmäßigen Schulungen unabdingbar ist, aber nicht isoliert betrachtet werden sollte.

Passwort-Verwaltung wird einfacher

Das Internet ist seit langem aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken, und stellt die Menschen doch vor große Herausforderungen. Man denke nur an die Verwendung von Passwörtern im Rahmen von Multi-Faktor-Authentifizierung.

Die gute Nachricht: Best-Practice-Methoden für Online-Sicherheit werden immer wichtiger. Die schlechte Nachricht: Das ist mit Aufwand verbunden, (zu) viele Benutzer leiden inzwischen an „Passwort-Ermüdung“. Sie müssen den Überblick über eine wachsende Anzahl von Online-Konten und Kennwörtern behalten. Die Folge sind unsichere Praktiken wie die Nutzung desselben Benutzernamens und Kennworts für mehrere Websites – oder das häufige Zurücksetzen von Passwörtern, was eine gern ausgenutzte Sicherheitslücke darstellt. In der Tat sind Passwort-Missbrauch und -Missmanagement die Ursache für die meisten Datenschutzverletzungen.

Ich glaube, dass neue Technologie-Ansätze künftig den Spagat schaffen und die Anwendung von Passwörtern beim Austausch verschlüsselter Nachrichten und Dateien deutlich vereinfachen werden.

Autor: Matthias Kess ist CTO der befine Solutions AG mit Sitz in Freiburg im Breisgau, die Kommunikationslösungen für Unternehmen entwickelt und vertreibt. Die inhabergeführte befine Solutions AG entwickelt und vertreibt Softwarelösungen für Unternehmen, die damit ihre Prozesse unterstützen, optimieren und überwachen können.

Wir haben keine Roboter großgezogen“: Studie zeigt, wie die Generation Z wirklich tickt

(Bildquelle: Dell)

(Bildquelle: Dell)

Die Generation Z ist technikverliebt. Das macht ihre Angehörigen aber noch lange nicht zu rücksichtslosen Zeitgenossen, die keinen Wert auf menschliche Interaktion legen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Dell Technologies mit deutschen Schülern und Studenten.

Die Generation Z drängt auf den Arbeitsmarkt. Geboren ab Mitte der 90er-Jahre und mit Smartphones, Apps und Sozialen Medien aufgewachsen, pflegen deren Angehörige einen geradezu natürlichen Umgang mit modernen Technologien. Um herauszufinden, welche Einstellungen und Erwartungen, aber auch Befürchtungen sie ins Arbeitsleben mitbringen, hat Dell Technologies eine Studie durchgeführt, für die 717 deutsche Schüler und Studenten im Alter von 16 bis 23 Jahren befragt wurden.

Wie zu erwarten spielen moderne Technologien für die Generation Z auch beim Blick auf das Berufsleben eine wichtige Rolle.

So gaben 86 Prozent der Befragten an, die vom potentiellen Arbeitgeber angebotene Technologie wäre für sie ein Faktor, wenn sie sich zwischen mehreren gleichwertigen Jobangeboten entscheiden müssten. 75  Prozent  sagten, dass sie an ihrem Arbeitsplatz gerne mit der allerneuesten Technologie arbeiten würden. Immerhin ein Drittel kann sich vorstellen, Technologie zum Gegenstand seiner Tätigkeit zu machen und interessiert sich für eine Karriere im IT-Bereich.

Die Einstellung der Generation Z gegenüber Automatisierung ist zum allergrößten Teil positiv. So glauben 73  Prozent  der Befragten, dass Automatisierung eine gerechtere Arbeitswelt schafft, da sie keine Vorurteile und keine Diskriminierung kennt. Vor Robotern ist der Generation Z nicht bange; sie ist ganz im Gegenteil davon überzeugt, dass wir auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Mensch und Maschine zusteuern.

45  Prozent  glauben, dass Menschen und Maschinen künftig als integrierte Teams Hand in Hand arbeiten werden. Weitere 36  Prozent  sehen Maschinen als hilfreiche Werkzeuge für Menschen, die genutzt werden, wenn man sie braucht. Lediglich 19  Prozent  äußerten sich pessimistisch und befürchten, dass Maschinen menschliche Arbeitskräfte ersetzen könnten.

Oft wird der Generation Z Naivität und Sorglosigkeit im Umgang mit persönlichen Daten nachgesagt.

Die Studie von Dell Technologies zeigt, dass dies nicht auf breiter Front der Wahrheit entspricht. So sehen immerhin 71 Prozent  der befragten Schüler und Studenten Datenschutz als Top-Priorität. Vor allem mit dem Berufseinstieg vor Augen lassen die meisten von ihnen Vorsicht walten. So achten 58  Prozent  beim Posten in den Sozialen Medien immer darauf, nichts zu veröffentlichen, was ihrer beruflichen Karriere schaden könnte. Weitere 30  Prozent  versuchen, das stets zu tun, räumten aber ein, dass ihnen das nicht immer gelingt.

So selbstbewusst die Angehörigen der Generation Z ihre technologischen Fähigkeiten beurteilen, so unsicher sind sie oft in Bezug auf ihre übrigen Skills. 68% schätzen ihre Technologie-Kompetenz als gut bis exzellent ein und 62% glauben, über Programmierkenntnisse zu verfügen, die brauchbar bis hervorragend sind. Dennoch denken mit über 90  Prozent  fast alle Befragten mit Bauchschmerzen an den Berufseinstieg.

Nur rund die Hälfte (55  Prozent ) sieht sich durch ihre Ausbildung gut bis exzellent auf ihre künftige Karriere vorbereitet. 41 Prozent  glauben, dass sie zwar die erforderlichen technologischen Skills mitbringen, die ihre Arbeitgeber erwarten, aber nicht unbedingt die nötigen Soft Skills.

Trotz aller Technikaffinität spielt die menschliche Interaktion für die Generation Z am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. Auf die Frage nach der bevorzugten Kommunikationsart mit Kollegen nannte mit 43  Prozent  die relative Mehrheit das persönliche Gespräch. Über die Hälfte (56  Prozent ) bevorzugt es, persönlich in der Arbeit vor Ort zu sein, anstatt von zuhause aus zu arbeiten; und 60  Prozent  arbeiten lieber als Teil eines Teams anstatt als Einzelkämpfer. Die große Affinität zur menschlichen Interaktion der Generation Z zeigt sich auch darin, dass 85  Prozent  der Befragten bereit sind, ältere Kollegen zu unterstützen, die sich beim Umgang mit modernen Technologien schwerer tun.

Mit diesen Einstellungen unterscheiden sich die Angehörigen der deutschen Generation Z übrigens nicht wesentlich von ihren internationalen Altersgenossen. Die Umfrage für die Studie wurde weltweit durchgeführt und die deutschen Zahlen weisen keine signifikanten Abweichungen von den globalen Werten auf.

„Wir haben keine Roboter großgezogen. Bei aller Technikaffinität und trotz eines gesunden Selbstbewusstseins hinsichtlich ihrer technologischen Kompetenzen kennt die Generation Z auch Unsicherheit und legt großen Wert auf menschliche Interaktion“, sagt Doris Albiez, Senior Vice President & General Manager, Dell EMC Deutschland. „Die Tür für eine fruchtbare Zusammenarbeit der verschiedenen Generationen im Unternehmen ist dadurch weit geöffnet. Die älteren Kollegen können dem Nachwuchs fehlende Soft Skills vermitteln, und umgekehrt kann die Generation Z dafür sorgen, dass die technologischen Kompetenzen unternehmensweit ausgebaut werden. Damit kann sie einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung leisten.“

Für die Studie führte Dimensional Research im Auftrag von Dell Technologies im August und September 2018 eine Online-Umfrage in 17 Ländern durch. Die Fragen wurden in zwölf Sprachen angeboten und von mehr als 12.000 Schülern und Studenten – 717 aus Deutschland – beantwortet. Die kompletten Ergebnisse der weltweiten Studie sind online abrufbar.