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Buchtipp: Einzeln sind wir intelligent – aber nicht im Schwarm

dueck_schwarmdummheitIm seinem neuen Buch geht Gunter Dueck der Schwarmintelligenz an den Kragen. In „Schwarmdumm. So blöd sind wir nur gemeinsam“ zeigt der frühere Cheftechnologe bei IBM, dass uns die „Schwarmintelligenz“ geradewegs ins Verderben treibt. Denn statt einer Konzentration an Intelligenz regiere im Schwarm oft das Prinzip: Viele Köche verderben den Brei.

Eine kleine Leseprobe: „Derzeit kursieren Hymnen über die neue Schwarmintelligenz! Um sie herum haben sich etliche neue schillernde Heilslehren gebildet. Man bejubelt die Höchstleistungen von Internet-Communitys und der Fruchtbarkeit des Team-Design-Thinking-Ansatzes. Viele träumen von Open Innovation et cetera.

Loblieder auf die Schwarmintelligenz klingen so: »Teams können Dinge erreichen, die einem Einzelnen für immer verwehrt sind! Ein Team verfügt in den Mitgliedern über verschiedenste Talente, die kein Einzelner allein vorweisen kann. Teams können über sich hinauswachsen, das Team ist mehr wert als die Summe der Einzelpersonen. Ein Team bildet Schwarmintelligenz aus!«

Von diesem Modebegriff der Schwarmintelligenz leitet sich der Titel dieses Buches ab. Der Begriff der Schwarmintelligenz stammt aus dem Umfeld des Internets. Dort ist es unter weltweiter Vernetzung von untereinander ganz unbekannten Personen zu erstaunlichen Problemlösungen gekommen. Im Internet trafen sich Menschen und arbeiteten an Erfindungen, schufen gemeinsam OpenSource-Software oder stürzten Diktatoren. Was immer das Problem ist – im Internet weiß bestimmt jemand Rat. Auf der anderen Seite kann sich jeder von uns irgendwo einklinken und mitmachen. Irgendwo kann jeder von uns beitragen. Die Welt weiß insgesamt, was lokal oder am eigenen Arbeitsplatz unbekannt ist.

Wer mehr lesen möchte:

Gunter Dueck: Schwarmdumm. So blöd sind wir nur gemeinsam.

Campus Verlag 2015, Hardcover gebunden,324 Seiten

24,99 Euro, EAN 9783593502175

Buchtipp: Projektmitarbeiter – die Nomaden einer veränderten Arbeitswelt

Zukunft der Wissens- und ProjektarbeitEin Interview mit der Wirtschaftsinformatikerin Doris Weßels über Chancen und Risiken der vernetzten Projektarbeit von morgen.

 

 

 Frau Professor Weßels, Sie sind als Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Kiel tätig und erforschen, wie wachsende Vernetzung die Arbeitswelt verändert. Welchen fundamentalen Wandel beobachten Sie – mit welchen Folgen?

Doris Weßels: Das Internet als »Netz der Netze« hat unsere private und berufliche Welt seit der Jahrtausendwende gravierend verändert. Jeder von uns erlebt fast tagtäglich, dass die technologisch getriebene Veränderungsdynamik in allen Lebensbereichen rasant zunimmt. Der Wandel ist in der Tat fundamental: Er erhebt sich zum Gestaltungsmerkmal unserer Zeit. Aus den festangestellten Mitarbeitern werden temporär beschäftigte Projektmitarbeiter, die wie »Nomaden« von einem Projekt zum nächsten ziehen. Unternehmen öffnen sich und werden Teil eines interorganisatorischen Netzwerks.

 

Also wird Projektarbeit immer wichtiger. Beobachter sprechen heute schon von einem Trend zur Projektwirtschaft. Ist das übertrieben?

Doris Weßels: Das ist keine Übertreibung – ganz im Gegenteil. Die weltweit  wachsende Bedeutung von Projekten kann auch historisch eindeutig belegt werden. Ausgehend von den Anfängen in den 40er Jahren in militärischen Anwendungsbereichen in den USA durchdringt die Organisationsform »Projekt« nun zunehmend alle Wirtschaftssektoren.

Wie macht sich das bemerkbar?

Doris Weßels: Ob in Schulen, Hochschulen, in privatwirtschaftlichen oder öffentlichen Organisationen, überall begegnet uns der Projektbegriff. Gerade in den Organisationen zeigt sich, dass bei der Mitwirkung in einem Projekt – verstanden als ein »Unternehmen auf Zeit« – immer mehr unternehmerische Verantwortung auf den Mitarbeiter verlagert wird. In dem Sinne werden zunehmen mehr Mitarbeiter zu kleinen oder auch großen Projektleitern.

 

Als Hochschullehrerin erleben Sie auch die Besonderheiten der Generation Y. Ist diese Generation durch ihren Umgang mit neuen Medien im Begriff, die Arbeitswelt neu zu definieren?

Doris Weßels: Die Vertreter der Generation Y sind in der Tat sehr technikaffin und in ihren sozialen Netzwerken quasi »always on«. Die gut qualifizierten GenY-Vertreter genießen die Dynamik der täglich neuen Projektherausforderungen am Arbeitsplatz, fordern aber gleichzeitig auch mit viel Selbstbewusstsein den benötigten Gestaltungsraum und die Rechte zur Umsetzung ihrer Ideen.

 Das klingt sehr selbstbewusst…

Doris Weßels: Ja. Diese jungen Leute wissen um die Bedeutung von Weiterbildung und wählen ihren Arbeitgeber auch gezielt nach dessen Qualifizierungsangeboten aus. Aber noch wichtiger sind Sinnstiftung und die Balance von Beruf und Familie.

 

Also müssen sich auch Arbeitgeber und Führungskräfte modernisieren. In einer sich immer stärker vernetzenden Umwelt versagen klassische Führungs- und Qualifizierungsmethoden. Welche Folgen hat diese Entwicklung?

Doris Weßels: Die Antwort ist relativ einfach: Wir benötigen einen neuen Typus von Manager. Ich habe hierfür als Weiterentwicklung des »T-Shaped Managers« den Begriff des »X-Shaped Managers« geprägt.  Das »X« steht symbolhaft für die Bereitschaft und Fähigkeit zum vernetzten Denken und Handeln. Diesem Managertyp gelingt der Aufbau vertrauensbildender Strukturen. Ihn zeichnen seine »cross«-disziplinäre Offenheit und seine Affinität für Innovationen aus. In der Führungsrolle agiert er wie ein Coach und Impulsgeber, der seinen Mitarbeitern genügend Raum für deren Entwicklung lässt.

 

Dieser neue Management-Typ prägt dann auch die Organisation. Sie verwenden hier die Begriffe »fluide Organisation« und »fluide Projektnetzwerke«? Was genau versteht man darunter?

Doris Weßels: Den Begriff der »fluiden Organisation« habe ich der Dissertation von Weber aus dem Jahr 1996 entnommen. Es handelt sich um eine Organisation, der es gelingt, sich in ihrem »Fluss der Veränderung« weitgehend synchron zu ihrem veränderten Umfeld zu bewegen. Derartige Organisationen verstehen sich selbst als Knotenpunkt in ihrem breit gefächerten »fluiden« Netzwerk, das durch Projekte verbunden ist. Sie interagieren bedarfsgerecht mit unterschiedlichsten Partnern und Organisationen.

Über Doris Weßels

Dr. Doris Weßels ist Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Kiel. Sie studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Mathematik, Betriebswirtschaftslehre und Informatik und promovierte am Institut für Finanzwirtschaft und Investition der Universität Oldenburg. In den nachfolgenden zwölf Berufsjahren war sie in
verschiedenen Fach- und Führungspositionen in den Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Telekommunikation und Banken tätig. Ihre thematischen Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen in den Themenfeldern Projekt-, Wissens-, Informations- und Innovationsmanagement. Darüber hinaus ist sie Gründerin und Leiterin der GPM-Regionalgruppe in Schleswig-Holstein. Im GPM BLOG berichtet sie über die Schnittstelle „Projektmanagement in Wissenschaft und Wirtschaft“ – mit dem Fokus auf Arbeits- und Organisationsformen der Zukunft. Sie ist Herausgeberin des Buches „Zukunft der Wissens- und Projektarbeit“.
Zukunft der Wissens- und Projektarbeit 
Neue Organisationsformen in vernetzten Welten
Hrsg.: Doris Weßels
Hardcover+ digital, 289 Seiten
mit zahlreichen Abbildungen
ISBN 978-3-86329-620-9
Preis EUR 49,00 (inkl. MwSt. und Versandkosten)
Symposion Publishing 2014
www.symposion.de

 

Datenschutz betrifft nicht nur die Daten in der Cloud, sondern auch e-Mails über Google & Co.

Datenschutz und Schutz des Unternehmens vor Rechtsverstößen (Compliance) nehmen derzeit einen breiten Raum in der öffentlichen Diskussion ein. Aber genauso verbreitet ist dabei die Ansicht: Datenschutz macht Arbeit und ist teuer! Doch nicht zuletzt, nachdem sich nun die erste Aufregung um den Überwachungsskandal des US-Geheimdienstes gelegt hat, stellt sich einmal mehr die Frage, was das (amerikanische) Ausspähen von Daten für deutsche Unternehmen bedeutet? Dürfen Unternehmen ihre Daten in der sogenannten Cloud, das heißt auf fremden Servern, auslagern, ohne gegen geltendes Compliance-Recht zu verstoßen?

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Europa und die NSA-Affäre: Warum Amerika-Bashing nicht hilft

„Tagesspiegel“-Autor  Hans-Dieter Heumann geht der Frage nach, wie Europa nach dem NSA Skandal mit den USA verkehren sollte: Völlig neue Fragen stellen sich in der Netzwelt des 21. Jahrhunderts: Reicht der traditionelle Ansatz des Datenschutzes um jeden Preis noch aus, wenn Terroristen und Kriminelle die gleiche Technik für ihre Zwecke missbrauchen?… mehr … http://tinyurl.com/n7boj9n

Big Data: „Ich habe keine Ahnung – die Software schon“….

In Delphi befand sich die berühmteste griechische Orakelstätte. Dort erteilte die Priesterin Pythia in ekstatischem Rausch auf einem Dreifuß sitzend ihre scheinbar widersinnigen Orakel, zu denen sie Apollon inspirierte. Die Antworten von Pythia wurden in Versen verkündet und zumeist zweideutig formuliert. Ähnlich kryptisch klingen die Verheißungen der Big Data-Hohepriester, die die Welt wieder berechenbar machen wollen, von der perfekten Vermessung des Internets träumen und vom Ende des Zufalls predigen. Es ist das Versprechen, in der anschwellenden Datenflut des Netzes wieder Herr der Lage zu werden. Continue reading

Computing Safety Index: Deutsche brauchen Nachhilfe in digitaler Selbstverteidigung

Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der deutschen Nutzer geben an, bereits mehrfach Erfahrung mit Gefahren aus dem Internet gemacht zu haben. Trotzdem: Nur sieben Prozent (int. Durchschnitt: 16 Prozent) schützen sich selbst und ihre persönlichen Daten aktiv durch mehrere Maßnahmen. Das ist das Ergebnis des zweiten jährlichen Microsoft Computing Safety Index (MCSI). Besorgniserregend: Das Ergebnis für Deutschland liegt unter dem internationalen Durchschnitt mit einer absteigendenden Tendenz zum Vorjahr um 3 Index-Punkte. Für den MCSI wurden mehr als 10.000 PC-, Smartphone- und Tablet-Nutzer in 20 Ländern befragt.

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Umfrage zeigt: Verwendung persönlicher Daten im Internet ist “außer Kontrolle“

IT-Sicherheitsexperte Avira hat zwischen Februar und März 2013 Internetnutzer befragt, wie sie ihr Mitsprachrecht im Hinblick auf die Weiterverwendung persönlicher Informationen im Internet einschätzen. 86 Prozent sind der Meinung, sie hätten wenig oder keine Kontrolle darüber, in welchem Maß Unternehmen ihre persönlichen Daten online nutzen.  „Die meisten Verbraucher verstehen nicht, was mit ihren persönlichen Informationen im Internet geschieht, und dies schreckt viele ab. In Wahrheit haben die Internet-Surfer mehr Kontrolle, als sie denken“, so Sorin Mustaca, IT-Sicherheitsexperte bei Avira.

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Trend zur Online-Werbung stärkt die Macht der Verbraucher vor Ort

Internet-Werbung befindet sich weiter im Wandel und passt sich immer mehr an den Verbraucher an. Seine Interessen rücken in den Mittelpunkt. So wird er etwa beim Surfen auf Angebote aufmerksam gemacht, die mit den Inhalten der Website, die er gerade betrachtet, in Zusammenhang stehen. Preisvergleichsseiten helfen ihm aktuelle Angebote aus dem Netz miteinander zu vergleichen und Prospektportale sich über das Sortiment von Einzelhändlern zu informieren. „Verbraucher haben heute dank dem Internet eine größere Auswahl als jemals zuvor. Hier können sie frei aus einer Fülle an Produkten, Preisen, Tarifen und Anbietern wählen“,

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BITMi: Leistungsschutzrecht bremst Deutschland aus

Das vom Bundestag beschlossene Leistungsschutzrecht bedeutet nach Einschätzung des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) gesamtwirtschaftliche Belastungen für alle Branchen. „Daran hat sich auch durch die leichte Entschärfung des Gesetzes nichts geändert“, erklärt Dr. Oliver Grün, BITMi-Präsident und Vorstand Grün Software. Im Gegenteil: „Dass das Leistungsschutzrecht für Presseverlage nun beschlossene Sache ist, ist eine Tragödie für den Innovationsstandort Deutschland.“

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12. März: Heute ist Blackout-Day – Welttag gegen Internetzensur 

Aus Anlass des Welttages gegen Internetzensur am 12.3.2013 ruft die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ zu weltweiten Protesten gegen Zensur im Internet auf. An diesem Tag veröffentlicht die Organisation jährlich einen Bericht über die „Feinde des Internets“ über weltweite Online-Zensurmaßnahmen und Repressionen gegen Blogger und Internetnutzer. Im letzten Jahr hat der Bericht gezeigt, dass in der ganzen Welt Regierungen massive Verstöße gegen Presse- und Meinungsfreiheit im Netz begehen.
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Datenschutz in Europa – Wissenschaftler unterschreiben Positionspapier

Die automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten nimmt rasant zu und ist aus keinem Wirtschafts-, Verwaltungs- und Gesellschaftsbereich mehr wegzudenken. Gerade im Internet ist die Verwendung der Nutzerdaten für individualisierte Werbung der Preis für die kostenfreie Nutzung von Diensten. Vor diesem Hintergrund wird in der Europäischen Union die Neufassung der Datenschutzregeln diskutiert. Vor einem Jahr hat die Europäische Kommission einen Entwurf für eine Europäische Datenschutzverordnung vorgelegt. … mehr …. www.dataprotectioneu.eu


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Cebit: Shareconomy könnte die Machtverhältnisse der Wirtschaft ändern

  • Die Voraussetzungen, um das Leitmotto “Shareconomy” der Cebit mit Leben zu füllen, sind heute wohl wesentlich besser als es sich der Ökonom Martin Lawrence Weitzman in den 1980er Jahre vorstellen konnte. Er zählt aus gutem Grund mit seinem Werk “The Share Economy: Conquering Stagflation” zu den Ideengebern einer politischen Ökonomie des Teilens. Fernab von sozialutopischen Vorstellungen hat Jeff Jarvis die Möglichkeiten der Share Economy in seinem Buch “Mehr Transparenz wagen!” auf den Punkt gebracht:

„Das radikal öffentliche Unternehmen ermutigt seine Angestellten, die Tools der sozialen Netze zu nutzen, direkte und offene Beziehungen mit den Kunden zu unterhalten, indem sie Fragen beantworten, sich Vorschläge anhören und umsetzen, Probleme lösen und Produkte verbessern.”

Soziale Netzwerke werden künftig eine noch viel größere Wirkung auf Wirtschaft und Gesellschaft haben, weil sie die Machtverhältnisse verändern und alte Einrichtungen verdrängen, die auf Mangel und Kontrolle beruhen. Etwa die kollektiven Hausmeister der Republik, die sich nicht mit einer Kultur der Offenheit, des Teilens und der Mitbestimmung anfreunden können und sich hinter Schutzrechten verkriechen.

In der Share Economy ist für Ziegelstein-Diktatoren kein Platz mehr. Die “sozialen” Webangebote vernetzen Menschen zu einer neuen, schnell wachsenden Beziehungsökonomie, deren Motor das Gegenseitigkeitsprinzip ist:

“Hilfst du mir, so helf’ ich dir. Mit Tipps, Ratschlägen, Produkten und Ansprechpartnern“, so Wolfgang Michal in einem Beitrag mit dem Titel „Was würde Jarvis tun?“.

Dass die Internet-Konzerne, die ihre Austausch- und Kooperationsplattformen meist kostenlos zur Verfügung stellen, an ihren „Mitgliedern“ und „Kunden“ gut verdienen, sei nach Ansicht von Jeff Jarvis der beste Beweis dafür, dass eine riesige Nachfrage, die von der alten Angebotsökonomie nicht bedient wurde, nun professionell und überzeugend befriedigt wird. Allerdings muss die Netzöffentlichkeit kritisch bleiben, wenn Social Web-Anbieter wie Google oder Facebook in ihrer AGB-Politik anfangen, ihre Nutzer in einem neuen Gefängnis von Kontrolle und Zensur einzusperren. Dazu neigen Monopolisten in ihrer anmaßenden Haltung als Schiedsrichter des Weltgeschehens. Aber das ist ein anderes Kapitel und muss über die Manifestation eines virtuellen Existenzrechtes politisch gelöst werden. Die Netzkonzerne sind dazu nicht in der Lage.

Teilen statt Besitzen werde nicht mehr lediglich als wohltätige oder altruistische Einzelaktion oder als Instrument der Corporate Social Responsibility (CSR), sondern als Grundidee einer neuen Form der Kollaboration verstanden, bemerkt die Marketingprofessorin Heike Simmet.

Und es erfordert vor allem auf der Anbieterseite ein neues Verständnis für eine vernetzte Ökonomie, die sich nicht mehr über Maßstäbe des Industriekapitalismus definiert. Anwendungen werden wichtiger als Produkte, so der Schweizer Systemarchitekt Bruno Weisshaupt.

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Cyber-Mobbing: Kollegen sind bessere Ansprechpartner als der Chef

Der falsche Umgang mit Sozialen Netzwerken wirkt sich auch auf die Privatsphäre am Arbeitsplatz aus. Cyber-Bullying, also Schikane oder Mobbing via Social Media, nehmen zu. Laut aktueller Digital Diaries-Studie von IT-Security Anbieter AVG wurde in Deutschland bereits jeder Zwanzigste durch Bilder und Videos bloßgestellt, die bei der Arbeit aufgenommen und hochgeladen wurden. Auch Lästereien und Beleidigungen sind im Arbeitsalltag an der Tagesordnung.

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Cebit, Big Data und Datenverbrechen

Immer, wenn es um Zukunftsprognosen geht, steigt die Fehlerquote der Rechenmethoden. Auch wenn man schmutziges Big Data zum Einsatz bringt und einfach nur Muster aus der amorphen Datenmasse herausschält. Man operiert mit Annahmen und Hypothesen, die mehr über das mechanistische Menschenbild der Analysten als über die untersuchten Personen aussagen – auch wenn das die zumeist naturwissenschaftlich geprägten Big Data-Gurus anders sehen. Wenn fehleranfällige Maschinen Entscheidungen über einzelne Menschen treffen, etwa bei der Verweigerung von Krediten, hört der Spaß auf.

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